Eine Berufsunfähigkeitsversicherung bewahrt Arbeitnehmer nach einem Unfall oder bei Krankheit vor dem finanziellen Ruin. Die gesetzliche Absicherung gewährt lediglich Basis-Leistungen, so dass eine private Absicherung ratsam ist.

Berufsunfaehigkeitsversicherung

Gründe für die private Absicherung gegen Berufsunfähigkeit

Die Erwerbsminderungsrente aus der gesetzlichen Rentenversicherung zahlt im besten Fall 32 Prozent Ihres letzten Bruttoeinkommens. Jedoch gibt es viele Bedingungen, die erfüllt sein müssen, damit die gesetzliche Rentenversicherung überhaupt zahlt. Unter anderem darf man keiner beruflichen Tätigkeit mehr nachgehen, man muss mindestens fünf Jahre in die Rentenkasse eingezahlt haben und vieles mehr.

Der gewohnte Lebensstandard ist damit aber sicher nicht haltbar. Deshalb sollte eine private Berufsunfähigkeitsversicherung abgeschlossen werden, denn nur so ist man davor geschützt, dass der Abschied vom Job nicht zum finanziellen Desaster wird. Es muss auch daran gedacht werden, dass ein Ausscheiden aus dem Beruf dazu führen kann, dass keine Beiträge in die Rentenkasse mehr gezahlt werden, was die Altersbezüge verringert.

Fordern Sie direkt einen kostenfreien und unverbindlichen Tarifvergleich einer Auswahl aktueller Tarife an. Oder kontaktieren Sie uns gern persönlich – unverbindlich und kostenfrei: 030 120 82 82 8 (Mo – Fr: 9 – 18 Uhr) oder per E-Mail unter kontakt@transparent-beraten.de.

Kostenfreier Tarif-Vergleich zur Berufsunfähigkeitsversicherung

Fordern Sie gerne über unser Formular einen individuellen Vergleich an.

Ursachen für Berufsunfähigkeit:

Ursache Anteil der Diagnose an allen Leistungsfällen 2012
Nervenkrankheiten und psychische Erkrankungen 31%
Erkrankungen des Skelett- und Bewegungsapparates 21,9%
Sonstige Erkrankungen 15,7%
Krebs u.ä. 14,1%
Unfälle 9,7%
Erkrankungen des Herzens und des Gefäßsystems 7,6%
Quelle: MORGEN & MORGEN, 4/2016

Berufsunfähigkeit betrifft alle Berufsgruppen

Jeder Berufstätige oder zukünftige Berufseinsteiger sollte sich vor den finanziellen Folgen einer Berufsunfähigkeit schützen. Aber durch eigene Rücklagen kann kaum jemand das wegfallende Erwerbseinkommen ausgleichen. Die Entscheidung für eine Berufsunfähigkeitsversicherung ist relativ unabhängig vom Beruf: Es ist egal, ob jemand geistig oder körperlich tätig ist. Denn zu den Risiken gehören nicht nur körperliche Einschränkungen, sondern auch zunehmend geistige Erkrankungen wie Depressionen. Nur etwa 10 Prozent aller Fälle von Berufsunfähigkeit haben ihre Ursache in einem Unfall. 90 Prozent sind die Folge von Erkrankungen, die in hohem Maße auch bei Berufen mit sitzender Tätigkeit auftreten. Trauriger Spitzenreiter sind hier Rückenerkrankungen.

Die Kosten für eine Berufsunfähigkeitsversicherung sind individuell

Man kann keine pauschale Aussage darüber treffen, was eine Berufsunfähigkeitsversicherung kostet. Aber es gibt verschiedene Faktoren, die die Höhe des Beitrags beeinflussen, dazu zählen:

  • gewünschte Rentenhöhe
  • Alter
  • Beruf
  • Vorerkrankungen

Die Versicherungsunternehmen gewichten diese Faktoren unterschiedlich, so dass Prämienunterschiede bei gleichem Leistungsumfang möglich sind. Deshalb lohnt sich ein Vergleich der Versicherer und Tarife, denn selbst unter den sehr guten Angeboten gibt es große Preisunterschiede (Test von Berufsunfähigkeitsversicherungen). Dennoch sollte man sich zuerst einen Tarif mit guten Bedingungen suchen und dann auf den Preis achten.

Tipp: Häufig gibt es Kombi-Angebote
In vielen Fällen werden Berufsunfähigkeitsversicherungen in Kombination mit Lebensversicherungen oder Rentenversicherungen (Riester-Rente, Rürup-Rente) angeboten. In solchen Kombi-Verträgen wird die Versicherung gegen Berufsunfähigkeit als Berufsunfähigkeitszusatzversicherung bezeichnet. Ein Zusammenlegen verschiedener Policen kann beispielsweise Sinn machen, wenn Sie Angehörige zu versorgen haben. Allerdings sollten diese Tarife getrennt von einer normalen Berufsunfähigkeitsversicherung verglichen werden.

Je früher, desto besser

Für den Abschluss einer Berufsunfähigkeitsversicherung muss eine Gesundheitsprüfung durchgeführt werden. Der Versicherer versucht mit einigen Fragen einen Überblick über bestehende oder vergangene Erkrankungen zu bekommen. Die Risikokalkulation des Versicherers hängt nämlich nicht nur vom Alter und der Berufsgruppe ab. Aus diesem Grund haben gerade junge Menschen die besten Voraussetzungen, sich günstig und zu besten Konditionen gegen eine Berufsunfähigkeit zu versichern. Für sie ist die Versicherung zudem besonders wichtig, denn werden sie berufsunfähig, haben sie meist nicht einmal Anspruch auf die magere Erwerbsminderungsrente vom Staat (mehr dazu hier).

Unbedingt die Wahrheit sagen

Die Gesundheitsfragen des Versicherers müssen auf jeden Fall wahrheitsgemäß beantwortet werden. Geschieht dies nicht, kann die Versicherung den Vertrag rückgängig machen, oder noch schlimmer – im Schadensfall nicht zahlen. Die eingezahlten Beiträge sind dann auch weg. Einen seriösen Versicherer erkennt man auch daran, wie deutlich er darauf verweist, was bei Falschaussagen passiert. Ein Qualitätsmerkmal von BU-Versicherungen ist zudem, wie lange der Versicherer für den Fall einer möglichen falschen Angabe des Kunden auf sein Rücktrittsrecht besteht. Nach Fristablauf kann er sich nicht mehr darauf berufen, dass die Anzeigepflicht von Vorerkrankungen verletzt wurde.

Achtung: Die Verweisungsklausel ist tückisch
BU-Verträge, die eine Verweisungsklausel enthalten, sollten Sie nicht abschließen. Solche Klauseln regeln, dass die Versicherung nicht zu zahlen braucht, wenn der Versicherte in einem anderen Beruf arbeiten kann, der in Status und Bezahlung gleichwertig ist. Dabei ist es allerdings egal, ob der Versicherte überhaupt einen solchen Job findet oder nicht. Gerade für ältere Menschen ist dieser Passus gefährlich. Sind sie erst einmal durch Krankheit oder Unfall nur eingeschränkt belastbar, haben sie nur noch wenige Chancen auf dem Arbeitsmarkt.

Wechsel des BU-Versicherers

Der Wechsel der Berufsunfähigkeitsversicherung ist in den meisten Fällen nicht empfehlenswert. Bei Abschluss einer neuen Police wird eine neue Gesundheitsprüfung verlangt und oft sind die Beiträge aufgrund des gestiegenen Alters höher als im Altvertrag. Sollte sich Ihr Gesundheitszustand verschlechtert haben, könnte Ihnen der Versicherungsschutz nur gegen Zahlung eines Risikozuschlags und/oder eines Leistungsausschlusses gewährt oder sogar komplett abgelehnt werden. Das würde für Sie bedeuten, Sie stünden ohne Versicherungsschutz da. Wenn Sie also wechseln müssen, kündigen Sie Ihren alten Vertrag erst, wenn Sie die Zusage des neuen Anbieters haben.

Unser Fachportal zum Thema Berufsunfähigkeitsversicherung: berufsunfähigkeitsversicherungen-testsieger.de Lesen Sie auch die Beiträge zu den Berufsunfähigkeitsversicherungs-Anbietern und zu den Berufsunfähigkeitsversicherungs-Leistungen sowie zum Berufsunfähigkeitsversicherung-Vergleich