Berufs­unfähigkeits­versicherung

Ratgeber und Vergleich (2021)
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Das erwartet Sie hier

Wie Sie mit einer privaten Berufsunfähigkeits­versicherung Ihr Einkommen optimal absichern, was Sie das kostet und welche Leistungen Sie bei Berufsunfähigkeit erhalten. Mit Tipps unserer Experten.

Inhalt dieser Seite
  1. So finden Sie die ideale BU
  2. Warum ist die BU überhaupt sinnvoll?
  3. Leistungen
  4. Kosten (inkl. Kostenbeispiel)
  5. Aktuelle Testergebnisse
  6. Warum ein Vergleich wichtig ist
  7. Keine Angst vor der Gesundheits­­prüfung

Das Wichtige in Kürze

  • Die eigene Arbeitskraft ist das Wichtigste, das Sie besitzen. Denn eine Berufsunfähigkeit nach Krankheit oder Unfall kann existenzbedrohend sein, wenn das Einkommen plötzlich ausfällt.
  • Die staatliche Erwerbs­minderungsrente allein reicht meist nicht aus. Eine private Berufsunfähigkeits­versicherung (BU) sichert Sie durch eine ausreichend hohe monatliche Rente im Leistungs­fall ab.
  • Je früher, desto günstiger: Wer in jungen Jahren eine BU abschließt, bekommt sie bereits ab 20 € im Monat.
  • Die BU lässt sich flexibel an Ihre weiteren Lebensumstände anpassen.
  • Lassen Sie sich von unseren erfahrenen BU-Experten kostenfrei beraten, sodass Sie die ideale Absicherung für sich finden.

So sieht die ideale Berufsunfähigkeits­versicherung aus

Da die Berufsunfähigkeits­versicherung zu den wichtigsten privaten Absicherungen gehört, gibt es auch entsprechend viele Angebote auf dem Versicherungs­markt. Dabei gibt es nicht nur im Preis große Unterschiede, sondern auch in den Leistungen und Konditionen. Ein Vergleich mehrerer Tarife ist essenziell – teilweise können Sie sich Ihren Versicherungs­schutz individuell zusammensetzen lassen, um so die beste Berufsunfähigkeits­versicherung für sich persönlich zu finden.


Das macht eine gute Berufsunfähigkeits­versicherung aus

  • Ausreichend hohe Berufsunfähigkeitsrente
    Dies ist die Summe, die Sie monatlich im Falle einer Berufsunfähigkeit vom Versicherer erhalten. Die Höhe der Berufsunfähigkeitsrente vereinbaren Sie bei Vertragsabschluss. Beachten Sie: Die monatliche Rente sollte mind. 1.000 Euro betragen, alles darunter macht in der Regel wenig Sinn.
  • Faire Gesundheits­prüfung
    Hier geht es nicht darum, dass der ideale Versicherer so wenig Gesundheits­fragen wie möglich stellt, sondern vielmehr, dass diese fair gehandhabt werden. Ihre Aufgabe sollte es nur sein, diese wahrheitsgemäß und gewissenhaft zu beantworten. Ihre Antworten sollten dagegen vom Versicherer nicht unnötig als nachteilig gedeutet werden.
  • Flexible Anpassung des Vertrages
    Sie sollten die Möglichkeit bekommen, Ihren Vertrag flexibel an Ihre sich verändernden Lebensumstände anzupassen, beispielsweise durch den Einschluss einer Nach­versicherungs­garantie, die Möglichkeit zur Erweiterung durch spezielle Leistungs­bausteine oder die Beitrags­befreiuung in bestimmten Situationen.
  • Keine Verweisungsklauseln
    Ein fairer BU-Vertrag enthält weder eine Klausel zur konkreten noch zur abstrakten Verweisung. Somit kann Ihnen im Falle einer Berufsunfähigkeit nicht einfach ein alternativer Beruf aufgedrückt werden.
  • Verzicht auf Meldung eines Jobwechsels
    Der Berufsunfähigkeits­versicherer sollte darauf verzichten, dass Sie einen Berufswechsel melden müssen. Je nach Beruf könnte sich dies ansonsten negativ auf Ihre Beiträge auswirken. Ein Berufswechsel sollte für Ihren Versicherer keine Rolle spielen.
  • Klar formulierte Vertrags­bedingungen und Klauseln
    Jegliche Regelungen und Klauseln sowie Definitionen im Versicherungs­vertrag sollten stets klar, direkt und verständlich formuliert sein. Hier gibt es einige Stellen, an denen sich später vage Formulierungen für Sie als Falle herausstellen können.
  • Möglichst keine Leistungs­ausschlüsse oder Risikozuschläge
    Dies ist vor allem für Personen mit Vorerkrankungen relevant. Einige Vorerkrankungen können problemlos versichert werden. Bei anderen Erkrankungen fordern Versicherer einen höheren Beitrag oder schließen die Erkrankung als Auslöser der Berufsunfähigkeit aus. Manchmal ist dies nicht vermeidbar, damit Sie überhaupt einen Versicherungs­schutz erhalten. Wägen Sie dies jedoch vor Vertragsabschluss gewissenhaft ab.

Bereits ab 20 Euro im Monat gegen Berufsunfähigkeit absichern

Eine Berufsunfähigkeits­versicherung kann, aber muss nicht teuer sein. Hier gilt: Je jünger und gesünder Sie sind, desto günstiger können Sie sich versichern. Berufseinsteiger zahlen so nur rund 20 Euro im Monat und sind ihr ganzes Berufsleben gegen die finanziellen Folgen einer Berufsunfähigkeit abgesichert. Es lohnt sich also, eine Berufsunfähigkeits­versicherung in jungen Jahren abzuschließen. Weitere Kostenbeispiele und Hinweise zur Höhe der Versicherungs­beiträge finden Sie weiter unten.

Experten-Tipp:

„Grundsätzlich ist es möglich, eine Berufsunfähigkeits­versicherung auch erst in einem höheren Alter abzuschließen. Es gibt jedoch Versicherungs­gesellschaften, die Antragsteller ab einem gewissen Alter ablehnen. Auch ist die Wahrscheinlichkeit von Vorerkrankungen im Alter höher, so dass die Police teurer wird oder mit Leistungs­ausschlüssen gerechnet werden muss. Es empfiehlt sich daher, die Berufsunfähigkeits­versicherung so früh wie möglich abzuschließen.“

Foto von Achim Wehrmann
Achim Wehrmann
Berater

Diese Anbieter empfehlen unsere Experten

Unsere erfahrenen und ausgezeichneten Experten für private Berufsunfähigkeits­versicherungen haben mit den folgenden Anbietern besonders gute Erfahrungen gemacht:


Mit uns zur idealen Berufsunfähigkeits­versicherung

Geht es darum, die Berufsunfähigkeit abzusichern, buhlen viele Versicherungen um ihre Kunden. Es ist deshalb nicht immer leicht, den richtigen Anbieter zu finden. Nutzen Sie die jahrelange Erfahrung unserer Experten, die sich ausschließlich mit der Berufsunfähigkeits­versicherung beschäftigen. Gemeinsam mit Ihnen finden sie heraus, wie die ideale Absicherung für Sie persönlich aussehen muss und unterstützen Sie vom Vergleich der Angebote bis zum Vertragsabschluss und darüber hinaus. Kontaktieren Sie uns direkt oder nutzen Sie unseren kostenfreien Tarifrechner, um erste Tarife zu vergleichen und ein individuelles Angebot anzufordern.

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Darum ist eine private Berufsunfähigkeits­versicherung sinnvoll

Ihre Arbeitskraft ist Ihr Kapital

Stellen Sie sich vor, dass Sie plötzlich nicht mehr arbeiten können, weil Sie einen Unfall hatten oder an einer schweren Krankheit leiden. Ihr fehlendes Einkommen wird nur teilweise von der gesetzlichen Kranken- und Renten­versicherung ersetzt. Können Sie den Rest problemlos finanziell allein stemmen, um Ihren Lebensstandard zu halten? Lautet die Antwort „nein“, so ist eine private Berufsunfähigkeits­versicherung für Sie sinnvoll. Denn nichts ist wertvoller, als Ihre Arbeitskraft.


Berufsunfähigkeit kann jeden treffen

Laut statistischen Angaben geht jeder 4. Arbeitnehmer aus gesundheitlichen Gründen vorzeitig in Rente. Längst sind nicht mehr nur diejenigen von einer Berufsunfähigkeit bedroht, die körperlich schwere Arbeit leisten, wie etwa Handwerker. Zwar gehören körperliche Beschwerden immer noch zu den häufigsten Ursachen für Berufsunfähigkeit, jedoch gelten psychische Erkrankungen mittlerweile als Nummer 1-Ursache – und dies kann auch Büro-Angestellte treffen.

Grundsätzlich gilt: Wer auf sein berufliches Einkommen angewiesen ist, für den ist die Absicherung der Arbeitskraft und damit der Abschluss einer Berufsunfähigkeits­versicherung sinnvoll. Das gilt gleichermaßen für Arbeitnehmer, Beamte, Selbständige und Freiberufler.

Ursachen für Berufsunfähigkeit sind vielfältig

UrsacheAnteil der Diagnose
Nervenkrankheiten und psychische Erkrankungen31,88 %
Erkrankungen des Skelett- und Bewegungsapparates20,33 %
Sonstige Erkrankungen14,58 %
Krebs u.ä.17,77 %
Unfälle8,38 %
Erkrankungen des Herzens und des Gefäßsystems7,03 %
Quelle: MORGEN & MORGEN, 5/2021

Gesetzliche Absicherung reicht nicht aus

Im Falle einer Berufsunfähigkeit sollten Sie sich nicht einzig auf die Unterstützung vom Staat verlassen, denn diese ist in den meisten Fällen zu gering:

  • Ihre Kranken­versicherung kommt nur für Ihre Behandlungs­kosten auf, damit Sie wieder gesund werden.
  • Die Pflege­versicherung übernimmt lediglich die Kosten für stationäre oder ambulante Pflege, falls Sie pflegebedürftig werden.
  • Die Unfall­versicherung unterstützt Sie nur, wenn Sie bleibende körperliche Schäden nach einem Unfall davontragen.

Und was ist mit der staatlichen Erwerbs­minderungsrente?

Einzig von der gesetzlichen Renten­versicherung erhalten Sie eine monatliche Rente (Erwerbs­minderungsrente), falls Sie nicht mehr arbeiten können. Jedoch ist diese für die meisten Menschen unzureichend, und zwar aus 2 Gründen:

  1. Sie ist zu gering: Die Erwerbs­­minderungs­rente deckt nur einen geringen Teil des letzten Bruttoeinkommens ab, der den meisten Menschen nicht ausreicht, um den gewohnten Lebensstandard zu halten. Zumal die Lebenshaltungskosten bei einer Berufsunfähigkeit sogar noch steigen können.
  2. Sie ist zu schwer zu bekommen: Es müssen zahlreiche Bedingungen erfüllt sein, damit die gesetzliche Renten­versicherung zahlt. So darf es beispielsweise keinen Zweifel daran geben, dass die betroffene Person gar keiner beruflichen Tätigkeit mehr nachgehen kann – also nur bei 100-prozentiger Erwerbs­unfähigkeit. Zugleich muss die betroffene Person mindestens 5 Jahre lang in die Rentenkasse eingezahlt haben.

Gesetzliche und private Leistungen im Vergleich

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Gesetzliche Renten­­versicherung:
  • Erwerbs­­minderungsrente (für alle ab 1961 Geborenen): beträgt nur ca. 30 Prozent des Brutto­einkommens
  • Berufs­unfähigkeitsrente (gibt es nur für alle vor dem 2.1.1961 Geborenen!)
Private Berufs­unfähigkeits­­versicherung:
  • Berufs­­unfähig­keits­rente (meist ca. 65-75% des Nettoeinkommens)
  • Nach Wahl inklusive weiterer Leistungen (z.B. Arbeits­unfähigkeitsklausel, Nach­­versicherungs­­garantie, Dynamik, Wiedereingliederungshilfe)

Darum ist die private Berufsunfähigkeits­versicherung für Sie sinnvoll

Eine private Berufs­unfähig­keits­ver­siche­rung leistet im Gegensatz zur staatlichen Erwerbs­minderungsrente schneller und mehr, denn:

  1. Sie bestimmen die Höhe Ihrer späteren Berufsunfähigkeitsrente selbst
  2. Der Versicherer leistet bereits, wenn Sie mind. zu 50 Prozent für mind. 6 Monate Ihrer aktuellen Tätigkeit nicht mehr nachgehen können.

Ein weiterer Vorteil: Die private Berufsunfähigkeits­versicherung ist die einzige Absicherung, die auch psychische Erkrankungen als Ursache für eine Arbeitsunfähigkeit versichert – auch unter anderen privaten Versicherungen.

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Leistungen einer Berufsunfähigkeits­versicherung

Die hauptsächliche Leistung der privaten Berufsunfähigkeits­versicherung besteht in der Zahlung einer monatlichen Rente im Falle einer Berufsunfähigkeit. Einzelne zusätzliche Leistungen einer Berufs­unfähig­keits­ver­siche­rung unterscheiden sich von Anbieter zu Anbieter.

Die wichtigsten Leistungen

  • Berufs­unfähig­keits­rente bereits ab 50 % Berufsunfähigkeit und bei Pflegebedürftigkeit
  • Absicherung des zuletzt ausgeübten Berufs
  • Keine Verweisung auf einen anderen Beruf (wenn abstrakte Verweisung im Vertrag ausgeschlossen wurde)

Weitere (optionale) Leistungen

Vorübergehende Krankheit versichern

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Wenn eine Arbeits­unfähig­keits­versiche­rung oder sogenannte „Gelbe-Schein-Regelung“ Bestandteil des Versicherungs­vertrages ist, dann wird auch im Fall einer vorübergehenden Krankheit die Berufsunfähigkeitsrente ausgezahlt. Dies kann z.B. ab dem vierten Monat der Krankschreibung der Fall sein.

Nach­versicherungs­garantie

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Je früher man eine Berufs­unfähig­keits­ver­siche­rung abschließt, desto wahrscheinlicher ist es, dass die Lebenssituation sich noch mehrere Male ändert – z.B. steigt nach Beförderungen das Gehalt oder eine Familie wird gegründet. In solchen Fällen wird dann natürlich auch der Absicherungsbedarf größer. Die Nach­versicherungs­garantie sorgt dafür, dass der Versicherte ohne weitere Gesundheits­prüfung die Berufsunfähigkeitsrente auch nachträglich noch erhöhen kann.

Laufzeit bis zur Rente

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Die Laufzeit eines BU-Vertrages kann individuell vereinbart werden. Am sinnvollsten ist jedoch, eine Laufzeit bis zum Renteneintrittsalter zu vereinbaren. Viele Versicherer bieten eine Laufzeit bis zum 67. Lebensjahr an.

Rückwirkende Zahlung

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In manchen Fällen dauert es einige Zeit, bis der Arzt Berufsunfähigkeit bescheinigt. Wenn es im Vertrag vereinbart ist, müssen Versicherer dann auch rückwirkend ab Eintritt der Berufsunfähigkeit Zahlungen erbringen.

Beitrags­- und Leistungs­dynamik

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Durch die Inflation verliert die vereinbarte Berufs­unfähig­keits­rente über die Jahre immer mehr an Wert. Wenn eine Dynamik vereinbart wird, dann steigen Jahr für Jahr die Versicherungs­beiträge um einen bestimmten Prozentsatz (z.B. 2 Prozent), und so ebenfalls die spätere Rentenauszahlung (Beitrags­dynamik). Alternativ kann auch vereinbart werden, dass nur die Berufsunfähigkeitsrente nach einem bestimmten Prozentsatz steigt (dann sind die monatlichen Beiträge zur Versicherung von Anfang an etwas höher).

Wiedereingliederungshilfe

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Einige Versicherer zahlen den Versicherten einen einmaligen Betrag aus, wenn diese einen neuen Job aufnehmen, nachdem sich ihr Gesundheits­zustand verbessert hat. Dieser kann bis zu 6 Monatsrenten hoch sein.

Infektionsklausel

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Eine Infektionsklausel ist vor allem für eine BU für Ärzte relevant. Sie besagt, dass eine Berufs­unfähig­keits­rente auch dann gezahlt wird, wenn die betroffene Person aufgrund von Infektionsgefahr ihren Beruf für eine bestimmte Zeit nicht ausüben kann, weil dies durch gesetzliche Verfügung untersagt wurde.

Dienstunfähigkeitsklausel für Beamte

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Wenn im Vertrag eine Dienst­unfähig­keits­klausel vereinbart wird, dann gelten Beamte bereits dann als berufsunfähig, wenn sie aus gesundheitlichen Gründen aus dem Dienst entlassen oder in den Ruhestand versetzt wurden. Auf diese Klausel sollte in der BU für Beamte unbedingt geachtet werden.

Experten-Tipp:

„Achten Sie beim Leistungs­umfang Ihrer Berufsunfähigkeits­versicherung auf eine unbefristete bzw. unbegrenzte Leistung. Dies ist im Versicherungs­vertrag festgehalten: Ist die Leistung befristet, bedeutet dies, dass der Versicherer die Zahlung der BU-Rente auch unterbrechen kann, zum Beispiel während einer erneuten Prüfung der Berufsunfähigkeit. Dies kann beispielsweise bei Entschuldung einer Immobilie problematisch werden.“

Foto von Marc Björn Wolter
Marc Björn Wolter
Berater

Wann leistet die Versicherung nicht?

Leistungs­ausschluss wurde vereinbart

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Versicherer können vor Vertragsschluss bestimmte Krankheiten ausschließen. Wenn z.B. jemand eine Berufs­unfähig­keits­ver­siche­rung abschließen möchte, der in den letzten 5 Jahren einen Bandscheibenvorfall hatte, kann die Versicherung Leistungen im Fall von Wirbelsäulenproblemen ausschließen. Dies muss aber vor Vertragsschluss geregelt werden.

Falsche Angaben im Antrag

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Stellt man beim Versicherer den Leistungs­antrag für die Auszahlung der Berufs­unfähig­keits­rente, so prüft dieser zunächst einmal, ob wirklich Berufsunfähigkeit vorliegt. In einigen Fällen kann kein Berufsunfähigkeitsgrad von über 50 Prozent bestätigt werden, und die Leistung wird verweigert. Dasselbe kann passieren, wenn man bei Vertragsschluss falsche Angaben zu Vorerkrankungen gemacht hat oder relevante gesundheitliche Probleme verschwiegen hat. Aus diesem Grund sollte man bei Antrag einer Berufsunfähigkeits­versicherung immer alle Fragen des Versicherers wahrheitsgemäß beantworten.

Generelle Leistungs­ausschlüsse

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Es gibt verschiedene allgemeine Fälle, in denen die Versicherer in der Regel keine Rente auszahlen. Hierzu gehören beispielsweise:

  • Berufsunfähigkeit durch Verkehrsunfälle (wenn man selbst Täter ist und diese durch vorsätzliches oder grob fahrlässiges Verhalten, insbesondere Straftaten, verschuldet wurden)
  • Teilnahme an Autorennen
  • Berufsunfähigkeit durch Strahlenbelastung, wenn diese durch einen größeren atomaren Unfall verursacht wurde
  • Innere Unruhen oder Kriegshandlungen, wenn nicht besondere Umstände vorliegen
  • Vorsätzliche Herbeiführung der Berufsunfähigkeit, z.B. durch Selbstverletzung oder Selbstmordversuch (außer es kann nachgewiesen werden, dass der Grund hierfür eine psychische Erkrankung war)

Experten-Tipp: Die Verweisungsklausel ist tückisch

„Achten Sie beim Vertragsabschluss auf den Ausschluss der abstrakten Verweisung! Ist diese nicht ausgeschlossen, muss der Versicherer keine Rente zahlen, solange Sie auch nur theoretisch aufgrund Ihrer Kenntnisse und Fähigkeiten einen anderen Beruf ausüben können. Gerade für ältere Menschen ist dieser Passus gefährlich.“

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Marc Björn Wolter
Berater

Kosten einer Berufsunfähigkeits­versicherung

Für einen jungen Menschen ohne nennenswerte Vorerkrankungen oder anderer Risikofaktoren kostet eine Berufsunfähigkeits­versicherung ab 20 Euro im Monat. Die genaue Höhe der Versicherungs­beiträge richtet sich jedoch nach individuellen Faktoren. Diese sind vor allem:

  • Alter
  • Beruf
  • Vorerkrankungen
Icon Beleg

Die Versicherungs­unternehmen gewichten diese Faktoren unterschiedlich, so dass Prämienunterschiede bei gleichem Leistungs­umfang möglich sind. Deshalb lohnt sich ein Vergleich der Versicherer und Tarife, denn selbst unter den sehr guten Angeboten gibt es große Preisunterschiede.


Kostenbeispiele

In der folgenden Tabelle finden Sie einige Beispiele für die Kosten einer Berufsunfähigkeits­versicherung. Die Angaben basieren auf BU-Verträgen unserer Kunden:

BerufAlterBU-Rente monatlichBeitrag monatlich
Azubi16700 €20 €
Berufseinsteiger231.000 €55 €
Beamter311.000 €76 €
Selbständiger451.100 €65 €
Angestellter291.500 €80 €
Ingenieur362.000 €97 €
Arzt412.000 €108 €
Bei allen hier angegebenen Beispielen beträgt das Endalter 67

Versicherungs­beitrag: brutto oder netto?

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Wenn Sie eine Berufs­unfähig­keits­ver­siche­rung abschließen, finden Sie meist zwei verschiedene Angaben für die Monatsbeiträge: Den Brutto- und den Nettobetrag. Zu Anfang ist der Nettobetrag die Summe, die Sie zahlen müssen. Der Bruttobetrag kann später relevant werden, denn er ist der Betrag, bis zu dem die fällige Versicherungs­prämie ansteigen kann. Man sollte bei Abschluss der Versicherung darum darauf achten, dass beide Zahlen nicht zu weit auseinander liegen. Im Zweifelsfall lohnt es sich mehr, einen höheren Nettobetrag in Kauf zu nehmen, wenn dafür der Bruttobetrag nicht wesentlich höher ist. So erspart man sich spätere schmerzhafte Beitrags­erhöhungen.

Diese Faktoren bestimmen die Kosten

Alter

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Am günstigsten ist eine Berufs­unfähig­keits­ver­siche­rung, wenn man sie in jungem Alter abschließt. Viele Versicherer bieten Einsteigertarife für Azubis und Studierende an. Zudem ist die Gesundheit in jungem Alter noch gut, sodass oft keine Ausschlüsse aufgrund von Vorerkrankungen zu befürchten sind.

Gesundheit

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Die besten Chancen auf eine günstige Berufs­unfähig­keits­ver­siche­rung hat, wer (noch) keine Vorerkrankungen hat. Bestimmte Krankheiten können die Versicherung teurer machen, oder sogar verhindern, dass man überhaupt eine Berufs­unfähig­keits­ver­siche­rung bekommt.

Beruf

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Die Kosten einer Berufs­unfähig­keits­ver­siche­rung hängen in hohem Maße vom versicherten Beruf ab. Je höher das Risiko, berufsunfähig zu werden, desto teurer wird die Berufs­unfähig­keits­ver­siche­rung. Die Versicherer ordnen die Berufe in eine mehrstufigen Berufsgruppen-Systematik ein (mehr dazu weiter unten).

Rentenhöhe

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Ein wesentlicher Punkt, der die Beitrags­höhe bestimmt, ist die zu versichernde Berufs­unfähig­keits­rente. Je höher die spätere Rente sein soll, desto höher ist auch der monatlich zu zahlende Versicherungs­beitrag. Als Richtwert bieten sich beispielsweise 70 Prozent vom aktuellen Nettoeinkommen an. Mehr erfahren Sie auf unserer Seite zur Berufs­unfähig­keits­rente.

Hobbys

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Auch Freizeitaktivitäten haben Einfluss auf die Kosten der Berufs­unfähig­keits­ver­siche­rung. Da die Versicherer die Höhe der Beiträge danach berechnen, wie groß die Wahrscheinlichkeit ist, dass jemand berufsunfähig wird, sind gefährliche Hobbys wie Fallschirmspringen oder Kampfsportarten eher weniger gern gesehen.

Leistungs­dauer

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Je länger der potenzielle Leistungs­zeitraum ist, desto höher wird auch der Versicherungs­beitrag. Grundsätzlich sollte man immer einen Leistungs­zeitraum bis zum Renteneintrittsalter, meistens also 67, vereinbaren. Denn obwohl eine Berufs­unfähig­keits­ver­siche­rung bei längerem Leistungs­zeitraum teurer wird, ist es dennoch normalerweise günstiger, in jungen Jahren bereits eine Berufs­unfähig­keits­ver­siche­rung abzuschließen. Die günstigen Angebote für junge Menschen und die normalerweise vorhandene gute Gesundheit lassen die Beiträge nämlich trotzdem günstiger ausfallen, als wenn man erst später im Leben eine Berufs­unfähig­keits­ver­siche­rung abschließt.

Versicherungs­dauer

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Die Versicherungs­dauer kann individuell gewählt werden und beschreibt den Zeitraum, während dem man gegen Berufsunfähigkeit abgesichert ist. In der Regel empfiehlt es sich, wie bei der Leistungs­dauer das Renteneintrittsalter anzugeben, damit im Leistungs­fall der Übergang zur gesetzlichen Rente nahtlos ist.

Versicherungs­umfang

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Im Versicherungs­vertrag kann Berufsunfähigkeit aufgrund bestimmter Krankheiten ausgeschlossen werden. Dadurch kann die Versicherung günstiger werden. Wägen Sie hier jedoch ab, ob sich der Ausschluss bestimmter Krankheits­bilder wirklich für Sie lohnt.

Klauseln und Extras

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Je nachdem, wie viel Komfort gewünscht ist und wie umfassend die Absicherung sein soll, lassen sich bei einer Berufs­unfähig­keits­ver­siche­rung Zusatzleistungen wählen. Werden hier Leistungen wie eine Nach­­versicherungs­­garantie, Beitrags­­dynamik oder Wieder­eingliederungs­hilfe gewünscht, kann dies die Versicherungs­­beiträge erhöhen.

Experten-Tipp:

„Wer eine Berufs­unfähig­keits­ver­siche­rung abschließt, sollte auch eine Beitrags­dynamik vereinbaren. Sie gleicht den Wertverlust der Rente aus, der durch die Inflation entsteht. Prinzipiell haben Sie ein Dynamisierungsrecht – keine Pflicht. Wir empfehlen jedoch eine höchstmögliche Dynamik zu vereinbaren, denn: Bis Sie tatsächlich berufsunfähig werden, können Sie den BU-Vertrag dann nach oben hin anpassen, und zwar ohne erneute Gesundheits­prüfung. Bei einer selbständigen BU ist oftmals eine Dynamik von maximal 5 % möglich.“

Foto von Marc Björn Wolter
Marc Björn Wolter
Berater

Was kann man tun, um Kosten zu sparen?

  • Eine BU bereits als Azubi oder im Studium abschließen
    In jungen Jahren ist es leichter, die Gesundheits­prüfung zu absolvieren, und die Tarife sind oft günstiger.
  • Anbieter vergleichen
    Berufs­unfähig­keits­ver­siche­rungen werden von vielen verschiedenen Versicherern angeboten. Da eine BU eine Versicherung ist, die in hohem Maße von individuellen Faktoren abhängt, sollte man bei Auswahl des Anbieters genau hinsehen und vergleichen, um den für die eigene Person am besten geeigneten zu finden.
  • Tarife vergleichen
    Die zahlreichen auf dem Markt vorhandenen Versicherer bieten oft verschiedene Tarife an. Hier lohnt sich ein genauer Vergleich, um herauszufinden, welcher Tarif am besten zur eigenen Lebenssituation passt.
  • Die Versicherungs­dauer kürzen
    Eine weitere Möglichkeit, um Kosten zu sparen, ist, die Versicherungs­dauer zu kürzen und beispielsweise nur bis zum 65. statt 67. Lebensjahr laufen zu lassen. Allerdings muss man sich dann bewusst sein, dass in den letzten zwei Jahren vor Beginn der Altersrente kein Versicherungs­schutz besteht.
  • Bei akuten finanziellen Problemen – die Versicherung stilllegen oder die Beiträge stunden lassen
    Einige Versicherer machen es möglich, die Versicherung für eine Zeit ruhen zu lassen. Während dieser Zeit ist man dann allerdings nicht abgesichert, sollte Berufsunfähigkeit eintreten. Oft ist es auch möglich, die Beiträge bis zu einem gewissen Zeitpunkt zu stunden, z.B. wenn man arbeitslos geworden oder in Elternzeit gegangen ist.

Was kostet Sie eine Berufsunfähigkeits­versicherung?

Ihr kostenfreies Angebot wird passgenau und individuell von unseren mehrfach ausgezeichneten Experten erstellt.

Risikoeinstufungen der Berufsgruppen

Die verschiedene Berufe werden von den Versicherungen in Risikoklassen eingeteilt. Wie viele Risikoklassen die Versicherer nutzen ist je nach Unternehmen unterschiedlich. Auch die einzelnen Berufe werden nicht unbedingt von jedem Versicherer gleich eingruppiert. Das folgende Modell ist daher nur eine Möglichkeit von vielen.


Die BU-Risikoklassen im Überblick

Risikoklasse Ahoch qualifiziert, akademisch/abgeschlossene Ausbildung
geringes BU-Risiko
Beispiel: Architekt, Anwalt, Arzt, Apotheker
Beitrags­niveau: 100 %
Risikoklasse Bkaufmännisch/geringfügig körperliche Arbeit, manuell, kreativ
Beispiel: Sekretär, Kaufmann, Techniker
Beitrags­niveau: 180 %
Risikoklasse Ckörperliche Arbeit, künstlerisch, handwerklich
Beispiel: Lehrer, Schreiner, Altenpfleger
Beitrags­niveau: 250 %
Risikoklasse Dschwere körperl. Arbeit, erhöhte Gefahr
Beispiel: Bäcker, Maurer, Fleischzerleger, Schornsteinfeger
Beitrags­niveau: 350 %
Risikoklasse Ebesondere Gefahr, BU schwer feststellbar/beweisbar
Beispiel: Sprengmeister, Rennfahrer, Fotomodell, Türsteher
Beitrags­niveau: keine BUV

Was bedeuten die Risikoklassen für den Beitrag?

Mit Risikoklasse A als risikoärmste Kategorie zahlt Ihre Berufsgruppe hier den regulären Beitrags­satz. In der Klasse D dagegen wären für Sie Beiträge in 3,5-facher Höhe fällig. Alle Berufe der Risikoklasse E werden prinzipiell keine Berufsunfähigkeits­versicherung abschließen können.

Wie sich die Besonderheiten im Einzelnen gestalten, erfahren Sie auf unseren speziellen Seiten zu den verschiedenen Berufs­gruppen der Berufsunfähigkeits­­­versicherung:

Lassen Sie sich von Experten beraten

Unsere Experten für Berufsunfähigkeits­versicherung haben bereits den verschiedensten Kunden zu einer passenden Absicherung verholfen. Sie wissen, welche Besonderheiten es für bestimmte Berufe zu beachten gibt und unterstützen Sie gern dabei, die ideale Berufsunfähigkeits­versicherung zu finden. Lassen Sie sich kostenfrei und unabhängig beraten. Kontaktieren Sie uns für eine Terminvereinbarung gern persönlich.

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Katharina Tennius
Ihre Ansprechpartnerin

Berufsunfähigkeits­versicherung im Test (2021): Das sind die Besten

Die Berufsunfähigkeits­versicherung wird sehr oft von unabhängigen Testinstituten untersucht, obwohl es solch eine individuelle Absicherung ist. Nichtsdestotrotz können Vergleichswerte geschaffen werden, indem mit Modellkunden gearbeitet wird. Daher können Testergebnisse eine gute Orientierung bieten, wenn Sie einen Überblick über den Versicherungs­markt gewinnen wollen.

Icon Stern

Mehr Informationen dazu, wie Anbieter der Berufsunfähigkeits­versicherung in Tests mit verschiedenen Schwerpunkten abschneiden, erfahren Sie auf unserer Seite zum Thema – dort haben wir die Ergebnisse aktueller Tests und Rankings zusammengetragen.

Aktuelle Testberichte zur Berufsunfähigkeits­versicherung (2021)

Warum ein Vergleich der Tarife von Berufsunfähigkeits­versicherungen wichtig ist

Die Anbieter für Berufs­unfähig­keits­ver­siche­rungen haben verschiedene Tarife im Programm, mit unterschiedlichen Leistungs­paketen und mit zum Teil deutlich unterschiedlichen Preisen. Wir empfehlen Ihnen daher, vor dem Abschluss eines Vertrags einen Vergleich verschiedener Tarife und Angebote durchzuführen.

So gehen Sie vor

  1. Ein Vergleich der Angebote ist wichtig, vor allem, wenn Vorerkrankungen bestehen. Die Preisunterschiede zwischen den Tarifen können deutlich ausfallen.
  2. Holen Sie weitere Angebote ein, wenn Sie von einer Versicherung abgelehnt werden. Womöglich gewährt Ihnen ein anderer Anbieter einen Versicherungs­schutz.
  3. Wenden Sie sich an unser ausgezeichnetes Berater-Team, wenn Sie auf der Suche nach einer guten Berufsunfähigkeits­versicherung sind. Unsere Fachberater kennen den Markt und beraten kostenfrei und unverbindlich.

Versicherer bewerten unterschiedlich

Für die Preiskalkulation sind verschiedene Faktoren entscheidend sind. Und diese Faktoren werden von den Versicherern zum Teil unterschiedlich bewertet. Häufig gibt es zum Beispiel Unterschiede bei der Einstufung einer Berufsgruppe in eine Risikoklasse. Während beispielsweise Versicherung A den Beruf des Lehrers aufgrund der psychischen Belastung in eine hohe Risikoklasse einstuft, kann es durc­haus sein, dass Versicherung B dies nicht tut.

Die Preisunterschiede für den Versicherungs­nehmer, die sich aus der unterschiedlichen Einstufung ergeben, können beachtlich sein. Deshalb ist ein unabhängiger Vergleich und eine ausführliche Beratung auch so wichtig.

Experten-Tipp:

„Bei unserer BU-Beratung geht es keinesfalls darum, dem Kunden irgendein BU-Produkt zwanghaft zu verkaufen. Vielmehr ermitteln wir in einem ausführlichem Gespräch die individuelle Situation und die Wünsche.

Dies geschieht anhand eines speziell entwickelten Fragebogens. Mit diesem klären wir unter anderem den Gesundheits­zustand, die Berufsgruppe und das Absicherungsbedürfnis des Kunden ab. Durch die BU ist es uns möglich, bis zu 70 Prozent des Bruttolohnes abzusichern. Außerdem sparen Sie mit uns Beiträge, denn wir ermitteln den Beruf nach heutigen Kriterien. Denn viele Anbieter haben moderne Berufe noch gar nicht erfasst. Die Versicherten zahlen dann unter Umständen eine zu hohe Prämie, weil ihr Beruf riskanter eingestuft wird, als er eigentlich ist.“

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Achim Wehrmann
Berater

Häufig gibt es Kombi-Angebote

In vielen Fällen werden Berufs­unfähig­keits­ver­siche­rungen in Kombination mit Lebens­versicherungen oder Renten­versicherungen (Riester-Rente, Rürup-Rente) angeboten. In solchen Kombi-Verträgen wird die Versicherung gegen Berufsunfähigkeit als Berufsunfähigkeitszusatz­versicherung bezeichnet. Ein Zusammenlegen verschiedener Policen kann beispielsweise Sinn machen, wenn Angehörige versorgt werden müssen.

Allerdings sollten diese Tarife getrennt von einer normalen Berufs­unfähig­keits­ver­siche­rung verglichen werden. Und lassen Sie sich auch hier ausführlich beraten, denn nicht immer macht eine Kombination aus Vorsorge- und Risikoabsicherung überhaupt Sinn.

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Ihr kostenfreies Angebot wird passgenau und individuell von unseren mehrfach ausgezeichneten Experten erstellt.

So klappt es mit der Gesundheits­prüfung

Je früher, desto besser

Für den Abschluss einer Berufs­­unfähig­keits­ver­siche­rung muss eine Gesundheits­­prüfung durchgeführt werden. Der Versicherer versucht mit einigen Fragen einen Überblick über bestehende oder vergangene Erkrankungen zu bekommen. Denn die Risikokalkulation des Versicherers hängt nicht nur vom Alter und der Berufs­gruppe ab. Aus diesem Grund haben gerade junge Menschen die besten Voraussetzungen, sich günstig und zu besten Konditionen gegen eine Berufs­unfähigkeit zu versichern. Für sie ist die Versicherung zudem besonders wichtig, denn werden sie berufsunfähig, haben sie meist nicht einmal Anspruch auf die magere Erwerbs­­­minderungs­rente vom Staat.

Typische Gesundheits­fragen in der BU

Keine Angst bei Vorerkrankungen

Mögliche Vorerkrankungen sind für Versicherer ein Risikofaktor. Deswegen scheuen sich viele Menschen mit gesundheitlichen Beschwerden besonders vor der Gesundheits­prüfung. Diese Sorge ist zwar verständlich, jedoch in vielen Fällen nicht notwendig. Denn auch trotz Vorerkrankungen können Sie einen Versicherungs­schutz erhalten. Unsere BU-Experten unterstützen Sie hierbei gern, sodass Sie keine Angst vor der Gesundheits­prüfung zu haben müssen.

Genaue und korrekte Angaben wichtig!

Achten Sie bei den Gesundheits­fragen unbedingt darauf, nichts zu vergessen. Die Gesundheits­fragen des Versicherers müssen auf jeden Fall vollständig und wahrheitsgemäß beantwortet werden. Geschieht dies nicht, kann die Versicherung den Vertrag rückgängig machen oder sogar im Schadensfall die Zahlung verweigern. Die eingezahlten Beiträge sind dann unwiederbringlich weg.

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Die häufigsten Fragen zur Berufsunfähigkeits­versicherung

Ist eine Berufsunfähigkeits­versicherung überhaupt sinnvoll?

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Eine Berufsunfähigkeits­versicherung ist in jedem Fall sinnvoll, wenn man von regelmäßigem Einkommen abhängig ist. Die finanzielle Unterstützung vom Staat, beispielsweise durch Kranken- und Pflege­versicherung oder der Erwerbs­minderungsrente ist meist viel zu niedrig. Daher macht selbst für Studenten und Berufseinsteiger eine private Berufsunfähigkeits­versicherung Sinn.

Wie viel kostet eine Berufsunfähigkeits­versicherung im Monat?

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Die Kosten einer Berufsunfähigkeits­versicherung sind sehr unterschiedlich und können zwischen 20 Euro im Monat und 160 Euro im Monat liegen – oder sogar mehr. Dies kommt ganz auf die persönlichen Risikofaktoren an, denn für jeden Versicherungs­nehmer wird die Höhe der Versicherungs­beiträge individuell kalkuliert.

Wie hoch sollte eine Berufsunfähigkeits­versicherung abgeschlossen werden?

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Die Höhe der Berufsunfähigkeitsrente sollte so nah wie möglich am letzten Nettoeinkommen liegen. Wählen Sie daher eine Berufsunfähigkeitsrente in Höhe von mind. 50 Prozent, am besten sogar 70 Prozent Ihres letzten Nettogehalts. Beachten Sie: Eine monatliche Rente unter 1.000 Euro macht nur sehr selten Sinn.

Wie viel zahlt eine Berufsunfähigkeits­versicherung?

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Im Falle einer Berufsunfähigkeit zahlt die private Berufsunfähigkeits­versicherung eine monatliche Rente aus. Wie hoch diese ist, bestimmen Sie quasi selbst. Denn bei Vertragsabschluss legen Sie bereits die Höhe der monatlichen Berufsunfähigkeitsrente fest. Diese kann bei einem flexiblen Vertrag auch noch später angepasst werden.

Welche Kriterien haben Einfluss auf den Beitrag der Berufsunfähigkeits­versicherung?

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Die Höhe der Beiträge wird vor allem von folgenden Faktoren beeinflusst:

  • Alter bei Vertragsabschluss
  • Gesundheits­zustand und etwaige Vorerkrankungen
  • Ausgeübter Beruf
  • Höhe der Berufsunfähigkeitsrente

Was ist bei einer Berufsunfähigkeits­versicherung zu beachten?

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Bei einer Berufsunfähigkeits­versicherung gibt es zahlreiche Aspekte zu beachten, die sich auch individuell unterscheiden können. Achten Sie vor allem auf folgende Punkte:

  • Ausreichend hohe Berufsunfähigkeitsrente
  • Flexible Vertragsgestaltung, z.B. Einschluss einer Nach­versicherungs­garantie
  • Ausschluss von Verweisungsklauseln
  • Versicherungs­- und Leistungs­zeitraum möglichst bis zum Renteneintritt
  • Möglichst keine Leistungs­ausschlüsse oder Risikozuschläge, wenn dies vermeidbar ist

Worauf Sie persönlich besonders bei einer Berufsunfähigkeits­versicherung achten sollten, können Sie zum Beispiel mit einen unserer BU-Experten besprechen. Diese beraten Sie kostenfrei und unabhängig zur Berufsunfähigkeits­versicherung.

Wie lange zahlt eine private Berufsunfähigkeits­versicherung?

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Der Versicherer zahlt die Berufsunfähigkeitsrente so lange aus, bis der Versicherte wieder berufsfähig ist oder bis die Vertragslaufzeit zu Ende ist. Deshalb ist es auch so wichtig, die Vertragslaufzeit am besten bis zum Renteneintrittsalter zu vereinbaren.

Wann gilt man als berufsunfähig?

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Als berufsunfähig gilt, wer den bisherigen Beruf aufgrund von Unfall, Krankheit oder körperlichem Verfall nicht mehr wie bisher ausüben kann. Diese Berufsunfähigkeit muss zu mind. 50 Prozent bestehen und mind. 6 Monate andauern. Dann bekommt man vom Versicherer eine monatliche Rente ausgezahlt. Die genaue Definition von Berufsunfähigkeit ist zudem in jedem BU-Vertrag festgehalten.

Ist Corona in der Berufsunfähigkeits­versicherung mitversichert?

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Die Berufsunfähigkeits­versicherung leistet auch, wenn Sie infolge einer Coronavirus-Erkrankung berufsunfähig werden, wenn COVID-19 nicht explizit im Vertrag ausgeschlossen ist. Auch hier gilt, dass die Berufsunfähigkeit zu mind. 50 Prozent und für mind. 60 Monate bestehen muss. Was die Infektionsklausel in der Berufsunfähigkeits­versicherung betrifft, so greift diese prinzipiell auch, wenn ein Tätigkeitsverbot aufgrund der Gefahr einer Ansteckung mit dem Coronavirus verhangen wird. Teilweise betrifft dies jedoch nur bestehende BU-Verträge. Schauen Sie daher genau in die Vertrags­bedingungen.

Kann ich meine Berufsunfähigkeits­versicherung wechseln?

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Der Wechsel der Berufs­­unfähig­keits­ver­siche­rung ist in den meisten Fällen nicht empfehlenswert. Bei Abschluss einer neuen Police wird eine neue Gesundheits­­prüfung verlangt. Zudem sind häufig die Beiträge aufgrund des gestiegenen Alters höher. Sollte sich Ihr Gesundheits­­zustand verschlechtert haben, könnte Ihnen der Versicherungs­­schutz nur gegen Zahlung eines Risikozuschlags und/oder eines Leistungs­­ausschlusses gewährt oder sogar komplett abgelehnt werden. Das würde für Sie bedeuten, Sie stünden ohne Versicherungs­­schutz da. Wenn Sie also wechseln müssen, kündigen Sie Ihren alten Vertrag erst, wenn Sie die Zusage des neuen Anbieters haben.

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Foto von Katharina Tennius
Katharina Tennius
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