Berufs­­unfähigkeits­versicherung

Ratgeber und Vergleich (2021)
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Das erwartet Sie hier

Wie Sie mit einer privaten Berufs­unfähigkeits­versicherung Ihr Einkommen optimal absichern, was Sie das kostet und welche Leistungen Sie bei Berufs­unfähigkeit erhalten. Mit Tipps unserer Experten.

Inhalt dieser Seite
  1. So finden Sie die ideale BU
  2. Warum ist die BU überhaupt sinnvoll?
  3. Leistungen
  4. Kosten (inkl. Kostenbeispiel)
  5. Welche Rolle spielt mein Beruf?
  6. Aktuelle Testergebnisse
  7. Warum ein Vergleich wichtig ist
  8. Keine Angst vor der Gesundheits­­prüfung

Das Wichtige in Kürze

  • Die eigene Arbeits­kraft ist das Wichtigste, das Sie besitzen. Denn eine Berufs­unfähigkeit nach Krankheit oder Unfall kann existenzbedrohend sein, wenn das Einkommen plötzlich ausfällt.
  • Die staatliche Erwerbs­minderungsrente allein reicht meist nicht aus. Eine private Berufs­unfähigkeits­versicherung (BU) sichert Sie durch eine ausreichend hohe monatliche Rente im Leistungs­fall ab.
  • Je früher, desto günstiger: Wer in jungen Jahren eine BU abschließt, bekommt sie bereits ab 20 € im Monat.
  • Die BU lässt sich flexibel an Ihre weiteren Lebensumstände anpassen.
  • Lassen Sie sich von unseren erfahrenen BU-Experten kostenfrei beraten, sodass Sie die ideale Absicherung für sich finden.

So gehen Sie vor

  1. Ein Vergleich der Angebote ist wichtig, vor allem, wenn Vorerkrankungen bestehen. Die Preisunterschiede zwischen den Tarifen können deutlich ausfallen.
  2. Holen Sie weitere Angebote ein, wenn Sie von einer Versicherung abgelehnt werden. Womöglich gewährt Ihnen ein anderer Anbieter einen Versicherungs­schutz.
  3. Wenden Sie sich an unser ausgezeichnetes Berater-Team, wenn Sie auf der Suche nach einer guten Berufs­unfähigkeits­versicherung sind. Unsere Fachberater kennen den Markt und beraten kostenfrei und unverbindlich.

So sieht die ideale Berufs­unfähigkeits­versicherung aus

Da die Berufs­unfähigkeits­versicherung zu den wichtigsten privaten Absicherungen gehört, gibt es auch entsprechend viele Angebote auf dem Versicherungs­markt. Dabei gibt es nicht nur im Preis große Unterschiede, sondern auch in den Leistungen und Konditionen. Ein Vergleich mehrerer Tarife ist essenziell – teilweise können Sie sich Ihren Versicherungs­schutz individuell zusammenbauen lassen, um so die beste Berufs­unfähigkeits­versicherung für sich persönlich abzuschließen. Dazu müssen Sie erst einmal wissen, was eine gute und faire Berufs­unfähigkeits­versicherung ausmacht.

Das macht eine gute Berufs­unfähigkeits­versicherung aus

  • Ausreichend hohe Berufs­unfähigkeitsrente: Dies ist die Summe, die Sie monatlich im Falle einer Berufs­unfähigkeit vom Versicherer erhalten. Die Höhe der Berufs­unfähigkeitsrente vereinbaren Sie bei Vertragsabschluss. Beachten Sie: Die monatliche Rente sollte mind. 1.000 Euro betragen, alles darunter macht in der Regel wenig Sinn.
  • Faire Gesundheits­prüfung: Hier geht es nicht darum, dass der ideale Versicherer so wenig Gesundheits­fragen wie möglich stellt, sondern vielmehr, dass diese fair gehandhabt werden. Ihre Aufgabe sollte es nur sein, diese wahrheitsgemäß und gewissenhaft zu beantworten. Ihre Antworten sollten dagegen vom Versicherer nicht unnötig als nachteilig gedeutet werden.
  • Flexible Anpassung des Vertrages: Sie sollten die Möglichkeit bekommen, Ihren Vertrag flexibel an Ihre sich verändernden Lebensumstände anzupassen, beispielsweise durch den Einschluss einer Nach­versicherungs­garantie, die Möglichkeit zur Erweiterung durch spezielle Leistungs­bausteine oder die Beitrags­befreiuung in bestimmten Situationen.
  • Keine Verweisungsklauseln: Ein fairer BU-Vertrag enthält weder eine Klausel zur konkreten noch zur abstrakten Verweisung. Somit kann Ihnen im Falle einer Berufs­unfähigkeit nicht einfach ein alternativer Beruf aufgedrückt werden.
  • Verzicht auf Meldung eines Jobwechsels: Der Berufs­unfähigkeits­versicherer sollte darauf verzichten, dass Sie einen Berufs­wechsel melden müssen. Je nach Beruf könnte sich dies ansonsten negativ auf Ihre Beiträge auswirken. Ein Berufs­wechsel sollte für Ihren Versicherer keine Rolle spielen.
  • Klar formulierte Vertrags­bedingungen und Klauseln: Jegliche Regelungen und Klauseln sowie Definitionen im Versicherungs­vertrag sollten stets klar, direkt und verständlich formuliert sein. Hier gibt es einige Stellen, an denen sich später vage Formulierungen für Sie als Falle herausstellen können.
  • Möglichst keine Leistungs­ausschlüsse oder Risikozuschläge: Dies ist vor allem für Personen mit Vorerkrankungen relevant. Einige Vorerkrankungen können problemlos versichert werden. Bei anderen Erkrankungen fordern Versicherer einen höheren Beitrag oder schließen die Erkrankung als Auslöser der Berufs­unfähigkeit aus. Manchmal ist dies nicht vermeidbar, damit Sie überhaupt einen Versicherungs­schutz erhalten. Wägen Sie dies jedoch vor Vertragsabschluss gewissenhaft ab.

Bereits ab 20 Euro im Monat gegen Berufs­unfähigkeit absichern

Eine Berufs­unfähigkeits­versicherung kann, aber muss nicht teuer sein. Hier gilt: Je jünger und gesünder Sie sind, desto günstiger können Sie sich versichern. Berufs­einsteiger zahlen so nur rund 20 Euro im Monat und sind ihr ganzes Berufs­leben gegen die finanziellen Folgen einer Berufs­unfähigkeit abgesichert. Es lohnt sich also, eine Berufs­unfähigkeits­versicherung in jungen Jahren abzuschließen. Weitere Kostenbeispiele und Hinweise zur Höhe der Versicherungs­beiträge finden Sie weiter unten.

Experten-Tipp:

„Grundsätzlich ist es möglich, eine Berufs­unfähigkeits­versicherung auch erst in einem höheren Alter abzuschließen. Es gibt jedoch Versicherungs­gesellschaften, die Antragsteller ab einem gewissen Alter ablehnen. Auch ist die Wahrscheinlichkeit von Vorerkrankungen im Alter höher, so dass die Police teurer wird oder mit Leistungs­ausschlüssen gerechnet werden muss. Es empfiehlt sich daher, die Berufs­unfähigkeits­versicherung so früh wie möglich abzuschließen.“

Foto von Alexander Velden
Alexander Velden
Berater

Diese Anbieter empfehlen unsere Experten

Unsere erfahrenen und ausgezeichneten Experten für private Berufs­unfähigkeits­versicherungen haben mit den folgenden Anbietern besonders gute Erfahrungen gemacht:


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Geht es darum, die Berufs­unfähigkeit abzusichern, buhlen viele Versicherungen um ihre Kunden. Es ist deshalb nicht immer leicht, den richtigen Anbieter zu finden. Nutzen Sie die jahrelange Erfahrung unserer Experten, die sich ausschließlich mit der Berufs­unfähigkeits­versicherung beschäftigen. Gemeinsam mit Ihnen finden sie heraus, wie die ideale Absicherung für Sie persönlich aussehen muss und unterstützen Sie vom Vergleich der Angebote bis zum Vertragsabschluss und darüber hinaus. Kontaktieren Sie uns direkt oder nutzen Sie unseren kostenfreien Tarifrechner, um erste Tarife zu vergleichen und ein individuelles Angebot anzufordern.

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Darum ist eine private Berufs­unfähigkeits­versicherung sinnvoll

Ihre Arbeits­kraft ist Ihr Kapital

Stellen Sie sich vor, dass Sie plötzlich nicht mehr arbeiten können, weil Sie einen Unfall hatten oder an einer schweren Krankheit leiden. Ihr fehlendes Einkommen wird nur teilweise von der gesetzlichen Kranken­- und Renten­versicherung ersetzt. Können Sie den Rest problemlos finanziell allein stemmen, um Ihren Lebensstandard zu halten? Lautet die Antwort „nein“, so ist eine private Berufs­unfähigkeits­versicherung für Sie sinnvoll. Denn nichts ist wertvoller, als Ihre Arbeits­kraft.


Berufs­unfähigkeit kann jeden treffen

Laut statistischen Angaben geht jeder 4. Arbeitnehmer aus gesundheitlichen Gründen vorzeitig in Rente. Längst sind nicht mehr nur diejenigen von einer Berufs­unfähigkeit bedroht, die körperlich schwere Arbeit leisten, wie etwa Handwerker. Zwar gehören körperliche Beschwerden immer noch zu den häufigsten Ursachen für Berufs­unfähigkeit, jedoch gelten psychische Erkrankungen mittlerweile als Nummer 1-Ursache – und dies kann auch Büro-Angestellte treffen.

Grundsätzlich gilt: Wer auf sein berufliches Einkommen angewiesen ist, für den ist die Absicherung der Arbeits­kraft und damit der Abschluss einer Berufs­unfähigkeits­versicherung sinnvoll. Das gilt gleichermaßen für Arbeitnehmer, Beamte, Selbständige und Freiberufler.

Ursachen für Berufs­unfähigkeit sind vielfältig

UrsacheAnteil der Diagnose
Nervenkrankheiten und psychische Erkrankungen31,88 %
Erkrankungen des Skelett- und Bewegungsapparates
20,33 %
Sonstige Erkrankungen14,58 %
Krebs u.ä.17,77 %
Unfälle8,38 %
Erkrankungen des Herzens und des Gefäßsystems7,03 %
Quelle: MORGEN & MORGEN, 5/2021

Gesetzliche Absicherung reicht nicht aus

Im Falle einer Berufs­unfähigkeit sollten Sie sich nicht einzig auf die Unterstützung vom Staat verlassen, denn diese ist in den meisten Fällen zu gering:

  • Ihre Kranken­­versicherung kommt nur für Ihre Behandlungs­kosten auf, damit Sie wieder gesund werden.
  • Die Pflege­versicherung übernimmt lediglich die Kosten für stationäre oder ambulante Pflege, falls Sie pflegebedürftig werden.
  • Die Unfall­versicherung unterstützt Sie nur, wenn Sie bleibende körperliche Schäden nach einem Unfall davontragen.

Und was ist mit der staatlichen Erwerbs­minderungsrente?

Einzig von der gesetzlichen Renten­versicherung erhalten Sie eine monatliche Rente (Erwerbs­minderungsrente), falls Sie nicht mehr arbeiten können. Jedoch ist diese für die meisten Menschen unzureichend, und zwar aus 2 Gründen:

  1. Sie ist zu gering: Die Erwerbs­­minderungs­rente deckt nur einen geringen Teil des letzten Brutto­einkommens ab, der den meisten Menschen nicht ausreicht, um den gewohnten Lebensstandard zu halten. Zumal die Lebenshaltungskosten bei einer Berufs­unfähigkeit sogar noch steigen können.
  2. Sie ist zu schwer zu bekommen: Es müssen zahlreiche Bedingungen erfüllt sein, damit die gesetzliche Renten­versicherung zahlt. So darf es beispielsweise keinen Zweifel daran geben, dass die betroffene Person gar keiner beruflichen Tätigkeit mehr nachgehen kann – also nur bei 100-prozentiger Erwerbs­unfähigkeit. Zugleich muss die betroffene Person mindestens 5 Jahre lang in die Rentenkasse eingezahlt haben.

Gesetzliche und private Leistungen im Vergleich

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Gesetzliche Renten­versicherungPrivate Berufs­unfähigkeits­versicherung
Erwerbs­minderungsrente (für alle ab 1961 Geborenen): beträgt nur ca. 30 Prozent des Brutto­einkommensBerufs­­unfähig­keits­rente (meist ca. 65-75% des Nettoeinkommens)
Berufs­unfähigkeitsrente (gibt es nur für alle vor dem 2.1.1961 Geborenen!)Nach Wahl inklusive weiterer Leistungen (z.B. Arbeits­unfähigkeitsklausel, Nach­versicherungs­garantie, Dynamik, Wiedereingliederungshilfe)
Alle Details zu den Leistungen einer BU weiter unten.

Darum ist die private Berufs­unfähigkeits­versicherung für Sie sinnvoll

Eine private Berufs­­unfähig­keits­ver­siche­rung leistet im Gegensatz zur staatlichen Erwerbs­minderungsrente schneller und mehr, denn:

  1. Sie bestimmen die Höhe Ihrer späteren Berufs­unfähigkeitsrente selbst
  2. Der Versicherer leistet bereits, wenn Sie mind. zu 50 Prozent für mind. 6 Monate Ihrer aktuellen Tätigkeit nicht mehr nachgehen können.

Ein weiterer Vorteil: Die private Berufs­unfähigkeits­versicherung ist die einzige Absicherung, die auch psychische Erkrankungen als Ursache für eine Arbeits­unfähigkeit versichert – auch unter anderen privaten Versicherungen.

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Leistungen einer Berufs­unfähigkeits­versicherung

Die hauptsächliche Leistung der privaten Berufs­unfähigkeits­versicherung besteht in der Zahlung einer monatlichen Rente im Falle einer Berufs­unfähigkeit. Einzelne zusätzliche Leistungen einer Berufs­­unfähig­keits­ver­siche­rung unterscheiden sich von Anbieter zu Anbieter.

Die wichtigsten Leistungen der privaten Berufs­unfähigkeits­versicherung

  • Berufs­­unfähig­keits­rente ab 50 Prozent Berufs­unfähigkeit und bei Pflegebedürftigkeit
  • Absicherung des zuletzt ausgeübten Berufs­
  • Keine Verweisung auf einen anderen Beruf (wenn abstrakte Verweisung im Vertrag ausgeschlossen wurde)

Weitere (optionale) Leistungen

Vorübergehende Krankheit versichern

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Wenn eine Arbeits­­unfähig­keits­versiche­rung oder sogenannte „Gelbe-Schein-Regelung“ Bestandteil des Versicherungs­vertrages ist, dann wird auch im Fall einer vorübergehenden Krankheit die Berufs­unfähigkeitsrente ausgezahlt. Dies kann z.B. ab dem vierten Monat der Krankschreibung der Fall sein.

Nach­versicherungs­garantie

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Je früher man eine Berufs­­unfähig­keits­ver­siche­rung abschließt, desto wahrscheinlicher ist es, dass die Lebenssituation sich noch mehrere Male ändert – z.B. steigt nach Beförderungen das Gehalt oder eine Familie wird gegründet. In solchen Fällen wird dann natürlich auch der Absicherungsbedarf größer. Die Nach­versicherungs­garantie sorgt dafür, dass der Versicherte ohne weitere Gesundheits­prüfung die Berufs­unfähigkeitsrente auch nachträglich noch erhöhen kann.

Laufzeit bis zur Rente

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Die Laufzeit eines BU-Vertrages kann individuell vereinbart werden. Am sinnvollsten ist jedoch, eine Laufzeit bis zum Renteneintrittsalter zu vereinbaren. Viele Versicherer bieten eine Laufzeit bis zum 67. Lebensjahr an.

Rückwirkende Zahlung

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In manchen Fällen dauert es einige Zeit, bis der Arzt Berufs­unfähigkeit bescheinigt. Wenn es im Vertrag vereinbart ist, müssen Versicherer dann auch rückwirkend ab Eintritt der Berufs­unfähigkeit Zahlungen erbringen.

Beitrags­- und Leistungs­dynamik

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Durch die Inflation verliert die vereinbarte Berufs­­unfähig­keits­rente über die Jahre immer mehr an Wert. Wenn eine Dynamik vereinbart wird, dann steigen Jahr für Jahr die Versicherungs­beiträge um einen bestimmten Prozentsatz (z.B. 2 Prozent), und so ebenfalls die spätere Rentenauszahlung (Beitrags­dynamik). Alternativ kann auch vereinbart werden, dass nur die Berufs­unfähigkeitsrente nach einem bestimmten Prozentsatz steigt (dann sind die monatlichen Beiträge zur Versicherung von Anfang an etwas höher).

Wiedereingliederungshilfe

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Einige Versicherer zahlen den Versicherten einen einmaligen Betrag aus, wenn diese einen neuen Job aufnehmen, nachdem sich ihr Gesundheits­zustand verbessert hat. Dieser kann bis zu 6 Monatsrenten hoch sein.

Infektionsklausel

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Eine Infektionsklausel ist vor allem für eine BU für Ärzte relevant. Sie besagt, dass eine Berufs­­unfähig­keits­rente auch dann gezahlt wird, wenn die betroffene Person aufgrund von Infektionsgefahr ihren Beruf für eine bestimmte Zeit nicht ausüben kann, weil dies durch gesetzliche Verfügung untersagt wurde.

Dienstunfähigkeitsklausel für Beamte

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Wenn im Vertrag eine Dienst­unfähig­keits­klausel vereinbart wird, dann gelten Beamte bereits dann als berufsunfähig, wenn sie aus gesundheitlichen Gründen aus dem Dienst entlassen oder in den Ruhestand versetzt wurden. Auf diese Klausel sollte in der BU für Beamte unbedingt geachtet werden.

Experten-Tipp:

„Achten Sie beim Leistungs­umfang Ihrer Berufs­unfähigkeits­versicherung auf eine unbefristete bzw. unbegrenzte Leistung. Dies ist im Versicherungs­vertrag festgehalten: Ist die Leistung befristet, bedeutet dies, dass der Versicherer die Zahlung der BU-Rente auch unterbrechen kann, zum Beispiel während einer erneuten Prüfung der Berufs­unfähigkeit. Dies kann beispielsweise bei Entschuldung einer Immobilie problematisch werden.“

Foto von Marc Björn Wolter
Marc Björn Wolter
Berater

Wann leistet die Versicherung nicht?

Leistungs­ausschluss wurde vereinbart

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Versicherer können vor Vertragsschluss bestimmte Krankheiten ausschließen. Wenn z.B. jemand eine Berufs­­unfähig­keits­ver­siche­rung abschließen möchte, der in den letzten 5 Jahren einen Bandscheibenvorfall hatte, kann die Versicherung Leistungen im Fall von Wirbelsäulenproblemen ausschließen. Dies muss aber vor Vertragsschluss geregelt werden.

Falsche Angaben im Antrag

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Stellt man beim Versicherer den Leistungs­antrag für die Auszahlung der Berufs­­unfähig­keits­rente, so prüft dieser zunächst einmal, ob wirklich Berufs­unfähigkeit vorliegt. In einigen Fällen kann kein Berufs­unfähigkeitsgrad von über 50 Prozent bestätigt werden, und die Leistung wird verweigert. Dasselbe kann passieren, wenn man bei Vertragsschluss falsche Angaben zu Vorerkrankungen gemacht hat oder relevante gesundheitliche Probleme verschwiegen hat. Aus diesem Grund sollte man bei Antrag einer Berufs­unfähigkeits­versicherung immer alle Fragen des Versicherers wahrheitsgemäß beantworten.

Generelle Leistungs­ausschlüsse

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Es gibt verschiedene allgemeine Fälle, in denen die Versicherer in der Regel keine Rente auszahlen. Hierzu gehören beispielsweise:

  • Berufs­unfähigkeit durch Verkehrsunfälle (wenn man selbst Täter ist und diese durch vorsätzliches oder grob fahrlässiges Verhalten, insbesondere Straftaten, verschuldet wurden)
  • Teilnahme an Autorennen
  • Berufs­unfähigkeit durch Strahlenbelastung, wenn diese durch einen größeren atomaren Unfall verursacht wurde
  • Innere Unruhen oder Kriegshandlungen, wenn nicht besondere Umstände vorliegen
  • Vorsätzliche Herbeiführung der Berufs­unfähigkeit, z.B. durch Selbstverletzung oder Selbstmordversuch (außer es kann nachgewiesen werden, dass der Grund hierfür eine psychische Erkrankung war)

Experten-Tipp: Die Verweisungsklausel ist tückisch

„Achten Sie beim Vertragsabschluss auf den Ausschluss der abstrakten Verweisung! Ist diese nicht ausgeschlossen, muss der Versicherer keine Rente zahlen, solange Sie auch nur theoretisch aufgrund Ihrer Kenntnisse und Fähigkeiten einen anderen Beruf ausüben können. Gerade für ältere Menschen ist dieser Passus gefährlich.“

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Marc Björn Wolter
Berater

Kosten einer Berufs­unfähigkeits­versicherung

Für einen jungen Menschen ohne nennenswerte Vorerkrankungen oder anderer Risikofaktoren kostet eine Berufs­unfähigkeits­versicherung ab 20 Euro im Monat. Die genaue Höhe der Versicherungs­beiträge richtet sich jedoch nach individuellen Faktoren. Diese sind vor allem:

  • Alter
  • Beruf
  • Vorerkrankungen

Die Versicherungs­unternehmen gewichten diese Faktoren unterschiedlich, so dass Prämienunterschiede bei gleichem Leistungs­umfang möglich sind. Deshalb lohnt sich ein Vergleich der Versicherer und Tarife, denn selbst unter den sehr guten Angeboten gibt es große Preisunterschiede.


Kostenbeispiele

In der folgenden Tabelle finden Sie einige Beispiele für die Kosten einer Berufs­unfähigkeits­versicherung. Die Angaben basieren auf BU-Verträgen unserer Kunden:

BerufAlterBU-Rente monatlichBeitrag monatlich
Azubi16700 €20 €
Berufs­einsteiger231.000 €55 €
Beamter311.000 €76 €
Selbständiger451.100 €65 €
Angestellter291.500 €80 €
Ingenieur362.000 €97 €
Arzt412.000 €
108 €
Bei allen hier angegebenen Beispielen beträgt das Endalter 67

Versicherungs­beitrag: brutto oder netto?

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Wenn Sie eine Berufs­­unfähig­keits­ver­siche­rung abschließen, finden Sie meist zwei verschiedene Angaben für die Monatsbeiträge: Den Brutto­- und den Nettobetrag. Zu Anfang ist der Nettobetrag die Summe, die Sie zahlen müssen. Der Brutto­betrag kann später relevant werden, denn er ist der Betrag, bis zu dem die fällige Versicherungs­prämie ansteigen kann. Man sollte bei Abschluss der Versicherung darum darauf achten, dass beide Zahlen nicht zu weit auseinander liegen. Im Zweifelsfall lohnt es sich mehr, einen höheren Nettobetrag in Kauf zu nehmen, wenn dafür der Brutto­betrag nicht wesentlich höher ist. So erspart man sich spätere schmerzhafte Beitrags­erhöhungen.

Diese Faktoren bestimmen die Kosten

Alter

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Am günstigsten ist eine Berufs­­unfähig­keits­ver­siche­rung, wenn man sie in jungem Alter abschließt. Viele Versicherer bieten Einsteigertarife für Azubis und Studierende an. Zudem ist die Gesundheit in jungem Alter noch gut, sodass oft keine Ausschlüsse aufgrund von Vorerkrankungen zu befürchten sind.

Gesundheit

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Die besten Chancen auf eine günstige Berufs­­unfähig­keits­ver­siche­rung hat, wer (noch) keine Vorerkrankungen hat. Bestimmte Krankheiten können die Versicherung teurer machen, oder sogar verhindern, dass man überhaupt eine Berufs­­unfähig­keits­ver­siche­rung bekommt.

Beruf

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Die Kosten einer Berufs­­unfähig­keits­ver­siche­rung hängen in hohem Maße vom versicherten Beruf ab. Je höher das Risiko, berufsunfähig zu werden, desto teurer wird die Berufs­­unfähig­keits­ver­siche­rung. Die Versicherer ordnen die Berufe in eine mehrstufigen Berufs­gruppen-Systematik ein (mehr dazu weiter unten).

Rentenhöhe

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Ein wesentlicher Punkt, der die Beitrags­höhe bestimmt, ist die zu versichernde Berufs­­unfähig­keits­rente. Je höher die spätere Rente sein soll, desto höher ist auch der monatlich zu zahlende Versicherungs­beitrag. Als Richtwert bieten sich beispielsweise 70 Prozent vom aktuellen Nettoeinkommen an. Mehr erfahren Sie auf unserer Seite zur Berufs­­unfähig­keits­rente.

Hobbys

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Auch Freizeitaktivitäten haben Einfluss auf die Kosten der Berufs­­unfähig­keits­ver­siche­rung. Da die Versicherer die Höhe der Beiträge danach berechnen, wie groß die Wahrscheinlichkeit ist, dass jemand berufsunfähig wird, sind gefährliche Hobbys wie Fallschirmspringen oder Kampfsportarten eher weniger gern gesehen.

Leistungs­dauer

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Je länger der potenzielle Leistungs­zeitraum ist, desto höher wird auch der Versicherungs­beitrag. Grundsätzlich sollte man immer einen Leistungs­zeitraum bis zum Renteneintrittsalter, meistens also 67, vereinbaren. Denn obwohl eine Berufs­­unfähig­keits­ver­siche­rung bei längerem Leistungs­zeitraum teurer wird, ist es dennoch normalerweise günstiger, in jungen Jahren bereits eine Berufs­­unfähig­keits­ver­siche­rung abzuschließen. Die günstigen Angebote für junge Menschen und die normalerweise vorhandene gute Gesundheit lassen die Beiträge nämlich trotzdem günstiger ausfallen, als wenn man erst später im Leben eine Berufs­­unfähig­keits­ver­siche­rung abschließt.

Versicherungs­dauer

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Die Versicherungs­dauer kann individuell gewählt werden und beschreibt den Zeitraum, während dem man gegen Berufs­unfähigkeit abgesichert ist. In der Regel empfiehlt es sich, wie bei der Leistungs­dauer das Renteneintrittsalter anzugeben, damit im Leistungs­fall der Übergang zur gesetzlichen Rente nahtlos ist.

Versicherungs­umfang

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Im Versicherungs­vertrag kann Berufs­unfähigkeit aufgrund bestimmter Krankheiten ausgeschlossen werden. Dadurch kann die Versicherung günstiger werden. Wägen Sie hier jedoch ab, ob sich der Ausschluss bestimmter Krankheits­bilder wirklich für Sie lohnt.

Klauseln und Extras

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Je nachdem, wie viel Komfort gewünscht ist und wie umfassend die Absicherung sein soll, lassen sich bei einer Berufs­­unfähig­keits­ver­siche­rung Zusatzleistungen wählen. Werden hier Leistungen wie eine Nach­­versicherungs­­garantie, Beitrags­­dynamik oder Wieder­eingliederungs­hilfe gewünscht, kann dies die Versicherungs­­beiträge erhöhen.

Experten-Tipp:

„Wer eine Berufs­­unfähig­keits­ver­siche­rung abschließt, sollte auch eine Beitrags­dynamik vereinbaren. Sie gleicht den Wertverlust der Rente aus, der durch die Inflation entsteht. Prinzipiell haben Sie ein Dynamisierungsrecht – keine Pflicht. Wir empfehlen jedoch eine höchstmögliche Dynamik zu vereinbaren, denn: Bis Sie tatsächlich berufsunfähig werden, können Sie den BU-Vertrag dann nach oben hin anpassen, und zwar ohne erneute Gesundheits­prüfung. Bei einer selbständigen BU ist oftmals eine Dynamik von maximal 5 % möglich.“

Foto von Marc Björn Wolter
Marc Björn Wolter
Berater

Was kann man tun, um Kosten zu sparen?

  • Eine BU bereits als Azubi oder im Studium abschließen: In jungen Jahren ist es leichter, die Gesundheits­prüfung zu absolvieren, und die Tarife sind oft günstiger.
  • Anbieter vergleichen: Berufs­­unfähig­keits­ver­siche­rungen werden von vielen verschiedenen Versicherern angeboten. Da eine BU eine Versicherung ist, die in hohem Maße von individuellen Faktoren abhängt, sollte man bei Auswahl des Anbieters genau hinsehen und vergleichen, um den für die eigene Person am besten geeigneten zu finden.
  • Tarife vergleichen: Die zahlreichen auf dem Markt vorhandenen Versicherer bieten oft verschiedene Tarife an. Hier lohnt sich ein genauer Vergleich, um herauszufinden, welcher Tarif am besten zur eigenen Lebenssituation passt.
  • Die Versicherungs­dauer kürzen: Eine weitere Möglichkeit, um Kosten zu sparen, ist, die Versicherungs­dauer zu kürzen und beispielsweise nur bis zum 65. statt 67. Lebensjahr laufen zu lassen. Allerdings muss man sich dann bewusst sein, dass in den letzten zwei Jahren vor Beginn der Altersrente kein Versicherungs­schutz besteht.
  • Bei akuten finanziellen Problemen – die Versicherung stilllegen oder die Beiträge stunden lassen: Einige Versicherer machen es möglich, die Versicherung für eine Zeit ruhen zu lassen. Während dieser Zeit ist man dann allerdings nicht abgesichert, sollte Berufs­unfähigkeit eintreten. Oft ist es auch möglich, die Beiträge bis zu einem gewissen Zeitpunkt zu stunden, z.B. wenn man arbeitslos geworden oder in Elternzeit gegangen ist.

Was kostet Sie eine Berufs­unfähigkeits­versicherung?

Ihr kostenfreies Angebot wird passgenau und individuell von unseren mehrfach ausgezeichneten Experten erstellt.

Risikoeinstufungen der Berufs­gruppen

Die verschiedene Berufe werden von den Versicherungen in Risikoklassen eingeteilt. Wie viele Risikoklassen die Versicherer nutzen ist je nach Unternehmen unterschiedlich. Auch die einzelnen Berufe werden nicht unbedingt von jedem Versicherer gleich eingruppiert. Das folgende Modell ist daher nur eine Möglichkeit von vielen.

Die BU-Risikoklassen im Überblick

Risikoklasse A:

  • hoch qualifiziert, akademisch/abgeschlossene Ausbildung
  • geringes BU-Risiko
  • Bsp.: Architekt, Anwalt, Arzt, Apotheker
  • Beitrags­niveau: 100 %

Risikoklasse B:

  • kaufmännisch/geringfügig körperliche Arbeit, manuell, kreativ
  • Bsp.: Sekretär, Kaufmann, Techniker
  • Beitrags­niveau: 180 %

Risikoklasse C:

  • körperliche Arbeit, künstlerisch, handwerklich
  • Bsp.: Lehrer, Schreiner, Altenpfleger
  • Beitrags­niveau: 250 %

Risikoklasse D:

  • schwere körperl. Arbeit, erhöhte Gefahr
  • Bsp.: Bäcker, Maurer, Fleischzerleger, Schornsteinfeger
  • Beitrags­niveau: 350 %

Risikoklasse E:

  • besondere Gefahr, BU schwer feststellbar/beweisbar
  • Bsp.: Sprengmeister, Rennfahrer, Fotomodell, Türsteher
  • Beitrags­niveau: keine BUV

Was bedeuten die Risikoklassen für den Beitrag?

Mit Risikoklasse A als risikoärmste Kategorie zahlt Ihre Berufs­gruppe hier den regulären Beitrags­satz. In der Klasse D dagegen wären für Sie Beiträge in 3,5-facher Höhe fällig. Alle Berufe der Risikoklasse E werden prinzipiell keine Berufs­unfähigkeits­versicherung abschließen können.

Wie sich die Besonderheiten im Einzelnen gestalten, erfahren Sie auf unseren speziellen Seiten zu den verschiedenen Berufs­­gruppen der Berufs­unfähigkeits­­­versicherung:

Lassen Sie sich von Experten beraten

Unsere Experten für Berufs­unfähigkeits­versicherung haben bereits den verschiedensten Kunden zu einer passenden Absicherung verholfen. Sie wissen, welche Besonderheiten es für bestimmte Berufe zu beachten gibt und unterstützen Sie gern dabei, die ideale Berufs­unfähigkeits­versicherung zu finden. Lassen Sie sich kostenfrei und unabhängig beraten. Kontaktieren Sie uns für eine Terminvereinbarung gern persönlich.

Foto von Katharina Tennius
Katharina Tennius
Ihre Ansprechpartnerin

Berufs­unfähigkeits­versicherung im Test (2021): Das sind die Besten

Die Berufs­unfähigkeits­versicherung wird sehr oft von unabhängigen Testinstituten untersucht, obwohl es solch eine individuelle Absicherung ist. Nichtsdestotrotz können Vergleichswerte geschaffen werden, indem mit Modellkunden gearbeitet wird. Daher können Testergebnisse eine gute Orientierung bieten, wenn Sie einen Überblick über den Versicherungs­markt gewinnen wollen. Mehr Informationen dazu, wie Anbieter der Berufs­unfähigkeits­versicherung in Tests mit verschiedenen Schwerpunkten abschneiden, erfahren Sie auf unserer Seite zum Thema – dort haben wir die Ergebnisse aktueller Tests und Rankings zusammengetragen.

Aktuelle Testberichte zur Berufs­unfähigkeits­versicherung (2021)

Warum ein Vergleich von Berufs­unfähigkeits­versicherungs­-Tarifen wichtig ist

Die Anbieter für Berufs­­unfähig­keits­ver­siche­rungen haben verschiedene Tarife im Programm, mit unterschiedlichen Leistungs­paketen und mit zum Teil deutlich unterschiedlichen Preisen. Wir empfehlen Ihnen daher, vor dem Abschluss eines Vertrags einen Vergleich verschiedener Tarife und Angebote durchzuführen.


Versicherer bewerten unterschiedlich

Für die Preiskalkulation sind verschiedene Faktoren entscheidend sind. Und diese Faktoren werden von den Versicherern zum Teil unterschiedlich bewertet. Häufig gibt es zum Beispiel Unterschiede bei der Einstufung einer Berufs­gruppe in eine Risikoklasse. Während beispielsweise Versicherung A den Beruf des Lehrers aufgrund der psychischen Belastung in eine hohe Risikoklasse einstuft, kann es durchaus sein, dass Versicherung B dies nicht tut. Die Preisunterschiede für den Versicherungs­nehmer, die sich aus der unterschiedlichen Einstufung ergeben, können beachtlich sein. Deshalb ist ein unabhängiger Vergleich und eine ausführliche Beratung auch so wichtig.

Experten-Tipp:

„Bei unserer BU-Beratung geht es keinesfalls darum, dem Kunden irgendein BU-Produkt zwanghaft zu verkaufen. Vielmehr ermitteln wir in einem ausführlichem Gespräch die individuelle Situation und die Wünsche.

Dies geschieht anhand eines speziell entwickelten Fragebogens. Mit diesem klären wir unter anderem den Gesundheits­zustand, die Berufs­gruppe und das Absicherungsbedürfnis des Kunden ab. Durch die BU ist es uns möglich, bis zu 70 Prozent des Brutto­lohnes abzusichern. Außerdem sparen Sie mit uns Beiträge, denn wir ermitteln den Beruf nach heutigen Kriterien. Denn viele Anbieter haben moderne Berufe noch gar nicht erfasst. Die Versicherten zahlen dann unter Umständen eine zu hohe Prämie, weil ihr Beruf riskanter eingestuft wird, als er eigentlich ist.“

Foto von Achim Wehrmann
Achim Wehrmann
Berater

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Häufig gibt es Kombi-Angebote

In vielen Fällen werden Berufs­­unfähig­keits­ver­siche­rungen in Kombination mit Lebens­versicherungen oder Renten­versicherungen (Riester-Rente, Rürup-Rente) angeboten. In solchen Kombi-Verträgen wird die Versicherung gegen Berufs­unfähigkeit als Berufs­unfähigkeit­szusatz­versicherung bezeichnet. Ein Zusammenlegen verschiedener Policen kann beispielsweise Sinn machen, wenn Angehörige versorgt werden müssen.

Allerdings sollten diese Tarife getrennt von einer normalen Berufs­­unfähig­keits­ver­siche­rung verglichen werden. Und lassen Sie sich auch hier ausführlich beraten, denn nicht immer macht eine Kombination aus Vorsorge­- und Risikoabsicherung überhaupt Sinn.

So klappt es mit der Gesundheits­prüfung

Je früher, desto besser

Für den Abschluss einer Berufs­­­unfähig­keits­ver­siche­rung muss eine Gesundheits­­prüfung durchgeführt werden. Der Versicherer versucht mit einigen Fragen einen Überblick über bestehende oder vergangene Erkrankungen zu bekommen. Denn die Risikokalkulation des Versicherers hängt nicht nur vom Alter und der Berufs­­gruppe ab. Aus diesem Grund haben gerade junge Menschen die besten Voraussetzungen, sich günstig und zu besten Konditionen gegen eine Berufs­­unfähigkeit zu versichern. Für sie ist die Versicherung zudem besonders wichtig, denn werden sie berufsunfähig, haben sie meist nicht einmal Anspruch auf die magere Erwerbs­­­minderungs­rente vom Staat.

Typische Gesundheits­fragen in der BU

Keine Angst bei Vorerkrankungen

Mögliche Vorerkrankungen sind für Versicherer ein Risikofaktor. Deswegen scheuen sich viele Menschen mit gesundheitlichen Beschwerden besonders vor der Gesundheits­prüfung. Diese Sorge ist zwar verständlich, jedoch in vielen Fällen nicht notwendig. Denn auch trotz Vorerkrankungen können Sie einen Versicherungs­schutz erhalten. Unsere BU-Experten unterstützen Sie hierbei gern, sodass Sie keine Angst vor der Gesundheits­prüfung zu haben müssen.

Genaue und korrekte Angaben wichtig!

Achten Sie bei den Gesundheits­fragen unbedingt darauf, nichts zu vergessen. Die Gesundheits­fragen des Versicherers müssen auf jeden Fall vollständig und wahrheitsgemäß beantwortet werden. Geschieht dies nicht, kann die Versicherung den Vertrag rückgängig machen oder sogar im Schadensfall die Zahlung verweigern. Die eingezahlten Beiträge sind dann unwiederbringlich weg.

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Die häufigsten Fragen zur Berufs­unfähigkeits­versicherung

Ist eine Berufs­unfähigkeits­versicherung überhaupt sinnvoll?

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Eine Berufs­unfähigkeits­versicherung ist in jedem Fall sinnvoll, wenn man von regelmäßigem Einkommen abhängig ist. Die finanzielle Unterstützung vom Staat, beispielsweise durch Kranken­- und Pflege­versicherung oder der Erwerbs­minderungsrente ist meist viel zu niedrig. Daher macht selbst für Studenten und Berufs­einsteiger eine private Berufs­unfähigkeits­versicherung Sinn.

Wie viel kostet eine Berufs­unfähigkeits­versicherung im Monat?

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Die Kosten einer Berufs­unfähigkeits­versicherung sind sehr unterschiedlich und können zwischen 20 Euro im Monat und 160 Euro im Monat liegen – oder sogar mehr. Dies kommt ganz auf die persönlichen Risikofaktoren an, denn für jeden Versicherungs­nehmer wird die Höhe der Versicherungs­beiträge individuell kalkuliert.

Wie hoch sollte eine Berufs­unfähigkeits­versicherung abgeschlossen werden?

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Die Höhe der Berufs­unfähigkeitsrente sollte so nah wie möglich am letzten Nettoeinkommen liegen. Wählen Sie daher eine Berufs­unfähigkeitsrente in Höhe von mind. 50 Prozent, am besten sogar 70 Prozent Ihres letzten Nettogehalts. Beachten Sie: Eine monatliche Rente unter 1.000 Euro macht nur sehr selten Sinn.

Wie viel zahlt eine Berufs­unfähigkeits­versicherung?

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Im Falle einer Berufs­unfähigkeit zahlt die private Berufs­unfähigkeits­versicherung eine monatliche Rente aus. Wie hoch diese ist, bestimmen Sie quasi selbst. Denn bei Vertragsabschluss legen Sie bereits die Höhe der monatlichen Berufs­unfähigkeitsrente fest. Diese kann bei einem flexiblen Vertrag auch noch später angepasst werden.

Welche Kriterien haben Einfluss auf den Beitrag der Berufs­unfähigkeits­versicherung?

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Die Höhe der Beiträge wird vor allem von folgenden Faktoren beeinflusst:

  • Alter bei Vertragsabschluss
  • Gesundheits­zustand und etwaige Vorerkrankungen
  • Ausgeübter Beruf
  • Höhe der Berufs­unfähigkeitsrente

Was ist bei einer Berufs­unfähigkeits­versicherung zu beachten?

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Bei einer Berufs­unfähigkeits­versicherung gibt es zahlreiche Aspekte zu beachten, die sich auch individuell unterscheiden können. Achten Sie vor allem auf folgende Punkte:

  • Ausreichend hohe Berufs­unfähigkeitsrente
  • Flexible Vertragsgestaltung, z.B. Einschluss einer Nach­versicherungs­garantie
  • Ausschluss von Verweisungsklauseln
  • Versicherungs­- und Leistungs­zeitraum möglichst bis zum Renteneintritt
  • Möglichst keine Leistungs­ausschlüsse oder Risikozuschläge, wenn dies vermeidbar ist

Worauf Sie persönlich besonders bei einer Berufs­unfähigkeits­versicherung achten sollten, können Sie zum Beispiel mit einen unserer BU-Experten besprechen. Diese beraten Sie kostenfrei und unabhängig zur Berufs­unfähigkeits­versicherung.

Wie lange zahlt eine private Berufs­unfähigkeits­versicherung?

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Der Versicherer zahlt die Berufs­unfähigkeitsrente so lange aus, bis der Versicherte wieder berufsfähig ist oder bis die Vertragslaufzeit zu Ende ist. Deshalb ist es auch so wichtig, die Vertragslaufzeit am besten bis zum Renteneintrittsalter zu vereinbaren.

Wann gilt man als berufsunfähig?

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Als berufsunfähig gilt, wer den bisherigen Beruf aufgrund von Unfall, Krankheit oder körperlichem Verfall nicht mehr wie bisher ausüben kann. Diese Berufs­unfähigkeit muss zu mind. 50 Prozent bestehen und mind. 6 Monate andauern. Dann bekommt man vom Versicherer eine monatliche Rente ausgezahlt. Die genaue Definition von Berufs­unfähigkeit ist zudem in jedem BU-Vertrag festgehalten.

Ist Corona in der Berufs­unfähigkeits­versicherung mitversichert?

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Die Berufs­unfähigkeits­versicherung leistet auch, wenn Sie infolge einer Coronavirus-Erkrankung berufsunfähig werden, wenn COVID-19 nicht explizit im Vertrag ausgeschlossen ist. Auch hier gilt, dass die Berufs­unfähigkeit zu mind. 50 Prozent und für mind. 60 Monate bestehen muss. Was die Infektionsklausel in der Berufs­unfähigkeits­versicherung betrifft, so greift diese prinzipiell auch, wenn ein Tätigkeitsverbot aufgrund der Gefahr einer Ansteckung mit dem Coronavirus verhangen wird. Teilweise betrifft dies jedoch nur bestehende BU-Verträge. Schauen Sie daher genau in die Vertrags­bedingungen.

Kann ich meine Berufs­unfähigkeits­versicherung wechseln?

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Der Wechsel der Berufs­­­unfähig­keits­ver­siche­rung ist in den meisten Fällen nicht empfehlenswert. Bei Abschluss einer neuen Police wird eine neue Gesundheits­­prüfung verlangt. Zudem sind häufig die Beiträge aufgrund des gestiegenen Alters höher. Sollte sich Ihr Gesundheits­­zustand verschlechtert haben, könnte Ihnen der Versicherungs­­schutz nur gegen Zahlung eines Risikozuschlags und/oder eines Leistungs­­ausschlusses gewährt oder sogar komplett abgelehnt werden. Das würde für Sie bedeuten, Sie stünden ohne Versicherungs­­schutz da. Wenn Sie also wechseln müssen, kündigen Sie Ihren alten Vertrag erst, wenn Sie die Zusage des neuen Anbieters haben.

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Foto von Katharina Tennius
Katharina Tennius
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