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Berufs­unfähigkeits­versicherung

Unsere Empfehlungen für Ihren Schutz - inkl. Test 2019 und Tarif-Vergleich

Das Wichtigste in Kürze

  • Eine Berufsunfähigkeitsversicherung (BU) zahlt eine monatliche Rente, wenn der Versicherungsnehmer seinen Beruf nicht mehr ausüben kann. Die BU ersetzt im Schadensfall also das Einkommen.
  • Die Absicherung ist für Personen in vielen Berufen wichtig, da die gesetzliche Erwerbsminderungsrente häufig nicht ausreicht.
  • Nicht alle Personen erhalten einen Versicherungsschutz. Probleme bekommen häufig Personen mit Vorerkrankungen, Personen, die in bestimmten Berufen arbeiten (häufig handwerkliche Berufe), und ältere Personen.
  • Im Versicherungstest des Prüfinstituts Softfair erhielten in der Kategorie „Alle Berufsgruppen (ohne Beamte)“ gleich sieben Tarife die Bestbewertung „hervorragend“. Unter den Testsiegern sind Anbieter wie z. B. Alte Leipziger, Continentale und InterRisk.
  • Wie hoch die Kosten für einen Versicherungsschutz ausfallen, hängt zu einem Großteil von den Vorerkrankungen und dem ausgeübten Beruf ab. Hier lohnt es sich, mit einem Versicherungsfachmann zu sprechen.

So gehen Sie vor

  • Ein Vergleich der Angebote ist wichtig, wenn Vorerkrankungen bestehen. Die Preisunterschiede zwischen den Tarifen können deutlich ausfallen.
  • Holen Sie weitere Angebote ein, wenn Sie von einer Versicherung abgelehnt wurden. Womöglich gewährt Ihnen eine andere Versicherung einen Versicherungsschutz.
  • Wenden Sie sich an unser Berater-Team, wenn Sie auf der Suche nach einer Berufsunfähigkeitsversicherung sind. Unsere Fachberater kennen den Markt und beraten kostenlos und unverbindlich.

Deswegen ist eine private Absicherung wichtig

Die Erwerbsminderungsrente aus der gesetzlichen Rentenversicherung zahlt im besten Fall 32 Prozent des letzten Bruttoeinkommens. Für die meisten Menschen reicht dieses nicht aus, um den Lebensstandard halten zu können – zumal die Lebenshaltungskosten bei einer Berufsunfähigkeit sogar noch steigen können.

Zudem müssen zahlreiche Bedingungen erfüllt sein, damit die gesetzliche Rentenversicherung zahlt. So darf es beispielsweise keinen Zweifel daran geben, dass die betroffene Person keiner beruflichen Tätigkeit mehr nachgehen kann – ein häufiger Streitpunkt. Zugleich muss die betroffene Person mindestens fünf Jahre lang in die Rentenkasse eingezahlt haben.

Eine private Berufsunfähigkeitsversicherung ist eine Absicherung der eigenen Einkünfte. Mit der Versicherung stellen sowohl Angestellte als auch Selbstständige sicher, dass eine schwere Krankheit oder eine schwere Verletzung nicht auch noch finanzielle Konsequenzen hat.


Leistungen einer Berufsunfähigkeitsversicherung

Die einzelnen Leistungen einer Berufsunfähigkeitsversicherung unterscheiden sich von Anbieter zu Anbieter. Abgesichert sind in der Regel jedoch sämtliche Erkrankungen und Verletzungen, die zu einer Berufsunfähigkeit führen können.

Berufsunfaehigkeitsversicherung

Ursachen für Berufsunfähigkeit:

Ursache Anteil der Diagnose
Nervenkrankheiten und psychische Erkrankungen 31 %
Erkrankungen des Skelett- und Bewegungsapparates 21,9 %
Sonstige Erkrankungen 15,7 %
Krebs u.ä. 14,1 %
Unfälle 9,7 %
Erkrankungen des Herzens und des Gefäßsystems 7,6 %
Quelle: MORGEN & MORGEN, 4/2016

Berufsunfähigkeit betrifft alle Berufsgruppen

Eine Berufsunfähigkeitsversicherung empfiehlt sich für jede Person, die auf die Einkünfte der beruflichen Tätigkeit angewiesen ist. Dieses betrifft also so gut wie jeden Erwerbstätigen.

Ob bei dem Beruf eine körperliche Arbeit verrichtet wird oder nicht, spielt dabei keine Rolle. Denn zu den abgesicherten Risiken gehören auch geistige Erkrankungen wie zum Beispiel Depressionen.

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Aktuelle Tarife aus 2019 für Sie persönlich angepasst und optimiert.

Kosten für eine Berufsunfähigkeitsversicherung sind individuell

Wie viel eine Berufsunfähigkeitsversicherung kostet, kann man pauschal nicht sagen – zu viele Faktoren spielen eine Rolle. Neben dem gewählten Leistungsumfang (z. B. der Versicherungssumme, also der gewünschten Renten-Höhe) spielen auch persönliche Eigenschaften eine wichtige Rolle, wie z. B.:

  • Alter
  • Beruf
  • Vorerkrankungen

Die Versicherungsunternehmen gewichten diese Faktoren unterschiedlich, so dass Prämienunterschiede bei gleichem Leistungsumfang möglich sind. Deshalb lohnt sich ein Vergleich der Versicherer und Tarife, denn selbst unter den sehr guten Angeboten gibt es große Preisunterschiede.

Viele Anbieter arbeiten mit einer 4 oder 5-stufigen Berufsgruppen-Einteilung (beispielhaft):

  • A – keine körperlichen Tätigkeiten – z. B. Rechtsanwalt
  • B – vor allem kaufmännisch geprägt – z. B. Bürokaufmann
  • C – überwiegend körperlich – z. B. Handwerker
  • D – schwer körperlich arbeitend – z. B. Bäcker
  • E – extreme Berufsgruppen – z. B. Sprengmeister
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Häufig gibt es Kombi-Angebote
In vielen Fällen werden Berufsunfähigkeitsversicherungen in Kombination mit Lebensversicherungen oder Rentenversicherungen (Riester-Rente, Rürup-Rente) angeboten. In solchen Kombi-Verträgen wird die Versicherung gegen Berufsunfähigkeit als Berufsunfähigkeitszusatzversicherung bezeichnet. Ein Zusammenlegen verschiedener Policen kann beispielsweise Sinn machen, wenn Angehörige versorgt werden müssen. Allerdings sollten diese Tarife getrennt von einer normalen Berufsunfähigkeitsversicherung verglichen werden.

Berufsunfähigkeitsversicherung im Test 2019

Die unabhängige Ratingagentur Softfair hat im Juni 2018 die Leistungsqualität aktueller Berufs­unfähigkeits­versicherung-Tarife bewertet. Das Ergebnis: Das Leistungsniveau in der Berufs­unfähigkeits­versicherung ist nach wie vor hoch. Der größte Teil der Tarife erhält sehr gute bzw. sogar hervorragende Bewertungen.

Bewertung der Tarife für verschiedene Berufsgruppen

Die Analysten bewerteten 144 Versicherungstarife für sieben verschiedene Berufsgruppen. Die Unterteilung in Berufsgruppen ist notwendig, da die Berufe Einfluss auf sowohl die Leistungen als auch den Preis haben.

Für die folgenden Berufsgruppen liegen Ergebnisse vor:

  • Angestellte
  • Selbständige/Freiberufler
  • Berufseinsteiger (Auszubildende und Studenten)
  • (Berufs-) Schüler
  • Beamte
  • Ärzte (selbständig und angestellt)
  • Sonstige (nicht Erwerbstätige, Hausfrauen/-männer, Pensionäre)

„Hervorragend“ bewertete Tarife – alle Berufsgruppen (ohne Beamte)

Versicherer Tarife
Alte Leipziger BUZ (Tarife BZ30) Fonds
SBU (BV 10)
Basler BerufsunfähigkeitsVersicherung
Continentale Bedingungen BUZ Premium
Bedingungen PremiumBU
Bedingungen PremiumBU Start
Dialog BUZ
SBU-professional
SBU-solution
InterRisk ABV / SBV XL
ABV / SBV XXL
Volkswohl Bund Bedingungen SBU, SBUJ, SBU+, SBUJ+
WWK BU Komfort BS08

„Hervorragend“ bewertete Tarife für Beamte

Versicherer Tarife
uniVersa SBU17
IDUNA Premium BUV
Nürnberger Beamten BSBU2900C
Die Bayerische BU PROTECT Komfort plus
BU PROTECT Prestige
BU PROTECT Prestige Young
BU PROTECT Komfort plus Young
DBV BUZ
SBU ASBV
BERATER-TIPP

»Achten Sie beim Vertragsabschluss auf den Ausschluss der abstrakten Verweisung! Ist diese nicht ausgeschlossen, muss der Versicherer keine Rente zahlen, solange Sie auch nur theoretisch aufgrund Ihrer Kenntnisse und Fähigkeiten einen anderen Beruf ausüben können.«

Warum ein Vergleich der Tarife wichtig ist

Die Anbieter für Berufsunfähigkeits­versicherungen haben verschiedene Tarife im Programm, mit unterschiedlichen Leistungspaketen und mit zum Teil deutlich unterschiedlichen Preisen.

Vor dem Abschluss eines Vertrags ist ein Berufsunfähigkeits­versicherung-Vergleich ratsam, da für Preiskalkulation verschiedene Faktoren entscheidend sind. Und diese Faktoren werden von den Versicherungsanbietern zum Teil recht unterschiedlich bewertet.

Häufig gibt es zum Beispiel Unterschiede bei der Einstufung einer Berufsgruppe in eine Risikoklasse. Während beispielsweise Versicherung A den Beruf des Lehrers aufgrund der psychischen Belastung in eine hohe Risikoklasse eingestuft hat, kann es durchaus sein, dass Versicherung B dieses nicht getan hat. Die Preisunterschiede für den Versicherungsnehmer, die sich aus der unterschiedlichen Einstufung ergeben, können beachtlich sein.

Unfreiwilliges Ausscheiden aus dem Beruf: Die häufigsten Gründe
  • Psychische Erkrankungen und Nervenkrankheiten
  • Gesundheitliche Probleme mit dem Bewegungsapparat (Skelett)
  • Krebs und vergleichbare Krankheiten
  • Unfälle – sowohl im privaten als auch im beruflichen Umfeld
  • Herz- und Gefäßerkrankungen

Vergleich der Berufsunfähigkeits­versicherung alternativlos

Wenn das Renteneintrittsalter noch fern ist, ist der Zeitraum, in dem Beiträge zur Berufsunfähigkeits­versicherung gezahlt werden, recht groß. Auch wenn die monatlichen Beiträge überschaubar sind, kommt über die gesamte Laufzeit mitunter eine recht beachtliche Summe zusammen. Und um diese Summe möglichst gering zu halten, sollten Versicherungsnehmer vor einem Vertragsabschluss unbedingt die Berufsunfähigkeits­versicherungen vergleichen.

Ein Vergleich der Angebote ist wichtig, da es nicht nur Unterschiede bei den Preisen gibt, sondern auch bei der Bewertung der einzelnen Aspekte, die für die Versicherer wichtig sind. Wenn es zum Beispiel eine Vorerkrankung gibt, sollten Sie sich mit Ihrem Versicherungskaufmann zusammensetzen, da dieser häufig weiß, bei welchem Anbieter für Berufsunfähigkeits­versicherungen welche Vorerkrankungen besonders stark ins Gewicht fallen.

Genaue und korrekte Angaben wichtig!
Mögliche Vorerkrankungen sind für die Versicherer ein Risikofaktor. Deswegen wird auf diese Angaben besonders viel Wert gelegt. Achten Sie deswegen unbedingt bei einem Vertragsabschluss darauf, hier genaue und durchweg richtige Angaben zu machen! Wenn der Antrag lückenhaft ist, gibt es im Versicherungsfall womöglich keine Auszahlung.

Je früher, desto besser

Für den Abschluss einer Berufsunfähigkeitsversicherung muss eine Gesundheitsprüfung durchgeführt werden. Der Versicherer versucht mit einigen Fragen einen Überblick über bestehende oder vergangene Erkrankungen zu bekommen. Die Risikokalkulation des Versicherers hängt nämlich nicht nur vom Alter und der Berufsgruppe ab. Aus diesem Grund haben gerade junge Menschen die besten Voraussetzungen, sich günstig und zu besten Konditionen gegen eine Berufsunfähigkeit zu versichern. Für sie ist die Versicherung zudem besonders wichtig, denn werden sie berufsunfähig, haben sie meist nicht einmal Anspruch auf die magere Erwerbsminderungsrente vom Staat (mehr dazu hier).

Gesundheitsprüfung: Unbedingt die Wahrheit sagen!

Die Gesundheitsfragen des Versicherers müssen auf jeden Fall wahrheitsgemäß beantwortet werden. Geschieht dies nicht, kann die Versicherung den Vertrag rückgängig machen oder sogar im Schadensfall die Zahlung verweigern. Die eingezahlten Beiträge sind dann unwiederbringlich weg.

Die Verweisungsklausel ist tückisch
Versicherungsverträge, die eine Verweisungsklausel enthalten, sollten Sie nicht abschließen. Solche Klauseln regeln, dass die Versicherung nicht zahlen muss, wenn der Versicherte in einem anderen Beruf arbeiten kann, der in Status und Bezahlung gleichwertig ist. Dabei ist es allerdings egal, ob der Versicherte überhaupt einen solchen Job findet oder nicht. Gerade für ältere Menschen ist dieser Passus gefährlich. Sind sie erst einmal durch Krankheit oder Unfall nur eingeschränkt belastbar, haben sie nur noch wenige Chancen auf dem Arbeitsmarkt.

Wechsel der Versicherung

Der Wechsel der Berufsunfähigkeitsversicherung ist in den meisten Fällen nicht empfehlenswert. Bei Abschluss einer neuen Police wird eine neue Gesundheitsprüfung verlangt. Zudem sind häufig die Beiträge aufgrund des gestiegenen Alters höher. Sollte sich Ihr Gesundheitszustand verschlechtert haben, könnte Ihnen der Versicherungsschutz nur gegen Zahlung eines Risikozuschlags und/oder eines Leistungsausschlusses gewährt oder sogar komplett abgelehnt werden. Das würde für Sie bedeuten, Sie stünden ohne Versicherungsschutz da.

Wenn Sie also wechseln müssen, kündigen Sie Ihren alten Vertrag erst, wenn Sie die Zusage des neuen Anbieters haben.

Unser Fachportal zum Thema Berufsunfähigkeitsversicherung: berufsunfähigkeitsversicherungen-testsieger.de

Dieser Artikel wurde zuletzt am 11.04.2019 aktualisiert.
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Claudia Täubner
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