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Bauleistungs­versicherung

Unsere Empfehlungen für Ihren Schutz - inkl. Test 2019 und Tarif-Vergleich
Das Wichtigste in Kürze
  • Eine Bauleistungsversicherung sichert das Bauvorhaben gegen Schäden durch z. B. Naturgewalten, Vandalismus, Diebstahl und Materialfehler.
  • Der Versicherungsschutz ist sowohl für Bauherren, als auch für Bauunternehmen empfehlenswert.
  • Die Bauleistungsversicherung kommt zwar für Schäden durch Sturm, Orkan oder Hagel auf, nicht aber für Feuer, Explosionen oder Blitzeinschlag. Gegen solche Schäden schützt eine Feuerrohbauversicherung.
  • Die Kosten einer Bauleistungsversicherung richten sich v. a. nach der Größe des Bauvorhabens, der Bausumme und dem gewünschten Leistungsumfang.
  • Der Versicherungsvertrag wird für eine Laufzeit von 2 Jahren geschlossen, kann jedoch auch verlängert oder verkürzt werden. Die Versicherungsprämie wird per Einmalzahlung beglichen.
  • Jedes Bauvorhaben ist anders. Daher wird eine Bauleistungsversicherung selten in Verbrauchertests betrachtet. Im Fairness-Test 2018 von Bauleistungsversicherern gehen Axa, Continentale und Ergo als Testsieger hervor.

Was ist eine Bauleistungsversicherung?

Abgesichert vom Tag des Baubeginns bis zur Fertigstellung – mit einer Bauleistungsversicherung (auch: Bauversicherung oder Bauwesensversicherung) sichern sich Bauherren, Bauträger und Bauunternehmen gegen finanzielle Folgen von unvorhergesehenen Schäden während der Bauphase ab.

Beim Hausbau kann einiges schief gehen: Ein Unwetter überflutet den neu ausgebauten Keller oder ein Sturm reißt den Dachstuhl aus der Verankerung. Die Kosten für solche Schäden können mehrere hunderttausende Euro betragen und den Hausbau unnötig verlängern. Eine Bauleistungsversicherung schützt nicht nur vor Naturgewalten. Auch für Diebstahl am Bau oder fehlerhafte Materialien kommt die Versicherung auf.

Für wen ist eine Bauleistungsversicherung sinnvoll?
  • Bauherren
  • Bauunternehmen
  • Bauträger
Eine Bauleistungsversicherung richtet sich sowohl an Bauherren als auch an Bauunternehmen oder Bauträger.
Baukredit nur mit Versicherung!
Angehende Bauherren sollten damit rechnen, dass für einen Kredit eine entsprechende Versicherung vorausgesetzt wird. Dies bedeutet, dass Kreditgeber den Nachweis einer Bauleistungsversicherung verlangen können. Oftmals wird ein Baukredit nur dann genehmigt, wenn die finanzielle Absicherung des Bauvorhabens gewährleistet ist. Entsprechend rechtzeitig sollten sich künftige Bauherren um eine Bauversicherung bemühen, um die Kreditaufnahme nicht zu verzögern.

Darum ist eine Bauleistungsversicherung notwendig

Zwischen dem ersten Spatenstich und dem letzten Pinselstrich kann viel passieren, denn ein Rohbau ist bis zu seiner Fertigstellung zahlreichen Risiken ausgesetzt. Von den Bauvorhaben, die in Deutschland umgesetzt werden, erleidet durchschnittlich die Hälfte einen gravierenden Schaden während der Bauphase.

Neben Unwetterschäden spielen Diebstahl und Vandalismus eine große Rolle. Baustellenzäune werden nachts demoliert; neue Heizungskörper und Leitungsrohre sowie Werkzeuge und Baufahrzeuge werden entwendet. Hinzu kommen Schäden, die durch Unachtsamkeit während der Bautätigkeit entstehen.

BERATER-TIPP

»In der Praxis lässt sich häufig nur schwer feststellen, in wessen Verantwortungsbereich ein Schaden fällt. Langwierige und teure Auseinandersetzungen sind die Folge. Eine Bauleistungsversicherung nimmt Bauherren und Bauunternehmern diese Sorge: Durch die Police besteht Versicherungsschutz, gleichgültig ob Schäden an den versicherten Bauleistungen oder Sachen zu Lasten des Bauherren oder des Bauunternehmers sowie des Handwerkers gehen.«

Schadensbeispiele

  • Sturm: Ein ungewöhnlich starker Sturm zieht auf und reißt in der Nacht bereits eingebaute Teile der Dacheindeckung heraus.
  • Vandalismus: Die neu eingesetzten Fensterscheiben werden von Unbekannten eingeschlagen.
  • Diebstahl: Die Unbekannten entwenden bei ihrer Aktion die gerade neu eingebauten Sanitäranlagen, wie Waschbecken und Toilette.
  • Unachtsamkeit: Während der Bauarbeiten ist der Kranführer für einen Moment abgelenkt und beschädigt mit dem Kran das Dach.
Wann wird eine Bauleistungsversicherung abgeschlossen?
Der beste Zeitpunkt, eine Police zum Schutz von Bauvorhaben abzuschließen, ist die Zeit vor dem eigentlichen Beginn der Baumaßnahmen. Denn nur dann sind sämtliche Bauteile, Baustoffe und Bauleistungen für den Neu-, Um- oder Ausbau gegen Schäden abgesichert.

Leistungen der Bauleistungsversicherung

Für die gesamte Bauphase sind mit der Bauleistungsversicherung die Materialien und die erbrachten Leistungen versichert – inklusive eventueller Eigenleistungen. Neben dem Bauunternehmen ist auch jedes beteiligte Subunternehmen vom Versicherungsschutz umfasst.

Schäden, bei denen die Bauversicherung leistet (Auszug)
  • Diebstahl bereits verbauter Elemente
  • Missgeschick eines Arbeiters
  • Vandalismus an der Baustelle
  • außergewöhnlich starke Witterung
  • Unwetter, Stürme und Überschwemmungen
  • Materialfehler

Weiterhin können folgende Leistungen im Versicherungsschutz enthalten sein:

  • Zusätzliche Auf­räum­kosten
  • Schadensuch­kosten
  • Kosten für Bau­grund und Boden
  • Glas­bruch­schäden bis zum Bauende
  • Sturm- und Leitungs­wasser­schäden an vorzeitig fertig gestellten Teilen des Bauwerkes
  • Schäden an Photovoltaikanlagen (wenn in der Bausumme berücksichtigt)

Wann zahlt die Bauleistungsversicherung nicht?

Gewöhnliche, ungewöhnliche und außergewöhnliche Witterung

Gesetzgeber und Versicherungsgesellschaften ziehen deutliche Linien, wenn es um die Art der Wetterereignisse geht. So unterscheidet man zwischen gewöhnlichen, ungewöhnlichen und außergewöhnlichen Witterungsbedingungen. Bei gewöhnlichen Wetterumständen kommt die Versicherung nicht für entstandene Kosten auf.

Ist die Witterung lediglich ungewöhnlich, ist die Kostenübernahme aus rechtlicher Sicht ebenfalls nicht nötig. Versicherer verzichten entsprechend darauf in ihren Allgemeinen Versicherungsbedingungen. Ungewöhnliche Witterungsbedingungen sind zum Beispiel Dauerfrost im Winter oder heftiger Wind und starker Regen im Herbst.

Außergewöhnliche Witterungsbedingungen gehen deutlich darüber hinaus. Bei außergewöhnlicher Witterung verpflichtet das Gesetz die Bauleistungsversicherung, die Kosten von Schadensereignissen eines solchen Ausmaßes zu erstatten. Dies ist zum Beispiel der Fall, wenn ein Sturm untypisch stark für die Jahreszeit gewütet und Baumaterialien bzw. den Rohbau stark beschädigt hat. Hier sollten Versicherungsnehmer genauestens die Versicherungsbedingungen lesen.

Einschränkungen beim Schutz gegen Diebstahl

Geht es um Diebstahl auf einer Baustelle, übernimmt die Bauleistungsversicherung nur die Kosten für den Diebstahl bereits eingebauter Bauelemente. Das kann etwa ein installierter Heizkörper sein. Ist der Heizkörper allerdings noch nicht verbaut und wird auf der Baustelle gelagert, kommt die Versicherung für einen Verlust nicht auf.

Insolvenz des Bauunternehmens

Verzögert sich ein Bauvorhaben oder wird es gar abgebrochen, weil eines der beauftragten Bauunternehmen Insolvenz angemeldet hat, springt die Versicherung nicht für die Folgekosten ein.

Pfusch am Bau ist nicht versichert

Keinesfalls schützt eine Bauleistungsversicherung vor Kosten, die durch Pfusch am Bau entstanden sind. Arbeitet der Bauunternehmer mit seinen Angestellten nicht fachgerecht, haftet der Bauunternehmer gegenüber dem Bauherren in vollem Umfang. Die Ausgaben für die Mängelbeseitigung und den eventuellen Schadenersatz kann er nicht bei seiner Versicherungsgesellschaft geltend machen.

Besonderheit Feuer

Eine Bauleistungsversicherung deckt einen Großteil der Schäden ab, die durch Witterungsbedingungen oder Naturgewalten aufkommen können. Jedoch sind Blitzschlag, Explosion und Brand vom Versicherungsschutz ausgeschlossen. Alleine eine Feuerrohbauversicherung schützt gegen Schäden dieser Art.

Die Feuerrohbauversicherung: Ergänzung auf zwei Arten möglich

Um das Bauvorhaben gegen Risiken durch Feuer zu schützen, gibt es die Feuerrohbauversicherung. Diese kann zum einen als separate Versicherung abgeschlossen oder gegen einen Aufpreis der Bauleistungsversicherung hinzugefügt werden.

Beim Abschluss einer Wohngebäudeversicherung gibt es die Feuerrohbauversicherung sozusagen kostenfrei dazu. Wird vor Baubeginn eine Wohngebäudeversicherung abgeschlossen, beginnt diese als Feuerrohbauversicherung, bis das Haus bezugsfertig ist. Bis dahin ist die Versicherung beitragsfrei! Diese Möglichkeit bietet sich vor allem für Bauherren an, die das Haus später selbst bewohnen möchten.

Wie viel kostet eine Bauleistungsversicherung?

Die Höhe der Kosten einer Bauleistungsversicherung hängen neben dem Leistungsumfang vor allem von der Größe und den Kosten des Bauvorhabens ab. Damit der Versicherungsbeitrag ermittelt werden kann, müssen Bauherren im vornherein die komplette Bausumme ermitteln. Auch die Eigenleistungen des Bauherren dürfen dabei nicht vergessen werden.

Faktoren zur Kostenberechnung

Wie hoch die Prämien bei einer Bauleistungsversicherung sind, hängt auch von den Kosten des Bauvorhabens – der Bausumme – ab. Die Bausumme umfasst alle Kosten am Bau: vom ersten Spatenstich bis hin zur Fertigstellung.

Nicht zur Bausumme zählen der Preis für das Grundstück sowie die Kosten für die Erschließung, die Stromversorgung und für den Anschluss an das System der Kanalisation.

Wichtig: Bei der Ermittlung der Baukosten dürfen Bauherren auf keinen Fall ihre geplanten Eigenleistungen vergessen! Auch Eigenleistungen haben einen Wert, der von den Versicherungsgesellschaften berücksichtigt wird.

Für die Versicherungen macht es einen erheblichen Unterschied, ob es sich bei dem Bauvorhaben um einen kompletten Neubau, einen Anbau oder einen Umbau handelt. Gerade bei einem Umbau macht ein Eingriff in die bestehende tragende Konstruktion einen nicht unwesentlichen Risiko- und Kostenfaktor aus.

Bis auf die Vorgaben, die durch den Gesetzgeber vorgeschrieben werden, bestimmen die Versicherungsgesellschaften, welche Leistungen in die einzelnen Tarife aufgenommen werden. Den Gesellschaften steht es also frei, bestimmte Schadensauslöser im Katalog ein- oder auszuschließen. Ob bestimmte Risiken vom Versicherungsnehmer abgewählt oder hinzugefügt werden können, unterscheidet sich von Versicherung zu Versicherung.

Grundsätzlich gilt: Je umfassender der Leistungskatalog, desto höher sind die Kosten für eine Police.

Diese Faktoren beeinflussen weiterhin die Bausumme

  • Wichtig ist etwa, ob es sich um einen vollständigen Neubau, einen Umbau oder einen Anbau handelt.
  • Beim Umbau entstehen hohe Kosten allein dadurch, dass in bereits existierende tragende Konstruktion eingegriffen wird.
  • Auch einige Besonderheiten am Bau erhöhen Risiken und Kosten. Dazu gehören etwa eine spezielle Verankerungen des Fundaments wie zum Beispiel eine Wannengründung, die zum Schutz vor einem hohen Grundwasserspiegel ausgebracht wird.
  • Auch eine Pfahlgründung wegen eingeschränkt tragfähigen Bodenschichten beeinflusst die Kosten.
  • Das Gleiche gilt für teure Zusätze am Haus, wie etwa eine Photovoltaikanlage.
Selbstbehalt: Ja oder nein?
Viele Versicherungsgesellschaften bieten ihren Kunden die Vereinbarung von Selbstbehalten von 250 bis zu 1.000 Euro an. Die Höhe des Selbstbetrages sollte so gewählt werden, dass der Versicherungsnehmer im Falle eines Schadens die Ausgaben zur Regulierung übernehmen kann. Sie sollten bezahlbar sein, ohne dass die Finanzierung des Vorhabens gefährdet ist. Eine Bauleistungsversicherung ohne jegliche Selbstbeteiligung gibt es in der Regel nicht.

Was passiert, wenn das Bauvorhaben teurer wird?

Steigt die Bausumme nachträglich an, muss ein Bauherr dies umgehend dem Versicherer mitteilen. In der Regel steigen dadurch die Kosten der Versicherungsprämie an. Ist zuvor bereits ein Schaden eingetreten, hilft die Nachmeldung der höheren Bausumme jedoch nicht mehr. Die Gesellschaft kann dann die Leistungen kürzen.

Versicherungskosten als Einmalbeitrag

Die Laufzeit einer Bauleistungsversicherung ist von vornherein zeitlich begrenzt. Die Versicherungsprämie wird im Gegensatz zu den meisten anderen Versicherungen als Einmalbeitrag geleistet. Das heißt, die gesamten Kosten, die im Zusammenhang mit der Bauleistungsversicherung anfallen, müssen nach Vertragsabschluss als einmaliger Betrag an den Versicherer überwiesen werden.

Wie lange läuft eine Bauleistungsversicherung?
Eine Bauleistungsversicherung gilt für die gesamte Bauzeit – vom Aufstellen des Bauzauns bis hin zur Schlüsselübergabe. Die Laufzeit beträgt in der Regel 24 Monate. Sie kann aber auch schon vor Ablauf dieser zwei Jahre enden. Das ist zum Beispiel der Fall, wenn das Haus bereits bezugsfertig gebaut ist. Um eine Kündigung muss man sich nicht kümmern: Der Vertrag endet automatisch mit der Fertigstellung. Eine kurze Information an den Versicherer genügt.
BERATER-TIPP

»Dauert das Bauvorhaben länger als zwei Jahre, stehen Bauherren unter Umständen ohne den Schutz durch eine Bauleistungsversicherung da. Sie sollten rechtzeitig die Verlängerung ihrer Police beantragen. Dafür wird in der Regel ein einmaliger Zuschlag zur Versicherungsprämie fällig.«

Kosten der Bauleistungsversicherung von der Steuer absetzen

Plant der Bauherr, die im Bau befindlichen Wohneinheiten zu vermieten, können die Kosten für die Bauleistungsversicherung steuerlich geltend gemacht werden. Soll der Bau allerdings ausschließlich von Bauherren selbst genutzt werden, ist dies nicht möglich.

Bauleistungsversicherung im Test

Die Bauleistungsversicherung im Fairness-Test 2018

Service-Value befasst sich in einer Umfrage aus 2018 mit der Frage, wie fair Versicherer bei der Regulierung von Schadensfällen agieren. Dazu analysierte das Testinstitut Kundenurteile zu 18 Versicherungsunternehmen, die eine Bauleistungsversicherung anbieten. Die Hälfte von ihnen ist überdurchschnittlich fair. Fünf Versicherer haben besonders zufriedene Kunden. Diese erhalten im Ranking die Top-Bewertung “sehr gut” (Quelle).

AnbieterErgebnis
Axasehr gut
Continentalesehr gut
Ergosehr gut
Gothaersehr gut
Grundeigentümer Versicherungsehr gut
Asspariogut
Nürnbergergut
R+Vgut
Zurichgut

Kostenloser Tarif-Rechner zur Bauleistungsversicherung

Aktuelle Tarife aus 2019 für Sie persönlich angepasst und optimiert.

So wurde getestet

Im Zeitraum von Dezember 2017 bis Januar 2018 erfassten die Experten von Service Value knapp 48.000 Kundenstimmen zum Thema Fairness der Versicherer in Bezug auf die Regulierung von Schadens- und Leistungsfällen.

Die Fragestellung
Die befragten Personen sollten beurteilen, wie die Versicherungsunternehmen gemeldete Schäden bzw. Leistungsfälle regulieren. Voraussetzung war, dass die Befragten in den letzten drei Jahren bei der jeweiligen Versicherung Kunde waren oder noch immer sind und mindestens einen Schadensfall bei ihrer Versicherung angezeigt haben.
Das mögliche Bewertungsspektrum für regulierte Leistungsfälle reichte von “schlecht” bis “ausgezeichnet”.

Die Auswertung der Umfrageergebnisse

Es liegen Ergebnisse zu Versicherungen aus nahezu allen Sparten vor. Die Mitarbeiter der Service Value GmbH ermittelten aus den vorliegenden Kundenurteilen einen Durchschnittswert. Unternehmen, die in ihrer Sparte besser bewertet wurden als der Durchschnitt, erhielten das Ranking „gut“. Alle Unternehmen, deren Bewertung über dem Durchschnitt der mit “gut” bewerteten Versicherer lag, erlangten die Bestwertung „sehr gut“.

Fazit zum Fairness-Test der Bauleistungsversicherer

Die Fairness in der Leistungs- und Schadenregulierung ist ein wichtiger Parameter bei der Bewertung von Versicherungsunternehmen. Neben möglichst guten Leistungen und günstigen Beiträgen sollte eine Versicherung im Schadensfall vor allem die versicherte Leistung erbringen.

Tipps für den Vergleich

Welche Versicherung im Speziellen für das persönliche Bauvorhaben das beste Preis-Leistungs-Verhältnis bietet, kann ein Bauleistungsversicherungs-Test allerdings nur begrenzt aufzeigen. Dies liegt u. a. daran, dass die Tester die Tarife unter bestimmten Modellvorgaben vergleichen. Für einen Vergleich der Angebote gibt es eine Reihe von Faktoren, die sich individuell auf den Versicherungsschutz auswirken.
Eine Bauleistungsversicherung ist bereits für wenige hundert Euro zu haben und sichert das Bauvorhaben gegen Schäden durch zum Beispiel Vandalismus, Diebstahl und schädliche Umwelteinflüsse ab. Bei der Suche nach dem optimalen Angebot sollten Sie folgende Kenngrößen griffbereit haben, um echte Vergleichswerte zu erhalten:

Wichtige Angaben für den Versicherungsvergleich
  • Postleitzahl: Wo wird gebaut?
  • Neu- oder Umbau: Wird von Grund auf ein neues Gebäude errichtet oder lassen Sie Ihr Haus umbauen?
  • Wohnfläche: Wieviel Wohnfläche wird später zur Nutzung verfügbar sein?
  • Eigenleistungen: Wie hoch fällt der Anteil Ihrer Eigenleistungen aus?
  • Bauzeit: Von welcher Bauzeit gehen Sie aus?

Diese Angaben sind bei fast jedem Bauvorhaben anders, so dass kaum ein Beispielfall mit dem eigenen Bauvorhaben übereinstimmen wird. Dieser Umstand begrenzt die Aussagekraft der Bauleistungsversicherungs-Tests. Nichtsdestotrotz bieten solche unabhängigen Tests einen ersten Überblick über vorhandene Angebote und das übliche Preis-Leistungs-Verhältnis.

Jedes Bauvorhaben ist anders – Suchen Sie sich Unterstützung bei der Suche!

Jede Bautätigkeit stellt andere Anforderungen an den Versicherungs­schutz – von kleineren Arbeiten mit einem hohen Anteil Eigenleistungen bis hin zu aufwändigen Neubauten mit mehreren Handwerksfirmen auf der Baustelle. Den optimalen Versicherungsschutz finden Bauherren am Besten mit Hilfe eines individuellen Vergleichs oder wenn sie sich von einem Fachmann beraten lassen. Nutzen Sie gern unseren Versicherungsvergleich oder wenden Sie sich direkt an unsere Versicherungsexperten.

Kostenloser Tarif-Rechner zur Bauleistungsversicherung

Aktuelle Tarife aus 2019 für Sie persönlich angepasst und optimiert.

Finden Sie die richtige Bauleistungsversicherung
Anstatt sich allein auf die Suche nach dem richtigen Tarif zu machen, nutzen Sie die Erfahrung unserer Versicherungsmakler! Das Team kennt nicht nur den Versicherungsmarkt, sondern findet zudem noch Einsparpotential für Sie. Dies ist zum Beispiel durch die Zusammenlegung von Versicherungen möglich. Mitunter gibt es auch besonders günstige Konditionen, wenn die Bauzeit nicht länger als 12 Monate beträgt.

Auf den Leistungsumfang achten

Die Basis-Tarife sichern nicht nur gegen Diebstahl und Vandalismus ab, sondern auch gegen Schäden, die durch Unwetter entstanden sind. Achten Sie beim Vertragsabschluss darauf, dass die Police auch für Schäden aufkommt, die aufgrund von steigendem Grundwasser entstehen! Diese Leistungen sind nicht in jedem Tarif enthalten, können in einigen Regionen Deutschlands allerdings besonders wichtig sein. Sollte diese Absicherung bei Ihrem Wunschtarif nicht enthalten sein, ist es häufig möglich, eine zusätzliche Klausel in den Vertrag aufzunehmen.

Kosten und Preise

Anhand der vom Versicherungsnehmer angegebenen Parameter und der gewählten Versicherungsleistungen wird die Höhe der Versicherungsprämie errechnet. Die Prämienhöhe kann mitunter gesenkt werden, wenn bei einem Anbieter auch noch weitere Versicherungslösungen gewählt werden.

Die unten stehenden Preisbeispiele dienen lediglich zur Orientierung und geben lediglich grobe Richtwerte wieder. Zu Berechnung der tatsächlichen Prämienhöhe werden weitere Angaben benötigt.

Kosten BauvorhabenQuadratmeterPrämienhöhe (einmalig)
200.000 Euro150ca. 280 Euro
400.000 Euro250ca. 380 Euro
600.000 Euro350ca. 450 Euro

Richtige Deckungssumme bestimmen

Die richtige Höhe der Deckungssumme ist wichtig, da der Versicherungsnehmer im Schadensfall sonst einen Teil des Schadens selbst übernehmen muss. Um die richtige Deckungssumme zu ermitteln, reicht es in der Regel aus, die Höhe des Immobilienkredits sowie den Kostenvoranschlag der Baufirma vorlegen zu können.

Während der Bautätigkeit können sich verschiedene Parameter verändern, die für die Bestimmung der Versicherungsprämie wichtig sind. So können beispielsweise die Kosten für einige Baumaterialien steigen und damit die Gesamtkosten in die Höhe treiben. Diese Veränderungen müssen der Versicherung gemeldet werden, um den Versicherungsschutz nicht zu gefährden.

Weitere Absicherungen für Bauvorhaben

Bauherrenhaftpflicht schützt vor Schäden an Dritten

Die Bauleistungsversicherung deckt generell ausschließlich Sachschäden. Sie zahlt vor allem bei Schäden, die durch Unwetter, Vandalismus und Materialfehler entstehen. Bauherren, die sich zusätzlich gegen Personenschäden versichern möchten, benötigen dafür eine Bauherrenhaftpflichtversicherung. Oftmals können beide Versicherungen in einem Kombi-Paket abgeschlossen werden. Dies ist nicht nur bequemer, sondern auch günstiger.

Mehr zur Bauherrenhaftpflichtversicherung lesen Sie hier.

Rechtsschutz: Sinnvolle Ergänzung zur Bauleistungsversicherung

Die Rechtsschutzversicherung für Bauherren springt ein, wenn sich der Bauherr juristisch zur Wehr setzen möchte – entweder weil er eigene Forderungen durchsetzen möchte oder wenn Forderungen von Dritten gestellt werden. Bei den zahlreichen Risiken auf einer Baustelle sowie bei den häufig beträchtlichen Bausummen können schnell hohe Streitwerte entstehen. Bauunternehmer können wiederum eine Rechtsschutzversicherung für das Baugewerbe abschließen.

Rechtzeitig um Versicherungsschutz kümmern!
Egal ob Bauleistungs-, Bauherrenhaftpflicht- oder Bauherrenrechtsschutzversicherung: Der Versicherungsvertrag sollte noch vor Baubeginn abgeschlossen werden!
Dieser Artikel wurde zuletzt am 03.12.2019 aktualisiert.
Über den Autor
Müni Enkhsaikhan
Müni Enkhsaikhan
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