Berufs­unfähigkeits­versicherung für Angestellte

Wenn das Gehalt wegfällt, muss der Vertrag stehen.

Bekannt aus:

Das erwartet Sie hier

Wie groß die Lücke zur staatlichen Absicherung wirklich ist, was eine gute Berufs­unfähigkeits­versicherung für Angestellte kostet, welche Vertragsklauseln entscheidend sind, was beim Leistungsfall passiert und wann sich der Weg über den Arbeitgeber lohnt.

Inhalt dieser Seite
  1. Was muss ein Angestellter über die BU wissen?
  2. Warum brauchen gerade Angestellte eine gute BU?
  3. Ursachen für Berufs­unfähigkeit
  4. Was kostet eine BU für Angestellte?
  5. Was leistet eine gute BU für Angestellte?
  6. Betriebliche BU über den Arbeitgeber
  7. Wie wählt man die richtige BU aus?
  8. Leistungsfall — wenn die BU zahlen muss
  9. Häufige Fragen zur BU für Angestellte
Foto von Nina Ibach
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Das Wichtigste in Kürze

  • Eine Berufs­unfähigkeits­versicherung leistet, wenn Sie Ihrem aktuellen Beruf zu mindestens 50 % nicht mehr nachgehen können – egal, ob Krankheit oder Unfall die Ursache ist.
  • Die durchschnittliche Erwerbsminderungs­rente lag 2024 bei rund 1.100 € brutto pro Monat – für viele Angestellte sind das weniger als 35 % des letzten Nettoeinkommens.
  • Krankengeld zahlt die gesetzliche Krankenkasse für maximal 78 Wochen wegen derselben Krankheit innerhalb einer Dreijahresfrist, der Höchstbetrag liegt 2026 bei 135,63 € pro Tag.
  • Für Angestellte im kaufmännischen und technischen Bereich ist eine BU oft besonders günstig – der Schutz beginnt bei rund 39 € im Monat.
  • Psychische Erkrankungen sind 2025 mit 35,75 % erstmals die häufigste Ursache für Berufs­unfähigkeit – ein wachsendes Risiko gerade in Bürojobs.

Sie sitzen am Schreibtisch, der Job läuft …

… die Karriere passt. Dass Sie morgen vielleicht nicht mehr arbeiten können, ist ein Gedanke, den die meisten Angestellten weit von sich schieben – bis eine Bandscheibe, ein Burn-out oder eine ernste Diagnose alles auf den Kopf stellt. In diesem Moment zählt nicht mehr Ihre Stellenbeschreibung, sondern Ihr BU-Vertrag. Damit Ihr Lebensstandard auch dann hält, wenn Ihre Gesundheit es nicht mehr tut, lohnt sich ein klarer Blick auf die richtige BU – bevor sie gebraucht wird.

Was muss ein Angestellter über die Berufs­unfähigkeits­versicherung wissen?

Das ist neu in 2026

Krankengeld-Höchstbetrag: Der Höchstbetrag beim Krankengeld liegt 2026 bei 135,63 Euro pro Tag. Wer mehr verdient, hat eine Einkommenslücke, die nur eine private Berufs­unfähigkeits­versicherung schließen kann. → Mehr dazu im Abschnitt „Warum brauchen gerade Angestellte eine gute BU?“

Icon Kalender

Eine Berufs­unfähigkeits­versicherung zahlt Ihnen als Angestelltem eine monatliche Rente, wenn Sie Ihren Beruf zu mindestens 50 Prozent für voraussichtlich sechs Monate nicht mehr ausüben können. Sie ersetzt das Einkommen, das nach Lohnfortzahlung und Krankengeld wegfällt – und schließt damit die Lücke, die die staatliche Absicherung lässt.

Als Angestellter hängt Ihr Lebensstandard fast vollständig am Einkommen. Fällt es weg, übernimmt die BU. Wichtig beim Abschluss ist ein Tarif, der genau auf Ihren Beruf zugeschnitten ist. Die abstrakte Verweisung muss in den Bedingungen ausgeschlossen sein.

Icon Angestellte

Zudem sollten Sie die Laufzeit bis zum Renteneintritt wählen und die Rentenhöhe so ansetzen, dass Sie Ihren Lebensstandard halten können. Eine zu kurze Laufzeit oder eine zu niedrige Rente sind die häufigsten Fallstricke beim Abschluss.

Experten-Tipp:
Die größte Falle ist nicht die Diagnose – sondern Ihr Zögern

„Viele Angestellte schieben den BU-Abschluss jahrelang vor sich her, weil sie mit Rücken-, Knie- oder Psyche-Diagnose eine Ablehnung fürchten. Das ist die teuerste Annahme überhaupt. Wer 35 ist und mit 50 noch arbeiten will, hat in den allermeisten Fällen eine bezahlbare Option – Sie erfahren sie aber nur über eine anonyme Risikovoranfrage. Die brennt nichts an und kostet Sie keinen Cent.“


Warum können Sie uns vertrauen?

Unsere Berater haften persönlich nach §§ 60 bis 62 VVG für ihre Empfehlung. Wenn unsere Beratung falsch ist und Sie dadurch im Leistungsfall Nachteile haben, stehen wir dafür ein. Das unterscheidet uns von jeder AI-generierten Auskunft, für die niemand haftet.

Unsere Beratung zur Berufs­unfähigkeits­versicherung ist von Finanztip empfohlen – kostenfrei und unverbindlich. Die Inhalte dieser Seite wurden von unserer Fachredaktion in enger Zusammenarbeit mit unseren zertifizierten Experten erstellt. Qualitätskontrollen stellen die regelmäßige Aktualisierung sicher.


BU im öffentlichen Dienst

Auch als Tarifbeschäftigter im öffentlichen Dienst brauchen Sie eine private Berufs­unfähigkeits­versicherung. Anders als Beamte haben Sie keine Dienstunfähigkeitsabsicherung – Sie sind auf die gesetzliche Erwerbsminderungs­rente angewiesen. Die Zusatzversorgung der Versorgungsanstalt des Bundes und der Länder (VBL) zahlt zwar eine Erwerbsminderungs-Zusatzrente, sie deckt aber nur einen Bruchteil der Einkommenslücke. Für eine Sachbearbeiterin in der mittleren Entgeltgruppe bleibt selbst mit VBL meist nur die Hälfte des letzten Nettos.

Icon Person am Schreibtisch

Besonders kritisch: Lehrer und Erzieher im Angestelltenverhältnis. Die psychische Belastung ist hoch, die Statistik zeigt überdurchschnittlich viele Frühverrentungen wegen Burn-out und Depression. Eine private BU mit ausgeschlossener abstrakter Verweisung ist hier kein Luxus, sondern ein Muss.


BU bei Berufsmix

Wenn Ihr Job aus Büro plus körperlicher Tätigkeit besteht – zum Beispiel Außendienst mit Kundenbesuchen, Lagerlogistik mit Heben und Tragen oder Techniker im Wartungsdienst – ist die Tarif-Einstufung besonders sensibel. Der gleiche Beruf kann bei zwei Anbietern in zwei unterschiedlichen Berufsgruppen landen.

Icon Halbkreis mit Pfeil

Entscheidend ist der Anteil der reinen Bürotätigkeit. Liegt er über 75 Prozent, gelten Sie oft als kaufmännischer Angestellter und zahlen günstig. Liegt er darunter, rutschen Sie leicht zwei Risikostufen tiefer. Dokumentieren Sie Ihre Tätigkeit präzise – Anteile, Tätigkeitsbeschreibungen, Hebevorgänge – und lassen Sie den Antrag vorab durch uns prüfen.

Warum brauchen gerade Angestellte eine gute BU?

Die staatliche Absicherung reicht für Angestellte nicht aus – sie deckt im Schnitt deutlich weniger als ein Drittel des letzten Nettoeinkommens ab. Wer als Angestellter berufsunfähig wird, verliert ohne private BU einen Großteil seines Lebensstandards.

Staatliche Absicherung Schritt für Schritt

Angestellte haben grundsätzlich Anspruch auf Lohnfortzahlung, Krankengeld und Erwerbsminderungs­rente. Das klingt nach solider Absicherung, reicht aber in den meisten Fällen nicht:

  • Lohnfortzahlung für sechs Wochen bei unverschuldeter Arbeitsunfähigkeit (Quelle: § 3 EntgFG).
  • Krankengeld danach: 70 Prozent vom Bruttoarbeitsentgelt, höchstens jedoch 90 Prozent vom Nettoarbeitsentgelt (Quelle: § 47 SGB V). Der Höchstbetrag liegt 2026 bei 135,63 Euro pro Tag. Krankengeld zahlt die gesetzliche Krankenkasse für maximal 78 Wochen wegen derselben Krankheit innerhalb einer Blockfrist von drei Jahren – abzüglich der sechs Wochen Lohnfortzahlung bleiben netto bis zu 72 Wochen (Quelle: § 48 SGB V).
  • Erwerbsminderungs­rente danach: Sie kommt erst, wenn Sie weniger als drei beziehungsweise sechs Stunden täglich in irgendeiner Tätigkeit am allgemeinen Arbeitsmarkt arbeiten können (Quelle: § 43 SGB VI).

So wenig zahlt die Erwerbsminderungs­rente

Die volle Erwerbsminderungs­rente ersetzt im Schnitt nur einen kleinen Teil des bisherigen Einkommens. Die volle Erwerbsminderungs­rente lag 2024 durchschnittlich bei rund 1.100 Euro brutto pro Monat (Quelle: Deutsche Renten­versicherung, Renten­versicherung in Zahlen 2025). Damit liegt der Einkommensersatz für viele Angestellte deutlich unter 35 Prozent des letzten Nettoeinkommens – bei höheren Gehältern entsprechend weniger.

Icon Vermögensverfall

Anders als die private BU stellt die gesetzliche Erwerbsminderungs­rente nicht auf Ihren konkreten Beruf ab, sondern auf jede Tätigkeit von wirtschaftlichem Wert am allgemeinen Arbeitsmarkt. Das ist gesetzlich so geregelt – nicht zu verwechseln mit der „abstrakten Verweisung“ aus alten Privatverträgen.


Zusätzliche finanzielle Verantwortungen

Als Angestellter können Sie weitere finanzielle Verpflichtungen haben, die in der Krise besonders schwer wiegen:

  • Sind Sie Alleinverdiener in der Familie, sind auch Ihre Angehörigen vom Einkommen abhängig.
  • Haben Sie Eigentum gekauft, läuft die Finanzierung auch dann weiter, wenn Sie krank werden.
  • Altersvorsorgeverträge verlieren bei Beitragsausfall an Wert oder werden ruhend gestellt.

Berufs­unfähigkeits­versicherung – schnellere und höhere Leistung

Eine private Berufs­unfähigkeits­versicherung leistet schneller und höher als jede gesetzliche Absicherung. Es reicht, wenn Sie Ihren derzeitigen Beruf für voraussichtlich sechs Monate zu mindestens 50 Prozent nicht mehr ausüben können. Die Rentenhöhe legen Sie selbst fest – meist orientiert an 70 bis 80 Prozent Ihres Nettoeinkommens.

Icon Euro in Kreis mit Pfeilen

Die Ursache ist für den Versicherer grundsätzlich irrelevant: Versichert sind körperliche Erkrankungen wie Bandscheibenvorfälle ebenso wie psychische Erkrankungen wie Depression oder Burn-out. Bei guten Tarifen ist die Leistung weltweit gültig und schließt vorübergehende Arbeitsunfähigkeit sowie Pflegebedürftigkeit ein.


Fünf Irrtümer über die BU für Angestellte

Rund um die Berufs­unfähigkeits­versicherung halten sich hartnäckig Annahmen, die Angestellte vom Abschluss abhalten – und im Ernstfall richtig teuer werden können. Die folgenden fünf Irrtümer hören wir in unseren Beratungsgesprächen besonders oft. Hier sind die Fakten dazu.

Irrtum 1: „Mein Bürojob ist sicher – ich werde nicht berufsunfähig.“

Realität: Über die Hälfte aller BU-Fälle entstehen aus Psyche und Krebs (zusammen rund 57 Prozent) – beides Ursachen, die im Bürojob mindestens so häufig auftreten wie in körperlichen Berufen (Quelle: GDV).

Irrtum 2: „Die staatliche Erwerbsminderungs­rente reicht mir notfalls.“

Realität: Die durchschnittliche volle Erwerbsminderungs­rente lag 2024 durchschnittlich bei rund 1.100 Euro brutto pro Monat – für die meisten Angestellten ein massiver Einkommensverlust gegenüber dem letzten Netto (Quelle: Deutsche Renten­versicherung, Renten­versicherung in Zahlen 2025).

Irrtum 3: „Ich bin noch jung, das hat Zeit.“

Realität: Wer mit 25 abschließt, zahlt oft nur die Hälfte vom Beitrag mit 45 – und ist gegen Vor­erkrankungen abgesichert, die später zur Aufnahmeverweigerung führen können.

Irrtum 4: „Eine Berufs­unfähigkeit beweise ich notfalls einfach mit einem Attest.“

Realität: Der Versicherer prüft jeden Antrag gründlich, fordert Gutachten an und kontrolliert die vorvertragliche Anzeigepflicht. 54,2 Prozent der Ablehnungen begründen sich damit, dass der 50-Prozent-Grad nicht erreicht ist (Quelle: Franke und Bornberg).

Irrtum 5: „Mein Arbeitgeber zahlt mir eine betriebliche BU – das reicht.“

Realität: Die betriebliche BU-Rente wird voll versteuert und voll sozial­versicherungspflichtig – netto bleibt oft deutlich weniger als bei einer privaten BU mit demselben Brutto-Anspruch.

Ursachen für Berufs­unfähigkeit – was Angestellte besonders trifft

Psychische Erkrankungen waren 2024 die häufigste Ursache für Berufs­unfähigkeit in Deutschland. Für Angestellte in Bürojobs ist das ein zentrales Risiko, das gefühlt oft unterschätzt wird.

Ursachen für BU 2024

UrsacheAnteil 2024
Psyche und Nervensystem38 %
Krebs19 %
Bewegungsapparat16 %
Unfälle8 %
Sonstige19 %
Quelle: GDV

Für Angestellte ergibt sich daraus ein klares Bild: Wer in einem Bürojob arbeitet, denkt zuerst an den Rücken – statistisch dominiert aber die Psyche. Stress, Überlastung, ständige Erreichbarkeit und die Isolation im Homeoffice tragen dazu bei. Eine BU, die psychische Erkrankungen nicht oder nur eingeschränkt versichert, ist für Angestellte praktisch wertlos.

Bei der Tarifwahl heißt das: Achten Sie darauf, dass psychische Erkrankungen ohne Einschränkungen mitversichert sind. Manche Tarife schließen sie aus oder begrenzen die Leistungsdauer – das ist für Angestellte ein Ausschlusskriterium.

Was kostet eine BU für Angestellte?

Eine Berufs­unfähigkeits­versicherung kostet für einen 30-jährigen kaufmännischen Angestellten zwischen 40 und 80 Euro im Monat – je nach gewünschter Rentenhöhe, Anbieter und Gesundheitszustand. In der Regel gelten Angestellte in kaufmännischen oder verwaltenden Berufsgruppen als die am günstigsten zu versichernde Berufsgruppe.

Kostenbeispiel: BU für kaufmännische Angestellte

  • Eintrittsalter: 30 Jahre
  • Schlussalter: 67 Jahre
  • Beruf: kaufmännische Angestellte (über 75 % Bürotätigkeit)
BU-RenteMonatsbeitrag*
1.000 €ab 39,48 €
1.500 €ab 59,22 €
2.000 €ab 78,96 €
*Beispielrechnung Stand Q1 2026, gesunder Antragsteller ohne Vor­erkrankungen, Laufzeit bis 67. Die tatsächlichen Beiträge variieren nach Anbieter, Gesundheitszustand und Tarif. Bei Vor­erkrankungen können Zuschläge oder Ausschlüsse hinzukommen.

Beitragsbandbreite nach Berufsuntergruppe

Die Gruppe „Angestellte“ ist intern sehr heterogen. Der gleiche Beruf landet bei zwei Anbietern oft in zwei unterschiedlichen Risikostufen – und damit auch in zwei unterschiedlichen Beitragsklassen. Die folgende Tabelle zeigt, wo Sie als Angestellter typischerweise einsortiert werden und welche Bandbreiten Sie für eine BU-Rente von 2.000 Euro erwarten können.

BerufsuntergruppeBeispieleBeitragsbandbreite 2.000 € BU-Rente, 35 J., Endalter 67Höchstaufnahmealter (Markt-Schnitt)Besonderheit
Kaufmännische und Verwaltungs-AngestellteBürokaufmann, Sachbearbeiter, Buchhalter, Personalreferent60–95 €55 (selten 60)Bestklasse, niedrigste Beiträge, Psyche-Risiko überwiegt körperliches
Technische und IT-AngestellteSoftwareentwickler, IT-Administrator, Ingenieur im Büro60–100 €55Nahe an kaufmännischer Bestklasse, je nach Anbieter teils günstigere Einstufung
Angestellte mit AußenanteilVertriebsaußendienst, Service-Techniker, Werkstattleiter80–140 €55Berufsmix wird unterschiedlich gewichtet, mehrere Angebote vergleichen
Pflegekräfte und medizinisches FachpersonalKrankenpfleger, Altenpfleger, medizinische Fachangestellte110–180 €50–55Hohe körperliche und psychische Belastung, KlinikRente als Gruppentarif prüfen
Angestellte mit überwiegend körperlicher TätigkeitMaschinenbediener, Lagerlogistik, Reinigungskräfte110–200 €45–50Oft enge Gesundheitsprüfung, frühzeitiger Abschluss zentral
Die Bandbreiten sind Schätzwerte (Stand 2026) für eine BU mit 2.000 Euro Monatsrente, Endalter 67, ohne Vor­erkrankungen. Die tatsächlichen Beiträge variieren erheblich nach Anbieter, Tarif und Gesundheitszustand.

Experten-Tipp:
Derselbe Beruf, zwei Risikostufen – und 30 Prozent mehr Beitrag

„Ein Servicetechniker, der überwiegend mit dem Laptop beim Kunden sitzt, landet bei dem einen Versicherer in der günstigen Bürogruppe, beim nächsten zwei Stufen tiefer. Das ist keine Willkür, sondern individuelle Risikobewertung jedes Anbieters. Wer hier nur einen Tarif anfragt, verbrennt schnell 30 Prozent Beitrag – pro Jahr. Beschreiben Sie Ihre Tätigkeit präzise und vergleichen Sie mehrere Anbieter parallel.“


Praxisbeispiel 1 – Technischer Angestellter, 32 Jahre, Maschinenbau

Profil:
Konstrukteur in einem mittelständischen Maschinenbau-Unternehmen, etwa 60 Prozent Bürotätigkeit und 40 Prozent Werkstattbesuche bei Kunden. Leichte Vorbelastung am Rücken nach einem Bandscheibenvorfall 2022, seither beschwerdefrei.

Icon Mann mit Brille

Lösung:

  • Empfohlene BU-Rente: 2.500 Euro
  • Laufzeit bis zum Endalter 67
  • Beitrag: zwischen 75 und 95 Euro pro Monat
  • Wichtig: Anonyme Risikovoranfrage wegen der Rücken-Diagnose. Ohne Voranfrage drohen Risikozuschlag oder Ausschluss der Wirbelsäule. Über die anonyme Anfrage haben wir drei Anbieter mit normaler Annahme gefunden – Direktantrag wäre teurer gewesen.

Praxisbeispiel 2 – Kaufmännische Angestellte, 45 Jahre, zwei Kinder

Profil:
Sachbearbeiterin in einem Versicherungs­unternehmen, reine Bürotätigkeit. 2018 ein einmaliger psychotherapeutischer Aufenthalt mit drei Sitzungen nach einer Trennung, seither beschwerdefrei.

Icon blonde Frau

Lösung:

  • Empfohlene BU-Rente: 2.000 Euro
  • Laufzeit bis 65 (passend zum geplanten Renteneintritt)
  • Beitrag: zwischen 90 und 130 Euro pro Monat
  • Wichtig: Höchstaufnahmealter der Anbieter beachten – viele Versicherer nehmen nur bis 50 oder 55 auf. Die psychotherapeutische Episode war sauber dokumentiert (Abschlussbericht des Therapeuten, dauerhafte Beschwerdefreiheit) – damit war Annahme zu Normalkonditionen möglich.

Was kostet Ihre BU mit Ihrer Krankenakte?

Pauschale Beiträge sagen wenig aus – Ihr Beitrag hängt von Beruf, Alter und Gesundheit ab. Wir prüfen für Sie anonym, welche Anbieter Sie zu welchen Konditionen annehmen – ohne dass irgendwo ein Ablehnungseintrag entsteht.

  • Anonyme Risikovoranfrage bei mehreren Anbietern
  • Auch mit Rücken-, Knie- oder Psyche-Diagnose
  • Unsere Beratung zur Berufs­unfähigkeits­versicherung ist von Finanztip empfohlen

Was leistet eine gute BU für Angestellte?

Eine gute BU zahlt Ihnen eine monatliche Rente, sobald Sie als berufsunfähig gelten – ohne dass Sie auf einen anderen Beruf verwiesen werden können und ohne dass die Ursache eine Rolle spielt. Genehmigt die Versicherung Ihren Antrag, läuft die Auszahlung bis Sie wieder gesund sind oder Ihr Renteneintrittsalter erreichen.

Wichtige Leistungspunkte für Angestellte


Abstrakte Verweisung

Die abstrakte Verweisung ist eine Klausel in alten oder schlechten BU-Verträgen, die dem Versicherer erlaubt, Sie auf einen vergleichbaren Beruf zu verweisen, den Sie theoretisch noch ausüben könnten – selbst wenn Sie diesen Beruf nie ausgeübt haben. Ergebnis: Der Versicherer zahlt nicht. In einem modernen Vertrag muss diese Klausel ausgeschlossen sein.

Icon gegensätzliche Pfeile

In den Versicherungs­bedingungen erkennen Sie das an der Formulierung „Verzicht auf abstrakte Verweisung“ oder „nur konkrete Verweisung“. Die konkrete Verweisung greift nur, wenn Sie tatsächlich einen vergleichbaren Beruf ausüben – das ist fair. Achten Sie beim Vergleich: Wenn die abstrakte Verweisung nicht ausdrücklich ausgeschlossen ist, ist der Tarif für Angestellte ungeeignet.

Betriebliche Berufs­unfähigkeits­versicherung über den Arbeitgeber

Icon Angestellte

Eine betriebliche Berufs­unfähigkeits­versicherung ist eine BU, die Ihr Arbeitgeber für Sie abschließt – entweder als Baustein der betrieblichen Altersvorsorge oder als eigenständige Gruppen­versicherung. Sie kann eine Alternative oder eine Ergänzung zur privaten BU sein. Welche Variante für Sie günstiger ist, hängt von Tarif, Arbeitgeber und Lebenssituation ab.

So funktioniert die betriebliche BU


Vorteile der betrieblichen BU

  • Vereinfachte Gesundheitsfragen ab einer bestimmten Mitarbeiterzahl – oft gar keine Prüfung
  • Steuer- und Sozial­versicherungsersparnis in der Ansparphase durch Entgeltumwandlung
  • Beitragszuschuss durch den Arbeitgeber durch die ersparten Sozialabgaben (mindestens 15 Prozent Pflicht-Zuschuss)
  • Auch mit Vor­erkrankungen oft annahmefähig, die in einem privaten Antrag zur Ablehnung führen würden

Nachteile der betrieblichen BU

  • Versteuerung in der Leistungsphase mit vollem persönlichem Steuersatz und Sozialabgaben
  • Schutzumfang oft schwächer als bei einer guten privaten BU (mehr Verweisungsklauseln, kürzere Leistungsdauer)
  • An den Arbeitgeber gebunden – bei Jobwechsel ist die Mitnahme nicht garantiert
  • Bei Arbeitgeber-Insolvenz besonderer Schutz notwendig

Experten-Tipp:
Die betriebliche BU ist selten so elegant, wie sie klingt

„Die betriebliche BU wird gern als die unkomplizierte Lösung verkauft. Was selten dazugesagt wird: Sie müssen die Rente später voll versteuern und voll mit Sozialabgaben belegen – die Nettorente kann deutlich niedriger ausfallen als bei einer privaten BU mit gleichem Brutto. Sinnvoll ist sie meist nur als Ergänzung zu einem privaten Grundschutz, nicht als Ersatz dafür.“

Wie wählt man die richtige BU aus?

Eine gute BU für Angestellte erkennen Sie an drei Kernkriterien: Ausschluss der abstrakten Verweisung, Nach­versicherungsgarantie ohne erneute Gesundheitsprüfung und eine Laufzeit bis zum Renteneintritt. Alles andere ist Feinabstimmung.

Ausschnitt der aktuellen Testsieger (2026)

AnbieterFranke und Bornberg ØDFSI ØIVFP ØFinanztest ØServiceValue EuroAtlasGesamt­wertung von 100
Logo Dialog Versicherung AGDialogFFF+Sehr gutExzellentSehr gut96
Logo VPV VersicherungenVPVFFFSehr gut95
Logo Lebensversicherung von 1871 a. G. MünchenLV 1871FFFHervorragendExzellentSehr gutSehr gut94

Die ganze Tabelle und die aktuellen Testsieger der Berufs­unfähigkeits­versicherung sowie die Empfehlungen unserer Experten finden Sie hier:

Alle Berufs­unfähigkeits­versicherer im Test (2026)


Darauf sollten Sie als Angestellter besonders achten

  • Die Berufs­unfähigkeitsrente sollte mindestens 70 Prozent Ihres letzten Nettoeinkommens betragen.
  • Achten Sie bei Vertragsabschluss darauf, dass Ihre konkrete Tätigkeit abgesichert ist. Eine präzise Beschreibung kann eine ganze Risikostufe sparen.
  • Die Vertragsbedingungen sollten keine abstrakte Verweisung enthalten. Ohne diesen Verzicht kann der Versicherer Sie auf einen anderen Beruf verweisen, bevor er die Rente zahlt.
  • Eine Nach­versicherungsgarantie ist Pflicht. Sie ermöglicht es, bei Lebensereignissen wie Heirat, Geburt oder Beförderung die Rente zu erhöhen – ohne erneute Gesundheitsprüfung.
  • Eine Beitragsdynamik gleicht die Inflation aus. Ohne sie verliert Ihre Rente real an Wert.
  • Eine Leistungsdauer bis zum gesetzlichen Renteneintritt ist Standard. Kürzere Laufzeiten sparen Beitrag, lassen aber Lücken.

BU für ältere Angestellte ab 45

Mit 45 oder 50 ist es nicht zu spät für eine BU – aber teurer und mit strengerer Gesundheitsprüfung. Das Höchstaufnahmealter liegt bei den meisten Anbietern zwischen 50 und 55, bei einigen Spezialtarifen bis 60. Je älter Sie beim Abschluss sind, desto mehr Anbieter fallen weg.

Icon grauhaarige Frau

Die Beiträge steigen spürbar: Mit 50 zahlt eine kaufmännische Angestellte für 2.000 Euro BU-Rente oft 150 bis 250 Euro pro Monat. Die Gesundheitsprüfung wird strenger, weil das Risiko von Vor­erkrankungen wächst.

Unser Rat: Vergleichen Sie mehrere Anbieter, erwägen Sie eine verkürzte Laufzeit bis 60 oder 63 statt bis 67, und machen Sie vor jedem Antrag eine anonyme Risikovoranfrage. Wenn die klassische BU nicht mehr machbar ist, bleiben Grundfähigkeits- oder Dread-Disease-Versicherungen als Alternativen.


Angepasster BU-Schutz für Ihre Branche

Ihre Branche kann Ihnen den Zugang zu einer günstigeren Berufs­unfähigkeits­versicherung ermöglichen. Für Angestellte in bestimmten Wirtschaftszweigen gibt es spezielle Versorgungswerke, die von Tarifvertragsparteien getragen werden:

  • MetallRente – Für Beschäftigte in der Stahl-, Metall-, Elektro-, Holz-, Kunststoff- und Textilindustrie.
  • KlinikRente – Für Beschäftigte im gesamten Gesundheitswesen, zum Beispiel Krankenhäuser, Arzt- und Zahnarztpraxen, Apotheken, Pflegeeinrichtungen und therapeutische Praxen.
  • ChemieRente – Für Mitarbeitende der chemischen Industrie, der Glas-, Gummi-, Leder- und Bergbauindustrie (sofern Tarifbindung besteht).

Wen können unsere Experten besonders empfehlen?

Welcher Anbieter für Sie infrage kommt, hängt auch von Ihrem konkreten Beruf ab. Unsere erfahrenen und ausgezeichneten Experten für Berufs­unfähigkeits­versicherungen können Angestellten besonders die folgenden Anbieter empfehlen:

„Je nach Ihrer individuellen Situation und Ihren persönlichen Anforderungen können wir Ihnen noch weitere Anbieter empfehlen. Gerade bei einer Berufs­unfähigkeits­­­­versicherung kommt es bei der Wahl des Anbieters sehr stark auf den Einzelfall an. Lassen Sie sich daher von uns individuell beraten – gemeinsam finden wir den besten Tarif für Sie.“

Über 50 Anbieter – wir finden Ihren passenden Tarif

Unsere Beratung ist von Finanztip empfohlen und wir vergleichen für Sie den gesamten BU-Markt. Statt Stunden mit Tarifvergleichen zu verbringen, bekommen Sie von uns eine Vorauswahl der drei bis fünf passendsten Tarife für Ihren Beruf und Ihre Gesundheit.

  • Zugang zu mehr als 50 BU-Anbietern auf einen Blick
  • Persönliche Empfehlung statt Tarifliste
  • Klare Einordnung der entscheidenden Bedingungen: Verweisung, Nach­versicherung, Leistungsdauer

Leistungsfall – wenn die BU zahlen muss

Im Leistungsfall zahlt eine gute BU innerhalb weniger Wochen, wenn die Voraussetzungen klar belegt sind – bei strittigen Fällen kann sich die Prüfung aber auf Monate ziehen. Die durchschnittliche Anerkennungsquote liegt branchenweit bei rund 80 Prozent.

Was Sie im Leistungsfall tun müssen – Schritt für Schritt:

Icon Vertrag

Antrag stellen

er Antrag auf BU-Leistung geht direkt an den Versicherer. Sie melden, dass Sie aus gesundheitlichen Gründen Ihrem Beruf zu weniger als 50 Prozent nachgehen können – und absehbar mindestens sechs Monate.

Icon Krankenakte

Ärztliche Unterlagen einreichen

Der Versicherer fordert Befunde, Diagnosen und Behandlungsberichte. Die Vollständigkeit und Präzision dieser Unterlagen ist entscheidend.

Icon Liste

Gutachten und Prognose

Bei komplexeren Fällen beauftragt der Versicherer ein medizinisches Gutachten. Der Prognosezeitraum muss mindestens sechs Monate betragen.

Icon Blatt mit Lupe

Prüfung der Anzeige­pflichten

Der Versicherer prüft rückwirkend, ob bei Antragstellung alle Gesundheitsfragen vollständig beantwortet wurden. Bei Lücken kann eine Anfechtung drohen.

Icon Person mit Pfeilen

Entscheidung

Bei Anerkennung läuft die Rente – in der Regel ab dem Tag, an dem die BU eintrat. Bei Ablehnung haben Sie das Recht auf Widerspruch.


Hauptablehnungsgründe

  • BU-Grad nicht erreicht (54,2 Prozent der Ablehnungen):
    Der Versicherer kommt zum Ergebnis, dass die Tätigkeit zu mehr als 50 Prozent ausgeübt werden kann.
  • Anfechtung wegen Anzeigepflicht­verletzung (26 Prozent):
    Vor­erkrankungen wurden bei Antragstellung nicht vollständig angegeben.
  • Sonstige Gründe (rund 20 Prozent):
    Prognosezeitraum nicht erfüllt, fehlende Mitwirkung, formale Mängel.

Quelle: Franke und Bornberg

Experten-Tipp:
80 Prozent Anerkennungsquote klingt gut – bis Sie betroffen sind

„Die offiziellen 80 Prozent Anerkennungsquote lesen sich beruhigend. Was sie nicht zeigen: Viele Anträge werden vor der Endentscheidung zurückgezogen, weil Betroffene die Auseinandersetzung mit dem Versicherer allein nicht durchhalten. Wer einen Experten an seiner Seite hat, der ärztliche Befunde und Formulierungen von Anfang an mit abstimmt, hat eine spürbar höhere Erfolgsquote – gerade bei psychischen Diagnosen.“

Im Ernstfall stehen wir an Ihrer Seite

Wenn der Versicherer nicht zahlen will, beginnt für Sie die schwierigste Phase. Wir begleiten Sie von der ersten Schadenmeldung über das Gutachten bis zur Anerkennung – und wenn nötig auch durch eine Ablehnung hindurch. Diesen Beistand bieten weder Vergleichsportale noch eine AI-Auskunft.

  • Persönliche Begleitung bei Antrag, Gutachten und Auseinandersetzung
  • Prüfung von Ablehnungen und Durchsetzung Ihres Anspruchs
  • Ihre Ansprechpartner sind erreichbar – vom Tag des Vertragsabschlusses bis zur Auszahlung
  • Unsere Beratung ist von Finanztip empfohlen

Häufige Fragen zur Berufs­unfähigkeits­versicherung für Angestellte

Brauche ich als Angestellter wirklich eine Berufs­unfähigkeits­versicherung?

Ja. Die gesetzliche Erwerbsminderungs­rente lag 2024 im Durchschnitt bei rund 1.100 Euro brutto pro Monat und greift erst, wenn Sie in praktisch keiner Tätigkeit mehr arbeiten können. Für Angestellte bedeutet das eine Einkommenslücke von oft mehr als zwei Dritteln des letzten Nettos. Die Berufs­unfähigkeits­versicherung zahlt dagegen schon, wenn Sie Ihren konkreten Beruf zu mindestens 50 Prozent nicht mehr ausüben können.

Was zahlt die Krankenkasse bei Berufs­unfähigkeit?

Die gesetzliche Krankenkasse zahlt kein Berufs­unfähigkeitsgeld. Sie leistet ausschließlich Krankengeld bei Arbeitsunfähigkeit – und das nur für maximal 78 Wochen wegen derselben Krankheit innerhalb von drei Jahren. Der Höchstbetrag liegt 2026 bei 135,63 Euro pro Tag. Danach gilt nur noch die gesetzliche Erwerbsminderungs­rente. Die Lücke schließt allein eine private Berufs­unfähigkeits­versicherung.

Was ist eine Nach­versicherungsgarantie?

Die Nach­versicherungsgarantie erlaubt Ihnen, die vereinbarte Berufs­unfähigkeitsrente nachträglich zu erhöhen – ohne erneute Gesundheitsprüfung. Auslöser sind typische Lebensereignisse wie Heirat, Geburt eines Kindes, Hauskauf, Gehaltssprung oder Abschluss eines Studiums. Für Angestellte ist diese Klausel Pflicht: Ohne Nach­versicherungsgarantie müssen Sie bei jeder Vertragsanpassung neu zum Arzt – und riskieren mit jedem Jahr Vor­erkrankungen.

Bis zu welchem Alter kann ein Angestellter noch eine Berufs­unfähigkeits­versicherung abschließen?

Das Höchstaufnahmealter liegt bei den meisten Versicherern zwischen 50 und 55 Jahren, einzelne Spezialtarife nehmen bis 60 auf. Je älter Sie beim Abschluss sind, desto strenger fällt die Gesundheitsprüfung aus und desto höher der Beitrag. Für eine 50-jährige kaufmännische Angestellte mit 2.000 Euro Rentenwunsch sind oft 150 bis 250 Euro Monatsbeitrag realistisch. Wer keine klassische Berufs­unfähigkeits­versicherung mehr bekommt, kann auf Grundfähigkeits- oder Dread-Disease-Tarife ausweichen.

Welche Voraussetzungen muss ein Angestellter für eine Berufs­unfähigkeits­versicherung erfüllen?

Drei Punkte entscheiden: Alter beim Antrag, Gesundheitszustand und Beruf. Sie müssen die Gesundheitsfragen vollständig und wahrheitsgemäß beantworten – das schreibt die vorvertragliche Anzeigepflicht nach Paragraf 19 VVG vor. Rückenleiden, Knieprobleme oder psychotherapeutische Behandlungen führen nicht automatisch zur Ablehnung. Eine anonyme Risikovoranfrage klärt vorab, welche Anbieter Sie zu welchen Konditionen annehmen – ohne Ablehnungseintrag bei den Versicherern.

Was passiert mit der Berufs­unfähigkeits­versicherung bei einem Jobwechsel?

Bei einer privaten Berufs­unfähigkeits­versicherung passiert nichts: Der Vertrag läuft unverändert weiter, eine Meldung an den Versicherer ist bei guten Tarifen nicht nötig. Der Schutz gilt auch im neuen Beruf. Anders bei der betrieblichen Berufs­unfähigkeits­versicherung über den Arbeitgeber: Hier ist die Mitnahme beim Wechsel oft nicht garantiert. Prüfen Sie vor dem Jobwechsel die Übertragbarkeit, sonst droht eine Lücke.

Ist die Berufs­unfähigkeits­versicherung für Angestellte steuerlich absetzbar?

Ja, die Beiträge sind als sonstige Vorsorgeaufwendungen in der Einkommensteuererklärung absetzbar (Paragraf 10 EStG). Allerdings ist der jährliche Höchstbetrag für Angestellte mit 1.900 Euro meist schon durch Kranken- und Pflege­versicherung ausgeschöpft – in der Praxis bleibt für die Berufs­unfähigkeits­versicherung selten ein steuerlicher Vorteil. Die spätere Berufs­unfähigkeitsrente wird nur mit dem geringen Ertragsanteil besteuert.

Was passiert mit der Berufs­unfähigkeits­versicherung bei Elternzeit oder Arbeitslosigkeit?

Die Versicherung läuft normal weiter – Sie bleiben in vollem Umfang versichert. Wenn die Beiträge in dieser Zeit zu hoch sind, bieten viele Tarife eine Beitragspause oder Stundung von bis zu 24 Monaten an. Eine Kündigung sollten Sie vermeiden: Bei einem späteren Neuabschluss zahlen Sie deutlich mehr und müssen die Gesundheitsprüfung erneut bestehen. Klären Sie die Stundungsoption am besten schon vor dem Antrag.

Weitere Berufsgruppen der Berufs­unfähigkeits­versicherung

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Lena Mierbach
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Entgeltumwandlung Bei der Entgeltumwandlung zahlen Arbeitnehmer einen Teil ihres Bruttoeinkommens in eine betriebliche Altersversorgung. Dadurch verringert sich das zu versteuernde Einkommen, wodurch Arbeitnehmer Steuern- und Sozialabgaben sparen. Nachgelagerte Besteuerung Renten werden erst bei Auszahlung besteuert, während die Beiträge in der Ansparphase steuerfrei oder steuermindernd sind. Ziel ist es, die Steuerlast ins Rentenalter zu verlagern, wenn das Einkommen meist geringer ist. Regelaltersgrenze Das gesetzlich festgelegte Renteneintrittsalter, ab dem eine Person ohne Abschläge die reguläre Altersrente beziehen kann. Aktuell liegt dies bei 67 Jahren.
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