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Vom Fachmann für Sie - Vermögen bewahren, Rendite erwirtschaften!
Das Wichtigste in Kürze
  • Eine fundierte und renditestarke Vermögensverwaltung ist sowohl für finanzstarke Anleger als auch für Kleinsparer möglich.
  • Individuelle Betreuungen werden bei Banken meist nur für Vermögen ab 500.000 Euro angeboten. Unabhängige Vermögensverwalter bieten diese schon bei geringeren Summen an.
  • Die Kosten einer Vermögensverwaltung liegen bei etwa 1 bis 2 Prozent des verwalteten Vermögens.
  • Selbständige Vermögensverwalter sollten eine Lizenz der Bundesanstalt für Finanzdiensteistungsaufsicht (BaFin) vorweisen können.
  • Im Test der Wirtschaftswoche (Ausgabe 8/2018) überzeugten je nach Risikoklasse SPSW Capital, Andreas Meißner Vermögensmanagement und die Freie internationale Sparkasse.

Wie funktioniert die Vermögensverwaltung?

Der Kunde vertraut dem Vermögensverwalter – einem ausgewiesenen, zertifizierten Fachmann für Finanzen – einen Teil seines Vermögens an und beauftragt ihn mit der Verwaltung. Dieser kann für eine Bank oder für eine unabhängige Vermögensverwaltung arbeiten. Der Vermögensverwalter trifft dann eigenständige Anlageentscheidungen, setzt diese um und sorgt für eine zielgerichtete Vermögensentwicklung. Er ist dabei allerdings an eine zuvor gemeinsam vereinbarte Anlagestrategie gebunden. In diesem Sinne ist der Vermögensverwalter Treuhänder und Sachwalter des ihm anvertrauten Vermögens und bietet seinen Kunden eine der umfassendsten Finanzdienstleistungen an.

Anlagevermittler und Finanzberater werden häufig in einem Atemzug mit Vermögensverwaltern genannt, doch gibt es wichtige Unterschiede.

Ein Anlagevermittler vermittelt seinen Kunden Finanzprodukte und arbeitet dazu mit einem oder mehreren Produktanbietern zusammen.

Ein Finanzberater bietet neben der Vermittlung auch Beratungsleistungen an. Er gibt seinen Kunden Anlageempfehlungen und vermittelt in der Regel geeignete Produkte. Ob reine Vermittlung oder Beratung – die Umsetzung muss der Kunde selbst in die Hand nehmen. Er ist es, der letztlich Anlageentscheidungen treffen, realisieren und deren Erfolg überwachen muss.

Eine Frage der Bezeichnung

„Vermögensverwaltung“ ist kein rechtlich geschützter und fest abgegrenzter Begriff. Die juristisch exakte Bezeichnung nach dem Kreditwesengesetz lautet „Finanzportfolioverwaltung“.

In der Praxis findet man auch häufiger „Asset Management“ oder „Wealth Management“ als Name für vermögensverwaltende Tätigkeiten. Mancher, der sich Vermögensverwalter nennt, leistet tatsächlich nur Finanz- und Anlageberatung. Man spricht dann auch von „unechter Vermögensverwaltung“. Die als “echt” deklarierte braucht die Erlaubnis der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin).

Die Formen der Vermögensverwaltung

Grundsätzliche entscheidet man zwischen der institutionellen und der privaten Vermögensverwaltung. Bei der ersten Form beauftragen Institutionelle Anleger wie Versicherungen, Stiftungen, Pensionskassen oder Staatsbetriebe Vermögensverwalter, die ihr Vermögen optimieren. Dabei werden aus den jeweiligen Risiko- und Renditevorgaben Investmentstrategien erarbeitet und umgesetzt.

Die private Vermögensverwaltung zielt auf Privatpersonen ab. Hier gibt es die Unterbezeichnungen individuelle, standardisierte und automatisierte Vermögensverwaltung.

Individuelle Vermögensverwaltung

Bei der individuellen Vermögensverwaltung hat der Kunde (auch Mandant) einen persönlichen Ansprechpartner und Finanzplaner. Dieser stellt das Portfolio genau anhand der jeweiligen Bedürfnisse des Mandanten zusammen. Solche persönlichen Finanzplaner sind für ihre Kunden häufig auch an Wochenenden erreichbar – mindestens jedoch während der Börsenzeiten.

Standardisierte Vermögensverwaltung

Bei der standardisierten Vermögensverwaltung gibt es i. d. R. keine persönlichen Ansprechpartner. Hier erarbeiten einzelne oder mehrere Experten Anlagestrategien für eine Gruppe von Kunden, die sich beispielsweise in ihrer Risikobereitschaft ähneln.

Regelbasierte Vermögensverwaltung

Hierbei handelt es sich um eine besondere Form der standardisierten Vermögensverwaltung. Mit Hilfe der regelbasierten Vermögensverwaltung sollen Verluste begrenzt werden. Dies soll gelingen, indem im Vorfeld klare Regeln für Kauf- und Verkaufentscheidungen festgelegt werden, sodass in Krisen keine unüberlegten Entscheidungen getroffen werden. Das Vermögen wird bei dieser Form vor allem in Indexfonds (ETFs – Erläuterung siehe unten) angelegt.

Was ist Rebalancing?

Eine noch speziellere Form der regelbasierten Vermögensverwaltung ist das Rebalancing. Hier wird das Portfolio durch Umschichtung immer wieder in den Anfangszustand gebracht. Dadurch soll es im Laufe der Zeit nicht aus dem Gleichgewicht gebracht werden. So performen z.B. einige Aktien besonders gut, während es mit den Staatsanleihen weniger gut läuft. Die Aktien sind zu dominant. Deshalb werden sie im Rahmen des Rebalancing verkauft und dafür neue Staatsanleihen erworben. Der ursprüngliche Zustand wird damit wieder hergestellt. Beim Rebalancing sollte man es aber nicht übertreiben. Ansonsten sind die Gebühren am Ende höher als die Gewinne.

Automatisierte Vermögensverwaltung (Robo-Advisors)

Das digitale Zeitalter hat auch die Vermögensverwaltung erfasst. Robo-Advisors bietet Anlegern automatisierte Vermögensverwaltungs-Leistungen quasi in Selbstbedienung. Es handelt sich dabei um „intelligente“ Online-Plattformen, die ähnlich agieren wie ein „menschlicher“ Vermögensverwalter – mit dem Unterschied, dass das Vorgehen und Handeln eines Vermögensverwalters in Algorithmen hinterlegt ist. Es gibt inzwischen eine Reihe solcher Angebote von unabhängigen Internet-Dienstleistern. Aber auch Banken bieten entsprechende Lösungen an.

Robo-Advisors: So funktioniert die automatisierte Vermögensverwaltung

Der Aufbau der unterschiedlichen Plattformen bei Robo-Advisory ist nicht identisch, aber meist sehr ähnlich. Der Anleger wird zunächst nach seinen Anlagezielen, der Anlagesumme, dem Anlagehorizont und nach seinen Präferenzen hinsichtlich Rendite und Risiko gefragt. Auf der Basis dieser Angaben ermittelt das System dann eine optimale Vermögensaufteilung (Diversifikation) auf verschiedene Anlageklassen und schlägt eine Umsetzung vor, die vom User entsprechend angestoßen werden kann.

Die Realisierung erfolgt überwiegend mit ETFs, weil diese eine kostengünstige Abbildung unterschiedlicher Anlageklassen mit wenigen Instrumenten ermöglichen. Der Robo-Advisor verwaltet dann das gewählte Portfolio nach den Regeln eines menschlichen Vermögensverwalters. Diese Art der Vermögensverwaltung ist zwangsläufig stark standardisiert – eine Leistung „von der Stange“. Spezifische Vermögenskonstellationen und Fragestellungen können „systemisch“ nicht abgebildet werden.

Vor- und Nachteile von Robo-Advisors im Überblick

Vorteile Nachteile
Geringere Kosten für die Geldanlage Keine bzw. kaum Beratung (online)
Anlage kleiner Beträge ist möglich. Kaum Individualität möglich durch standardisierte Anlagestrategien
Automatisierung spart Zeit- und Aufwand Viele neue Anbieter mit wenig Erfahrung
Kostentransparenz Grundkenntnisse erforderlich
Transparente Anlagestrategie Gebühren gering, aber höher als bei Selbstanlage
Breite Streuung auf viele Anlageklassen

Wer kann sein Vermögen verwalten lassen?

Vermögensverwaltung im Sinne einer personalisierten und individuellen Betreuung wird erst ab größeren Summen angeboten. Jeder Vermögensverwalter legt dabei seine Grenzen nach eigenen geschäftspolitischen Erwägungen fest. Banken verlangen in der Regel Mindestanlagesummen in einer Größenordnung von 500.000 Euro bis 2,5 Millionen Euro.

Insbesondere unabhängige Vermögensverwalter werden auch schon bei deutlich niedrigeren Summen tätig. Hier liegt die Untergrenze häufig bei 50.000 Euro bis 100.000 Euro. Bei solchen „Kleinvermögen“ sind jedoch oft standardisierte Vermögensverwaltungs-Lösungen vorgesehen.

Im Rahmen von vermögensverwaltenden Fonds (s. u.) oder Robo Advisory sind Verwaltungsleistungen auch für noch wesentlich geringere Beträge zu erhalten. Individuelle Besonderheiten können dabei nur sehr bedingt oder gar nicht berücksichtigt werden. Eine persönliche Betreuung findet in diesem Fall nicht statt.

Die Anlagephilosophie der Vermögensverwaltung

Vermögensverwaltungen betreiben üblicherweise eine eher konservative Anlagepolitik. Es geht darum, Vermögen zu erhalten und langfristig zu mehren. Dementsprechend ist nachhaltiger Anlageerfolg wichtiger als schneller Gewinn – oder anders ausgedrückt: Nicht Spekulation ist gefragt, sondern systematische und zielgerichtete Vermögensbildung über entsprechende Investments.

Generell ist ein Vermögensverwalter bestrebt, das Vermögen in mehreren Anlageklassen zu investieren. Letztlich entscheidet aber der Kunde darüber, welche Anlagestrategie umgesetzt werden soll. Denn der Vermögensverwalter richtet seine Anlagepolitik an den Wünschen und Vorstellungen seiner Kunden aus.

Die Vorgaben bilden den Rahmen, innerhalb dessen sich seine Anlageentscheidungen bewegen. Die Anlagepolitik ist Teil der Vereinbarung mit dem Vermögensverwalter. Der Anlagehorizont, gewünschte Verfügbarkeit und die Einstellung des Kunden zu Rendite und Risiko sind entscheidende Größen, die die Anlageentscheidungen des Vermögensverwalters bestimmen.

„Konservativ“ muss dabei nicht heißen, dass ausschließlich oder überwiegend sichere, aber wenig renditeträchtige Investments getätigt werden. Mit einer guten Risikostreuung ist es durchaus möglich, auch risikoreichere Geschäfte einzugehen, die mehr Erfolge versprechen.

Mindestanlage bei der Vermögensverwaltung

Meist lohnt sich eine individuelle Vermögensverwaltung bei Banken nur für Gutbetuchte – unter einer Mindestanlagesumme von 500.000 Euro ist diese bei Finanzinstituten nicht zu haben.  „Viele Banken verwalten sogar erst Vermögen ab einer Million Euro oder 2,5 Millionen Euro“, sagt Sascha Riemann, Leiter der Vermögensverwaltung bei der von Buddenbrock Unternehmensgruppe.

Bei der standardisierten Vermögensverwaltung liegt die Grenze schon bei 50.000 Euro. Auch bei vielen unabhängigen Vermögensverwaltern ist die Mindestanlage in diesem Bereich. So ist bei der von Buddenbrock Unternehmensgruppen eine ausführliche Beratung ab 100.000 Euro möglich: „Unsere Berater informieren sich ständig über Marktänderungen, neue Chancen und Risiken.“ So könne man bei der Geldanlage rechtzeitig auf Veränderungen reagieren.

Wesentlich kleinere Beträge können auch mit vermögensverwaltenden Fonds oder Robo Advisory verwaltet werden. Bei der digitalen Vermögensverwaltung vB-Invest ist schon ab 50 Euro pro Monat ein langfristiger Vermögensaufbau möglich. Die Tabelle zeigt, wie sich eine Geldanlage von 100 Euro pro Monate über einen Zeitraum von 20 Jahren entwickeln könnte. Je nach Risikobereitschaft sind die Endsummen unterschiedlich. Mehr dazu lesen Sie hier.

vB-Invest: Die Entwicklung der Anlage bei 100 Euro pro Monat nach 20 Jahren

Sicherheit Ø Rendite Ø Endsumme Endsumme (gut) Endsumme (ungünstig)
Geringes Risiko 0,39 % 25.055 Euro 33.191 Euro 19.274 Euro
Moderates Risiko 1,37 % 27.850 Euro 43.267 Euro 18.717 Euro
Hohes Risiko 2,32% 31.124 Euro 62.259 Euro 17.175 Euro

Clever Geld anlegen mit vB-Invest

Der Kunde kann auf der digitalen Vermögensverwaltung vB-Invest in kurzer Zeit ein digitales Depot eröffnen. Im Gegensatz zu reinen Robo-Advisor-Lösungen sind aber für die Investition Menschen zuständig. Die Vermögen der Kunden investieren über 600 Analysten in einem global diversifizierten Portfolio aus ETFs und Fonds. Sie entscheiden laufend, welche Anlageklassen für eine konsequente Risiko- und Renditesteuerung wie stark gewichtet werden müssen. Bei Marktveränderungen können sie rechtzeitig handeln. Der Kunde zahlt dafür eine jährliche Gebühr von 1,2 Prozent des investierten Vermögens. Das Geld ist jederzeit verfügbar.

Welche rechtlichen Rahmenbedingungen gelten?

Vermögensverwaltung stellt eine Dienstleistung dar, die der Finanzaufsicht unterliegt und erlaubnispflichtig ist, wenn sie gewerbsmäßig Dritten angeboten wird. Die Rechtsgrundlage dafür bildet das Kreditwesengesetz (KWG). Es versteht unter Finanzportfolioverwaltung die

„Verwaltung einzelner in Finanzinstrumenten angelegter Vermögen für andere mit Entscheidungsspielraum“.

Diese Tätigkeit kann nur von Kreditinstituten oder von Finanzdienstleistungsinstituten im Sinne des KWG ausgeübt werden. Sie sind bei ihrer Verwaltung an die gängigen rechtlichen Vorschriften zur Finanz- und Anlageberatung sowie zu Treuhandverhältnissen gebunden.

Die Vermögensverwaltung findet auf der Grundlage einer vertraglichen Vereinbarung mit dem Kunden statt (Vermögensverwaltungsvertrag), in der Tätigkeitsumfang, Rechte und Pflichten sowie die Vergütung des Vermögensverwalters definiert sind.

Was kostet Vermögensverwaltung?

Der Vermögensverwalter erhält für seine Tätigkeit eine Vergütung. Für diese gibt es am Markt verschiedene Modelle und auch bei der Vergütungshöhe bestehen erhebliche Unterschiede.

In der Regel wird eine feste Gebühr für die Vermögensverwaltung als Prozentsatz vom verwalteten Vermögen vereinbart. Die Gebühren bewegen sich oft in einer Bandbreite von 1,5 Prozent bis 2,5 Prozent. Standardisierte oder automatisierte Vermögensverwaltung ist häufig günstiger. Bei Robo Advisory findet man Gebührensätze unter 1 Prozent.

Viele Vermögensverwalter berechnen zusätzlich noch eine Erfolgsgebühr – zum Beispiel als prozentualen Anteil am erzielten Wertzuwachs. Sie bildet gleichzeitig einen Anreiz, möglichst erfolgreich zu wirtschaften.

Zu den Kosten für den Vermögensverwalter kommen noch die Kosten hinzu, die unmittelbar im Zusammenhang mit den Vermögensanlagen stehen: Depotgebühren, Transaktionskosten, Kontoführungsgebühren usw. Hier kommt es darauf an, wie „kostenbewusst“ der Vermögensverwalter agiert.

Die Kosten der Vermögensverwaltung „fressen“ einen nicht unerheblichen Teil der Rendite auf. Das ist bei der Entscheidung für Vermögensverwaltung und der Auswahl des Verwalters zu berücksichtigen. Der Vermögensverwalter sollte einen „Mehrwert“ bieten, der seine Kosten mindestens aufwiegt.

Es birgt aber auch Risiken, wenn man den Vermögensverwalter nicht bezahlt. Denn dann finanziert sich dieser mit Provisionen von Anbietern von Finanzprodukten. Es ist nicht ausgeschlossen, dass so gute Anlagestrategien entstehen. Allerdings sollte der Kunde Bescheid wissen.

Wie sicher ist es, sein Vermögen verwalten zu lassen?

Die Tätigkeit des Vermögensverwalters basiert auf einem Treuhandverhältnis. Das bedeutet, dass das verwaltete Vermögen nicht in das Eigentum des Verwalters übergeht – Eigentümer ist und bleibt der Kunde. Das anvertraute Vermögen bildet ähnlich wie bei Investmentfonds ein „Sondervermögen“.

Insolvenz des Vermögensverwalters

Sollte der Vermögensverwalter insolvent werden, fällt es daher auch nicht in die Insolvenzmasse. Insofern ist das Vermögen vor Ausfällen geschützt und sicher.

Vermögens­verwaltungs­vertrag

Der Vermögensverwalter darf die Mittel nicht anders verwenden, als im Vermögens­verwaltungs­vertrag vereinbart. Auch die Anlageentscheidungen müssen im Einklang mit der festgelegten Anlagestrategie stehen. Für Schäden aus solchen missbräuchlichen Handlungen ist der Vermögensverwalter haftbar.

Verletzung des Sorgfaltspflicht

Trifft der Vermögensverwalter dagegen Anlageentscheidungen, die nicht zum Ziel führen oder gar Verluste bewirken, sich aber im Rahmen seines Mandates bewegen, wird es schwierig, Schadensersatzansprüche geltend zu machen. Das ist im Prinzip nur denkbar, wenn es sich um gravierende Fehler oder Fehleinschätzungen handelt und Sorgfaltspflichten verletzt wurden.

Risiko des Kunden

Wer sein Vermögen einer Vermögensverwaltung anvertraut, trägt vor allem das Risiko, dass Anlagen sich anders entwickeln können als gedacht. Denn selbst bei den besten Anlagestrategien, sind Verluste bei starken Marktschwankungen häufig nicht zu verhindern.

Vermögensschadenhaftpflicht und Vermögensverwalter

Im Unterschied zu anderen Berufsgruppen und Dienstleistern sind Vermögensverwalter nicht verpflichtet, eine Vermögens­schaden­haftpflicht­versicherung abzuschließen. Eine solche Versicherung tritt bei Vermögensschäden durch Fehler und Versäumnisse des Verwalters ein. Gerade bei unabhängigen Vermögensverwaltern sollte man jedoch darauf achten, dass eine solche Versicherung besteht. Denn sie stellt im Schadensfall sicher, dass auch Schadensersatz geleistet werden kann.

…mehr Informationen zur Vermögensschadenhaftpflicht

Vermögensverwaltung – Pro und Contra

Vermögensverwaltung bietet Vor- und Nachteile. Jeder Anleger mit Vermögen sollte für sich bewerten, was überwiegt und seine Entscheidung danach ausrichten.

Vorteile eines Vermögensverwalters
  • Professionelles Vermögensmanagement mit besserem Rendite-Risiko-Verhältnis
  • Neutraler Blick und emotionsfreies Handeln des Vermögensverwalters
  • Transparenz über das eigene Vermögen durch regelmäßiges Reporting des Verwalters
  • Ersparnis von Zeit auf Aufwand im Vergleich zur eigenen Vermögensverwaltung
  • Nutzung von Know-how und Erfahrung des Vermögensverwalters
Die Nachteile eines Vermögensverwalters
  • Kosten für die Leistungen der Vermögensverwaltung
  • Eingeschränkte Kontrolle über das eigene Vermögen
  • Risiko, dass der Vermögensverwalter „Fehlentscheidungen“ trifft
  • Risiko von Konflikten aus der Vertragsbeziehung mit dem Vermögensverwalter

Vermögensverwaltung im Test 2018

Das Fonds-Analysehaus MMD hat im Auftrag des Magazins Wirtschaftswoche mehr als 560 Geldmanager getestet. Die Ergebnisse wurden Anfang 2018 in dem Magazin (Ausgabe 08/2018) veröffentlicht.

Die Experten unterteilten die Vermögensverwalter in drei Risikoklassen (offensiv und flexibel, defensiv und ausgewogen).

Die Arbeit der Vermögensverwalter wurde anhand von drei Kriterien bewertet:

  • Wertzuwachs des Portfolios innerhalb von drei Jahren
  • Kursschwankungen des Portfolios
  • Maximale Verluste, die zwischenzeitlich möglich sind
Platz Risikoklasse

offensiv und flexibel

Risikoklasse

defensiv

Risikoklasse

ausgewogen

1 SPSW Capital Andreas Meißner Vermögensmanagement Freie internationale Sparkasse
2 Spirit Asset Management Raiffeisen Capital Management Fimax Vermögensberatung
3 Sigavest Vermögensverwaltung Deutsche Oppenheim

Familiy Office

DJE Kapital

Stiftung Warentest prüft 2018 Robo-Advisor-Angebote

14 Robo Advisors testeten die Experten von Stiftung Warentest 2018 (Finanztest, Ausgabe 08/2018). Zwei Anbieter haben sich inzwischen wieder vom Markt zurückgezogen.

Die Experten erstellten einen Musterfall (Risikobereitschaft: ausgewogen, Anlagesumme: 51.000 Euro, Anlagedauer: 10 Jahre) und untersuchten die anhand dessen vorgeschlagenen Portfolios und die Vertragsbedingungen auf Mängel. Dafür wurden u. a. auch die Kosten für die Vermögensverwaltung und den Fondskauf begutachtet.

Im Test 2018 sind ausschließlich sog. Full-Service-Robos vertreten, die eine digitale Finanzportfoioverwaltung anbieten und von der Finanzaufsicht (BaFin) überwacht werden.

Getestete Robo-Advisors 2018

  • Baloise Monviso
  • Cominvest
  • fintego
  • Ginmon
  • Investify
  • Quirion
  • Robin
  • Scalable Capital
  • Vaamo
  • Visualvest
  • Warburg Navigator
  • Whitebox

Welche Anbieter besonders gut abgeschnitten haben, kann über den Bezahlbereich von Stiftung Warentest eingesehen werden (Quelle).

Im Ergebnis stellten die Tester fest, dass es in mehreren Bereichen große Unterschiede zwischen den Anbietern gibt. Vor allem die Kosten spielen eine entscheidende Rolle, denn sie beeinflussen am Ende die möglichen Rendite.

Das teuerste Angebot war im Test dreimal so teuer wie das günstigste. 0,6 Prozent der Anlagesumme müssen Anleger beim günstigsten Anbieter pro Jahr zahlen. Diese Kosten enthalten die Robo-Gebühr und alle laufenden Fondskosten.

Das sind die größten Vermögensverwaltungen der Welt

Gewisse Vermögensverwaltungen verwalten Billionen – diese gehören zu den 10 größten der Welt. (Quelle: €uro FundResearch). Allerdings ist das Ranking mit Vorsicht zu genießen, da unter anderem die Unternehmen ihre Zahlen nicht immer genau gleich berechnen. Die Tabelle soll daher eher als informative Übersicht verstanden werden.

Rang Name Land Vermögen in Billionen U$$
1 BlackRock USA 5.975
2 Vanguard (e) USA 5.100
3 Fidelity USA 2.530
4 State Street USA 2.510
5 J.P. Morgan USA 1.987
6 BNY Mellon USA 1.700
7 PIMCO USA 1.660
8 Goldman Sachs USA 1.542
9 Amundi F 1.425
10 Prudential USA 1.377

Vermögensverwaltung: Angebote vergleichen und fachliche Beratung nutzen

Wenn Sie sich für Robo-Advisors interessieren, können Sie hier direkt einen unabhängigen Vergleich verschiedener Anbieter anfordern. So erhalten Sie einen ersten Überblick über verfügbare Modelle und Angebote – individuell auf ihre Angaben zugeschnitten.

Wenn Sie eine persönliche Vermögensverwaltung bevorzugen, können Sie sich gerne an uns wenden. Unsere Spezialisten helfen Ihnen, Ihr Vermögen nachhaltig und mit Weitblick zu betreuen.

Vermögensverwaltung im Vergleich: Darauf sollten Sie achten

Wer auf der Suche nach einer Vermögensverwaltung ist, hat die Wahl zwischen individueller, standardisierter und automatisierter Vermögensverwaltung. Um sich vor unseriösen Anbietern zu schützen gibt es einige Kriterien, die eine Vermögensverwaltung erfüllen sollte.

Da der Begriff „Vermögensverwalter“ rechtlich nicht geschützt ist, sollten Sie darauf achten, dass eine Genehmigung der BaFin (Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht) zur Finanzportfolioverwaltung vorgelegt werden kann. Das gilt für alle Formen der Vermögensverwaltung.

Erfolgt die Vermögensverwaltung durch eine Fachperson sind auch eine Mitgliedschaft im Berufsverband VuV (Verband der unabhängigen Vermögensverwaltung) und der berufliche Werdegang wichtige Informationen. Die Titel CFA (Chartered Financial Analyst) oder CIIA (Certified International Investment Analyst) dürfen beispielsweise nur ausgebildete Finanzanalysten tragen. Letztendlich zählen aber nicht nur die beruflichen Qualifikationen, sondern auch der persönliche Eindruck.

Neben der Qualifikation spielen auch die Kosten eine wichtige Rolle. Diese sollten bestimmte Prozentsätze nicht übersteigen. Gerade bei standardisierten Vermögensverwaltungen sollten die Gebühren nicht mehr als 1,5 Prozent der Anlagesumme ausmachen.

Die Kosten für Robo-Advisors liegen häufig noch deutlich darunter und sollten nicht über 1,2 Prozent liegen.

Vermögensverwaltung in Eigenregie – geht das?

Grundsätzlich ist es natürlich möglich, sein Vermögen selbst zu verwalten. Dazu sollte man ein gewisses finanzielles Interesse und auch entsprechendes Know-how mitbringen – oder sich zumindest fundiert beraten lassen. Ein Vermögensportfolio, das mehrere Anlageklassen (Bankeinlagen, Aktien, Anleihen, Immobilien) umfasst, weist bereits eine gute Diversifikation auf. Außerdem kommt es mehr auf den „langen Atem“ und „Durchhaltevermögen“ an als auf hektisches Agieren und permanente Umschichtungen. Wenn Sie mehr zum Thema „Vermögensverwaltung selber machen“ wissen wollen, klicken Sie auf den Button:

… mehr zur selbstgemachten Vermögensverwaltung

Fazit: Was ist bei der Vermögensverwaltung aus Expertensicht wichtig?

Sascha Riemann,  Leiter der Vermögensverwaltung bei der von Buddenbrock Unternehmensgruppe, gibt bei der Wahl des passenden Vermögensverwalters folgende Tipps:

  • Vermögensverwalter sollten ihren Kunden keine hauseigenen Produkte verkaufen
  • Überhaupt sollte er von Produkte-Anbietern unabhängig sein. Es geht darum, dem Kunden die beste Lösung anzubieten.
  • Ein Vermögensverwalter sollte seine Kosten und Anlagestrategien für den Kunden stets transparent aufschlüsseln.
  • Bei einer Vermögensverwaltung sollten die Berater nicht ständig wechseln. So ist kein langfristiges Vertrauensverhältnis möglich.

Riemann ist der Meinung, dass Banken diese Kriterien schlechter erfüllen, als seriöse unabhängige Vermögensverwaltungen: „Zudem verwalten Banken meistens nur sehr große Vermögen ab einer Million Euro.“ Er findet aber, dass eine ausführliche Beratung von einem Profi schon ab einer Summe von 100.000 Euro nötig ist: „Kleinere Vermögen lassen sich problemlos mit einer digitalen Vermögensverwaltung wie vB-Invest anlegen.“ Mehr zur Mindestanlage lesen Sie hier.

 

Dieser Artikel wurde zuletzt am 26.09.2019 aktualisiert.
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Claudia Täubner
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