Angebot bekommen
ic_local_phone_black_24px Created with Sketch.
sandwich Created with Sketch.
Wir versichern Sie gern!

Unsere Berater freuen sich von Montag bis Freitag von 9 bis 18 Uhr (oder nach Vereinbarung) auf Ihre Fragen.

030 – 120 82 82 8 kontakt@transparent-beraten.de
Zweigstellen
Kostenfreies Angebot
  • Werbefrei und kostenlos
  • aktuelle Tarife aus 2019
  • Ihr unabhängiger Versicherungsmakler

Vermieterrechts­schutz­versicherung

Unsere Empfehlungen für Ihren Schutz - inkl. Test 2019 und Tarif-Vergleich
Das Wichtigste in Kürze
  • Eine Vermieterrechtsschutzversicherung sichert Vermieter gegen die Kosten jeglicher Rechtsstreitigkeiten ab, die mit seinen vermieteten Objekten zu tun haben. Rechtliche Probleme gibt es vor allem mit Mietern, aber auch mit Behörden und Gemeinden.
  • Die Kosten einer Vermieterrechtsschutzversicherung hängen besonders von zwei Faktoren ab: der Anzahl der Wohneinheiten und der Bruttojahresmiete aller Einheiten.
  • Der Basis-Schutz leistet in erster Linie im Bereich Wohnungs- und Grundstücksrechtsschutz. Der Leistungsumfang kann jedoch individuell erweitert werden.
  • Generell gilt eine Wartezeit von 3 Monaten. Eine Ausnahme bilden Verfahren gegen Ordnungswidrigkeiten und der Strafrechtsschutz.
  • Zu den besten Rechtsschutzversicherern 2019 zählen Auxilia, Arag und Roland (DISQ, 01/2019).

Was ist die Vermieterrechtsschutzversicherung?

Wenn Unstimmigkeiten mit einem Mieter zu einem Rechtsstreit werden, können hohe Anwalts- und Verfahrenskosten auf den Vermieter zukommen. Eine Vermieterrechtsschutzversicherung bewahrt den Versicherungsnehmer davor, solche Kosten selbst zahlen zu müssen.

Vermieterrechtsschutz als eigenständige Versicherung
Beim Vermieterrechtsschutz handelt es sich um eine eigenständige Rechtsschutzversicherung bzw. um einen Baustein der Privatrechtsschutzes. Das heißt: Als Vermieter schließt man den Vermieterrechtsschutz für sich privat ab. Es handelt sich dabei also nicht um eine Firmenrechtsschutzversicherung.

Darum ist eine Vermieterrechtsschutzversicherung sinnvoll

Vermieter, die als Selbständige mit ihrer Firma nicht viele Wohneinheiten verwalten, haben es schwieriger als große Gesellschaften. Ohne eine Organisation im Rücken können selbständige Vermieter keinen hauseigenen Anwalt einschalten. Gerade für diese Gruppe sind die Leistungen eines Vermieterrechtsschutzes sinnvoll.

Beispiel aus dem Alltag

Vermieter S. hat wiederholt Ärger mit einem Mieter. Diesmal steht nicht die Zustimmung zu einer Mieterhöhung oder die Klärung einer Betriebskostenabrechnung im Mittelpunkt. Vielmehr geht es um Schimmel in der Wohnung, den Familie H. aufgrund falschen Lüftungsverhaltens herbeigeführt haben soll.

Da sich die Angelegenheit nicht außergerichtlich klären lässt, kommt es zu einer Gerichtsverhandlung. Das Urteil in zweiter Instanz lautet, dass beide Parteien die Kosten anteilig tragen müssen. Da Vermieter S. über einen Vermieterrechtsschutz verfügt, übernimmt die Versicherung die Kosten in Höhe von 5.643,70 Euro. Ohne entsprechenden Versicherungsschutz müsste er den Betrag aus eigener Tasche bezahlen.

Teure Streitigkeiten an der Tagesordnung

Statistiken zeigen, dass es sich bei dem Miet- und Immobilienrecht um ein Rechtsgebiet mit großem Streitpotenzial handelt. Allein der Deutsche Mieterbund führte 2017 eigenen Angaben zufolge rund eine Million Beratungen im Bereich Mietrecht durch. Auch wenn der Großteil der Streitigkeiten außergerichtlich geklärt werden kann, entstehen für Vermieter Kosten.

Die Liste der möglichen Streitthemen ist lang und zeigt, wie vielfältig die Ursachen für eine gerichtliche Auseinandersetzung sind. Im Jahr 2017 entfielen 9,5 Prozent der über 1,4 Millionen Prozesse im Zivilrecht auf Mietstreitigkeiten. Knapp 227.000 Entscheidungen zum Mietrecht wurden laut Zahlen des Statistischen Bundesamtes vor deutschen Gerichten gefällt. Streitthema Nummer Eins war die Betriebskostenabrechnung (Quelle).

BERATER-TIPP

»Nicht nur Mieter verursachen rechtlichen Ärger, auch Streitigkeiten mit der Gemeinde oder der Finanzbehörde sind möglich und sollten über die Vermieterrechtsschutzversicherung abgedeckt sein.“

Leistungen der Vermieterrechtsschutzversicherung

Wann greift der Vermieterrechtsschutz?

Welche Rechtsbereiche deckt der Vermieterrechtsschutz ab?

Zum üblichen Leistungsumfang des Vermieterrechtsschutzes gehören vier Rechtsgebiete. Die Kosten für Fälle, die in diese Kategorien gehören, übernimmt der Versicherer. Im Einzelnen handelt es sich dabei um die folgenden Bereiche:

  • Wohnungs- und Grundstücksrechtsschutz (WuG)
  • Strafrechtsschutz
  • Ordnungswidrigkeiten-Rechtsschutz
  • Steuer-Rechtsschutz

Ein umfassender Vermieterrechtsschutz deckt darüber hinaus noch weitere Rechtsgebiete ab. Vermieter sollten darauf achten, dass in der Versicherungspolice zusätzlich folgende Bereiche als versichert aufgeführt werden:

  • Vertragsrecht
  • Sachenrecht
  • Verwaltungsrecht
BERATER-TIPP

»Oftmals hat man die Möglichkeit, für den Vermieterrechtsschutz einen Mietausfallschutz mit zu vereinbaren. Hierbei übernimmt die Rechtsschutzversicherung die Miete, falls der Mieter diese nicht zahlt.«

Die wichtigsten Leistungen des Vermieterrechtsschutzes im Überblick

Mittlerweile bieten genug Anbieter von Rechtsschutzversicherungen eine unbegrenzte Deckungssumme zumindest im europäischen Raum an. Ansonsten ist darauf zu achten, dass die Versicherungssumme den absehbaren Streitwerten und -kosten entspricht.
Um schnellstmöglich erste Fragen zu einem Problem klären zu können, bieten viele Versicherer eine eigene telefonische Rechtsberatung an. Dabei stehen Fachjuristen den versicherten Vermietern zur Verfügung und können erste Empfehlungen und Handlungsoptionen vorstellen.
Damit man mit dem Mieter auch nach einem Konflikt normal umgehen und eine geregelte Geschäftsbeziehung führen kann, empfiehlt sich eine Schlichtung oder Mediation. Ein solider Vermieterrechtsschutz übernimmt auch für diese außergerichtliche Maßnahme die anfallenden Kosten.
Bei Rechtsschutzversicherungen ist es üblich, in der günstigen Ausführung ausschließlich gerichtliche Vorgänge zu versichern. Außergerichtlich Tätigkeiten von Anwälten oder Mediatoren sind dann meist in leistungsstärkeren Tarifen versichert.
Gerade wenn es darum geht, Wohnungsmängel oder Fehlberechnungen der Betriebskosten zu überprüfen, wird häufig ein Gutachter bestellt. In diesen Fällen leistet der Vermieterrechtsschutz und übernimmt die Kosten.
Im schlimmsten Fall kann es so weit kommen, dass der Vermieter die Räumung einer vermieteten Wohnung per Klage vor Gericht durchsetzen muss. Die Kosten sind vom Vermieterrechtsschutz abgedeckt.
Zu den Leistungen eines Vermieterrechtsschutzes kann auch gehören, dass Vermieter vom Versicherer bei der Eintreibung offener Mietzahlungen unterstützt werden. Im Namen des Versicherungsnehmers wird ein Inkassounternehmen beauftragt. Die entstehenden Kosten trägt die Versicherungsgesellschaft.
Für Vermieter ist es wichtig, dass ihr Rechtsschutz auch dann leistet, wenn vor einer Klage bereits der Einspruch gegen einen amtlichen Bescheid eingelegt werden soll. Für dieses Verfahren fallen Kosten an, die man ohne Vermieterrechtsschutz selbst tragen müsste.

Diese Kosten sollte eine Vermieterrechtsschutzversicherung abdecken

Leistungsstarke Tarife sollten grundsätzlich für folgende Kosten aufkommen:

  • anfallenden Gebühren des jeweiligen Gerichts (alle Instanzen)
  • Honorare des eigenen Rechtsanwalts im Rahmen des Rechtsanwaltsvergütungsgesetz (RVG)
  • Kosten für Gutachter und Zeugen
  • Anwaltskosten der Gegenseite (wenn nötig)

Anfallende Kosten übernimmt die Versicherung maximal bis zur Höhe der Versicherungssumme. Diese sollte ausreichend hoch gewählt werden, um eine vollständige Kostendeckung zu gewährleisten. Für die Kosten ausschlaggebend ist dabei stets der sogenannte Streitwert.

Beispiele für die Berechnung des Streitwertes
  • Untervermietung: Grundlage ist die im Jahr generierte Miete
  • Auseinandersetzungen rund um eine Mieterhöhung: das Zwölffache des Erhöhungsbetrages
  • Kündigung: jährliche Nettomiete
  • Beseitigung von Mängeln: Grundlage für die Gerichtskosten ist der Betrag der zu Recht geminderten Miete für die noch verbleibende Mietdauer – höchstens jedoch ein Jahr.
  • Räumungsklage: jährliche Nettomiete

Die Höhe des Streitwertes beeinflusst die Rechtsanwalts- und Gerichtskosten.

Kosten einer Vermieterrechtsschutzversicherung

Grundlegend bestimmen drei Säulen über die Kosten für den Vermieterrechtsschutz: Was wird vermietet? Gegen welche Schäden soll abgesichert werden? Und: Welcher Leistungsumfang wird in den einzelnen Segmenten gewünscht? Anhand dieser Angaben bestimmt sich die Summe der Versicherungsprämie.

Bei der Wahl des passenden Anbieters eines Vermieterrechtsschutzes ist erstens entscheidend, was genau vermietet wird. Handelt es sich um Mietwohnungen, um Gewerberäume, um beides, um eine Garage oder um ein Grundstück? Zudem zählt auch, wie viele Einheiten versichert werden sollen.

Die jeweilige Bruttojahresmiete ist bei Abschluss einer Vermieterrechtsschutzversicherung ebenfalls anzugeben. Dabei werden für jedes Objekt, das versichert werden soll, die Bruttojahresmieten der einzelnen Einheiten aufgerechnet. Davon hängt ab, wie hoch die Versicherungsprämie ausfällt.

Wesentlichen Einfluss auf den Umfang der Leistungen des Vermieterrechtsschutzes und damit auch auf die Kosten hat selbstverständlich die Wahl des Tarifes. Gerne greifen Versicherer dabei auf ein Modell mit drei Abstufungen zurück. Vom Basis-Paket über die Standard- oder Komfort-Variante bis zum Premium-Modell steigen die Kosten, da auch der Leistungsumfang zunimmt.

Beim Vermieterrechtsschutz verhält es sich ähnlich zur allgemeinen Rechtsschutzversicherung. Der Basis-Tarif bietet grundlegende Leistungen für gerichtliche Auseinandersetzungen. Die Komfort-Lösungen sind um außergerichtliche Fälle erweitert. In Premium-Tarifen sind oftmals alle verfügbaren Leistungsbausteine enthalten.

Die Kosten für den Vermieterrechtsschutz lassen sich durch eine vereinbarte Selbstbeteiligung reduzieren. Bis zu der gewählten Grenze trägt der Versicherungsnehmer Anwalts- oder Gutachtergebühren selbst. Im Gegenzug fallen die regelmäßigen Versicherungsprämien entsprechend geringer aus.

Es empfiehlt sich, weder auf die Selbstbeteiligung komplett zu verzichten, noch sollte man als Vermieter eine hohe Selbstbeteiligung wählen. Das vernünftige Maß liegt zwischen 150 und 300 Euro.

Ein zusätzlicher Kostenpunkt kann durch gewünschte Zusatzleistungen entstehen. Beim Vermieterrechtsschutz hat man die Wahl, sich ein halbes Jahr oder zwölf Monate Mietausfall versichern zu lassen. Dadurch steigt jedoch die Versicherungsprämie erheblich.
BERATER-TIPP

»Die meisten Gesellschaften machen die Beitragshöhe anhand der Bruttojahresmiete fest. Allerdings gibt es einige Gesellschaften, welche sich nicht an der Bruttojahresmiete orientieren und einen festen Beitrag für den Vermieterrechtsschutz haben. Dann kann es trotzdem zu vergleichsweise günstigen Beiträgen kommen. Um das Angebot mit dem besten Preis-Leistungs-Verhältnis zu finden, sollte man am besten immer einen Makler kontaktieren.«

Jetzt Tarife vergleichen

Selbständige zahlen nicht mehr als Firmen

Für die Kosten des Vermieterrechtsschutzes spielt es keine Rolle, ob man sich als natürliche oder als juristische Person versichert. Bei gleichen Bedingungen zahlen Firmen und Privatpersonen keine unterschiedlich hohen Versicherungsbeiträge.

Wer sich langfristig bindet, spart bares Geld

Einen spürbaren Effekt auf die Kosten für den Vermieterrechtsschutz hat außerdem die Wahl der Zahlungsweise. Je länger man sich mit seiner Beitragszahlung an den Versicherer bindet, desto geringer fallen die effektiven Kosten aus. Im Vergleich zur monatlichen Zahlung kann die jährliche Überweisung der Beiträge beinahe 10 Prozent Kosteneinsparung bedeuten.

Vermieterrechtsschutzversicherung und Wartezeit

Für viele Rechtsgebiete gelten in der Rechtsschutzversicherung eine Wartezeit von 3 Monaten – so auch beim Vermieterrechtsschutz. Dies bedeutet, dass sich Versicherungsnehmer rechtzeitig um einen entsprechenden Versicherungsschutz kümmern sollten, denn die Versicherung leistet erst nach Ablauf der Wartezeit.

Es gibt allerdings einige Ausnahmen, die einen Vermieterrechtsschutz ohne Wartezeit möglich machen. So sind die Bereiche Ordnungswidrigkeiten- und Strafrechtsschutz frei von jeglicher Wartezeit. Auch zusätzliche Leistungen, wie Mediation oder die telefonische Beratung von einem Anwalt können sofort genutzt werden.

Wer den Anbieter der Rechtsschutzversicherung lediglich wechselt oder verlängert, muss sich keine Sorgen um die Wartezeit machen. Bei einem lückenlosen Übergang von einer Police zur anderen entfällt die Wartezeit. Wichtig hierbei ist es, rechtzeitig zu kündigen bzw. sich um einen neuen Versicherungsschutz zu kümmern.

Vermieterrechtsschutzversicherung im Test

Unabhängige Testinstitute wie Stiftung Warentest oder Franke und Bornberg bewerten meist Rechtsschutzpakete, bestehend aus Privat-, Berufs-, Verkehrs- sowie gegebenenfalls auch Wohnungsrechtsschutz. Da der Vermieterrechtsschutz lediglich einen einzelnen Baustein darstellt, der sich eventuell im Portfolio des Versicherungsunternehmens befindet, ist er nur selten Objekt unabhängiger Untersuchungen.

Einige Versicherer bieten den Vermieterrechtsschutz als Wohn-Rechtsschutz in der privaten Rechtsschutzversicherung an. Daher können Testergebnisse zu Rechtsschutzversicherern als erste Orientierung dienen.

Anbieter einer Vermieterrechtsschutzversicherung

Kostenloser Tarif-Vergleich zur Vermieterrechtsschutzversicherung

Aktuelle Tarife aus 2019 für Sie persönlich angepasst und optimiert.

Die besten Rechtsschutzversicherungen aus dem DISQ-Test 2019

Das Deutsche Institut für Service-Qualität führte im Januar 2019 einen umfangreichen Test von Rechtsschutzversicherungen durch. Dabei überprüften die Analysten in Kooperation mit n-tv insgesamt 12 Rechtsschutzversicherer und ihre Tarife. Untersuchungsgegenstand waren Kombi-Policen aus Privat-, Beruf- und Verkehrsrechtsschutz. Die Tarife wurden auf Leistungsstärke sowie auf Preisgestaltung hin getestet.

Die besten Rechtsschutzversicherer 2019

Position Versicherer Punkte Testurteil
1 Auxilia 85,8 sehr gut
2 WGV 81,8 sehr gut
3 Arag 80,0 sehr gut
4 Deurag 74,0 gut
5 Roland Rechtsschutz 72,8 gut

(Es handelt sich hierbei um die Top 5 Versicherungsgesellschaften. Das gesamte Testergebnis finden Sie hier.)

Erklärvideo: Diese 3 Dinge sollten Sie wissen

Vermieterrechtsschutzversicherungen vergleichen

Da sich die Tarife zur Vermieterrechtsschutzversicherung von Anbieter zu Anbieter unterscheiden, lohnt sich ein Vergleich. Einen solchen Vergleich erhält man mit der Hilfe eines unabhängigen Versicherungsmaklers. In jedem Fall sollte man darauf achten, dass der Versicherungsschutz genau zur eigenen Geschäftssituation als Vermieter passt.

Kostenloser Tarif-Vergleich zur Vermieterrechtsschutzversicherung

Aktuelle Tarife aus 2019 für Sie persönlich angepasst und optimiert.

Angesichts der Vielzahl unterschiedlicher Gesellschaften und Tarife ist es für Vermieter nicht einfach, sich einen zuverlässigen Überblick über Leistungen und Ausschlüsse zu verschaffen. Testberichte stellen eine gute Möglichkeit dar, um ein Gefühl dafür zu erhalten, auf welche Versicherungsleistungen es ankommt.

Die Analysehäuser widmen sich darüber hinaus jedoch auch dem jeweiligen Unternehmen, um dessen Servicequalität, Fairness oder auch Finanzstärke zu bewerten. Im Schadenfall ist eine kompetente und zügige Bearbeitung wichtig. Der Versicherer sollte zudem in der Lage sein, die Kosten finanziell zu stemmen. Daher dürfen die genannten Kriterien bei der Wahl einer Versicherung ebenfalls nicht unterschätzt werden.

Bedarf prüfen

Erst wenn man festgelegt hat, welche Leistungen man tatsächlich benötigt, kann man die verschiedenen Angebote im Vermieterrechtsschutz vergleichen. Denn wenn zum Beispiel Tarif A einen deutlich höheren Leistungsumfang beinhaltet als Tarif B, ist es kaum verwunderlich, wenn Tarif A kostenintensiver ist.

Bei vielen Versicherern kann man entweder zwischen verschiedenen Tarifabstufungen wählen, oder Leistungen nach dem Baukastenprinzip an den eigenen Bedarf anpassen.

Leistungsstarke Tarife erkennen

Je nach individuellem Bedarf lohnt es sich, bei den Leistungen genauer hinzuschauen. Wichtig ist etwa, dass der Versicherer die Kosten im Streit mit Finanzbehörden bereits ab dem Einspruchsverfahren übernimmt.

Mögliche Konflikte können beispielsweise im Zusammenhang mit der Grundsteuer oder Abfallgebühren stehen. Es sollte bei der Wahl einer Vermieterrechtsschutzversicherung auch Wert darauf gelegt werden, dass der jeweilige Versicherer eine telefonische Rechtsberatung ohne Begrenzung der Anzahl an Anrufen sowie die freie Anwaltswahl vorsieht.

Für den Fall, dass in der Zukunft ein Umbau oder Ausbau der versicherten Immobilie ansteht, ist ein außergerichtlicher Schutz in Bausachen wünschenswert. Die steuerliche Bewertung von Grundstücken und Gebäuden sollte ebenso enthalten sein, wie Streitigkeiten um einmalige Erschließungs- und sonstige Anliegerabgaben – vor allem bei Neubauten.

Einjahresregel und Folgeereignistheorie

Verbraucherfreundiche Tarife wenden außerdem die sogenannte Einjahresregel und die Folgeereignistheorie an.

Die Einjahresregel schützt, wenn die Versicherung für einen Rechtsstreit benötigt wird, der sich über eine längere Zeit zieht, mehrere Einzelereignisse aufweist (z. B. Abmahnungen) und dessen erste Ursache (erste Abmahnung) über ein Jahr vor Versicherungsabschluss liegt. Die Einjahresregel bewirkt, dass der Rechtsschutz greift – trotz der weit zurückliegenden Streitursache.

Die Folgeereignistheorie garantiert, dass der Versicherer auch für Schäden leistet, deren Schadensursache vor dem Versicherungsabschluss liegt, wenn der Versicherungsschutz galt, als der Schaden eingetreten ist (Beispiel: eine strittige Schönheitsreparaturklausel in einem vor Versicherungsabschluss geschlossenen Mietvertrag).

Mietnomaden und Mietausfall

Mietnomaden und der damit einhergehende Mietausfall sind für Vermieter der Albtraum schlechthin. Dabei geht es nicht nur um die fehlenden Einnahmen und die anhaltenden Strapazen bei der Auseinandersetzung mit dem Mieter, sondern auch um die Folgekosten für zum Beispiel den Anwalt und ein eventuelles Gerichtsverfahren.

Bei einer entsprechenden Rechtsschutzversicherung übernimmt der Versicherer die Kosten für zum Beispiel den Rechtsanwalt, das Gericht (die möglichen Kosten eines Verfahrens), die Vollstreckung sowie die Räumung und Einlagerung des Mobiliar des Mietnomaden.

Tarife mit außerordentlichem Leistungsumfang schützen sogar vor Mietausfall: Je nach Tarif ist die Übernahme von sechs oder gar 12 Monatsmieten (inklusive Nebenkosten) enthalten, wenn der Mieter seinen Zahlungsverpflichtungen nicht nachkommt. Die Zahlung erfolgt ab Kündigung des Mietvertrags.

Wann sich guter Vermieterrechtsschutz bezahlt macht

Es gibt zahlreiche Ursachen für einen handfesten Streit mit Mietparteien. Die Wahrscheinlichkeit, als Vermieter juristisch vorgehen zu müssen, steigt mit der Zahl der verwalteten Mieteinheiten. Vermieter haben es nicht nur mit Bewohnern zu tun. Auch im Umgang mit Behörden kann es notwendig werden, den Rechtsweg zu beschreiten.

Zu den häufigsten Gründen dafür, dass man als Vermieter auf soliden Rechtsschutz angewiesen ist, gehören ausstehende Mietzahlungen genauso wie das Ziel, wegen Eigenbedarf das Mietverhältnis aufzulösen. Auch wenn Mieter eine Wohnung beschädigt verlassen und für den Schaden nicht aufkommen wollen, wird der Gang zum Anwalt unvermeidlich. Ebenso kann es vorkommen, dass jemand auf dem Weg vor einem vermieteten Objekt stürzt und man als Vermieter eine Strafanzeige wegen fahrlässiger Körperverletzung zugestellt bekommt.

Dieser Artikel wurde zuletzt am 25.06.2019 aktualisiert.
Über den Autor
Müni Enkhsaikhan
Müni Enkhsaikhan
mehr erfahren
ic_arrow_upward_black_24px Created with Sketch. zum Seitenanfang Vermieterrechtsschutz
transparent-beraten.de
star Created with Sketch. star Created with Sketch. star Created with Sketch. star Created with Sketch. star Created with Sketch.