Vermieter­rechts­schutz

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Wann eine Vermieter­rechts­schutz­versicherung hilft, was das kosten kann und wie sie den richtigen Tarif finden.

Inhalt dieser Seite
  1. So sieht die ideale Versicherung aus
  2. Ist Vermieter­rechts­­schutz sinnvoll?
  3. Wichtige Leistungen
  4. Kosten (inkl. Kostenbeispiel)
  5. Aktuelle Testergebnisse
  6. Vermieter­rechts­­schutz vergleichen
  7. Fazit

Das Wichtigste in Kürze

  • Ein Vermieter­rechts­schutz sichert Vermieter gegen die Kosten von Rechtsstreitigkeiten ab, die mit seinen vermieteten Objekten zu tun haben. Rechtliche Auseinandersetzungen gibt es vor allem mit Mietern, aber auch mit Behörden und Gemeinden.
  • Eine Versicherung für eine vermietete Wohneinheit ist z.B. für 12,10 € pro Monat möglich.
  • Beachten Sie die Wartezeit Ihrer Vermieter­rechts­schutz­versicherung – in der Regel dauert sie 3 Monate. Das gilt jedoch nicht für alle Leistungen.

Das macht eine gute Vermieter­rechts­schutz­versicherung aus

Icon Geldschein mit Profit

Schutz vor hohen Kosten

Wer eine Immobilie vermietet, verlässt sich auf ein regelmäßiges Einkommen durch Mietzahlungen. Doch wenn es im Zusammenhang mit der Tätigkeit als Vermieter zum Rechtsstreit mit Mietern und Behörden kommt, kann dies zu einer großen finanziellen Belastung führen. Hier hilft die Vermieter­rechts­schutz­versicherung.

Vorteile einer Vermieter­rechts­schutz­versicherung

  • Hohe Versicherungssumme für verschiedene Kosten im Zusammenhang mit rechtlichen Auseinandersetzungen
  • Sichert Sie bei rechtlichen Auseinandersetzungen mit Mietern, Behörden und Dienstleistern finanziell ab
  • Kann unter Umständen um eine Absicherung gegen Mietausfall ergänzt werden

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Wann sich guter Vermieter­rechts­schutz bezahlt macht

Es gibt zahlreiche Ursachen für einen handfesten Streit mit Mietparteien. Die Wahrscheinlichkeit, als Vermieter juristisch vorgehen zu müssen, steigt mit der Zahl der verwalteten Mieteinheiten. Vermieter haben es jedoch nicht nur mit Mietern zu tun. Auch im Umgang mit Behörden kann es notwendig werden, den Rechtsweg zu beschreiten.

Zu den häufigsten Gründen dafür, dass man als Vermieter auf einen soliden Vermieter­rechts­schutz angewiesen ist, gehören ausstehende Mietzahlungen genauso wie das Ziel, das Mietverhältnis wegen Eigenbedarf aufzulösen. Auch wenn Mieter eine Wohnung beschädigt verlassen und für den Schaden nicht aufkommen wollen, wird der Gang zum Anwalt unvermeidlich. Ebenso kann es vorkommen, dass jemand auf dem Weg vor einem vermieteten Objekt stürzt und man als Vermieter eine Strafanzeige wegen fahrlässiger Körper­verletzung zugestellt bekommt.

Warum ist Vermieter­rechts­schutz sinnvoll?

Besonders sinnvoll für Selbständige

Vermieter, die als Selbständige oder Privatpersonen nur wenige Wohneinheiten verwalten, haben es schwieriger als große Gesellschaften, da sie nicht auf die Hilfe eines ­hauseigenen Anwalts zurückgreifen können. Gerade für diese Gruppe sind die Leistungen eines Vermieter­rechts­schutzes sinnvoll. Ein privater Vermieter von 3 Wohneinheiten könnte sich z.B. für umgerechnet 33 Euro pro Monat gegen rechtliche Auseinandersetzungen versichern (mehr Details im Kostenbeispiel). Wie Sie in dem folgenden Beispiel sehen können, sind die Kosten eines Rechtsstreits oft hoch genug, dass die Kunden einer Vermieter­rechts­schutz­versicherung durch diese Geld sparen.

Wann hilft die Vermieter­rechts­schutz­versicherung?

Ein Beispiel

Vermieter S. hat wiederholt Ärger mit einem Mieter. Diesmal steht nicht die Zustimmung zu einer Mieterhöhung oder die Klärung einer Betriebskostenabrechnung im Mittelpunkt. Vielmehr geht es um Schimmel in der Wohnung, den Familie H. aufgrund falschen Lüftungsverhaltens herbeigeführt haben soll.

Icon Fenster mit Vorhang

Da sich die Angelegenheit nicht außergerichtlich klären lässt, kommt es zu einer Gerichtsverhandlung. Das Urteil in zweiter Instanz lautet, dass beide Parteien die Kosten ­anteilig tragen müssen. Da Vermieter S. über einen Vermieter­rechts­schutz verfügt, übernimmt die Versicherung die Kosten in Höhe von 5.643,70 Euro. Ohne entsprechenden Versicherungs­schutz müsste er den Betrag aus eigener Tasche bezahlen.

Teure Streitigkeiten an der Tagesordnung

Statistiken zeigen, dass es sich bei dem Miet- und Immobilienrecht um ein Rechtsgebiet mit großem Streitpotenzial handelt. Der Deutsche Mieterbund führte 2020 wieder mehr als 1 Million Rechtsberatungen durch. Ein Großteil der Konflikte konnte außergerichtlich gelöst werde, was jedoch nicht bedeutet, dass den Vermietern keine Kosten entstanden. Das häufigste Thema der Beratungen waren die Heiz- und Betriebskosten.

Insgesamt wurden im Jahr 2019 226.933 gerichtliche Entscheidungen im Wohnraummietrecht getroffen. Hier waren Vertrags­verletzungen der Hauptgrund für Auseinandersetzungen, doch auch Betriebskosten, Mietkaution und Mieterhöhungen waren häufig Thema (Quelle).

Experten-Tipp:

„Nicht nur Mieter verursachen rechtlichen Ärger, auch Streitigkeiten mit der Gemeinde oder der Finanzbehörde sind möglich und sollten über die Vermieter­rechts­schutz­versicherung abgedeckt sein.“

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Martin Hacker
Berater

Leistungen der Vermieter­rechts­schutz­versicherung

Wann greift der Vermieter­rechts­schutz

Die Vermieter­rechts­schutz­versicherung hilft z.B. in diesen Situationen:

  • Schaden durch Dienstleister
  • Durchsetzung von Eigenbedarf
  • Kündigung eines Mietvertrags
  • Auseinandersetzung mit Mietnomaden
Icon Schutzschild

Welche Rechtsbereiche deckt der Vermieter­rechts­schutz ab?

Zum üblichen Leistungsumfang des Vermieter­rechts­schutzes gehören vier Rechtsgebiete. Die Kosten für Fälle, die in diese Kategorien gehören, übernimmt der Versicherer. Im Einzelnen handelt es sich dabei um die folgenden Bereiche:

  • Wohnungs- und Grundstücks­rechts­schutz (WuG)
  • Straf­rechts­schutz
  • Ordnungswidrigkeiten-Rechts­schutz
  • Steuer-Rechts­schutz

Ein umfassender Vermieter­rechts­schutz deckt darüber hinaus noch weitere Rechtsgebiete ab. Versicherungsnehmer sollten darauf achten, dass in der Versicherungspolice zusätzlich folgende Bereiche als versichert aufgeführt werden:

  • Vertragsrecht
  • Sachenrecht
  • Verwaltungsrecht

Experten-Tipp:

„Oftmals hat man die Möglichkeit, für den Vermieter­rechts­schutz einen Mietausfall­schutz mit zu vereinbaren. Hierbei übernimmt die Rechts­schutz­versicherung die Miete, falls der Mieter diese nicht zahlt.“

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Martin Hacker
Berater

Die wichtigsten Leistungen des Vermieter­rechts­schutzes im Überblick

Die Leistungen einer Vermieter­rechts­schutz­versicherung beinhalten nicht nur Hilfe, falls es zu einem Rechtsstreit kommt, sondern auch Services, die verhindern, dass es überhaupt zu einem solchen kommt.

Angemessene oder unbegrenzte Deckungssumme beim Vermieter­rechts­schutz

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Mittlerweile bieten genug Anbieter von Rechts­schutz­versicherungen eine unbegrenzte Deckungssumme zumindest im europäischen Raum an. Ansonsten ist darauf zu achten, dass die Versicherungssumme den absehbaren Streitwerten und -kosten entspricht.

Telefonische Rechtsberatung

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Um schnellstmöglich erste Fragen zu einem Problem klären zu können, bieten viele Versicherer eine eigene telefonische Rechtsberatung an. Dabei stehen Fachjuristen den versicherten Vermietern zur Verfügung und können erste Empfehlungen und Handlungsoptionen vorstellen.

Mediationsverfahren

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Damit man mit dem Mieter auch nach einem Konflikt normal umgehen und eine geregelte Geschäftsbeziehung führen kann, empfiehlt sich eine Schlichtung oder Mediation. Ein solider Vermieter­rechts­schutz übernimmt auch für diese außergerichtliche Maßnahme die anfallenden Kosten.

Mehr zum Thema Mediation in der Rechts­schutz­versicherung

Übernahme der Anwaltsgebühren

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Bei Rechts­schutz­versicherungen ist es üblich, in der günstigen Ausführung ausschließlich gerichtliche Vorgänge zu versichern. Außergerichtliche Tätigkeiten von Anwälten oder Mediatoren sind dann meist in leistungsstärkeren Tarifen versichert.

Übernahme der Gutachterkosten

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Gerade wenn es darum geht, Wohnungsmängel oder Fehlberechnungen der Betriebskosten zu überprüfen, wird häufig ein Gutachter bestellt. In diesen Fällen leistet der Vermieter­rechts­schutz und übernimmt die Kosten.

Räumungsklagen

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Im schlimmsten Fall kann es so weit kommen, dass der Vermieter die Räumung einer vermieteten Wohnung per Klage vor Gericht durchsetzen muss. Die Kosten sind vom Vermieter­rechts­schutz abgedeckt.

Eintreiben ausstehender Zahlungen

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Zu den Leistungen eines Vermieter­rechts­schutzes kann auch gehören, dass Vermieter vom Versicherer bei der Eintreibung offener Mietzahlungen unterstützt werden. Im Namen des Versicherungsnehmers wird ein Inkassounternehmen beauftragt. Die entstehenden Kosten trägt die Versicherungsgesellschaft.

Einspruchsverfahren im Steuerrecht

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Für Versicherungsnehmer ist es wichtig, dass ihr Rechts­schutz auch dann leistet, wenn vor einer Klage bereits der Einspruch gegen einen amtlichen Bescheid eingelegt werden soll. Für dieses Verfahren fallen Kosten an, die man ohne Vermieter­rechts­schutz selbst tragen müsste.

Diese Kosten sollte ein Vermieter­rechts­schutz abdecken

Leistungsstarke Tarife beim Vermieter­rechts­schutz sollten grundsätzlich für folgende Kosten aufkommen:

  • anfallenden Gebühren des jeweiligen Gerichts (alle Instanzen)
  • Honorare des eigenen Rechtsanwalts im Rahmen des Rechtsanwaltsvergütungs­gesetz (RVG)
  • Kosten für Gutachter und Zeugen
  • Anwaltskosten der Gegenseite (wenn nötig)

Anfallende Kosten übernimmt die Versicherung maximal bis zur Höhe der Versicherungssumme. Diese sollte ausreichend hoch gewählt werden, um eine vollständige Kostendeckung zu gewährleisten. Für die Kosten ausschlaggebend ist dabei stets der sogenannte Streitwert.

Beispiele für die Berechnung des Streitwertes

  • Untervermietung: Grundlage ist die im Jahr generierte Miete
  • Auseinandersetzungen um eine Mieterhöhung: das Zwölffache des Erhöhungsbetrages
  • Kündigung: jährliche Nettomiete
  • Beseitigung von Mängeln: Grundlage für die Gerichtskosten ist der Betrag der zu Recht geminderten Miete für die noch verbleibende Mietdauer – höchstens jedoch ein Jahr.
  • Räumungsklage: jährliche Nettomiete

Die Höhe des Streitwertes beeinflusst die Rechtsanwalts- und Gerichtskosten.

Vermieter­rechts­schutz bei Mietausfall

Mietnomaden und der damit einhergehende Mietausfall sind für Vermieter der Albtraum schlechthin. Dabei geht es nicht nur um die fehlenden Einnahmen und die anhaltenden Strapazen bei der Auseinandersetzung mit dem Mieter, sondern auch um die Folgekosten für zum Beispiel den Anwalt und ein eventuelles Gerichtsverfahren.

Bei einem entsprechenden Vermieter­rechts­schutz übernimmt der Versicherer die Kosten für die gerichtliche Auseinandersetzung. Es ist je nach Anbieter auch möglich, eine Rechts­schutz­versicherung mit integriertem Mietausfall­schutz abzuschließen – diese ersetzt 6-12 Monatsmieten für die Zeit, in welcher Mieter die Wohnung trotz der Kündigung nicht verlassen haben oder der Vermieter die Wohnung renovieren oder sanieren muss, bevor er sie erneut vermieten kann. Die Voraussetzung für letzteres ist, dass die Renovierungs- bzw. Sanierungsarbeiten eigentlich in der Verantwortung des Vormieters liegen, aber nicht von diesem übernommen werden.

Damit die Versicherung bei einem Mietausfall tatsächlich zahlt, müssen die Vermieter folgende Ansprüche erfüllen:

  • Sie müssen die finanziellen Verhältnisse des Mieters prüfen und es darf vor Vertragsabschluss noch keine Zahlungsrückstände oder Stundungen gegeben haben
  • die Zahlungsansprüche an den Mieter müssen vor Gericht durchsetzbar sein
  • und der Mieter darf kein eng verwandtes Familienmitglied oder ein Lebensgefährte bzw. Lebens- oder Ehepartner sein

Bei bestehenden Mietverhältnissen gibt es eine Wartezeit nach Abschluss der kombinierten Vermieter­rechts­schutz- und Mietausfall­versicherung. Aktuell bietet ein Versicherer eine Mietausfall­versicherung als Baustein der Vermieter­rechts­schutz­versicherung an.

Mehr zur Mietausfall­versicherung

Neben der Mietausfall­versicherung gibt es auch die Mietnomaden­versicherung. Diese ersetzt nicht nur entgangene Mieteinnahmen, sondern zahlt auch für die Beseitigung von Sachschäden, die infolge des Mietverhältnisses entstanden sind.

Mehr zur Mietnomaden­versicherung

Wartezeiten beachten

Für viele Rechtsgebiete gilt in der Rechts­schutz­versicherung eine Wartezeit von 3 Monaten – so auch beim Vermieter­rechts­schutz. Dies bedeutet, dass sich Versicherungsnehmer rechtzeitig um einen entsprechenden Versicherungs­schutz kümmern sollten, denn die Versicherung leistet erst nach Ablauf der Wartezeit.

Es gibt jedoch auch Situationen, für die von Anfang an Versicherungs­schutz besteht. So sind die Bereiche Ordnungswidrigkeiten- und Straf­rechts­schutz frei von jeglicher Wartezeit. Auch zusätzliche Leistungen wie Mediation oder die telefonische Beratung von einem Anwalt können sofort genutzt werden.

Wer den Anbieter der Rechts­schutz­versicherung lediglich wechselt oder seinen Vertrag verlängert, muss sich keine Sorgen um die Wartezeit machen. (Mehr dazu hier: Rechts­schutz­versicherung ohne Wartezeit). Bei einem lückenlosen Übergang von einer Police zur anderen entfällt die Wartezeit. Wichtig hierbei ist es, rechtzeitig zu kündigen bzw. sich um einen neuen Versicherungs­schutz zu kümmern.

Vermieter­rechts­schutz ohne Wartezeit

So funktioniert die Kündigung

Eine Kündigung ist in der Regel immer bis spätestens 3 Monate vor Ablauf der Laufzeit möglich, wenn sich der Vertrag nicht um ein weiteres Jahr verlängern soll. Durch eine Beitragserhöhung, der keine Verbesserung der Leistungen gegenübersteht, das Eintreten eines Versicherungsfalls oder einen Wegfall des Risikos (z.B. durch Aufgabe der Tätigkeit als Vermieter) entsteht ein Sonderkündigungsrecht. Wer eine außerordentliche Kündigung vornehmen möchte, kann dies innerhalb des ersten Monats nach Kenntnisnahme des Grundes tun.

Kosten einer Vermieter­rechts­schutz­versicherung

3 wichtige Kostenfaktoren

Grundlegend bestimmen drei Faktoren die Kosten für den Vermieter­rechts­schutz:

  1. Was wird vermietet?
  2. Gegen welche Schäden soll abgesichert werden?
  3. Welcher Leistungsumfang wird in den einzelnen Segmenten gewünscht?

Anhand dieser Angaben berechnen Versicherer die Versicherungsprämie.


Mehr zu verschiedenen Kostenfaktoren

Vermietete Wohneinheiten und Bruttojahresmiete

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Bei der Wahl des passenden Anbieters eines Vermieter­rechts­schutzes ist zunächst entscheidend, was genau vermietet wird. Handelt es sich um Mietwohnungen, um Gewerberäume, um beides, um eine Garage oder um ein Grundstück? Zudem zählt auch, wie viele Einheiten versichert werden sollen.

Die jeweilige Bruttojahresmiete ist bei Abschluss einer Vermieter­rechts­schutz­versicherung ebenfalls anzugeben. Dabei werden für jedes Objekt, das versichert werden soll, die Bruttojahresmieten der einzelnen Einheiten aufgerechnet. Davon hängt ab, wie hoch die Versicherungsprämie ausfällt.

Wahl der Tarifstufen

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Wesentlichen Einfluss auf den Umfang der Leistungen des Vermieter­rechts­schutzes und damit auch auf die Kosten hat selbstverständlich die Wahl des Tarifes. Gerne greifen Versicherer dabei auf ein Modell mit drei Abstufungen zurück. Vom Basis-Paket über die Standard– oder Komfort-Variante bis zum Premium-Modell steigen die Kosten, da auch der Leistungsumfang zunimmt.

Beim Vermieter­rechts­schutz verhält es sich ähnlich wie bei der allgemeinen Rechts­schutz­versicherung. Der Basis-Tarif bietet grundlegende Leistungen für gerichtliche Auseinandersetzungen. Die Komfort-Lösungen sind um außergerichtliche Fälle erweitert. In Premium-Tarifen sind oftmals alle verfügbaren Leistungsbausteine enthalten.

Selbstbeteiligung beim Vermieter­rechts­schutz

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Die Kosten für den Vermieter­rechts­schutz lassen sich durch eine vereinbarte Selbstbeteiligung reduzieren. Bis zu der gewählten Grenze trägt der Versicherungsnehmer Anwalts- oder Gutachtergebühren selbst. Im Gegenzug fallen die regelmäßigen Versicherungsprämien entsprechend geringer aus.

Es empfiehlt sich, weder auf die Selbstbeteiligung komplett zu verzichten, noch sollte man als Versicherungsnehmer eine hohe Selbstbeteiligung wählen. Das vernünftige Maß liegt zwischen 150 und 300 Euro.

Zusatzabsicherung gegen Mietausfall

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Ein zusätzlicher Kostenpunkt kann durch gewünschte Zusatzleistungen entstehen. Beim Vermieter­rechts­schutz hat man die Wahl, sich ein halbes Jahr oder zwölf Monate gegen Mietausfall versichern zu lassen. Dadurch steigt jedoch die Versicherungsprämie erheblich.

Experten-Tipp:

„Die meisten Gesellschaften machen die Beitragshöhe anhand der Bruttojahresmiete fest. Allerdings gibt es einige Gesellschaften, welche sich nicht an der Bruttojahresmiete orientieren und einen festen Beitrag für den Vermieter­rechts­schutz haben. Dann kann es trotzdem zu vergleichsweise günstigen Beiträgen kommen. Um das Angebot mit dem besten Preis-Leistungs-Verhältnis zu finden, sollte man am besten immer einen Makler kontaktieren.“

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Martin Hacker
Berater

Rechenbeispiel

Unsere Beispielkunden möchten sich für eventuelle Rechtsstreitigkeiten im Zusammenhang mit seiner Tätigkeit als Vermieter absichern. Ihre relevanten Eckdaten und für sie infrage kommende Tarif der Rechts­schutz­versicherung für Vermieter sehen so aus:

Icon Beleg
Kunde 1Kunde 2Kunde 2
Jahresmieteinnahmen14.000 €21.600 €72.000 €
Vermietete Einheiten1310
Art der EinheitenEinfamilien­hausWohnungen in Mehrfamilien­hausWohnungen in Mehrfamilien­haus
Selbstbehalt150 €300 €300 €
Jährliche Versicherungsprämieab 145,16 €ab 396,00 €ab 1.287,00 €
Monatliche Kosten (umgerechnet)ab 12,10 €ab 33,00 €ab 106,5 €

Selbständige zahlen nicht mehr als Firmen

Für die Kosten des Vermieter­rechts­schutzes spielt es keine Rolle, ob man sich als natürliche oder als juristische Person versichert. Bei gleichen Bedingungen zahlen Firmen und Privatpersonen keine unterschiedlich hohen Versicherungsbeiträge.


Icon Glühbirne

Sparen durch jährliche Zahlungen

Einen spürbaren Effekt auf die Kosten für den Vermieter­rechts­schutz hat außerdem die Wahl der Zahlungsweise. Je länger man sich mit seiner Beitragszahlung an den Versicherer bindet, desto geringer fallen die effektiven Kosten aus. Im Vergleich zur monatlichen Zahlung kann die jährliche Überweisung der Beiträge beinahe 10 Prozent Kosteneinsparung bedeuten.


Umlagefähigkeit und steuerliche Behandlung

Die Kosten der Vermieter­rechts­schutz­versicherung können nicht auf die Mieter umgelegt werden. Sie können jedoch von der Steuer ab­gesetzt werden, voraus­gesetzt, es handelt sich ausschließlich um Vermieter­rechts­schutz. Bei einem Vertrag, der privaten Rechts­schutz und Vermieter­rechts­schutz kombiniert, ist dies nur ­anteilig nötig.

Was kostet Sie eine Vermieter­rechts­schutz­versicherung?

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Vermieter­rechts­schutz im Test 2022

Zurzeit liegen keine aktuellen unabhängigen Testergebnisse zur Vermieter­rechts­schutz­versicherung vor. Eine gewisse Orientierung bieten jedoch die Testergebnisse zur Rechts­schutz­versicherung, die wir hier übersichtlich für Sie zusammengetragen und aufbereitet haben:

Testsieger der Rechts­schutz­versicherung (2022)

Das sollten Sie beim Tarifvergleich beachten

Der richtige Rechts­schutz passt zu Ihnen

Da sich die Tarife der Vermieter­rechts­schutz­versicherung von Anbieter zu Anbieter unterscheiden, lohnt sich ein Vergleich. In jedem Fall sollte man darauf achten, dass der Versicherungs­schutz genau zur eigenen Geschäftssituation als Vermieter passt.

Angesichts der Vielzahl unterschiedlicher Gesellschaften und Tarife ist es für Versicherungsnehmer nicht einfach, sich einen zuverlässigen Überblick über Leistungen und Ausschlüsse zu verschaffen. Testberichte stellen eine gute Möglichkeit dar, um ein Gefühl dafür zu erhalten, auf welche Versicherungsleistungen es ankommt.

Icon Puzzle

Bedarf prüfen

Erst wenn man festgelegt hat, welche Leistungen man tatsächlich benötigt, kann man die verschiedenen Angebote im Vermieter­rechts­schutz vergleichen. Bei vielen Versicherern kann man entweder zwischen verschiedenen Tarifabstufungen wählen, oder Leistungen nach dem Baukastenprinzip an den eigenen Bedarf anpassen.

Leistungsstarke Tarife erkennen

Je nach individuellem Bedarf lohnt es sich, bei den Leistungen genauer hinzuschauen. Wichtig ist etwa, dass der Versicherer die Kosten im Streit mit Finanzbehörden bereits ab dem Einspruchsverfahren übernimmt.

Mögliche Konflikte können beispielsweise im Zusammenhang mit der Grundsteuer oder Abfallgebühren stehen. Es sollte bei der Wahl einer Vermieter­rechts­schutz­versicherung auch Wert darauf gelegt werden, dass der jeweilige Versicherer eine telefonische Rechtsberatung ohne Begrenzung der Anzahl an Anrufen sowie die freie Anwaltswahl vorsieht.

Für den Fall, dass in der Zukunft ein Umbau oder Ausbau der versicherten Immobilie ansteht, ist ein außergerichtlicher Schutz in Bausachen wünschenswert. Die steuerliche Bewertung von Grundstücken und Gebäuden sollte ebenso enthalten sein, wie Streitigkeiten um einmalige Erschließungs- und sonstige Anliegerabgaben – vor allem bei Neubauten.

Kostenfreier Tarifvergleich zur Vermieter­rechts­schutz­versicherung

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Fazit

Rechtsstreitigkeiten im Zusammenhang mit der Tätigkeit als Vermieter sind keine Seltenheit und können sehr teuer werden. Entsprechend empfiehlt es sich, als Vermieter eine Rechts­schutz­versicherung abzuschließen. Vermieter­rechts­schutz ist besonders wichtig für selbständige Vermieter, die nicht wie große Unternehmen auf die Hilfe fest angestellter Experten zurückgreifen können, und für Menschen, die nur in kleinem Umfang vermieten, auch entsprechend kostengünstig.


Die häufigsten Fragen zum Vermieter­rechts­schutz

Was kostet Vermieter­rechts­schutz?

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Die wichtigsten Faktoren für die Kosten einer Vermieter­rechts­schutz­versicherung sind die Bruttojahresmieteinnahmen, die Anzahl der vermieteten Wohneinheiten und der Leistungsumfang der Versicherung. Versicherungs­schutz für eine einzelne Wohneinheit, durch die jährlich Bruttomieteinnahmen von 14.400 Euro entstehen, ist z.B. für 145,16 Euro im Jahr, also umgerechnet 12,10 Euro pro Monat, möglich.

Welche Rechts­schutz­versicherung für Vermieter ist die beste?

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Eine gute Rechts­schutz­versicherung bietet eine ausreichend hohe Versicherungssumme sowie weitere, hilfreiche Serviceleistungen und ist gut auf den tatsächlichen Versicherungsbedarf des Versicherungsnehmers abgestimmt. Orientierung bieten auch Tests unabhängiger Analysehäuser.

Warum ist Vermieter­rechts­schutz sinnvoll?

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Im Zusammenhang mit dem Vermieten von Grundstücken und Wohneinheiten kommt es immer wieder zu gerichtlichen Auseinandersetzungen. Diese können sich zwischen Vermieter und Mieter, aber auch zwischen Vermieter und Gemeinde oder Finanzamt abspielen. In diesen Fällen hilft es, wenn eine Vermieter­rechts­schutz­versicherung die Kosten einer potenziell sehr teuren Gerichtsverhandlung trägt. Darüber hinaus ist es je nach Tarif möglich, sich von dem Versicherer die Bonitätsprüfung oder das Forderungs­management abnehmen zu lassen.

Was braucht man als Vermieter für Versicherungen?

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Für Versicherer relevant sind z.B. eine Haus- und Grundbesitzer­haftpflicht­versicherung, eine Gebäude­versicherung und eine Vermieter­rechts­schutz­versicherung. In letztere kann eine Mietausfall­versicherung integriert sein.

Ist Vermieter­rechts­schutz steuerlich absetzbar?

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Die Kosten einer Vermieter­rechts­schutz­versicherung können vollständig von der Steuer ab­gesetzt werden, solange er sich nur auf die vermieteten Gebäude und Grundstücke bezieht. Handelt es sich jedoch um eine Kombination aus privatem Rechts­schutz und Vermieter­rechts­schutz, kann er nur ­anteilig ab­gesetzt werden.

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Katharina Tennius
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