Gebäude­versicherung für Gewerbe Tarifvergleich und Ratgeber (2024)

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Das Wichtigste in Kürze

  • Wird ein Gebäude zu mindestens 50 % gewerblich genutzt, muss eine Gebäude­versicherung für Gewerbe abgeschlossen werden.
  • Die gewerbliche Gebäude­versicherunge leistet bei Schäden am Gebäude, zum Beispiel durch Feuer oder Leitungswasser.
  • Eine gewerbliche Gebäude­versicherung ist oft teurer als eine Wohngebäude­versicherung, weil die gewerbliche Nutzung mit besonderen Risiken einhergehen kann.
  • Mischnutzung und Saisongewerbe stellen besondere Anforderungen an die gewerbliche Gebäude­versicherung.
  • Die Versicherung sollte gut auf Ihre Immobilie und Ihr Gewerbe angepasst sein.
  • Versicherungsschutz ist ab 77,80 € pro Monat möglich.

Das erwartet Sie hier

Was eine gewerbliche Gebäude­versicherung ist, was sie kostet und worauf Sie beim Abschluss achten sollten.

Inhalt dieser Seite
  1. Was ist eine gewerbliche Gebäude­­versicherung?
  2. Wer braucht sie?
  3. Wann leistet sie?
  4. Wann zahlt sie nicht?
  5. Kosten (inkl. Beispiel)
  6. Aktuelle Testergebnisse
  7. So wählt man die richtige Versicherung
  8. Tipps unserer Experten

Was ist eine Gebäude­versicherung für Gewerbe?

Das sollten Besitzer von Gewerbeimmobilien wissen

Wird Ihr Gebäude überwiegend gewerblich genutzt, kann es nicht über eine normale Gebäude­versicherung abgesichert werden, sondern benötigt eine Gebäude­versicherung für Gewerbe. Dies liegt unter anderem daran, dass bestimmte Formen der gewerblichen Nutzung besondere Risiken für das Gebäude mit sich bringen und Versicherer entsprechend höhere Prämien oder mehr Sicherheitsvorkehrungen verlangen. Als Immobilienbesitzer sollten Sie sich sowohl gegen Haftpflichtrisiken im Zusammenhang mit Ihrer Immobilie als auch gegen Schäden an der Immobilie selbst versichern.


So funktioniert die gewerbliche Gebäude­versicherung

Die gewerbliche Gebäude­versicherung ist eine Versicherung gegen die finanziellen Folgen von Schäden an Gebäuden, die ganz oder größtenteils gewerblich genutzt werden. Versicherte Risiken sind beispielsweise Feuer, Leitungswasser, Sturm und Hagel. Kommt es zu einem versicherten Schaden, trägt die Versicherung die Kosten für Reparaturen oder den Wiederaufbau des Gebäudes.

Passender Schutz für die gesamte Immobilie

Abgesichert ist dabei nicht nur Ihre Gewerbeimmobilie selbst, sondern auch Anbauten, Nebengebäude und sonstige Gebäudebestandteile. Zudem können Sie den Versicherungsschutz durch weitere Leistungs­bausteine erweitern, um die Gebäude­versicherung genau an den Bedarf Ihrer Gewerbeimmobilie anzupassen.

Icon Hochhaus

Wer braucht eine gewerbliche Gebäude­versicherung?

Sinnvoller Versicherungsschutz

Immobilien sollten immer versichert sein, denn Schäden an ihnen können leicht zu enormen finanziellen Belastungen führen. Das gilt besonders für Gewerbeimmobilien, die nicht nur häufig eine große Investition darstellen, sondern auch unter Umständen besonderen Risiken ausgesetzt sind, die sich aus der gewerblichen Nutzung ergeben.


Icon Geschäft

Wann ist eine Versicherung als Gewerbeimmobilie nötig?

Ob man ein Gebäude als Wohngebäude oder als Gewerbegebäude versichert, hängt vom Anteil der gewerblichen Nutzung ab. Wird ein Gebäude zu 50 Prozent oder mehr gewerblich genutzt, ist eine gewerbliche Gebäude­versicherung nötig.

Vorteile einer Gebäude­versicherung für Gewerbeimmobilien

  • Schutz bei Schäden durch Feuer, Leitungswasser, Sturm und Hagel
  • Übernahme von Reparaturkosten oder den Wiederaufbau des Gebäudes in gleicher Art und Größe
  • Kann individuell um Absicherung bei beispielsweise Glasbruch, grober Fahrlässigkeit und Elementarschäden erweitert werden
  • Schützt Ihre eigene oder die von Ihnen vermietete gewerbliche Immobilie

Wann zahlt die gewerbliche Gebäude­versicherung?

Bei diesen Schäden leistet die Gebäude­versicherung

Der genaue Umfang der Leistungen einer Gebäude­versicherung unterscheidet sich je nach Anbieter und Tarif. Die grundsätzlich vom Versicherungsschutz jeder Gebäude­versicherung abgedeckten Schadensursachen sind:

Icon Blitz

Blitzeinschlag

Icon Wassertropfen

Hagel

Es gibt Versicherungsfälle, die nicht in jedem Versicherungstarif inklusive sind. Häufig müssen diese extra gegen einen Aufpreis mitversichert werden. Typische Beispiele sind Elementarschäden (also Schäden durch Naturereignisse wie Hochwasser), Vandalismus, Glasschäden und die Mit­versicherung von grober Fahrlässigkeit. Je nachdem wie das Gebäude aufgebaut ist und wo es steht, sollten solche Schadensfälle jedoch mit abgedeckt sein.

Mehr zu Schadensfällen in der Gebäude­versicherung

So hilft die Versicherung im Schadensfall

Kommt es zu einem versicherten Schadensfall, zahlt die Gebäude­versicherung unter anderem für:

  • Reparatur oder Wiederaufbau
  • Sachverständigenkosten
  • Feuerlöschkosten
  • Schadensbereinigung
  • Abriss oder Abbruch
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Versicherte Gebäude

In der Gebäude­versicherung ist nicht nur die Gewerbeimmobilie selbst versichert, sondern auch Anbauten, Nebengebäude sowie sonstige Gebäudebestandteile. Dazu gehören unter anderem:

  • Bürogebäude
  • Produktionshallen
  • Lager
  • Verkaufsräume
  • Hotelanlagen
  • Restaurants
  • Tankstellen

Der Versicherungsschutz erstreckt sich in der Regel auch auf fest am Gebäude angebrachte Gegenstände. Auch eine betriebseigene Photovoltaik­anlage können Sie im Rahmen der Gebäude­versicherung oder mit einer eigenen Versicherung absichern.


Fallbeispiel: Sturmschaden an einer Bäckerei

Herr Müller besitzt ein Gebäude, das eine Bäckerei und eine kleine Wohnung beherbergt. Als es zu einem starken Sturm kommt, deckt dieser Dachziegel ab und ein Baum beschädigt die Fassade und Fenster. Die Reparaturkosten werden auf 25.000 Euro geschätzt. Herr Müller meldet den Sturmschaden an seine gewerbliche Gebäude­versicherung. Diese übernimmt die Reparaturkosten abzüglich einer Selbst­beteiligung von 500 Euro. So kann Herr Müller die Schäden schnell beheben lassen, ohne selbst über Gebühr finanziell belastet zu werden.

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Wann leistet sie nicht?

Wann zahlt die gewerbliche Gebäude­versicherung nicht?

Wann die Gebäude­versicherung leistet und wann nicht, hängt von den individuellen Versicherungs­bedingungen ab. Es gibt jedoch einige typische Leistungsausschlüsse:

  • Schäden an beweglicher Einrichtung
  • Sengschäden (Schäden durch Hitze, aber ohne offene Flamme)
  • Verschleiß und Abnutzung
  • Schäden vor Beginn des Versicherungsschutzes
  • Vorsatz
  • Schäden an Ableitungsrohren außerhalb des Grundstücks

Was kostet eine gewerbliche Gebäude­versicherung?

Kostenbeispiel

Gebäudenutzung60 % Schreibwarenhandel, 40 % Wohngebäude
Gebäudewert570.000 €
Versicherte RisikenFeuer, Leitungswasser, Sturm, Hagel, Elementarschäden (mit 10 % Selbst­beteiligung)
Weitere LeistungenVerzicht auf Einwand der Unter­versicherung und der groben Fahrlässigkeit bei kleineren Schadenssummen, Erstattung von Mietausfall
Selbst­beteiligung500 €
Jahresbeitrag932,60 €
Monatliche Kosten* 77,72 €
*Umgerechnet aus dem Jahresbeitrag. Beachten Sie, dass Sie bei einer tatsächlichen monatlichen Zahlweise mit einem Aufschlag für unterjährige Zahlung rechnen müssen.

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Davon hängen die Kosten ab

  • Art des Gewerbes
  • Lage, Ausstattung und Wert des Gebäudes
  • Versicherungssumme
  • Gewünschter Leistungsumfang
  • Höhe der Selbst­beteiligung

Was kostet eine Gebäude­versicherung für Ihr Gewerbe?

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Gebäude­versicherung für Doppelhaushälften im Test

Da es keine spezifischen Tests zur Gebäude­versicherung für Gewerbeimmobilien gibt, empfehlen wir Ihnen, sich an allgemeinen Tests zur Gebäude­versicherung zu orientieren. Damit Sie die Tarife der einzelnen Anbieter unkompliziert miteinander vergleichen können, haben wir Ihnen alle Testsieger der Gebäude­versicherung übersichtlich zusammengetragen.

Ausschnitt der aktuellen Testsieger mit Topschutz (2024)

AnbieterFranke und
Bornberg Ø
ServiceValue
Fairness
Gesamtwertung
von 100
Logo ERGO Direkt AGErgoFFFSehr gut94
Logo Generali Deutschland AGGeneraliFFFSehr gut94
Logo GEV Grundeigentümer-VersicherungGEVFFFGut89

Die ganze Tabelle und die aktuellen Testsieger der Gebäude­versicherung sowie die Empfehlungen unserer Experten finden Sie hier:

Alle Gebäude­versicherer im Test (2024)

Orientieren Sie sich auch gerne an den Testberichten zu Gewerbe­versicherern im Allgemeinen.

Alle Gewerbe­versicherer im Test (2024)

So wählt man die richtige gewerbliche Gebäude­versicherung

Darauf sollten Sie achten

Achten Sie bei der Auswahl einer Gebäude­versicherung für Ihre Gewerbeimmobilie nicht nur auf die Kosten, sondern auch darauf, unter welchen Bedingungen diese leistet. Wichtige Punkte sind beispielsweise:

  • Welche Schäden sind versichert?
    Neben den standardmäßig versicherten Schäden lohnt es sich oft, auch weitere Risiken abzusichern, zum Beispiel Elementarschäden. Analysieren Sie, welchen Naturgefahren und sonstigen Risiken Ihre Gewerbeimmobilie ausgesetzt ist, und passen Sie Ihren Versicherungsschutz darauf an.
  • Stimmt die Versicherungssumme?
    Die Versicherungssumme sollte dem aktuellen Wiederaufbauwert Ihrer Immobilie entsprechen, sonst zahlt der Versicherer im Schadensfall unter Umständen nur anteilig. Vor diesem Risiko geschützt sind Sie, wenn der Versicherer auf den Einwand der Unter­versicherung verzichtet.
  • Zahlt die Versicherung auch bei Fahrlässigkeit?
    Am besten sollte der Versicherer auch dann zahlen, wenn Ihre Fahrlässigkeit zum Schaden beigetragen hat.
  • Selbst­beteiligung
    Wählen Sie eine Selbst­beteiligung, die Ihre Beiträge reduziert, aber die Sie im Schadensfall problemlos bezahlen können.

Nehmen Sie sich die Zeit, die Versicherungs­bedingungen genau zu lesen und sich mit den Leistungen und Leistungsausschlüssen sowie Ihren Pflichten als Versicherungsnehmer vertraut zu machen.

Diese Informationen brauchen Sie für einen Tarifvergleich

Um den Wert der Immobilie sowie das Schadensrisiko angemessen zu bestimmen und einen aussagekräftigen Tarifvergleich durchzuführen, benötigen Sie unter anderem die folgenden Informationen:

  • Das Baujahr
  • Die nutzbare Fläche
  • Die Bauartklasse
  • Die Art der gewerblichen Nutzung
  • Den Standort (Postleitzahlenbereich)
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Gewerbeimmobilie versichern: So gehen Sie vor

  1. Bedarfsanalyse
    Analysieren Sie, ob Sie Ihre Immobilie als Wohngebäude oder als Gewerbeimmobilie versichern müssen (also ob sie zu mindestens 50 Prozent gewerblich genutzt wird) und welche Risiken für Sie relevant sind.
  2. Tarifvergleich
    Vergleichen Sie Angebote verschiedener Versicherer bezüglich ihrer Kosten und ihres Leistungsumfangs.
  3. Vertragsschluss
    Wenn ein Angebot Sie überzeugt, stellen Sie einen Antrag. Achten Sie dabei darauf, zutreffende Angaben zu Ihrer Immobilie und deren Vorschäden zu machen.
  4. Regelmäßige Überprüfung
    Prüfen Sie regelmäßig, ob sich die Risiken, denen Ihre Immobilie ausgesetzt ist, geändert haben, zum Beispiel durch ein Baugerüst. Dies müssen Sie dem Versicherer mitteilen. Daneben lohnt es sich auch, hin und wieder zu prüfen, ob Sie mit Ihrem bestehenden Vertrag weiterhin optimal versichert sind oder ob sich der Wechsel zu einem Tarif mit einem besseren Preis-Leistungs-Verhältnis lohnt.
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Tipp: Lassen Sie sich beraten

Da es eine Vielzahl an Variablen gibt, welche die Gebäude­versicherung für eine Gewerbeimmobilie beeinflussen, empfehlen wir Ihnen, sich persönlich beraten zu lassen. Unsere Experten finden für Sie und Ihre Gewerbeimmobilie eine maßgeschneiderte Lösung, mit der Sie rundum abgesichert sind. Kontaktieren Sie uns einfach direkt oder nutzen Sie unseren kostenfreien Tarifrechner für einen ersten Vergleich.

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Wichtige Tipps unserer Experten für Sie

Experten-Tipp 1:
Besondere Risiken für Gewerbe

„Bestimmte Formen der gewerblichen Nutzung bergen besondere Gefahren. So stellen unter anderem Fertigungstechniken und Rohmaterialien im verarbeitenden Gewerbe mitunter ein Risiko für die genutzten Räume und das Gebäude dar. Deshalb kann es, je nach Art des Gewerbes, Beitragsaufschläge geben. Beispielsweise ist bei einem Holzbetrieb die Gefahr eines Brandes ungleich höher. Ähnlich ist es beim Umgang mit gefährlichen Stoffen wie Säuren oder Gasen. Versicherer verlangen hier in der Regel besondere Sicherheitsvorkehrungen, um das Risiko kalkulierbar zu halten.“

Foto von Martin Hacker
Berater

Experten-Tipp 2:
Unterschied zwischen Geschäftsinhalts- und Gebäude­versicherung

„Die genannten Gefahren können nicht nur eine Beschädigung am Gebäude selbst hervorrufen, sondern auch an der Ausstattung im Inneren. Die Gebäude­versicherung für Gewerbe leistet jedoch nicht bei Schäden am beweglichen Mobiliar. Um solche abzusichern, benötigen Sie eine Geschäftsinhalts­versicherung. Diese zahlt, wenn technische oder kaufmännische Einrichtung, gelagerte Ware oder Vorräte beschädigt wurden. Zudem übernimmt sie Schäden durch Einbruchdiebstahl, Vandalismus und Raub.“

Foto von Martin Hacker
Berater

Experten-Tipp 3:
Vorsicht vor Doppelabsicherung

„Wenn Sie gewerblich tätig sind, benötigen Sie meist mehrere Gewerbe­versicherungen. Hierbei kann es zwischen den verschiedenen Versicherungen zu Doppelabsicherungen kommen. Lassen Sie sich daher zu den Leistungsbereichen der einzelnen Policen beraten, um einen doppelten Versicherungsschutz so weit wie möglich zu vermeiden. Denn das Problem bei einer Doppelabsicherung besteht darin, dass es passieren kann, dass sich die Versicherungs­unternehmen bezüglich der Zuständigkeit nicht einigen können und sich aus diesem Grund die Auszahlung der Leistung in die Länge zieht.“

Foto von Martin Hacker
Berater

Experten-Tipp 4:
Das passiert beim Wechsel des Eigentümers

„Bei einem Eigentümerwechsel wird die Gebäude­versicherung automatisch vom Vorbesitzer auf den neuen Eigentümer übertragen. Dies gilt für Gewerbeimmobilien genauso wie bei einer privaten Nutzung. Der neue Eigentümer ist fortan für die Versicherung von Gebäude und Grundstück verantwortlich und an ihn wird sich der Versicherer in Zukunft auch bezüglich der Zahlung der Beiträge wenden.

Teilweise sind die Konditionen der übernommenen Gebäude­versicherung jedoch nicht mehr aktuell. Hier müssen Sie als neuer Eigentümer einer gewerblichen Immobilie allerdings nicht bis zum nächsten ordentlichen Kündigungstermin warten, um die Gebäude­versicherung wechseln zu können. Denn als neuem Eigentümer wird Ihnen ein Sonderkündigungsrecht mit einer Frist von vier Wochen eingeräumt. Diese Zeit sollten Sie nutzen, um verschiedene Gebäude­versicherungen miteinander zu vergleichen und die passende Absicherung für Ihre Gewerbeimmobilie zu finden.“

Foto von Martin Hacker
Berater

Experten-Tipp 5:
Umwidmung von Wohnraum

„Planen Sie die Nutzung Ihrer Immobilie durch ein Gewerbe, können Umbau­maßnahmen notwendig werden. Wie alle Veränderungen am Gebäude sind auch bauliche Schritte dem Versicherer rechtzeitig mitzuteilen. Vor allem die Umwidmung von Wohnraum in Gewerbeflächen hat bedeutende Auswirkungen auf die Gebäude­versicherung. Schließlich kann sich neben dem Wert des Objekts auch die Risikoeinstufung erheblich verändern.

Bisher kleine Gefahren können je nach angestrebter Nutzung zu deutlichen Risiken werden. Um den Versicherungsschutz daran angleichen zu können, sollten derartige Maßnahmen nicht zu spät an den Versicherer kommuniziert werden. Andernfalls droht eine akute Unter­versicherung. Das kann Sie im Schadensfall teuer zu stehen kommen.“

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Berater

Experten-Tipp 6:
Mischnutzung

„Bei einer komplett gewerblich oder ausschließlich zu Wohnzwecken genutzten Immobilie ist klar ersichtlich, welchen Versicherungsschutz sie braucht. Oftmals jedoch werden Gebäude nicht ausschließlich für Gewerbe, sondern zusätzlich auch privat genutzt. Die sogenannte Mischnutzung gehört heute fast zur Regel, vor allem in medizinischen, beratenden und gastronomischen Bereichen. So sitzen Rechtsanwälte oder Ärzte oft in vorwiegend privat genutzten Gebäuden oder im Erdgeschoss eines Wohngebäudes befindet sich eine Fahrradwerkstatt oder ein anderes Ladengeschäft. In einem solchen Fall muss berechnet werden, wie hoch der Gewerbeanteil der Immobilie tatsächlich ist. Liegt der Anteil der gewerblichen Nutzung bei 50 Prozent oder höher, muss das Gebäude als gewerbliche Immobilie versichert werden.“

Foto von Martin Hacker
Berater

Experten-Tipp 7:
Höhere Risiken bei saisonabhängiger Nutzung

„Gebäude, die für Saisongewerbe wie Eisdielen genutzt werden, sind oft monatelang ungenutzt. Das macht sie anfälliger für Schäden, die sich unbemerkt ausweiten, zum Beispiel Leitungswasserschäden. Diese erhöhte Schadensanfälligkeit bei ungenutzten Gebäuden führt zu einem höheren Risiko für die Versicherung und resultiert in höheren Versicherungsbeiträgen. Manche Eigentümer von Gewerbeimmobilien nutzen ihr Gebäude jedoch ganzjährig, indem sie es abwechselnd verschiedenen Saisongewerben zur Verfügung stellen. So lässt sich das Risiko unbemerkter Schäden senken.“

Foto von Martin Hacker
Berater

Experten-Tipp 8:
Vorschäden angeben

„Bereits bei der Anfrage einer Gebäude­versicherung für Gewerbe gilt es, bekannte Vorschäden an der Immobilie anzugeben. Auch wenn nur Angebote verglichen werden sollen, darf die Zahl der bisherigen Schadensfälle nicht fehlen. Versicherer verlangen in der Regel eine schriftliche Dokumentation der Schäden in den letzten fünf Jahren.

Man sollte auf keinen Fall bekannte Vorschäden verschweigen. Die Aussicht auf vergünstigte Beiträge mag verlockend sein. Doch man setzt seinen kompletten Versicherungsschutz aufs Spiel. Sobald der Versicherer von nicht gemeldeten Vorschäden erfährt, kann er die Leistung im Schadensfall verweigern und den Vertrag kündigen. Eigentümer von gewerblich genutzten Immobilien werden es nach einer Kündigung durch den Versicherer sehr schwer haben, eine neue Gebäude­versicherung zu finden.“

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Die häufigsten Fragen zur Gebäude­versicherung für Gewerbe

Was ist eine gewerbliche Gebäude­versicherung?

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Eine gewerbliche Gebäude­versicherung wird für Gebäude abgeschlossen, die mindestens zu 50 Prozent gewerblich genutzt werden. Sie schützt die Gewerbeimmobilie mit allen dazugehörigen Gebäudebestandteilen vor den finanziellen Schäden, die durch Feuer, Leitungswasser, Sturm und Hagel verursacht werden.

Wer zahlt Gebäude­versicherung Gewerbe?

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Eine Gebäude­versicherung, auch für Gewerbe, schließt immer der Eigentümer des Gebäudes ab und zahlt auch die Beiträge an den Versicherer. Die Kosten der Gebäude­versicherung können jedoch über die Nebenkostenabrechnung auf die Mieter oder gegebenenfalls im Rahmen eines Pachtvertrages auf den Pächter umgelegt werden.

Wann braucht man eine gewerbliche Gebäude­versicherung?

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Wird ein Gebäude zu 50 Prozent oder mehr gewerblich genutzt, kann man es nicht mehr als Wohngebäude versichern, sondern benötigt eine gewerbliche Gebäude­versicherung.

Welche Gebäude­versicherung ist Pflicht?

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Es besteht keine Pflicht, eine Gebäude­versicherung abzuschließen. Es ist jedoch häufig sinnvoll.

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Katharina Burnus
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