Pferdekranken­versicherung Tarifvergleich, aktuelle Testergebnisse und Ratgeber (2024)

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Das Wichtigste in Kürze

  • Eine Pferdekranken­versicherung übernimmt für Sie die Kosten von teuren Behandlungen und Operationen Ihres Pferdes.
  • Aufgrund der Größe eines Pferdes können Operationen am Tier ohne Versicherungsschutz sehr teuer werden. Sie können mit Kosten bis zu 5.000 € rechnen.
  • Mit einer Pferdekranken­versicherung werden die Gesundheitskosten Ihres Pferdes besser kalkulierbar.
  • Bei uns können Sie eine Pferdekranken­versicherung bereits ab 275,71 € im Monat abschließen.
  • Je älter das Pferd, desto höher können die Versicherungsbeiträge ausfallen – sichern Sie Ihr Pferd so früh wie möglich ab.

Das erwartet Sie hier

Was eine Pferdekranken­versicherung ist, warum sie sinnvoll ist und mit welchen Kosten Sie rechnen müssen.

Inhalt dieser Seite
  1. Was ist eine Pferdekranken­­versicherung?
  2. Wann zahlt sie?
  3. Wann leistet sie nicht?
  4. Kosten und Preise
  5. Aktuelle Testergebnisse
  6. Die richtige Pferdekranken­­versicherung wählen
  7. Tipps unserer Experten
Foto von Munkhjin Enkhsaikhan
Zuletzt aktualisiert am

Was ist eine Pferdekranken­versicherung und wann ist sie sinnvoll?

Icon Reithelm

Wenn ein Pferd sich verletzt oder erkrankt, kann die Behandlung mehrere tausend Euro kosten. Sind in einem Jahr mehrere Behandlungen erforderlich, kann das durchaus eine große Lücke in die Ersparnisse von Pferdebesitzern reißen. Gegen solche schwer kalkulierbaren Kosten kann man sich jedoch absichern, beispielsweise mit einer Pferdekranken­versicherung. Diese Pferde­versicherung ist quasi eine private Krankenvoll­versicherung für Ihr Pferd, die zahlt, wenn dieses tierärztlich behandelt werden muss.


Wie funktioniert die Pferdekranken­versicherung?

Nachdem Sie einen Vertrag über eine Pferdekranken­versicherung abgeschlossen haben, zahlen Sie monatlich Beiträge, deren Höhe unter anderem vom Alter und Gesundheitszustand des Pferdes abhängt. Wird das Pferd krank oder verletzt sich, können Sie die Rechnungen für Operationen inklusive Vor- und Nachsorge, Medikamente und sonstige stationäre und ambulante Heilbehandlungen bei der Versicherung einreichen. Diese erstattet Ihnen dann die Kosten. Welche Behandlungen genau übernommen werden, hängt von Ihrem Tarif ab.


Für wen ist die Pferdekranken­versicherung sinnvoll?

Eine Tierkranken­versicherung ist für alle Pferdebesitzer sinnvoll, die nicht ihre finanziellen Rücklagen aufbrauchen möchten, wenn das Pferd erkrankt oder verunfallt. Trotz intensiver und liebevoller Pflege ist nie auszuschließen, dass ein solcher Fall eintritt und gerade Operationskosten können schnell die eigenen Ersparnisse übersteigen. Schon für kleinere Operationen bei derart großen Tieren müssen meist Beträge im vierstelligen Bereich aufgebracht werden und komplizierte chirurgische Eingriffe kosten einiges mehr. Mit einer Pferdekranken­versicherung schützen Sie sich vor solchen unvorhersehbaren finanziellen Belastungen und garantieren Ihrem Pferd eine angemessene Behandlung.

Die Top-Vorteile einer Pferdekranken­versicherung

  • Finanzielle Sicherheit bei komplexen und kostspieligen Krankheits­fällen
  • Versicherung von Fohlen ab 3 Monaten
  • Inklusive Vorsorgezuschuss und regenerative Therapien
  • Operationen unter Stand- und Vollnarkose

Nachteile der Pferdekranken­versicherung

Wann und was genau zahlt sie?

Welche konkreten Leistungen im jeweiligen Tarif enthalten sind, werden im Versicherungsvertrag festgelegt. Wir haben an dieser Stelle Leistungen für Sie zusammengefasst, die typischerweise in der Pferdekranken­versicherung enthalten sind.

Die wichtigsten Leistungen im Überblick

  • Ambulante Heilbehandlung
  • Stationäre Heilbehandlung
  • Operation nach Unfällen und Krankheit
  • Bildgebende Verfahren
  • Vollnarkose und Standnarkose
  • Nachbehandlung und Medikamente
  • Freie Tierarzt- und Klinikwahl

Mögliche Zusatzleistungen in der Pferdekranken­versicherung

Des Weiteren steuern Versicherer häufig Teilbeträge zu weiteren Leistungen hinzu, beispielsweise bei:

  • Alternative Behandlungsmethoden
  • Vorsorgebehandlungen (Impfungen, Wurmkuren, Testkits)
  • Regenerative Therapien
  • Entfernung von Gelenk-Chips

Fallbeispiele: Hier hilft die Pferdekranken­versicherung

Icon Arzt

Kieferbruch

Der Andalusier Ferdinand steht mit vielen anderen Pferden auf einer Koppel. Jeden Tag wird viel galoppiert und gesprungen. Plötzlich wird Ferdinand im Spiel vom Huf eines anderen springenden Pferdes unglücklich am Kiefer getroffen. Die Folge – ein Bruch, der dringend von einem Tierarzt operiert werden muss. Ohne eine Pferde-OP-Versicherung kommt auf Ferdinands Besitzer eine Summe von 15.000 Euro für den komplizierten Eingriff, den Klinikaufenthalt und weitere Nachbehandlungen zu.

Icon Pille und Tablette

Virusinfektion

Montana ist eine Araber-Stute mittleren Alters, die sich eine Virusinfektion zugezogen hat. Deshalb hustet sie stark, bekommt schlecht Luft und ihre Augen haben sich zudem entzündet. Daraus resultiert eine chronische Hornhaut­entzündung, die nun regelmäßig von einem Tierarzt behandelt werden muss. Für die Erstbehandlung der Virusinfektion muss der Pferdehalter 1.400 Euro aus eigener Tasche zahlen. Weiterhin fallen monatlich Behandlungskosten von 150 Euro für Medikamente an. Eine Pferdekranken­versicherung würde für diese hohe Summe aufkommen und Montanas Besitzer entlasten.

Hohe Kosten bei gesundheitlichen Behandlungen und Operationen

Wir haben für Sie die Kosten einiger gängiger Operationen bei Pferden ermittelt. Beachten Sie, dass es sich hierbei um Durchschnittswerte handelt und fallspezifische Kosten selbstverständlich je nach Pferd, Erkrankung und auch behandelndem Arzt sowie Komplexität der Operation abweichen.

BehandlungKosten
Kieferbruch-Operation15.000 €
Kolik-Operation8.000 €
Behandlung von einem Fesselträgerursprungs4.500 €
Griffelbein-Operation3.000 €
Knochenbruch2.000 €
Entfernung eines Magengeschwürs1.200 €
Gelenk-Arthroskopie1.200 €
Entfernung einer Zyste am Bein2.000 €

Derartige Schadensfälle übernimmt Ihre Pferdekranken­versicherung, inklusive mehrtägiger Nachbehandlung (etwa 10 Tage).

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Wann leistet sie nicht?

Wann die Pferdekranken­versicherung nicht zahlt

Welche Leistungen übernommen werden und welche nicht, hängt von dem individuellen Tarif ab. Beispielsweise können bestimmte Operationen explizit ausgenommen sein. Typische Leistungsausschlüsse sind:

  • Behandlungen während der Wartezeit
  • Bestimmte Routine- und Vorsorgebehandlungen
  • Behandlungen außerhalb des Geltungsbereich (zum Beispiel außerhalb von Deutschland oder außerhalb von Europa)
  • Vor­erkrankungen und angeborene Mängel
  • Unfälle durch grobe Fahrlässigkeit
  • Nicht wissenschaftlich anerkannte oder nicht durch Tierärzte durchgeführte Behandlungen
  • Bestimmte Pferde (zum Beispiel Rennpferde)

Unter Umständen ist es sinnvoll, sich vor einer Behandlung zu erkundigen, ob die Versicherung diese übernimmt.

Wie viel kostet das Ganze?

Rechenbeispiele: Kosten einer Pferdekranken­versicherung

Unsere Beispielperson möchte ihr einjähriges Pferd versichern. Was das kostet, hängt stark von der Selbst­beteiligung ab:

Selbst­beteiligungKosten pro Monat
0 €347,21 €
250 €291,50 €
500 €275,71 €

Icon Taschenrechner

Was beeinflusst die Höhe der Kosten?

  • Höhe des Selbstbehalts (0 bis 500 Euro)
  • Mindestvertragslaufzeit (1 Jahr oder 3 Jahre)
  • Alter des Pferdes (3 Monate bis 12 Jahre)
  • Zahlungsweise (monatlich oder jährlich)
  • Gewerbliche oder private Haltung des Pferdes

Was kostet Sie eine Pferdekranken­versicherung?

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Pferdekranken­versicherung im Test

Aktuell liegen keine spezifischen Testergebnisse zur Kranken­versicherung für Pferde vor. Sie können sich jedoch an Testergebnissen und Kundenbefragungen zur Tierkranken­versicherung im Allgemeinen orientieren, beispielsweise an Kundenbewertungen zur Fairness von Tierkranken­versicherern.

Ausschnitt der aktuellen Fairness-Testsieger (2024)

AnbieterAuszeichnung
Logo Allianz Deutschland AGAllianzSehr gut
Logo GHV VersicherungGHVSehr gut
Logo Uelzener VersicherungenUelzenerSehr gut

Die ganze Tabelle und die aktuellen Testsieger der Tierkranken­versicherung sowie die Empfehlungen unserer Experten finden Sie hier:

Alle Tierkranken­versicherer im Test (2024)

So wählen Sie die beste Pferdekranken­versicherung

Worauf sollten Sie beim Tarif- und Leistungsvergleich achten?

  • Beachten Sie die jährliche Leistungsgrenze. Das ist der Betrag, bis zu dem der Versicherer maximal die Kosten trägt. Idealerweise ist diese „unbegrenzt“.
  • Berücksichtigen Sie den Erstattungssatz nach der Gebührenordnung der Tierärzte (GOT), typischerweise 2-fach. Komplexe Operationen oder besondere Fachkliniken setzen mitunter einen höheren Satz an. Die Kostendifferenz der Leistung müssten Sie dann selbst tragen.
  • Bedenken Sie, dass viele Versicherer Prämien abhängig zum Alter festlegen, weshalb festgesetzte Leistungen mit fortschreitendem Alter mehr kosten könnten. Auch übernehmen Versicherer bei älteren Tieren unter Umständen nicht mehr 100 Prozent der Behandlungskosten.

So gehen Sie vor

  1. Bedarfsanalyse
    Überlegen Sie, welchen Versicherungsbedarf Sie haben. Wollen Sie sich nur gegen das Risiko teurer Operationen versichern oder lieber ein breites Spektrum von Behandlungen versichern? Welche Selbst­beteiligung ist akzeptabel für Sie?
  2. Tarifvergleich
    Vergleichen Sie verschiedene Anbieter und Tarife der Pferdekranken­versicherung. Dafür können Sie unseren Online-Tarifrechner nutzen. Tragen Sie einfach die notwendigen Angaben zum Tier wahrheitsgemäß ein, wählen Sie Mindestlaufzeit und Selbstbehalt. Anschließend bekommen Sie alle verfügbaren Tarife angezeigt. Mit einem Klick auf Details erhalten Sie einen Einblick in das Leistungsspektrum.
  3. Antrag
    Beantragen Sie schließlich die gewünschte Versicherung. Achten Sie darauf, vollständige und umfassende Angaben zu Ihrem Pferd zu machen.
  4. Laufzeiten im Blick behalten
    Behalten Sie die Laufzeit des Vertrages im Blick, um gegebenenfalls fristgerecht kündigen und zu einer besseren Versicherung wechseln zu können.

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Diese Fehler sollten Sie beim Abschluss einer Pferdekranken­versicherung vermeiden

lesen
  • Kein Tarifvergleich
    Sie sollten sich die Zeit nehmen, verschiedene Tarife zu vergleichen, um das beste Angebot für Ihr Pferd zu finden.
  • Leistungsausschlüsse ignorieren
    Lesen Sie die Versicherungs­bedingungen genau. So erfahren Sie, ob Ihr Pferd beispielsweise auch im Ausland versichert ist.
  • Falsche Angaben
    Machen Sie zutreffende Angaben zu Ihrem Pferd und dessen Vor­erkrankungen.
  • Übersehen von Wartezeiten
    Beachten Sie, dass bei der Kranken­versicherung für Pferde in der Regel Wartezeiten gelten. Für verschiedene Beschwerden gelten verschiedene Wartezeiten.

Wichtige Tipps unserer Experten für Sie

Experten-Tipp 1:
Behandlung auch ohne große Ersparnisse

„Mit einer Pferdekranken­versicherung brauchen Pferdehalter nicht zögern, ihrem Tier in einer Notfallsituation die nötige Hilfe umgehend zukommen zu lassen. Es muss nicht erst abgewägt werden, ob die erforderlichen finanziellen Mittel zur Verfügung stehen oder nicht. Eine zeitnahe Behandlung der Pferdekrankheiten ohne Hindernisse ist garantiert.“

Foto von Benjamin Mai
Berater

Experten-Tipp 2:
Was ist beim Versicherungsschutz für Pferde ab 11 Jahren zu beachten?

„Ab einem Alter von 11 Jahren treten Pferde in das Senioren-Alter ein, was sich deutlich auf den Versicherungsschutz und die damit verbundenen Prämien auswirkt. Auf eine Pferdekranken­versicherung müssen Sie bei älteren Pferden aber keinesfalls pauschal verzichten, selbst dann nicht, wenn diese mitunter bereits Vor­erkrankungen vorweisen.

Versicherer entscheiden bei Pferden ab 11 Jahren fallspezifisch. Mitunter wird der Versicherer mit Ihrer Erlaubnis einige Informationen vom Tierarzt abfragen, zudem müssen Sie als Pferdehalter eine Reihe von Dokumentationen übermitteln, die sich mit der Krankheits­geschichte und in der Vergangenheit erfolgten Operationen befassen. Nach Prüfung wird der Versicherer Ihnen ein Angebot machen. Es kann sein, dass je nach Fall einzelne Erkrankungen oder Körperteile vom Versicherungsschutz ausgenommen sind.

Es ist einfacher, eine reine OP-Versicherung für Pferde in diesem Alter abzuschließen, da bei Vertragsabschluss weniger Anforderungen an den gesundheitlichen Zustand des Pferdes gestellt werden. Allgemein gilt auch, wie beim Menschen: Je früher die Pferdekranken­versicherung abgeschlossen wird, desto geringer sind die monatlichen Beiträge bei vollem Versicherungsschutz.“

Foto von Benjamin Mai
Berater

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Die häufigsten Fragen zur Pferdekranken­versicherung

Was ist eine Pferdekranken­versicherung?

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Eine Kranken­versicherung für ein Pferd übernimmt die Kosten für ambulante und stationäre Behandlungen, Medikamente sowie operative Eingriffe.

Wie sinnvoll ist eine Pferdekranken­versicherung?

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Tierarztkosten können aufgrund der Größe des Pferdes und der Schwere der Verletzungen sehr teuer werden. Vor allem Operationen können schnell 5.000 Euro kosten. Für ein Pferd ergibt eine Kranken­versicherung daher durchaus Sinn. So ist der Pferdehalter finanziell geschützt und kann seinem Tier die bestmögliche medizinische Versorgung bieten.

Wie viel kostet eine Pferdekranken­versicherung?

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Eine Krankenvoll­versicherung für ein Pferd gibt es bereist ab 164,01 Euro im Monat. Eine reine Pferde-OP-Versicherung kostet monatlich ab 14,33 Euro.

Weitere Pferde­versicherungen


Pferde-OP-Versicherung als günstige Alternative

Anders als eine Pferdekranken­versicherung deckt eine Tier-OP-Versicherung für das Pferd nur Operationskosten aufgrund einer Krankheit oder eines Unfalls ab. Die Kostenabdeckung erfolgt dabei bis zu 100 Prozent. Eine gute Pferde-OP-Versicherung kommt für:

  • den Tag vor dem Eingriff
  • den Eingriff selbst
  • bis zu 10 Tage Nachbehandlung
  • die Unterbringung in einer Tierklinik auf

Die besten Angebote zur Pferde-OP-Versicherung

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Katharina Burnus
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