Berufsunfähigkeits­versicherung für Zahnärzte

Kosten, Leistungen, aktuelle Testergebnisse und Vergleich (2022)
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Das erwartet Sie hier

Wieso eine Berufsunfähigkeits­versicherung für Zahnärzte wichtig ist, was sie kostet und wieso eine Absicherung bereits während des Studiums sinnvoll ist.

Inhalt dieser Seite
  1. Berufsunfähigkeits­­versicherung für Zahnärzte
  2. Leistungen
  3. Angestellte und selbständige Zahnärzte
  4. Kosten (inkl. Kostenbeispiel)
  5. Aktuelle Testergebnisse
  6. Tipps für den Vergleich
  7. Fazit

Das Wichtigste in Kürze

  • Zahnärzte sollten das Risiko einer Berufsunfähigkeit nicht unterschätzen – gerade mit eigener Praxis kann dies zu einem finanziellen Laster werden.
  • Eine private Berufs­unfähig­keits­rente lohnt sich weit mehr – und wird früher gezahlt – als die Absicherung durch die Versorgungswerke.
  • Die meisten Versicherer bieten spezielle Tarife für medizinisches Personal an.
  • Unsere unabhängigen BU-Experten unterstützen Sie: Bei uns können sich Zahnärzte bereits ab 31,23 € im Monat versichern.

Berufsunfähigkeits­versicherung für Zahnärzte

Eine Berufs­unfähig­keits­versiche­rung können Sie auch abschließen, bevor Sie sich erfolgreich zum Zahnarzt spezialisiert haben. Schon im Medizinstudium ist die finanzielle Absicherung Ihrer Arbeitskraft sinnvoll. Während Ihres voraussichtlich langen Berufslebens kann eine Reihe von Gründen zu Berufsunfähigkeit führen. Im Vergleich zur staatlichen Erwerbsminderungsrente und den Leistungen Ihres Versorgungswerkes erhalten Sie mit der privaten Berufs­unfähig­keits­versiche­rung für Zahnärzte früher und mehr Rente ausbezahlt.


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Das leistet eine Berufsunfähigkeits­versicherung für Zahnärzte

Eine Berufs­unfähig­keits­versiche­rung zahlt eine Berufsunfähigkeitsrente in vorher vereinbarter Höhe aus. Als berufsunfähig gilt normalerweise, wer zu mindestens 50 Prozent nicht mehr arbeitsfähig ist. Dieser Zustand muss über sechs Monate lang andauern. Für Zahnärzte sind zudem folgende Zusatzleistungen besonders interessant:

Infektionsklausel

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Hiermit wird sichergestellt, dass ein Zahnarzt auch dann als berufsunfähig gilt, wenn ihm die Arbeit aufgrund einer potenziellen Gefährdung seiner Patienten untersagt wird.

Ein Beispiel aus den Bedingungen eines Versicherers: „Vollständige Berufsunfähigkeit liegt auch dann vor, wenn der versicherten Person zur Verhinderung der Weiterverbreitung einer Infektion die Ausübung ihrer beruflichen Tätigkeit wegen Krankheit, Krankheits­verdachts, Ansteckungsverdachts oder Ausscheidens durch Verfügung der zuständigen Behörde vollständig untersagt wird (z.B. nach § 31 des deutschen Infektions­schutz­gesetzes). Die Untersagung muss sich auf einen Zeitraum von mehr als sechs Monaten erstrecken.“

Nach­versicherungsgarantie

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Diese bietet die Möglichkeit, die Berufsunfähigkeitsrente ohne erneute Gesundheitsprüfung zu erhöhen, z.B. wenn man eine Gehaltsstufe aufgestiegen ist oder eine eigene Praxis eröffnet wurde.

Verzicht auf abstrakte Verweisung

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Grundsätzlich sollte man eine BU nur abschließen, wenn keine sogenannte „abstrakte Verweisung“ Teil des Vertrags ist. Sofern eine solche Teil des Vertrages wäre, könnte der Versicherer den Versicherten nämlich auf einen anderen Beruf verweisen. Könnte der Versicherte diesen anderen Beruf ausüben, müsste das Versicherungsunternehmen keine Rente zahlen.

Absicherung über die Versorgungswerke ist nicht ausreichend

Grundsätzlich sind Zahnärzte über das Versorgungswerk ihrer zuständigen Zahnärztekammer versichert. Diese leistet auch bei Berufsunfähigkeit. Die verschiedenen berufsständischen Versorgungswerke stellen dabei ihre eigenen Statuten auf. Im Zweifel müssen Sie aber davon ausgehen, dass Sie erst bei 100-prozentiger Berufsunfähigkeit von dort eine Rente erhalten. Stattdessen wird man Sie dort auf eine verwandte Tätigkeit verweisen. Sie müssten dann als Zahnarzt beispielsweise an einer Berufsschule unterrichten oder Autor für Fachjournale werden.

Aus diesem Grund ist die zusätzliche private Vorsorge sinnvoll, die bereits ab 50 Prozent Berufsunfähigkeit leistet. Die Leistungen einer privaten BU sowie des Versorgungswerks werden nicht miteinander verrechnet. Wenn die Berufsunfähigkeit von beiden anerkannt wird, können versicherte Zahnärzte auch mit den Leistungen beider rechnen.

Die Versorgungswerke für Zahnärzte sind regional organisiert. Zum Beispiel treten Berliner Zahnärztinnen und Zahnärzte mit dem Versorgungswerk – Zahnärztekammer Berlin in Kontakt.


Häufige Ursachen von Berufsunfähigkeit bei Zahnärzten

Bei den zahnmedizinischen Berufen sind Erkrankungen

  • der Gelenke,
  • der Wirbelsäule,
  • der geistigen Gesundheit,
  • der Haut (z. B. Allergien oder Ekzeme)
  • sowie Krebs­erkrankungen

besonders häufig Ursache für eine Berufsunfähigkeit. Beispielsweise können Muskel­erkrankungen das präzise Arbeiten mit den Händen Zahnärzte berufsunfähig werden lassen.

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Tipps für angestellte und selbständige Zahnärzte

Berufsunfähigkeit bei angestellten Zahnärzten

Berufs­unfähig­keits­versiche­rungen für angestellte Zahnärzte, die z.B. für ein Heilzentrum arbeiten, gibt es zu regulären Bedingungen. Wie allen Arbeitnehmern steht auch Ihnen als Zahnmediziner die Lohnfortzahlung im Krankheits­fall bzw. das Krankengeld Ihrer Kranken­versicherung zu. Doch bei längerem Ausfall wird eine private Berufs­unfähig­keits­versiche­rung für Zahnärzte notwendig.


Berufsunfähigkeit bei niedergelassenen Zahnärzten

Gehören Sie zu den vielen Zahnärzten, die sich mit einer eigenen Praxis selbständig gemacht haben, dann gelten für Sie ähnliche Bedingungen wie bei der Berufs­unfähig­keits­versiche­rung für Selbständige.

Achten Sie als Selbständiger auf die Umorganisationsklausel

Wer eine eigene Arztpraxis besitzt, führt ein Unternehmen. Achten Sie deshalb schon beim Vergleich von Berufs­unfähig­keits­versiche­rungen für Zahnärzte darauf, dass die sogenannte Umorganisationsklausel möglichst ausgeschlossen wird. Andernfalls ist der Versicherer nicht verpflichtet, die BU-Rente zu zahlen, wenn stattdessen die Praxis so umorganisiert werden könnte, dass Sie dort noch arbeiten könnten.

Kosten einer Berufsunfähigkeits­versicherung für Zahnärzte

Die Kosten einer Berufs­unfähig­keits­versiche­rung für Zahnärzte hängen von verschiedenen Faktoren ab. Entscheidend für den Preis, den Sie für Ihre Absicherung zu zahlen haben, sind u.a.:

  • Alter
  • Eventuelle Vor­erkrankungen
  • Höhe der gewünschten BU-Rente

Auf Basis dieser Faktoren setzt sich der individuelle Preis zusammen. Zu berücksichtigen ist, dass die Prämien auch von einem zum anderen Anbieter enorm schwanken können. Auch unter sonst gleichbleibenden Umständen unterschieden sich die Preise, weshalb ein sorgfältiger Tarifvergleich unabdingbar ist.

Zur Illustration der möglichen Preisspannen

VersicherterAktuelles GehaltBU-RenteMonatsbeitrag
34, angestellt4.700 €4.000 €150-430 €
28, angestellt2.300 €4.000 €130-300 €

Eingruppierung von Zahnärzten: Risikoklasse B

In den Augen der Versicherer gehören Sie zur Berufsgruppe, die neben einfachen Büroarbeiten auch manuelle Arbeit leisten. Zahnmediziner und Zahntechniker werden in die Risikoklasse B eingruppiert. Dabei handelt es sich um die zweitbeste Kategorie. Wegen der besonderen Risiken müssen Sie nur mit einem geringen Risikoaufschlag rechnen.

Was kostet Sie als Zahnarzt eine Berufsunfähigkeits­versicherung?

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Berufs­unfähig­keits­versiche­rungen für Zahnärzte: Aktuelle Test­ergebnisse (2022)

Die besten Versicherer für Mediziner

Das Institut für Vorsorge und Finanzplanung (IVFP) hat 2021 zahlreiche Tarife der Berufsunfähigkeits­versicherung für verschiedene Berufsgruppen geprüft – darunter auch für medizinische Berufe. Die Mehrheit der geprüften Tarife können mit „exzellent“ oder „sehr gut“ überzeugen (Quelle).


Die besten BU-Tarife für medizinische Berufe: Testsieger 2021 (Auswahl)

Folgende Versicherer und Tarife werden im Test des IVFP mit „exzellent“ in der Gesamtnote bewertet:

AnbieterTarif
AllianzBerufsunfähigkeitsPolice
Alte LeipzigerSecurAL
BaslerBerufsunfähigkeitsVersicherung
HDIEGO Top
LV 1871Golden BU
Swiss LifeKlinikRente.BU
Volkswohl BundSelbstständige Berufsunfähigkeits­versicherung
Alphabetisch geordnet

Weitere aktuelle Testberichte und Testsieger der Berufsunfähigkeits­versicherungen haben wir Ihnen hier zusammengefasst:

Aktuelle Testberichte zur Berufsunfähigkeits­versicherung (2022)

Berufsunfähigkeits­versicherungen für Zahnärzte vergleichen

Zum Versicherungsvergleich sollten Interessierte sich vorher informieren, auf welche Faktoren sie bei Auswahl von Anbietern und Tarifen achten müssen. In jedem Falle sollten angestellte und selbstständige Zahnärzte auf folgende Tarif-Aspekte achten:

  • Verzicht auf die abstrakte Verweisung
  • Nach­versiche­rungs­garantien (Anpassung der BU-Rente an neue Lebensumstände ohne neue Gesundheitsprüfung)
  • Rückwirkende Zahlung (auch, wenn die Meldung der Berufsunfähigkeit verspätet einging)
  • Bei selbständigen Zahnärzten: Verzicht auf Umorganisation bei Berufsunfähigkeit
  • Einschluss einer Infektionsklausel

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Fazit

Auch wenn sich Zahnärzte dank attraktiver Konditionen günstig versichern können, ist ein fachkundiger Vergleich der Anbieter und Tarife im Vorfeld unabdingbar. Für diesen Vergleich wenden Sie sich am besten an unsere erfahrenen Versicherungsfachleute. Diese sind auf Versicherungen für Ärzte und Zahnärzte spezialisiert und Experten für Berufs­unfähig­keits­versiche­rungen. Zögern Sie nicht, unsere Versicherungsprofis für eine unverbindliche, kostenlose und umfassende BU-Beratung zu kontaktieren. Wir unterstützen Sie gerne und wählen gemeinsam mit Ihnen einen den passenden Anbieter und Tarif aus. Nutzen Sie auch gern unseren kostenfreien Tarifrechner, um direkt passende Tarife zu vergleichen und abzuschließen.

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Foto von Katharina Tennius
Katharina Tennius
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