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Berufs­unfähig­keits­versiche­rung für Zahnärzte

Eine private BU als Ergänzung zum Schutz durch das Versorgungswerk.
Das Wichtigste in Kürze
  • Eine Berufs­unfähig­keits­versiche­rung sichert Zahnärzte gegen finanzielle Risiken bei langfristiger Berufs­unfähigkeit ab.
  • Eine private Berufs­unfähig­keits­rente lohnt sich weit mehr – und wird früher gezahlt – als die Absicherung durch die Versorgungswerke.
  • Die Kosten hängen u.a. von Alter, Gesundheits­zustand, gewünschter Rentenhöhe und dem jeweiligen Anbieter ab.
  • Die meisten Versicherungs­gesellschaften bieten spezielle Tarife für medizinisches Personal an.
  • Für niedergelassene Zahnärzte gilt es, beim Tarifvergleich auf den Ausschluss einer Umorganisations­klausel zu achten.

Berufs­unfähig­keits­versiche­rung für Zahnärzte

Eine Berufs­unfähig­keits­versiche­rung können Sie auch abschließen, bevor Sie sich erfolgreich zum Zahnarzt spezialisiert haben. Schon im Medizinstudium ist die finanzielle Absicherung Ihrer Arbeitskraft sinnvoll. Während Ihres voraussichtlich langen Berufslebens kann eine Reihe von Gründen zu Berufsunfähigkeit führen.

Im Vergleich zur staatlichen Erwerbsminderungsrente und den Leistungen Ihres Versorgungswerkes erhalten Sie mit der privaten Berufs­unfähig­keits­versiche­rung für Zahnärzte früher und mehr Rente ausbezahlt.

… mehr zur Berufsunfähigkeitsversicherung

Unser Service für Sie

Sind Sie Zahnarzt und denken über eine Berufs­unfähig­keits­versiche­rung nach, beraten Sie unsere Spezialisten gerne kostenlos und unverbindlich. Kontaktieren Sie uns unter der Nummer 030 – 120 82 82 8 oder unter kontakt@transparent-beraten.de.

Gemäß unserer leitenden Spezialistin für Zahnärzte Nicole Gerwert beginnt eine Beratung mit einer Befragung zum beruflichen Werdegang, um die Risiken einschätzen zu können. „Bei angestellten Zahnärzten frage ich auch immer nach, wie wahrscheinlich eine Selbständigkeit ist.“ Wird eine solche ins Auge gefasst, wird dies bei der Wahl der Versicherung berücksichtigt. „Gerade bei Selbständigen muss der Schutz besonders hoch sein. Zudem dient eine BU-Police auch als Kreditsicherung bei Banken.“

Wichtig ist laut Gerwert auch, dass die Versicherung zahlt, wenn berufsunfähige Zahnärzte ähnliche Berufe noch ausüben können: „Bei Zahnärzten gilt zudem die Besonderheit, dass sie zu Beginn ihrer Karriere relativ wenig verdienen und der Lohn dann im 3. Berufsjahr sprunghaft ansteigt.“ Eine gute BU-Police braucht deshalb für einen solchen Lohnsprung eine Nach­versiche­rungs­garantie, damit keine erneute Gesundheitsprüfung nötig wird.

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Video: Die wichtigsten Versicherungen für Zahnärzte erklärt von Spezialistin Nicole Gerwert


Leistungen einer Berufs­unfähig­keits­versiche­rung

Eine Berufs­unfähig­keits­versiche­rung zahlt eine Berufsunfähigkeitsrente in vorher vereinbarter Höhe aus. Als berufsunfähig gilt normalerweise, wer zu mindestens 50 Prozent nicht mehr arbeitsfähig ist. Dieser Zustand muss über sechs Monate lang andauern. Für Zahnärzte sind zudem folgende Zusatzleistungen besonders interessant:

Hiermit wird sichergestellt, dass ein Zahnarzt auch dann als berufsunfähig gilt, wenn ihm die Arbeit aufgrund einer potenziellen Gefährdung seiner Patienten untersagt wird.

Ein Beispiel aus den Bedingungen eines Versicherers: „Vollständige Berufsunfähigkeit liegt auch dann vor, wenn der versicherten Person zur Verhinderung der Weiterverbreitung einer Infektion die Ausübung ihrer beruflichen Tätigkeit wegen Krankheit, Krankheitsverdachts, Ansteckungsverdachts oder Ausscheidens durch Verfügung der zuständigen Behörde vollständig untersagt wird (z.B. nach § 31 des deutschen Infektionsschutzgesetzes). Die Untersagung muss sich auf einen Zeitraum von mehr als sechs Monaten erstrecken.“

Diese bietet die Möglichkeit, die Berufsunfähigkeitsrente ohne erneute Gesundheitsprüfung zu erhöhen, z.B. wenn man eine Gehaltsstufe aufgestiegen ist oder eine eigene Praxis eröffnet wurde.

Grundsätzlich sollte man eine BU nur abschließen, wenn keine sogenannte „abstrakte Verweisung“ Teil des Vertrags ist. Sofern eine solche Teil des Vertrages wäre, könnte der Versicherer den Versicherten nämlich auf einen anderen Beruf verweisen. Könnte der Versicherte diesen anderen Beruf ausüben, müsste das Versicherungsunternehmen keine Rente zahlen.

(… mehr zur abstrakten Verweisung)

Absicherung über die Versorgungswerke ist nicht ausreichend
Grundsätzlich sind Zahnärzte über das Versorgungswerk ihrer zuständigen Zahnärztekammer versichert. Diese leistet auch bei Berufsunfähigkeit. Die verschiedenen berufsständischen Versorgungswerke stellen dabei ihre eigenen Statuten auf. Im Zweifel müssen Sie aber davon ausgehen, dass Sie erst bei 100-prozentiger Berufsunfähigkeit von dort eine Rente erhalten. Stattdessen wird man Sie dort auf eine verwandte Tätigkeit verweisen. Sie müssten dann als Zahnarzt beispielsweise an einer Berufsschule unterrichten oder Autor für Fachjournale werden.

Aus diesem Grund ist die zusätzliche private Vorsorge sinnvoll, die bereits ab 50 Prozent Berufsunfähigkeit leistet. Die Leistungen einer privaten BU sowie des Versorgungswerks werden nicht miteinander verrechnet. Wenn die Berufsunfähigkeit von beiden anerkannt wird, können versicherte Zahnärzte auch mit den Leistungen beider rechnen.

Die Versorgungswerke für Zahnärzte sind regional organisiert. Zum Beispiel treten Berliner Zahnärztinnen und Zahnärzte mit dem Versorgungswerk – Zahnärztekammer Berlin in Kontakt.

… mehr zu den Leistungen einer BU

Tipps für angestellte und selbständige Zahnärzte

Berufsunfähigkeit bei angestellten Zahnärzten

Berufs­unfähig­keits­versiche­rungen für angestellte Zahnärzte, die z.B. für ein Heilzentrum arbeiten, gibt es zu regulären Bedingungen. Wie allen Arbeitnehmern steht auch Ihnen als Zahnmediziner die Lohnfortzahlung im Krankheitsfall bzw. das Krankengeld Ihrer Krankenversicherung zu. Doch bei längerem Ausfall wird eine private Berufs­unfähig­keits­versiche­rung für Zahnärzte notwendig.

Berufsunfähigkeit bei niedergelassenen Zahnärzten

Gehören Sie zu den vielen Zahnärzten, die sich mit einer eigenen Praxis selbständig gemacht haben, dann gelten für Sie ähnliche Bedingungen wie bei der Berufs­unfähig­keits­versiche­rung für Selbständige.

Achten Sie als Selbständiger auf die Umorganisationsklausel
Wer eine eigene Arztpraxis besitzt, führt ein Unternehmen. Achten Sie deshalb schon beim Vergleich von Berufs­unfähig­keits­versiche­rungen für Zahnärzte darauf, dass die sogenannte Umorganisationsklausel möglichst ausgeschlossen wird. Andernfalls ist der Versicherer nicht verpflichtet, die BU-Rente zu zahlen, wenn stattdessen die Praxis so umorganisiert werden könnte, dass Sie dort noch arbeiten könnten.
… mehr zur BU für Selbständige

Kosten einer Berufs­unfähig­keits­versiche­rung für Zahnärzte

Die Kosten einer Berufs­unfähig­keits­versiche­rung für Zahnärzte hängen von verschiedenen Faktoren ab. Entscheidend für den Preis, den Sie für Ihre Absicherung zu zahlen haben, sind u.a.:

  • Alter
  • Eventuelle Vorerkrankungen
  • Höhe der gewünschten BU-Rente

Auf Basis dieser Faktoren setzt sich der individuelle Preis zusammen.

Zu berücksichtigen ist, dass die Prämien auch von einem zum anderen Anbieter enorm schwanken können. Auch unter sonst gleichbleibenden Umständen unterschieden sich die Preise, weshalb ein sorgfältiger Tarifvergleich unabdingbar ist.

Zur Illustration der möglichen Preisspanne:

VersicherterAktuelles GehaltBU-RenteMonatsbeitrag
34, angestellt4.700 €4.000 €150-430 €
28, angestellt2.300 €4.000 €130-300 €

Eingruppierung von Zahnärzten: Risikoklasse B

In den Augen der Versicherer gehören Sie zur Berufsgruppe, die neben einfachen Büroarbeiten auch manuelle Arbeit leisten. Zahnmediziner und Zahntechniker werden in die Risikoklasse B eingruppiert. Dabei handelt es sich um die zweitbeste Kategorie. Wegen der besonderen Risiken müssen Sie nur mit einem geringen Risikoaufschlag rechnen.

… mehr zu den Kosten einer BU

Häufige Ursachen von Berufsunfähigkeit bei Zahnärzten
Bei den zahnmedizinischen Berufen sind Erkrankungen

  • der Gelenke,
  • der Wirbelsäule,
  • der geistigen Gesundheit,
  • der Haut (z. B. Allergien oder Ekzeme)
  • sowie Krebserkrankungen

besonders häufig Ursache für eine Berufsunfähigkeit.

Beispielsweise können Muskelerkrankungen das präzise Arbeiten mit den Händen Zahnärzte berufsunfähig werden lassen.

… mehr zu den Ursachen für Berufsunfähigkeit

Berufs­unfähig­keits­versiche­rungen für Zahnärzte: Aktuelle Test­ergebnisse

Zahlreiche Portale und Agenturen unterziehen Versicherer regelmäßig Tests und Vergleichen. Im Hinblick auf die Berufs­unfähig­keits­versiche­rung für Zahnärzte bietet etwa die unabhängige Ratingagentur softfair ein Leistungs-Rating. Wie aus dem Test 2019 hervorgeht, bieten fast sämtliche Versicherungsanbieter geeignete Tarife für die spezielle Zielgruppe der Zahnärzte (Quelle).

Zu den Versicherern, die nach aktuellen Ratings Top-Tarife bieten und die auch unsere Experten empfehlen können, gehören:

Diese und andere etablierte Versicherungsträger bieten spezielle Produkte für Mediziner an. Als ausgewiesene Versicherer für Ärzte sind sie darauf ausgerichtet, günstigen Versicherungsschutz für diese Berufsgruppe bereitzustellen und kommen sowohl für angestellte als auch für selbständige Zahnärzte in Betracht.

… mehr Tests zur BU
Vergleichs-Hinweise: Wichtige Aspekte bei der Auswahl
Zum Versicherungsvergleich sollten Interessierte sich vorher informieren, auf welche Faktoren sie bei Auswahl von Anbietern und Tarifen achten müssen. In jedem Falle sollten angestellte und selbstständige Zahnärzte auf folgende Tarif-Aspekte achten:

  • Verzicht auf die abstrakte Verweisung
  • Nach­versiche­rungs­garantien (Anpassung der BU-Rente an neue Lebensumstände ohne neue Gesundheitsprüfung)
  • Rückwirkende Zahlung (auch, wenn die Meldung der Berufsunfähigkeit verspätet einging)
  • Bei selbständigen Zahnärzten: Verzicht auf Umorganisation bei Berufsunfähigkeit
  • Einschluss einer Infektionsklausel
… mehr zu BU-Klauseln und Regelungen

Fazit

Auch wenn sich Zahnärzte dank attraktiver Konditionen günstig versichern können, ist ein fachkundiger Vergleich der Anbieter und Tarife im Vorfeld unabdingbar. Für diesen Vergleich wenden Sie sich am besten an unsere erfahrenen Versicherungsfachleute. Diese sind auf Versicherungen für Ärzte und Zahnärzte spezialisiert und Experten für Berufs­unfähig­keits­versiche­rungen. Zögern Sie nicht, unsere Versicherungsprofis für eine unverbindliche, kostenlose und umfassende BU-Beratung zu kontaktieren. Wir sind per Telefon unter der Nummer 030 – 120 82 82 8 erreichbar, oder per E-Mail unter kontakt@transparent-beraten.de. Wir unterstützen Sie gerne und wählen gemeinsam mit Ihnen einen den passenden Anbieter und Tarif aus. Über das folgende Formular können Sie außerdem direkt einen kostenlosen Tarifvergleich anfordern.

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Weitere Versicherungen für Zahnärzte

Die Berufs­unfähig­keits­versiche­rung gehört zu den wichtigsten Versicherungen für Zahnärzte. Je nach Bedarf und individueller Situation können weitere Absicherungen für den Zahnarzt wichtig sein:

… mehr zu Versicherungen für Zahnärzte
Dieser Artikel wurde zuletzt am 02.04.2020 aktualisiert.
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Mario Müller
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