Statistisch gesehen wird jeder zweite Mensch im Laufe seines Lebens irgendwann pflegebedürftig. Die gesetzliche Pflegeversicherung bietet nur eine Grundabsicherung und oft reichen diese Leistungen nicht aus, um im Ernstfall die Kosten einer guten Pflege zu tragen. Diese Lücke schließt man am besten mit einer privaten Pflegeversicherung.

Wozu eine private Pflegeversicherung?

Seit 1995 ist man gesetzlich dazu verpflichtet, sich gegen das Pflegerisiko abzusichern. Sind Sie gesetzlich versichert, läuft auch die Pflegepflichtversicherung über Ihre Krankenkasse. Bei den Privatanbietern liegen Kranken- und Pflegepflichtversicherung meist ebenfalls in einer Hand.
Jedoch sind die Leistungen aus der gesetzlichen Pflegepflichtversicherung zum Teil recht mager und im Pflegefall können schnell große finanzielle Deckungslücken entstehen, die nur durch die Leistungen einer privaten Pflegeversicherung geschlossen werden können.

Aufgrund der demographischen Entwicklung wird sich das Problem noch weiter verschärfen. So ist davon auszugehen, dass die Kosten, die im Pflegefall aus der eigenen Tasche bezahlt werden müssen, sich weiter erhöhen werden.

Alexander Vorgerd
Das sagt Experte Alexander Vorgerd:

„Die Pflegebedürftigkeit steigt in Deutschland immer weiter an, was vor allem der hohen Lebenserwartung geschuldet ist. Das Problem: Die Restkosten muss man selber bezahlen. Der Staat erstattet, je nach Pflegegrad, nur einen Teil. Im schlimmsten Fall muss daher das Ersparte her oder die eigenen Kinder müssen für die Kosten aufkommen. Nur im äußersten Notfall wird die Pflege komplett vom Staat bezahlt.“

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Pflegeversicherung

Info: Checkliste zur privaten Pflegeversicherung
Wenn Sie eine private Pflegeversicherung abschließen wollen, sollten Sie neben einem günstigen Beitrag und der Höhe des Tagegeldes außerdem noch auch folgende Leistungsmerkmale achten:

  • Leistung sollte auch bei Pflege durch Laien gewährleistet werden (beispielsweise Familienangehörige)
  • Einfacher Nachweis der Pflegebedürftigkeit
  • Beitragsfreistellung der Pflegezusatzversicherung im Leistungsfall
  • Versicherungs- bzw. Leistungsdynamik ohne Gesundheitsprüfung
  • Leistung ab Pflegegrad 1
  • Verzicht auf Wartezeit

Was für Pflegeversicherungen gibt es?

Pflegetagegeld

Laut Stiftung Warentest ist eine Pflegetagegeldversicherung die beste Möglichkeit, für einen Pflegefall vorzusorgen, denn sie lässt dem Versicherten die Wahl, für welche Dienstleistungen er im Pflegefall das Geld verwendet. Bei Vertragsschluss wird die Höhe des Pflegetagegeldes vereinbart, dass dann für jeden Tag, an dem Sie Pflege benötigen, gezahlt wird. Die ausgezahlte Höhe hängt von der Pflegebedürftigkeit und dem Pflegegrad ab. In dieser Variante ist allerdings das Risiko einer Kostensteigerung der Pflegekosten nicht abgesichert.

Pflegekostenversicherung

Die Pflegekostenversicherung orientiert sich an der Praxis der Krankenversicherer. Sie erstattet Ihnen die tatsächlich entstandenen Kosten bis zu einem Höchstbetrag. Diese Variante ist besonders sinnvoll, wenn die Pflege durch professionelles Personal erfolgen soll. Welchen Anteil der Kosten die Pflegeversicherung übernehmen soll, wird bei Vertragsabschluss festgelegt. Der Nachteil dieser Form der Pflegeversicherung ist, dass Familien- und Freundschaftshilfe finanziell oftmals nur gering unterstützt wird.

Pflegerentenversicherung

Die Pflegerentenversicherung bietet eine lebenslange monatliche Leistung, wenn der Versicherte pflegebedürftig wird. Sie ist eine spezielle Form der Lebensversicherung und die Höhe der monatlichen Zahlungen wird mit dem Versicherungsunternehmen vereinbart.
Eine Pflegerentenversicherung ist meist viel teurer als andere Policen für den Pflegefall, dafür bietet sie mehr Flexibilität. So kann beispielsweise eine Zeit lang der Beitrag ausgesetzt werden.

Welche ist für mich die Richtige? Wir als Versicherungsmakler in Berlin beantworten Ihnen gern alle Fragen zur Pflegeversicherung per E-Mail, telefonisch oder gern auch persönlich in unserem Berliner Büro.

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Was zahlt der Staat im Fall der Pflegebedürftigkeit?

Zuerst einmal muss man wissen, dass es seit 2017 fünf verschiedene Pflegegrade gibt, in die eine pflegebedürftige Person eingeteilt wird. Dazu erstellt die gesetzliche Pflegekasse ein Gutachten und bestimmt anhand dessen, in welchem Umfang Pflegeleistungen benötigt werden.

Pflegegrade

Pflegrade Art und Grad der Pflegebedürftigkeit
Pflegegrad 1 geringe Beeinträchtigung der Selbständigkeit oder der Fähigkeiten (ab 12,5 bis unter 27 Gesamtpunkten im Begutachtungsinstrument)
Pflegegrad 2 erhebliche Beeinträchtigungen der Selbständigkeit oder der Fähigkeiten (ab 27 bis unter 47,5 Gesamtpunkte)
Pflegegrad 3 schwere Beeinträchtigungen der Selbständigkeit oder der Fähigkeiten (ab 47,5 bis unter 70 Gesamtpunkte)
Pflegegrad 4 schwerste Beeinträchtigungen der Selbständigkeit oder der Fähigkeiten (ab 70 bis unter 90 Gesamtpunkte)
Pflegegrad 5 schwerste Beeinträchtigungen der Selbständigkeit oder der Fähigkeiten, die besondere Anforderungen an die pflegerische Versorgung stellen (ab 90 bis 100 Gesamtpunkte)

Leistungen der gesetzlichen Pflegeversicherung

Ist der Pflegegrad bekannt, richtet sich die Höhe der monatlichen Pflegeleistungen nach der Art der Pflege.

PFLEGEGRAD 1 2 3 4 5
Geldleistung ambulant,  in Euro 316 545 728 901
Sachleistung ambulant,  in Euro 689 1.298 1.612 1.995
Entlastungsbetrag ambulant (zweckgebunden), in Euro 125 125 125 125 125
Leistungsbetrag vollstationär, in Euro 125 770 1.262 1.775 2.005

Zusätzliche Vorsorge ist nötig

Bedenkt man nun, dass ein Pflegeplatz für eine vollstationäre Betreuung in Stufe III monatlich 3.500 Euro und mehr kostet, wird schnell deutlich, dass die gesetzliche Pflegepflichtversicherung nur unzureichenden Schutz bietet. Und dabei ist nicht klar, wie sich die Situation weiterentwickeln wird. Experten gehen davon aus, dass es in Zukunft immer mehr pflegebedürftige Personen geben wird (Quelle).

Da die Lebenserwartung in Deutschland steigt, wird Pflege auch immer länger benötigt. Reicht das eigene Einkommen und Vermögen nicht aus, die Pflegekosten zu stemmen, können auch Angehörige wie Ehepartner oder Kinder zur Zahlung verpflichtet werden. Darum ist es sinnvoll, privat vorzusorgen.

Private Pflegeversicherung für Beamte

Beamte besitzen in der privaten Pflegeversicherung einen Sonderstatus. Sie genießen den sogenannten Beihilfestatus. Dies bedeutet, dass bei Eintritt einer Pflegebedürftigkeit der Arbeitgeber zwischen 50 und 70 Prozent der anfallenden Pflegekosten übernimmt. Sie benötigen einen Beihilfe-Tarif in der privaten Krankenversicherung. Dieser deckt die Kosten ab, die nicht vom Staat getragen werden.

Tipp: Private Pflegeversicherung möglichst früh abschließen
Verbraucher sollten spätestens zwischen Mitte 40 und Ende 50 eine private Pflegeversicherung abgeschlossen haben. Denn in diesem Alter können sie noch einen guten Tarif bekommen. Wer sich schon früher für eine private Pflegeversicherung entscheidet,kann noch mehr Geld sparen. Je jünger die Versicherten beim Vertragsabschluss sind, desto geringer ist die Beitragshöhe. Personen ab 70 Jahre werden in der Regel keine private Pflegeversicherung mehr abschließen können.

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So berechnet sich der Beitrag zur privaten Pflegeversicherung

Die Beiträge zur privaten Pflegeversicherung sind von Kunde zu Kunde unterschiedlich hoch.  Anders als bei der gesetzlichen Pflegeversicherung können sowohl Prämien als auch Leistungen individuell festgelegt werden. Es gibt zudem noch weitere Faktoren, die den Beitragssatz der privaten Pflegeversicherung beeinflussen können, unter anderem:

  • das Alter des Versicherungsnehmers bei Vertragsabschluss
  • der Gesundheitszustand des Versicherungsnehmers
  • Vereinbarte Leistungsstaffelungen nach Pflegestufen

Die Private Pflegeversicherung kündigen

Der Versicherungsvertrag einer privaten Pflegezusatzversicherung wird in der Regel unbefristet abgeschlossen. Bei vielen Gesellschaften gibt es jedoch eine Mindestvertragsdauer: Eine Kündigung ist dann beispielsweise frühestens zum Ende des dritten Versicherungsjahres möglich.
Der Versicherungsnehmer hat ein außerordentliches Kündigungsrecht, wenn der Versicherer die Beiträge erhöht, ohne gleichzeitig die Leistungen anzupassen. Wenn herauskommt, dass der Versicherungsnehmer bei der Gesundheitsbefragung falsche Angaben gemacht hat , kann der Vertrag vom Versicherungsunternehmen außerordentlich gekündigt werden und bereits geleistete Zahlungen können zurückgefordert werden.

Vergleichen lohnt sich

Die private Pflegezusatzversicherung ist eine gute Möglichkeit, für den Fall der Pflegebedürftigkeit vorzusorgen. Dabei sollte man aber nicht nur auf den Preis achten, sondern vor allem die angebotenen Leistungen vergleichen und die Vertragsbedingungen der verschiedenen Anbieter der privaten Pflegeversicherung genau zu betrachten. In unserem aktuellen Test zur privaten Pflegeversicherung können Sie die Tarife vergleichen, die am besten zu Ihnen passen.