Riester-Rente

Was 2026 und 2027 gilt: Neuabschluss nur bis 31.12.2026, wir prüfen Ihren Vertrag kostenfrei

Das erwartet Sie hier

Unser Ratgeber zur Riester-Rente: wie sie funktioniert, was die Reform für Ihren Vertrag bedeutet und wann sich eine Beratung vom Experten lohnt.

Inhalt dieser Seite
  1. Riester-Rente 2026 und 2027: Was gilt jetzt für Sie?
  2. Wie funktioniert die Riester-Rente?
  3. Was können Sie mit Ihrem Riester-Vertrag tun?
  4. Was kostet Ihr Riester-Vertrag und wie prüfen Sie das?
  5. Welche Riester-Tarife schneiden im Test am besten ab?
  6. Welche Riester-Seite beantwortet Ihre Frage?
  7. Riester-Beratung: Wann lohnt sich ein Experte?
  8. Häufige Fragen (FAQ)
Fachlich geprüft durch Oliver Karp
Zuletzt aktualisiert am

Das Wichtigste in Kürze

  • Die Riester-Rente ist eine staatlich geförderte private Altersvorsorge. Sie zahlen ein, der Staat legt Zulagen dazu oder gewährt einen Steuervorteil.
  • Neue Riester-Verträge gibt es nur noch bis 31.12.2026. Ab dem 01.01.2027 startet für neue Verträge das Altersvorsorgedepot.
  • Ihr bestehender Vertrag läuft mit der bisherigen Förderung weiter, bis die Auszahlung beginnt. Sie müssen wegen der Reform nichts tun.
  • Ab 2027 können Sie weiter besparen, in die neue Förderung wechseln, übertragen oder ruhen lassen. Kündigen ist fast immer die teuerste Lösung.
Oliver Karp

Knapp 14,7 Millionen Riester-Verträge stehen seit der Reform vor derselben offenen Frage…

… was jetzt mit ihnen passieren soll. Die Antwort fällt ruhiger aus, als viele Schlagzeilen vermuten lassen: Niemand muss bis Jahresende wechseln, und ein bestehender Vertrag behält seine Förderung bis zur Auszahlung. Geld kostet vor allem der schnelle Entschluss. Wer kündigt, zahlt alle Zulagen und den Steuervorteil zurück, und schon heute ruht schätzungsweise ein Fünftel bis knapp ein Viertel der Verträge ohne Beiträge. Wir erklären, wie die Riester-Rente funktioniert, welche fünf Möglichkeiten Sie ab 2027 haben und für wen sich ein Abschluss bis 31.12.2026 noch lohnt. Die Grundregel für jeden Schritt bleibt dieselbe: erst rechnen, dann unterschreiben.

Riester-Rente 2026 und 2027: Was gilt jetzt für Sie?

Die Riester-Rente ist ein privater Altersvorsorgevertrag, den der Staat mit Zulagen und einem Steuervorteil fördert. Seit der Reform gilt: Neue Verträge sind nur noch bis 31.12.2026 möglich, bestehende Verträge laufen mit der alten Förderung weiter. Der Anbieter muss Ihren Antrag bis zu diesem Tag angenommen haben. Stellen Sie ihn deshalb nicht erst im Dezember.

Reform 2027: Was das für Ihre Riester-Rente bedeutet

Das Altersvorsorgereformgesetz wurde am 29.05.2026 verkündet. Ihr Riester-Vertrag behält die bisherige Förderung bis zum Beginn der Auszahlung, eine automatische Umstellung gibt es nicht. Ab dem 01.01.2027 können Sie in die neue Förderung wechseln oder Ihr Guthaben förderunschädlich in ein Altersvorsorgedepot übertragen. Neue Riester-Verträge nach altem Recht dürfen nur bis 31.12.2026 verkauft werden.

Welcher Weg passt zu Ihnen?

Was die Reform für Sie bedeutet, hängt davon ab, wo Sie gerade stehen. Die meisten Leser haben schon einen Vertrag, andere überlegen noch einen Abschluss oder suchen eine Alternative. Wählen Sie Ihre Lage, die Links führen Sie zur passenden Antwort.

Sie haben einen Vertrag

Er läuft unverändert weiter. Ab 2027 haben Sie fünf Möglichkeiten, die Optionen-Tabelle zeigt sie. Bevor Sie etwas ändern, lohnt ein Blick auf Kündigung und Beitragsfreistellung.

Sie überlegen einen Abschluss bis 31.12.2026

Ein Riester-Vertrag bleibt in der alten Förderung, solange Sie nicht selbst wechseln. Das lohnt sich vor allem für Geringverdiener mit Kindern. Was dafür und dagegen spricht, steht auf der Seite Vor- und Nachteile.

Sie suchen eine Alternative ab 2027

Das Altersvorsorgedepot bringt bis zu 540 Euro Grundzulage und fördert erstmals Selbständige. Weitere Wege vergleicht unsere Seite Kritik und Alternativen.


Der Zeitplan der Reform

ZeitpunktWas giltWas das für Sie heißt
Bis 31.12.2026Neuabschluss eines Riester-Vertrags nach altem Recht möglichVertrag bleibt in der alten Förderung, solange Sie nicht wechseln oder neu abschließen
Ab 01.01.2027Altersvorsorgedepot und neue Förderung startenWechsel der Förderung oder Übertragung möglich, keine Pflicht
Ab 01.01.2028Neue Regeln für Entnahmen beim Wohn-RiesterWohnförderkonto für neue Entnahmen ohne Verzinsung
Bis zur AuszahlungBestandsverträge behalten die alte Förderung175 € Grundzulage, Kinderzulage 185 oder 300 €

Betroffen sind viele Haushalte: Ende 2025 gab es knapp 14,7 Millionen Riester-Verträge, zwei Drittel davon Versicherungen. Schätzungsweise ein Fünftel bis knapp ein Viertel ruht ohne Beiträge. Für all diese Verträge gilt: Sie laufen weiter, und niemand muss bis Jahresende wechseln.

Riester-Verträge nach Vertragsart, Bestand Ende 2025
  • Versicherungsverträge9,745 Mio. Verträge
  • Investmentfondsverträge2,996 Mio. Verträge
  • Wohn-Riester1,437 Mio. Verträge
  • Banksparverträge0,486 Mio. Verträge

Quelle: BMAS, Statistik zur zusätzlichen Altersvorsorge, Stand 07.05.2026

Was ist Ihr Riester-Vertrag nach der Reform wert?

Wir prüfen kostenfrei Kosten, Garantie und Förderung Ihres Vertrags und rechnen durch, ob Behalten, Wechseln oder Übertragen für Sie besser ist.

  • Prüfung Ihres Vertrags, eines neuen Riester-Vertrags und des Altersvorsorgedepots
  • Ehrliche Rechnung, auch wenn Behalten besser ist
  • Auch zur neuen Förderung ab 2027
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Experte für Altersvorsorge

Wie funktioniert die Riester-Rente?

Sie zahlen in einen zertifizierten Vertrag ein, der Staat fördert Ihre Beiträge mit Zulagen oder über den Sonderausgabenabzug. Im Alter bekommen Sie eine lebenslange Rente oder einen Auszahlungsplan, die Auszahlung wird versteuert.

Riester-Rente einfach erklärt

Die Riester-Rente gibt es seit 2002. Gefördert wird nur ein Vertrag, den das Bundeszentralamt für Steuern zertifiziert hat. Der Anbieter muss Ihnen zu Beginn der Auszahlung mindestens Ihre Beiträge und die Zulagen zur Verfügung stellen. Diese Beitragsgarantie unterscheidet Riester vom neuen Altersvorsorgedepot, das ohne Garantie auskommt.

Die Zulagen beantragt Ihr Anbieter bei der Zentralen Zulagenstelle, am einfachsten über einen Dauerzulagenantrag. Seit dem Beitragsjahr 2024 zahlt die Zulagenstelle erst nach vollständiger Prüfung aus. Statt einer Rente können Sie das Guthaben auch für die eigene Wohnung nutzen, das heißt Wohn-Riester.


Riester-Förderung: Wie hoch sind die Zulagen?

Für Ihren Vertrag gelten bis zur Auszahlung die bisherigen Zulagen. Die volle Förderung bekommen Sie, wenn Sie vier Prozent Ihres Bruttogehalts des Vorjahres einzahlen, höchstens 2.100 Euro, abzüglich der Zulagen und mindestens 60 Euro. Die neuen Werte gelten nur, wenn Sie wechseln oder ab 2027 neu abschließen.

RegelIhr Riester-Vertrag (Bestand)Neues Recht ab 2027
Grundzulage175 € im JahrBis 540 €, gestaffelt nach Beitrag
Kinderzulage185 € (Geburt bis 2007), 300 € (ab 2008)100 % des Beitrags, höchstens 300 € je Kind, voll ab 300 € Beitrag für jedes Kind
MindesteigenbeitragVier Prozent des Bruttogehalts des Vorjahres, höchstens 2.100 €, minus Zulagen, mindestens 60 €120 € im Jahr
SteuerabzugBis 2.100 € einschließlich ZulagenBis 1.800 € plus Zulagen
BerufseinsteigerbonusEinmalig 200 € unter 25Einmalig 200 € unter 25

Ein Beispiel der Zentralen Zulagenstelle: Bei 35.000 Euro Einkommen im Vorjahr und einem Kind, geboren 2011, liegt der Mindesteigenbeitrag bei 1.400 Euro minus 175 Euro Grundzulage minus 300 Euro Kinderzulage. Sie zahlen also 925 Euro im Jahr selbst. Details stehen auf den Seiten zur Förderung, zur Kinderzulage und zum Mindesteigenbeitrag.


Wer ist förderberechtigt?

Unmittelbar gefördert ist, wer in der gesetzlichen Renten­versicherung pflichtversichert ist, also vor allem Angestellte und Auszubildende. Dazu kommen Beamte, Richter und Soldaten mit Einwilligung, Kindererziehende, nicht erwerbsmäßige Pflegepersonen und Bezieher von Arbeitslosengeld. Selbständige ohne Renten­versicherungspflicht sind im alten Recht nicht gefördert.

Ehepartner ohne eigene Förderberechtigung sind über den Partner mittelbar begünstigt, wenn sie einen eigenen Vertrag haben und mindestens 60 Euro im Jahr einzahlen. Was für Ihre Lage gilt, zeigt die Übersicht der Personengruppen.


Welche Formen der Riester-Rente gibt es?

Riester gibt es als Versicherung, Fondssparplan, Banksparplan und Wohn-Riester. Alle Formen haben dieselbe Förderung, sie unterscheiden sich bei Garantie, Kosten und Renditechance. Neu abschließen lassen sich alle nur bis 31.12.2026.

VertragsartVerträge Ende 2025Besonderheit
Renten­versicherung, klassisch oder fondsgebunden9,745 MillionenLebenslange Rente, Rentenfaktor und Kosten entscheiden
Fondssparplan2,996 MillionenFondsanlage mit Garantie auf Beiträge und Zulagen
Banksparplan0,486 MillionenSparvertrag mit variablem Zins
Wohn-Riester1,437 MillionenBausparen oder Darlehen für die eigene Wohnung

Eine Sonderform mit Wertsicherung erklärt die Seite zu ICPPI-Verträgen. Alle Vertragsarten im Vergleich finden Sie in der Übersicht der Riester-Arten.


Wann wird die Riester-Rente ausgezahlt?

Die Auszahlung beginnt frühestens mit 62, bei Verträgen bis Ende 2011 mit 60. Sie bekommen eine lebenslange Rente oder einen Auszahlungsplan, der ab 85 in eine Rente übergeht. Zu Beginn können Sie bis zu 30 Prozent des Kapitals auf einmal entnehmen. Ist die Rente sehr klein, wird sie abgefunden.

Die Grenze für diese Kleinbetragsrente liegt seit dem 30.05.2026 bei 1,5 Prozent der Bezugsgröße, 2026 also bei 59,33 Euro im Monat. Alles zu Zeitpunkt, Höhe und Abzügen steht auf der Seite Auszahlung der Riester-Rente.


Nachgelagerte Besteuerung der Riester-Rente

In der Ansparphase bleiben Erträge steuerfrei, im Alter wird die Auszahlung voll mit Ihrem persönlichen Steuersatz versteuert (§ 22 Nummer 5 EStG). Das gilt auch für die 30 Prozent Teilkapital. Pflichtversicherte in der gesetzlichen Kranken­versicherung zahlen auf die Riester-Rente keine Beiträge.

Ob Zulage oder Steuerabzug mehr bringt, prüft das Finanzamt in der Günstigerprüfung automatisch. Dafür tragen Sie Ihre Beiträge in die Anlage AV ein. Wie das geht, zeigt die Seite Riester-Rente in der Steuer.

Was können Sie mit Ihrem Riester-Vertrag tun?

Sie müssen nichts tun, Ihr Vertrag läuft mit der alten Förderung weiter. Ab 2027 haben Sie fünf Möglichkeiten. Welche die richtige ist, hängt von Kosten, Garantie, Kinderzulagen und Restlaufzeit Ihres Vertrags ab.

Ihre fünf Möglichkeiten ab 2027

OptionWas passiertFörderungPasst meist für
Weiter besparenVertrag läuft unverändert, alte Zulagen auch nach 2026BleibtGeringverdiener mit Kindern, gute alte Verträge
In die neue Förderung wechselnErklärung an den Anbieter, gilt für alle Verträge, nicht widerrufbarNeue Zulagen ab 2027Gutverdiener ohne Kinderzulage
Ins Altersvorsorgedepot übertragenKapital wandert, Garantien bleiben zurückBleibt erhaltenJüngere mit teurem Vertrag und langer Laufzeit
Beitragsfrei stellenKeine Beiträge mehr, Vertrag ruhtBleibt, keine neueWer gerade nicht zahlen kann
KündigenRückkaufswert, Förderung wird zurückgezahltGeht verlorenFast niemand, Kleinstverträge in Notlage

Weiter besparen oder in die neue Förderung wechseln

Mit der alten Förderung bekommen Familien mit kleinem Einkommen schon für 60 Euro Eigenbeitrag die vollen Zulagen. Eine Mutter mit zwei Kindern ab Jahrgang 2008 erhält so 775 Euro Zulagen im Jahr. Wer gut verdient und keine Kinderzulage bekommt, fährt mit der neuen Grundzulage von bis zu 540 Euro meist besser.

Der Wechsel ist eine Erklärung an Ihren Anbieter, gilt für alle Ihre Riester-Verträge und lässt sich nicht zurücknehmen. Garantie, Rechnungszins und Kosten Ihres Vertrags bleiben dabei erhalten, nur die Förderung ändert sich. Welche Gruppen eher wechseln, zeigt unsere Seite für Gutverdiener.

Achtung bei Neuabschlüssen ab 2027: Wer nach dem 31.12.2026 einen neuen geförderten Vertrag abschließt, auch ein Altersvorsorgedepot, stellt damit automatisch alle bisherigen Riester-Verträge auf das neue Recht um. Behält ein Partner seinen alten Vertrag und schließt nur der mittelbar begünstigte Ehepartner neu ab, bekommt dieser keine Zulage.


Übertragen, wechseln oder ruhen lassen

Ab 2027 können Sie Ihr Guthaben förderunschädlich in ein Altersvorsorgedepot übertragen. Mit drei Monaten Frist zum Quartalsende wandert das gebildete Kapital, Garantien und alter Rechnungszins bleiben zurück. Der alte Anbieter darf bis zu 150 Euro verlangen. Wie der Wechsel zu einem anderen Anbieter abläuft, steht auf der eigenen Seite.

Fehlt gerade das Geld, ist beitragsfrei stellen der Standard. Zulagen und Pfändungsschutz bleiben im Vertrag, nur die Verwaltungskosten laufen weiter. Eine Kündigung kostet dagegen alle Zulagen und den Steuervorteil, die Erträge müssen Sie zusätzlich versteuern. Was übrig bleibt, zeigt die Seite zum Rückkaufswert.


Auszahlung und Umwandlung in Wohn-Riester

Kurz vor dem Rentenbeginn geht es um die Form der Auszahlung. Einen Anspruch auf einen Auszahlungsplan ohne Verrentung ab 85 haben Riester-Altverträge auch nach der Reform nicht, das geht nur mit Zustimmung Ihres Anbieters. Für den Hauskauf können Sie Ihr Guthaben aus jedem Vertrag in Wohn-Riester umwandeln.

Behalten, wechseln oder übertragen? Durchrechnen lassen

Wir legen die Werte Ihres Vertrags neben die neue Förderung und das Altersvorsorgedepot und sagen Ihnen, welcher Weg sich für Sie rechnet.

  • Prüfung Ihres Vertrags, eines neuen Riester-Vertrags und des Altersvorsorgedepots
  • Rechnung mit Ihren eigenen Vertragswerten
  • Partner und Kinderzulagen mitgerechnet
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Experte für Altersvorsorge

Was kostet Ihr Riester-Vertrag und wie prüfen Sie das?

Die Kosten Ihres Vertrags stehen im Produktinformationsblatt und in der jährlichen Mitteilung Ihres Anbieters. Die wichtigste Zahl sind die Effektivkosten. Sie zeigen, um wie viele Prozentpunkte die Kosten Ihre Rendite jedes Jahr mindern. Einen Maßstab setzt ab 2027 das Standarddepot: Dort sind höchstens 1,0 Prozent erlaubt.

Wo finden Sie die Kosten Ihres Riester-Vertrags?

Haben Sie Ihren Vertrag 2017 oder später abgeschlossen, hat Ihnen der Anbieter vorher ein individuelles Produktinformationsblatt gegeben. Darin steht jede Kostenart einzeln, die Abschluss- und Vertriebskosten zusätzlich als Gesamtbetrag in Euro. Unter dem Punkt Preis-Leistungs-Verhältnis finden Sie die Effektivkosten. Kosten, die in diesem Blatt fehlen, müssen Sie nicht zahlen.

Jedes Jahr schickt Ihnen der Anbieter außerdem eine Mitteilung zu Ihrem Vertrag, oft Standmitteilung genannt. Sie nennt das angesparte Kapital, die Erträge und die tatsächlichen Kosten des abgelaufenen Jahres. Für ältere Verträge ohne Produktinformationsblatt ist sie die wichtigste Quelle. Finden Sie die Effektivkosten nirgends, fragen Sie Ihren Anbieter schriftlich danach.


Welche Kosten darf ein Riester-Vertrag haben?

Das Gesetz lässt nur wenige Kostenarten zu, andere darf Ihr Anbieter nicht verlangen (§ 2a AltZertG). Diese Regel gilt für bestehende Verträge auch nach der Reform weiter. In die Effektivkosten fließen alle Kosten ein, die für den Vertrag anfallen.

KostenartSo wird sie berechnetWann sie anfällt
Abschluss- und VertriebskostenAls Prozentsatz der Beiträge oder verteilt auf mindestens die ersten fünf VertragsjahreIn der Ansparphase
VerwaltungskostenIn Euro im Monat oder Jahr, als Prozentsatz des Guthabens oder der BeiträgeWährend der ganzen Laufzeit, auch bei ruhendem Vertrag
Kosten in der RentenphaseAls Prozentsatz der ausgezahlten LeistungAb Rentenbeginn
Kosten aus besonderem AnlassKündigung mit Wechsel oder Auszahlung, Entnahme für Wohneigentum, VersorgungsausgleichNur im Einzelfall, beim Wechsel höchstens 150 €

Ab wann ist ein Riester-Vertrag teuer?

Eine feste Grenze für alte Riester-Verträge gibt es im Gesetz nicht. Einen brauchbaren Maßstab liefert das neue Recht: Im Standarddepot des Altersvorsorgedepots dürfen die Effektivkosten höchstens 1,0 Prozent betragen. Liegt Ihr Vertrag deutlich darüber und haben Sie noch viele Jahre bis zur Rente, kostet er Sie spürbar Rendite.

Auf die Kostenzahl allein sollten Sie trotzdem nicht schauen. Ihr Riester-Vertrag garantiert zum Rentenbeginn mindestens Ihre Beiträge und Zulagen, das Altersvorsorgedepot nicht. Werden die Abschlusskosten auf die ersten fünf Jahre verteilt, sind sie danach bezahlt. Ein Wechsel holt sie nicht zurück. Es zählen nur die Kosten, die bis zur Rente noch anfallen.

Rechenbeispiel: In Ihrem Riester-Vertrag stecken 20.000 Euro. Seine Effektivkosten liegen einen Prozentpunkt über dem Deckel des Standarddepots. Das kostet Sie rund 200 Euro Rendite im Jahr. Die Übertragung ins Altersvorsorgedepot kostet einmalig höchstens 300 Euro: bis 150 Euro beim alten Anbieter und bis 150 Euro Verwaltungspauschale beim neuen. Nach rund anderthalb Jahren ist dieser Betrag wieder eingespielt. Bei 10.000 Euro Guthaben dauert es rund drei Jahre. Nicht eingerechnet ist die Garantie, die beim alten Vertrag zurückbleibt.


Was heißt ein teurer Vertrag für Ihre Entscheidung?

Hohe Kosten sind ein Grund zum Rechnen, nicht zum Kündigen. Eine Kündigung kostet Sie alle Zulagen und den Steuervorteil, das ist fast immer mehr als jede Gebühr. Ihre Wahl liegt zwischen drei Wegen.

  • Behalten: Ist Ihr Vertrag günstig, die Rente nah oder bekommen Sie Kinderzulagen für einen kleinen Eigenbeitrag, bleiben Sie dabei. Kurz vor Rentenbeginn wiegt die Garantie meist schwerer als die Kosten.
  • Beitragsfrei stellen: Das hilft, wenn Ihnen gerade das Geld fehlt. Gegen hohe Kosten hilft es wenig, denn die Verwaltungskosten laufen weiter. Mehr dazu auf der Seite Riester-Rente beitragsfrei stellen.
  • Übertragen: Ab dem 01.01.2027 können Sie Ihr Guthaben förderunschädlich in ein Altersvorsorgedepot übertragen. Der neue Anbieter darf auf das übertragene geförderte Kapital keine Abschluss- und Vertriebskosten erheben. Im Standarddepot gilt der Kostendeckel von 1,0 Prozent. Den Ablauf erklärt die Seite Riester-Rente wechseln.

Prüfen Sie vor einer Übertragung zwei Folgen. Garantie und Rechnungszins des alten Vertrags gehen nicht mit. Außerdem stellt jeder neue geförderte Vertrag ab 2027 alle Ihre Riester-Verträge auf das neue Förderrecht um, auch die, die Sie behalten.

Welche Riester-Tarife schneiden im Test am besten ab?

Bei den fondsgebundenen Riester-Renten liegen Allianz und Continentale in der Gesamtwertung mit je 92 von 100 Punkten vorn. Grundlage sind das Rating von Franke und Bornberg mit Stand 09/2026 und die Beschwerdequote der BaFin. Abschließen lassen sich diese Tarife nur noch bis 31.12.2026.

Franke und Bornberg hat 23 Tarife von elf Anbietern anhand ihrer Bedingungen bewertet. Die Bestnote „hervorragend“ erreichen Allianz, Continentale und WWK. Für die Gesamtwertung kommt hinzu, wie oft sich Kunden bei der BaFin über den Versicherer beschwert haben.

ProduktkategorieVorn in der GesamtwertungPunkte von 100
Fondsgebundene Riester-RenteAllianz, Continentale92
Klassische Riester-RenteAllianz92
Klassische Riester-Rente mit IndexpartizipationVolkswohl Bund (einziger bewerteter Anbieter)67

Aus der Beratungspraxis empfehlen unsere Experten vier Anbieter: Allianz, Alte Leipziger, Continentale und WWK. Diese Empfehlung steht bewusst neben den Testergebnissen, nicht auf ihnen. Alle Tabellen, die Testsieger je Kategorie und die BaFin-Beschwerdestatistik finden Sie im Riester-Test 2026.

Wer noch abschließen will, braucht Vorlauf. Der Anbieter muss Ihren Antrag bis 31.12.2026 angenommen haben. Stellen Sie ihn deshalb möglichst bis Mitte November. Haben Sie schon einen Vertrag, sagt die Note wenig über ihn aus. Getestet wurden die heute abschließbaren Tarife. Für Ihren Vertrag zählen die Kosten und die Garantie aus Ihren eigenen Unterlagen.

Welche Riester-Seite beantwortet Ihre Frage?

Alle 58 Riester-Ratgeber sind auf dem Stand der Reform. Die Übersicht führt Sie nach Thema direkt zur passenden Seite, jede beantwortet ihre Frage vollständig.

Förderung, Steuer und Zulagenantrag

ThemaWas Sie dort erfahren
FörderungGrundzulage, Berufseinsteigerbonus und Steuervorteil im Überblick
Mindesteigenbeitrag und HöchstbetragWie viel Sie für die volle Zulage einzahlen müssen
Riester in der SteuererklärungAnlage AV, Günstigerprüfung und Steuer auf die Rente
DauerzulagenantragWie die Zulage jedes Jahr automatisch kommt
Rückforderung von ZulagenWann die Zulagenstelle Geld zurückholt und was Sie tun können

Dazu kommen Spezialfragen: die Anbieternummer und Zertifizierungsnummer, die Dynamik Ihrer Beiträge und die Zulage für mittelbar Begünstigte.


Altersvorsorgedepot: Förderung, Anlage und Auszahlung

ThemaWas Sie dort erfahren
Förderung im AltersvorsorgedepotBis 540 € Grundzulage, Kinderzulage, Berufseinsteigerbonus und Steuerabzug ab 2027
Standarddepot oder GarantieDie drei Varianten im Vergleich, mit Kostendeckel von 1,0 % im Standarddepot
Altersvorsorgedepot oder ETF-SparplanFörderung gegen Abgeltungsteuer, Zugriff aufs Geld und Vererbung
Auszahlung im AltersvorsorgedepotRentenbeginn ab 65, Auszahlungsplan bis 85 und Steuer im Alter

Für einzelne Gruppen gibt es eigene Seiten zum Altersvorsorgedepot: für Beamte, für Selbständige und für angestellte Mitglieder im Versorgungswerk. Selbständige und Versorgungswerk-Mitglieder können im neuen Recht erstmals gefördert werden, wenn sie jünger als 67 sind und die Voraussetzungen erfüllen.


Riester-Rente nach Personengruppen

GruppeUnsere Grundempfehlung für den Bestandsvertrag
Familien und EhepaareEher behalten, beim Partner mit den Kinderzulagen fast immer
Angestellte und GutverdienerWechsel in die neue Förderung prüfen, ohne Kinder meist besser
Beamte und LehrerWechsel prüfen, die Einwilligung gilt weiter
Selbständige und FreiberuflerFörderung erst im neuen Recht unter 67
Azubis und ArbeitsloseEher behalten, oft reicht ein kleiner Beitrag für die volle Zulage

Alle 16 Gruppen mit Förderung vorher und nachher stehen in der Übersicht der Personengruppen, darunter Hausfrauen und Hausmänner, Soldaten und Menschen mit Behinderung.


Lebenslagen: Was passiert mit Ihrem Vertrag?

LebenslageWas gilt
ScheidungDas Guthaben wird im Versorgungsausgleich geteilt, ohne Förderverlust
Todesfall und ErbenFörderunschädlich nur an den Ehepartner oder als Hinterbliebenenrente
Umzug ins AuslandRückzahlung erst bei Wohnsitz außerhalb von EU und EWR ab Rentenbeginn
PrivatinsolvenzGefördertes Guthaben ist geschützt, wenn Zulagen beantragt sind
ElternzeitFörderberechtigt über die Kindererziehungszeit, Mindestbeitrag nach dem Vorjahresgehalt

Weitere Fälle: Riester bei Berufs­unfähigkeit, die Kombination mit einer Berufs­unfähigkeits­versicherung, Riester beim BAföG und Riester für Kinder oder Grenzgänger.


Wohn-Riester, Anbieter und Bewertung

Für die eigene Immobilie erklärt die Seite Wohn-Riester Entnahme, Wohnförderkonto, Hausbau und Umbau, die Schwächen stehen unter Kritik und Nachteile. Sonderfälle klären Riester-Rente beleihen, Wohn-Riester ohne Hauskauf und Wohn-Riester und Riester-Rente gleichzeitig. Ob Ihr Anbieter noch verkauft und was er ab 2027 plant, zeigt die Übersicht der Riester-Anbieter.

Wie die Tarife abschneiden, die bis 31.12.2026 noch abschließbar sind, zeigt unser Riester-Test. Eine Bewertung geben die Seiten Vor- und Nachteile und Stolperfallen. Was hinter Frühstart-Rente und Aktienrente steckt, erklären eigene Seiten.

Riester-Beratung: Wann lohnt sich ein Experte?

Eine Riester-Beratung lohnt sich vor jeder Entscheidung, die sich nicht zurücknehmen lässt: vor dem Wechsel in die neue Förderung, vor einer Übertragung, vor einer Kündigung und vor einem Abschluss bis 31.12.2026. Ein Experte rechnet mit Ihren Vertragswerten, nicht mit Durchschnittszahlen.

Wann eine Riester-Beratung sinnvoll ist

Die Reform macht aus einer einfachen Frage eine Rechnung mit mehreren Unbekannten. Kinderzulagen, Partnervertrag, Garantie, Kosten und Restlaufzeit wirken zusammen, und ein Fehler beim Wechsel gilt für alle Verträge. In diesen Fällen sollten Sie vorher einen Experten fragen.

Vor dem Wechsel der Förderung

Die Erklärung gilt für alle Ihre Verträge und ist unwiderruflich. Wir rechnen alte und neue Zulagen für Sie und Ihren Partner nebeneinander.

Vor Kündigung oder Übertragung

Wir vergleichen Rückkaufswert, Förderung, Garantie und Kosten und zeigen, was nach Abzügen wirklich bei Ihnen ankommt.

Vor einem Abschluss bis 31.12.2026

Ein neuer Riester-Vertrag lohnt sich nur in bestimmten Fällen. Wir prüfen, ob er für Sie besser ist als das Altersvorsorgedepot ab 2027.

Eine Auskunft über Ihre Zulagen und Steuerermäßigungen erteilt die Zentrale Zulagenstelle online. Sie prüft aber nicht, ob Ihr Vertrag gut ist und welche Option für Sie die beste ist. Das leistet erst eine Beratung, die Ihren Vertrag und Ihre Familie zusammen betrachtet.


Was macht eine gute Riester-Rente aus?

Ein guter Riester-Vertrag hat niedrige laufende Kosten, eine faire Garantie und einen Rentenfaktor, den der Anbieter nicht einseitig kürzen darf. Dazu kommt die volle Förderung: Prüfen Sie, ob für jedes Jahr ein Zulagenantrag vorliegt und Ihr Beitrag den Mindesteigenbeitrag erreicht.

Ab 2027 können Versicherte zertifizierter Verträge eine Aufstellung ihrer Kosten verlangen. Ein reiner Preisvergleich greift trotzdem zu kurz, weil ein günstiger neuer Vertrag die Garantie des alten nicht ersetzt. Die Noten der aktuellen Tarife zeigt unser Riester-Test.


Checkliste für die Beratung: Diese Fragen sollten Sie sich stellen

Je besser Sie vorbereitet sind, desto genauer wird die Rechnung. Legen Sie die letzte Jahresmitteilung Ihres Anbieters, die Bescheinigung der Zulagen und Ihre Steuerbescheide bereit. Beantworten Sie dazu vorab diese Fragen:

  • Welche Garantie und welche Kosten hat mein Vertrag, und wann beginnt die Auszahlung?
  • Bekomme ich Kinderzulagen, und für wie viele Jahre noch?
  • Hat mein Partner einen eigenen Riester-Vertrag, und wer ist unmittelbar gefördert?
  • Brauche ich das Geld für eine eigene Immobilie oder für eine Rente?
  • Kann ich die Beiträge bis zum Rentenbeginn sicher weiterzahlen?

Experten-Tipp:
Erst rechnen, dann unterschreiben

„Die meisten Kunden kommen mit der Frage, ob sie jetzt kündigen oder wechseln müssen. Die ehrliche Antwort lautet oft: weder noch. Ein alter Vertrag mit Kinderzulagen und kleinem Eigenbeitrag ist kaum zu schlagen. Ein teurer Vertrag mit 25 Jahren Restlaufzeit sieht im Altersvorsorgedepot dagegen oft besser aus. Den Unterschied sehen Sie nur, wenn jemand Ihre echten Zahlen nebeneinanderlegt.“

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Experte für Altersvorsorge

Kostenfreie Riester-Beratung vom Experten

Unsere Experten prüfen Ihren Riester-Vertrag und rechnen alle Wege durch, vom Weiterbesparen bis zum Altersvorsorgedepot ab 2027.

  • Prüfung Ihres Vertrags, eines neuen Riester-Vertrags und des Altersvorsorgedepots
  • Ehrliche Empfehlung, auch zum Behalten
  • Auch zum Abschluss bis 31.12.2026 und zum Altersvorsorgedepot
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Experte für Altersvorsorge

Die häufigsten Fragen zur Riester-Rente

Wie funktioniert die Riester-Rente?

Sie zahlen in einen zertifizierten Vertrag ein, der Staat legt Zulagen dazu oder gewährt einen Steuervorteil. Die volle Zulage bekommen Sie, wenn Sie vier Prozent Ihrer beitragspflichtigen Einnahmen des Vorjahres abzüglich der Zulagen einzahlen, mindestens 60 Euro. Im Alter erhalten Sie eine lebenslange Rente oder einen Auszahlungsplan.

Für wen lohnt sich riestern überhaupt?

Am meisten lohnt sich Riester für Familien und Geringverdiener, weil sie mit kleinem Eigenbeitrag hohe Zulagen bekommen. Gutverdiener profitieren über den Steuerabzug, ab 2027 oft mehr mit der neuen Förderung. Neue Verträge gibt es nur bis 31.12.2026, danach tritt das Altersvorsorgedepot an ihre Stelle.

Was kostet die Riester-Rente monatlich?

Ihren Beitrag legen Sie selbst fest. Für die volle Zulage zahlen Sie vier Prozent Ihrer beitragspflichtigen Einnahmen des Vorjahres minus Zulagen, mindestens 60 Euro im Jahr. Bei 35.000 Euro Einkommen und einem Kind ab Jahrgang 2008 sind das 925 Euro im Jahr, rund 77 Euro im Monat.

Wie viel Riester-Rente bekomme ich ausgezahlt?

Das hängt von Beiträgen, Zulagen, Laufzeit, Kosten und Rentenfaktor Ihres Vertrags ab. Ende 2024 erhielten gut 1,3 Millionen Menschen Leistungen, im Schnitt 144,68 Euro im Monat einschließlich Einmalzahlungen. Ohne Einmalzahlungen waren es 87,60 Euro. Ihre Hochrechnung steht in der jährlichen Mitteilung Ihres Anbieters.

Ist die Riester-Rente ein Leben lang garantiert?

Ja, die Riester-Rente wird lebenslang gezahlt. Auch beim Auszahlungsplan geht das restliche Kapital spätestens mit 85 in eine lebenslange Rente über. Garantiert ist zudem, dass zu Beginn der Auszahlung mindestens Ihre Beiträge und Zulagen zur Verfügung stehen.

Ist die Riester-Rente sicher vor Pfändungen?

In der Ansparphase ist das geförderte Guthaben vor Pfändung geschützt, wenn Sie die Zulagen beantragt haben und der Höchstbetrag nicht überschritten ist. Der Schutz bleibt auch bei einer Beitragsfreistellung bestehen. Er entfällt erst mit der Kündigung.

Kann ich die Beitragszahlungen anpassen?

Ja, Sie können Ihre Beiträge jederzeit erhöhen, senken oder den Vertrag ruhen lassen. Für die volle Zulage muss Ihr Beitrag den Mindesteigenbeitrag erreichen: vier Prozent der beitragspflichtigen Einnahmen des Vorjahres minus Zulagen, mindestens 60 Euro. Zahlen Sie weniger, wird die Zulage anteilig gekürzt.

Lohnt sich eine Kündigung der Riester-Rente?

Fast nie. Bei einer Kündigung zahlen Sie alle Zulagen und den Steuervorteil zurück, die Erträge müssen Sie versteuern. Beitragsfrei stellen oder ab 2027 ins Altersvorsorgedepot übertragen ist fast immer günstiger. Lassen Sie den Rückkaufswert und die Förderung vorher nebeneinanderlegen.

Muss ich die Förderung bei Kündigung zurückzahlen?

Ja. Die Zulagen und die gesondert festgestellten Steuerermäßigungen gehen zurück, die Zentrale Zulagenstelle lässt sie vom Anbieter einbehalten. Ausgenommen sind Anteile für eine Berufs­unfähigkeits- oder Hinterbliebenenabsicherung. Eine Übertragung auf einen anderen zertifizierten Vertrag ist dagegen förderunschädlich.

Welche weiteren Formen der privaten Altersvorsorge gibt es?

Neben Riester gibt es ab 2027 das Altersvorsorgedepot, dazu die betriebliche Altersvorsorge, die Rürup-Rente und private Renten- oder fondsgebundene Lebens­versicherungen.

Kann ich 2027 noch eine Riester-Rente abschließen?

Nein. Riester-Verträge nach altem Recht dürfen nur bis 31.12.2026 verkauft werden. Ab dem 01.01.2027 gibt es neue geförderte Verträge wie das Altersvorsorgedepot. Ein bis Jahresende abgeschlossener Vertrag behält die alte Förderung bis zur Auszahlung.

Muss ich wegen der Reform mit meinem Riester-Vertrag etwas tun?

Nein. Ihr Vertrag läuft mit der bisherigen Förderung weiter, eine automatische Umstellung gibt es nicht. Ab 2027 können Sie freiwillig in die neue Förderung wechseln oder übertragen. Beides sollten Sie vorher durchrechnen lassen, weil der Wechsel für alle Verträge gilt und nicht widerrufbar ist.

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Beitragsbemessungsgrenze Die Beitragsbemessungsgrenze ist eine Rechengröße, die festlegt, bis zu welchem Betrag das Einkommen von gesetzlich Versicherten zur Beitragsberechnung der gesetzlichen Sozialversicherungen herangezogen wird. Es gibt verschiedene Werte für die Kranken- und Rentenversicherung. Nachgelagerte Besteuerung Renten werden erst bei Auszahlung besteuert, während die Beiträge in der Ansparphase steuerfrei oder steuermindernd sind. Ziel ist es, die Steuerlast ins Rentenalter zu verlagern, wenn das Einkommen meist geringer ist.
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