Berufs­unfähigkeits­versicherung ohne Gesundheitsfragen: Gibt es das?

Von Maureen Menger
Fachlich geprüft durch Patrick Knittel
Zuletzt aktualisiert am

Das Wichtigste in Kürze

  • Eine Berufs­unfähigkeits­versicherung ohne Gesundheitsfragen mit voller BU-Rente bieten private Versicherer beim Neuabschluss in der Regel nicht an, wohl aber Aktionen mit vereinfachter Risikoprüfung und wenigen Kurzfragen.
  • Aktionen mit vereinfachter Prüfung sichern 2026 meist bis 2.000 € Monatsrente ab und stehen vor allem jungen Leuten bis 25, 30 oder 35 Jahre offen.
  • Ohne eigene Gesundheitsfragen kommen nur die betriebliche BU mit Dienstobliegenheitserklärung des Arbeitgebers, die Nach­versicherung oder BU-Option eines bestehenden Vertrags und Wartezeit-Modelle aus, die nach drei Jahren Wartezeit nur Vorsorgebeiträge übernehmen.
  • Auch im Kurzantrag gilt die vorvertragliche Anzeigepflicht: Wer eine Erklärung wie „voll arbeitsfähig“ falsch bejaht, riskiert den gesamten Versicherungsschutz.
  • Mit Vor­erkrankungen oder nach einer Ablehnung klärt eine anonyme Risikovoranfrage, welcher Versicherer Sie zu welchen Bedingungen annimmt, ohne dass ein Antrag gestellt wird.
Patrick Knittel

Viele suchen nach einer BU ohne Gesundheitsfragen …

Eine Berufs­unfähigkeits­versicherung ohne Gesundheitsfragen mit voller BU-Rente gibt es beim Neuabschluss in der Regel nicht. Viele suchen trotzdem danach, weil sie an eine alte Therapie, einen Bandscheibenvorfall oder einen langen Fragebogen denken. Der Wunsch ist verständlich: Wer ehrlich antwortet, möchte dafür nicht bestraft werden. Es gibt aber Wege mit deutlich weniger Fragen und einige Sonderwege ganz ohne eigene Angaben. Jeder hat Grenzen, die oft erst im Leistungsfall auffallen.

Ist eine Berufs­unfähigkeits­versicherung ohne Gesundheitsprüfung möglich?

Eine Berufs­unfähigkeits­versicherung (BU) ohne Gesundheitsfragen, die Ihnen beim Neuabschluss eine volle BU-Rente zahlt, bieten private Versicherer in der Regel nicht an. Möglich ist aber eine vereinfachte Risikoprüfung: Bei Aktionen beantworten Sie statt eines langen Fragebogens nur wenige Kurzfragen. Ganz ohne eigene Gesundheitsfragen geht es nur über drei Sonderwege mit eigenen Grenzen. Anträge ohne Gesundheitsfragen gibt es auch laut Stiftung Warentest in der Regel nicht (Quelle: Stiftung Warentest).


Vier Wege mit weniger oder ohne eigene Gesundheitsfragen

Welcher Weg infrage kommt, hängt von Alter, Beruf, Arbeitgeber und bestehenden Verträgen ab.

WegGesundheitsfragenBU-RenteWichtigste Grenze
Aktion mit vereinfachter RisikoprüfungWenige Kurzfragen, kürzere AbfragezeiträumeJa, meist bis 2.000 € im MonatAltersgrenze, Zielgruppe, teils weniger Ausbauoptionen
Nach­versicherung oder BU-Option im bestehenden VertragKeine neuen GesundheitsfragenJa, als Erhöhung oder Umwandlung in eine BU-RenteNur mit bestehendem Vertrag oder früh eingeschlossener Option, Anlass und Höchstalter
Betriebliche BU mit DienstobliegenheitserklärungKeine eigenen Fragen, der Arbeitgeber bestätigt die ArbeitsfähigkeitJa, meist bis 2.000–2.500 € im MonatGruppenvertrag ab 10 Versicherten, volle Steuerpflicht der Rente, meist keine Nach­versicherung
Vorsorgeschutz oder Beitragsbefreiung mit WartezeitKeineNein, nur Übernahme von Sparbeiträgen3 Jahre Wartezeit, in dieser Zeit nur Schutz bei Unfall
Die Angaben beruhen auf Antrags- und Bedingungsunterlagen der Versicherer, abgerufen am 08.10.2026.

Für alle vier Wege gilt eine Grundregel: Versichert ist nur eine Berufs­unfähigkeit, die nach Beginn der Versicherung eintritt (Quelle: VVG § 172). Die BU zahlt eine monatliche Rente, wenn Sie Ihren zuletzt ausgeübten Beruf aus gesundheitlichen Gründen voraussichtlich dauerhaft nicht mehr ausüben können.


Warum Versicherer nach Ihrer Gesundheit fragen

Die Gesundheitsfragen sollen verhindern, dass vor allem Menschen abschließen, die schon ahnen, dass sie bald nicht mehr arbeiten können. Ohne Fragen wäre die BU nach Angaben der Allianz, der Württembergischen und der LV 1871 für alle Versicherten teurer. Nach dem Versicherungs­vertrags­gesetz (VVG) müssen Sie nur angeben, wonach der Versicherer in Textform gefragt hat (Quelle: VVG § 19).


So läuft die reguläre Gesundheitsprüfung ab

Im regulären Antrag fragt der Versicherer nach Behandlungen, Diagnosen, Medikamenten und Klinikaufenthalten innerhalb fester Zeiträume. Wie weit er zurückfragt, legt jeder Versicherer selbst fest. Weitere Beispiele finden Sie bei den typischen Gesundheitsfragen der BU.

VersichererAmbulante BehandlungenPsycheStationär und Operationen
AllianzIn der Regel 3 Jahre5 Jahre10 Jahre
LV 1871Meist 5 Jahre5 Jahre für Psychotherapie10 Jahre
BarmeniaGothaer (regulärer Tarif)3 JahreKeine gesonderte Angabe5 Jahre
Die Werte stammen von den Seiten der Allianz und der LV 1871 (abgerufen am 08.10.2026) sowie aus dem unserem Leistungsvergleich vom 21.09.2026.

Laut Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft (GDV) wurden 2023 rund 80 Prozent aller BU-Anträge ohne Erschwernis angenommen. Zehn Prozent erhielten einen Leistungsausschluss, drei Prozent einen Zuschlag und ein Prozent beides (Quelle: GDV). Abgelehnt wurden nur drei Prozent.


Unsicher bei einer Frage? Erst klären, dann beantragen

Wer beim Lesen der Fragen zögert, sollte keinen Antrag auf Verdacht stellen. Der bessere erste Schritt ist eine anonyme Risikovoranfrage: Ein Versicherungsexperte fragt ohne Ihren Namen bei mehreren Versicherern an, ob und zu welchen Bedingungen sie Sie annehmen würden. Das Ergebnis kennen Sie, bevor ein Antrag gestellt ist.

Den passenden Weg zur Berufs­unfähigkeits­versicherung mit wenigen Gesundheitsfragen finden

Unsere BU-Beratung ist von Finanztip empfohlen. Ob Aktion, Firmen-BU, Nach­versicherung oder regulärer Antrag: Wir prüfen für Sie, welcher Weg zu Alter, Beruf und Gesundheit passt, kostenfrei und unverbindlich.

  • Anonyme Risikovoranfrage bei mehreren Versicherern parallel
  • Ergebnis vorab, noch bevor ein Antrag gestellt ist
  • Aktionen mit verkürzten Fragen und reguläre Tarife im Vergleich
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Berater

Wie funktioniert die vereinfachte Risikoprüfung?

Bei der vereinfachten Risikoprüfung beantworten Sie statt des vollständigen Fragebogens einen verkürzten Fragenkatalog mit weniger Fragen oder kürzeren Abfragezeiträumen. Eine Gesundheitsprüfung findet also weiterhin statt, sie ist nur kürzer. Im Gegenzug begrenzen die Versicherer Rentenhöhe, Eintrittsalter und Zielgruppe. „Vereinfachte Gesundheitsfragen“ und „vereinfachte Gesundheitsprüfung“ meinen dasselbe, gesetzlich definiert ist keiner der Begriffe.


Wer Zugang zu einer Aktion bekommt

Versicherer bieten die vereinfachte Prüfung meist als Aktion für bestimmte Gruppen an: junge Leute bis 25, 30 oder 35 Jahre, Studenten und Auszubildende sowie Kammerberufe wie Ärzte oder Juristen. Manche Aktionen richten sich an Mitglieder bestimmter Verbände oder knüpfen an Anlässe wie eine Immobilien­finanzierung an. Welche Angebote gerade laufen, zeigt unsere Übersicht der BU-Aktionen.


Was im Kurzantrag gefragt wird

Kurzanträge fragen weniger, aber nicht nichts. Die Tabelle zeigt zwei Aktionen im Original: den Kurzantrag der Hannoverschen und die Verkürzungen des Volkswohl Bunds für junge Antragsteller.

ThemenblockHannoversche, Junge-Leute-SBU (Stand 08.2026)Volkswohl Bund, Aktion bis 25 (Stand 07.2026)
Stationäre Behandlungen und Operationen5 Jahre5 statt sonst 10 Jahre
Psyche5 Jahre, auch BeratungenKeine Verkürzung
Sonstige ambulante Behandlungen3 Jahre3 statt sonst 5 Jahre, außer Psyche
ArbeitsunfähigkeitLänger als 2 Wochen am Stück in den letzten 2 JahrenKeine Angabe in der Mitteilung
Aktuelle BeschwerdenLetzte 3 Monate, auch ohne ArztbesuchKeine Angabe in der Mitteilung
Rauchen, Größe, Gewicht, FreizeitWerden gefragtKeine Angabe in der Mitteilung
Die Angaben stammen aus dem Antragsformular 700.0001.90 der Hannoverschen und der Pressemitteilung des Volkswohl Bunds vom 16.07.2026.

Auffällig ist: Die Hannoversche und der Volkswohl Bund fragen die Psyche weiter fünf Jahre lang ab. Wer wegen einer früheren Therapie sucht, gewinnt durch diese beiden Aktionen also wenig. Die SIGNAL IDUNA fragt die Psyche in ihrer vereinfachten Erklärung für Berufstätige bis 40 nur drei Jahre ab. Welche Wege mit einer Therapie in der Vorgeschichte offen sind, steht unter „Psychische Vor­erkrankungen“. → Mehr dazu im Abschnitt „Mit Vorerkrankung oder nach Ablehnung“


Was bei einem „Ja“ passiert

Bei vielen Aktionen endet der Kurzantrag mit dem ersten Ja, danach folgt die ausführliche Gesundheitserklärung, so etwa bei der Hannoverschen. Bei anderen führt ein Ja nach unserer Beratungserfahrung zu Zusatzfragen oder einer Einzelprüfung im vereinfachten Weg.

Wechselt eine Aktion nach dem ersten Ja in den Normalantrag, lohnt sich der Kurzantrag nur, wenn Sie jede Frage klar mit Nein beantworten können. Eine anonyme Voranfrage kann die vereinfachte Prüfung dort nicht retten, klärt aber, ob der reguläre Weg besser ist. Bei Aktionen mit Einzelprüfung klärt sie, ob Ihr Befund akzeptiert wird.

Anzugeben ist auch, was längst ausgeheilt ist. Eine Knie-Operation nach einem Sportunfall vor zwei Jahren fällt in einen fünfjährigen Abfragezeitraum für Operationen und ist anzugeben, wenn das Formular sie nicht ausdrücklich ausnimmt. Ob eine folgenlos verheilte Verletzung im regulären Antrag zu einem Ausschluss führt, ist nach unserer Beratungserfahrung von Versicherer zu Versicherer verschieden und lässt sich per Voranfrage klären.


Kostet die Aktion mehr als ein normaler Antrag?

Nach den Originalunterlagen, die wir geprüft haben, kostet eine Aktion nicht mehr. Die Hannoversche bietet im Kurzantrag ihre normale Tarifpalette an, bei der ERGO-Aktion von 2025 ersetzte die verkürzte Gesundheitserklärung die normale. Den Preis bestimmen Beruf, Eintrittsalter und Rentenhöhe. Bei der Allianz (BU Komfort, Stand 22.06.2026) zahlt etwa ein 30-jähriger Ingenieur für 1.500 Euro Monatsrente bis 67 rund 48,55 Euro im Monat. Auch reguläre Fragebögen sind oft fair: Im Rating von Morgen und Morgen 2026 erhalten 57 von 59 Versicherern im Teilbereich Antragsfragen fünf Sterne (Quelle: Morgen und Morgen). Für gesunde junge Leute ist eine Aktion deshalb kein Muss.

Experten-Tipp:
Für Gesunde ist die BU-Aktion oft die schlechtere Wahl

„Eine Aktion wirkt wie eine Abkürzung. Wer aber gesund ist und jede Frage ohnehin mit Nein beantworten kann, gewinnt durch den Kurzantrag kaum etwas und nimmt teils eine schwächere Nach­versicherung in Kauf. Reguläre Tarife erlauben die Erhöhung meist bei 18 bis 21 Anlässen. Mein Rat: Legen Sie Aktion und regulären Tarif nebeneinander. Die Aktion lohnt sich vor allem, wenn ein Befund knapp außerhalb ihrer Abfragezeiträume liegt.“

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Welche Stolperfallen stecken in den verkürzten Gesundheitsfragen?

Die größte Stolperfalle ist der Irrtum, wenige Fragen bedeuteten wenig Risiko. Auch im Kurzantrag gilt die vorvertragliche Anzeigepflicht: Jede Frage, die der Versicherer in Textform stellt, müssen Sie wahrheitsgemäß beantworten (Quelle: VVG § 19). Auch vorformulierte Erklärungen wie „voll arbeitsfähig“ müssen stimmen. Sind sie falsch, kann der Versicherer den Vertrag anfechten oder vom Vertrag zurücktreten.

Die Pauschalerklärung „voll arbeitsfähig“

Viele Kurzanträge enthalten eine Sammelerklärung wie „Ich bin fähig, in vollem Umfang meiner Berufstätigkeit nachzugehen“. Wie riskant diese Unterschrift ist, zeigt ein Urteil des Oberlandesgerichts (OLG) Karlsruhe vom 20.04.2018, Aktenzeichen 12 U 156/16. Ein Kunde mit Multipler Sklerose (MS) hatte die Erklärung unterschrieben. Die MS wurde nicht abgefragt, eine Pflicht, sie ungefragt anzugeben, verneinte das Gericht.

Die Anfechtung wegen arglistiger Täuschung hatte trotzdem Erfolg. Grund war die objektiv falsche Erklärung zur vollen Berufsfähigkeit: Der Kunde wusste, dass er beim Gehen, Stehen und in der Feinmotorik eingeschränkt war. Können Sie eine solche Erklärung nicht guten Gewissens abgeben, ist der Kurzantrag der falsche Weg.


Beschwerden zählen auch ohne Arztbesuch

Viele Kurzanträge fragen nach aktuellen Beschwerden, auch ohne Arztbesuch. Bei der Hannoverschen betrifft das die letzten drei Monate, zum Beispiel psychische, neurologische oder Rücken- und Gelenkbeschwerden. Unser Experte hält diese Frage für die am häufigsten unterschätzte. Wer später beim Arzt angibt, die Beschwerden bestünden schon seit Monaten, hat sie womöglich falsch beantwortet.

Ähnlich weit reicht das Wort „beraten“. Die Hannoversche fragt nach Beratung, Untersuchung oder Behandlung wegen psychischer Beschwerden in den letzten fünf Jahren. Nach dem Wortlaut kann darunter auch ein Gespräch in der psychologischen Beratungsstelle einer Hochschule oder ein Coaching wegen Stress fallen, selbst ohne Diagnose. Prüfen Sie deshalb die genaue Formulierung der Frage und klären Sie solche Grenzfälle vor der Unterschrift.


Verlassen Sie sich nicht auf Ihr Gedächtnis

Die LV 1871 rät, vor dem Antrag die Patientenakten anzufordern, denn im Leistungsfall sind die Unterlagen der Krankenkasse maßgeblich. Die Patientenquittung reicht dafür nicht. Sie informiert nur über in Anspruch genommene Leistungen und deren Kosten, nicht über Diagnosen (Quelle: SGB V § 305). Falsche Diagnosen in der Akte lassen Sie vor dem Antrag klären. Die Akte ersetzt Ihr Wissen aber nicht: Anzugeben ist alles, wonach gefragt wird und was Sie wissen, auch wenn es in keiner Akte steht (§ 19 Abs. 1 VVG).


Ausnahmelisten genau lesen

Eine Aktion mit dem Etikett „drei Jahre“ fragt einzelne Bereiche oft länger ab, maßgeblich ist der vollständige Wortlaut jeder Frage. Viele Formulare nennen außerdem Ausnahmen, die Sie nicht angeben müssen. Die Hannoversche nimmt etwa folgenlos ausgeheilte Infekte, Vorsorge ohne Befund und leichtere Fehlsichtigkeit aus, E-Zigarette und Shisha zählen dort als Rauchen. Ist eine solche Liste abschließend formuliert, ist alles anzugeben, was dort nicht steht.


Frühere Anträge können den Kurzantrag sperren

Manche Aktionen sind gesperrt, wenn ein früherer Antrag aus Gesundheitsgründen abgelehnt, zurückgestellt oder erschwert angenommen wurde, bei der Hannoverschen etwa, sofern das bei ihr selbst geschah. Wer erst regulär ins Blaue hinein beantragt, verbaut sich unter Umständen den späteren Aktionsweg.


Die eigentliche Prüfung kommt im Leistungsfall

  • Beim Abschluss wird ein Kurzantrag kaum überprüft. Im Leistungsfall gleicht der Versicherer Ihre Antworten mit Arzt- und Krankenkassenunterlagen ab, wofür Sie ihm eine Einwilligung erteilen (Quelle: VVG § 213). Die Hannoversche lässt sich das für fünf Jahre nach Vertragsschluss einwilligen, bei Hinweisen auf vorsätzlich falsche Angaben für zehn Jahre.
  • Die Folgen einer Anzeigepflicht­verletzung hängen vom Verschulden ab. Bei Vorsatz oder grober Fahrlässigkeit kann der Versicherer vom Vertrag zurücktreten, bei einfacher Fahrlässigkeit kündigen (§ 19 Abs. 2 und 3 VVG). Hätte er Sie auch in Kenntnis des Umstands versichert, etwa mit Ausschluss, wird der Vertrag außer bei Vorsatz stattdessen angepasst.
  • Auch ein Rücktritt beendet die Leistungspflicht nicht immer. Hat der verschwiegene Umstand mit der Berufs­unfähigkeit nichts zu tun, muss der Versicherer trotzdem zahlen, außer bei Arglist, also bewusster Täuschung (Quelle: VVG § 21). Seine Rechte erlöschen fünf Jahre nach Vertragsschluss, bei Vorsatz oder Arglist nach zehn Jahren, außer die Berufs­unfähigkeit ist vorher eingetreten.

Was die Leistungsstatistik zeigt

Etwa jeder fünfte Antrag auf eine BU-Rente wird laut GDV nicht bewilligt. 2023 lag in zehn Prozent der Ablehnungen eine verletzte Anzeigepflicht zugrunde, in 44 Prozent war der versicherte BU-Grad nicht erreicht (Quelle: GDV). In unserer Beratung ist die Anzeigepflicht der häufigste Streitpunkt im Leistungsfall.

Die Hälfte aller Ablehnungen wegen verletzter Anzeigepflicht trifft Versicherte bis zum Alter von 35 Jahren. Das zeigt die BU-Leistungspraxisstudie 2025 von Franke und Bornberg für das Leistungsjahr 2023 (Quelle: Franke und Bornberg). Genau in dieser Altersgruppe liegen die meisten Aktionen.

Sicher mit Nein antworten: Ihre Berufs­unfähigkeits­versicherung vor dem Antrag prüfen lassen

Ob Sie die Kurzfragen guten Gewissens mit Nein beantworten dürfen, entscheidet der Wortlaut jeder einzelnen Frage. Wir gehen die Fragen mit Ihnen durch, bevor Sie etwas unterschreiben.

  • Unsere BU-Beratung ist von Finanztip empfohlen
  • Klare Einschätzung: Aktion oder anonyme Risikovoranfrage
  • Haftung für unsere Beratung nach § 63 VVG
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Welche BU-Aktionen mit vereinfachten Gesundheitsfragen gibt es aktuell?

Aktuell bieten mehrere Versicherer Aktionen mit vereinfachter Risikoprüfung an, vor allem für junge Leute bis 35 Jahre und für bestimmte Berufsgruppen. Die Höchstrente liegt meist bei 2.000 Euro im Monat, für Schüler und Auszubildende oft darunter, für einzelne Medizinerangebote bei bis zu 3.000 Euro. Die Tabelle zeigt Aktionen, deren Bedingungen wir in Originalunterlagen prüfen konnten. Konditionen ändern sich häufig.

Versicherer und AktionHöchstrente pro MonatHöchstes EintrittsalterZielgruppeStand und Befristung
Hannoversche, Junge-Leute-SBU2.000 €, Schüler und Auszubildende 1.500 €35 JahreSchüler, Auszubildende, Studenten, BerufstätigeAntrag Stand 08.2026, keine Befristung genannt
Volkswohl Bund, junge Antragsteller2.000 €25 JahreJunge AntragstellerMitteilung vom 16.07.2026, keine Befristung genannt
LV 1871, Golden BU für Kammerberufe2.500 € zu Beginn, per Nach­versicherung bis 4.000 €Bis zur Vollendung des 35. LebensjahresKammerberufeNeuerungen April 2026
SIGNAL IDUNA, vereinfachte Gesundheitserklärung1.000 €40 JahreBerufstätigeFormular Stand 04.2026
BarmeniaGothaer, Ärzte-Kurzantrag3.000 €35 JahreÄrzte, keine MedizinstudentenBefristet bis 31.12.2026
ERGO, Aktion 20252.000 € (24.000 € im Jahr)15 bis 35 JahreJunge, gesunde KundenAbgelaufen am 30.11.2025
Stand der Tabelle: 08.10.2026, Angaben nach Antragsformularen, Mitteilungen und Vertriebsunterlagen der Versicherer. Unsere laufend gepflegte Aktionsübersicht führt weitere Angebote, etwa für Juristen, Steuerberater oder Handwerksbetriebe.

Experten-Tipp:
Die höchste Aktionsrente ist das falsche Auswahlkriterium

„Viele Aktionen werden nach der Höchstrente verglichen. Entscheidend ist aber, ob Ihr Befund in den Abfragezeitraum fällt und was nach einem Ja passiert. Die Psyche fragen manche Aktionen drei, andere fünf Jahre ab. Mein Rat: Legen Sie Ihre Unterlagen neben den Wortlaut jeder Frage und wählen Sie die Aktion, deren Fragen Sie ehrlich verneinen können. Mein Grundsatz dabei: im Antrag nichts verharmlosen, nur damit die Aktion passt.“

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Das Altersfenster schließt sich

Bei Aktionen gilt: Je früher, desto mehr Auswahl. Die meisten Angebote für alle Berufe enden mit 25, 30 oder 35 Jahren, bis 40 bleiben nur wenige wie die SIGNAL IDUNA mit höchstens 1.000 Euro Rente.

Ab 40 ist die betriebliche BU deshalb oft der letzte Weg ohne eigene Gesundheitsfragen. Bei der Alten Leipziger ist ein Eintritt bis 60 möglich, wenn Sie die Beiträge per Entgeltumwandlung aus dem Bruttogehalt zahlen. Der Bedarf endet nicht mit 40, im Schnitt tritt eine Berufs­unfähigkeit mit 48 Jahren ein (Quelle: GDV). Ohne passende Aktion bleibt außerdem der reguläre Antrag nach anonymer Voranfrage, auch mit Vorerkrankung oder nach einer Ablehnung.


Aktionen für Ärzte und andere Kammerberufe

Für Ärzte gibt es eigene Aktionen mit höheren Renten. Beim Kurzantrag der BarmeniaGothaer sind es bis 3.000 Euro für Ärzte bis 35, mit sechs Fragen und einem einheitlichen Abfragezeitraum von 36 Monaten. Die LV 1871 bietet Kammerberufen bis 35 eine vereinfachte Prüfung bis 2.500 Euro, die sich per Nach­versicherung auf bis zu 4.000 Euro erhöhen lässt. Weitere Angebote zeigen wir auf unserer Seite zur BU für Ärzte.

Auf das Versorgungswerk sollten sich Ärzte nicht verlassen: Das Versorgungswerk der Ärztekammer des Saarlandes etwa zahlt erst, wenn die gesamte ärztliche Tätigkeit eingestellt wird (Quelle: Ärztekammer des Saarlandes). Gute private BU-Tarife leisten dagegen schon, wenn Sie Ihren Beruf zu mindestens 50 Prozent nicht mehr ausüben können (Quelle: Stiftung Warentest).


BU für Kinder und Schüler: früh und mit wenigen Fragen

Für Kinder und Schüler gibt es Aktionen mit vereinfachten Fragen. Die LV 1871 bietet eine Schüler-BU schon ab sechs Jahren an, die Hannoversche nimmt Schüler bis 1.500 Euro Monatsrente auf. Ein früher Abschluss ist laut Stiftung Warentest über die Laufzeit meist nicht teurer. Ein 15-Jähriger zahlt dort im günstigsten Angebot 440 Euro im Jahr für 1.000 Euro Monatsrente bis 67. Ohne Beitragsdynamik bleibt dieser Zahlbeitrag konstant, im Ausnahmefall kann er bis zum Tarifbeitrag von 628 Euro steigen (Quelle: Stiftung Warentest).

Ohne spätere Gesundheitsprüfung kommt eine BU-Option im Kindervorsorgevertrag aus, die wie eine Nach­versicherung wirkt. Die Option der uniVersa lässt sich ab der Vorsorgeuntersuchung U2 einschließen und später ohne erneute Gesundheitsprüfung in eine BU-Rente bis 1.250 Euro im Monat umwandeln, etwa bei Ausbildungsbeginn. Beim Einschluss selbst werden allerdings Gesundheitsfragen gestellt.

Was schränken Aktionstarife ein und wie lässt sich die BU später aufstocken?

Aktionstarife schränken vor allem drei Dinge ein: die Höhe der Rente, die spätere Erhöhung ohne neue Gesundheitsprüfung und teils die Dynamik. Der Beitrag ist meist gleich, die Ausbaufähigkeit nicht immer. Aufstocken lässt sich über die Nach­versicherung oder einen zweiten Vertrag mit voller Prüfung.

BU erhöhen ohne Gesundheitsprüfung: So funktioniert die Nach­versicherung

Mit einer Nach­versicherungsgarantie erhöhen Sie Ihre BU-Rente bei Anlässen wie Heirat, Geburt eines Kindes, Berufsstart oder Gehaltssprung, ohne neue Gesundheitsfragen. Den Beitrag für den Erhöhungsteil zahlen Sie nach dem dann erreichten Alter. Die Verbraucherzentrale Hamburg nennt die Nach­versicherungsgarantie für junge Leute „besonders wichtig“ (Quelle: Verbraucherzentrale Hamburg).

Neue Erkrankungen nach Vertragsschluss müssen Sie in der BU grundsätzlich nicht nachmelden, denn als Gefahrerhöhung gilt nur, was ausdrücklich vereinbart ist (Quelle: VVG § 158). Sie können also auch erhöhen, wenn Sie inzwischen erkrankt sind. Ausgeschlossen ist die Nach­versicherung meist während einer Arbeitsunfähigkeit, nach einem Leistungsantrag und ab etwa 48 bis 50 Jahren.

Der Umfang unterscheidet sich stark. Die LV 1871 erlaubt beim Berufsstart nach einer vorausgesetzten Ausbildung oder einem Studium eine Erhöhung um bis zu 150 Prozent. Andere Tarife erlauben je Ereignis nur wenige hundert Euro Jahresrente mehr.


Die Rente ist gedeckelt

Die durchschnittlich versicherte BU-Rente der 2024 neu Versicherten lag laut GDV bei 14.600 Euro im Jahr, rund 1.217 Euro im Monat (Quelle: GDV). Aktionsgrenzen von meist 2.000 Euro liegen darüber. Eng wird es für Gutverdiener, Ärzte und Ingenieure mit steigendem Gehalt.

Reguläre Tarife sichern Studenten pauschal mit 18.000 bis 24.000 Euro Jahresrente ab, Auszubildende und Schüler mit 15.000 bis 18.000 Euro. Für Studenten bringt eine Aktion also vor allem leichteren Zugang, nicht mehr Rente.


Nach­versicherung und Dynamik sind oft beschnitten

Reguläre Tarife erlauben Erhöhungen bei vielen Ereignissen, mit einer Antragsfrist von zwölf Monaten und bis etwa zum Alter 50. In Aktionen fehlt dagegen nach unserer Beratungserfahrung häufig die anlassunabhängige Nach­versicherung, oder die Beitragsdynamik, also die jährliche Erhöhung von Beitrag und Rente, ist auf drei Prozent begrenzt.

Hinzu kommt die Beitragsstabilität. Morgen und Morgen prüft im Rating, ob ein Versicherer Neugeschäftsaktionen hatte, bei denen die Risikoprüfung umgangen wurde (Quelle: Morgen und Morgen). Aktionen nehmen auch Menschen auf, die bei voller Prüfung keinen Schutz bekommen hätten. Sinken dadurch die Überschüsse, kann der Zahlbeitrag steigen, höchstens bis zum garantierten Tarifbeitrag.


Ausschlüsse und Antragsfehler wirken in jeder Aufstockung weiter

Eine Nach­versicherung ohne Gesundheitsprüfung übernimmt die Bedingungen des Ursprungsvertrags, auch die ungünstigen. Bei der uniVersa gelten Ausschlüsse und Zuschläge für jede Erhöhung fort. Ebenso gilt: Ein Fehler im Kurzantrag bleibt auch nach einer Erhöhung bestehen.


Aktion und spätere Aufstockung kombinieren: vier Wege

Wer über eine Aktion einsteigt und später mehr Rente braucht, hat vier Wege mit eigenen Grenzen.

WegSo funktioniert esGrenze
Nach­versicherung im AktionsvertragErhöhung bei Anlässen ohne neue GesundheitsprüfungNur so weit, wie die Aktion sie erhält; Ausschlüsse und Antragsfehler gelten weiter
Zweiter Vertrag mit voller PrüfungNeuer Antrag mit aktuellem Gesundheitszustand und AlterNeue Gesundheitsfragen, neue Fristen der Anzeigepflicht
Mehrere Aktionen bei verschiedenen VersicherernZwei Kurzanträge, deren Renten sich addierenBestehende Verträge zählen zur Einkommensgrenze; hohe Gesamtrenten können an das Hinweis- und Informationssystem der Versicherer (HIS) gemeldet werden
Betriebliche BU plus private BUFirmen-BU ohne eigene Fragen als Basis, private BU für die LückePrivate Anträge rechnen die Firmen-BU an; die Firmen-BU hat oft keine Nach­versicherung

Die Einkommensgrenzen sind streng gezählt: Bei der Hannoverschen darf die gesamte BU-Absicherung einschließlich Verträgen anderer Versicherer 60 Prozent des Bruttoeinkommens nicht übersteigen. Bei der SIGNAL IDUNA liegt die Grenze grundsätzlich bei 70 Prozent.

Vor Abschluss einer Aktion lohnen drei Prüffragen. Bleibt die anlassunabhängige Nach­versicherung erhalten? Wie hoch ist die Obergrenze nach Nach­versicherung? Gibt es eine Karrieregarantie für Gehaltssprünge? Fehlt all das, geht eine spätere Aufstockung nur über einen zweiten Vertrag mit voller Gesundheitsprüfung.

Die drei Prüffragen zeigen, ob eine Aktion auch zu Ihrem Gehalt in zehn Jahren passt. Die Antworten stehen in den Bedingungen, und die unterscheiden sich von Versicherer zu Versicherer stark. Wir legen sie für Sie nebeneinander und planen Einstieg und Aufstockung gemeinsam.

Heute einsteigen, später aufstocken: Berufs­unfähigkeits­versicherung mit Weitblick planen

Finanztip empfiehlt unsere Beratung zur Berufs­unfähigkeits­versicherung. Wir zeigen Ihnen, wie viel Rente eine Aktion zulässt und wie Sie sie später ohne neue Gesundheitsfragen erhöhen können.

  • Nach­versicherung und Karrieregarantie im Bedingungsvergleich
  • Aktionsgrenze und spätere Obergrenze auf einen Blick
  • Anonyme Risikovoranfrage, falls der reguläre Weg besser passt
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Berater

Betriebliche BU mit Dienstobliegenheitserklärung: Geht es ganz ohne Gesundheitsfragen?

Ja, in der betrieblichen BU ist ein Schutz ohne eigene Gesundheitsfragen möglich, wenn der Arbeitgeber einen Gruppenvertrag mit Dienstobliegenheitserklärung abschließt. Dann bestätigt der Arbeitgeber dem Versicherer, dass die Mitarbeiter arbeitsfähig sind, und Sie selbst beantworten keine Fragen. Voraussetzung ist meist ein Kollektiv von mindestens zehn Versicherten. Bei der Allianz etwa gelten bei Entgeltumwandlung trotzdem drei Gesundheitsfragen.


Was die Dienstobliegenheitserklärung ist

Die Dienstobliegenheitserklärung, kurz DO, gibt der Arbeitgeber gegenüber dem Versicherer ab. Bei der Alten Leipziger erklärt er, dass die versicherten Personen nicht krankgeschrieben sind und ihren arbeitsvertraglichen Pflichten voll nachkommen. Manche Formulare fragen zusätzlich nach längeren Krankschreibungen der letzten zwei Jahre, Wiedereingliederung oder Schwerbehinderung. Wer das nicht erfüllt, braucht eine Gesundheitserklärung.

Daneben gibt es die Erklärung des Arbeitnehmers. Bei der Alten Leipziger bestätigen Sie darin, in den letzten zwei Jahren nicht länger als 14 Kalendertage am Stück arbeitsunfähig gewesen zu sein. Diese Erklärung unterliegt der Anzeigepflicht mit allen Folgen bei falschen Angaben. Auch Ihr Wissen als versicherte Person zählt, obwohl der Arbeitgeber Vertragspartner ist (Quelle: VVG § 156).


Grenzen: Höchstrente, Fristen, Nach­versicherung

Bei der Alten Leipziger reicht die vereinfachte Annahme je nach Finanzierung und Berufsgruppe bis 2.000 oder 2.500 Euro Monatsrente. Bei Entgeltumwandlung mit geringem Arbeitgeberzuschuss, also 0 bis 49 Prozent, sind körperlich tätige Berufsgruppen ausgeschlossen. Ihnen bleiben ein höherer Zuschuss, eine Gesundheitserklärung oder eine private BU nach anonymer Voranfrage. Die vereinfachten Regeln gelten nur im ersten Jahr nach Einreichung des Erstbestands, danach nur für neue Mitarbeiter. Eine Nach­versicherung ist nicht vorgesehen.


Was von der Rente netto bleibt

Die Beiträge zahlen Sie aus dem Bruttogehalt. Im Leistungsfall bleibt von der Rente aber spürbar weniger als von einer gleich hohen privaten BU-Rente:

  • Die Rente ist voll steuerpflichtig, weil sie auf steuerfreien Beiträgen beruht, eine private BU-Rente wird nur mit dem Ertragsanteil besteuert (Quelle: EStG § 22).
  • Gesetzlich Krankenversicherte zahlen darauf Kranken- und Pflegebeiträge, weil die Rente als Versorgungsbezug gilt (Quelle: SGB V § 229).
  • Spart Ihr Arbeitgeber durch die Entgeltumwandlung Sozial­versicherungsbeiträge, muss er 15 Prozent Zuschuss auf den umgewandelten Betrag zahlen, sofern kein Tarifvertrag abweicht (Quelle: BetrAVG § 1a).

Was beim Jobwechsel passiert

Die betriebliche BU ist bei einem Jobwechsel nicht verloren. Bei Entgeltumwandlung haben Sie das Recht, den Vertrag mit eigenen Beiträgen fortzusetzen (Quelle: BetrAVG § 1b). Die Alte Leipziger nennt drei Wege: private Fortführung ohne erneute Risikoprüfung in gleicher Höhe, Fortführung über den neuen Arbeitgeber, wenn dieser zustimmt, oder Beitragsfreistellung mit geringerer Rente.


Prüfliste für Ihr Firmenangebot

Vor der Entscheidung über ein Firmenangebot sollten Sie acht Fragen klären.

PrüffrageWarum sie wichtig ist
Gibt es eine Dienstobliegenheitserklärung oder individuelle Fragen?Nicht jede Firmen-BU kommt ohne eigene Gesundheitsfragen aus
Wer finanziert, und wie hoch ist der Zuschuss?Davon hängen Höchstrente und Zugang für körperlich tätige Berufe ab
Wie hoch ist die Höchstrente?Typisch sind 2.000 bis 2.500 € pro Monat
Gibt es eine Frist?Wer das Angebot im Aktionszeitraum ablehnt, braucht später oft die volle Gesundheitserklärung
Lässt sich die Rente erhöhen?In vereinfachten Gruppenverträgen fehlt die Nach­versicherung häufig
Was bleibt netto?Die Rente ist voll steuerpflichtig und für gesetzlich Versicherte beitragspflichtig zur Kranken- und Pflege­versicherung
Was passiert beim Jobwechsel?Private Fortführung ist möglich, die Übernahme durch den neuen Arbeitgeber braucht dessen Zustimmung
Passt sie zu einer privaten BU?Private Anträge rechnen die Firmen-BU auf die Einkommensgrenze an

Besonders wertvoll ist die Firmen-BU mit Vor­erkrankungen. Wer aktuell arbeitsfähig ist und zuletzt nicht länger am Stück krankgeschrieben war, kann über die Arbeitgeber-DO auch mit älteren Vor­erkrankungen versichert werden. Für Gesunde ist sie eher eine Ergänzung. Mehr zur betrieblichen Berufs­unfähigkeits­versicherung lesen Sie auf unserer Themenseite.

Firmenangebot prüfen lassen: Was Ihre betriebliche Berufs­unfähigkeits­versicherung netto wert ist

Wir gehen Ihr Firmenangebot mit Ihnen anhand der acht Prüffragen durch und zeigen, wie eine private BU die Lücke schließt. Finanztip empfiehlt unsere BU-Beratung. Die Prüfung ist für Sie kostenfrei und unverbindlich.

  • Nettorente nach Steuer und Krankenkassenbeitrag ermittelt
  • Frist, Höchstrente und Regeln beim Jobwechsel geprüft
  • Private Ergänzung auf Wunsch nach anonymer Risikovoranfrage
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Experten-Tipp:
Die Firmen-BU ohne Gesundheitsfragen ist netto oft weniger wert, als sie aussieht

„Eine Firmen-BU ohne eigene Fragen klingt nach dem Idealfall. Netto bleibt aber spürbar weniger als die vereinbarte Rente, und eine Nach­versicherung fehlt oft. Mein Rat: Nutzen Sie das Angebot als Basis ohne eigene Gesundheitsfragen, gerade mit Vorerkrankung, und schließen Sie die Lücke mit einer privaten BU. Planen Sie die Firmenrente dafür höher ein als eine private.“

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BU ohne Gesundheitsfragen mit Wartezeit: Was leisten Vorsorgeschutz und Beitragsbefreiung?

Angebote ganz ohne Gesundheitsfragen mit Wartezeit zahlen keine BU-Rente. Sie übernehmen bei Berufs­unfähigkeit nur die Beiträge zu Spar- oder Vorsorgeverträgen. Statt einer Gesundheitsprüfung gilt eine Wartezeit von drei Jahren, in der Sie nur nach einem Unfall Leistungen erhalten. Wer eine BU ohne Gesundheitsfragen mit Wartezeit sucht, landet also bei einer Beitragsübernahme, nicht bei einem Einkommensersatz.

Vorsorgeschutz: Der Versicherer übernimmt Sparbeiträge

Der Golden BU Vorsorgeschutz der LV 1871 kommt ohne Risikoprüfung aus. Bei Berufs­unfähigkeit übernimmt der Versicherer die Beiträge für höchstens zwei Vorsorgeverträge bis zusammen 3.000 Euro im Jahr, auch bei anderen Anbietern, etwa für Sparpläne, Bausparverträge oder Renten­versicherungen. Ohne Vorsorgevertrag entsteht ein Anspruch auf eine Altersrente bei der LV 1871. Die Wartezeit entfällt bei einem Unfall.


Beitragsbefreiung ohne Gesundheitsprüfung

Die Allianz bietet zu Renten- und Kindervorsorgeverträgen eine reine Beitragsbefreiung bei Berufs­unfähigkeit an, unter bestimmten Voraussetzungen ohne Gesundheitsprüfung und dann mit drei Jahren Wartezeit. Wer eine echte BU-Rente einschließt, durchläuft eine Gesundheitsprüfung, dafür entfällt die Wartezeit.


Die Wartezeit hat Haken

In der Wartezeit ist eine krankheitsbedingte Berufs­unfähigkeit nicht versichert. Nach den Bedingungen der Allianz gibt es keine Leistung, wenn Sie in der Wartezeit berufsunfähig werden, auch wenn das danach fortbesteht. Psychisch bedingte Reaktionen gelten dort nicht als Unfall. Wer die Beiträge länger als zwölf Monate aussetzt, startet die Wartezeit neu.

Schwere Unfälle verursachen laut GDV nur acht Prozent der Berufs­unfähigkeiten (Quelle: GDV). In den ersten drei Jahren deckt ein Wartezeit-Modell also nur einen kleinen Teil des Risikos ab. Mehr zu Wartezeiten lesen Sie auf unserer Seite zur Wartezeit in der BU.

Zudem rät die Verbraucherzentrale Hamburg dringend davon ab, eine BU mit einer Kapitallebens- oder Renten­versicherung zu verbinden (Quelle: Verbraucherzentrale Hamburg). Ein Wartezeit-Modell eignet sich deshalb nur als Ergänzung, um Sparbeiträge zu sichern. Eine BU-Rente ersetzt es nicht.

Experten-Tipp:
Das Wartezeit-Modell ist für Vorerkrankte selten der richtige Notausgang

„Wer Vor­erkrankungen hat, greift schnell zum Modell ohne Fragen. Doch drei Jahre Wartezeit und keine BU-Rente machen daraus eine reine Absicherung Ihrer Sparbeiträge. Von unseren rund 30 bis 40 Voranfragen im Jahr endet nur etwa jede fünfte mit Ablehnung, rund die Hälfte mit Zuschlag oder Ausschluss. Mein Rat: Klären Sie zuerst per anonymer Voranfrage, ob eine echte BU-Rente möglich ist. Der Vorsorgeschutz bleibt eine sinnvolle Ergänzung.“

Foto von Patrick Knittel
Berater

Mit Vorerkrankung oder nach Ablehnung: Welche Wege zur BU bleiben?

Mit Vorerkrankung führt der erste Schritt fast immer über eine anonyme Risikovoranfrage, nicht über einen Antrag. Häufiger als eine Ablehnung ist ein Vertrag mit Einschränkung. Nach Schätzung unseres Experten (Stand August 2026) gilt das für etwa die Hälfte unserer rund 30 bis 40 BU-Voranfragen pro Jahr. Etwa jede fünfte endet mit Normalannahme, ebenso viele mit Ablehnung.

Das widerspricht der GDV-Statistik nicht. Dort werden rund 80 Prozent aller BU-Anträge ohne Erschwernis angenommen und nur drei Prozent abgelehnt, mitgezählt sind aber überwiegend gesunde junge Antragsteller (Quelle: GDV). Eine Voranfrage stellen fast nur Menschen mit Vorerkrankung. Mehr dazu auf unserer Seite zur BU trotz Vorerkrankung.


Wegweiser: Welcher Weg zu welcher Ausgangslage passt

Die Tabelle fasst unsere Beratungslogik zusammen. Sie ersetzt keine Einzelprüfung, zeigt aber, wo der erste Schritt liegt.

AusgangslageErster SchrittZweiter Schritt
Gesund, jung, Zielgruppe einer AktionRegulären Antrag und Aktion vergleichenAuf Nach­versicherung und Karrieregarantie achten
Vorerkrankung liegt außerhalb des Abfragezeitraums einer AktionAktion mit passendem Zeitraum wählenPauschalfragen wie „voll arbeitsfähig“ ehrlich prüfen
Vorerkrankung liegt innerhalb des AbfragezeitraumsAnonyme RisikovoranfrageRegulärer Antrag mit Ausschluss oder Zuschlag, oder Ende des Abfragezeitraums abwarten
Arbeitgeber bietet Gruppenvertrag mit DienstobliegenheitserklärungBedingungen und Fristen prüfenPrivat ergänzen
Bereits abgelehntGrund der Ablehnung klären, HIS-Selbstauskunft einholenVoranfrage, Firmen-BU, Alternativen
Über 40, kein KammerberufFirmen-BU mit Dienstobliegenheitserklärung prüfenRegulärer Antrag nach Voranfrage, Vorsorgeschutz ohne BU-Rente

Psychische Vor­erkrankungen: Zeit und Ausschlussklausel als Hebel

Bei psychischen Vor­erkrankungen entscheidet vor allem, wie lange das Therapieende zurückliegt. Liegt es vor dem Zeitraum, den der Versicherer abfragt, müssen Sie die Therapie nicht angeben, denn die Anzeigepflicht gilt nur für das, wonach gefragt wird (Quelle: VVG § 19). Laut Stiftung Warentest bieten manche Versicherer nach einer ambulanten Psychotherapie fünf Jahre nach Therapieende einen Vertrag an, seltener schon nach drei Jahren (Quelle: Stiftung Warentest).

Liegt die Therapie noch im Abfragezeitraum, endet eine Voranfrage bei uns meist mit einer Ausschlussklausel für die Psyche, nicht mit einer Ablehnung. Alle anderen Ursachen bleiben dann versichert. Manche Versicherer prüfen einen Ausschluss später erneut, die Allianz einmalig frühestens nach zwei Jahren ohne Beschwerden. Eine Therapie sollte trotzdem niemand wegen der BU aufschieben.

Abwarten, bis die Therapie aus dem Abfragezeitraum fällt, hat seinen Preis. Bis dahin haben Sie keinen BU-Schutz, und neue Befunde können hinzukommen. Der Beitrag richtet sich laut Stiftung Warentest zudem nach dem höheren Eintrittsalter. Unsere Faustregel: Abwarten lohnt sich nur, wenn die Therapie in wenigen Monaten aus dem Abfragezeitraum fällt und Sie bis dahin keine Altersgrenze einer passenden Aktion überschreiten. Sonst ist der Vertrag mit Ausschluss meist der bessere Weg.


Nach einer Ablehnung: Grund klären, nicht blind neu beantragen

Eine Ablehnung ist nicht das Ende. Klären Sie zuerst den Grund, manchmal ist es nur eine Zurückstellung, also ein „jetzt nicht“. Endet ein Antrag mit Zuschlag oder Ausschluss, kann der Versicherer das als erhöhtes Risiko an das Hinweis- und Informationssystem der Versicherer (HIS) melden. Gemeldet wird nur die besondere Einstufung, nicht die Diagnose, und kein Vertrag wird allein wegen einer HIS-Meldung abgelehnt (Quelle: GDV-Broschüre zum HIS). Ob ein Eintrag besteht, zeigt eine Selbstauskunft.

Der Antrag ohne vorherige Voranfrage ist der häufigste Fehler, der zu einer Ablehnung führt. Ist das schon passiert, geht es über eine anonyme Voranfrage weiter, nicht über einen weiteren Antrag auf eigene Faust. Eine frühere Ablehnung müssen Sie nur angeben, wo das Formular danach fragt (§ 19 VVG). Die vereinfachte Erklärung der SIGNAL IDUNA etwa fragt nicht danach.

Auch Rückenbefunde führen nicht zwangsläufig zur Ablehnung. Die Stiftung Warentest nennt Rückenprobleme als typisches Beispiel für Ausschluss oder Zuschlag (Quelle: Stiftung Warentest). Nach einem Bandscheibenvorfall ist ein Ausschluss der Wirbelsäule nach unserer Beratungserfahrung ein häufiger Ausgang.


Wenn keine BU möglich ist: Alternativen

Bei manchen Diagnosen sind die Chancen gering. Nach Erfahrung von Patrick Knittel führen Hämophilie, Diabetes und Multiple Sklerose fast immer zur Ablehnung. Dann lohnt der Blick auf Alternativen zur BU. Auch diese Produkte prüfen meist die Gesundheit und decken weniger ab als eine BU.

AlternativeLeistet beiGesundheitsprüfungBeitragsbeispiel
Erwerbsunfähigkeits­versicherungKaum noch Arbeit in irgendeinem Beruf möglichJaIndustriemechaniker, 1.500 € Rente: ab 600 € im Jahr (BU: 900 €)
Grundfähigkeits­versicherungVerlust bestimmter Fähigkeiten wie Gehen, Sehen oder Gebrauch der HändeJa25-Jährige in Risikoberufen: ab 705 € im Jahr ohne Leistung bei Psyche
Dread-Disease-VersicherungDiagnose einer im Vertrag genannten schweren Krankheit, EinmalzahlungJa25-jähriger Industriemechaniker, 300.000 €: ab 1.100 € im Jahr
Private Unfall­versicherungDauerhafte Invalidität nach einem UnfallTeils ohne, teils mit FragenNiedrige Gefahrengruppe: ab 200 € im Jahr
Beitragsbeispiele nach Stiftung Warentest 2025 (Quelle: Stiftung Warentest). Psychische Erkrankungen, die häufigste Ursache einer Berufs­unfähigkeit, decken Grundfähigkeits-, Dread-Disease- und Unfall­versicherung nicht oder nur eingeschränkt ab. Die Erwerbsunfähigkeits­versicherung schließt sie in der Regel ein.

Zwei Fälle aus unserer Beratung

Studentin mit Wirbelsäulenbefund: Überprüfungsoption erreicht

Ein Vater wollte seine Tochter vor dem Berufsstart absichern. Neben kleineren Beschwerden hatte sie einen Befund an der Wirbelsäule nach einem Unfall. Wir haben zuerst eine Risikovoranfrage gestellt, und alle angefragten Versicherer boten einen Ausschluss der Wirbelsäule ohne Überprüfungsoption an. Mit fachärztlichem Attest und einer eigenen Stellungnahme erreichten wir bei einem Versicherer, dass der Ausschluss nach drei Jahren überprüft werden kann.

Fehlerhafte Diagnosen in der Patientenakte: Dranbleiben lohnt sich

Eine Berufstätige Mitte 20 fand in ihrer Patientenakte Diagnosen, die aus ihrer Sicht falsch waren. Wir haben ihre Gesundheitsangaben begründet als Voranfrage eingereicht, die Versicherer verlangten ein ärztliches Attest. Weil das über die Ärzte nicht gelang, lief die Korrektur über die Krankenkasse, die sich mit der Arztpraxis in Verbindung setzte. Am Ende erhielt die Kundin Versicherungsschutz trotz der Fehleinträge.

Auch mit Vorerkrankung: Ihre Chancen auf eine Berufs­unfähigkeits­versicherung anonym prüfen

Viele Vorerkrankte werden mit Ausschluss oder Zuschlag versichert statt abgelehnt. Wir fragen ohne Ihren Namen bei mehreren Versicherern parallel an und prüfen zugleich Aktion, Firmen-BU und Alternativen.

  • Kein Antrag, keine Festlegung vor dem Ergebnis
  • Begleitung auch nach einer früheren Ablehnung
  • Unsere Beratung zur Berufs­unfähigkeits­versicherung ist von Finanztip empfohlen
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Berater

Häufige Fragen zur Berufs­unfähigkeits­versicherung ohne Gesundheitsfragen

Wann verjähren Vor­erkrankungen bei den Gesundheitsfragen der BU?

Eine Verjährung von Vor­erkrankungen gibt es nicht, wohl aber zwei Fristen, die oft verwechselt werden. Die erste sind die Abfragezeiträume des Versicherers: Was länger zurückliegt, als er fragt, müssen Sie nicht angeben. Die Allianz fragt zum Beispiel ambulante Behandlungen in der Regel drei Jahre ab, psychische Erkrankungen fünf Jahre und Operationen oder stationäre Aufenthalte zehn Jahre (abgerufen am 08.10.2026).

Die zweite Frist betrifft den Versicherer. Seine Rechte bei falschen Angaben erlöschen laut § 21 Abs. 3 VVG nach fünf Jahren, bei Vorsatz oder Arglist nach zehn Jahren. Das gilt nicht, wenn die Berufs­unfähigkeit vorher eintritt. Eine vergessene Diagnose ist also nicht nach einer festen Zeit folgenlos.

Welche Erkrankungen nach Vertragsabschluss muss ich dem Versicherer melden?

Grundsätzlich keine. Erkrankungen, die erst nach Vertragsschluss auftreten, müssen Sie in der BU nicht nachmelden. Als Gefahrerhöhung gilt laut § 158 VVG nur, was ausdrücklich in Textform vereinbart wurde.

Anders ist es zwischen Antrag und Annahme. Stellt der Versicherer in dieser Zeit noch Fragen, müssen Sie sie wahrheitsgemäß beantworten. Gleiches gilt, wenn Sie später die Rente über eine Nach­versicherung erhöhen und dafür neue Fragen beantworten sollen.

Welche Erwerbsunfähigkeits­versicherung kommt ohne Gesundheitsprüfung aus?

Die übliche Erwerbsunfähigkeits­versicherung prüft die Gesundheit ebenso wie die BU, und das gilt laut Stiftung Warentest auch für Grundfähigkeits- und Dread-Disease-Versicherungen. Eine Antragsprüfung lässt sich damit nicht umgehen.

Zudem leistet die Erwerbsunfähigkeits­versicherung deutlich später als die BU, nämlich erst, wenn in keinem Beruf mehr nennenswert gearbeitet werden kann. Die BU leistet schon, wenn Sie Ihren zuletzt ausgeübten Beruf voraussichtlich dauerhaft nicht mehr ausüben können. Wer wegen Vor­erkrankungen ausweicht, bekommt also meist weniger Schutz.

Was ist das HIS, und landet meine Ablehnung dort?

Das Hinweis- und Informationssystem der Versicherer, kurz HIS, speichert Meldungen zu erhöhten Risiken, etwa zu einem gefährlichen Beruf oder einer risikoerheblichen Vorerkrankung. Gemeldet wird die Person, Krankheit oder Beruf werden dabei laut GDV nicht genannt. Eine Meldung führt allein nicht zur Ablehnung, der Versicherer prüft dann nur genauer.

Gemeldet werden kann, wenn ein erhöhtes Risiko vorliegt, etwa bei einer Annahme mit Zuschlag oder Ausschluss. Die Speicherfrist beträgt regelmäßig vier Kalenderjahre, höchstens zehn Jahre. Eine Selbstauskunft ist schriftlich oder über ein Online-Formular möglich, nicht telefonisch.

Wie werde ich einen Ausschluss in der BU später wieder los?

Das regelt jeder Versicherer selbst. Die Allianz nennt für einige Klauseln eine einmalige Überprüfung, frühestens nach zwei Jahren (abgerufen am 08.10.2026). Ob und wann ein Ausschluss erneut geprüft wird, sollten Sie vor dem Abschluss im Angebot klären, danach lässt sich die Zusage nur schwer nachholen.

Bis dahin wirkt der Ausschluss auch bei einer späteren Erhöhung der Rente weiter. Bei der uniVersa gelten Ausschlüsse und Zuschläge des Ursprungsvertrags für jede Erhöhung fort.

Wovon hängt der Beitrag einer BU ab, und was kostet sie ungefähr?

Der Beitrag hängt vor allem von Beruf, Eintrittsalter, Rentenhöhe, Laufzeit und Gesundheit ab. Den größten Unterschied bei den Kosten einer BU macht der Beruf. Bei der Allianz (BU Komfort, Stand 22.06.2026, abgerufen am 08.10.2026) zahlt ein 30-jähriger Nichtraucher für 1.500 Euro Monatsrente bis 67 als Informatiker 43,20 Euro im Monat, als Dachdecker 268,18 Euro. Eine Aktion mit vereinfachter Risikoprüfung ist nach den geprüften Unterlagen kein eigener, teurerer Tarif.

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Lena Mierbach
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Regelaltersgrenze Das gesetzlich festgelegte Renteneintrittsalter, ab dem eine Person ohne Abschläge die reguläre Altersrente beziehen kann. Aktuell liegt dies bei 67 Jahren. Entgeltumwandlung Bei der Entgeltumwandlung zahlen Arbeitnehmer einen Teil ihres Bruttoeinkommens in eine betriebliche Altersversorgung. Dadurch verringert sich das zu versteuernde Einkommen, wodurch Arbeitnehmer Steuern- und Sozialabgaben sparen.
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