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Berufs­­un­fähig­keits­ver­siche­rung ohne Ge­sund­heits­fragen

Eine BU gänzlich ohne Gesundheitsprüfung gibt es nicht. So können Sie sich dennoch absichern
Das Wichtigste in Kürze
  • Eine Berufs­un­fähig­keits­ver­siche­rung ohne Ge­sund­heits­fragen ist prinzipiell nicht möglich – jedoch sehr wohl mit vereinfachter Gesund­heits­prü­fung.
  • Nur im Rahmen der Nach­ver­siche­rungs­garan­tie bestehender Versicherungen gibt es eine BU ohne erneute Ge­sund­heits­fragen.
  • BU-Versicherer führen regelmäßig Angebote und Sonder­aktionen mit deutlich reduzierten Ge­sund­heits­fragen.
  • Verträge mit vereinfachter Gesund­heits­prü­fung bieten jedoch oftmals ein­ge­schränkte Ver­siche­rungs­leistungen
  • Alternativen zur BU sind z. B. die Erwerbs­unfähig­keits­ver­siche­rung oder die Grund­fähig­keits­ver­siche­rung.

Berufs­un­fähig­keits­ver­siche­rung ohne Ge­sund­heits­fragen: Ist das möglich?

Eine Berufs­un­fähig­keits­ver­siche­rung (BU) erfordert stets eine bestimmte Art der Gesund­heits­prü­fung. Eine Versicherung ohne jede Einschätzung des Risikos ist nicht möglich. Versicherer arbeiten mit einer Art von Risiko­management, um die Wahr­schein­lichkeit des Leistungsfalls einschätzen zu können. Es ist lediglich möglich, einen bereits bestehenden Versicherungsvertrag auf Basis der sog. Nach­ver­siche­rungs­garan­tie ohne eine erneute Prüfung der Gesundheit zu verändern.

Geht es um den Abschluss einer neuen BU, so bieten einige Versicherer Verträge mit einer eingeschränkten bzw. vereinfachten Gesund­heits­prü­fung an. Versicherte müssen in diesem Fall weniger Fragen beantworten. Auf der anderen Seite bieten diese Versicherungen weniger Leistungen bzw. eine geringere Berufs­unfähig­keits­rente. Zudem zielen diese Versicherungen oftmals auf Zielgruppen mit ohnehin geringem Risiko. So sind vereinfachte Ge­sund­heits­fragen meist in der BU für Studenten und Azubis der Fall.

Sofern der Versicherungsvertrag eine solche Nach­ver­siche­rungs­garan­tie beinhaltet, können Versicherte ihre Rentenhöhe ohne weitere Gesund­heits­prü­fung erhöhen bzw. dynamisch anpassen. Diese Klausel ist bei Veränderungen wie einem Berufswechsel oder einer Eheschließung wichtig. Nicht alle Versicherungs­verträge beinhalten die Nach­ver­siche­rungs­garan­tie, doch ist sie aus Sicht der Versicherten sinnvoll.

… mehr zur Nachversicherungsgarantie

Keine BU ohne Risikoprüfung
Eine Berufs­un­fähig­keits­ver­siche­rung unter generellem Verzicht auf Ge­sund­heits­fragen existiert nicht. Einige Versicherer bieten jedoch häufig Sonder­aktionen mit einer vereinfachten Gesund­heits­prü­fung an. Mehr dazu im Abschnitt „Vereinfachte Gesund­heits­prü­fungen und Sonder­aktionen“.

BU ohne Ge­sund­heits­fragen: Für wen wäre dies vorteilhaft?

Grundsätzlich wäre eine Versicherung ohne Prüfung des Gesundheits­risikos für alle Zielgruppen interessant, die aufgrund bestimmter Risiken mit einer Ablehnung rechnen müssten. Ablehnungsgründe können vielseitig sein und reichen von einem riskanten Beruf über gefährliche Hobbys bis zu gesundheitlichen Beschwerden. Versicherer achten auf sämtliche Aspekte, die einen Leistungsfall wahrscheinlich machen.

Oftmals sind Vorerkrankungen der Grund

In den meisten Fällen sind Krankheiten die Ursache der Berufs­unfähigkeit. Hierbei spielen psychische Beschwerden eine immer wichtigere Rolle. Etwa 30 Prozent aller Fälle der Berufs­unfähig­keit sind auf Erkrankungen wie Depressionen oder Burnout zurückzuführen. An zweiter Stelle folgen Beschwerden des Muskel- und Skelett-Apparates (etwa 21 Prozent). Krebs­erkrankungen befinden sich mit 17 Prozent an der dritten Stelle. Nur in einem Zehntel aller Fälle ist ein Unfall die Ursache der Berufsunfähigkeit.

Aus diesen und anderen Statistiken berechnen Versicherer die Wahrscheinlichkeit des Leistungsfalls. Entsprechend sind folgende Risikofaktoren und Vorerkrankungen ein häufiger Grund für die Ablehnung:

  • Psychische Erkrankungen
  • Chronische Erkrankungen (beispielsweise Diabetes mellitus)
  • Sportverletzungen (auch in der jüngeren Vergangenheit)
  • Rückenleiden
  • Adipositas

Personen die an diesen oder vergleichbaren gesund­heitlichen Beschwerden leiden, würden daher von einer Berufs­un­fähig­keits­ver­siche­rung ohne Ge­sund­heits­fragen profitieren. Einige Versicherer werben mit vereinfachten Gesund­heits­prü­fungen, um auch solche Risikogruppen anzusprechen. Prinzipiell ist es möglich, eine BU trotz Vorerkrankung abschließen zu können.

… mehr zum Thema BU trotz Vorerkrankung

Vereinfachte Gesund­heits­prü­fungen und Sonder­aktionen

Zwar verzichtet kein Anbieter einer Berufs­un­fähig­keits­ver­siche­rung vollständig auf die Gesund­heits­prü­fung, doch finden sich auf dem Markt einige Aktionen mit deutlich vereinfachten Ge­sund­heits­fragen. Es handelt sich meist um zeitlich befristete Aktionen der Anbieter. Bestimmte Versicherer bieten solche Verträge auch dauerhaft an.

Die Ausgestaltung des Versicherungs­vertrags beinhaltet zudem bestimmte Einschränkungen. Die reguläre Gesund­heits­prü­fung ist hierbei durch eine geringe Anzahl einfacher Fragen zur Gesundheit ersetzt. So fragen viele der Versicherer nicht gezielt nach Vorerkrankungen. An Stelle dessen prüfen sie bei potentiellen Kunden, ob eine Behinderung vorliegt oder ob Kunden in den letzten fünf Jahren mehrere Monate in Behandlung waren. Andere Versicherungs­anbieter interessieren sich in solchen Aktionen nur für die Erkrankungen der vergangenen 12 Monate.

Beispiel: Diese vereinfachten Ge­sund­heits­fragen werden gestellt
  1. Wurde bei Ihnen bis heute eine HIV-Infektion (positiver AIDS-Test), eine Krebs­erkrankung, ein Herzinfarkt, ein Schlaganfall, eine Multiple Sklerose (MS), eine Leber- oder Stoff­wechsel­störung, eine chronisch-entzündliche Darm­erkrankung, Epilepsie, eine psychische Störung oder ein Bandscheibenvorfall festgestellt?
  2. Sind Sie aktuell in einer medizinischen Behandlung, einer laufenden Therapie, nahmen oder nehmen Sie Drogen oder regelmäßig Medikamente, ist eine Operation geplant, waren Sie in den letzten 2 Jahren krankheits­bedingt arbeitsunfähig für einen Zeitraum von länger als 2 Wochen oder liegt bei Ihnen eine MdE (Minderung der Erwerbs­fähigkeit), ein GdS (Grad der Schädigungs­folge) oder ein GdB (Grad der Behinderung) vor?
  3. Wurden Anträge auf Lebens-, Berufs­unfähig­keits-, Erwerbs­unfähig­keits-, Grund­fähig­keits- oder Pflegeversicherung nur zu erschwerten Bedingungen angenommen (z. B. mit Klausel oder Zuschlag), zurückgestellt oder abgelehnt?

Voraussetzungen einer BU mit vereinfachten Ge­sund­heits­fragen

Versicherer, die eine BU-Aktion anbieten oder standardmäßig eine vereinfachte BU führen, setzen meistens bestimmte Voraussetzungen:

  • Es werden nur Versicherungs­nehmer berücksichtigt, die bestimmten Berufsklassen angehören. Welche das sind, ist meist in den Bedingungen beschrieben (z. B. Heilberufe, Studenten).
  • Teilnehmen können zudem nur Leute, deren Eintritts­alter unter einer angegebenen Altersgrenze liegt (z. B. unter 50 Jahre).
  • Die Höhe der Berufs­unfähigkeits­rente ist meist deutlich begrenzt und liegt in den häufigsten Fällen unter 1.000 Euro pro Monat.
  • Klauseln wie die Nach­ver­siche­rungs­garan­tie sind oftmals nicht Gegenstand solcher Verträge.

Vereinfachte Gesund­heits­prü­fung: Vor- und Nachteile

VorteileNachteile
Geringere Einstiegshürde durch Reduktion der Ge­sund­heits­fragenEingeschränkter Umfang der Versicherungs­summe. Meist liegt die Jahres-BU-Rente bei ca. 12.000 €.
Menschen, denen eine Ablehnung der BU droht, haben trotzdem die Chance auf eine BUHäufig nur an jüngere Menschen gerichtet, die statistisch gesehen ohnehin gesünder sind als ältere.
BU-Anbieter kann gewechselt werden, falls der bestehende Schutz unzureichend und ein Ausbau nicht möglich ist, etwa aufgrund fehlender Klauseln.Relevante BU-Klauseln und Regelungen sind oftmals nicht Vertrags­bestandteil (z. B. Nachs­versicherungss­garantie, Beitrags­dynamik)

BU-Antrag: Solche Ge­sund­heits­fragen werden gestellt

Bei der regulären Gesund­heits­prü­fung bei Antrag auf Berufs­un­fähig­keits­ver­siche­rung können sich die Fragen von einem Versicherungs­unternehmen zum anderen unterscheiden. Gemeinsam ist ihnen, dass es sich um Zeiträume um meist fünf Jahre handelt, bis zu der rückwirkend Erkrankungen anzugeben sind. Was Kranken­haus­aufenthalte betrifft, sind diese meist bis zu 10 Jahre lang anzugeben. Gleiches gilt für chronische Erkrankungen. Der BU-Anbieter kann hier auch die Kranken­versicherung oder behandelnde Ärzte nach Auskunft anfragen.

Das Versicherungs­vertragss­gesetz (VGV) sieht vor, dass sich Versicherer präzise erkundigen. Hierfür sieht das Gesetz einen bestimmten Rahmen für die Ausgestaltung der Prüfung vor. Die Gesund­heits­prü­fung darf keine offenen, sondern nur geschlossene Fragen beinhalten.

Diese Angaben müssen Sie machen
  • Körpergröße
  • Körpergewicht
  • Risikofaktoren, darunter das Rauchen
  • Riskante Hobbys wie Bergsteigen oder Tauchen
  • Beschwerden oder Chronische Erkrankungen
  • Behandlungen und Untersuchungen der letzten 5 Jahre
  • Operationen der letzten 10 Jahre
  • Einnahme von verschreibungs­pflichtigen Medikamenten
… mehr typische Ge­sund­heits­fragen in der BU
Vollständige Angaben machen
Ob vereinfachte oder komplette Gesund­heits­prü­fung: Grundsätzlich sollten Versicherungskunden auf eine lückenlose und korrekte Beantwortung achten. Sollten sich Angaben als fehlerhaft oder unvollständig ausweisen, kann der Versicherungs­schutz entfallen. Der Versicherer kann sich im Falle der Berufs­unfähig­keit auf die Anzeigepflicht berufen und die Zahlung der BU-Rente verweigern. Dies gilt auch, wenn die Berufss­unfähigs­keit in keinem Zusammen­hang mit der ausgelassenen Komponente steht.

Ist die BU-Gesund­heits­prü­fung wirklich so schlimm?

Viele Menschen, die eine BU abschließen wollen, scheuen sich vor der Gesund­heits­prü­fung. Sie haben Angst, dass aufgrund ihrer Erkrankungen ihr Antrag auf BU abgelehnt zu werden oder eine horrende Beitrags­summe zahlen zu müssen. Andere befürchten, Sie könnten etwas Wichtiges vergessen und somit unwissentlich die vorvertragliche Anzeigepflicht verletzen.

Kein Grund zur Sorge, denn:

  • Sie können auch selbst um Auskunft bei Ihrer Krankenversicherung und Ihren behandelnden Ärzten bitten. So vergessen Sie nicht, Behandlungen oder Kranken­haus­aufenthalte der letzten 5 bzw. 10 Jahre anzugeben.
  • Wenn Sie an leichter Migräne, Asthma oder einer Katzen­haar­allergie leiden oder regelmäßig Fußball spielen oder Wandern gehen, brauchen Sie nichts zu befürchten. Diese Erkrankungen und Hobbys zählen zu Faktoren, die keinen Risiko­zuschlag oder Ablehnung auslösen. Schwieriger wird es dann mit schwerwiegenden Erkrankungen wie Epilepsie, Multiple Sklerose oder Diabetes.
  • Wenn Sie unsicher sind, dann holen Sie sich Hilfe von Experten. Unsere Versicherungs­berater stehen Ihnen auch bei der Antrags­stellung und der Beantwortung der Ge­sund­heits­fragen zur Seite.

Berufs­un­fähig­keits­ver­siche­rung und ihre Alternativen

Wer trotz einer Berufs­un­fähig­keits­ver­siche­rung ohne bzw. vereinfachten Ge­sund­heits­fragen keinen Versicherungs­schutz erhält, kann sich nach alternativen Absicherungen erkundigen.

Zu den Alternativen, die ebenso eine Absicherung gegenüber der Berufsunfähigkeit bieten, gehören:

Die Erwerbs­unfähig­keits­ver­siche­rung greift, wenn Versicherte generell nicht mehr erwerbsfähig sind. Der ausgeübte Beruf spielt bei dieser Versicherung keine Rolle. Die Versicherer leisten jedoch erst dann, wenn Versicherte nicht mehr imstande sind, mehr als drei Stunden pro Tag zu arbeiten.

Die private Unfall­versicherung leistet, wenn Versicherte für mindestens drei Jahre infolge eines Unfalls eine körperliche Beeinträchtigung haben. Auch die Grund­fähig­keits­ver­siche­rung kann den Verlust bestimmter Fähigkeiten (beispiels­weise Sehen oder Hören) durch Unfall oder Krankheit absichern. Die Rentenzahlung ist unabhängig von der Ursache des Fähigkeits­verlusts.

Einen etwas größeren Versicherungsschutz bietet die Funk­tions­in­vali­ditäts­ver­siche­rung. Diese kombiniert einzelne Leistungen aus der Unfall- und Grund­fähig­keits­ver­siche­rung. Der Schwere­grad der Krankheit ist hierbei vorgegeben. Versicherer zahlen nur, wenn die körperlichen Einschränkungen von Dauer und nicht heilbar sind.

Einge­schränkter Versicherungs­schutz
Bei diesen Alternativen zur BU ist zu beachten, dass diese nur ausgewählte Risiken absichern. Ein vollumfänglicher Schutz gegen Invalidität und Berufs­unfähigkeit ist bei diesen Angeboten u. U. nicht gegeben. Zwar bieten sie einen grundlegenden Schutz gegen gravierende physische Beeinträchtigungen. Jedoch ist zu berück­sichtigen, dass vermeintlich kleinere Beschwerden wie etwa Rücken­probleme sowie psychische Erkrankungen weitaus häufiger die Ursache für eine (vorübergehende) Berufsunfähigkeit sind.
… mehr zum Thema Alternativen zur BU

Fazit BU ohne Ge­sund­heits­fragen: Ja oder Nein?

Die Entscheidung, ob man es mit einem Antrag auf Berufs­unfähigkeits­schutz mit vereinfachten Ge­sund­heits­fragen versucht, ist abzuwägen. Die Nachteile, die durch einen solchen Versicherungs­schutz entstehen, können im Ernstfall gravierend sein. Jedoch ist eine vereinfachte Absicherung besser als gar keine, gehört die Absicherung der eigenen Arbeitskraft doch zu den wichtigsten Versicherungen für Privat­personen. Neben der Berufs­un­fähig­keits­ver­siche­rung kann man auf andere Versicherungen zurückgreifen, die eine geringere Einstiegshürde und ähnliche Leistungen bieten.

Was im individuellen Fall die optimale Absicherung ist, können Sie mit Hilfe unserer Versicherungs­experten herausfinden. Unsere Experten für die Arbeitskraftabsicherung beraten Sie gern. Auch kennen sie den Versicherungsmarkt und können Ihnen BU-Versicherer mit vereinfachten Ge­sund­heits­fragen vermitteln oder Alternativen durchkalkulieren. Kontaktieren Sie uns einfach unter 030 – 120 82 82 8 oder unter kontakt@transparent-beraten.de. Nutzen Sie auch gern unser kostenfreies Vergleichs­formular zur Berufs­un­fähig­keits­ver­siche­rung.

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Dieser Artikel wurde zuletzt am 10.02.2020 aktualisiert.
Über den Autor
Müni Enkhsaikhan
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