Transparent-Beraten logo
jetzt sichern
ic_local_phone_black_24px Created with Sketch.
sandwich Created with Sketch.
Wir beraten Sie gern!

Unsere Berater freuen sich von Montag bis Freitag von 9 bis 18 Uhr (oder nach Vereinbarung) auf Ihre Fragen.

030 – 120 82 82 8 kontakt@transparent-beraten.de
Zweigstellen
Deutschlandweit in Bayern, NRW, Niedersachsen etc. Alle Zweigstellen ›

Ihre Baufinanzierung

Erfüllen Sie sich jetzt ihren Traum vom Eigenheim

jetzt Konditionen berechnen

Baufinanzierung

Der Traum vom Eigenheim: Unsere Empfehlungen für Ihre Baufinanzierung, inkl. Test & Vergleich
Das Wichtigste in Kürze
  • Bevor es mit der Suche nach der passenden Immobilie losgeht, sollte man seine Ein- und Ausgaben genau analysieren. So können die Kredithöhe, die  monatliche Kreditrate  und somit der Kaufpreis der Immobilie ermittelt werden.
  • Es lohnt sich, Eigenkapital in eine Immobilie zu investieren. Die Zinsbelastung verringert sich damit.
  • Annuitätsdarlehen, Effektivzins oder Sollzinsbindung gehören zu den wichtigen Begriffe der Baufinanzierung. Bevor Sie einen Kredit beantragen, sollten Sie darüber Bescheid wissen.
  • Geringe Zinsunterschiede machen bei der Immobilienfinanzierung viel aus. Es ist empfehlenswert, die verschiedenen Angebote zu vergleichen.
  • In jüngster Zeit sind mehrere Tests zu verschiedenen Baufinanzierern erschienen. So schnitten 2018 bei den Online-Vermittlern und Direktbanken die Unternehmen Interhyp und 1822direkt sehr gut ab. Bei den Filialbanken erhielten die Hypovereinsbank und die Targobank das Qualitätsurteil „sehr gut“.

Was ist eigentlich Baufinanzierung?

Baufinanzierung nennt man die Finanzierung eines Bauvorhabens. Das kann die Errichtung eines neuen Gebäudes, der Erwerb einer bestehenden Immobilie oder eines Grundstückes sein. Bezahlt werden müssen nicht nur das Gebäude selbst, sondern auch Grund und Boden, Außenanlagen und Baunebenkosten. Neben eigenen Mitteln werden für die Finanzierung Kredite (oft in Form eines Hypothekendarlehens) eingesetzt.

Rechenbeispiel: Kleine Zinsunterschiede machen bei der Baufinanzierung viel aus
Wenn Sie ein Darlehen aufnehmen, sollten Sie die Zinsen miteinander vergleichen. Angenommen eine Immobilie kostet 500.000 Euro. Sie nehmen dafür ein Darlehen von 300.000 Euro auf. Beträgt der effektive Jahreszins 0,18%, zahlen Sie eine monatliche Rate von 540 Euro. Bei einem effektiven Jahreszins von 0,43% beträgt die Rate 602 Euro und bei 1,11 %  bereits 770 Euro. Ein Zinsunterschied von weniger als einem Prozent kann also monatliche Mehrkosten von 230 Euro bedeuten.

Was sind die wichtigsten Fragen bei der Baufinanzierung?

Die Laufzeit eines Baukredites ist unterschiedlich. Normalerweise rechnet man mit einem Zeithorizont von mehreren Jahrzehnten. Je nach Laufzeit, variiert der Zinssatz.

Die Zinsbindung ist der Zeitraum, über den der vereinbarte Zinssatz gleich bleibt. So bleibt die Ratenhöhe innerhalb der vereinbarten Zinsbindungsfrist stabil. Die Zinsbindung wird unabhängig von der Vertragslaufzeit bestimmt.

Üblicherweise läuft die Erstfinanzierung einer Immobilie aber über ein Annuitätendarlehen. Das bedeutet, die monatliche Tilgungs- und Zinsrate bleibt während der gesamten Laufzeit gleich. Nach der Laufzeit ist das Darlehen meist noch nicht zurückbezahlt. Der Zinssatz wird dann neu ermittelt. Ein Volltilgerdarlehen bietet hingegen vom ersten Tilgungstag bis zur vollständigen Rückzahlung eines Darlehens einen konstanten Zinssatz. Vertragslaufzeit und Zinsbindungsfrist sind also gleich lang.

Nicht nur der Kauf oder Bau einer Immobilie kostet Geld. Sie müssen auch immer mit Nebenkosten rechnen. Dazu zählen Notar- und Grundbuchkosten, Prämien für die Gebäudeversicherung, die Grunderwerbsteuer und Kosten für andere Verträge (z.B. Bausparverträge), die Sie im im Rahmen der Immobilienfinanzierung abgeschlossen haben. Die Erwerbsnebenkosten sollten in den vorvertraglichen Informationen und im Darlehensvertrag aufgeführt sein.

Experten empfehlen, mindestens 20 Prozent der Bau- oder Kaufkosten inklusive aller Nebenerwerbskosten aus eigenen Mitteln zu bezahlen. Je höher das Eigenkapital ist, desto tiefer sind die Kreditraten und desto schneller ist das Darlehen abgezahlt.

Grundsätzlich ist es möglich, eine Immobilie komplett per Kredit zu erwerben. Allerdings ist die sogenannte Vollfinanzierung sehr teuer und dauert länger. Denn eine hohe Eigenkapitalquote reduziert die Kreditsumme und die Rückzahlungen. Wer sein Bauvorhaben ohne Eigenkapital finanzieren will, braucht einen tadellosen Schufa-Score und ein sicheres Einkommen.

In den folgenden Kapiteln „Wie hoch darf der Kredit sein“ und „Wie viel darf die Immobilie kosten“ finden Sie Rechenbeispiele, um Ihre Finanzierung zu ermitteln. Einfach geht es auch mit unserem Baufinanzierungsrechner.

jetzt Konditionen berechnen

Wie hoch darf der Kredit sein?

Ein eigenes Häuschen im Grünen, das Sie ganz nach Ihren Wünschen gestalten können. Im Garten toben Kinder, die Erwachsenen sitzen bei Kaffee und Kuchen zusammen: Eine schöne Vorstellung? Selbst mit einem schmalen Budget muss das kein Traum bleiben. Doch bevor es mit der Immobiliensuche losgeht, lohnt sich ein Realitätscheck. Die zentrale Frage ist hier: Was kann ich mir überhaupt leisten?

Wenn Sie Ihr Budget ermitteln wollen, sollten Sie Ihre regelmäßigen Einnahmen und Ausgaben kennen. Eine gute Übersicht liefern Bankauszüge. Besonders gerne sehen Banken Gesuchsteller, deren Einkommen sicher sind. Dazu gehören Beamte oder Angestellte. Selbstständige haben etwas schlechtere Karten. Die folgende Tabelle zeigt auf, wie die monatlichen Einnahmen und Ausgaben aussehen könnten.

Rechenbeispiel: So ermitteln Sie Ihr monatliches Budget
Was zählt zu den Einnahmen?Nettolohn, Prämien, Boni, Mieteinnahmen, Honorare, Kapitaleinkünfte, Gewinne und Provisionen3.000 Euro
Was zählt zu den Ausgaben?Miete, Energie, Lebensmittel, Kleidung, Versicherungen,
Kreditkosten, Freizeit, Fahrkosten
2.700 Euro
So viel bleibt pro Monat übrig3.00 Euro

Das Beispiel zeigt: 300 Euro können Sie im Monat auf die hohe Kante legen. Nun berechnen Sie die Rate für Ihren monatlichen Baukredit. Sind Sie Mieter, startet die Rechnung mit Ihrer aktuellen Kaltmiete. Eigenheimbesitzer müssen diese in der Regel nicht mehr bezahlen. Kosten für Heizung, Strom, Müllabfuhr oder Grundsteuer fallen jedoch weiterhin an. Rücklagen bilden müssen Sie nun für Instandhaltungskosten (Anstrich, neue Heizung): Die folgende Rechnung geht bei diesen Bewirtschaftungskosten von 3 Euro pro Monat und Quadratmeter aus.

Rechenbeispiel: So hoch darf die monatliche Kreditrate sein
Derzeitige Kaltmiete pro Monat+ 1000 Euro
Monatliche Ersparnisse (was am Monatsende übrig bleibt)+ 300 Euro
Bewirtschaftungskosten bei einer 100 qm großen Immobilie pro Monat (3 Euro/qm)– 300 Euro
Monatliche Kreditrate (Zins und Tilgung) 1000 Euro 

Wie viel darf die Immobilie kosten?

Die monatliche Kreditrate ist ermittelt. Doch welcher Darlehensbetrag lässt sich damit finanzieren? Hier müssen Sie sich Gedanken machen, wann Sie die Immoblienfinanzierung abschließen wollen. In unserem Kreditrechner finden Sie schnell heraus, wie viel Ihre Immobilie kosten darf.

jetzt Konditionen berechnen

Wer nicht allzu hohe Darlehenszinsen bezahlen will, sollte auch über Eigenkapital verfügen: Guthaben auf  sicheren Geldanlagen wie Lohn- und Sparkonten oder Lebensversicherungen sowie Guthaben auf rentablen Geldanlagen wie Depots zählen dazu. Experten empfehlen ein Eigenkapital in Höhe von 20 Prozent der Finanzierungssumme der Immobilie. Mindestens sollte es aber die Nebenkosten abdecken. Die Nebenkosten betragen je nach Bundesland zwischen 5 und 15 Prozent des Kaufpreises und setzen sich aus Notar- und Grundbuchkosten, Grunderwerbsteuer und der Maklercourtage zusammen.

Um nun den maximalen Kaufpreis der Immobilie zu bestimmen, müssen die maximale Kreditsumme sowie das Eigenkapital addiert werden. Dann ziehen Sie die Nebenkosten vom Betrag ab, wie das folgende Rechenbeispiel zeigt.

Rechenbeispiel: So ermitteln Sie den maximalen Preis  Ihrer Immobilie
Möglicher Kreditbetrag+ 260.000 Euro
Eigenkapital+ 100.000 Euro
Nebenkosten– 45.000 Euro
Möglicher Kaufpreis der Immobilie315.000 Euro

Der Realitätscheck ist abgeschlossen, es geht los mit der Suche nach der Traumimmobilie. Stephan Seidenfad, Geschäftsführer der von Buddenbrock Unternehmensgruppe, rät, beim Kauf nicht zu viele Kompromisse zu machen:  „Der Kauf ist eine langfristige Angelegenheit, so dass Kaufreue sehr schwerwiegend sein kann.“ Ist das passende Objekt noch nicht gefunden, empfiehlt unser Experte direkt anfangen zu sparen: „Man sollte sich schon früh daran gewöhnen, dass man nach dem Kauf weniger Liquidität zur Verfügung hat. Das schafft Eigenkapital und damit Spielraum.“

Diese Begriffe sollten Sie bei der Baufinanzierung kennen

Das Traumhaus oder die Wohnung ist gefunden. Für die Immobilienfinanzierung sollten Sie nun Angebote von Banken oder Vermittlern einholen und vergleichen. Stephan Seidenfad, Geschäftsführer der von Buddenbrock Unternehmensgruppe, empfiehlt, am besten gleich einen Experten zu fragen: „Rennen Sie nicht selbst von Bank zu Bank. Viele Banken machen direkt Schufa-Anfragen und zu viele Anfragen machen den eigenen Score kaputt.“ Der Experte wisse in der Regel, welche Bank zu der persönlichen Situation passe. Um möglichst gut auf das Gespräch vorbereitet zu sein, sollten Sie diese Begriffe kennen.

Zum Eigenkapital gehört das Geld, das Sie für den Kauf einer Immobilie selbst aufbringen können. Je mehr sie davon in die Immobilie stecken, desto geringer fallen Darlehen und somit die Zinsbelastung aus. Trotzdem sollten Sie nicht sämtliches Eigenkapital in die Immobilie investieren. Experten empfehlen, zwei bis drei Monatsgehälter liquide zu halten. Je nach Sicherheitsbedürfnis können es mehr sein.

Der Prozentsatz, der jährlich auf das Darlehen angewendet wird, heißt Sollzins. Früher wurde er auch Nominalzins genannt.

Der Effektivzins oder effektive Jahreszins schließt hingegen weitere Kosten der Baufinanzierung ein. Dazu zählen Bearbeitungsgebühren und Nebenkosten. Der Effektivzins ist hilfreich beim Vergleichen von verschiedenen Finanzierungsangeboten. Gerade bei Baufinanzierungen zeigen kleine Zinsunterschiede große Wirkung.

Zinsbindungsfrist oder Sollzinsbindung ist der Zinssatz, der bei der Erstfinanzierung einer Immobilie festgelegt wird (z. B. während 15 Jahren). Hat der Kunde den Kredit nach Ende dieser Frist noch nicht zurückbezahlt, vereinbart er bei der Anschlussfinanzierung einen neuen Zins.

Ist die Zinsbindungsfrist kürzer, profitiert der Kunde von einem günstigeren Zinssatz. Allerdings könnten die Zinsen zum Zeitpunkt der Anschlussfinanzierung steigen. Der Kreditnehmer zahlt also eine höhere Monatsrate, obwohl seine Restschuld gesunken ist. Während Niedrigzinsphasen lohnt es sich, eine lange Zinsbindungsfrist oder Sollzinsbindung zu wählen. Und wer auf Nummer sicher gehen will, zahlt den Kredit bis zum Ende der Zinsbindung ab.

In der Regel legen Banken eine monatliche Rate fest, die aus einem Zins- und Tilgungsanteil besteht. Die Restschuld minimiert sich mit jeder Monatsrate. Damit verringert sich auch das Zinsgeld. Je höher die Rate ist, desto schneller ist der Kredit abgezahlt. Allerdings muss man darauf achten, dass man sich mit dem monatlichen Tilgungsanteil nicht finanziell übernimmt.

Zusätzlich gibt es noch die Möglichkeit einer Sondertilgung. Damit kann die Restschuld auch außerhalb der monatlichen Tilgungsrate abbezahlt werden. Bei der Baufinanzierung können Darlehensnehmer Sondertilgungsoptionen verankern, wenn sie zum Beispiel Bonuszahlungen, Weihnachtsgeld oder Erbschaften erwarten. Diese Option ist bei vielen Banken kostenlos, einige verlangen dafür aber einen Zinsaufschlag.

So helfen wir Ihnen, die passende Baufinanzierung zu finden

Wenn Sie ein Bauvorhaben finanzieren möchten, können Sie sich gerne auch an uns wenden. Wir sind an keine konkrete Bank gebunden, sondern wählen aus einem breiten Potpourri von lokalen Banken, Online-Direktbanken und klassischen Bankinstituten aus. Ergänzend kommt in einzelnen Fällen eine Kombination mit Bausparverträgen zum Tragen. Zuletzt versuchen wir natürlich, sofern das Bauvorhaben dies ermöglicht, Förderkredite und Fördergelder der KfW (Kreditanstalt für Wiederaufbau) einzubinden.

Bei der Beratung geht es zuerst darum, Ihre finanziellen Möglichkeiten zu ermitteln und zu prüfen, ob Ihr Traumobjekt zu Ihren Möglichkeiten passt. „Abweichend von den meisten Banken legen wir parallel Wert darauf, dass der Kunde auch nachhaltig finanzieren kann“, sagt unser Experte Stephan Seidenfad. Dazu erfülle man nicht nur die gesetzlichen Mindeststandards, sondern biete dem Kunden an, die Sicherung des Einkommens und der Liquidität soweit einzubeziehen, dass auch für Eventualitäten vorgesorgt sei.

„Gerade in der aktuellen Niedrigzinsphase neigen die Kunden dazu, lieber Schulden zu machen und auf Ecke und Kante zu kalkulieren“, sagt Seidenfad. Sparen sei dank der EZB-Politik weniger sexy geworden. „Hier gilt es einerseits dem Kunden dabei zu helfen sein Ziel zu erreichen und andererseits die Vernunft nicht außer Acht zu lassen.“ So bekommt jeder die Baufinanzierung, die zu ihm passt. „Keine Arbeit von der Stange und keine Finanzierung ohne ein nachhaltiges Konzept. Das schützt unsere Kunden und ihre Familien“, betont Seidenfad.

Was sind Erst-, Anschluss- und Zwischenfinanzierungen?

Das erste Darlehen, das für den Erwerb einer Immobilie gewährt wird, nennt man Erstfinanzierung. Ist das gesamte Baudarlehen zum Ende der Zinsbindung noch nicht abbezahlt, bleibt eine Restschuld übrig. Mit der sogenannten Anschlussfinanzierung wird diese Restschuld neu finanziert. Das heißt, es werden ein neuer Zins und eine neue Tilgungsrate festgelegt. Die Anschlussfinanzierung kann auch eine andere Bank vornehmen. Es lohnt sich, die Zinsen zu vergleichen.

Banken gewähren auch Darlehen, wenn eine Modernisierung einer Immobilie ansteht. Das heißt dann Modernisierungsdarlehen. Dann gibt es noch die Zwischenfinanzierung. Zwischenfinanzierer sind Personen, die ihre bestehende Immobilie verkaufen und eine neue erwerben möchten.

Diese Darlehensarten kommen infrage

Bei der Baufinanzierung gibt es verschiedene Darlehensarten, die auch kombiniert werden können. In den folgenden Boxen werden die wichtigsten kurz erklärt. Darlehen verleihen übrigens nicht nur Banken, Sparkassen oder Versicherungen, sondern auch Arbeitgeber oder Privatpersonen. Fragen Sie also ruhig beim Chef oder bei Verwandten nach, wenn Sie vom Eigenheim träumen.

Üblicherweise läuft die Erstfinanzierung einer Immobilie über ein Annuitätendarlehen. Das bedeutet, die monatliche Tilgungs- und Zinsrate bleibt während der gesamten Laufzeit gleich. Nur das Verhältnis von Tilgung und Zinszahlung ändert sich mit der Zeit. Das lohnt sich vor allem während Niedrigzinsphasen.

Sind die Zinskonditionen aktuell günstig, lassen sich diese für die Anschlussfinanzierung mit einem Forward-Darlehen sichern. Möglich ist dies bis zu fünf Jahre im Voraus. Die Banken berechnen dafür aber einen Zuschlag auf den Sollzins, der bei Vertragsabschluss festgelegt wurde.

Beim variablen Darlehen wird der Zinssatz nur sehr kurzfristig festgelegt und dann den aktuellen Konditionen angepasst. Der Vorteil ist, dass sie jederzeit zum Ende der drei- bis sechsmonatigen Zinsfestsetzung gekündigt werden können. Eine Sonderform sind Cap-Darlehen. Hier wird eine Obergrenze für den Zinssatz für einen festen Zeitraum vereinbart.

Ein Volltilgerdarlehen bietet vom ersten Tilgungstag bis zur vollständigen Rückzahlung eines Darlehens einen konstanten Zinssatz. Die Laufzeit ist extrem lang. Es gibt somit keine Anschlussfinanzierung, bei der ein neuer Zinssatz festgelegt wird. Das Zinsänderungsrisiko wird ausgeschaltet. Allerdings erlauben die Banken beim Volltilgerdarlehen weniger Flexibilität.

Bei Festdarlehen wird der Kredit nicht in monatlichen Schritten, sondern auf einem Schlag am Ende der Zinsbindung zurückbezahlt. Es wird auch endfälliges Darlehen oder Zinszahlungsdarlehen genannt.  Als Sicherung verlangen die Banken dafür einen sogenannten Tilgungsersatz. Das kann zum Beispiel eine Lebensversicherung oder eine Immobilie sein, die noch verkauft wird. Der Vorteil ist eine niedrigere Darlehensraten. Dafür ist der Sollzins in der Regel höher.

Bei der Baufinanzierung kann auch auf einen Bausparvertrag zurückgegriffen werden. Zunächst spart man damit die Hälfte der Bausparsumme an, die andere Hälfte gewährt das Finanzinstitut als Darlehen zu einem festen Zins. Die Zinsen werden dabei bereits bei Vertragsabschluss festgelegt. Während Niedrigzinsphasen können also günstige Konditionen für die Zukunft gesichert werden. Allerdings verlangen Banken auch eine Abschlussgebühr.

KfW-Förderung und andere staatliche Förderung

Bei der Baufinanzierung gibt es verschiedene staatliche Förderungen. So kann man bei der staatlichen Förderbank KfW von günstigen Krediten oder Zuschüssen profitieren, wenn man seine Immobilienfinanzierung damit kombiniert. Die Förderbank gewährt beispielsweise einen Zuschuss zur Tilgung oder tilgungsfreie Jahre zu Beginn der Laufzeit. Die KfW vergibt Darlehen nicht direkt, sondern durchleitende Kreditinstitute beantragen das Förderdarlehen.

Förderbanken gibt es auch auf Länderebene. Ebenfalls unterstützen zahlreiche Kommunen und sogar Kirchen die Baufinanzierung. Weiter gibt es den Wohn-Riester. Hier wird ein Teil des Einkommens in den Wohn-Riester-Vertag eingezahlt, dafür gewährt der Staat Zuschüsse. Der Staat hilft auch Familien bei der Baufinanzierung. Seit 2018 gibt es zum Beispiel das sogenannte Baukindergeld. Der Zuschuss beträgt innerhalb von zehn Jahren pro Kind 12.000 Euro.

Wie schneiden Baufinanzierer in unabhängigen Tests 2018 ab?

Online-Vermittler und Direktbanken im Test

Das Deutsche Institut für Service-Qualität (DISQ) testete 2018 den Service und die Konditionen von sechs Online-Vermittlern von Baufinanzierungskrediten sowie von sieben Direktbanken. Mittels verdeckter Telefon- und E-Mail-Tests, Prüfungen der Internetauftritte sowie einer detaillierten Inhaltsanalyse der Website wurde der Service der Unternehmen ermittelt.

Zudem analysierte das DISQ die Konditionen der Anbieter. Auf der Basis offizieller Unternehmensangaben wurden die Effektivzinssätze und Leistungen in den Kategorien Sofortfinanzierung, Forward-Finanzierung und Volltilgerdarlehen ermittelt und vergleichend bewertet. Im Gesamtergebnis schnitten dabei diese zehn Unternehmen mit dem Qualitätsurteil „sehr gut“ oder „gut“ ab (Quelle).

RangUnternehmenPunkte (max 100)Qualitätsurteil
1Interhyp81,4sehr gut
21822direkt81,2sehr gut
3Comdirect Bank79,9gut
4Dr. Klein79,2gut
5Volkswagen Bank79,1gut
6Consorsbank77,6gut
7Check2477,0gut
8Accedo76,0gut
9DTW – Immobilienfinanzierung75,3gut
10Planethome Finanzierung71,4gut

Filialbanken im Test

Wer ein Eigenheim erwerben will, setzt bei der Finanzierung oft auf seine Hausbank. Das Deutsche Institut für Service-Qualität (DISQ) untersuchte die Konditionen im Bereich Baufinanzierung von insgesamt 15 Filialbanken. Es handelt sich dabei um sechs überregionale und neun regionale Finanzinstitute. Der Fokus der Analyse lag auf der Ermittlung und Bewertung aktueller Filialkonditionen (Effektivzinssätze und Leistungen) in den Produktkategorien Sofortfinanzierung, Forward-Finanzierung und Volltilgerdarlehen. Im Gesamtergebnis wurden vier Filialbanken mit dem Qualitätsurteil „sehr gut“ oder „gut“ bewertet (Quelle).

RangUnternehmenPunkte (max. 100)Qualitätsurteil
1Hypovereinsbank84,6sehr gut
2Targobank84,5sehr gut
3Santander75,1gut
4Commerzbank75,0gut

 

Wie finden Sie den besten und günstigsten Anbieter?

Situation offen legen: Wer bei Banken ein Darlehen beantragt, muss seine gesamte finanzielle Situation offen legen. Dazu gehören Gehaltsabrechnungen, Kontoauszüge und Krankenversicherungsnachweise. Ebenso verlangen die Geldinstitute Unterlagen zur Immobilie. Je nachdem sind die Zinssätze auf die Darlehen höher oder niedriger. Welche Faktoren Banken dabei positiv oder eher negativ bewerten, sehen Sie in den Boxen.

Baufinanzierung: Diese Faktoren bewerten Banken positiv
  • Angestelltenverhältnis
  • Beamtenstatus
  • Hoher Schufa-Score
  • Eigennutzung der Immobilie
  • Immobilien an guten Lagen
  • Neubauten und Immobilien in einem guten Zustand 

Baufinanzierung: Diese Faktoren bewerten Banken negativ
  • Selbstständigkeit
  • Angestellte in Probezeit
  • Teilweise Objekte, die vermietet werden
  • Immobilien in schlechteren Lagen oder in schlechtem Zustand
  • Negative Schufa-Einträge  

Kreditgeber vergleichen: Überwiegen bei Gesuchstellern die negativen Faktoren, sollten diese trotzdem nicht aufgeben. Es lohnt sich stets, Angebote von verschiedenen Geldinstituten einzuholen. Schon kleine Zinsunterschiede machen bei der Baufinanzierung viel aus. Auch helfen große Kreditvermittler, die verschiedenen Anbieter zu vergleichen. Einen Überblick erhalten Sie im Kapitel „Wie schneiden Baufinanzierer im Test ab?“

Großzügig kalkulieren: Wichtig ist, dass Sie bei der Baufinanzierung nicht zu knapp kalkulieren. Das Eigenheim bringt immer wieder unerwartete Investitionen hervor. Das kann sehr belastend für Familien oder Paare werden. Ein guter Puffer macht es einfacher.

Keine Kompromisse: Unser Experte Stephan Seidenfad rät, bei der Baufinanzierung stets einen kühlen Kopf zu bewahren: „Kein Finanzprodukt ist emotionaler, als das eigene Heim. Entsprechend werden schnell Kompromisse gemacht, die existenzgefährdend sein können.“

Persönliche Beratung: Bei der Baufinanzierung ist eine persönliche Beratung sinnvoll. Sie können sich gerne an uns wenden. Wir helfen Ihnen, die besten Finanzierungswege zu finden.

Wie wird die Familie bei der Baufinanzierung abgesichert?

Bei der Baufinanzierung ist es empfehlenswert, die eigene Familie abzusichern. Dank einer Risikolebensversicherung oder Restschuldversicherung kann der Kredit auch dann abgezahlt werden, wenn dem Hauptfinanzierer etwas zustößt. So werden die Hinterbliebenen davor bewahrt, die Immobilie zu verkaufen.

 

 

Dieser Artikel wurde zuletzt am 03.12.2019 aktualisiert.
Über den Autor
Maja Sommerhalder
Maja Sommerhalder
mehr erfahren
ic_arrow_upward_black_24px Created with Sketch. zum Seitenanfang Baufinanzierung
transparent-beraten.de
star Created with Sketch. star Created with Sketch. star Created with Sketch. star Created with Sketch. star Created with Sketch.