Betriebliche Kranken­versicherung

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Das erwartet Sie hier

Wie viel kostet die ideale betriebliche Kranken­versicherung, welche Leistungen stehen zur Auswahl und welche Vorteile hat sie sowohl für Arbeitnehmer als auch für Arbeitgeber.

Inhalt dieser Seite
  1. Wie sieht die ideale bKV aus?
  2. Vorteile für Arbeitgeber
  3. Vorteile für Arbeitnehmer
  4. Kosten und Preise
  5. Leistungen
  6. Wie funktioniert die bKV?
  7. Aktuelle Testergebnisse
  8. bKV Vergleich für Unternehmen
  9. Fazit

Das Wichtige in Kürze

  • Die betriebliche Kranken­versicherung (bKV) ist eine Zusatzkranken­versicherung, die über den Chef abgeschlossen wird.
  • Arbeitnehmer genießen Gesundheits­leistungen auf dem Niveau einer privaten Kranken­versicherung und bleiben trotzdem gesetzlich krankenversichert.
  • Bietet ein Arbeitgeber eine betriebliche Kranken­versicherung an, steigert er die Attraktivität seines Unternehmens und stärkt die Mitarbeiterbindung.
  • Eine Auslandskranken­versicherung im Rahmen der betrieblichen Kranken­versicherung gibt es bereits ab 0,80 € pro Monat – die Kosten können komplett vom Arbeitgeber übernommen werden.

Wie sieht die ideale betriebliche Kranken­versicherung aus?

Eine optimale betriebliche Kranken­versicherung (bKV) ist an das Unternehmen und die Mitarbeiter angepasst. Als Arbeitgeber entscheiden Sie, welche Leistungen in den Versicherungs­schutz mit aufgenommen werden. Idealerweise sprechen Sie dies mit Ihren Mitarbeitern ab und vergleichen die Angebote mehrerer Anbieter miteinander. So finden Sie die besten Tarife für Ihre Angestellten, ohne dass Sie zu viel bezahlen.

Ein solches Angebot können Sie bei uns anfordern – nutzen Sie einfach unser kostenfreies Formular auf dieser Seite. Im Anschluss meldet sich einer unserer Experten für betriebliche Kranken­versicherungen und spielt das Ganze mit Ihnen durch, sodass Sie am Ende die ideale betriebliche Kranken­versicherung im Unternehmen haben.

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Warum macht der Abschluss einer betrieblichen Kranken­versicherung Sinn?

Die gesetzliche Kranken­versicherung deckt häufig nur eine medizinische Grundversorgung ab. Zudem führen Leistungs­kürzungen dazu, dass gesetzlich Versicherte in bestimmten Bereichen – vor allem beim Zahnersatz – hohe Zuzahlungen leisten müssen. Ein Einzelzimmer im Kranken­haus oder Sehhilfen müssen sogar komplett aus eigener Tasche bezahlt werden.

Eine betriebliche Kranken­versicherung bietet Arbeitnehmern die Möglichkeit, den Versicherungs­schutz der gesetzlichen Krankenkasse auszubauen. Die Leistungen der betrieblichen Kranken­versicherung können dabei vom Arbeitgeber individuell angepasst werden.

Welche Zusatzleistungen stehen zur Auswahl?

Auch das Unternehmen profitiert

Der Arbeitgeber investiert in die Gesundheit seiner Mitarbeiter und zeigt soziale Verantwortung. Durch regelmäßige Vorsorgeleistungen der betrieblichen Kranken­versicherung sinken Krankheits­- und Ausfallzeiten der Angestellten deutlich.

Während Arbeitgeber per Gesetz zur Ermöglichung einer betrieblichen Altersvorsorge verpflichtet sind, stellt die betriebliche Kranken­versicherung eine freiwillige Leistung des Arbeitgebers dar. Dies steigert natürlich ebenso die Attraktivität des Unternehmens.

Die Top-Vorteile einer betrieblichen Kranken­versicherung

  • Bindung und Gewinnung von qualifizierten Fachkräften
  • Ausfallzeiten der Mitarbeiter sinken
  • Überschaubare Kosten (einzelne Bausteine bereits ab 0,80 € pro Monat und Mitarbeiter)
  • Einfacherer Zugang zu optimalen Gesundheits­leistungen für Mitarbeiter, als auf dem freien Markt der privaten Kranken­versicherungen

Weitere Vorteile für den Arbeitgeber und die Arbeitnehmer, die eine betriebliche Kranken­versicherung im Unternehmen mit sich bringen, lesen Sie in den nächsten Kapiteln.

Das sind unsere Empfehlungen

Unsere Experten für die betriebliche Kranken­versicherung empfehlen die folgenden Anbieter. Welcher Versicherer am besten für Ihr Unternehmen geeignet ist, lässt sich im Voraus schwer sagen. Lassen Sie sich daher immer einen kostenfreies und persönliches Angebot von unseren Experten erstellen und anschließend umfassend beraten. Nutzen Sie dafür gern unser kostenfreies Formular auf dieser Seite.

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Vorteile einer bKV für den Arbeitgeber

Warum sollte ich eine bKV in mein Unternehmen einführen?

Viele Unternehmen bieten ihren Mitarbeitern verschiedene Zusatzleistungen wie zum Beispiel eine betriebliche Kranken­versicherung oder eine betriebliche Unfall­versicherung, um die Attraktivität als Arbeitgeber zu erhöhen. Dies hat Vorteile für beide Seiten, sowohl für Arbeitnehmer als auch Arbeitgeber.

Außerdem ist die betriebliche Kranken­versicherung eine sinnvolle Alternative zur Gehaltserhöhung. So zeigt das Unternehmen soziale Verantwortung und investiert in die Gesundheit der Mitarbeiter. Praktisches Extra: Die Ausfallzeiten sinken deutlich, da die Mitarbeiter sich mehr um ihre Gesundheit und Vorsorge kümmern.


Was muss und darf ich als Arbeitgeber?

Der Arbeitgeber muss zu Vertragsbeginn lediglich alle zu versichernden Mitarbeiter anmelden. Scheiden Mitarbeiter aus oder kommen neue hinzu, genügt eine kurze Mitteilung an den Versicherer. Sollten Angestellte in entgeltfreie Zeiten wie beispielsweise Elternzeit gehen, kann der Arbeitgeber gegen Aufschlag eine Beitrags­befreiung vereinbaren.

Ein großer Vorteil: Sie als Arbeitgeber entscheiden über Produktanbieter und Tarif – die Wahl liegt bei Ihnen. Damit entscheiden Sie auch über Vertragskonditionen und Höhe der Versicherungs­prämien.

Mitarbeiterbindung durch die bKv

Anders als noch vor einigen Jahren, ist es nicht mehr üblich, dass ein Arbeitnehmer sein komplettes Arbeitsleben bei einem Arbeitgeber bleibt. Mit Blick auf den Fachkräftemangel, beispielsweise im Pflegebereich, ist es für Arbeitgeber zusätzlich wichtig, auf eine starke Mitarbeiterbindung zu setzen. Ein wichtiges und zugleich kostengünstiges Instrument der Mitarbeiterbindung kann eine betriebliche Kranken­versicherung sein. Denn so wird den Arbeitnehmern ein sofort wahrnehmbarer Mehrwert geboten und Arbeitgeber profitieren von gesunden und zufriedenen Mitarbeitern, die sich mit ihrem Unternehmen identifizieren. Zudem wird die Attraktivität nicht nur gegenüber bestehenden Mitarbeitern gesteigert. Auch bei der Suche nach neuen Fachkräften kann das Angebot einer betrieblichen Kranken­versicherung der entscheidende Pluspunkt sein.

Vor- und Nachteile einer bKV für den Arbeitgeber im Überblick

Vorteile einer bKV für den Arbeitnehmer

Bessere Gesundheits­versorgung

Der Arbeitnehmer profitiert von zahlreichen Vorteilen, wenn sein Chef ihm eine betriebliche Kranken­versicherung ermöglicht. Durch eine betriebliche Kranken­versicherung genießt der Arbeitnehmer verschiedene Zusatzleistungen, die sonst nur eine private Kranken­versicherung (PKV) anbietet. Dazu gehören zum Beispiel:

  • erweiterte Kostenübernahmen bei Zahnbehandlungen
  • gesonderte Bezuschussungen für Sehhilfen
  • Behandlungen beim Heilpraktiker­
  • Aufstockungen zum gesetzlichen Krankentagegeld

Weniger Hürden als bei einer private Krankenvoll­versicherung

Die Absicherung über eine betriebliche Kranken­versicherung hat einen immensen Vorteil für den Arbeitnehmer, denn er hat so bessere Chancen auf solide Gesundheits­leistungen, als auf dem freien PKV-Markt. Eine betriebliche Kranken­versicherung bietet im Gegensatz zu einer privaten Kranken­versicherung eine garantierte Aufnahme.

Die einzigen Voraussetzungen, die ein Arbeitnehmer erfüllen muss, sind:

  1. Mitgliedschaft in der gesetzlichen Kranken­versicherung
  2. unbefristeter Arbeitsvertrag

Keine Gesundheits­prüfung

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Gerade hier spielt die betriebliche Kranken­versicherung ihre Vorteile voll aus. Eine Gesundheits­prüfung entfällt in der Regel vollständig oder ist zumindest stark vereinfacht.

Zum Vergleich: Wer eine private Kranken­versicherung oder eine Krankenzusatz­versicherung abschließen will, muss Fragen des Versicherers zu eventuellen Vorerkrankungen penibel beantworten. Bei jedem noch so kleinen Trick oder Fehler verliert er seinen Versicherungs­schutz. Außerdem erhöhen bestehende Krankheiten bei privaten Policen das Risiko und damit den Preis für den Versicherten. Bei der betrieblichen Kranken­versicherung ist das nicht der Fall.

Keine Wartezeiten

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Bei der betrieblichen Kranken­versicherung gibt es keine Wartezeiten. Bei Bedarf kann der Mitarbeiter den Schutz der Krankenzusatz­versicherung sofort in Anspruch nehmen.

Zum Vergleich: Wird privat eine zusätzliche Kranken­versicherung abgeschlossen, gelten Wartezeiten. Bei der Zahnzusatz­versicherung betragen sie meist ein Jahr. Der Versicherte muss so lange Beiträge zahlen, kann seine Zusatzpolice aber noch nicht in Anspruch nehmen.

Und wenn ich schon privat krankenversichert bin?

Die betriebliche Kranken­versicherung kann auch für privat Versicherte eine sinnvolle Ergänzung darstellen. Wichtig zu beachten sind dabei die folgenden Punkte:

  • Der eigene Tarif in der privaten Kranken­versicherung
  • Welche Bausteine bietet die vom Arbeitgeber ausgewählte bKV?
  • Nimmt diese überhaupt privat Versicherte auf?

Wie sinnvoll ist eine bKV für privat Versicherte?


Familienmitglieder mitversichern

Nicht nur der Arbeitnehmer kann in die betriebliche Kranken­versicherung aufgenommen werden, sondern mit ihm auch sein Ehepartner und seine Kinder. Diese müssen jedoch eine Gesundheits­prüfung ablegen. Dennoch erhalten sie den Krankenschutz zu weitaus günstigeren Bedingungen. Ferner bleiben Kinder bis zur Vollendung des 27. Lebensjahres in der betrieblichen Kranken­versicherung der Eltern mitversichert. Die Beiträge für Familienmitglieder werden in den meisten Fällen jedoch vom Arbeitnehmer gezahlt, nicht vom Arbeitgeber.

Vor- und Nachteilen der bKV für Arbeitnehmer im Überblick

Wie viel kostet eine betriebliche Kranken­versicherung?

Kosten der bKV-Leistungs­module (beispielhaft für einen Anbieter)

Die betriebliche Kranken­versicherung ist modular aufgebaut, d.h. die einzelnen Krankenzusatzleistungen können als Bausteine hinzugewählt werden. Folgende monatliche Kosten ergeben sich beispielhaft für einen Anbieter:

VorsorgeMonatliche Kosten
Vorsorge8,61 €
Zahnersatz9,69 €
Zahnbehandlung8,95 €
Krankentagegeld3,97 €
Heilpraktiker­3,04 €
Sehhilfe3,85 €
Auslandsreisekranken­versicherung0,80 €
Kranken­haus24,79 €

Rechenbeispiele

Die Kosten einer betrieblichen Kranken­versicherung im Unternehmen sind vor allem abhängig von der Anzahl der Mitarbeiter sowie den konkreten Bausteinen, die gewünscht sind. Im Folgenden haben wir Ihnen 2 Beispielreichnungen erstellt. Bitte beachten Sie auch unsere weiterführenden Hinweise unseres Experten zur Kostenzusammensetzung der betrieblichen Kranken­versicherung.

Muster-Firma 1:

  • 100 Mitarbeiter
  • Bausteine Auslandskranken­versicherung und Vorsorge
KomponenteMonatliche Kosten
Baustein Auslandskranken­versicherung pro Mitarbeiter0,80 €
Baustein Vorsorge pro Mitarbeiter8,61 €
Betriebliche Kranken­versicherung gesamt pro Mitarbeiter9,41 €
Betriebliche Kranken­versicherung gesamt für alle Mitarbeiter941 €

Muster-Firma 2:

  • 20 Mitarbeiter
  • Bausteine Auslandskranken­versicherung, Vorsorge und Zahnzusatz
KomponenteMonatliche Kosten
Baustein Auslandskranken­versicherung pro Mitarbeiter0,80 €
Baustein Vorsorge pro Mitarbeiter8,61 €
Baustein Zahnzusatz pro Mitarbeiter15,64 €
Betriebliche Kranken­versicherung gesamt pro Mitarbeiter25,05 €
Betriebliche Kranken­versicherung gesamt für alle Mitarbeiter501 €

Wonach richten sich die Kosten konkret?

Die Höhe der Versicherungs­beiträge setzt sich aus verschiedenen Faktoren zusammen:

  • Betriebsgröße
  • Anzahl der zu versichernden Mitarbeiter
  • Mitarbeiter sollen einheitlich oder in Gruppen versichert werden
  • Gewünschte Krankenzusatzleistungen

Experten-Tipp:

„Die Kosten einer betrieblichen Kranken­versicherung sind pauschal im Voraus schwer zu bestimmen, da es hier neben der Wahl des konkreten Tarifs auch auf steuerliche Aspekte ankommt. Zentrale Fragen sind etwa: Erhalten die Mitarbeiter bereits Sachwertzuwendungen? Wenn ja, haben diese Zuwendungen die 44-Euro-Freigrenze bereits erreicht oder ist noch „Luft“? Wenn die Sachwertzuwendungen bereits ausgeschöpft sind, ist das Unternehmen bereit zu investieren? Denn dies würde bedeuten, dass der Arbeitgeber zusätzliche Steuern und Sozialabgaben zahlt, damit verdoppeln sich ungefähr die Kosten.“

Foto von Robert Böhrk
Signatur von Robert Böhrk
Robert Böhrk
Berater

Budgettarife immer beliebter

Zur Zeit werden am Markt sogenannte Budgettarife immer populärer. Hierbei erhält der Mitarbeiter einen jährliches Maximalbudget, dass er auf verschiedene Bereiche frei verteilen kann, zum Beispiel Brille, Heilpraktiker­, Zahnersatz und ähnliches.

Bei einem überschaubaren Aufwand ist dies eine nette Geste gegenüber den Mitarbeitern. Allerdings sollte bei einer Beratung begutachtet werden, ob solche Tarife passend für eine langfristigen Unternehmensstrategie sind.


Wer zahlt die Beiträge?

Prinzipiell gibt es zwei Möglichkeiten, wie die betriebliche Kranken­versicherung finanziert werden kann:

  1. Arbeitnehmerfinanziert:
    Hier schließt der Arbeitgeber einen Rahmenvertrag für seine Mitarbeiter und hat darüber hinaus nichts mehr mit dem Vorgang zu tun. Der Arbeitnehmer entscheidet, welche Leistungen er möchte und zahlt die Beiträge selbst. Diese Variante wird allerdings seltener angeboten.
  2. Arbeitgeberfinanziert:
    Diese Variante tritt häufiger auf. Hier schließt der Arbeitgeber den Vertrag mit dem Versicherungs­unternehmen ab, tritt als Versicherungs­nehmer auf und zahlt die Beiträge komplett.

Nur im Falle eines Jobwechsels bzw. einer Kündigung kann der bKV-Vertrag in einen arbeitnehmerfinanzierten Vertrag umgewandelt werden. Mehr dazu im Abschnitt „Was passiert beim Jobwechsel?“ .

Was kostet eine betriebliche Kranken­versicherung für Ihre Firma?

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Leistungen der betrieblichen Kranken­versicherung

Die Leistungen der betrieblichen Kranken­versicherung sind abhängig vom gewählten Tarif. Zu den beliebtesten Leistungen zählen Zahnersatz, Zuschüsse zur Sehhilfe und ein erweitertes Krankentagegeld. Der Arbeitgeber hat die Möglichkeit, aus mehreren Leistungs­bausteinen die optimale Zusatz­versicherung für seine Mitarbeiter zu wählen.

Zahnersatz

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Die betriebliche Krankenzusatz­versicherung kann beispielsweise 40 Prozent der Zuschüsse zum Zahnersatz absichern. Zu den Leistungen gehören unter anderem auch:

  • Zahnvorsorge
  • Füllungen
  • Prophylaxe
  • Paradontosebehandlungen
  • Wurzelbehandlungen

Vorsorgeuntersuchungen

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Wählt man diese Option, kann man bestimmte Vorsorgeuntersuchungen zu 100 Prozent von der betrieblichen Kranken­versicherung bezahlt bekommen.

Auslandskranken­versicherung

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Fährt der Arbeitnehmer in den Urlaub, kann er über die betriebliche Kranken­versicherung eine Auslandskranken­versicherung abschließen – inklusive Rücktransport bei acht Wochen Reisedauer.

Sehhilfe

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Viele Tarife der betrieblichen Kranken­versicherung funktionieren wie eine Brillen­versicherung und übernehmen die Bezahlung einer Sehhilfe bis zu 100 Prozent (max. 150 Euro). Dazu gehören neben Brillen auch Kontaktlinsen.

Krankentagegeld

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Die betriebliche Kranken­versicherung bietet eine private Ergänzung zum gesetzlichen Krankentagegeld ab der siebten Woche der Arbeitsunfähigkeit. Somit erhält man hier eine sog. Krankentagegeld­versicherung.

Heilpraktiker­

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Zum zusätzlichen Schutz der betrieblichen Kranken­versicherung kann auch die Zuzahlung in Höhe von 70 Prozent für Behandlungen beim Heilpraktiker­ gewählt werden. Diese Heilpraktiker­­versicherung schließt auch Arzneimittel mit ein.

Care Management für weniger krankheitsbedingte Fehlzeiten

Einige Versicherer bieten Arbeitgebern im Rahmen der betrieblichen Kranken­versicherung auch ein sogenanntes Care Management an. So erhalten Arbeitgeber eine umfassende Unterstützung bei der Gesunderhaltung ihrer Mitarbeiter, um krankheitsbedingte Fehlzeiten und die damit verbundenen Kosten zu verringern. Dabei wird sowohl ein präventiver als auch ein reintegrativer Ansatz verfolgt.

  • Präventiv: Sensibilisierung von Mitarbeitern und Personalverantwortlichen für Gesundheits­-, Arbeitsplatz-, Ergonomie- sowie Sozialfragen mit entsprechenden Schulungen und Beratungen in diesen Bereichen.
  • Reintegrativ: Aktive persönliche Unterstützung und Begleitung von erkrankten Mitarbeitern auf dem Weg zurück an ihren Arbeitsplatz.

Wichtiger denn je: Psychische Gesundheit am Arbeitsplatz

Ein gutes Care Management sollte zusätzlich einen besonderen Blick auf die psychische Gesundheit der Mitarbeiter und mögliche psychische Belastungen am Arbeitsplatz haben. Wichtig sind dabei unter anderem Schulungen für Führungskräfte, die ihnen sowohl die Möglichkeiten als auch die Grenzen ihrer Verantwortung aufzeigen, Leitfäden zur Gesprächsführung mit betroffenen Mitarbeitern geben und durch vermitteln von Hintergrundwissen helfen, Warnsignale frühzeitig zu erkennen und adäquat darauf zu reagieren.

Denn die Fehlzeiten wegen psychischer Erkrankungen haben sich in den letzten 20 Jahren mehr als verdoppelt und lagen im Jahr 2019 bei durchschnittlich 35,4 Tagen. Je früher psychische Belastungen erkannt werden und betroffene Mitarbeiter Unterstützung erhalten, desto höher ist die Wahrscheinlichkeit, ihre Arbeitskraft zu erhalten oder wiederherzustellen.

Wie funktioniert die betriebliche Kranken­versicherung?

Die betriebliche Kranken­versicherung ist als eine Art Gruppen­versicherung anzusehen, die entweder für die gesamte Belegschaft oder aber für eine bestimmte Personengruppe wie Angestellte oder Führungskräfte abgeschlossen werden kann. Im Falle des Versicherungs­abschlusses agiert der Arbeitgeber stets als Vertragspartner. Anders sieht es bei der Kommunikation aus. Diese sollte zwischen dem Versicherten und der jeweiligen Versicherungs­gesellschaft stattfinden.

Bündnis aus privaten Zusatz­versicherungen

Bei der betrieblichen Kranken­versicherung handelt es sich in erster Linie um unterschiedliche private Einzel-Zusatz­versicherungen, die eine sinnvolle Ergänzung zum gesetzlichen Kranken­versicherungs­schutz ergeben. Damit genießen Arbeitnehmer, die in der gesetzlichen Krankenkasse versichert sind, Leistungen, die sonst nur Privatpatienten vorbehalten sind.

Welche privaten Krankenzusatz­versicherungen lohnen sich?

Betriebliche Kranken­versicherung als Gruppenvertrag

Wie bereits oben beschrieben, muss der Arbeitgeber nicht die komplette Belegschaft über die betriebliche Kranken­versicherung absichern. Es kann auch ein Gruppenvertrag für einen bestimmten Personenkreis abgeschlossen oder alle Mitarbeiter in unterschiedliche Gruppenverträge aufgeteilt werden. Dabei muss die Auswahl der Mitarbeiter jedoch nach objektiven Merkmalen durchgeführt werden wie beispielsweise der Dauer der Betriebszugehörigkeit oder der Zugehörigkeit zu einer bestimmten, fest definierten Gruppe (z.B. Abteilungsleiter, kaufmännische Angestellte, etc.).

Ob eine betriebliche Kranken­versicherung Gruppenvertrag möglich ist, entscheidet sich vor allem anhand der Mindest­anzahl der zu versichernden Arbeitnehmer. Diese ist von Anbieter zu Anbieter unterschiedlich. Zudem muss für alle Versicherten Personen der Vertrag zum selben Zeitpunkt beginnen.

Was wird im bKV-Gruppenvertrag festgehalten?

  • Versicherbare Personenkreis
  • Gewünschte Tarife
  • Verzicht auf Wartezeiten und Gesundheits­prüfungen
  • Umfang und Voraussetzungen der Versicherung
  • Beitrags­zahlungen
  • Vertragsbeginn
  • Dauer
  • Kündigung

Voraussetzungen für eine betriebliche Kranken­versicherung

Ihr Unternehmen muss bestimmte Anforderungen erfüllen, damit Sie überhaupt für die Mitarbeiter eine betriebliche Kranken­versicherung abschließen können.

  • Mindest­anzahl an Personen:
    Je nach Betriebsgröße und Versicherungs­unternehmen gibt es Vorgaben zur Anzahl an Mitarbeitern. Kleine Betriebe müssen in der Regel eine Mindest­anzahl von fünf Personen vorweisen, bei größeren Betrieben müssen es mindestens zehn Personen sein.
  • Versicherbare Mitarbeiter:
    Versichert werden können alle Angestellten, die gesetzlich versichert sind, einen unbefristeten Arbeitsvertrag haben und die Probezeit bereits absolviert haben.

Lohnenswert für größere Unternehmen

Inwieweit sich die betriebliche Kranken­versicherung für das eigene Unternehmen lohnt, hängt in erster Linie von der Unternehmensgröße und dem jeweiligen Bedarf an Fachkräften ab. Der Versicherungs­abschluss lohnt sich insbesondere für beständige Wirtschaftsbereiche wie zum Beispiel Industriebetriebe. Diese haben in der Regel einen erhöhten Bedarf an Fachkräften und ein größeres Interesse daran, diese mit etwaigen Zusatzangeboten an das Unternehmen zu binden.

Weniger interessant dürfte die betriebliche Kranken­versicherung für kleinere bis mittelständische Unternehmen sein. Sie haben häufig mit einer fluktuierenden Belegschaft zu tun und kommen aufgrund der geringen Mitarbeiterzahl teilweise nicht in den Genuss angebotener Mengenrabatte.

Welche Mitarbeiter können nicht zur bKV angemeldet werden?

  • Auszubildende
  • geringfügig Beschäftigte
  • Zeitrentner
  • Werkstudenten
  • Praktikanten

Ist eine bKV für den öffentlichen Dienst möglich?

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Auch wenn Sie in der öffentlichen Verwaltung oder im öffentlichen Dienst tätig sind, können Sie als Dienstherr bzw. Arbeitgeber ebenfalls eine betriebliche Kranken­versicherung für den öffentlichen Dienst für Ihre Angestellten abschließen. Im Prinzip funktioniert diese genauso wie die „normale“ bKV. Jedoch gibt es die bKV für den öffentlichen Dienst noch nicht flächendeckend, da die gesetzlichen Vorgaben dazu fehlen. Prüfen Sie vorab, ob dies für Ihren Bereich in Frage kommt.

Mehr zur bKV im öffentlichen Dienst

Versteuerung der betrieblichen Kranken­versicherung mit Rechenbeispiel

Bei der betrieblichen Kranken­versicherung gibt es drei Möglichkeiten für die Versteuerung der Versicherungs­beiträge:

  1. Der Arbeitnehmer versteuert die Beiträge zur betrieblichen Kranken­versicherung als geldwerten Vorteil und zahlt Sozialabgaben auf diesen Beitrag
  2. Der Arbeitnehmer versteuert die Beiträge im Rahmen der Nettolohnversteuerung
  3. Der Arbeitgeber versteuert die von ihm gezahlten Beiträge zur betrieblichen Kranken­versicherung via Pauschalversteuerung

Wie sich die unterschiedlichen Arten der Versteuerung auf Arbeitnehmer und Arbeitgeber auswirken, haben wir auf unserer Seite zur betrieblichen Kranken­versicherung in der Steuer für Sie zusammengefasst. Lesen Sie die ausführliche Beschreibung der steuerlichen Behandlung der bKV hier:
Betriebliche Kranken­versicherung in der Steuer (inkl. Rechenbeispiel)

Wie die betriebliche Kranken­versicherung in der Lohnabrechnung dargestellt wird:
Lohnabrechnung mit betrieblicher Kranken­versicherung


Was passiert beim Jobwechsel?

Verlässt ein Mitarbeiter das Unternehmen, kann die betriebliche Kranken­versicherung sozusagen in eine private Kranken­versicherung für den Mitarbeiter umgewandelt werden. Dies bedeutet, dass der Arbeitnehmer fortan die Kosten selbst trägt. Jedoch hat dies dennoch einen entscheidenden Vorteil: Den Versicherungs­schutz erhält er ohne erneute Gesundheits­prüfung und damit immer noch leichter, als auf dem freien PKV-Markt.

Erhält der Arbeitgeber Einsicht in die Gesundheit des Mitarbeiters?

Der Arbeitgeber erhält natürlich keine Einsichten in die Gesundheits­akte seines Angestellten. Der Arbeitgeber fungiert zwar als Vertragspartner, der Arbeitnehmer bleibt jedoch der Kommunikationspartner mit der Versicherung. Das heißt, dass jegliche Kommunikation – von der Inanspruchnahme von Leistungen bis zum Einreichen der Rechnungen – ohne Einschalten des Arbeitgebers erfolgt.

Betriebliche Kranken­versicherung in aktuellen Testberichten

Vor dem Abschluss einer betrieblichen Kranken­versicherung sollten die unterschiedlichen Anbieter miteinander verglichen werden. Eine gute Orientierung bieten hierbei unabhängige Testergebnisse von Instituten und Analyseagenturen. Diese bewerten die Anbieter der betrieblichen Kranken­versicherung unter anderem unter Berücksichtigung der gebotenen Leistungen, der Servicequalität und der Fairness gegenüber den Versicherungs­nehmern.

Wir haben für Sie die aktuellen Testergebnisse unabhängiger Institutionen zusammengetragen und übersichtlich aufbereitet. Die komplette Übersicht über alle Testergebnisse finden Sie hier:

bKV Testergebnisse (2021)

Tipps für den Vergleich von betrieblichen Kranken­versicherungen

Wer sich dazu entschließt, seinen Mitarbeitern eine betriebliche Kranken­versicherung anzubieten, sollte sich genau informieren und beraten lassen. Der Vergleich betrieblicher Kranken­versicherungen soll Ihrem Unternehmen vor allem das günstigste Leistungs­paket aufzeigen. Je genauer Sie bereits die Wünsche und Vorlieben Ihrer Mitarbeiter in Sachen Kranken­versicherung kennen, desto passgenauer können Sie die erforderlichen Einzel­versicherungen angeben.

Folgende Angaben sollten Sie für einen Vergleich parat haben:

  • Betriebsgröße bzw. Anzahl der zu versichernden Mitarbeiter
  • Alter des Unternehmens
  • gewünschte Leistungen

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Fazit

Beide Seiten profitieren

Der Abschluss einer betrieblichen Kranken­versicherung wirkt sich sowohl für den Arbeitgeberseite, als auch auf Arbeitnehmerseite sehr positiv aus. Schließlich erhöhen Unternehmen damit ihre Attraktivität als Arbeitgeber und binden die Mitarbeiter stärker an das eigene Unternehmen. Im Gegensatz dazu erhalten Arbeitnehmer mit dem Kollektivvertrag einen vereinfachten Zugang zu einem umfassenden Krankenschutz und können dadurch in den Genuss einiger Vorteile kommen.


Angebote vergleichen und Beratung nutzen

Unsere unabhängigen Versicherungs­makler können Ihnen hier unterstützend zur Seite stehen und Ihnen helfen, die passende betriebliche Kranken­versicherung für Ihr Unternehmen zu finden. Kontaktieren Sie uns gerne direkt oder fordern Sie einen kostenfreien Tarifvergleich direkt auf dieser Seite an.


Die häufigsten Fragen zur betriebliche Kranken­versicherung

Ab wie vielen Mitarbeitern kann ich eine betriebliche Kranken­­versicherung abschließen?

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Ob es eine Mindest­mitarbeiterzahl gibt und wie hoch diese ist, hängt vom Versicherungs­unternehmen ab. In der Regel setzen Versicherer hier eine Grenze von mind. fünf Mitarbeitern. Je mehr Mitarbeiter bei der betrieblichen Kranken­­versicherung mitmachen, desto günstigere Konditionen können Sie beim Versicherer erwirken.

Wie viel Verwaltungsaufwand bringt eine betriebliche Kranken­­versicherung mit sich?

lesen

Der administrative Aufwand bei einer betrieblichen Kranken­­versicherung ist für Sie sehr gering. Zu Beginn melden Sie alle Mitarbeiter einmalig beim Versicherer an. Danach müssen Sie nur noch eine kurze Meldung geben, wenn Mitarbeiter ausscheiden oder hinzukommen. Alles andere regelt der Versicherer mit dem Mitarbeiter selbst. Je nach Besteuerungsmodell kommt ein wenig mehr Aufwand auf Sie zu, der sich jedoch auch in Grenzen hält.

Was passiert, wenn meine Mitarbeiter in Elternzeit o.ä. gehen?

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Einige Versicherer bieten bKV-Tarife mit Option auf Beitrags­befreiung an. Diese tritt dann in Kraft, wenn Mitarbeiter in entgeltfreie Zeiten gehen, etwa in Elternzeit. Sie müssen dann keine Beiträge mehr in die betriebliche Kranken­­versicherung einzahlen – die Mitarbeiter können dennoch Leistungen in Anspruch nehmen.

Welche Steuern fallen auf die Beiträge zur betrieblichen Kranken­­versicherung an?

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Für die Versteuerung der Beiträge zur betrieblichen Kranken­­versicherung gibt es verschiedene Modelle. Am häufigsten wird die bKV als Sachlohn an die Mitarbeiter gegeben, sodass die 44-Euro-Freigrenze greift. Alles, was darüber liegt, muss versteuert werden. Dafür stehen drei Modelle zur Auswahl. Welche Variante am besten für das unternehmen geeignet ist, sollte mit einem Steuerberater besprochen werden. Mehr dazu: Betriebliche Kranken­­versicherung in der Steuer

Können auch privat Versicherte eine betriebliche Kranken­­versicherung nutzen?

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Prinzipiell ist die betriebliche Kranken­­versicherung nur für gesetzlich versicherte Mitarbeiter gedacht. Privat versicherte Mitarbeiter können dennoch zur bKV angemeldet werden. Wichtig hierbei ist nur, dass sich Leistungen zwischen dem privaten Kranken­­versicherungs­tarif und dem bKV-Tarif nicht überschneiden. Mehr dazu hier: Betriebliche Kranken­­versicherung für privat Versicherte.

Was passiert, wenn ein Mitarbeiter kündigt, in Rente geht oder die Firma insolvent wird?

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Verlässt ein Mitarbeiter das Unternehmen oder geht in Rente, so kann er innerhalb einer bestimmten Frist den Vertrag auf sich umschreiben lassen und privat weiterführen. In den meisten Fällen ist dafür keine Gesundheits­prüfung notwendig. Die Konditionen des Vertrages können sich unter Umständen ändern. Das gleiche gilt bei Insolvenz der Firma.

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Katharina Tennius
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