Miet­rechtsschutz­versicherung

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Das erwartet Sie hier

Wie Sie mit einer Miet­rechtsschutz­versicherung beim Streit mit Vermieter oder Haus­verwaltung besser aufgestellt sind und was Sie das kostet.

Inhalt dieser Seite
  1. Was ist der Miet­­rechtsschutz?
  2. Leistungen
  3. Kosten und Preise
  4. Miet­­rechtsschutz ohne Wartezeit?
  5. Fazit: Darauf ist zu achten

Das Wichtige in Kürze

  • Der Mietrechts­schutz muss in Verbindung mit mindestens dem Privat­rechtsschutz abgeschlossen werden.
  • Eine gute Miet­rechtsschutz­versicherung gibt es bereits ab 16,83 Euro im Monat.
  • Die Wartezeit beträgt in der Regel 3 Monate. Ausnahmen sind in besonderen Fällen möglich.

Was ist eine Miet­rechtsschutz­versicherung?

Die Miet­rechtsschutz­versicherung ist ein Baustein der Rechtsschutz­versicherung. Er unterstützt Mieter bei Streitfällen rund um den Mietvertrag und die Wohnsituation.

Um den Miet­rechtsschutz abzuschließen, muss bei vielen Gesellschaften mindestens der Privat­rechtsschutz vereinbart werden. Einige wenige Versicherer bieten die Miet­rechts­schutz­ver­sicherung auch als Einzel­versicherung an. Dies wird von vielen Versicherern jedoch nicht gewünscht und ist daher relativ selten der Fall.


In einer Miet­rechtsschutz­versicherung sind alle Anwalts- und Prozesskosten im versicherten Rechtsbereich im Rahmen der vereinbarten Deckungssumme abgesichert. Weitere Leistungen, wie etwa die freie Anwaltswahl, sind vom jeweiligen Tarif abhängig.

Leistungen der Miet­rechtsschutz­versicherung

Der Miet­rechtsschutz deckt folgende Bereiche ab:

  • Rechtsschutzfälle im Rahmen des Mietrechts
  • Konflikte mit Nachbarn, Vermieter oder Haus­verwaltung
  • auch als Vermieter­rechtsschutz/Eigentümer­­rechtsschutz möglich

Auch bei der Nebenkostenabrechnung kann es zu Unstimmigkeiten kommen, sowie bei der deutlichen Anhebungen von Mietpreisen oder der Höhe der Mietkaution. Sollten Sie von Ihrem Nachbarn durch Lärmbelästigung geplagt werden, haben Sie das Recht dagegen vorzugehen. In diesen Fällen steht die Miet­rechtsschutz­versicherung für Ihre Interessen ein.


In diesen Fällen hilft der Miet­rechtsschutz weiter

  • Erhöhung der Miete
  • Kündigung des Mietvertrags
  • Unstimmigkeiten bei der Nebenkostenabrechnung
  • Hohe Mietkaution
  • Lärmbelästigung durch Nachbarn

Experten-Tipp:

Die meisten Forderungen, die gegen Sie gestellt werden, sind nicht in der Miet­rechtsschutz­versicherung enthalten. Dies liegt daran, dass diese oftmals über die Haftpflicht­versicherung abgesichert sind. Diesen Leistungs­punkt nennt man die passive Rechtsschutzfunktion in der Haftpflicht.

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Signatur von Katharina Krech
Katharina Krech
Beraterin

Miet­rechtsschutz vom Mieterbund

Für Mitglieder im Deutschen Mieterbund (DMB) bietet der Verein besondere Angebote zum Mieter­rechtsschutz an. Die speziellen Tarife gelten für die Dauer der Mitgliedschaft im Mieterbund. Sind Sie Mitglied in einem Mieterbund, dann erkundigen Sie sich nach Exklusivangeboten bei Ihrem Verein.

Wie viel kostet der Miet­rechtsschutz?

Verschiedene Faktoren beeinflussen den Versicherungs­beitrag für die Miet­rechtsschutz­versicherung. Beachten Sie auch stets, dass in den meisten Fällen die Kosten für den Privat­rechtsschutz hinzu kommen.

Faktoren zur Kostenberechnung

  • Familienstand
  • berufliche Verhältnisse
  • Tarifwahl (Basis, Komfort, Premium)
  • gewünschte Bausteine
  • Höhe der Selbstbeteiligung
  • gewünschte Zahlungsweise

Rechenbeispiel: So viel kostet der Miet­rechtsschutz mehr

Musterkunde

  • 35 Jahre
  • alleinstehend
  • Arbeitnehmer
  • Selbstbeteiligung 150 €
Rechtsschutz PrivatRechtsschutz Privat+Wohnen
Anbieter 112,54 € / Monat16,83 € / Monat
Anbieter 212,68 € / Monat17,75 € / Monat
Anbieter 319,43 € / Monat25,01 € / Monat

Mehr zu den Kosten einer Rechtsschutz­versicherung im Allgemeinen lesen Sie hier:

Kosten der Rechtsschutz­versicherung

Was kostet Sie ein Miet­rechtsschutz?

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Was kostet ein Mietrechtsstreit vor Gericht?

Die Kosten für einen Mietrechtsstreit hängen vom Streitwert ab. Der Streitwert wird vom Gericht festgelegt. Daraus ergeben sich für jede Instanz des Verfahrens die Gerichtskosten. Die Kosten für den Rechtsanwalt sind durch das Rechts­anwalts­ver­gütungs­gesetz geregelt. Der Verlierer des Prozesses trägt die kompletten Kosten, auch die der Gegenseite.

Beispiel: Eigenbedarfsnutzung

Ihr Vermieter hat Eigenbedarf für die von Ihnen bewohnte Wohnung angemeldet und Ihnen den Mietvertrag gekündigt. Laut Angaben Ihres Vermieters wollen dessen Eltern die Wohnung beziehen. Sie zweifeln an dieser Begründung und möchten rechtlich vorgehen. Das Gericht setzt einen Streitwert in Höhe von 10.000 € an.

Bereits in der ersten Instanz können sich die Kosten auf über 5.000 € belaufen. Ihre vor einem Jahr abgeschlossene Miet­rechtsschutz hilft Ihnen hier finanziell und übernimmt diese Kosten.

Weitere typische Fälle im Rechtsschutz

Miet­rechtsschutz­versicherung ohne Wartezeit?

Die Wartezeit für die Miet­rechts­schutz­ver­sicherung beträgt 3 Monate. Das heißt, dass Sie in diesen 3 Monaten keine Leistungen Ihrer Rechtsschutz­versicherung in Anspruch nehmen können.

Experten-Tipp:

Achten Sie darauf, Ihren Vertrag unbedingt vor Anbahnung oder Eintritt des Rechtsfalls abzuschließen, sonst wird die Leistung abgelehnt. Ausnahmen sind unter Umständen im Rahmen der Folgeereignistheorie möglich.

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Signatur von Katharina Krech
Katharina Krech
Beraterin

Beispiel: Folgeereignistheorie

Sie beziehen eine Wohnung, die von Schimmel befallen ist. Von den Vormietern erfahren Sie, dass der Vermieter darüber informiert ist. Der Vermieter hat Ihnen dies jedoch beim Abschluss des Mietvertrages verschwiegen. Sie haben den Schimmel erst nach dem Einzug bemerkt.

In diesem Falle liegt der Schimmelbefall der Wohnung zwar bereits vor. Trotzdem haben Sie die Möglichkeit, rechtlich dagegen vorzugehen, auch wenn das Ereignis vor Abschluss der Mieter­rechtsschutz eingetroffen ist.


Keine Wartezeit beim Anbieterwechsel

Weiterhin entfällt die Wartezeit bei einem Versicherungs­wechsel zu einem anderen Miet­rechtsschutz­versicherer unter folgenden zwei Voraussetzungen:

  • Es gab einen nahtlosen Übergang von einem Versicherer zum Anderen.
  • Die vereinbarte Leistung war ebenfalls über den Vor­versicherer abgedeckt.

Fazit: Worauf Sie beim Miet­rechtsschutz achten sollten

Eine häufige Ursache für Konflikte ist die Kündigung des Mietvertrages. Oft ist die Nutzung aus Eigenbedarf ein Kündigungsgrund. In diesem Falle darf Ihnen der Vermieter den Mietvertrag kündigen.

Mit einer Miet­rechtsschutz­versicherung haben Sie jedoch jederzeit die Möglichkeit, den Kündigungsgrund anzuzweifeln und rechtlich vorzugehen. Bitte denken Sie vorab daran sich bei Ihrem Versicherer die Deckungszusage für eine Kostenübernahme einzuholen, sobald sich ein Rechtsfall anbahnt. Die Erstberatung ist bei den meisten Rechtsschutz­versicherern dagegen meist kostenlos.

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Weitere Arten der Rechtsschutz­versicherung


Die häufigsten Fragen zur Miet­rechtsschutz­versicherung

Was kostet eine Miet­rechtsschutz­versicherung?

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Eine Privat­rechtsschutz­versicherung mit dem Baustein „Wohnen“ kostet für einen Single ab 17 Euro im Monat, im Familientarif entsprechend ein wenig mehr. Die genaue Höhe der Kosten hängt zum einen vom Versicherer und zum anderen von individuellen Faktoren wie etwa Alter und Familienstand ab.

Was beinhaltet der Miet­rechtsschutz?

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Der Miet­rechtsschutz deckt die Kosten für einen Rechtsstreit im Bereich des Wohn- und Mietrechts ab. Dazu zählen etwa Streitigkeiten mit dem Vermieter wegen Mieterhöhung, Nebenkostenabrechnung oder Eigenbedarfsnutzung

Ab wann greift der Miet­rechtsschutz?

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In der Regel besteht eine 3-monatige Wartezeit. Dies bedeutet, der Versicherer zahlt erst 3 Monate nach Versicherungs­abschluss. Eine Ausnahme besteht, wenn Sie lediglich den Versicherer wechseln und auch beim alten Versicherer bereits den Baustein Wohnen versichert hatten.

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