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Gebäude­versicherung für Mehrfamilienhäuser

Mehrfamilienhäuser kommen in den unterschiedlichsten Größen daher. Jedes von ihnen braucht eine passende Gebäudeversicherung. Eigentümer haben einige wichtige Punkte zu beachten. Für Großbauten mit vielen Wohneinheiten eignet sich die persönliche Beratung am besten.
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Gebäudeversicherung für ein Mehrfamilienhaus

Die Gebäudeversicherung für ein Mehrfamilienhaus stellt keine besonderen Anforderungen an den Eigentümer. Die Bedingungen und Leistungen stimmen mit denen für ein Einfamilienhaus überein. Einzig die Kosten fallen entsprechend der größeren Wohnfläche höher aus.

Ein Gebäude ist bereits ab zwei Wohneinheiten und somit mindestens zwei verschiedenen Mietparteien ein Mehrfamilienhaus. Dieser Gebäudetyp ist neben dem Einfamilienhaus der häufigste in Deutschland. Ob Altbau oder Neubau: Mehrfamilienhäuser können ohne große Schwierigkeiten über eine Gebäudeversicherung gegen Schäden versichert werden.

Angebotsvergleich für Großbauten
Bei dem, was als Mehrfamilienhaus gilt, gibt es keine Begrenzung der Größe. Eine ganze Straßenzeile ist genauso ein Mehrfamilienhaus wie das Häuschen in der Vorstadt mit vier Mietparteien.

Eigentümer von Großbauten und Mehrfamilienhäusern mit weit über 20 Wohneinheiten müssen sich direkt an einen Versicherungsmakler wenden. Tarifrechner und Vergleichsportale sind nicht für diese Dimensionen ausgelegt und für große Mehrfamilienhäuser oft ungenau. Hier muss über einen Makler direkt bei Anbietern einer Gebäudeversicherung angefragt werden.

Notwendige Angaben zum Mehrfamilienhaus

Fragt man als Eigentümer eines Mehrfamilienhauses bei Versichern nach einem Angebot für eine Gebäudeversicherung, muss man einige wichtige Angaben machen. Sie sind notwendig für die Bestimmung von Wert und Risiko des Objekts.

Allen voran sind das Baujahr und die Bauartklasse entscheidend. Letztere kann man gemeinsam mit einem Versicherungsberater bestimmen. Alternativ finden sich im Internet verständliche Übersichtsblätter aller Bauartklassen. Und schließlich ist für die Ermittlung der nötigen Versicherungssumme die genaue Angabe über die Wohnflächen (inklusive ausgebaute Dach- und Kellergeschosse) wichtig. Darüber hinaus ist der Standort des Mehrfamilienhauses ausschlaggebend für die Zuordnung in einen regionalen Risikosektor.

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Frühere Schäden vollständig angeben!
Schon bei einer einfachen Anfrage beim Versicherer zur Gebäudeversicherung für ein Mehrfamilienhaus dürfen Vorschäden nicht verschwiegen werden. Die Dokumentation etwaiger Schäden müssen mindestens 5 Jahre zurück reichen.

Wer sich einen günstigen Tarif sichern will und deswegen Vorschäden nicht angibt, riskiert seinen kompletten Versicherungsschutz. Sollte später einmal, beispielsweise durch ein Gutachten, ein Vorschaden erkannt werden, kann der Versicherer den Vertrag kündigen. Und wer ein Mal gekündigt wurde, hat es sehr schwer bei einem anderen Anbieter versichert zu werden.

Umfang der Gebäudeversicherung für Mehrfamilienhäuser

Ein Mehrfamilienhaus ist mit einer Gebäudeversicherung gegen die häufigsten Ursachen für Schäden am Gebäude abgesichert. Genauer gesagt: gegen die teilweise überaus hohen Kosten der Instandsetzung nach einem Schaden. Aber auch im Falle eines „Totalschadens“ kommt – je nach Anbieter und Tarif – die Gebäudeversicherung für den Abriss auf. Die Auszahlung der Versicherungssumme kann direkt für den Neubau genutzt werden.

Die vom Versicherungsschutz der Gebäudeversicherung erfassten Schadensursachen sind:

  • Brände
  • Hagel- und Sturmschäden
  • Leitungsschäden
  • Blitzschläge
  • Überschwemmungen

Manche Gebäudeversicherungen schließen Glasschäden an Fenster, Türen und dergleichen bereits mit ein. Andere müssen um eine Glasversicherung ergänzt werden.

Von Gebäudeversicherung erfasstes Inventar

Man mag als Eigentümer eines Mehrfamilienhauses zunächst davon ausgehen, dass die Gebäudeversicherung wirklich nur für Schäden am Gebäude aufkommt. Aber bestimmte Einrichtungsgegenstände fallen auch unter den Versicherungsschutz einer Gebäudeversicherung.

So werden alle fest mit dem Gebäude verbauten Einrichtungen als Teil des Mehrfamilienhauses gezählt. Zum versicherten Inventar kann ein speziell angefertigter Kleiderschrank für eine Nische im Raum, eine fest montierte Einbauküche oder eine passgenau eingesetzte Badewannde gehören. Es zählt auch mit dem Boden verbundene Auslegeware als Gebäudebestandteil.

Übernahme der Gebäudeversicherung nach Eigentümerwechsel

Wechselt ein Mehrfamilienhaus den Eigentümer, ob als Teil der Erbmasse oder über einen Kaufvertrag, geht die bestehende Gebäudeversicherung vom alten auf den neuen Besitzer über. Das geschieht mit der Übertragung des Eigentums an Haus und Grundstück im Grundbuch. Die Versicherung wird die weitere Zahlung der Beiträge vom neuen Eigentümer verlangen.

Dabei sollte man die Wechselfrist so früh wie möglich nutzen, um nach besseren Angeboten zu suchen. Mitunter können die Konditionen der Gebäudeversicherung des ehemaligen Eigentümers überholt sein. Mit Übertragung des Eigentums am Mehrfamilienhaus bleibt einem eine Frist von 4 Monaten, um den Altvertrag zu kündigen. Entsprechend rechtzeitig sollte den Vergleich aktueller Gebäudeversicherungs-Tarife anstellen und sich den Rat eines unabhängigen Versicherungsmaklers einholen.

Ergänzende Versicherungen für ein Mehrfamilienhaus

Nicht weniger wichtig als eine passende Gebäudeversicherung ist die Haus- und Grundbesitzerhaftplicht. Wie eine private Haftpflichtversicherung schützt sie vor Schadensersatzansprüchen Dritter.

Im Fall eines Mehrfamilienhauses kann durch das Grundstück oder das Gebäude anderen ein Schaden verursacht werden. Zum Beispiel können sich Teile vom Dach lösen und Eigentum eines Nachbarn beschädigen. Oder ein Passant wird durch losgerissene Äste eines Baumes auf ihrem Grundstück verletzt.

Elementarschadenversicherung: Sinnvolle Ergänzung
Mehrfamilienhäuser und andere Wohngebäude können in Regionen erbaut sein, wo zusätzliche Risiken für Naturgefahren bestehen. Die Gebäudeversicherung erstattet jedoch keine Schäden für extreme Wetterereignisse.

Hier ist die Elementarschadenversicherung eine sinnvolle Ergänzung des Versicherungsschutzes. Mit ihr kann der finanzielle Ruin infolge von Erdbeben, Erdsenkungen, Fluten und ähnlich gravierenden Naturereignissen verhindert werden. Je nach Region sind jedoch vom Eigentümer Sicherheitsvorkehrungen zu treffen, um versichert werden zu können.

Gebäudeversicherung bei Veränderungen am Mehrfamilienhaus

Was für Vorschäden am Mehrfamilienhaus gilt, das ist auch für jede Art von baulichen Veränderungen zu beachten. Sie müssen dem Versicherer mitgeteilt werden. Bestenfalls meldet man sich bereits im Vorfeld, sollten Umbauten geplant sein. Immerhin ändert sich der Wert und ggf. das Risiko des Objekts.

Mit dem Versicherer kann im Zuge von Renovierungen oder Erweiterungsmaßnahmen eine Anpassung des Versicherungsschutzes vereinbart werden. Verzichtet man darauf, bleiben die Leistungen der Gebäudeversicherungen auf die im Vertrag vereinbarten Sachen beschränkt. Es droht eine Unterversicherung.

Dieser Artikel wurde zuletzt am 17.07.2019 aktualisiert.
Über den Autor
Mario Müller
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