Krankentagegeld­versicherung

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Das erwartet Sie hier

Was kostet eine gute Krankentagegeld­versicherung, für wen ist sie wirklich sinnvoll und welche Anbieter können wir Ihnen empfehlen.

Inhalt dieser Seite
  1. Was ist die Krankentagegeld­­versicherung?
  2. Ist das Krankentagegeld sinnvoll?
  3. Leistungen
  4. Wie viel Krankentagegeld ist genug?
  5. Kosten (inkl. Rechenbeispiel)
  6. Aktuelle Testergebnisse
  7. Tipps für den Vergleich

Das Wichtige in Kürze

  • Eine Krankentagegeld­­versicherung zahlt einen vorher vereinbarten Betrag für den Fall, dass Sie wegen Krankheit längere Zeit nicht mehr arbeiten können. Sie schließt somit die Einkommenslücke.
  • Die gesetzlichen Leistungen sind in dieser Hinsicht ungenügend, da sie nur einen Teil des gewohnten Gehalts weiterzahlen.
  • Die Kosten der Krankentagegeld­­versicherung variieren mit dem Gesundheits­­zustand, der Höhe des Krankentagegeldes und der beruflichen Situation des Versicherten.
  • Beim Test können verschiedene Anbieter für unterschiedliche Berufs­gruppen überzeugen.
  • Ein Vergleich von Angeboten lohnt sich, da bei einem erneuten Wechsel angesammelte Altersrückstellungen teilweise verloren gehen.

Was ist die Krankentagegeld­versicherung?

Das Krankentagegeld ist eine Art der privaten Krankenzusatz­versicherung. Bei einer länger andauernden Krankheitsphase springt die Krankentagegeld­versicherung ein, um die Gehaltseinbußen auszugleichen. Die Krankentagegeld­versicherung leistet eine Begrenzung der Verdienst­ausfälle bei längerer Arbeits­unfähigkeit. Die Verdienstausfälle können sogar, je nach Tarif, bis zu 100% des eigentlichen Nettogehalts ausgeglichen werden.

Für sechs Wochen zahlt der Arbeitgeber in der Regel das Gehalt im Krankheitsfall weiter. Danach gibt es für gesetzlich Versicherte Arbeitnehmer von der gesetzlichen Kranken­versicherung (GKV) ein Krankengeld, das wesentlich geringer als das gewohnte Nettogehalt ausfällt. Die Leistungen der GKV lassen so schnell eine Einkommenslücke entstehen.

Besonders wichtig ist diese Absicherung für Freiberufler und Selbständige, da diese keinen Arbeitgeber haben und somit keinen Anspruch auf gesetzliches Krankengeld. Tarife der privaten Kranken­versicherung (PKV) beinhalten teilweise bereits das Krankentagegeld im Leistungsumfang. Ansonsten kann es auch als Zusatzbaustein hinzugebucht werden.

Mit einer privaten Krankentagegeld­versicherung können sich Angestellte und Selbständige, unabhängig ob gesetzlich oder privat krankenversichert, gegen den Verdienstausfall durch Arbeits­unfähigkeit infolge einer langwierigen Erkrankung absichern. Wenn das gesetzliche Krankengeld also etwa 70-80 Prozent des Nettogehaltes ersetzt, kommt die Krankentagegeld­versicherung für die restlichen 20-30 Prozent auf.


Unterschied von Krankentagegeld und Krankengeld

Das Krankengeld wird von der gesetzlichen Kranken­versicherung gezahlt, das Krankentagegeld von der privaten Kranken­versicherung. Privatversicherte bekommen also kein Krankengeld, sollten aber unbedingt dafür sorgen, für den Ernstfall ein ausreichend hohes Krankentagegeld zu haben. Daher ist der Baustein Krankentagegeld für sie unerlässlich.

Leicht zu verwechseln ist das Krankentagegeld auch mit dem Krankenhaustagegeld. Das Krankenhaustagegeld zahlt einen Tagessatz ausschließlich für Krankenhausaufenthalte.

Ist eine Krankentagegeld­versicherung sinnvoll?

Langwierige Krankheiten und eine folgende Arbeits­unfähigkeit können schnell zu herben Einkommensverlusten führen und in der Folge den gewohnten Lebensstandard drücken. Denn entweder entfällt das monatliche Gehalt ganz oder es steht nur noch zu einem Teil zu Verfügung. Die Krankentagegeld­versicherung kann in diesem Sinne existenzsichernd sein und hilft Arbeitnehmern, Selbstständigen und Freiberuflern, das finanzielle Risiko einzudämmen.

Prinzipiell ist eine Krankentagegeld­versicherung für folgende Berufs­gruppen sinnvoll:

  • Gesetzlich versicherte Arbeitnehmer, da das gesetzliche Krankengeld nicht immer ausreicht
  • Privat versicherte Arbeitnehmer, da sie kein gesetzliches Krankengeld erhalten und nicht in allen Tarifen der PKV das Krankentagegeld enthalten ist
  • Gesetzlich versicherte Selbständige, da sie i. d. R. keinen Anspruch auf gesetzliches Krankengeld haben
  • Privat versicherte Selbständige, da sie i. d. R. keinen Anspruch auf gesetzliches Krankengeld haben und nicht alle PKV-Tarife automatisch das Krankentagegeld enthalten.

Im Grunde auf ein Krankentagegeld angewiesen sind Freiberufler und Selbständige. Ohne einen Arbeitgeber gibt es keine gesetzliche Lohnfortzahlung im Krankheitsfall. Hier ist der generelle Bedarf nach einer finanziellen Absicherung ungleich höher. Wenn Selbständige wegen Krankheit länger ausfallen, können sie kein Einkommen mehr erwirtschaften – die Krankentagegeld­versicherung zählt daher zu den wichtigsten privaten Zusatz­versicherungen für diese Berufs­gruppe.

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DFV

DFV Deutsche Familien­versicherung
Testsieger Krankenzusatz­versicherungen 2021 und bei Stiftung Warentest 2018

  • Krankentagegeld auch für Sonn- und Feiertage
  • Auch bei stufenweiser Wiedereingliederung
  • 12-faches Krankentagegeld bei Geburt eines Kindes

Barmenia Versicherungen
Testsieger Zusatz­versicherungen 2021

  • Anpassung an das aktuelle Nettoeinkommen ohne erneute Gesundheits­prüfung
  • Besondere Berufe ohne Beitragszuschlag versicherbar
  • Krankengeld ohne zeitliche Begrenzung

Leistungen der Krankentagegeld­versicherung

  • Der Beginn der privaten Krankentagegeld­­versicherung ist frei wählbar. In der Regel gibt es bei den Anbietern eine sogenannte Karenzzeit oder Wartezeit.
  • Für Mitglieder der gesetzlichen Krankenkasse ist es möglich, mithilfe der Krankentagegeld­­versicherung die Verdienstausfälle bei anhaltender Arbeits­unfähigkeit auszugleichen und sogar auf bis zu 100 Prozent aufzustocken.
  • Wer eine private Kranken­versicherung hat, schließt in der Regel die Krankentagegeld­versicherung bei demselben Anbieter ab. Es ist aber durchaus empfehlenswert, den Anbietervergleich zu machen, um andere attraktive Angebote zu sichten.
  • Der konkrete Betrag des Krankentagegeldes ist durch eine Höchstgrenze gedeckelt. Dadurch wollen die Versicherer ausschließen, dass sich Kunden mit unlauteren Mitteln bereichern können. Die maximale Höchstgrenze beim Krankentagegeld orientiert sich am bisherigen Nettoeinkommen des Arbeitnehmers.
  • Selbständigen und Freiberuflern wird der Abschluss einer Krankentagegeld­versicherung empfohlen. Als Unternehmer oder freier Mitarbeiter sind Sie noch mehr als andere auf Ihr Einkommen angewiesen. Deshalb zählt das Krankentagegeld zu den unverzichtbaren Versicherungen. Das Tagegeld kann schon ab dem 8. Tag abgesichert werden in einem Umfang von höchstens 70 oder 80 Prozent des Bruttogewinns. Für jeden Tag der Krankheit ist das Krankentagegeld zudem niedriger, für den Fall, dass ab dem 15. Tag Auszahlungen vereinbart wurden.
  • Sind Sie trotz Selbständigkeit Mitglied bei einer gesetzlichen Krankenkasse, können Sie höchstens mit 70 Prozent Ihres Einkommens bei längerer Krankheit rechnen. Mehr wird über das Krankengeld der GKV nicht ausbezahlt. Privatversicherte Selbständige sollten zunächst durchrechnen, ob aus den Ersparnissen die ersten Krankheitstage bis zur Auszahlung des Krankentagegeldes überbrückt werden können.

Erhöhung des Krankentagegelds ohne Gesundheits­prüfung

Berücksichtigen Sie bei der Auswahl eines Krankentagegeld-Tarifs auch, dass bei einer dynamischen Anpassung der Auszahlung an Ihr gestiegenes Einkommen keine neue Gesundheits­prüfung erforderlich wird. Denn in späteren Jahren kann das Beantworten von Gesundheits­fragen zu verschlechterten Konditionen führen. Als Mitglied der gesetzlichen Kranken­versicherung wollen Sie auch bei einer späteren Anpassung keine Gesundheits­prüfung über sich ergehen lassen.


Wie viel Krankentagegeld ist genug?

Sie müssen das Krankentagegeld nicht zwingend bis zur Höchstgrenze vereinbaren. Orientieren Sie sich besser an dem, was Ihnen bei längerer Krankheit fehlen würde. Es zählt für die Bestimmung der richtigen Summe jede Ausgabe, auf die Sie nicht verzichten können.

Das versicherte Krankentagegeld muss ab dem 15. Krankheitstag bzw. regulär ab dem 43. Tag der Arbeits­unfähigkeit bis zur Wiederaufnahme der Arbeit bzw. im Idealfall bis zum Beginn der Berufs­unfähigkeit reichen. Als Orientierung sind maximal 80 Prozent des Bruttogehalts zu empfehlen.

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Kosten der Krankentagegeld­versicherung

Die Beitragshöhe hängt in der Krankentagegeld­versicherung im Allgemeinen von vier Faktoren ab:

  • Der Zeitpunkt, ab dem die Zahlung des Krankentagegeldes einsetzt (Karenz- oder Wartezeit)
  • Höhe des gewünschten Krankentagegeldes
  • Der individuelle Gesundheits­zustand
  • Die berufliche Tätigkeit der versicherten Person

All diese Bedingungen orientieren sich an den Interessen und der persönlichen Situation des Versicherten. Zusammengenommen führen die vier Faktoren dazu, dass die Kosten der Krankentagegeld­versicherung je nachdem höher oder niedriger ausfallen.


Krankentagegeld: Anbieter im Kosten-Vergleich

Modell-Kunde:

  • Alter bei Versicherungs­beginn: 30 Jahre
  • Angestellter
  • Erstattungssatz: 30 Euro
VersichererMonatlicher Beitrag
Alte Oldenburger14 Euro
Arag11 Euro
Barmenia13 Euro
DKV20 Euro

Keine Steuern auf Krankentagegeld

Die von Ihrer Krankentagegeld­versicherung ausbezahlten Summen sind von Steuern und Abgaben befreit. Nur wenn Sie Ihr Krankentagegeld über Ihren Arbeitgeber beziehen, müssen Sie auf jede Zahlung Steuern zahlen.

Die Krankentagegeld­versicherung im Test (2021)

2018 prüfte Stiftung Warentest die Güte und Qualität privater Krankentagegeld­versicherungen (Quelle).

So wurde getestet

Für die Untersuchung erstellten die Tester drei Modellkunden: einen Arbeitnehmer, einen Freiberufler und einen selbständigen Gewerbetreibenden. Insgesamt 76 unterschiedliche private Krankentagegeld-Tarife wurden einer eingehenden Bewertung unterzogen. Die Bewertung erfolgte anhand der Kriterien “Preis-Leistungs-Verhältnis” und “Verbraucherfreundlichkeit weiterer Vertrags­bedingungen”. Das Preis-Leistungs-Verhältnis floß zu 70% und die Verbraucherfreundlichkeit zu 30% in die Gesamtbeurteilung ein.

Das Testergebnis

Lediglich ein Tarif schnitt mit der Bestnote “sehr gut” ab, 15 mit der Note “gut” und 8 mit der Note “mangelhaft”. Der Testsieger der Stiftung Warentest 2018 im Segment der Krankentagegeld­versicherung ist der Tarif “TA43/40” der allgemein zugänglichen Bayerischen Beamtenkrankenkasse. Für Arbeitnehmer zeigt sich das Krankentagegeld der DFV am besten. Für Selbständige besticht die Alte Oldenburger mit einem guten Testergebnis.

Private Krankenzusatz­versicherungen in aktuellen Tests 2021

Was Sie beim Vergleich von Krankentagegeld­­versicherungen beachten sollten

Vor dem Abschluss der richtigen Krankentagegeld­versicherung lohnt es sich, gründlich die Anbieter und Tarife zu vergleichen. Da die meisten der Tarife mit Altersrückstellungen kalkulieren, sollten mehrfache Wechsel des Anbieters vermieden werden. Altersrück­stellungen tragen dazu bei, die höheren Kosten im Alter aufzufangen, indem ein Teil der Beiträge für diesen Zweck vorgesehen sind. Bei einer Kündigung des Vertrags entfällt ein Großteil der angesammelten Altersrückstellungen. Hinzu kommt, dass die Kosten eines neuen Vertrags im Alter tendenziell steigen.

Ansonsten sollten beim Vergleich der Anbieter die eigenen Präferenzen im Mittelpunkt stehen. Ausgehend von den individuellen Präferenzen können diese mit den verschiedenen Tarifen abgestimmt werden, um den optimalen Tarif für einen selbst zu bestimmen. Wenn Sie dabei Hilfe benötigen, stehen Ihnen unsere Versicherungs­­experten zur Seite.

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