Betriebs­ausfall­versicherung

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Das erwartet Sie hier

Was kostet die optimale Betriebs­ausfall­versicherung, welche Betriebe benötigen sie besonders und wie kann die Versicherung abgeschlossen werden.

Inhalt dieser Seite
  1. Wie sieht die ideale Betriebs­­ausfall­­versicherung aus?
  2. Wichtige Leistungen
  3. Kosten (inkl. Rechenbeispiel)
  4. Aktuelle Testergebnisse
  5. Betriebs­­ausfall­­versicherungen vergleichen
  6. Fazit

Das Wichtige in Kürze

  • Die Betriebs­- bzw. Praxisausfall­versicherung leistet bei Unfall, Krankheit oder verordneter Quarantäne des Inhabers.
  • Dies ist für alle Betriebe sinnvoll, deren Ablauf essentiell von einer Person abhängig ist.
  • Dazu gehören beispielsweise Arztpraxen, Anwaltskanzleien oder Architekturbüros.
  • Die Betriebs­ausfall­versicherung kann ab 72 € im Monat abgeschlossen werden.

Wie sieht die ideale Betriebs­ausfall­versicherung aus?

Damit die Betriebs­ausfall­versicherung auch im Fall der Fälle leistet, sollte sie von Anfang an auf Ihren Betrieb und dessen Besonderheiten zugeschnitten sein. Bei der Betriebs­ausfall­versicherung steht die Person im Zentrum, welche den wirtschaftlichen Erfolg eines Betriebes oder Unternehmens sichert. Häufig ist das der Inhaber der Firma: Fällt diese aus bestimmten Gründen aus, so unterstützt der Versicherer den Betrieb finanziell. Es ist daher wichtig, dass die Angaben zu dieser Person korrekt sind. Auch sollte die Versicherungs­summe nicht zu niedrig und eine möglichst lange Haft- bzw. Karenzzeit vereinbart werden.

In vielen Fällen wird die Betriebs­ausfall­versicherung – auch Praxisausfall­versicherung genannt – in Kombinationen mit der Betriebs­unterbrechungs­­versicherung abgeschlossen. Zusammen leisten die Policen dann sowohl bei Sachschäden als auch bei Krankheit des Inhabers. So haben Sie ein leistungsstarkes Versicherungs­paket, welches Sie vor immensen Kosten aufgrund einer Betriebs­unterbrechung finanziell schützt.

Die Top-Vorteile einer Betriebs­- bzw. Praxisausfall­versicherungheit

  • Finanzieller Schutz bei Krankheit, Unfall oder Quarantäne des Inhabers
  • Übernahme der laufenden Fixkosten wie Miete und Gehälter sowie Erstattung der entgangenen Gewinne
  • Durch Ergänzungen oder in Kombination mit der Betriebs­unterbrechungs­­versicherung leistungsstarker Versicherungs­schutz auch bei Betriebs­schließung durch Sachschäden.

Betriebs­ausfall­versicherung für spezielle Berufs­gruppen

Eine Kanzlei ist ohne den Inhaber, ob nun Anwalt oder Steuerberater, nicht denkbar. Genauso wenig funktioniert eine Arztpraxis ohne den Arzt. Ein Handwerksbetrieb kann ohne den Meister nicht einfach über eine längere Zeit vom Gesellen geführt werden. Kommt es also zu einem völligen oder auch nur teilweisen Betriebs­ausfall, springt die Betriebs­ausfallpolice ein.

Eine Betriebs­ausfall­versicherung leistet, wenn Abläufe nicht wie gewohnt weitergeführt werden können, weil eine für den Betrieb entscheidende Person ausgefallen ist, zum Beispiel wegen Krankheit oder Verletzung. Dies ist häufig bei Freiberuflern und Selbständigen sowie bei kleineren und mittleren Handwerksbetrieben der Fall: In diesen Betrieben steht meist eine Person im Zentrum. Damit ist die Betriebs­ausfall­versicherung für diese Berufs­gruppen ein essentieller Teil der Firmen­versicherungen.

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Leistungen der Betriebs­ausfall­versicherung

Welche Zahlungen leistet der Versicherer im Schadensfall?

Für den versicherten Betrieb oder die versicherte Person wird eine bei Vertragsschluss festgelegte Ausgleichssumme gezahlt. Damit sollen folgende Kosten gedeckt werden:

  • nicht realisierte Gewinne und Umsätze
  • weiterlaufende Kosten, wie etwa Mieten, Löhne, Provisionen
  • Kosten für eine qualifizierte Vertretung

Wann und wie lange zahlt der Versicherer?

Der Versicherer zahlt den vereinbarten Tages­satz in der Regel für bis zu 12 Monate seit Eintritt des Schadens. Dies ist die sogenannte Haftzeit. Je nach Tarif kann auch eine längere Haftzeit vereinbart werden. Wurde eine Versicherungs­summe vereinbart, dann wird diese Summe durch 365 geteilt und so ein Tages­satz vereinbart.

Bei vielen Policen ist es üblich, dass auch eine Karenzzeit festgelegt wird. Das bedeutet, dass erst mit dem Ablauf dieser Frist von der Betriebs­ausfall­versicherung ein finanzieller Ausgleich gezahlt wird. Liegt die Karenzzeit bei 14 Tagen, so zahlt der Versicherer ab Tag 15 des Betriebs­ausfalles.

Auch teilweiser Betriebs­ausfall versichert

Damit die Police die notwendigen Kosten leistet, muss der Betrieb in einem Unternehmen nicht vollständig stillstehen. Je nach Anbieter genügt es auch, wenn der Ausfall zwischen 50 und 70 Prozent einer Firma. Der vereinbarte Ersatz wird dann solange geleistet, bis die Abläufe in der Firma wieder vollständig hergestellt sind.

Welche Gefahren sind mit der Praxisausfall­versicherung versichert?

Grundsätzlich leistet die Betriebs­- oder Praxisausfall­versicherung nur bei einem Betriebs­ausfall aufgrund von:

  • Krankheit
  • Unfall
  • verordneter Quarantäne

des Inhabers.

Einschränkungen aufgrund der Corona-Pandemie

Beachten Sie, dass es aktuell gerade im Bereich der Betriebs­unterbrechungs­­versicherung und der Praxisausfall­versicherung Einschränkung bei der Leistung aber auch bei Neuabschlüssen gibt. Alle aktuellen Informationen dazu haben wir Ihnen hier zusammengetragen:

Aktuelle Infos zur Betriebs­unterbrechungs­­versicherung und Corona


Warum die Kranken­tagegeld­versicherung nicht ausreicht

Eine Praxisausfall­versicherung ersetzt keine Kranken­tagegeld­versicherung, auch wenn sie vor allem für Freiberufler und Selbständige einfacher und ohne größere Gesundheits­prüfung zu haben ist. Eine Kranken­tagegeld­versicherung deckt in der Regel die persönlichen Kosten der privaten Lebensführung ab, wenn man für längere Zeit krank ist. Die Höhe orientiert sich auch an Ihren persönlichen Einnahmen. Betriebliche Fixkosten und andere Ausgaben im Zusammenhang mit der Weiterführung des Unternehmens können aus dieser Summe gar nicht bestritten werden. Daher ist die Praxisausfall­versicherung eine unverzichtbare Komponente in der Absicherung Ihres Geschäftsbetriebs­.


Wann leistet der Versicherer nicht?

Keine Zahlungen vom Versicherer gibt es, wenn es zu einem Betriebs­ausfall aufgrund folgender Ereignisse kommt:

  • Vorsatz
  • Krieg oder kriegsähnliche Ereignisse
  • Kernenergie oder radioaktive Strahlung

Experten-Tipp:

„Die Police als reine Betriebs­ausfall­versicherung leistet nicht den Schadensersatz­ für beschädigte Maschinen­ oder die Rekonstruktion oder Renovierung von verwüsteten Betriebs­stätten. Bei einer Police gegen die Risiken des Betriebs­ausfalls handelt es sich um eine reine Ertrags­versicherung. Sie deckt nur das Risiko fehlender Einnahmen aus einem Unternehmen ab. Daher sind Zusatzbausteine je nach Betrieb und Branche sinnvoll.“

Foto von Martin Hacker
Signatur von Martin Hacker
Martin Hacker
Berater

Erweiterung des Versicherungs­schutzes möglich

Bei welchen Ereignissen die Betriebs­ausfallpolice konkret einspringen soll, können Sie bei Vertragsabschluss jedoch auch individuell vereinbaren. So sind folgende Ergänzungen möglich:

Was kostet eine Praxisausfall­versicherung?

Die Kosten werden für jedes Unternehmen individuell berechnet, da auch der Versicherungs­schutz individuell angepasst wird. Eine reine Praxisausfall­versicherung gibt es bereits ab 72,06 Euro im Monat. Beachten Sie dazu folgendes Rechenbeispiel sowie unsere Hinweise zur Kostenberechnung.

Rechenbeispiel: Betriebs­ausfall­versicherung für eine Physiotherapie-Praxis

Anzahl Inhaber1
Anzahl Vollzeitbeschäftigte2
Versicherungs­summe50.000 €
Haftzeit12 Monate
Karenzzeit21 Tage
Versicherungs­prämie846,74 € im Jahr
72,06 € im Monat*
*Jahresprämie umgerechnet. Bitte beachten Sie, dass bei einer monatlichen Zahlweise ggf. ein Zuschlag von einigen Prozent hinzukommt.

Welche Faktoren beeinflussen die Kosten?

Die genauen kosten einer Praxisausfall­versicherung werden unter anderem und je nach Versicherer von folgenden Faktoren beeinflusst:

  • Personalkosten (Löhne, Gehälter)
  • Betriebs­kosten (Miete, Energiekosten, Versicherungen)
  • Kosten für Einrichtung, Betriebs­fahrzeuge und technische Geräte
  • Finanzierungskosten und Steuern
  • Andere fortlaufende Kosten
  • Haftzeit
  • Karenzzeit
  • Versicherungs­summe
  • Zusatzleistungen bzw. -bausteine (Sachgefahren, Cyber-Risiken, Maschinen­ausfall)

Vermeiden Sie eine Unter­versicherung

Die Versicherungs­summe wird auf Basis von Werten aus dem Vorjahr berechnet. Die Rechnung basiert zunächst also auf verschiedenen Annahmen, die bei einer falschen Grundlage zur einer Unter- oder Über­versicherung führen kann. Um für den Fall der Leistung eine Unter­versicherung zu vermeiden, vereinbaren Gesellschaft und Kunde meist einen sogenannten Nachhaftungsbetrag. Mit ihm kann die Versicherungs­summe im Bedarfsfall nachträglich um 30 Prozent und bis zu 50 Prozent erhöht werden. Sie kann aber auch abgesenkt werden. Zum Ende eines Versicherungs­jahres werden die tatsächlichen Kosten dann durch eine Erhöhung der Prämie oder alternativ durch Beitrags­rückerstattung berücksichtigt.

Wie wird eine Betriebs­ausfall­versicherung steuerlich behandelt?

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Die Prämien für eine Betriebs­ausfall­versicherung lassen sich nur unter bestimmten Umständen als Betriebs­ausgaben von der Steuer absetzen. Dient eine solche Police lediglich der Absicherung des Risikos, dass der Inhaber einer Firma für längere Zeit krank wird oder wegen eines Unfalls nicht arbeiten kann, dann gehören die Ausgaben dafür zu den Kosten für die private Lebensführung. Weil es sich um Risiken handelt, die außerhalb des Betriebes liegen, zählen die Kosten nicht zu den Betriebs­ausgaben. Der Bundes­finanzhof (BFH) hat im Jahr 2009 entschieden, dass die Leistungen aus einer solchen Police im umgekehrten Fall auch nicht als Betriebs­einnahmen zählen. Sie sind deshalb nicht als solche zu versteuern.

Anders verhält es sich, wenn neben den Risiken Krankheit und Unfall zusätzlich auch andere betriebliche Gefahren versichert werden. Leistet die Police auch bei Risiken, etwa die Gefahr einer Schließung durch die Behörden oder einer Quarantäne, zählen die Kosten als Betriebs­ausgaben. Das Gleiche gilt, wenn Sachgefahren, wie Blitzschlag, Brand, Schäden durch Wasser, Diebstahl oder Vandalismus durch die Betriebs­ausfallpolice abgesichert werden. Dann sind die Prämien ebenfalls Betriebs­ausgaben und können steuerlich geltend gemacht werden.

Steuertipps für Selbständige und Freiberufler

Was kostet eine Betriebs­ausfall­versicherung für Ihre Firma?

Die Testsieger 2021 aus Stiftung Warentest, Ökotest und Focus Money im Vergleich.

Die besten Betriebs­ausfall­versicherungen: Testsieger (2021)

Betriebs­ausfall­versicherer in keinen aktuellen Tests

Da die Betriebs­- bzw. Praxisausfall­versicherung so individuell an den jeweiligen Betrieb angepasst wird, gibt es derzeit keine allgemeinen Testberichte. Auf unserer separaten Seite zur Betriebs­unterbrechungs­­­versicherung haben wir Ihnen dennoch einige Ratings sowie unsere Anbieterempfehlungen zusammengetragen, an denen Sie sich orientieren können.

Betriebs­unterbrechungs­­­versicherung im Test

Betriebs­ausfall­­versicherungen vergleichen: Das ist wichtig

Achten Sie bereits beim Tarifvergleich für eine Betriebs­ausfall­versicherung auf folgende Punkte:

  • Sollen neben dem Risiko des Ausfalls des Inhabers noch weitere Risiken abgesichert werden? (z.B. Sachschäden, Cyber-Risiken)
  • Wie lang ist die Karenzzeit bei den infrage kommenden Angeboten?
  • Wie lang ist jeweils die Haftungszeit? Meist beträgt die Haftzeit ein Jahr, doch auch längere Haftungszeiten sind je nach Anbieter möglich.
  • Wie lange soll der Vertrag laufen? (Längere Vertragslaufzeiten versprechen meist Rabatte)
  • Gibt es bei den vorliegenden Angeboten eine Nachhaftungsklausel? Der Versicherer wird in diesem Fall auch über die vereinbarte Versicherungs­summe hinaus haften. Wie weit dies der Fall ist, ist im Vertrag geregelt. Für Versicherungs­summen, die zu niedrig angesetzt sind, werden im folgenden Versicherungs­jahr Prämiennachzahlungen fällig.
  • Gibt es bei einem der vorliegenden Angebote spezielle Ausschlüsse oder Einschränkungen?

Vergleichen Sie verschiedene Anbieter und Tarife

Bevor Sie das erstbeste Angebot abschließen, vergleichen Sie verschiedene Tarife unterschiedlicher Anbieter. Denn diese können sich nicht nur in der Höhe der Versicherungs­prämie sondern auch im Leistungs­umfang unterschieden. Von Vorteil ist beispielsweise eine kurze Karenzzeit und eine lange Haftzeit. Auch sollte die Versicherungs­summe korrekt kalkuliert sein. Nutzen Sie für einen persönlichen Tarifvergleich gern unser kostenfreien Tarifrechner.

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Fazit

Eine Betriebs­- oder Praxisausfall­versicherung ist vor allem für jene Betriebe wichtig, dessen Fortlauf von einer einzelnen Person abhängt. Dies ist meist für Berufs­gruppen wie Ärzte, Anwälte, Steuerberater, Physiotherapeuten oder Handwerker der Fall. Zusammen mit der Betriebs­unterbrechungs­­versicherung, die bei einem vorangegangenen Sachschaden leistet, sind Sie im Falle eines Betriebs­ausfalls rundum abgesichert.

Damit Ihre Firma richtig versichert ist, sollte die Betriebs­ausfall­versicherung auf Ihren individuellen Betrieb angepasst sein. Daher ist ein unabhängiger Vergleich verschiedener Angebote unverzichtbar. Nutzen Sie dazu gern unseren kostenfreien Tarifrechner auf dieser Seite, oder kontaktieren Sie unsere Experten.

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Katharina Tennius
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