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Pflegerenten­versicherung

Eine zusätzliche Rente bei Pflegebedürftigkeit
Die Pflegerentenversicherung wird im Leistungsfall in Form einer monatlichen Rente ausgezahlt. Die Höhe der Rente wird bei Vertragsschluss vertraglich festgelegt. Je nach Anbieter sind die Versicherten hier mehr oder weniger flexibel.
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Die Pflegerente als monatliche Zahlung

Eine private Pflegerente wird individuell verhandelt. Die Zahlung wird jeden Monat vorschüssig geleistet, das bedeutet, der Versicherte erhält die Leistung jeweils zu Beginn des Monats.
Die Rente ist unabhängig von den tatsächlich nötigen Aufwendungen. Das heißt, die Höhe der Rente sollte nicht leichtfertig festgesetzt werden, sondern muss gut durchdacht sein, da sie im Pflegefall den Lebensunterhalt und die entstehenden Kosten abdecken können muss.
Das Geld kann nach Belieben verwendet werden (im Gegensatz zu den Geldleistungen der Pflegekostenversicherung). Somit können beispielsweise auch Angehörige damit bezahlt werden. Ebenso können die Kosten für eine ambulante oder eine stationäre Betreuung damit beglichen werden.

Die Pflegerentenversicherung leistet lebenslang. Sie wird also bis zum Lebensende gezahlt, sofern der Versicherte pflegebedürftig ist.

Individuelle Leistungen nach Pflegegrad

Die Zahlungen für die Pflegerente werden ab 2017 in Abhängigkeit vom festgestellten Pflegegrad geleistet. Die Versicherer berücksichtigen seit 2017 im Neugeschäft den neuen Pflegebedürftigkeitsbegriff. Sie müssen deshalb für jeden Pflegegrad durchgerechnet werden. In der Regel greift die volle Pflegerente ab Pflegegrad 5, in den Pflegegraden 4 bis 1 wird die Höhe der Pflegerente je nach Anbieter prozentual abnehmen oder individuell festgelegt. Hier unterscheiden sich die Tarife der Versicherer, deshalb ist sicherzustellen, dass der gewählte Tarif dem Bedarf des Versicherten entspricht. Auf Wunsch kann eine Dynamik festgelegt werden. Die Leistungen erhöhen sich dann alle drei Jahre automatisch, eine erneute Gesundheitsprüfung ist nicht vorgesehen.

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Mindest- und Maximalrente sind vorgeschrieben
Die monatliche Mindestrente beträgt bei den meisten Versicherern 250 Euro, die maximale Rente macht 3.000 Euro im Monat aus. Diese Leistung wird üblicherweise nur dann gewährt, wenn der höchste Pflegegrad 5 diagnostiziert wird. Einige Tarife sehen eine einmalige Leistung von bis zu sechs Monatsrenten vor. Dadurch soll der Versicherte finanziell umfassend versorgt werden, wenn der Pflegefall eintritt und wenn beispielsweise Umbauten in der Wohnung durchzuführen sind.

Diese Voraussetzungen sind einzuhalten

Die Anbieter haben das Recht, ihre Zugangsvoraussetzungen für den Abschluss der Pflegerente individuell festzulegen. In der Regel muss der Antragsteller das 30. Lebensjahr vollendet haben, das Höchstalter zum Zeitpunkt des Vertragsabschlusses liegt bei 65 Jahren. Einige Versicherer ermöglichen einen Abschluss bis zum 70. oder bis zum 75. Lebensjahr, allerdings ist in diesem Alter immer eine Risikoprüfung mit der Beantwortung der Gesundheitsfragen erforderlich. Ob diese der Antragsprüfung durch den Versicherer standhält, ist im Einzelfall zu prüfen. Als Richtlinie kann gelten, dass ein frühzeitiger Vertragsabschluss schon aufgrund der geringeren Versicherungsprämie zu empfehlen ist.

Keine Beitragszahlung im Pflegefall

Die meisten Tarife sehen eine Einstellung der Beitragszahlung vor, wenn der Pflegefall festgestellt wird. Damit möchten die Versicherer den Versicherten finanziell entlasten. Die Zahlung der Leistung wird selbstverständlich weiter bis zum Tod des Versicherten durchgeführt. Im Gegenzug für den Entfall der Beitragszahlung im Pflegefall wird ein Versicherungsantrag nicht mehr angenommen, wenn der Pflegefall bereits eingetreten ist. Mit der Annahme von gesunden Versicherten stellt die Gesellschaft sicher, dass das Risiko, dass der Versicherungsfall irgendwann eintritt, mindestens zum Zeitpunkt des Vertragsabschlusses überschaubar ist.

Dieser Artikel wurde zuletzt am 29.04.2019 aktualisiert.
Über den Autor
Claudia Täubner
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