Betriebliche Altersvorsorge

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Das erwartet Sie hier

Wie sieht die ideale betriebliche Altersvorsorge für Sie als Arbeitnehmer oder für Ihr Unternehmen aus. Hier finden Sie schnell und unkompliziert:

Inhalt dieser Seite
  1. Was Arbeitnehmer zur bAV wissen müssen
  2. Was Arbeitgeber zur bAV wissen müssen
  3. Aktuelle Testergebnisse
  4. Vergleich der betrieblichen Altersvorsorge
  5. Fazit

Das Wichtige in Kürze

  • Mit der betrieblichen Altersvorsorge (bAV) wird eine zusätzliche Rente über den Arbeitgeber aufgebaut.
  • Für Arbeitnehmer lohnt sich die bAV seit 2019 besonders, denn der Arbeitgeber muss sich mit einem Zuschuss zum Beitrag beteiligen.
  • Arbeitgebern bietet die Einführung einer bAV die Möglichkeit, die Attraktivität des Unternehmens sowie die Mitarbeiterbindung zu stärken.
  • Während der Ansparphase profitieren beide von Steuervorteilen. In der Rentenphase muss die gesamte Auszahlung jedoch voll versteuert werden.
  • Lassen Sie sich von uns unterstützten: Unsere Experten stellen dank 20-jähriger Erfahrung die optimale betriebliche Altersvorsorge für Ihr Unternehmen zusammen.

Das müssen Sie als Arbeitnehmer zur betrieblichen Altersvorsorge wissen

Alle Informationen für Arbeitnehmer

Warum Sie für das Alter vorsorgen sollten
Alle Vorteile auf einen Blick
Kosten (inkl. Rechenbeispiel)
So lohnt sich die bAV für Ihre Rente
Rein arbeitgeberfinanzierte bAV
Steuern und Sozialabgaben sparen
Leistungen der bAV
Wann ist die bAV sinnvoll?
Hat der Arbeitnehmer Pflichten?
So gehen Sie als Arbeitnehmer vor


Warum Sie über den Betrieb für das Alter vorsorgen sollten

Ohne Zweifel ist die eigene finanzielle Absicherung im Alter ein wichtiges Thema, um das man sich frühzeitig Gedanken machen sollte. Die Formen der Altersvorsorge sind dabei so vielfältig, wie die persönlichen Bedürfnisse.

Die betriebliche Altersvorsorge bietet sich vor allem für Arbeitnehmer an, die einen guten Draht zum Vorgesetzten haben und lange im Unternehmen bleiben wollen. Dann ist die Wahrscheinlichkeit größer, dass dieser seine Mitarbeiter bei dem Aufbau der zusätzlichen Rente unterstützt. Nichtsdestotrotz bietet die betriebliche Altersvorsorge für Arbeitnehmer eine Reihe von Vorteilen.


Alle Vorteile der bAV für Sie als Arbeitnehmer auf einen Blick

Die Zahlung der Betriebsrente ist garantiert

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Sobald Sie in Rente gehen, bekommen Sie eine monatliche Rentenzahlung. Alternativ können Sie sich das Kapital zu Rentenbeginn einmalig oder zu 30 Prozent auszahlen lassen. Höhe und Leistungs­dauer sind somit garantiert.

Steuern und Sozialabgaben sparen

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Die Beiträge zur bAV werden bei der Entgeltumwandlung von Ihrem Bruttogehalt abgezogen. Dies bedeutet, dass nur auf den verbleibenden Bruttobetrag Steuern- und Sozialabgaben anfallen. Unterm Strich bedeutet dies: Sie leisten mehr für Ihre Altersvorsorge, als Sie tatsächlich als “Netto-Verlust” auf dem Lohnzettel sehen.

Arbeitgeberzuschuss

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Haben Sie ein gutes Verhältnis zu Ihrem Chef, können Sie mit einem Arbeitgeberzuschuss rechnen. Ihr Chef spart nämlich ebenfalls Steuern und Sozialabgaben ein, die er wiederum in Ihre Zusatzrente stecken kann. Schließen sie nach 2019 eine bAV ab, muss Ihr Chef Sie sogar je nach Durchführungsweg mit einem 15-prozentigen Zuschuss unterstützen. Welche Vorteile Ihr Chef von der ganzen Sache hat, lesen Sie weiter unten.

Wenig Aufwand

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Es geht zwar um Ihre Rente, jedoch haben Sie effektiv nicht viel mit dem Papierkram zu tun. Da Sie die Rente über die Firma abschließen, kümmert sich Ihr Arbeitgeber um alle Vertragsangelegenheiten.

Im Falle eines Jobwechsels

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In den meisten Fällen können Sie Ihr bereits angespartes Kapital einfach zum neuen Arbeitgeber mitnehmen. Entweder übernimmt der neue Chef den Vertrag oder setzt einen neuen auf. Das Kapital wird dann übertragen. Alternativ können Sie Ihren bAV-Vertrag beitragsfrei stellen. Mehr dazu lesen Sie auf unserer Seite zum Thema bAV und Jobwechsel.

Im Falle einer Insolvenz der Firma

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Sollte Ihre Firma bzw. Ihr Arbeitgeber Insolvenz anmelden, ist Ihre betriebliche Altersvorsorge unter Umständen geschützt. Die Rentenauszahlung wird dann vom sog. Pensionssicherungsverein (PSV) übernommen. Dies hängt jedoch vom Durchführungsweg ab. Weitere Infos lesen Sie im FAQ-Bereich.

Im Falle einer Arbeitslosigkeit

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Sollten Sie arbeitslos werden und Arbeitslosengeld II beantragen, ist das bAV-Kapital geschützt. Dieses Kapital wird nicht zum anrechenbaren Vermögen gezählt und ist somit vor dem Zugriff des Staates sicher.

Zusatzleistungen

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In Ihrer betrieblichen Altersvorsorge können Sie nützliche Zusatzleistungen vereinbaren, z.B. eine Berufsunfähigkeits­versicherung oder einen Hinterbliebenen­schutz.

Kosten einer betrieblichen Altersvorsorge

Sie entscheiden als Arbeitnehmer zu großen Teilen selbst, wie viel Sie die bAV kosten soll. Der Arbeitnehmer sowie der Arbeitgeber entscheiden, wie viel sie in die betriebliche Altersvorsorge einzahlen möchten. Wie viel an monatlichen Kosten für diese Form der Altersvorsorge anfällt, wird von verschiedenen Faktoren beeinflusst. Wie hoch die Betriebsrente im Alter tatsächlich ausfällt, wird von der Höhe der Beiträge essentiell beeinflusst.

Faktoren zur Berechnung der Betriebsrente

  • Alter des Arbeitnehmers bei Versicherungs­beginn
  • Alter bei Rentenbeginn
  • Bruttojahreseinkommen
  • Eigenbeitrag des Arbeitnehmers
  • Zuschuss des Arbeitgebers
  • Steuer- und Sozialabgabenersparnisse

Nicht vergessen sollte man bei den Kosten einer bAV: Je nach Durchführungsweg bzw. je nach Versicherungs­gesellschaft oder Einrichtung, können zusätzliche Kosten entstehen. Möchte man beispielsweise seinen bAV-Vertrag nach einem Jobwechsel zum neuen Arbeitgeber mitnehmen, und dieser veranlasst eine Übertragung des Kapitals auf einen von ihm neu geschlossenen Vertrag, können dafür Gebühren anfallen.

Die Entgeltumwandlung

Seit 2002 hat jeder Arbeitnehmer das Recht, über die sog. Entgeltumwandlung in den Aufbau einer betrieblichen Zusatzrente einzuzahlen. Bei der Entgeltumwandlung wird ein Teil des unversteuerten Bruttogehaltes genommen und in die betriebliche Altersvorsorge eingezahlt. Dadurch verringert sich das Einkommen, welches ein Arbeitnehmer versteuern muss und der Staat erlässt ihm einen Teil an Steuern und Sozialabgaben.


Rechenbeispiel: Das kostet eine bAV für den Arbeitnehmer

Der Arbeitnehmer ist seit 3 Jahren im Unternehmen und entscheidet sich dazu, 100 Euro per Entgeltumwandlung in die bAV einzuzahlen. Der Arbeitgeber bezuschusst den Vertrag mit 15 Prozent.

Die Eckdaten auf einen Blick:

  • Arbeitnehmer geboren 1992, Steuerklasse 1
  • Versicherungs­beginn: 01.03.2021
  • Versicherungs­ende bei Rentenbeginn mit 67 Jahren: 01.07.2059
  • Monatlicher Bruttolohn: 2.500 Euro
  • Arbeitnehmeranteil: 100 Euro
  • Arbeitgeberzuschuss: 15 Euro
ohne bAVmit bAV
Brutto2.500 €2.500 €
Eigenanteil bAV100 €
Zu versteuerndes Brutto2.500 €2.400 €
Steuerabgaben274,33 €251,50 € (Ersparnis von 22,83 €)
Sozialabgaben504,38 €484,20 € (Ersparnis von 20,18 €)
Netto1.721,30 €1.664,30 € (d.h. effektiv 57 € weniger Netto)
Arbeitgeberzuschuss15 €
monatlicher Sparbetrag für die bAV158 €

Der Arbeitnehmer hat also effektiv 57 Euro weniger Nettolohn, es fließen jedoch 158 Euro monatlich in seine bAV ein (Eigenanteil + Ersparnis Steuer- und Sozialabgaben + Arbeitgeberzuschuss)

Wie die Lohnsteuerabrechnung mit und ohne bAV im Detail aussieht, haben wir Ihnen hier anhand eines Beispiels erläutert:

Die bAV in der Lohnabrechnung


Wie kann sich die bAV für meine spätere Rente lohnen?

Um noch einmal deutlich zu machen, wie sich eine bAV für den oben beschriebenen Arbeitnehmer lohnen kann und was er im Alter rausbekommt, haben wir folgende Rechnung aufgestellt. Beachten Sie bitte, dass sich die konkreten Zahlen je nach individuellem Fall natürlich ändern.

Vertragslaufzeit (Monate bis zum Rentenbeginn)454 Monate (fast 38 Jahre)
bAV-Beitrag pro Monat158 €
Garantiertes Kapital71.732 €
Garantierte monatliche Rente (bei 28 Jahren Rentenzahlung)213,49 €
Beachten Sie:Hinzu kommen eventuelle Überschüsse durch Rendite je nach bAV-Produkt
Abgezogen werden Steuern und Krankenkassenbeiträge im Alter

Der Arbeitnehmer spart mit der bAV also ein Gesamtkapital von 71.732 Euro an. Zum Vergleich: Würde er lediglich jeden Monat für die gleiche Laufzeit 100 Euro zur Seite legen, würde er über knapp 38 Jahre ein Kapital in Höhe von 45.400 Euro ansparen. Beachten Sie bitte, dass diese Rechnung stark vereinfacht und keine individuellen Bedingungen berücksichtigt.

Achtung: Entgeltumwandlung führt zu weniger gesetzliche Rente

Arbeitnehmer, die sich für eine Entgeltumwandlung entscheiden, sollten beachten, dass sich die gesetzliche Rente dadurch verringert. Dies liegt daran, dass durch das geringere zu versteuernde Brutto weniger Beiträge in die Sozial­versicherungen (Renten-, Arbeitslosen-, Pflege- und Unfall­versicherung) und ggf. andere Sozialleistungen (z.B. Elterngeld) gezahlt werden.

Wer freiwillig gesetzlich oder privat krankenversichert ist, kann durch die Entgeltumwandlung unter Umständen wieder ­versicherungs­pflichtig werden. Denn das Bruttoeinkommen kann wieder unter die Versicherungs­pflichtgrenze fallen

Die rein arbeitgeberfinanzierte bAV

Der Idealfall für Arbeitnehmer besteht, wenn der Chef Firmengelder in die Rente seiner Mitarbeiter investiert. So übernimmt der Arbeitgeber den kompletten Aufbau der Betriebsrente – als Arbeitnehmer erhält man später eine Zusatzrente, ohne je dafür eingezahlt zu haben.

Der Arbeitgeber wird die Betriebsrente jedoch nur dann komplett aufbauen, wenn der Mitarbeiter gewisse Voraussetzungen erfüllt. So muss ein Mitarbeiter mindestens 3 Jahre im Unternehmen gearbeitet haben und beim Verlassen der Firma mindestens 21 Jahre alt sein.


Steuern und Sozialabgaben

Die betriebliche Altersvorsorge bietet durch die Entgeltumwandlung sowohl für Arbeitnehmer als auch Arbeitgeber finanzielle und steuerliche Vorteile. Doch gerade Arbeitnehmer müssen mit zusätzlichen Abgaben in der Rentenphase rechnen. Hier sollte man dringend den Überblick behalten und Vor- und Nachteile genauestens für sich abwägen. Alle Einzelheiten zur steuerlichen Behandlung der bAV haben wir Ihnen hier zusammengefasst:

Die bAV in der Steuer


Leistungen der betrieblichen Altersvorsorge

Versorgung bei Invalidität

Versorgung im Alter

Beiträge nicht pfändbar

Hinterbliebenen­­versorgung

Günstige Gruppen­konditionen

Zusatzrente

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Die betriebliche Altersvorsorge leistet hauptsächlich eine Auszahlung der angesparten Beträge als zusätzliche Rente.

Verschiedene Auszahlungsmöglichkeiten

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Die häufigste Art der Auszahlung der betrieblichen Altersvorsorge ist die monatliche Rentenzahlung. Die Höhe der Rente sowie die Dauer der Leistung sind vertraglich festgelegt. Weiterhin kann man sich das Kapital bei Rentenbeginn in voller Höhe einmalig auszahlen lassen – jedoch nur, wenn als Durchführungsweg die Pensionskasse oder die Direkt­versicherung gewählt wurde. Alternativ können 30 Prozent der Gesamtsumme zum Rentenbeginn ausgezahlt werden.

Achtung: Die Rentenauszahlung muss in jedem Fall voll versteuert werden, egal, auf welche Art die Auszahlung erfolgt.

Hartz-IV-sicher

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Die Leistungen der Betriebsrente können zwar nicht veräußert, beliehen oder vererbt werden, sie sind jedoch auch nicht pfändbar und dadurch Hartz-IV-sicher. Das Kapital wird nicht zum anrechenbaren Vermögen gezählt.

Insolvenzschutz

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Muss der Arbeitgeber Insolvenz anmelden, ist das bAV-Kapital durch den Pensionssicherungsverein geschützt. Dieser übernimmt dann die Rentenzahlung – seine Rente erhält man in jedem Fall.

Zusatzleistungen

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Je nach Anbieter und Tarif können sinnvolle Zusatzleistungen hinzugewählt werden. So haben Angestellte, die auf dem freien Versicherungs­markt wegen Vorerkrankungen keine Berufsunfähigkeits­versicherung bekommen, die Möglichkeit, einen entsprechenden Schutz über den Chef bzw. über die bAV zu erhalten. Auch die Absicherung der Hinterbliebenen­ im eigenen Todesfall kann mitversichert werden.

Das Betriebsrentenstärkungsgesetz (BRSG) 2018/2019

Seit dem 1. Januar 2019 gilt das neue Betriebsrentenstärkungsgesetz, kurz: BRSG. Durch das Gesetz wurden Neuerungen in der bAV festgelegt, die sich vorteilhaft für den Arbeitnehmer auswirken. Die wichtigsten Änderungen und relevanten Informationen finden Sie hier im Überblick.

Alles Wichtige zum Betriebsrentenstärkungsgesetz

Wann ist die betriebliche Altersvorsorge sinnvoll?

Die betriebliche Altersvorsorge ist nicht für jeden Arbeitnehmer sinnvoll. Grundsätzlich sollten sich die Ersparnisse in der Einzahlungsphase mit den Abgaben zur Steuer und Kranken­versicherung sowie der geringeren gesetzlichen Rente im Alter rechnen.

Ob sich also die bAV lohnt, hängt im Wesentlichen vom Zuschuss des Arbeitgebers, von den Vertragskonditionen und von der Laufzeit ab. Weiter ist die persönliche Situation entscheidend. In den folgenden Abschnitten werden die Faktoren erläutert:

Zuschuss vom Chef

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Der Mitarbeiter profitiert, wenn sich der Chef an der bAV beteiligt. Je höher die Zuschüsse, desto besser. Wird die bAV also komplett vom Arbeitgeber finanziert, sollte diese der Mitarbeiter unbedingt abschließen. Doch auch bereits mit dem obligatorischen Arbeitgeberzuschuss von 15 Prozent kann sich die bAV bereits lohnen.

Der richtige Vertrag

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Entscheidend, ob der Mitarbeiter von der betrieblichen Altersvorsorge profitiert, sind auch die Vertragskonditionen. Verlangt etwa ein Versicherer hohe Kosten für die Verwaltung, so mindert dies die spätere Rente. Wichtig ist auch die Anlagestrategie. bAV-Produkte mit einem attraktiven Überschuss und einer höheren Werteentwicklung sind besonders ratsam.

Die Laufzeit

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Grundsätzlich ist eine betriebliche Altersvorsorge mit einer längeren Laufzeit sinnvoller. Wer also über viele Jahre einzahlt, bekommt am Ende mehr Rente.

Die Absicherung der Berufsunfähigkeit

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Wer keine normale Berufsunfähigkeits­versicherung abschließen kann, kann von den Zusatzleistungen der bAV profitieren. Über die betriebliche Altersvorsorge ist in solchen Fällen die Absicherung der Berufsunfähigkeit trotzdem häufig möglich, da hier eine vereinfachte Gesundheits­prüfung verlangt wird.

Das Gehalt

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Wer nur sehr wenig verdient, zahlt meistens sowieso kaum Steuern- und Sozialabgaben. Er würde also von den Einsparungen der Entgeltumwandlung gar nicht profitieren.

Nachteilig kann die Entgeltumwandlung auch sein, wenn jemand monatlich zwischen 4.837,50 und 6.900 Euro (Stand 2021) verdient. Denn für diese bAV-Beiträge gehen die Ersparnisse bei den Sozialabgaben teilweise verloren, da das Gehalt über der Beitrags­bemessungsgrenze der Kranken­versicherung von 4.837,50 Euro liegt. Damit leisten solche Gutverdiener den Höchstbetrag für die Kranken- und Pflege­versicherung. Ebenfalls mindern ihre Einzahlungen ihre Ansprüche aus der gesetzlichen Renten­versicherung. Der Höchstbetrag liegt hier bei einem Verdienst von 6.900 Euro (West). Trotzdem müssen Gutverdiener nicht auf die bAV verzichten. So sind bei den Durchführungswegen Unterstützungs­kasse und Direktzusage zumindest die steuerfreien Beiträge unbegrenzt.

Jobwechsel

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Wer vorhat, häufig den Job zu wechseln oder sich selbständig zu machen, muss sich überlegen, ob die bAV oder nicht besser eine andere Form der Altersvorsorge für ihn Sinn macht. Er hat dann zwar zumindest ein Anrecht auf seine eingezahlten bAV-Beiträge. Diese fließen später in die Rente. Er kann aber nicht davon ausgehen, dass beim Jobwechsel der neue Arbeitgeber die betriebliche Altersvorsorge zu den gleichen Konditionen anbietet wie der alte. Somit ist die bAV für diejenigen sinnvoll, die eher keine häufigen Jobwechsel geplant haben.

Hat der Arbeitnehmer auch Pflichten?

Erst im Alter fangen die Pflichten für den Arbeitnehmer an. Denn dann muss er auf seine Rente oder sein ausbezahltes Kapital Sozialabgaben und Steuern zahlen. Während der Ansparphase hat der Mitarbeiter vor allem Rechte. Dazu zählen unter anderem das Recht auf Entgeltumwandlung, auf Arbeitgeberzuschüsse oder auf Nachzahlungen, wenn das Arbeitsverhältnis vorübergehend unterbrochen ist, z.B. im Fall der Elternzeit. Der Mitarbeiter muss sich einzig damit abfinden, dass der Durchführungsweg der bAV in der Regel durch den Chef ausgesucht wird.

So gehen Sie als Arbeitnehmer vor

  1. Informieren Sie sich bei Ihrem Arbeitgeber, Betriebsrat oder Personalabteilung, ob es bereits Modelle der bAV im Unternehmen gibt.
  2. Wägen Sie die Vor- und Nachteile für sich persönlich ab und rechnen Sie einmal für sich durch: Lohnt sich die bAV? Lassen Sie sich ggf. von Experten beraten.
  3. Setzen Sie die Vereinbarung zur Entgeltumwandlung mit Ihrem Arbeitgeber auf, sofern Sie sich für diesen Weg entschieden haben. Die Firma erledigt die restliche Bürokratie.
  4. Behalten Sie über die Laufzeit Ihre bAV im Auge. Sie können über die Laufzeit Ihre Beiträge anpassen oder auch ruhen lassen.

Lohnt sich die betriebliche Altersvorsorge für mich?

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Das müssen Sie als Arbeitgeber zur betrieblichen Altersvorsorge wissen

Alle Informationen für Arbeitgeber

Konzept zur idealen bAV
Unser Service für Sie
So funktioniert die bAV
Steuern sparen
Wer hat Anspruch auf eine bAV
So lohnt sich die bAV für Ihr Unternehmen
Die 6 Durchführungswege der bAV
Ein häufiges Problem
Arbeitgeberzuschuss (inkl. Rechenbeispiel und FAQ)
Gibt es eine Pflicht zur bAV? (inkl. FAQ)
Alle Vorteile auf einen Blick
So gehen Sie als Arbeitgeber vor


Die ideale bAV braucht ein starkes Konzept

Die ideale betriebliche Altersvorsorge ist passgenau auf Ihr Unternehmen zugeschnitten. Dies bedeutet, dass das der Durchführungsweg und das Produkt zur Betriebsgröße und Ihren Zielvorstellungen passt. Saubere Versorgungsordnungen sollten dabei sowohl arbeits- als auch steuerrechtlich korrekt ausgearbeitet sein und dabei beispielsweise das Betriebsrentenstärkungsgesetz befolgen. Außerdem sollte eine zeitgemäße betriebliche Altersversorgung zwar eine umfassende und nachhaltige Lösung auf komplexe Probleme bieten, jedoch sollte die Komplexität für das Unternehmen herausgenommen werden.

Viele bestehende Betriebsrenten-Konzepte können maßgeblich optimiert werden, indem beispielsweise für jeden Mitarbeiter der gleiche Durchführungsweg gewählt und somit der Verwaltungsaufwand enorm reduziert wird. Die optimale betriebliche Altersvorsorge weist ein starkes Konzept auf, von dem sowohl die Firma als auch die Arbeitnehmer langfristig profitieren.

Die Top-Vorteile der bAV auf einen Blick

  • Steigerung der Attraktivität als Arbeitgeber und Unternehmen
  • Bindung von Fachkräften
  • Einsparen von Steuern und Sozialabgaben während der Ansparphase
  • Niedriger Verwaltungsaufwand bei optimaler Einführung durch Experten

Was wir für Sie tun können: Unser Service

Kein Durchführungsweg der bAV passt auf jedes Szenario. Dafür ist das Thema viel zu komplex und haftungsintensiv. Vielmehr braucht es ein individuelles Konzept. Wir gehen mit Ihnen den ganzen Weg: Wir beginnen mit einer umfassenden Analyse Ihres Unternehmens, damit wir eventuelle Schwachpunkte entdecken, lösen und verbessern können. Wir optimieren Ihre bestehende bAV oder führen ein komplett neues Konzept ein und kümmern uns beispielsweise auch um die Beratung Ihrer Mitarbeiter. Um das Thema betriebliche Altersvorsorge richtig anzugehen, arbeiten wir mit namhaften Rechts- und Steuerberatern zusammen und besitzen eine hohe Expertise in der Entwicklung von Investmentkonzepten. Langfristig unterstützen wir Sie und Ihr Unternehmen bei der Verwaltung und Administration aller Verträge.

In Zusammenarbeit mit unserem Partner der von Buddenbrock Unternehmensgruppe bieten wir Ihnen erstklassige Lösungen für Ihre Firma und das essenzielle Netzwerk aus Experten für Betriebsrenten, Rechts- und Steuerberatern. Wir können auf eine 20-jährige Erfahrung zurückblicken und unterstützen auch Sie sehr gern bei der betrieblichen Altersvorsorge.


Das sind unsere Empfehlungen

Unsere Experten für die betriebliche Altersvorsorge empfehlen die folgenden Anbieter. Doch gerade das Thema betriebliche Altersvorsorge ist sehr komplex. Lassen Sie sich daher immer einen kostenfreies und persönliches Angebot von unseren Experten erstellen und anschließend umfassend beraten. Nutzen Sie dafür gern das kostenfreie Angebotsformular auf dieser Seite.

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Wie funktioniert die betriebliche Altersvorsorge?

Arbeitnehmer sind in der gesetzlichen Renten­versicherung pflichtversichert und können somit über den Chef eine Altersvorsorge abschließen. Chef und Angestellter investieren dabei gemeinsam in die Rente des Angestellten – und profitieren beide gleichermaßen.


Steuern sparen durch Entgeltumwandlung

Bei der betrieblichen Altersvorsorge gibt der Arbeitnehmer einen Teil seines Bruttogehaltes ab, welcher in die jeweilige Form der bAV eingezahlt wird. Dies nennt man Entgeltumwandlung. Dadurch sinkt sein zu versteuerndes Einkommen und er spart in erster Linie Steuer- und Sozialabgaben.

Eine steuerfreie Entgeltumwandlung ist bis zu einer Höhe von 8 Prozent der Beitrags­bemessungsgrenze (West) möglich. Bei den Sozialabgaben beträgt der maximale Abzug 4 Prozent. 2021 entspricht dies einem Beitrag von 6.816 bzw. 3.408 Euro im Jahr. Dies bedeutet: Der Arbeitnehmer kann bis zu 568 bzw. 284 Euro seines monatlichen Bruttogehaltes in den bAV-Vertrag abgeben, ohne auf diesen Betrag Steuer- und Sozialabgaben zahlen zu müssen.


Wer hat Anspruch auf eine betriebliche Altersvorsorge?

Jeder Arbeitnehmer, der in der gesetzlichen Renten­versicherung pflichtversichert ist, hat einen Anspruch darauf, einen Teil seines Lohns oder Gehalts für die betriebliche Altersversorgung zu verwenden.

Für eine bAV berechtigt sind:

  • Unbefristet angestellte Mitarbeiter
  • Angestellte mit einem befristeten Arbeitsvertrag
  • Teilzeitkräfte
  • Auszubildende
  • Geschäftsführer

Einen Rechtsanspruch können Arbeitnehmer allerdings nur geltend machen, wenn sie den Aufbau einer bAV durch die Entgeltumwandlung selbst finanzieren. Durch das Betriebsrentenstärkungsgesetz müssen Arbeitgeber ab 2019 zu neu geschlossenen bAV-Verträge einen Zuschuss leisten. Auch gibt es viele Tarifverträge und Betriebsvereinbarungen, die eine arbeitgeberfinanzierte betriebliche Altersversorgung vorsehen.

Wie lohnt sich eine betriebliche Altersvorsorge?

Die betriebliche Altersvorsorge zeichnet sich v. a. durch Steuervorteile – sowohl für den Arbeitgeber als auch für den Arbeitnehmer aus. Die bAV ist in vielerlei Hinsicht eine attraktive Lösung für Arbeitgeber, um die Attraktivität des Unternehmens und die Mitarbeiterbindung zu stärken. Für den Arbeitnehmer bietet die bAV eine optimale Lösung, seine Rente im Alter durch minimalen Aufwand aufzustocken.

Nichtsdestotrotz gibt es bei der betrieblichen Altersvorsorge eine Vielzahl an Aspekten zu beachten. Interessierte sollten sich vorab genau informieren und prüfen, welche Form der Altersvorsorge am besten zur eigenen Lebenssituation und -perspektiven passt.


Die 6 Durchführungswege

Bei der betrieblichen Altersvorsorge unterscheidet man zwischen verschiedenen Durchführungswegen. Welcher für den individuellen baV-Vertrag gewählt wird, entscheidet allein der Arbeitgeber.

Direktzusage

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Bei der Direktzusage bildet der Arbeitgeber Rückstellungen, die er seinem Arbeitnehmer bei Erreichen des Rentenalters auszahlt, z. B. in Form einer monatlichen Betriebsrente. Wenn der Arbeitnehmer vor Erreichen des Rentenalters invalide wird oder verstirbt, erhalten er bzw. die Hinterbliebenen­ finanzielle Unterstützung vom Arbeitgeber.

Die Höhe der Leistungen richtet sich hierbei nach der Dauer, die der Arbeitnehmer im Betrieb tätig war. Die Altersvorsorge ist im Falle einer Insolvenz des Arbeitgebers geschützt. In diesem Fall übernimmt der Pensionssicherungsverein die Leistungs­verpflichtung. Diese Variante ist für den Arbeitgeber besonders risikoreich, da die Wahrscheinlichkeit von vorzeitigen Versorgungsfällen im Betrieb hoch ist.

Unterstützungs­kasse

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Die Unterstützungs­kasse ist eine Versorgungseinrichtung eines oder mehrerer Unternehmen, die zumeist als eingetragener Verein agiert. Die Zahlungen an die Unterstützungs­kasse leistet der Arbeitgeber, entweder direkt oder vom Bruttogehalt des Arbeitnehmers. Die Ansprüche der Arbeitnehmer bei Insolvenz sind über den Pensions-Sicherungs-Verein (PSVaG) geschützt.

Wie hoch die spätere Betriebsrente letztendlich ausfällt, hängt vorrangig von der Zusage des Arbeitgebers ab. Dieser sichert dem Arbeitnehmer nur eine Mindest­auszahlung zu, die sich jedoch um die Überschüsse der Unterstützungs­kasse erhöhen können.

Direkt­versicherung

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Bei der Direkt­versicherung schließt der Arbeitgeber per Einzel- oder Gruppenvertrag eine Lebens­versicherung für seine Arbeitnehmer ab. Versicherungs­nehmer ist somit der Arbeitgeber, Versicherte sind hingegen seine Arbeitnehmer. Direkt­versicherungen unterliegen der Aufsicht der Bundes­anstalt für Finanzdienst­leistungsaufsicht (BaFin). Die Beiträge bei einer klassischen Direkt­versicherung dürfen nur bis zu 35% der Anlagemittel in Aktien investiert werden. Es ist die häufigste und modernste Form der bAV.

Pensionskasse

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Pensionskassen sind, wie Direkt­versicherungen auch, rechtlich eigenständige Unternehmen. Sie werden von einem oder mehreren Arbeitgebern oder einer ganzen Branche getragen. Der Arbeitgeber zahlt die Beiträge direkt in die Pensionskasse ein, die das Geld verwaltet und als Rente oder Kapitalleistung im Alter auszahlt. Auch gewähren sie den Arbeitnehmern und deren Hinterbliebenen­ einen Rechtsanspruch auf die zugesagten Leistungen.

Pensionsfonds

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Der Pensionsfonds ist ein rechtlich selbständiger Versorgungsträger, durch den dem Arbeitnehmer ein Rechtsanspruch auf die zugesagten Leistungen eingeräumt wird. Der Fonds bietet Arbeitgebern und Arbeitnehmern ein höheres Maß an Flexibilität als die herkömmlichen Modelle der betrieblichen Altersvorsorge.

Anders als bei der Direkt­versicherung können die Beiträge in einem Pensionsfonds auch in höherem Maße angelegt werden, um deren Renditechancen zu erhöhen. Dadurch ergeben sich natürlich auch höhere Risiken, denn die Kurse am Aktienmarkt unterliegen starken Schwankungen.

Neu: Sozialpartner­modell

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Seit 2018 ist dieser Weg der Durchführung neu. Beim Sozialpartner­modell vereinbaren Arbeitgeber mit den Gewerkschaften, dass der Arbeitgeber lediglich vertraglich vereinbarte Beiträge an die Versorgungseinrichtung zahlt. Diese Beiträge werden zu einer sog. Zielrente bestimmt, also einer Ziel-Summe über die Höhe der späteren Rente für den Arbeitnehmer. Der Vorteil: Der Arbeitgeber übernimmt keine Haftung für eine garantierte Rente und die Anlage der Beiträge gestaltet sich flexibler.

Häufiges Problem: Jeder Mitarbeiter hat einen anderen bAV-Vertrag: Was kann ich als Arbeitgeber tun?

Haben Sie als Arbeitgeber auch das Problem, dass alle Ihre Angestellten unterschiedliche Versicherer für ihre bAV haben und dass dies für Sie schwer zu handhaben ist? Dies kann schnell passieren, wenn neue Mitarbeiter in Ihren Betrieb kommen und ihren alten bAV-Vertrag mitbringen.

Wir bieten Ihnen eine bAV-Lösung an, die besonders einfach zu handhaben ist. Mit unserer bAV-Software läuft alles digital und vereinfacht ab, sodass Sie ohne großen Aufwand den Überblick behalten. Kontaktieren Sie uns – unsere Experten mit dem Schwerpunkt betriebliche Altersvorsorge beraten Sie dazu. Mehr dazu lesen Sie auch hier:

Mehrere bAV-Verträge: So handhaben Sie es

Der Arbeitgeberzuschuss: Das müssen Sie für die bAV-Verträge Ihrer Mitarbeiter leisten

Für lange Zeit konnte der Arbeitgeber selbst entscheiden, ob er die betriebliche Altersvorsorge mit eigenen Beiträgen finanziell unterstützt. Seit dem 1. Januar 2019 muss er bei neu abgeschlossenen Betriebsrentenverträgen einen Zuschuss von 15 Prozent leisten. Ab dem 1. Januar 2022 gilt diese Regelung auch für bestehende bAV-Verträge.


Arbeitgeberzuschuss ist keine zusätzliche Last

Trotzdem ist der Zuschuss keine zusätzliche Belastung für den Arbeitgeber. Denn dieser dient als Ausgleich für seine eingesparten Sozial­versicherungs­beiträge durch die Entgeltumwandlung. Die Entgeltumwandlung wird vom Bruttolohn gezahlt und somit fallen innerhalb der Höchstgrenze keine Sozial­versicherungs­beiträge an. Im Vergleich zu einer gleich hohen Lohnerhöhung spart der Arbeitgeber also seinen Anteil an Kranken-, Pflege-, Renten- und Arbeitslosen­versicherungs­beiträgen.

Rechenbeispiel Arbeitgeberzuschuss zur bAV

Ein Arbeitnehmer erhält einen monatlichen Bruttolohn von 3.200 Euro. Davon investiert er über die Entgeltumwandlung 200 Euro in die betriebliche Altersvorsorge. Der Arbeitgeber spart dadurch Sozial­versicherungs­beiträge in der Höhe von 19,4 Prozent. Aufgrund der Entgeltumwandlung leistet er deshalb 38,85 Euro weniger Sozialabgaben.

Mit dem verpflichtenden Arbeitgeberzuschuss von 15 Prozent muss er nun aber 30 Euro zum bAV-Vertrag hinzusteuern. Der Arbeitnehmer kann also 230 Euro in die bAV investieren. Der Arbeitgeber spart immer noch 8,85 Euro (38,85 Euro gesparte Sozial­versicherungs­beiträge – 30 Euro Pflichtzuschuss).

Die Zahlen im Überblick

Monatliche Entgeltumwandlung200 €
Arbeitgeberzuschuss30 €
bAV-Beitrag für Arbeitnehmer230 €
Gesparte Sozialabgaben Arbeitgeber38,85 €
Tatsächliche Ersparnisse Arbeitgeber8,85 €

Experten-Tipp:

„Fördern Sie Ihren Arbeitnehmer. Das Beste daran, es kostet Sie keinen Cent extra! Seit 2019 gilt bei den meisten Durchführungswegen: Bei neu abgeschlossenen Verträgen muss der Arbeitgeber mit einem Zuschuss von 15 Prozent zur Entgeltumwandlung beitragen. Ab 2022 gilt diese Pflicht auch bei bestehenden Verträgen. Wir raten jedoch, die Anpassungen schon jetzt vorzunehmen und alle Mitarbeiter gleich zu behandeln. In der bAV sollten die Mitarbeiter gleich behandelt werden. Es ist doch ungerecht, wenn eine altgediente Angestellte weniger Zuschuss erhält als ein neuer Arbeitnehmer.“

Foto von Stephan Seidenfad
Signatur von Stephan Seidenfad
Stephan Seidenfad
Experte für betriebliche Altersvorsorge

Rentenhöhe, Beitrags­höhe und Steuer

Mit dem verpflichtenden Arbeitgeberzuschuss können die Leistungen der Betriebsrente erhöht werden. Sofern der Arbeitnehmer einverstanden ist, darf damit aber auch seine Beitrags­last gemindert werden. Steuerlich wird der Zuschuss genauso behandelt wie die anderen Beiträge aus der Entgeltumwandlung.


Die häufigsten Fragen zum Arbeitgeberzuschuss

Für welche Durchführungswege gilt die Pflicht zum Zuschuss?

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Bei den bAV-Formen Direkt­versicherung, Pensionskasse, Pensionsfonds und Sozialpartner­modell muss der Arbeitgeber den Zuschuss leisten. Bei der Unterstützungs­kasse sowie Direktzusage ist der Arbeitgeber weiterhin nicht zum Zuschuss verpflichtet, da hier die steuerfreien Beiträge unbegrenzt sind. Zudem kann bei den Zuschüssen per Tarifvertrag auch etwas anderes vereinbart werden – möglich sind auch ungünstigere Regelungen.

Was, wenn die Sozial­versicherungs­beiträge unter 15 Prozent betragen?

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Bei den bAV-Formen Direkt­versicherung, Pensionskasse, Pensionsfonds und Sozialpartner­modell muss der Arbeitgeber den Zuschuss leisten. Bei der Unterstützungs­kasse sowie Direktzusage ist der Arbeitgeber weiterhin nicht zum Zuschuss verpflichtet, da hier die steuerfreien Beiträge unbegrenzt sind. Zudem kann bei den Zuschüssen per Tarifvertrag auch etwas anderes vereinbart werden – möglich sind auch ungünstigere Regelungen.

Was geschieht mit den bestehenden Arbeitgeberzuschüssen?

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Hat ein Arbeitgeber schon vor 2019 bzw. 2022 einen freiwilligen Zuschuss bezahlt, kann er diesen theoretisch anrechnen. „Allerdings muss er vorher irgendwo festgehalten haben, dass er mit dem Zuschuss etwas für seine eingesparten Sozialbeiträge zurückgeben will“, sagt unser Experte für betriebliche Altersversorgung FrankHeide. Ist das nicht der Fall, kann er nachträglich eine betriebliche Versorgungsordnung aufsetzen: „Allerdings braucht er dazu die Hilfe eines Juristen – vieles ist hier gesetzlicher Graubereich.“

Heide rät grundsätzlich allen Unternehmen, ihre Versorgungsordnung zu überarbeiten oder neu zu gestalten: „Sonst kann es passieren, dass ein Unternehmen viel mehr Zuschüsse zahlen muss als nötig.“ Hat es beispielsweise bisher einen Zuschuss von 10 % geleistet, kommen jetzt plötzlich weitere 15 % dazu. Sonst kommt er seiner Zuschuss-Pflicht nicht nach.

Was passiert mit den Zuschüssen beim Jobwechsel?

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Beim gesetzlichen Arbeitgeberzuschuss gibt es einige Abweichungen von den bestehenden Regelungen: So sind unter anderem verpflichtende Arbeitgeberzuschüsse ab sofort unverfallbar. Das heißt, beim Jobwechsel kann sie ein Arbeitnehmer in jedem Fall mitnehmen. Bei den freiwilligen Zuschüssen gelten hingegen bestimmte Fristen. So muss die Rentenzusage z.B. schon mindestens drei Jahre bestehen, wenn ein Mitarbeiter das Unternehmen verlässt.

Muss ich als Arbeitgeber meine Mitarbeiter verpflichtend zur bAV anmelden?

Nein, der Mitarbeiter muss sich um die bAV bemühen. Im Betriebsrentengesetz (BetrAVG) ist eine generelle Hinweispflicht seitens des Arbeitgebers auf den Anspruch auf Entgeltumwandlung nicht verankert.

Gleiche bAV-Konditionen für alle Mitarbeiter

In der betrieblichen Altersvorsorge gilt der Grundsatz der Gleichbehandlung: Es müssen also prinzipiell gleiche Konditionen für alle Mitarbeiter angeboten werden. Allerdings kann ein Chef aus nachvollziehbaren Gründen objektiv abgrenzbare Gruppen bilden, z.B. Führungskräften einen höheren bAV-Zuschuss zahlen als Nicht-Führungskräften. Nicht möglich seien hingegeben unterschiedliche Konditionen in der bAV für männliche und weibliche Mitarbeiter. Stellt ein Mitarbeiter solche Ungleichbehandlungen fest, kann er gegen sein Unternehmen klagen

Die Informationspflicht des Arbeitgebers

Wenn ein Mitarbeiter etwas über seine betriebliche Altersvorsorge wissen will, ist ein Unternehmen dazu verpflichtet, umfassend und wahrheitsgetreu zu informieren. Dies gilt bei Vertragsabschluss und während der Laufzeit. „Grundsätzlich sollte ein Unternehmen zur Beratung und Information der Mitarbeiter unabhängige, externe Berater hinzuziehen“, sagt unser Vorsorgeexperte Frank Heide. Auskunft erteilen muss ein Arbeitgeber seinem Mitarbeiter unter anderem über die Höhe und Weiterentwicklung seiner Anwartschaft. Gegebenenfalls ist der Arbeitgeber sogar schadenersatzpflichtig, wenn er seine Informationspflicht versäumt und für den Arbeitnehmer finanzielle Nachteile entstehen.


Weitere Fragen zu möglichen Pflichten in der bAV

Darf sich der Arbeitnehmer eine bAV-Lösung aussuchen?

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Der Arbeitnehmer hat zwar ein Recht auf die bAV. Der Arbeitgeber bestimmt allerdings über welchen Durchführungsweg und welche Versicherungs­gesellschaft er die bAV gestaltet. Ebenso legt er die Vertragskonditionen und Zusatzleistungen fest. Nur wenn ein Unternehmen kein bAV-Konzept hat, kann der Arbeitnehmer ihm einen Vorschlag für eine Direkt­versicherung unterbreiten. Diesen muss der Arbeitgeber in der Regel auch akzeptieren.

Muss ein Arbeitgeber die bAV-Verträge eines neues Mitarbeiters übernehmen?

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Nein, das muss er nicht. Der Arbeitnehmer hat zwar beim Jobwechsel unter bestimmten Voraussetzungen das Recht sein angespartes Kapital mitzunehmen, wenn er das Unternehmen verlässt. Der neue Chef muss den alten bAV-Vertrag aber nicht weiterführen und schon gar nicht zu den gleichen Konditionen. Der Mitarbeiter hat auch die Möglichkeit, das mitgebrachte Kapital in das Versorgungssystem des neuen Arbeitgebers bzw. in einen neuen Vertrag zu übertragen.

Muss der Chef auch Geringverdienern eine bAV anbieten?

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Ja, auch Minijobber und Geringverdiener haben das Recht auf eine bAV, wenn sie danach verlangen. Seit der Einführung des Betriebsrentenstärkungsgesetz (BSRG) im Jahre 2018 wird der Arbeitgeber sogar noch vom Staat in Form von Steuerentlastungen unterstützt, wenn er Einzahlungen in die bAV von Angestellten leistet, die weniger als 2.200 Euro Brutto verdienen.

Haftet der Arbeitgeber für die Rentenleistungen?

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Der Arbeitgeber ist dafür verantwortlich, dass seine Mitarbeiter später eine vertraglich festgelegte Betriebsrente erhalten. Zumindest ist das bei fast allen Durchführungswegen der Fall, nicht aber beim Sozialpartner­modell. Hier wurde die reine Beitrags­zusage eingeführt. Damit verpflichtet sich der Arbeitgeber nur für seine Arbeitnehmer die vertraglich vereinbarten Beiträge in die bAV einzuzahlen. Er haftet aber nicht dafür, dass die Leistung später auch erfüllt wird.

Darum sollten Sie als Arbeitgeber eine betriebliche Altersvorsorge in Ihrem Unternehmen einführen

Auf den ersten Blick scheint die Einrichtung einer betrieblichen Altersvorsorge als eine reine Wohltat des Chefs für seine Mitarbeiter. Doch auch der Arbeitgeber zieht wesentliche finanzielle und steuerliche Vorteile aus der ganzen Sache.

Die Vorteile der bAV für Arbeitgeber und Unternehmen auf einen Blick

Attraktivität des Unternehmens

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Das Angebot einer betrieblichen Zusatzrente kann als schlagendes Argument für alte und neue Mitarbeiter funktionieren. Sie zeigen somit, dass Sie ein erfolgreicher, zukunftsorientierter und mitarbeiterorientierter Arbeitgeber sind.

Mitarbeiterbindung und Motivation

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Gut ausgebildete und erfahrene Mitarbeiter sind schwer zu finden – und zu halten. Mit einer betrieblichen Altersvorsorge bieten Sie Ihren Angestellten einen echten Mehrwert und einen Grund, bei Ihnen zu bleiben.

Soziale Verantwortung wahrnehmen

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Als Unternehmen haben Sie eine soziale Verantwortung Ihren Mitarbeitern gegenüber. Mit einer bAV können Sie diese wahrnehmen, indem Sie dafür sorgen, dass Ihre Angestellten eine angemessene Rente erhalten.

Wahl des Durchführungsweges

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Welcher Durchführungsweg bzw. welches Modell zum Aufbau der Betriebsrente gewählt wird, entscheiden allein Sie. Durch die volle Entscheidungsfreiheit können Sie den Weg wählen, der für Sie und Ihre Firma am lukrativsten erscheint.

Weniger Nebenkosten

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Entscheidet sich Ihr Arbeitnehmer für eine Entgeltumwandlung, sparen auch Sie Sozialabgaben. So reduzieren sich Ihre Lohnnebenkosten. Die arbeitgeberfinanzierte bAV können Sie zudem als Betriebsausgaben steuerlich geltend machen.

Kein Ausweis in der Unternehmensbilanz

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Je nach gewählten Durchführungsweg besteht Bilanzneutralität für Sie als Trägerunternehmen.

Günstige Gruppentarife

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Bei vielen Durchführungswegen fällt der Verwaltungsaufwand für Unternehmen relativ gering aus. Vor allem wenn die bAV über eine externe Versorgungseinrichtung oder Versicherung abgewickelt wird.

Vorsorge für Geschäftsführer

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Bei Geschäftsführern oder Gesellschafter-Geschäftsführern drohen in der Altersvorsorge oft große Lücken. Diese können mit der bAV geschlossen werden. Die Durchführungswege Direktzusage und Unterstützungs­kasse eignen sich besonders dafür.

Ersparnis trotz Zuschuss

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Auch wenn Ihr Unternehmen ab 2019 bzw. ab 2022 bei den meisten Durchführungswegen einen Zuschuss von 15 Prozent leisten müssen, sparen Sie dennoch durch die Entgeltumwandlung unter Umständen Sozialabgaben. Wie das genau funktioniert, zeigen das Rechenbeispiel zur Entgeltumwandlung auf dieser Seite oder auf unserer separaten Seite zum Thema Entgeltumwandlung.

Erfüllung des gesetzlichen Anspruchs

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Sie erfüllen Ihre Pflicht, dass Ihre Mitarbeiter über die Entgeltumwandlung in die betriebliche Altersvorsorge einzahlen können.

So gehen Sie als Arbeitgeber vor

  1. Holen Sie sich einen Experten für Betriebsrenten an die Seite, beispielsweise uns.
  2. Mit diesem Experten wird der Ist-Zustand Ihres Unternehmens analysiert.
  3. Haben Sie bereits verschiedene bAV-Verträge in Ihrer Firma? Dann geht es ans Optimieren und Sanieren.
  4. Möchten Sie die bAV komplett neu in Ihr Unternehmen einbringen? Dann erarbeiten die Experten das ideale bAV-Konzept für Sie.
  5. In beiden Fällen gilt es, den passenden Durchführungsweg und Anbieter zu finden. Vergleichen Sie hier stets verschiedene Angebote.
  6. Lassen Sie die Versorgungsordnungen und jegliche Vereinbarungen von Rechts- und Steuerexperten sauber gestalten.
  7. Entscheiden Sie sich für ein System zur Verwaltung: Alles digital oder komplett über die Personalabteilung?

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Die betriebliche Altersvorsorge in aktuellen Testberichten

Das sind die Testsieger 2021 im Bereich der bAV

Sowohl Arbeitgeber als auch Arbeitnehmer sollten sich ausführlich über Durchführungswege und Anbieter der betrieblichen Altersvorsorge informieren, bevor sie diesbezüglich eine Wahl treffen. Die unabhängigen und aktuellen Testergebnisse helfen bei der Wahl des Anbieters und zeigen sowohl Vor- als auch Nachteile der betrieblichen Altersvorsorge auf. Im Beitrag „Die betriebliche Altersvorsorge im Test“ finden Sie alle Testergebnisse von unabhängigen Testinstituten im Detail.

Aktuelle Testberichte zur bAV (2021)

Vergleich der bAV – Das müssen Sie beachten

Ausreichend informieren – Angebote vergleichen

Eine zusätzlich Altersvorsorge über den Arbeitgeber rechnet sich, denn der Betrieb übernimmt den Aufbau einer Betriebsrente zu einem Großteil oder finanziert sie sogar vollständig. Eigene Beiträge werden zudem vom Staat bezuschusst – und können bis zu einer Höchstgrenze sogar steuer- und sozialabgabenfrei vom eigenen Bruttogehalt gezahlt werden. Bevor eine betriebliche Altersvorsorge zu Stande kommt, sollten sich Arbeitnehmer und Arbeitgeber gut informieren und auch mögliche Kritik und Nachteile an der bAV abwägen. Auf die folgenden Kriterien sollten Sie achten.

Durchführungswege

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Es gibt derzeit 6 Formen der betrieblichen Altersvorsorge – mit verschiedenen Vor- und Nachteilen. Eine betriebliche Altersvorsorge ist möglich:

Welche Form gewählt wird, entscheidet der Arbeitgeber.

Verwaltungs- und Abschlusskosten

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Die Verwaltungs- und Abschlusskosten können sich je nach Anbieter unterscheiden – daher sollten vorab stets verschiedene Angebote verglichen werden. Einige Anbieter erstellen zudem speziell auf das Unternehmen zugeschnittene Tarife.

Leistungs­umfang je nach Berufsgruppe

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Einige Anbieter passen die Leistungen auf die beruflichen Risiken der Versicherungs­nehmer an – entweder zum Vorteil oder zum Nachteil des Versicherungs­nehmers, je nach Berufsgruppe.

Gruppentarife

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Einige bAV-Anbieter sichern Unternehmen günstigere Konditionen zu, wenn Verträge für mehrere Mitarbeiter geschlossen werden.

Tarifverträge

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Beachten Sie eventuelle Tarifverträge. Diese können die Auswahl des Durchführungsweges und des Versorgungsträgers einschränken.

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Fazit

Lassen Sie sich von Experten unterstützen

Das Etablieren einer betriebliche Altersvorsorge in der Firma bringt zahlreiche Benefits für das Unternehmen und den Arbeitgeber mit sich: Vor allem erfüllt er seine sozialen Pflichten seinen Mitarbeitern gegenüber und steigert gleichzeitig die Attraktivität seines Unternehmens. Das Anbieten solcher Benefits bindet starke Mitarbeiter an die Firma. Der Großteil der Arbeitnehmer profitiert ebenfalls von einer bAV. Schließlich erscheint die zusätzliche Rente über den Chef sehr attraktiv. Dank der Ersparnis durch Steuer- und Sozialabgaben mehr im bAV-Vertrag, als man Netto weniger auf dem Lohnzettel hat.

Bei der Einführung eines bAV-Konzepts in sein Unternehmen sollten sich Arbeitgeber unbedingt unterstützen lassen und zwar von Experten für Betriebsrenten sowie für Recht und Steuern. Wir bieten Ihnen genau dieses Expertennetzwerk. Fordern Sie direkt ein individuelles Angebot an oder kontaktieren Sie uns direkt.


Die größten Irrtümer um die betriebliche Altersvorsorge

Wenn unser Vorsorge-Experte Frank Heide Unternehmen oder Angestellte rund um die betriebliche Altersvorsorge berät, klärt er immer wieder Irrtümer um die Pflichten und die bAV allgemein auf. „Dies ist auch nicht verwunderlich. Denn die bAV ist ein hochkomplexes Thema.“ Dies sind die größten Mythen:

Irrtum Nummer 1: Die Unternehmen haften nicht für die bAV-Zusagen

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Einzig beim Sozialpartner­modell haftet der Chef nicht. Für alle anderen Durchführungswege der bAV gibt er seinem Arbeitnehmer ein Versprechen für eine zukünftige Rentenhöhe. „Der Arbeitgeber ist also dafür verantwortlich, dass dieses Versprechen erfüllt wird und ist somit haftbar“, sagt Frank Heide. Mittels geeigneten Versicherungen und Gestaltungen kann die Haftung aber abgefedert werden.

Irrtum Nummer 2: Die bAV ist nur eine Versicherung

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Die bAV wird zwar oft über eine Versicherung abgewickelt, tatsächlich ist sie aber viel mehr. „Sie ist eine Zusage einer bestimmten Leistung eines Unternehmens an seine Mitarbeiter“, sagt Heide. Wie schon beim Irrtum Nummer 1 beschrieben, ist der Chef dafür verantwortlich, dass diese im Versorgungsfall auch geleistet wird.

Irrtum Nummer 3: Die Hinterbliebenen­ sind automatisch abgesichert

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In der bAV besteht keine Pflicht, dass bei Berufsunfähigkeit oder im Todesfall Leistungen bezahlt werden. Viele Verträge enthalten aber die Absicherung der Hinterbliebenen­, wenn der Arbeitnehmer vorzeitig stirbt. Auch das Risiko der Berufsunfähigkeit kann abgesichert werden. Dies kostet aber zusätzlich.

Irrtum Nummer 4: Die bAV ist kündbar

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Eine bAV ist in der Regel nicht einseitig durch den Mitarbeiter kündbar – also kündbar im Sinne einer Auszahlung des angesparten Kapitals. Ein Mitarbeiter hat aber die Möglichkeit, seine Entgeltumwandlung zu kündigen bzw. aufzuheben. Das angesparte Kapital steht erst bei Rentenbeginn zur Auszahlung zur Verfügung.

Irrtum Nummer 5: Die bAV lohnt sich nicht

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„Viele Arbeitnehmer wollen keine bAV, weil sie das Gefühl haben, dass sich diese für sie nicht lohnt“, sagt Heide. Das kann man aber so pauschal nicht sagen. Denn viele Faktoren sind entscheidend, ob ein Mitarbeiter von der bAV profitiert: Beispielsweise der Tarif, die Laufzeit, die Beitrags­höhe und die Höhe der Arbeitgeberbeteiligung.

Die häufigsten Fragen zur betrieblichen Altersvorsorge

Wie hoch ist die betriebliche Altersvorsorge?

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Die Höhe der Rentenauszahlung einer betrieblichen Altersvorsorge hängt davon ab, wie viel an Beiträgen über wie viele Jahre eingezahlt wurden. Dies wird von zahlreichen Faktoren beeinflusst. Zu Beginn einer Beratung für die bAV wird in der Regel die mögliche individuelle Höhe der Rentenauszahlung vorgerechnet.

Wie funktioniert die betriebliche Altersvorsorge?

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Vertragspartner einer bAV sind die Versicherungs­gesellschaft und der Arbeitgeber. Als Arbeitnehmer ist man die “begünstigte Person”. Der Arbeitgeber leistet also die Beiträge an den bAV-Anbieter. Der Arbeitnehmer “zahlt” diese Beiträge über einen Teil seines unversteuerten Bruttos. Dadurch, dass der Beitrag vom Brutto abgeht, sparen sowohl Arbeitgeber als auch Arbeitnehmer Steuer- und Sozialabgaben. Denn: Das zu versteuernde Bruttogehalt verringert sich. Die Beiträge werden über die vereinbarte Laufzeit (meist bis zum gesetzlichen Rentenbeginn) eingezahlt.

Wann lohnt sich die betriebliche Altersvorsorge?

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Die betriebliche Altersvorsorge lohnt sich für Arbeitnehmer vor allem dann, wenn sich der Chef beteiligt. Dies muss er bei ab 2019 geschlossenen Verträgen sowieso: Mindest­ens 15 Prozent des vom Arbeitnehmer eingezahlten Beitrags­ muss er als Zuschuss beisteuern. Wenn ein höherer Arbeitgeberzuschuss angeboten wird, lohnt sich die bAV besonders.

Ist der Arbeitgeber zur bAV verpflichtet?

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Nein, eine Pflicht zur bAV gibt es nicht. Wenn ein Mitarbeiter jedoch gezielt danach fragt, muss der Arbeitgeber eine bAV mit Entgeltumwandlung anbieten. Der Arbeitgeber muss zudem seit 2019 einen verpflichtenden Zuschuss von 15 Prozent leisten. Auch unterliegt er der Informationspflicht. Der Arbeitnehmer hat in der bAV so gut wie keine Pflichten.

Was passiert bei Insolvenz der Firma?

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Geht die Firma pleite oder muss der Arbeitgeber Insolvenz anmelden, geht das angesparte bAV-Kapital nicht verloren. Bei Direktzusagen, Pensionsfonds und Unterstützungs­kassen kümmert sich der Pensionssicherungsverserein (PSVaG) um die Betriebsrente. Hat der Arbeitgeber bei Vertragsabschluss den Weg der Direkt­­versicherung oder Pensionskasse gewählt, wirkt sich dies gar nicht auf die Zahlung der Betriebsrente aus. Diese Institutionen fungieren nämlich als eigenständige Versicherungen und sind somit unabhängig vom Arbeitgeber.

Was passiert bei einem Jobwechsel?

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Wenn Arbeitnehmer den Arbeitgeber wechseln, gelten besondere Regelungen, die beachtet werden müssen. Grundsätzlich können Arbeitnehmer ihren bAV-Vertrag zum neuen Arbeitgeber mitnehmen. Dieser ist jedoch nicht verpflichtet, diesen Vertrag genau in dieser Form weiterzuführen. So kann das Kapital in einen neuen Vertrag umgeschichtet werden. Hier fallen jedoch teilweise Gebühren an. Wie genau die Übernahme erfolgen kann, hängt vom Produkt und dem Zeitpunkt des Vertragsabschlusses ab. Mehr dazu hier: Jobwechsel mit bAV.

Wie kann man die betriebliche Altersvorsorge kündigen?

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Die betriebliche Altersvorsorge kann grundsätzlich nicht gekündigt werden. Was gekündigt werden kann, ist die Vereinbarung zur Entgeltumwandlung. Hierzu muss der Arbeitgeber der Auflösung ausdrücklich zustimmt. Dazu muss aber ein laufendes Arbeitsverhältnis bestehen. Wir raten jedoch Arbeitgebern davon ab, die Auszahlung das bAV-Kapitals zu genehmigen. Alternativ können Arbeitnehmer die bAV auch auf beitragsfrei stellen. Doch auch dies hat Kürzungen der späteren Rente zur Folge. Alle Details erfahren Sie hier: Kündigung der bAV.

Können Selbständige oder Beamte auch eine bAV abschließen?

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Nein, eine betriebliche Altersvorsorge ist nur für Beschäftigte, die in der gesetzlichen Renten­­versicherung pflichtversichert sind, möglich. Dies sind in der Regel ausschließlich Angestellte. Selbständigen und Beamten stehen jedoch andere Formen der Altersvorsorge zur Verfügung, wie etwa die Rürup-Rente.

Wird die betriebliche Altersvorsorge auf die Grundsicherung im Alter angerechnet?

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Teilweise ja, teilweise nein. Vor dem Inkrafttreten des Betriebsrentenstärkungsgesetz wurden Leistungen aus einer zusätzlichen Altersversorgung auf die staatlich zugesicherte Mindest­versorgung, auch Grundsicherung genannt, angerechnet. Neu ist, dass betroffene Personen 100 Euro ihrer zusätzlichen Rente behalten dürfen. Von darüber hinausgehendem Einkommen können 30 Prozent einbehalten werden. Dieser Freibetrag beträgt aktuell maximal 223 Euro (2021) und wird jährlich angepasst.

Fallen bei der bAV im Alter die vollen Krankenkassenbeiträge an?

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Bisher mussten Rentner mit einer bAV ihre Krankenkassenbeiträge in voller Höhe selbst zahlen. Seit 2020 werden Betriebsrenter noch mehr entlastet: Auf die ersten 160 Euro ihrer monatlichen Rentenauszahlung müssen keine Abgaben zur gesetzlichen Krankenkasse gezahlt werden. Diese fallen nur auf den restlichen Teil der Rente an.

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Foto von Katharina Tennius
Katharina Tennius
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