Gebäude­versicherung für Holzhäuser

Kosten, Leistungen, aktuelle Testergebnisse und Vergleich (2021)
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Das erwartet Sie hier

Wie Sie Ihr Holzhaus versichern können, auf welche Leistungen Sie dabei besonders achten sollten und wovon die Höhe der Versicherungs­prämie abhängt.

Inhalt dieser Seite
  1. Gebäude­­versicherung für Holzhäuser
  2. Wichtige Leistungen
  3. Kosten
  4. Aktuelle Testergebnisse
  5. Tipps für den Tarifvergleich

Das Wichtige in Kürze

  • Zwischen einer Gebäude­versicherung für Holzhäuser und Häuser als Massivbau gibt es kaum Unterschiede.
  • Risikoaufschläge für Holzhäuser werden anhand des tatsächlichen Risikoprofils des Hauses berechnet.
  • Im Zentrum steht das Brandrisiko des Hauses. Holzhäuser werden jeweils einer bestimmten Bauartklasse zugeordnet.
  • Die Bauartklasse wirkt sich auf die Höhe der Versicherungs­prämie und eventuell erhobene Risikozuschläge aus.

Holzhäuser in der Gebäude­versicherung

Schwedenhäuser und andere Holzbauten erfreuen sich auch in Deutschland vor allem in den letzten Jahren wachsender Beliebtheit. Sie überzeugen durch exzellente Energieeffizienz und naturbelassene Materialien. Auch die Wertbeständigkeit moderner Holzhäuser steht der Wertentwicklung eines Hauses in Massivbauweise schon lange nicht mehr nach. Auch in der Gebäude­versicherung gibt es heute kaum noch Unterschiede zwischen Holz- und Steinhäusern.

Bauartklassen in der Gebäude­versicherung

Die Gebäude­versicherung für ein Holzhaus richtet sich vor allem nach der Bauartklasse dieser Häuser. Wichtig ist, dass die Bauartklasse im Versicherungs­vertrag für das Gebäude richtig angegeben ist. Die Bauartklasse ist ein Begriff aus der Versicherungs­wirtschaft. Sie bezieht sich auf das zu erwartende Brandrisiko eines Hauses. Insgesamt gibt es fünf Bauartklassen – Gebäude mit sehr geringen Brandrisiko befinden sich in der Bauartklasse 1. Für die Eingruppierung wird die Bauweise des Hauses sowie die Beschaffenheit des Daches herangezogen:

  • Holzhäuser mit nicht brennbaren Wandverkleidungen und einer harten, nichtbrennbaren Bedachung erhalten die Bauartklasse 2
  • Holzhäuser, die über keine nichtbrennbare Wandverkleidung, jedoch über eine harte, nicht brennbare Bedachung verfügen, werden in die Bauartklasse 3 eingruppiert
  • Holzhäuser beider Bauweisen, die über eine weiche, brennbare Bedachung (Holz, Schilf, Stroh) verfügen, gehören in die Bauartklasse 4

Experten-Tipp:

„Die meisten modernen Holzhäuser werden durch die Versicherungen in die Bauartklassen 3 oder 4 eingruppiert. Den Ausschlag dafür geben die Beschaffenheit und das Brandrisiko des Daches. Die Bauartklasse 5 ist ein ­versicherungs­rechtlicher Sonder­fall, da solche Objekte aufgrund des sehr hohen Schadensrisikos meist nicht versichert werden können. Für marktübliche Holzhäuser spielt sie jedoch in der Regel keine Rolle. Risikozuschläge auf die Gebäude­versicherung für ein Holzhaus kommen vor allem in der Bauartklasse 4 in Frage.“

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Signatur von Martin Hacker
Martin Hacker
Berater

Welche Leistungen sind bei einem Holzhaus besonders wichtig?

In einer Gebäude­versicherung für Holzhäuser sind Schäden durch Feuer, Sturm, Hagel sowie Leitungswasser versichert. Je nach Region kann für Holzhäuser jedoch auch eine Versicherung gegen Elementar­schäden wie beispielsweise Hochwasser sinnvoll sein.

Hochwasser

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Bei einer Überschwemmung besteht bei einem Holzhaus nicht nur die Gefahr von unmittelbaren Schäden durch das eindringende Wasser, sondern auch ein erhöhtes Risiko durch Pilzbefall und Schimmelbildung. Einige Versicherer schließen diese Schäden bei Holzhäusern in ihren Policen standardmäßig aus oder erheben dafür einen Risikoaufschlag.

Brandschäden

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Statistiken weisen aus, dass Brände in Holzhäusern nicht häufiger auftreten als in Gebäuden in Massivbauweise. Zudem brennt Holz im Vergleich zu anderen brennbaren Substanzen nur langsam ab. Wenn in einem Holzhaus tragende Bauteile mit großem Durchmesser Feuer fangen, verbrennen zunächst nur die äußeren Schichten. Hierbei entsteht Holzkohle, die das Innere des Bauteils isoliert und die Temperatur in seinem Kern vergleichsweise niedrig hält. Auch der bis zu 15 Prozent betragende Wasseranteil trägt zu einem langsamen Abbrand bei. Moderne Holzhäuser können auch durch diese Materialeigenschaften die in Deutschland geltenden Brandschutzvorschriften für Wohngebäude ohne Einschränkungen erfüllen.

Elementar­schutz und Gebäude­versicherung für Holzhäuser

Eine Versicherung gegen Elementar­schäden ist in die Gebäude­versicherung für Holzhäuser nicht standardmäßig integriert, sondern muss als Zusatzleistung abgeschlossen werden. Versichert werden können hier neben Hochwasserschäden beispielsweise auch Risiken durch Erdrutsch, Rückstau, Schneedruck und Lawinen. Der Umfang einer solchen Versicherung sollte so gewählt werden, dass nur Risiken versichert werden, die am Standort des Gebäudes tatsächlich relevant sind.

Kosten der Gebäude­versicherung für Holzhäuser

Viele Versicherer verzichten inzwischen darauf, für Holzbauten Risikozuschläge zu erheben. Eine Ausnahme bilden hier lediglich Fachwerkhäuser, bei denen durch ihr Alter, den Fachwerkbau und einen eventuell vorhandenen Denkmalschutz eine grundsätzlich andere Risikostruktur gegeben ist.

In die Beitrags­höhe der Gebäude­versicherung für ein Holzhaus fließen die folgenden Faktoren ein:

  • Bauartklasse
  • Standort
  • Alter
  • Größe und Ausstattung des Hauses
  • Umfang des Versicherungs­schutzes (beispielsweise reine Gebäude­versicherung oder Kombination aus Gebäude­versicherung und Elementar­schutz
  • Anzahl und Kosten der Vorschäden

Gebäude­versicherung für Holzhäuser bei Eigentümer­wechsel

Bei einem Eigentümer­wechsel hat der neue Besitzer die Möglichkeit, eine bestehende Gebäude­versicherung zu den gleichen Konditionen wie bisher zu übernehmen. Käufer eines Holzhauses sollten jedoch überprüfen, ob sie durch den alten Vertrag wirklich optimalen Versicherungs­schutz erhalten oder der Abschluss einer neuen Police besser ist. Beispielsweise sind viele Altverträge für die Gebäude­versicherung von Holzhäusern noch mit Risikoaufschlägen versehen, die heute jedoch nicht mehr allgemeiner Standard sind.

Was kostet eine Gebäude­versicherung für Ihr Holzhaus?

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Gebäude­versicherung für Holzhäuser im Test

Da es keine speziellen Tests zur Gebäude­versicherung für Holzhäuser gibt, können Sie sich an allgemeinen Tests orientieren. Damit Sie alle Tarife der Testsieger der Gebäude­versicherung unkompliziert miteinander vergleichen können, haben wir diese übersichtlich für Sie zusammengetragen.

Tarife der Gebäude­versicherung im Test (2021)

Tipps für den Vergleich von Gebäude­versicherungen für Holzhäuser

Hausbesitzer, die nach einer Gebäude­versicherung für Holzhäuser suchen, sollten vor dem Abschluss des Vertrages verschiedene Angebote vergleichen und sich gegebenenfalls durch einen unabhängigen Experten für Wohngebäude­versicherungen beraten lassen. Der Preis allein sollte bei der Versicherungs­auswahl nicht den Ausschlag geben. Wichtig sind hier beispielsweise auch die folgenden Punkte:

  • Art und Umfang des Versicherungs­schutzes
  • Ausschlusskriterien für den Leistungs­fall
  • Werden Risikoaufschläge nur deshalb erhoben, weil ein Holzhaus versichert werden soll?
  • Entspricht die Bauarteingruppierung des Hauses durch den Versicherer seinem tatsächlichen Risikoprofil?

Unsere Fachberater unterstützen Sie gerne dabei, die richtige Gebäude­versicherung für Ihr Holzhaus zu finden. Kontaktieren Sie unser Maklerteam direkt oder nutzen Sie unseren kostenfreien Tarifrechner.

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Katharina Tennius
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