Berufs­unfähigkeits­versicherung für Kinder

Sichern Sie Ihr Kind früh ab – bei einer Kinder-BU gilt schon die Schulzeit als Beruf.

Bekannt aus:

Das Wichtigste in Kürze

  • Eine Berufs­unfähigkeits­versicherung (BU) ist auch für Kinder sinnvoll und kann je nach Anbieter bereits ab 10 Jahren abgeschlossen werden.
  • Unter 10 Jahren ist eine BU am Markt kaum verfügbar – hier ist die Kinderinvaliditäts­versicherung die passende Brücke; ab 10 Jahren eine vollwertige BU.
  • Beim Abschluss einer BU bereits im Kindesalter profitieren Sie von besonders günstigen Beiträgen.
  • Wird die BU später in einen Tarif für Erwachsene umgewandelt, findet in der Regel keine neue Gesundheitsprüfung statt.
  • Eine Berufs­unfähigkeits­versicherung für Kinder ist bereits ab rund 35 € im Monat erhältlich.
  • Lassen Sie sich kostenfrei zur passenden Berufs­unfähigkeits­versicherung beraten – unsere BU-Beratung ist von Finanztip empfohlen.
Patrick Knittel

Warum schon fürs Kind vorsorgen, wenn es noch gar nicht arbeitet …

Als Eltern wollen Sie Ihr Kind absichern – und fragen sich zu Recht, warum gerade jetzt schon eine Berufs­unfähigkeits­versicherung. Die Antwort liegt im Zur-Schule-Gehen: Es gilt bei einer Kinder-BU als Beruf, sodass die Versicherung auch bei dauerhafter Schulunfähigkeit zahlt. Wer früh abschließt, profitiert ein Leben lang von niedrigen Beiträgen, weil Kinder noch selten Vor­erkrankungen mitbringen und die Gesundheitsprüfung meist mühelos bestehen.

Spätere risikoreiche Berufe wie Künstler oder Sportler sind dann automatisch mitversichert – etwas, das im Erwachsenenalter kaum noch möglich ist. So schaffen Sie heute eine Grundlage, die Ihr Kind später ohne erneute Gesundheitsprüfung in eine Erwachsenen-BU überführen kann.

Was ist eine Berufs­unfähigkeits­versicherung für Kinder?

Eine Berufs­unfähigkeits­versicherung für Kinder ist eine BU, die Eltern, Großeltern oder Paten für ein Kind abschließen. Sie zahlt eine monatliche Rente, wenn das Kind wegen Krankheit oder Unfall dauerhaft nicht zur Schule gehen oder später seinen Beruf ausüben kann. Sinnvoll ist sie, sobald sie verfügbar ist – die meisten Anbieter versichern Kinder ab zehn Jahren.

Icon Kind

Auch wenn Kinder noch keinen Beruf ausüben, ist eine Berufs­unfähigkeits­versicherung für sie sinnvoll: Eine BU sichert auch die Schulunfähigkeit ab. Bei einem Abschluss im Kindesalter sind die Beiträge über die gesamte Laufzeit zudem geringer. Gleichzeitig bieten Kinder Versicherern in der Regel weniger Gründe für eine Ablehnung.

Auch ist die Absicherung von bestimmten Berufen wie Künstler oder Sportler fast nur möglich, wenn die BU vor der Berufswahl Ihres Kindes abgeschlossen wird. Da der finanzielle Bedarf von Kindern geringer ist als der von Erwachsenen, liegt die maximale Rentenhöhe je nach Versicherer meist zwischen 1.000 Euro und 1.500 Euro. Für Schüler und Studenten haben einzelne Versicherer die Absicherungsgrenze inzwischen von 1.500 Euro auf 2.000 Euro Monatsrente angehoben.

Ab welchem Alter können Eltern eine BU für Kinder abschließen?

Die meisten Versicherer bieten eine Berufs­unfähigkeits­versicherung für Kinder ab zehn Jahren an, einzelne Anbieter schon früher. Der Abschluss für ein Baby ist aktuell nicht möglich. Je früher Sie abschließen, desto niedriger sind die Beiträge und desto unwahrscheinlicher sind spätere Risikofaktoren.

Icon Uhr mit Pfeil

Wer schon vor dem zehnten Lebensjahr einsteigen möchte, hat nur eine kleine Auswahl. Die LV 1871 versichert Kinder seit Mai 2023 ab sechs Jahren, die AXA ab acht Jahren. Unter zehn Jahren ist eine vollwertige BU am Markt aber kaum verfügbar – in dieser Phase ist eine Kinderinvaliditäts­versicherung oft die passendere Lösung.

Bis zu welchem Alter ein Abschluss sinnvoll ist, lässt sich nicht pauschal sagen. Gemeinhin gilt aber: je früher, desto besser.


Wie funktioniert eine BU für Kinder?

Solange Ihr Kind zur Schule geht, sichert die BU die Schulunfähigkeit ab. Ab dem Start ins Berufsleben leistet die BU dann bei Berufs­unfähigkeit. Bei einem Wechsel in die gymnasiale Oberstufe, bei Aufnahme eines Studiums oder Beginn einer Ausbildung können Sie den Versicherungsbeitrag in der Regel überprüfen und anpassen lassen.

Auch beim Berufsstart oder einem späteren Berufswechsel kann Ihr Kind meist eine erneute Prüfung und Anpassung des Beitrags beantragen. Je nachdem, ob diese schulischen und beruflichen Veränderungen eine Zu- oder Abnahme von Risiken bedeuten, kann der Beitrag sich erhöhen oder sinken. Auch die Höhe der Berufs­unfähigkeitsrente kann im Verlauf der Erwerbsbiografie für gewöhnlich noch angepasst werden.

Icon Graph steigen

Kann Ihr Kind aufgrund einer Krankheit oder eines Unfalls nicht mehr zur Schule gehen oder der Ausbildung, dem Studium oder Beruf nachgehen, dann muss ein Leistungsantrag gestellt werden. Dieser wird vom Versicherer geprüft. Liegt eine versicherte Schul- oder Berufs­unfähigkeit vor, wird eine monatliche BU-Rente ausgezahlt, bis Ihr Kind wieder gesund ist.

Mit uns die ideale Berufs­unfähigkeits­versicherung finden

Sie wissen jetzt, wie eine Kinder-BU funktioniert – wir finden für Sie den passenden Tarif dazu. Unsere BU-Beratung ist von Finanztip empfohlen und für Sie kostenfrei.

  • Anonyme Risikovoranfrage ohne Datenbankeintrag
  • Vereinfachte Gesundheitsfragen
  • Besonders günstige Einstiegsbeiträge für junge Leute
Foto von Patrick Knittel
Berater

Warum ist eine Berufs­unfähigkeits­versicherung für Kinder sinnvoll?

Icon Personalbeschaffung

Jeder Vierte wird mal berufsunfähig

Rund 25 Prozent werden mindestens einmal in ihrem Arbeitsleben berufsunfähig (Quelle: GDV). Die Gründe für eine Berufs­unfähigkeit sind vielfältig. Psychische Erkrankungen und Nervenleiden sind mit 38 Prozent die häufigste Ursache für eine Berufs­unfähigkeit. An zweiter Stelle stehen Krebs­erkrankungen mit 19 Prozent, gefolgt von Erkrankungen des Skelett- und Bewegungsapparates wie Rückenleiden mit 16 Prozent. Schwere Unfälle verursachen rund acht Prozent der Fälle (Quelle: GDV).


Kinder profitieren von lebenslang niedrigen Beiträgen

In den meisten Fällen haben Kinder noch keine schweren Vor­erkrankungen und kommen so mühelos durch die Gesundheitsprüfung mit den typischen Gesundheitsfragen. Daher ist auch in den seltensten Fällen mit Risikozuschlägen oder Leistungsausschlüssen zu rechnen. Sollte Ihr Kind Allergien haben oder gefährlichen Hobbys nachgehen, erheben die Versicherer einen pauschalen Risikozuschlag, der jedoch meistens nicht allzu stark ins Gewicht fällt. Nimmt Ihr Kind erst nach Vertragsabschluss ein gefährliches Hobby auf, muss dies in der Regel nicht nachgemeldet werden.

Icon Liste

Schließen Sie für Ihr Kind eine Berufs­unfähigkeits­versicherung ab, profitiert es von besonders günstigen Beiträgen, die auch über die gesamte Vertragslaufzeit niedriger bleiben als bei einem Abschluss im Erwachsenenalter. Denn in der Regel kann eine Berufs­unfähigkeits­versicherung für Kinder später problemlos und ohne erneute Gesundheitsprüfung in eine Berufs­unfähigkeits­versicherung für Erwachsene umgewandelt werden.


Auch Absicherung bei Schulunfähigkeit

Zwar üben Kinder noch keinen Beruf im eigentlichen Sinne aus, allerdings gilt bei einer Berufs­unfähigkeits­versicherung für Kinder das Zur-Schule-Gehen als Beruf. Eltern können dann mit der Berufs­unfähigkeitsrente einfacher Kosten decken, die durch die Schulunfähigkeit ihres Kindes entstehen.

Icon Unterricht

Das ist beispielsweise der Fall, wenn Sie beruflich kürzertreten müssen, um die Betreuung und Pflege Ihres Kindes zu übernehmen, und dadurch finanzielle Einbußen entstehen. Denn Kinder haben keinen Anspruch auf eine Erwerbsminderungs­rente, und die gesetzliche Schüler-Unfall­versicherung schützt nur bei Unfällen in der Schule oder auf dem Schulweg – nicht bei Krankheiten (Quelle: § 2 SGB VII).

Experten-Tipp:
Verlassen Sie sich nicht auf den Staat – Kinder fallen durchs Raster

„Viele Eltern denken, im Ernstfall springe der Staat ein. Doch die Erwerbsminderungs­rente setzt Beitragszeiten voraus – Schüler und Studenten ohne solche Zeiten haben in der Regel keinen Anspruch (Auszubildende dagegen schon). Die gesetzliche Unfall­versicherung greift nur bei Unfällen in Schule oder auf dem Schulweg, nicht bei Krankheit. Eine eigene BU schließt genau diese Versorgungslücke.“

Foto von Patrick Knittel
Berater

Voller Versicherungsschutz auch bei risikoreicher Berufswahl

Sollte sich Ihr Kind später für einen aus Sicht des Versicherers risikoreichen Beruf entscheiden, bleiben die Beiträge zur Berufs­unfähigkeits­versicherung dennoch günstig und der Versicherungsschutz für die volle Vertragsdauer bestehen. Denn für Ihr Kind gilt höchstens die Risikoeingruppierung zum Abschluss der Berufs­unfähigkeits­versicherung, egal welchen Beruf es später ausüben möchte.

Künstler oder Sportler können sich beispielsweise nur schwer oder gar nicht über eine Berufs­unfähigkeits­versicherung absichern. Schließen Sie frühzeitig eine Berufs­unfähigkeits­versicherung für Ihr Kind ab, sind jedoch alle späteren Berufe automatisch mitversichert – auch solche, die eigentlich nicht versicherbar sind.

Icon Turnschuh

Vorteile einer Berufs­unfähigkeits­versicherung für Kinder

  • Die Monatsbeiträge bleiben ein Leben lang niedrig.
  • Keine Risikoaufschläge oder Ausschlüsse.
  • Absicherung gegen Schulunfähigkeit.
  • Umwandlung in eine Berufs­unfähigkeits­versicherung für Erwachsene erfolgt ohne erneute Gesundheitsprüfung.

Berufs­unfähigkeits­versicherung für Schüler: Wie sie funktioniert

Eine Berufs­unfähigkeits­versicherung für Schüler ist nichts anderes als eine Kinder-BU – nur mit Blick auf den Schulbesuch. Bei einer BU für Schüler gilt das Zur-Schule-Gehen als Beruf. Die Versicherung leistet daher, wenn Ihr Kind durch Krankheit oder Unfall voraussichtlich mindestens sechs Monate schulunfähig ist.

Der Begriff „Schüler BU“ sorgt oft für Verwirrung, meint aber dieselbe Absicherung. Wichtig ist die Abgrenzung: Eine echte BU für Schüler bleibt auch nach dem Schulabschluss bestehen und sichert dann den späteren Beruf ab. Eine reine Schulunfähigkeits­versicherung tut das nicht.

Icon Schultasche

Für Schüler ist eine BU besonders attraktiv, weil der spätere Beruf noch offen ist. Versichern Sie Ihr Kind als Schüler, gilt höchstens die Risikoeinstufung zum Zeitpunkt des Abschlusses – auch wenn es später einen für Versicherer schwer versicherbaren Beruf ergreift.

Mehr zur Berufs­unfähigkeits­versicherung für Schüler

Was leistet eine BU für Kinder?

Icon Prozent in Kreis mit Pfeil

Die Leistungen einer Berufs­unfähigkeits­versicherung für Kinder gleichen denen für Erwachsene: Die Versicherung greift, wenn Ihr Kind durch Unfall, Krankheit oder Pflegebedürftigkeit für mindestens sechs Monate nicht zur Schule gehen kann. Sind Erkrankung beziehungsweise Pflegebedürftigkeit vom Arzt bestätigt, ermittelt der Versicherer den Grad der Berufs­unfähigkeit. Beträgt dieser mindestens 50 Prozent, wird die vertraglich vereinbarte Berufs­unfähigkeitsrente für das Kind gezahlt, bis die Berufs­unfähigkeit vorüber ist.

Wann gilt man als berufsunfähig?


Schulunfähigkeit statt Berufs­unfähigkeit

In der Berufs­unfähigkeits­versicherung für Schüler beziehungsweise Kinder gilt die Schulunfähigkeit als Berufs­unfähigkeit. Die Versicherung leistet daher bei Krankheit und Unfällen während der Schulzeit, wenn Ihr Kind ärztlich bescheinigt bekommt, dass es für voraussichtlich mindestens sechs Monate nicht mehr am Schulunterricht teilnehmen kann – also schulunfähig ist.


Wann leistet sie nicht?

  • Bedingungen für Berufs­unfähigkeit nicht erfüllt:
    Versicherer definieren genau, wann eine Person bei ihnen als berufsunfähig gilt. Lesen Sie dies am besten in den Versicherungs­bedingungen in Ruhe nach, um nicht mit falschen Erwartungen eine BU für Ihr Kind abzuschließen.
  • Absichtliche Herbeiführung:
    Versicherer zahlen oft nicht, wenn Krankheiten, Selbst­verletzungen oder versuchte Selbsttötungen absichtlich herbeigeführt wurden, um eine Berufs­unfähigkeit zu erreichen.
  • BU aufgrund von Verbrechen:
    Einige Versicherer leisten nicht, wenn die Berufs­unfähigkeit Folge eines Verbrechens oder Vergehens durch die versicherte Person ist. Es gibt jedoch Versicherer, die fahrlässige und grob fahrlässige Verstöße und auch alle Ordnungswidrigkeiten im Straßenverkehr absichern.

BU, Kinderinvaliditäts­versicherung, Grundfähigkeit oder Schulunfähigkeit?

Für die Absicherung von Kindern gibt es vier Produkte – welches passt, hängt vor allem vom Alter des Kindes ab. Unter zehn Jahren ist eine vollwertige BU am Markt kaum verfügbar; hier ist die Kinderinvaliditäts­versicherung (KIV) die sinnvolle Brücke. Ab zehn Jahren ist die BU das Mittel der Wahl, weil sie als einziges Produkt den späteren Beruf vollwertig absichert.

ProduktWas wird abgesichert?Ab welchem AlterEmpfehlung
Berufs­unfähigkeits­versicherung (BU)Schul- und spätere Berufs­unfähigkeit durch Krankheit oder UnfallMeist ab 10 Jahren, einzeln ab 5–6 JahrenErste Wahl ab 10 Jahren
Kinderinvaliditäts­versicherung (KIV)Bleibende Invalidität durch Krankheit oder UnfallAb dem 1. Geburtstag, Abschluss meist nur bis 15./16. LebensjahrBrücke für Kinder unter 10 Jahren
Grundfähigkeits­versicherungVerlust einzelner Grundfähigkeiten (zum Beispiel Sehen, Hören, Gehen)Je nach Anbieter ab SchulalterNur als Ersatz, wenn BU nicht möglich ist
Schulunfähigkeits­versicherungNur Schulunfähigkeit während der SchulzeitSchulalterNicht empfohlen – endet faktisch mit dem Schulabschluss

Die Kinderinvaliditäts­versicherung ist die einzige Lösung, die schon ab dem ersten Geburtstag greift und auch bei krankheitsbedingter Invalidität zahlt – nicht nur nach Unfällen. Sie ist deutlich teurer als eine reine Unfall­versicherung und meist nur bis zum 15. oder 16. Lebensjahr abschließbar.

Koppeln Sie eine KIV nicht mit einer Kapital- oder Renten­versicherung. Solche Kombiprodukte sind teuer und intransparent – die reine Risikoabsicherung ist für die meisten Familien die bessere Wahl. Sobald Ihr Kind alt genug für eine BU ist, lohnt der Wechsel zur vollwertigen Berufs­unfähigkeits­versicherung.

Experten-Tipp:
Die Schulunfähigkeits­versicherung ist die schlechtere Wahl

„Manche Versicherer bieten statt einer BU nur eine Schulunfähigkeits­versicherung an – nach dem Schulabschluss leistet sie nicht mehr bei Berufs­unfähigkeit. Genauso wichtig: Achten Sie auf den Verzicht auf die abstrakte Verweisung. Sonst kann der Versicherer Ihr Kind auf eine andere Schulform verweisen und die Zahlung verweigern. Wählen Sie eine vollwertige BU ohne abstrakte Verweisung.“

Foto von Patrick Knittel
Berater

Was kostet eine Kinder-BU?

Eine Berufs­unfähigkeits­versicherung für Kinder ist bereits ab rund 35 Euro im Monat erhältlich. Der genaue Beitrag hängt vor allem vom Eintrittsalter, der Schulform und der Höhe der Berufs­unfähigkeitsrente ab.

Beitragstabelle nach Eintrittsalter und Schulform

Die folgenden Werte sind Beispielrechnungen für eine monatliche Berufs­unfähigkeitsrente von 1.000 Euro. Sie zeigen die typische Spanne am Markt – Ihr individueller Beitrag kann abweichen.

EintrittsalterSchulformBU-RenteBeitrag/Monat (Beispiel)
12 JahreGymnasium1.000 €34,82 €
13 JahreGymnasium1.000 €44,69 €
14 JahreRealschule1.000 €rund 50 €
16 JahreGymnasiale Oberstufe1.500 €rund 65 €

Gymnasiasten zahlen in der Regel weniger als Haupt- oder Realschüler, weil Versicherer ihnen eine geringere Risikoeinstufung geben. Die maximale Berufs­unfähigkeitsrente liegt meist bei 1.000 Euro, in der gymnasialen Oberstufe bieten einige Versicherer inzwischen bis zu 2.000 Euro an.


Diese Faktoren beeinflussen die Beitragshöhe

  • Alter und Gesundheitszustand
  • Schulform
  • Freizeitrisiken
  • Höhe der Berufs­unfähigkeitsrente
  • Versicherungs- und Leistungsdauer
Icon Beleg

Alles zu den Kosten der Berufs­unfähigkeits­versicherung

Experten-Tipp:
Der niedrigste Beitrag ist nicht der beste Tarif

„Der Einstiegsbeitrag von rund 35 Euro bleibt nicht für immer gleich – steigt das Gehalt Ihres Kindes später, wird der Schutz angepasst. Trotzdem bleibt eine als Kind abgeschlossene BU dauerhaft günstig. Entscheidend ist nicht der billigste Tarif, sondern eine Nach­versicherungsgarantie ohne erneute Gesundheits- und Risikoprüfung, mit der die Rente an den späteren Bedarf angepasst werden kann.

Achten Sie darauf, ob die Nach­­versicherungsgarantie nur an feste Anlässe wie Ausbildungsbeginn, Studienabschluss oder Familiengründung geknüpft ist. Einige Tarife erlauben zusätzlich eine anlassunabhängige Erhöhung der Rente innerhalb bestimmter Fristen – also auch dann, wenn kein besonderes Ereignis eingetreten ist. Für Kinder ist das ein echter Vorteil, weil sich der Bedarf über viele Jahre schwer vorhersehen lässt.“

Foto von Patrick Knittel
Berater

Berufs­unfähigkeits­versicherung für Kinder im Test

Berufs­unfähigkeits­versicherungen allgemein wurden bereits von unabhängigen Instituten getestet. Wir haben diese Testergebnisse für Sie zusammengefasst und übersichtlich aufbereitet. Auch wenn es noch keine Testergebnisse für BUs für Kinder gibt, können Ihnen diese Auswertung und die Empfehlungen unserer Experten eine erste Orientierung bei Anbietern und Tarifen bieten.

Ausschnitt der aktuellen Testsieger (2026)

AnbieterFranke und Bornberg ØDFSI ØIVFP ØFinanztest ØServiceValue EuroAtlasGesamt­wertung von 100
Logo Dialog Versicherung AGDialogFFF+Sehr gutExzellentSehr gut96
Logo VPV VersicherungenVPVFFFSehr gut95
Logo Lebensversicherung von 1871 a. G. MünchenLV 1871FFFHervorragendExzellentSehr gutSehr gut94

Die ganze Tabelle und die aktuellen Testsieger der Berufs­unfähigkeits­versicherung sowie die Empfehlungen unserer Experten finden Sie hier:

Alle Berufs­unfähigkeits­versicherer im Test (2026)

So wählen Sie die richtige BU für Ihr Kind aus

Icon Zeit ist Geld

Darauf sollten Sie achten

Achten Sie darauf, wie flexibel der Tarif ist. Wird beispielsweise eine Nach­versicherungsgarantie geboten, um die Berufs­unfähigkeitsrente im Nachhinein zu erhöhen, oder eine Dynamik als Inflationsausgleich? Spätestens wenn Ihr Kind seine Berufsausbildung beendet hat oder selbst eine Familie gründet, sollte die Berufs­unfähigkeitsrente erhöht werden können. Zudem sollte beim Übergang ins Erwachsenenalter keine erneute Gesundheitsprüfung notwendig sein.


Keine Nachmeldepflicht – das wichtigste Qualitätskriterium

Ein guter Kinder- oder Schülertarif verlangt keine Nachmeldepflicht für den späteren Beruf, neue Hobbys oder das Rauchverhalten. Das ist eines der kaufentscheidenden Kriterien überhaupt.

Bei Tarifen mit Nachmeldepflicht müssen Sie Veränderungen melden, und der Versicherer darf den Beitrag anpassen oder den Schutz einschränken. Vergisst Ihr Kind später eine Meldung, drohen im Leistungsfall Streit und Nachteile. Ein Tarif ohne Nachmeldepflicht behält die einmal festgelegte Risikoeinstufung dauerhaft bei – egal, welchen Beruf Ihr Kind ergreift oder welches Hobby es aufnimmt.


Welche Fehler Sie als Eltern beim Abschluss einer BU für Ihr Kind vermeiden sollten

  • Die BU nicht frühestmöglich abschließen:
    Eine Berufs­unfähigkeits­versicherung können Sie für Ihr Kind in der Regel ab einem Alter von zehn Jahren abschließen. Es gibt aber auch BU-Angebote für Kinder ab fünf Jahren. Je früher Sie sich um eine BU für Ihr Kind kümmern, desto unwahrscheinlicher ist es, dass es bereits Risikofaktoren wie Übergewicht, Untergewicht, Legasthenie oder auch AD(H)S aufweist, die der Versicherer negativ bewertet. Auch risikoreichere Hobbys wie Kampfsport oder Bouldern können eine BU teurer oder gar unmöglich machen.
  • Klauseln und Regelungen nicht kennen:
    „Nach­versicherungsgarantie“, „konkrete Verweisung“ oder auch „Beitragsdynamik“ – bei einer Berufs­unfähigkeits­versicherung gibt es einige Klauseln und Regelungen, die Sie beachten sollten. Diese können mitunter maßgeblich darüber entscheiden, ob und welche Leistung Ihr Kind letztlich in Anspruch nehmen kann. Nehmen Sie sich daher am besten etwas Zeit, um sich in Ruhe über Berufs­unfähigkeits­versicherungen zu informieren.
  • Keine Beratung nutzen:
    Wird der BU-Antrag für Ihr Kind einmal von einem Versicherer abgelehnt, kann es auch bei anderen Versicherern schwierig werden, eine BU abzuschließen. Die Gründe für eine Ablehnung sind vielfältig und reichen von einem zu hohen oder niedrigen Gewicht für die Körpergröße über AD(H)S bis zu einem riskanten Hobby. Setzen Sie daher besser auf Sicherheit und lassen Sie sich von unserem Experten-Team beraten. Unsere Versicherungsexperten können mit einer anonymen Risikovoranfrage die Chancen für Ihr Kind bei der Versicherung ausloten. Sie können Sie aber auch zu Alternativen einer BU beraten.

Dass eine AD(H)S-Diagnose nicht automatisch das Aus bedeutet, zeigt ein Fall aus unserer Beratung: Für einen Schüler im Teenageralter mit einer AD(H)S-Diagnose konnten wir über die Volkswohl Bund eine Berufs­unfähigkeits­versicherung mit einer Ausschlussklausel abschließen. Das Kind ist damit für alle anderen Ursachen abgesichert. Wie realistisch die Annahme in Ihrem Fall ist, klären wir vorab über eine anonyme Risikovoranfrage – ohne Eintrag in einer Versichererdatenbank.


Icon Sprechblase mit X

Warum Sie den BU-Antrag nicht selbst stellen sollten

Wenn Sie direkt bei einem Versicherer einen BU-Antrag für Ihr Kind stellen und abgelehnt werden, wird das in den Datenbanken der Versicherer erfasst. Bei jedem weiteren Antrag – auch bei anderen Anbietern – müssen Sie diese Ablehnung angeben. Das verschlechtert die Chancen Ihres Kindes erheblich. Unsere Experten stellen die anonyme Risikovoranfrage: Der Name Ihres Kindes taucht nicht auf, es wird nichts gespeichert, und Sie erfahren vorab, welcher Versicherer Ihr Kind zu welchen Konditionen annehmen würde. Diesen Weg bieten weder AI-Auskunftstools noch Vergleichsportale.

Mehr zur anonymen Risikovoranfrage

Experten-Tipp:
Den Antrag erst beim Arzt scheitern lassen, ist der teuerste Weg

„Kinder haben beste Voraussetzungen – doch ein gebrochenes Gelenk, plötzlicher Bluthochdruck, wachstumsbedingte Rückenschmerzen oder bleibende Schäden nach einer Infektion können den Antrag erschweren. Wer dann direkt zum Versicherer geht, riskiert eine Ablehnung. Mein Rat: vorher die anonyme Risikovoranfrage nutzen – sie klärt ohne Datenbankeintrag, wer Ihr Kind zu welchen Konditionen annimmt. In seltenen Fällen lehnen zunächst alle Versicherer ab – dann prüfen wir erneut, sobald sich die Lebenssituation ändert, etwa zu Ausbildungs- oder Studienbeginn.“

Foto von Patrick Knittel
Berater

Icon Schutzschild

Was passiert, wenn der Versicherer nicht zahlen will?

Leistungsablehnungen bei der BU sind keine Seltenheit – Versicherer prüfen jeden Antrag genau. Als Ihr Experte stehen wir in diesem Fall auf Ihrer Seite: Wir prüfen die Ablehnung, fordern die Begründung an und setzen den Anspruch Ihres Kindes gegenüber dem Versicherer durch. Diesen Beistand bietet keine AI-Auskunft und kein Vergleichsportal.


Diese Anbieter können unsere Experten für Kinder empfehlen

Unsere Experten für Berufs­unfähigkeits­versicherungen haben mit den folgenden Anbietern für die Absicherung von Schülern besonders gute Erfahrungen gemacht:

„Je nach Ihrer individuellen Situation und Ihren persönlichen Anforderungen können wir Ihnen noch weitere Anbieter empfehlen. Gerade bei einer Berufs­unfähigkeits­versicherung kommt es bei der Wahl des Anbieters sehr stark auf den Einzelfall an. Lassen Sie sich daher von uns individuell beraten – gemeinsam finden wir den besten Tarif für Sie.“

Foto von Patrick Knittel
Berater

Den passenden Anbieter für Ihr Kind finden

Welcher Anbieter der richtige ist, entscheidet sich im Einzelfall – nach Gesundheit, Schulform und Wunschtarif Ihres Kindes. Wir kennen die Bedingungswerke und vergleichen sie für Sie kostenfrei.

  • Von Finanztip empfohlene BU-Beratung
  • Anonyme Risikovoranfrage bei mehreren Versicherern
  • Persönliche Empfehlung statt anonymem Vergleichsrechner
Foto von Patrick Knittel
Berater

Häufige Fragen zur BU für Kinder

Ab welchem Alter können Eltern eine BU für Kinder abschließen?

Die meisten Versicherer bieten eine Berufs­unfähigkeits­versicherung für Kinder ab zehn Jahren an. Einzelne Anbieter steigen früher ein: Die LV 1871 versichert Kinder seit Mai 2023 ab sechs Jahren, die AXA ab acht Jahren. Für Babys und Kleinkinder ist ein Abschluss aktuell nicht möglich. Grundsätzlich gilt: je früher der Abschluss, desto niedriger die Beiträge und desto unwahrscheinlicher spätere Risikofaktoren.

Warum ist eine BU für Kinder sinnvoll, obwohl sie noch keinen Beruf ausüben?

Bei einer Berufs­unfähigkeits­versicherung für Kinder gilt das Zur-Schule-Gehen als Beruf. Die Versicherung leistet daher schon bei Schulunfähigkeit. Kinder haben keinen Anspruch auf die gesetzliche Erwerbsminderungs­rente, und die gesetzliche Schüler-Unfall­versicherung schützt laut § 2 SGB VII nur bei Unfällen in der Schule oder auf dem Schulweg – nicht bei Krankheiten. Diese Versorgungslücke schließt eine eigene BU.

Was kostet eine Berufs­unfähigkeits­versicherung für Kinder?

Eine Kinder-BU ist je nach Anbieter bereits ab rund 35 Euro im Monat erhältlich (Beispielrechnung, Stand 2026, für 1.000 Euro Monatsrente). Der genaue Beitrag hängt vom Eintrittsalter, dem Gesundheitszustand, der Schulform, möglichen Freizeitrisiken, der Höhe der Berufs­unfähigkeitsrente sowie der Versicherungs- und Leistungsdauer ab. Gymnasiasten zahlen meist weniger als Haupt- oder Realschüler.

BU oder Kinderinvaliditäts­versicherung – was ist besser für mein Kind?

Das hängt vor allem vom Alter ab. Unter zehn Jahren ist eine vollwertige BU am Markt kaum verfügbar; hier ist die Kinderinvaliditäts­versicherung (KIV) die sinnvolle Brücke. Sie greift bereits ab dem ersten Geburtstag und zahlt auch bei krankheitsbedingter Invalidität. Ab zehn Jahren ist die BU das Mittel der Wahl, weil sie als einziges Produkt auch den späteren Beruf vollwertig absichert.

Was ist, wenn mein Kind schon eine Vorerkrankung wie AD(H)S hat?

Eine Vorerkrankung bedeutet nicht automatisch eine Ablehnung. Je nach Diagnose nehmen einzelne Versicherer das Kind mit einem Risikozuschlag an, andere lehnen ab. Stellen Sie einen Antrag direkt beim Versicherer und werden abgelehnt, wird das in den Versichererdatenbanken gespeichert und erschwert jeden weiteren Antrag. Über eine anonyme Risikovoranfrage lässt sich vorab und ohne Namen klären, welcher Versicherer das Kind zu welchen Konditionen annehmen würde.

Wann sollten Eltern eine BU für ihr Kind abschließen?

So früh wie möglich, sobald ein Tarif verfügbar ist. In jungen Jahren haben Kinder selten Vor­erkrankungen und durchlaufen die Gesundheitsprüfung meist problemlos. Mit jedem Jahr steigt das Risiko von Diagnosen wie AD(H)S, Übergewicht oder Allergien, die zu Risikozuschlägen oder einer Ablehnung führen können. Ein früher Abschluss sichert zudem dauerhaft niedrige Beiträge.

Bis zu welchem Alter ist ein Abschluss sinnvoll?

Eine pauschale Altersgrenze gibt es nicht. Gemeinhin gilt: je früher, desto besser. Solange das Kind gesund ist und noch keine Vor­erkrankungen vorliegen, bleiben die Beiträge günstig und die Annahmechancen hoch. Spätestens mit dem Berufsstart wird der Abschluss schwieriger und teurer, weil dann der konkrete Beruf in die Risikoeinstufung einfließt.

Was ist der Unterschied zwischen Schulunfähigkeits- und Berufs­unfähigkeits­versicherung?

Eine Schulunfähigkeits­versicherung leistet nur während der Schulzeit. Nach dem Schulabschluss zahlt sie nicht mehr bei Berufs­unfähigkeit. Eine Berufs­unfähigkeits­versicherung für Kinder sichert dagegen die Schulunfähigkeit ab und bleibt auch danach bestehen, um den späteren Beruf abzusichern. Sie ist deshalb meist die bessere Wahl.

Welche Versicherer bieten eine BU für Kinder ab sechs Jahren an?

Die Auswahl ist klein. Die LV 1871 versichert Kinder seit Mai 2023 ab sechs Jahren, die AXA ab acht Jahren. Die meisten Anbieter starten erst ab zehn Jahren. Unter zehn Jahren ist eine vollwertige BU am Markt kaum verfügbar – in dieser Phase ist häufig die Kinderinvaliditäts­versicherung die passendere Lösung.

Wann zahlt eine Berufs­unfähigkeits­versicherung für Kinder nicht?

Die Versicherung leistet nicht, wenn die vertraglichen Bedingungen für eine Berufs­unfähigkeit nicht erfüllt sind, etwa weil der Grad der Schul- oder Berufs­unfähigkeit unter 50 Prozent liegt. Ebenfalls ausgeschlossen sind eine absichtlich herbeigeführte Berufs­unfähigkeit und – je nach Versicherer – Fälle, in denen sie Folge eines Verbrechens ist.

Wie wird aus der Kinder-BU später eine BU für Erwachsene?

In der Regel lässt sich eine Berufs­unfähigkeits­versicherung für Kinder ohne erneute Gesundheitsprüfung in einen Erwachsenentarif umwandeln. Wichtig ist eine Nach­versicherungsgarantie, mit der sich die Rentenhöhe später ohne neue Gesundheits- und Risikoprüfung an den höheren Bedarf anpassen lässt – etwa beim Berufsstart oder bei einer Familiengründung.

Je früher Sie abschließen, desto günstiger bleibt es

Mit jedem Jahr steigt das Risiko, dass eine Vorerkrankung den Abschluss verteuert oder verhindert. Sichern Sie Ihrem Kind heute dauerhaft niedrige Beiträge. Finanztip empfiehlt unsere kostenfreie und unverbindliche Beratung für die Berufs­unfähigkeits­versicherung.

  • Beiträge bleiben ein Leben lang niedrig
  • Anonyme Risikovoranfrage ohne Datenbankeintrag
  • Spätere Umwandlung ohne erneute Gesundheitsprüfung
Foto von Patrick Knittel
Berater

Berufsgruppen der Berufs­unfähigkeits­versicherung

Haben Sie alles gefunden?

Schnelle Frage, Kritik oder Feedback?

Wir helfen Ihnen gern. Professionelle Beratung von echten Menschen. Rufen Sie uns zum Ortstarif an oder schreiben Sie uns per E‑Mail.

Foto von Lena Mierbach
Lena Mierbach
Ihre Ansprechpartnerin
Regelaltersgrenze Das gesetzlich festgelegte Renteneintrittsalter, ab dem eine Person ohne Abschläge die reguläre Altersrente beziehen kann. Aktuell liegt dies bei 67 Jahren. Entgeltumwandlung Bei der Entgeltumwandlung zahlen Arbeitnehmer einen Teil ihres Bruttoeinkommens in eine betriebliche Altersversorgung. Dadurch verringert sich das zu versteuernde Einkommen, wodurch Arbeitnehmer Steuern- und Sozialabgaben sparen.
transparent-beraten.de GmbH 685 Bewertungen auf ProvenExpert.com