Besonders Selbstständige und Freiberufler profitieren: Die Rürup-Rente lohnt sich für alle, die eine hohe Steuerlast tragen und/oder keine Riester-Rente abschließen dürfen.

Rürup-Rente besonders für Selbständige sinnvoll 

Ursprünglich wurde die Rürup-Rente für Selbständige und Beamte konzipiert, doch auch für Angestellte und Beamte mit hoher Steuerlast kann sich die Altersvorsorge lohnen, da sie umfassende Steuervorteile bietet. Prinzipiell lohnt sich die Rürup-Rente für jeden, der Steuern zahlt, da die Beiträge von der Steuer absetzbar sind.

Rürup-Rente

Bedingungen für die staatliche Förderung

Eine Voraussetzung für die staatliche Förderung ist, dass die Einzahlungsgrenzen von jährlich 20.000 Euro für Alleinstehende und 40.000 Euro für Ehepaare eingehalten werden. Des Weiteren darf eine Rürup-Rente nur als monatliche Rente ausgezahlt werden, eine einmalige Auszahlung ist nicht möglich. Die Ansprüche aus einer Rürup-Rente können nicht verkauft, verpfändet, beliehen oder vererbt werden. Die Rentenzahlung darf außerdem nicht vor Vollendung des 62. Lebensjahres beginnen.

Achtung: Rürup ist nicht veräußerbar
Die Rürup-Rente kann weder beliehen noch verkauft werden. Aber: Sollten Sie arbeitslos werden, muss das angesparte Kapital nicht aufgebraucht werden, bevor Arbeitslosengeld II bezogen werden kann. Die Rürup-Rente ist vor Hartz IV geschützt.

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Die drei Varianten der Rürup-Rente

Die klassische Rürup-Rente

Die klassische Rürup-Rente ist besonders gut für sicherheitsorientierte Sparer geeignet. Bereits zu Beginn des Vertrags steht die garantierte Rente fest, die sich noch durch die Überschussbeteiligungen erhöhen kann. Die Rürup-Rente wird als lebenslange, monatliche Rente ausgezahlt. Bei vielen Versicherern ist ebenfalls Hinterbliebenenschutz im Vertrag integriert. Die Rürup-Rente wird auch häufig mit der Berufsunfähigkeitsversicherung kombiniert.

Die fondsgebundene Rürup-Rente

Die fondsgebundene Rürup-Rente eignet sich besonders für risikoreichere Sparer. Die Geldanlage erfolgt in der Regel vollständig in Investmentfonds. Das angesparte Kapital wird  während der Rentenbezugsdauer in einer klassischen Rentenversicherung angelegt. Bei dieser Form der Rürup-Rente kann keine Garantierente angegeben werden.

Die Rürup-Rente als Sofortrente

Die Rürup-Rente kann auch als Sofortrente gewählt werden. Sie eignet sich besonders für Menschen, die nah an der Rentenzeit sind. Bei der Option Sofortrente wird die Rürup Rente mit einer Einmalzahlung bespart. Dieses Kapital wird für die Zahlung einer lebenslangen Rente verwendet.

Steuern sparen mit der Rürup-Rente

In der Ansparphase werden die Beiträge zur Rürup-Rente steuerlich bevorzugt behandelt. Die Beiträge können als Sonderausgaben in der Steuererklärung geltend gemacht werden. Der von der Steuer absetzbare Betrag steigt seit 2005 jährlich um 2 Prozent. Derzeit können 84 Prozent steuerlich geltend gemacht werden (Stand 2017). 2025 werden 100 Prozent abgesetzt werden können. Der Maximalsatz zu dem Sie Ihre Rürup-Rente bei der Steuerklärung geltend machen können, liegt für Einzelpersonen bei 23.362 Euro, für Verheiratete bei 46.724 Euro.

Leistungen im Einzelnen

Die Leistungen der Rürup-Rente zeichnen sich besonders durch ihre Flexibilität bei gleichzeitiger Sicherheit aus. Die Beitragszahlungen können individuell festgelegt werden. Man kann regelmäßige Beiträge einzahlen oder Einmalzahlungen leisten. Mindestbeiträge gibt es hierbei bei den meisten Anbietern nicht. Es sind zudem keine Bedingungen an den Abschluss der Rürup-Rente gekoppelt. Jede Person, die den Sonderausgabenabzug nutzen kann, kann einen Rürup-Rentenvertrag abschließen und eine lebenslange monatliche Rente beziehen (Leistungen Rürup-Rente).

Besteuerung der Rürup-Rente

Ansparphase (Sonderausgabenabzug in Prozent ) Rentenphase (Nachgelagerte Besteuerung in Prozent)
2005: 60% bis 2005: 50%
2006: 62% ab 2006: 52%
2010: 70% 2010: 60%
2024: 98% 2014: 84%
2025: 100% 2025: 85%
2040: 100% 2040: 100%
Tipp: Auf Verzinsung achten
Bei kapitalgebundenen Rürup-Renten können Sie Ihre Rendite nicht nur durch die Wahl eines soliden Versicherers maximieren. Sie hängt auch von der Verzinsung ab, die eine Versicherungsgesellschaft erwirtschaftet und die dem Versicherten als Überschussbeteiligung ausgezahlt wird. Diese liegt zwischen 4,05% und 3,00% – ein Unterschied von rund 30%.

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