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Risiko­vor­anfrage in der Berufs­­un­fähig­keits­ver­siche­rung

Mit einer Risiko­voranfrage bleiben Sie anonym und landen nicht im Informations­system der BU-Versicherer
Das Wichtigste in Kürze
  • Eine anonyme Risiko­vor­anfrage dient zur Abschätzung der Chancen auf eine Berufs­un­fähig­keits­ver­siche­rung (BU) und verhindert einen Vermerk in der HIS-Datei, der zu Schwierigkeiten beim Abschluss bei anderen Versicherern führen kann.
  • Für Risikogruppen wie chronisch Kranke, Personen mit gefährlichen Hobbys oder in risikoreichen Berufen ist die anonyme Risiko­vor­anfrage besonders sinnvoll.
  • Voranfragen sollten bei mehreren Versicherern gemacht werden, denn es gibt enorme Unterschiede in der Bewertung der Risikofaktoren und der daraus abgeleiteten Konditionen.
  • Eine anonyme Risiko­vor­anfrage können Sie gern über uns als unabhängiger Versicherungs­berater durchführen lassen. Dies ist mit keinen weiteren Kosten verbunden.

Risiko­vor­anfrage in der Be­rufs­un­fähig­keits­ver­siche­rung besonders sinnvoll

Eine Berufs­un­fähig­keits­ver­siche­rung (BU) überhaupt zu bekommen ist für manche Personen gar nicht so einfach, wenn sie beispielsweise im Job körperlich besonders stark belastet sind, einem Extremsport nachgehen oder an Vorer­krankungen leiden. Hier kann eine sog. Risiko­vor­anfrage helfen.

Die anonyme Voranfrage beim Versicherer dient dazu, die Chancen auf eine BU bzw. die Wahrscheinlichkeit einer Ablehnung oder eines Prämienzuschlags abzuschätzen. Hierbei bleiben Interessenten anonym und haben damit Gewissheit, dass ihre Daten nicht gespeichert werden. Namen und Adresse bleiben den Versicherern dabei unbekannt.

Das Hinweis- und Informations­system der Versicherer
Als Interessent unter Angabe seiner gesamten Daten anzufragen, kann problematisch werden. Im Falle einer Ablehnung des BU-Antrags, drohen weitere Konsequenzen. Versicherer können dies in einer Datenbank vermerken, im sog. Hinweis- und Informations­system, kurz HIS. Es handelt sich um eine zentrale Datenbank, in der Versicherungs­gesell­schaften Infor­mationen und Auffälligkeiten über Kunden führen. Es ist möglich, dass ein gesundheitliches Problem oder ein riskantes Hobby, das bei einem Anbieter zur Vertrags­ablehnung führte, durch Speichern in dieser Datei auch den späteren Vertrags­abschluss bei anderen Versicherern verhindert. Der Weg über die anonyme Risiko­vor­anfrage hilft Versicherten dabei, entsprechende negative Einträge in dieser Datei zu vermeiden.
… mehr zum Thema „BU abgelehnt“ und dem HIS

Für wen ist die anonyme Risiko­vor­anfrage besonders hilfreich?

Die anonyme Risiko­vor­anfrage ist grundsätzlich für Personen anzuraten, die in ein bestimmtes Risikoraster fallen könnten. Bestimmte Personen­gruppen haben es schwerer als andere, eine Berufs­un­fähig­keits­ver­siche­rung abzuschließen. Versicherer arbeiten für die Prüfung eines BU-Antrags mit einem speziellen Risikomanagement, um die Wahrscheinlichkeit eines Leistungsfalls abzuschätzen.

Bestimmte Personen­gruppen zeigen eine statistisch größere Wahrscheinlichkeit, berufs­unfähig zu werden. Dazu gehören insbesondere:

  • Personen mit Vorerkrankungen (insbesondere chronische Erkrankungen wie Diabetes)
  • Personen mit riskanten Berufen (beispielsweise körperlich anstrengendes Handwerk oder psychischer Belastung)
  • Personen mit gefährlichen Hobbys (zum Beispiel Extremsport)

Auf Basis einer umfassenden Risiko- und Gesundheitsprüfung schätzen Versicherungs­gesell­schaften das Risiko ab, dass Versicherte berufsunfähig werden und sie damit die Berufs­unfähig­keits­rente zahlen müssen. Erscheint ihnen das Risiko vergleichsweise hoch, bieten sie einen Versicherungs­schutz i. d. R. nur unter Risiko­zuschlägen, Leistungs­ausschlüssen oder gar nicht an.

Risikomanagement bei Versicherern verschieden
Mit der anonymen Risiko­vor­anfrage haben Versicherte zudem die Möglichkeit, bei mehreren Versicherungs­gesell­schaften gleichzeitig anzufragen. Denn jede Gesellschaft gestaltet ihr Risiko­management anders. Auf diese Weise können Sie auch einen Vergleich der Bedingungen sowie der eventuellen Prämien­zuschläge oder Leistungs­ausschlüsse durchführen.

… mehr zu Berufsgruppen und ihre Chancen auf eine BU

Ablauf der anonymen Risiko­vor­anfrage

Kurz gesagt: Für eine Risiko­vor­anfrage füllen Sie i. d. R. ein Formular aus und reichen es mit benötigten Unterlagen zum Nachweis ein – sozusagen genauso wie für einen „offiziellen“ BU-Antrag. Diese Unterlagen werden von unseren BU-Experten geprüft, anonymisiert und weitergeleitet. Die Ergebnisse der Risiko­vor­anfrage und alles weitere werden dann mit Ihnen besprochen und ggf. die nächsten Schritte weitergeleitet.

Schritt für Schritt funktioniert die anonyme Risiko­vor­anfrage über unsere BU-Experten so:

Sie füllen das Formular zur Voranfrage vollständig aus und senden uns dieses zu. Dieses Formular beinhaltet Angaben zu Ihrer Person, Ihrer beruflichen Tätigkeit, Ihrer Gesundheitshistorie sowie Wünsche für den Versicherungs­schutz. Wenn Sie möchten, können Sie direkt dieses Formular nutzen und es uns ausgefüllt an kontakt@transparent-beraten.de senden.
Unsere BU-Experten verschaffen sich nun einen Überblick darüber, welche Punkte im Zusammenhang mit der Anfrage kritisch sein können. Sie erhalten anschließend Rückmeldung darüber, welche weiteren Unterlagen oder Informationen wir bzw. die Risikoprüfer der Versicherungs­gesell­schaften zur Bearbeitung der Risiko­vor­anfrage benötigen. Diese zusätzlichen Daten können beispielsweise Selbstauskünfte in Zusatzfragebögen oder ärztliche Befunde sein (darunter Untersuchungsergebnisse, OP-Berichte oder Abschlussberichte über Therapieverläufe). Nach Erhalt der Unterlagen anonymisieren wir Ihre persönlichen Daten wie Name und Adresse sowie Patientennummern.
Wir leiten Ihre Anfrage nun an die Versicherer weiter mit der Angabe, dass es sich um eine Risiko­vor­anfrage handelt. Meist erfolgen mehrere Anfragen an unter­schiedliche Versicherer parallel. Auf diese Weise lassen sich gleichzeitig die Bedingungen und Konditionen vergleichen. Die Risikofaktoren des Interessenten schätzen Versicherungs­gesell­schaften sehr unterschiedlich ein, weshalb eine Anfrage bei mehreren lohnenswert ist. Aufgrund der verschiedenen Risikoeinschätzungen kann ein und derselbe Interessent bei einem Unternehmen eine Ablehnung erfahren, während er bei einem anderen zu Normalkonditionen versichert wird.
Sobald wir alle Ergebnisse der Risiko­vor­anfrage vorliegen haben, kontaktieren wir Sie und besprechen gemeinsam mit Ihnen die Möglichkeiten. Wie lange dieser Prozess dauert, hängt natürlich auch davon ab, wie schnell die angefragten Versicherer reagieren. Im besten Falle haben wir mind. ein sehr gutes Angebot für Sie erhalten. Falls nicht, beraten wir Sie auch gern über mögliche Alternativen zur BU.

Sagt Ihnen eines der Angebote zu, können wir den Antrag auf Berufs­un­fähig­keits­ver­siche­rung stellen. Der Vorteil hier: Durch das Nutzen der Risiko­vor­anfrage haben Sie bereits alle benötigten Fragen beantwortet und alle Unterlagen eingereicht. Der Prozess vereinfacht sich an dieser Stelle. Es kann jedoch immer sein, dass der spezifische BU-Anbieter andere oder weitere Angaben und Unterlagen benötigt.

Sollten Sie sich für eine Alternative Absicherung Ihrer Arbeitskraft entschieden haben, stehen wir Ihnen auch hier zur Seite und gehen die nächsten Schritte mit Ihnen.

Nicht alle Versicherer reagieren
Einige Versicherer lehnen es auch ab, wenn es sich um eine anonyme Risiko­vor­anfrage handelt. In solchen Fällen können wir eine Anfrage auch inklusive der Daten an die Versicherungs­gesell­schaften weiterleiten. Dies erfolgt aber nur dann, wenn das Versicherungs­unternehmen zusagt, die Daten nicht an andere Firmen weiterzureichen. Manche Versicherungs­berater nutzen bei der Risiko­vor­anfrage auch Pseudonyme statt der korrekten Namen der Versicherten.

Welche Ergebnisse sind bei der Risiko­vor­anfrage zur BU möglich?

Bei der Risiko­vor­anfrage sind mehrere Reaktionen des Versicherers möglich. In Abhängigkeit der Einschätzung des Berufsunfähigkeitsrisikos ergeben sich folgende Szenarien:

  • Reguläre Annahme unter normalen Konditionen
  • Vereinbarung eines Risikozuschlages (höhere Versicherungsbeiträge)
  • Vereinbarung von Risikoausschlüssen: Wird der Versicherte infolge der ausgeschlossenen Krankheit oder des ausgeschlossenen Hobbys berufsunfähig, zahlt der Versicherer keine BU-Rente
  • Ablehnung: der Interessent erhält keine Form der Absicherung (… mehr zum Thema „BU abgelehnt – was tun?“)
Risiko­vor­anfrage nicht rechtsverbindlich
Grundsätzlich sind Risiko­vor­anfragen bei Versicherern nicht rechtsverbindlich. Dies gilt sowohl für die Kunden als auch für die Versicherungs­gesell­schaften. Es kann im tatsächlichen Antrag zu abweichenden Ergebnissen kommen als in der Risiko­vor­anfrage. Dies gilt insbesondere dann, wenn Voranfrage und Antrag mit unter­schiedlichen Angaben verknüpft sind. Aus diesem Grund ergibt eine Risiko­vor­anfrage nur dann Sinn, wenn Versicherte und Interessenten von Beginn an vollständige und korrekte Angaben einreichen. Risiko­vor­anfragen sind bei präzisen Angaben in der Regel zuverlässig, da Versicherer die Anfragen grundsätzlich so sorgfältig prüfen wie reguläre Anträge.
… mehr zur Berufsunfähigkeitsversicherung

Wer Risiko­vor­anfragen für die BU durchführt

Grundsätzlich sind anonyme Risiko­vor­anfragen beim Versicherer für jeden möglich. Die Wahr­schein­lichkeit einer (positiven) Reaktion ist jedoch deutlich höher, wenn ein erfahrener Versicherungs­fachmann die Anfrage stellt. Unsere hauseigenen BU-Experten kenn den Markt und können auf jahrelange Erfahrung zurückgreifen.

Versicherungs­fachleute treten unter verschiedenen Berufsbezeichnungen auf und haben jeweils verschiedene Schwerpunkte im Versicherungsgeschäft. Interessenten können sich für die Risiko­vor­anfrage beispielsweise an folgende Personen wenden:

  • Versicherungs­vertreter
  • Versicherungs­berater
  • Versicherungs­makler bzw. -vermittler
Auf unabhängigen Versicherungs­makler vertrauen

Versicherungsvertreter sind typischerweise an eine bestimmte oder mehrere Versicherungs­gesell­schaften gebunden. Ihre Aufgabe ist es, die Versicherungs­produkte ihrer Unternehmen zu verkaufen. Bei Vertretern erhalten Sie entsprechend auch nur Angebote der entsprechenden Gesellschaften. Daher sollten Sie gerade im Bereich der Berufs­un­fähig­keits­ver­siche­rung auf einen unabhängigen Ver­sicherungs­makler wie uns vertrauen. Hier lesen Sie, wie eine Beratung zur BU bei uns abläuft.

Im Interesse des Kunden können wir auf dem Versicherungs­markt nach passenden Versicherungs­lösungen suchen und dies unabhängig von Versicherungs­gesell­schaften. Wir können Ihnen somit eine umfangreichere Produktpalette vermitteln. Unsere Beratung ist komplett objektiv und das Wohl des Kunden steht im Mittelpunkt. Eine Vergütung erhalten unabhängige Versicherungs­makler wie wir bei einem Vertrags­abschluss vom Versicherungs­unternehmen.

Wie die anonyme Risiko­vor­anfrage abläuft, lesen Sie weiter oben auf der Seite unter „Ablauf der Risiko­vor­anfrage“.


Ist eine Risiko­vor­anfrage mit Kosten verbunden?

In den meisten Fällen werden keine zusätzlichen Kosten für eine Risiko­vor­anfrage erhoben. Kommt es durch eine Risiko­vor­anfrage zu einem Vertrags­abschluss, erhalten Versicherungs­vermittler, die nicht auf Honorarbasis arbeiten, die Vergütung per Provision vom Versicherungs­unternehmen. Dies hat keine Auswirkungen auf Versicherte. Auch die Prämienzahlungen ändern sich nicht, da Versicherer mögliche Abschlusskosten bereits vorab in die Prämienberechnung einfließen lassen.

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Dieser Artikel wurde zuletzt am 21.02.2020 aktualisiert.
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Mario Müller
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