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Gebäude­versicherung

Unsere Empfehlungen für Ihren Gebäudeschutz - inkl. Test 2019 und Tarif-Vergleich

Das Wichtigste in Kürze

  • Mit einer Gebäudeversicherung sichern sich Immobilienbesitzer gegen zahlreiche Schäden an privaten und gewerblichen Gebäuden ab.
  • Im Grundschutz sind die Gefahren Feuer, Leitungswasser sowie Sturm und Hagel abgesichert. Eine Erweiterung des Versicherungsschutzes ist möglich.
  • Wie hoch die Kosten einer Gebäudeversicherung ausfallen, hängt unter anderem vom Gebäude und auch vom Standort ab. Im günstigsten Fall kann ein Versicherungsschutz schon für rund 200 Euro im Jahr vereinbart werden.
  • Ein Vergleich der Tarife ist unter anderem ratsam, da regionale Unterschiede einen deutlichen Preisunterschied ausmachen können.
  • Im aktuellen Versicherungstest der Ratingagentur Franke und Bornberg schneiden im Standardschutz zahlreiche Tarife mit “gut” oder “sehr gut” ab. Darunter sind Anbieter wie z. B. Arag, DEVK und VHV.

So gehen Sie vor

  • Überlegen Sie, ob die Absicherung von Nebengebäuden (also Garagen, Schuppen etc.) für Sie wichtig ist. Bei einigen Tarifen kann diese Absicherung einen deutlichen Preisunterschied ausmachen.
  • Regionale Unterschiede können beim Preis eine große Rolle spielen! Kontaktieren Sie unser Makler-Team, um das beste und zugleich das günstigste Angebot zu finden. Die Beratung ist kostenlos und unverbindlich.

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Wann lohnt sich eine Gebäudeversicherung?

Eine Gebäudeversicherung bzw. eine Wohngebäudeversicherung ist immer dann ratsam, wenn mögliche Schäden nicht mit finanziellen Eigen- oder Fremdmitteln behoben werden können. Ist also beispielsweise abzusehen, dass ein Hausbesitzer die Reparaturkosten eines Wasserschadens weder mit eigenen Rücklagen noch mit einem Bankkredit begleichen kann, ist eine Gebäudeversicherung dringend ratsam.

Beachten Sie: Die größten Schäden verursachen zusammengerechnet Leitungswasserschäden in Verbindung mit Frost.

Schadensregulierung durch Wohngebäudeversicherung

Gefahr Schaden
Feuer 980 Millionen Euro
Leitungswasser 2,34 Milliarden Euro
Sturm und/oder Hagel 1,24 Milliarden Euro

Quelle: Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft e. V. (2015)

Diese Schäden deckt eine Gebäudeversicherung ab

Eine Gebäudeversicherung deckt grundsätzlich Schäden ab, die verursacht wurden durch:

  • Feuer
  • Leitungswasser
  • Sturm und Hagel

Der Leistungsumfang unterscheidet sich mitunter von Anbieter zu Anbieter.

Gebäudeversicherung

Zu den abgedeckten Feuerschäden zählen auch Schäden, die durch zum Beispiel Löscharbeiten entstanden sind. Zu den Leitungswasserschäden zählen wiederum geplatzte Wasserrohre durch Frost. Bei Sturmschäden ist es wichtig, dass mindestens eine Windstärke 8 gemessen wurde. Denn erst ab dieser Windstärke wird ein Sturm auch als solcher eingestuft.

BERATER-TIPP

»Versicherungsnehmer sollten beachten, dass es für die Gebäude­versicherung bzw. die Wohn­gebäude­versicherung einen Unterschied macht, ob die Immobilie regelmäßig genutzt wird oder nicht. So spricht man beispielsweise bei Ferienhäusern von einem Sonderrisiko, das mit höheren Prämien verbunden ist. Die Rücksprache mit einem Makler ist hier dringend ratsam, um wirklich das richtige Leistungspaket zu ermitteln.«

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Aktuelle Tarife aus 2019 für Sie persönlich angepasst und optimiert.

Absicherung gegen Elementarschäden

Die Gebäudeversicherung kann um eine Elementarschadenversicherung erweitert werden. Dieses lohnt sich immer dann, wenn die Immobilie von Naturgewalten bedroht ist. Eine Absicherung ist möglich gegen zum Beispiel:

  • Überschwemmungen durch Hochwasser
  • Schneelawinen
  • Erdrutsch und Erdbeben

Mitunter werden von den Versicherern verschiedene Sicherheitsvorkehrungen verlangt, um den vollen Versicherungsschutz zu erhalten. Dieses kann zum Beispiel der Einbau von Rückstauklappen zum Schutz vor Überschwemmungen sein. Erkundigen Sie sich hierzu bei Ihrem Versicherungskaufmann.

Mögliche Zusatzleistungen

Auf Wunsch sind verschiedene Deckungserweiterungen bei den Wohngebäudeversicherungen möglich. Diese können zum Beispiel sein:

  • Die Übernahme von Abbruch- und Aufräumarbeiten nach einem Schadensfall
  • Die Kostenübernahme für die Entsorgung von belastetem (verseuchtem) Boden

Anzahl Blitz- und Überspannungsschäden und gezahlte Leistungen der Hausrat- und Gebäudeversicherer

Jahr Anzahl der Blitz- und Überspannungsschäden Gezahlte Leistungen für Blitz- und Überspannungsschäden
2007 480.000 250 Millionen Euro
2008 430.000 250 Millionen Euro
2009 440.000 250 Millionen Euro
2010 290.000 170 Millionen Euro
2011 380.000 230 Millionen Euro
2012 360.000 230 Millionen Euro
2013 290.000 170 Millionen Euro
2014 380.000 250 Millionen Euro
2015 350.000 240 Millionen Euro
2016 300.000 210 Millionen Euro (vorläufiger Wert)

Quelle: gdv.de/ August 2017

Umbauten dem Versicherer melden
Wichtig ist immer, dass Sie der Versicherung melden, wenn sich durch Um- oder Neubau etwas am versicherten Gebäude ändert. Wird der Versicherer nicht darüber informiert, hat dieser die Möglichkeit, die Gebäudeversicherungs-Leistungen erheblich zu kürzen.

Versicherungshöhe

Die Deckungssumme hängt vom Wert Ihrer Objekte ab und lässt sich nicht pauschal benennen. In Deutschland wird die Versicherungshöhe anhand des Gebäudeversicherungswert 1914 ermittelt, der sicherstellen soll, das durch eine Wertsteigerung im Laufe der Zeit keine Unterversicherung entsteht. Dies bezieht sich aber nur auf den Zeitpunkt des Versicherungsabschlusses. Sie sollten darauf achten, dass Sie mit Ihrer Versicherung einen „gleitenden Neuwert“ vereinbaren, denn nur so ist sichergestellt, dass auch zukünftige Wertsteigerungen des Hauses mitversichert sind. Wird kein gleitender Neuwert vereinbart, besteht die Gefahr, dass Sie im Schadensfall weniger Geld erhalten, als Sie benötigen.

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Darauf sollten Sie achten, wenn Sie Tarife vergleichen

Wenn Sie die Tarife der Gebäudeversicherung vergleichen, müssen Sie verschiedene Dinge berücksichtigen. Um effektiv vergleichen zu können, sollten Sie die grundlegenden Informationen zu Ihrer Immobilie vorliegen haben (Baujahr, Wohnfläche, genauer Standort [Postleitzahl] etc.). Bei Bedarf hilft Ihnen unser Versicherungs-Team weiter – kostenlos und unverbindlich.


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Leistungsumfang

Ermitteln Sie, welche Leistungsmerkmale Ihnen wichtig sind und welche Gefahren in Ihrer Region besonders abzusichern sind. In Regionen mit erhöhter Hochwassergefahr sollte die Absicherung gegen Hochwasser zum Beispiel im Vordergrund stehen.

Sollen Nebengebäude wie z. B. Schuppen und Gartenhäuschen oder auch Garagen mitversichert werden, sollten Sie dieses bei einem Vergleich von Beginn an berücksichtigen.

Deckungssumme

Die Deckungssumme entscheidet darüber, bis zu welcher Summe die Gebäudeversicherung im Schadensfall zahlt. Ist die Summe zu niedrige angesetzt, bleiben Sie im Schadensfall auf einem Teil der Kosten sitzen. Liegt die Summe wiederum zu hoch, zahlen Sie unnötig viel Geld für Ihren Versicherungsschutz.

Gebäudeversicherung im Test

Die Ratingagentur Franke und Bornberg hat die Tarife der Wohngebäudeversicherung getestet. Da die Versicherungsnehmer recht unterschiedliche Prioritäten beim Versicherungsschutz setzen, haben die Prüfer die Tarife in drei Kategorien eingeteilt: Grundschutz, Standardschutz und Topschutz.

Die drei Kategorien im Rating der Wohngebäudeversicherung

Beim so genannten Grundschutz sind die Kosten entscheidend. Es handelt sich hier um günstige Tarife bei denen die Experten keine Mindestanforderungen an die Leistungen stellen.

Tarife mit einem ausgewogenem Leistungsniveau finden sich in der Kategorie Standardschutz. Die Preise spielen für die Bewertung keine Rolle. Allerdings gibt es Mindestanforderungen an den Leistungskatalog. Aufräumungs- und Abbruchkosten sowie Überspannungsschäden muss die Versicherung abdecken.

Für die Kategorie Topschutz sind einzig die Leistungen der Gebäudeversicherung entscheidend. Topschutz-Tarife müssen mindestens folgende Schäden abdecken:

  • Aufräumungs- und Abbruchkosten
  • Bewegungs- und Schutzkosten
  • Überspannungsschäden
  • Ableitungs-, Wasserzuleitungs- und Heizungsrohre auf dem versicherten Grundstück

Das Testergebnis

Im Bereich Grundschutz konnte keine der Tarifvarianten soweit überzeugen, dass die Höchstwertung FFF („hervorragend“) vergeben wurde. Nur vier Tarife sind nach Ansicht der Tester sehr gut. Alle Tarife, die im Grundschutz die Bewertung „sehr gut“ erhielten, gehören zum Angebot der Wohngebäudeversicherung Condor.

Hausbesitzer, die mit einer soliden Basis-Absicherung zufrieden sind, werden in der Kategorie Standardschutz fündig. Der überwiegende Teil der geprüften Tarife schneidet mit sehr guten und hervorragenden Ergebnissen ab. Nur elf Tarife sind schlechter als ausreichend.

Anbieter mit hervorragenden Standardschutz (Auswahl)

  • ARAG
  • Basler
  • DEVK
  • Helvetia
  • Interlloyd
  • Universa
  • VHV
Top-Anbieter mit Topschutz-Tarifen

Im Bereich Topschutz schneidet knapp die Hälfte der geprüften Tarife mit dem Qualitätsurteil „hervorragend“ ab. Im Gegensatz zu den beiden anderen Kategorien gibt es hier Versicherer, von denen alle Tarife mit der Höchstwertung FFF („hervorragend“) bewertet wurden.

Die Top-Anbieter der Kategorie Topschutz (Auswahl)

Quelle: Franke und Bornberg, 2017

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Wie hoch sind die Kosten für eine Gebäudeversicherung?

Als groben Richtwert kann man festhalten: Unter günstigen Umständen ist eine Versicherung für Wohngebäude bei einem seriösen Anbieter schon für unter 200 Euro pro Jahr zu haben.

Die Kosten einer Gebäudeversicherung sind abhängig von mehreren Faktoren, unter anderem vom gewünschten Versicherungsschutz (gemeint: vom Leistungsumfang) und vom Wert der Immobilie. Relevant sind dabei unter anderem: die Größe des Gebäudes, die Anzahl der Stockwerke und die Anzahl sowie die Beschaffenheit eventueller Nebengebäude (Schuppen, Garagen, Carports etc.). Auch der Standort der Immobilie kann ein Kostenfaktor sein – ein Vergleich der Anbieter ist dringend ratsam.

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Regionale Unterschiede bei den Kosten

In den verschiedenen Bundesländern spielen die einzelnen Naturgefahren jeweils eine unterschiedlich große Rolle.

Als Faustregel gilt: Je größer das Risiko eines Naturschadens in einer bestimmten Region, desto höher die Kosten der Gebäudeversicherung.

Die Versicherungsgesellschaften können für jede Postleitzahl und in Ballungsgebieten sogar für einzelnen Straßenzügen eine eigene Risikoeinstufung vornehmen.

Eigentümer sollten sich bei der Suche nach einer passenden Gebäudeversicherung über die für sie relevanten Naturgefahren informieren. Dann gibt es keine unangenehme Überraschung, wenn die Kosten der angebotenen Tarife durchweg höher ausfallen als  gedacht.

Nur Vermieter können Gebäudeversicherung steuerlich geltend machen
Beim selbst genutzten Eigenheim kann weder die Gebäude- noch die Elementarschaden- oder die Hausratversicherung steuerlich geltend gemacht werden. Denn es handelt sich nicht um Vorsorgeaufwendungen. Bei Mietimmobilien sieht das anders aus: Als Eigentümer und Vermieter kann man die Gebäudehaftpflicht steuerlich geltend machen, denn es handelt sich um Kosten, die im Zusammenhang mit Einkünften aus Vermietung stehen.

Darauf sollte man im Schadensfall achten

Wenn eine Notsituation eingetreten ist, zum Beispiel durch einen Wassereinbruch, verschwendet man in der Regel zunächst keinen Gedanken an die Formalitäten. Damit es es später allerdings keine Probleme mit der Wohngebäudeversicherung gibt, sollte man dennoch ein paar Dinge im Blick behalten.

  • Sorgen Sie dafür, dass der Schaden möglichst gering bleibt – zum Beispiel durch Sicherung von unbeschädigten Gegenständen und/oder durch Verhinderung von weiterem Wassereintritt (bei akutem Wassereinbruch).
  • Verändern Sie die Schadenstelle möglichst so gering wie möglich, um später die Schadensursache möglichst eindeutig feststellen lassen zu können. Halten Sie hier im Zweifelsfall kurz Rücksprache mit Ihrem Versicherer.
  • Unterrichten Sie möglichst zeitnah Ihren Versicherer.
  • Dokumentieren Sie für die Wohngebäudeversicherung den Schaden idealerweise anhand von Fotos.
  • Erstellen Sie ggf. eine Liste mit den Beschädigungen für die Versicherung.

Hat die Versicherung Ihren Leistungsanspruch festgestellt, können Sie oft innerhalb von 14 Tagen mit der Auszahlung rechnen.

Um den vollen Versicherungsschutz der Wohngebäudeversicherung zu erhalten, ist es wichtig, bereits bei Antragstellung sämtliche Fragen wahrheitsgetreu zu beantworten. Ansonsten ist der Versicherungsschutz gefährdet.

Gebäudeversicherung kündigen

Wenn Sie eine bestehende Wohngebäudeversicherung kündigen möchten, um zum Beispiel zu einem günstigeren Anbieter zu wechseln, können Sie dieses wie auch bei anderen Verträgen innerhalb der Kündigungsfrist problemlos tun. Die Kündigungsfrist bei vielen Wohngebäudeversicherungen beträgt häufig drei Monate zum Ende des Vertragsjahres. Schauen Sie hierzu in Ihre Versicherungsunterlagen. Bei Bedarf hilft Ihnen Ihr Versicherungskaufmann von transparent-beraten.de.

Unter Umständen kann eine Gebäudeversicherung auch außerordentlich gekündigt werden. Dieses ist zum Beispiel möglich:

  • nach einem regulierten Schadensfall,
  • einem Besitzerwechsel der Immobilie,
  • einer Beitragserhöhung der Wohngebäudeversicherung.

Unser Fachportal zum Thema Gebäudeversicherung: gebäudeversicherungtest.de

Dieser Artikel wurde zuletzt am 18.04.2019 aktualisiert.
Über den Autor
Claudia Täubner
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