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Direktzusage

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Diese Vorteile bietet Ihnen eine Direktzusage und so gelingt Ihnen die Einführung in Ihr Unternehmen.

Inhalt dieser Seite
  1. So funktioniert die Direktzusage
  2. Leistungen der Direktzusage
  3. Vor und Nachteile der Direktzusage
  4. Wann lohnt sich dieses Modell?
  5. Aktuelle Testergebnisse
  6. bAV Angebote vergleichen

Das Wichtige in Kürze

  • Die Direktzusage oder Pensionszusage ist eine Form der betrieblichen Altersvorsorge (bAV), bei der der Arbeitgeber eine garantierte Leistungszusage an seinen Arbeitnehmer macht.
  • Die Direktzusage profitiert von staatlicher Förderung. Arbeitnehmer und Arbeitgeber sparen Steuern und Sozialabgaben.
  • Direktzusagen sind für Mitarbeiter konzipiert, die dem Unternehmen treu bleiben. Firmen können so ihren langfristigen Bedarf an Fachkräften sicherstellen.
  • In unabhängigen Testberichten erhielten 3 Versicherer die Höchstbewertung. Arbeitgeber können bei diesen Anbietern ihre Risiken mit einer Rückdeckungs­versicherung minimieren.

Wie funktioniert die Direktzusage?

Die Direktzusage ist eine Form der betrieblichen Altersvorsorge (bAV). Sie wird auch Pensions- oder Versorgungszusage genannt. Dazu investiert der Arbeitgeber für seine Mitarbeiter firmeneigenes Geld und legt es im oder außerhalb des Unternehmens während mehreren Jahren an. Der Arbeitgeber bildet für die Direktzusage also Rückstellungen in der Bilanz. Dabei muss er mindestens den Erhalt der eingezahlten Beiträgen sicherstellen. Im Versorgungsfall ist er verpflichtet, seinem Arbeitnehmer oder den Hinterbliebenen einen vertraglich geregelten Betrag zu bezahlen.

Zu den Leistungen zählen:

  • Altersleistungen
  • Hinterbliebenenleistungen
  • Invaliditätsleistungen

Mehr dazu im Kapitel „Leistungen der Direktzusage“ .

Wie hoch sind die Beiträge für eine Direktzusage?

Bei der Beitragshöhe gibt es keine Vorschriften. Möglich ist dies als zusätzliche Leistung zum monatlichen Gehalt des Arbeitnehmers. Das Unternehmen kann aber auch einen Teil des Lohnes für die Direktzusage zurückbehalten, der Mitarbeiter verzichtet also auf Gehalt. Oft hat der Arbeitnehmer die Wahl, ob er einen Teil seines Verdienstes per Entgeltumwandlung direkt in die betriebliche Altersvorsorge einfließen lassen oder Einmalzahlungen dafür nutzen will. Bei der Direktzusage ist also eine flexible Beitragszahlung möglich: Sie kann laufend oder einmalig erfolgen.

Steuerlich profitieren von der Entgeltumwandlung Arbeitnehmer und Arbeitgeber. Denn während der Ansparphase sind die Beiträge in unbegrenzter Höhe steuerfrei. Bis zu einer Grenze von 4 Prozent der Beitragsbemessungsgrenze in der gesetzlichen Renten­versicherung (West) besteht zusätzlich eine Sozial­versicherungsfreiheit.

Entgeltumwandlung einfach erklärt

Die Direktzusage in Kürze

Art der BeiträgeArbeitgeber über Zuwendungen (keine Pflicht), Arbeitnehmer-Beiträge über Entgeltumwandlung.
Leistungen im AlterLebenslange Rente, Kapitalauszahlung.
BesonderheitDirekte Leistungszusage vom Arbeitgeber an den Arbeitnehmer.
Geeignet fürAbsicherung von gutverdienenden Angestellten sowie treuen Mitarbeitern.
Staatliche FörderungDie Beiträge sind bis zu einer gewissen Grenze sozial­versicherungsfrei und unbegrenzt steuerfrei.
Versteuerung im AlterZahlungen müssen während Rente nachträglich versteuert werden.
Optimale BeitragshöheDie Beiträge sollten die Grenze der Sozialabgabenfreiheit nicht überschreiten (4 % der BBG).
Nachträgliche Änderung der BeitragshöheBeträge können gesenkt oder erhöht werden.
Private WeiterführungIn der Regel nicht möglich.
KündigungKündigung ist in der Regel nicht möglich, Beiträge können aber auf ruhend gesetzt werden.
Absicherung von Invalidität oder TodesfallGegen einen Aufpreis können diese Risiken abgesichert werden.

So unterscheidet sich die Direktzusage von anderen Modellen der bAV

Im Gegensatz zu anderen Formen der bAV ist die Direktzusage eine direkte Zusage des Unternehmens an seine Mitarbeiter. Der Arbeitgeber ist verantwortlich für die Auszahlungen der vereinbarten Leistungen. Es ist also keine dritte Partei wie eine Versicherung beteiligt. Für die Ansparung des notwendigen Kapitals und die Auszahlung muss der Arbeitgeber selber sorgen. Zudem sind bei der Direktzusage die Beiträge während der Einsparphase im Gegensatz zu anderen Formen der bAV in unbegrenzter Höhe steuerfrei.

Alle Durchführungswege der bAV im Überblick

Wie kann die Direktzusage im Unternehmen gestaltet werden?

Es gibt es unterschiedliche Arten, wie ein Unternehmen seine Direktzusage gestaltet:

  • Feste Rentenhöhe: Der Chef verspricht seinen Mitarbeitenden eine feste spätere Rentenhöhe. Beispielsweise 20 Euro pro Monat für jedes Jahr im Betrieb. Dieses Modell wird aber heute nicht mehr so oft gewählt.
  • Feste Beiträge und Zinsen: Dieses Art der Direktzusage kommt heute oft zum Tragen: Der Arbeitgeber garantiert eine bestimmte Beitragshöhe inklusive Verzinsung. Die Beitragshöhe hängt dabei vom Unternehmenserfolg ab. Bei der Zinshöhe kann sich ein Arbeitgeber nach dem Garantiezins bei den Lebens­versicherungen richten. Weiter gibt es die Möglichkeit, dass die Firma zwar feste Beiträge verspricht, sich aber bei der Verzinsung nicht festlegt. Der Arbeitgeber ist lediglich dazu verpflichtet, die Beiträge im Wert zu erhalten.

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Was leistet die Direktzusage?

Erreicht der Mitarbeiter das Rentenalter, erhält er eine Betriebsrente. Entscheidend für die Höhe der Beiträge sind üblicherweise die Dauer der Betriebszugehörigkeit und das Gehalt des Arbeitnehmers. Wird während dem Berufsleben invalid oder verstirbt er, ist der Arbeitgeber verpflichtet, finanzielle Unterstützung an ihn bzw. an seine Hinterbliebenen zu leisten.

Was passiert in der Auszahlungsphase?

Erst in der Auszahlungsphase muss der Arbeitnehmer die geleisteten Zahlungen versteuern. Immerhin kommen ihm Freibeträge wie der Versorgungsfreibetrag und der Werbungskosten-Pauschbetrag zugute. Die Auszahlung der betrieblichen Altersvorsorge ist nicht nur als lebenslange Rente möglich, sondern auch als einmalige Zahlung. Ist beim Stellenwechsel noch nicht allzu viel Guthaben vorhanden, ist eine Kapitalauszahlung möglich.

So läuft die Auszahlung der bAV ab

Direktzusage: Zusätzliche Leistungen sind möglich

Zusätzliche Leistungen können in die Direktzusage problemlos eingeschlossen werden, da diese Form der bAV in weiten Teilen frei gestaltet werden kann. Möglich sind etwa eine Invaliden- oder Hinterbliebenenrente. Wird eine Beitragsrückgewähr vereinbart, erhalten Angehörige im Todesfall des Sparers die bisher angesparten Beiträge zurück. Weiter können Direktzusagen mit anderen Formen der bAV kombiniert werden, beispielsweise mit der Direkt­versicherung oder Unterstützungskasse.

So sind Direktzusagen abgesichert

Für Arbeitnehmer sind Direktzusagen sehr sicher. Alle Unternehmen, die Direktzusagen an ihre Mitarbeiter machen, zahlen Beiträge an den Pensions-Sicherungs-Verein (PSV). Wenn eines der Unternehmen Pleite geht, springt die Auffangeinrichtung des PSV ein. Sie zahlt die Renten, die den Mitarbeitern aus ihren bisherigen Jahren im Betrieb zustehen. Auch Unternehmen können sich mit einer speziellen Rückdeckungs­versicherung absichern. So erfüllen sie z.B. ihre Zahlungsverpflichtungen, wenn ein Mitarbeiter frühzeitig invalide wird.

Vorteile und Nachteile der Direktzusage

Vorteile der Direktzusage

Für den Arbeitgeber

lesen
  • Der Arbeitgeber spart bei der Direktzusage Steuern. Denn die Pensionsrückstellungen schmälern den Gewinn.
  • Die Liquidität des Unternehmens ist höher als bei anderen Formen der betrieblichen Altersvorsorge. Denn die Beiträge der Direktzusage bleiben im Unternehmen und werden nicht an externe Vorsorgeeinrichtungen abgegeben.
  • Die Erträge aus den Rücklagen sind für das Unternehmen frei verfügbar. Somit kann der Arbeitgeber die Zuführung der Direktzusage nach seinen eigenen Vorstellungen gestalten.
  • Mit einer Direktzusage kann ein Arbeitgeber seine Mitarbeiter motivieren und langfristig an das Unternehmen binden.

Für den Arbeitnehmer

lesen
  • Der Arbeitnehmer kann mit einer Direktzusage Vorsorgelücken schließen, die bei der gesetzlichen Renten­versicherung drohen.
  • Weil sich der ausbezahlte Lohn in der Regel reduziert, spart der Arbeitnehmer in der Ansparphase Steuern. Während der Anwartschaftsphase ist die Steuerfreiheit unbegrenzt.
  • Das umgewandelte Entgelt ist bis zu vier Prozent der Beitragsbemessungsgrenze sozial­versicherungsfrei.
  • Erst die späteren Versorgungsleistungen werden versteuert. Voraussichtlich ist dann der Steuersatz aber niedriger als während der Erwerbstätigkeit.
  • Direktzusagen eignen sich auch für gut verdienende Angestellte. Besonders, weil die Leistungshöhe unbegrenzt ist.
  • Falls das Unternehmen in Konkurs geht, ist die Direktzusage abgesichert.

Nachteile der Direktzusage

Für den Arbeitgeber

lesen
  • Unternehmen haben bei der Direktzusage gewisse Risiken. So sind sie beispielsweise verpflichtet, wenn ein Mitarbeiter vorzeitig invalide wird. Mit einer Rückdeckungs­versicherung kann er sich aber absichern.
  • Bei der Direktzusage verwaltet das Unternehmen in der Regel die Beiträge selbst. Dementsprechend höher ist der Aufwand. Es besteht aber die Möglichkeit, die Anlageverantwortung z.B. auf einen Pensionsfonds zu übertragen.
  • Unternehmen müssen bei der Direktzusage ihre Versorgungsverpflichtung in der Bilanz ausweisen. Dies kann die Bilanzkennziffern und die Eigenkapitalrelation verschlechtern. Für Investoren sind diese Kennzahlen oft entscheidend.

Für den Arbeitnehmer

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  • Bei einem Stellenwechsel hat der Arbeitnehmer nicht den gesetzlichen Anspruch, dass sein neuer Arbeitgeber die Direktzusage weiterführt. Auch eine private Weiterführung ist nicht möglich.
  • Damit der Arbeitgeber später sicher eine Betriebsrente erhält, muss er mindestens drei Jahre im Unternehmen bleiben und beim Stellenwechsel mindestens 21 Jahre alt sein.
  • Die Direktzusage wird nicht im Sinne einer Riester-Rente gefördert. Dies ist nur bei externen Durchführungswegen der bAV möglich, etwa bei der Direkt­versicherung, Pensionskasse und

Für welche Arbeitgeber und Arbeitnehmer eignet sich die Direktzusage?

Welche Arbeitgeber profitieren von der Direktzusage?

Da Unternehmen die Verwaltung bei der Direktzusage in der Regel selbst übernehmen, lohnt sich diese Art der betrieblichen Altersvorsorge vor allem für mittlere und große Arbeitgeber. Für kleinere Firmen ist der Bürokratieaufwand in der Regel höher als die zu erwartenden Steuerersparnisse. Auch ist fraglich, ob sie die Risiken selbst tragen können. Hier finden Sie eine Übersicht aller Durchführungswege der betrieblichen Altersvorsorge – ein anderes Modell passt eventuell besser zu Ihrem Unternehmen

Experten-Tipp:

„Die Direktzusage spielt faktisch heute kaum noch eine Rolle. Viele Unternehmen scheuen die mit der Zusage verbundene Bilanzberührung dieses Versorgungsmodells.“

Foto von Stephan Seidenfad
Signatur von Stephan Seidenfad
Stephan Seidenfad
Experte für betriebliche Altersvorsorge

Für welche Arbeitnehmer ist eine Direktzusage sinnvoll?

Mitarbeiter, die lange im Unternehmen bleiben, profitieren besonders von der Direktzusage. Sie können so ihre drohenden Versorgungslücken bei der gesetzlichen Rente schließen. Interessant ist diese Form der bAV besonders für gut bezahlte Angestellte – zum Beispiel für Kaderleute, Geschäftsführer oder Vorstände. Sie können viel Steuern sparen. Denn die Beiträge der Direktzusage sowie der Unterstützungskasse sind im Gegensatz zu den anderen Formen der bAV unbegrenzt steuerfrei. Finanziert ein Arbeitnehmer die Direktzusage in Form einer Entgeltumwandlung, reduziert sich sein steuerbares Einkommen ebenfalls. Auch verringern sich seine Sozialabgaben.

Warum die bAV für Arbeitnehmer sinnvoll ist

Aktuelle Testberichte zur Direktzusage

Kompetenzrating des IVFP 2020

Tests, die sich ausschließlich mit Direktzusagen befassen, gibt es derzeit noch nicht. Ein Anhaltspunkt liefert aber das Kompetenz­rating des Institut für Vorsorge und Finanzplanung (IVFP). 2020 untersucht es 26 Anbieter der betrieblichen Altersvorsorge. Bewertet wurden die Qualität der Beratung, die Haftung, der Service und die Verwaltung. 13 Anbieter erhielten die Höchstwertung von fünf Sternen und somit das Qualitätsurteil exzellent (Quelle). Darunter:

Diese Versicherer bieten Unternehmen teilweise an, Direktzusagen auszulagern. Auch können dort Arbeitgeber ihre Risiken mit einer Rückdeckungs­versicherung minimieren.

Wenn Sie mehr zu den Testresultaten erfahren möchten, dann schauen Sie auf unserer umfassenden Seite zu aktuellen Testberichten der bAV:

Aktuelle Testberichte zur betrieblichen Altersvorsorge

Direktzusage: Angebote vergleichen und fachliche Beratung nutzen

Bevor sich ein Arbeitgeber für eine Direktzusage entscheidet, lohnt sich ein Vergleich mit den anderen 5 Durchführungswegen der betrieblichen Altersvorsorge (bAV). Neben der Direktzusage sind folgende Wege möglich:

Ist klar, dass eine Direktzusage für Ihr Unternehmen infrage kommt, dann informieren Sie sich über die verschiedenen Möglichkeiten, wie die Direktzusage profitabel in das Unternehmen eingeführt werden kann.

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Alle Durchführungswege der bAV

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Katharina Tennius
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Verfasst von Munkhjin Enkhsaikhan & Team
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