Boots­versicherung

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Das Wichtige in Kürze

  • Wer ein Motor- oder Segelboot besitzt, sollte auf jeden Fall eine Boots­haftpflicht­versicherung abschließen.
  • Eine ausreichende Boots­haftpflicht­versicherung ist für einige Auslandsreisen mit dem Boot zwingend erforderlich.
  • Gerade bei größeren, wertvolleren Booten lohnt sich auch eine Kasko­versicherung.
  • Ein kleines Boot lässt sich bereits für umgerechnet 4,14 € pro Monat ausreichend versichern.

Das macht eine gute Boots­versicherung aus

Vorteile der Boots­versicherung

Eine gute Boots­versicherung

  • schützt Sie vor Schadensersatz­forderungen Dritter
  • erlaubt Ihnen mehr Flexibilität bei Reisen (in einigen Ländern ist eine ausreichende Boots­haftpflicht­versicherung Pflicht)
  • zahlt für Reparaturen und nötigenfalls Ersatz für Ihr Boot, falls es zu Schäden oder Diebstahl kommt
  • ist genau auf Ihr Boot und Ihre Ansprüche und Risiken zugeschnitten

Passgenauer Versicherungs­schutz

Deshalb hat sie zwei wichtige Komponenten: Die Boots­haftpflicht und die Bootskasko­versicherung. Erstere sollte auch Schadensersatz­forderungen in Millionenhöhe abdecken – wie hoch die Deckungssumme mindestens sein muss, hängt auch von den Regeln der Länder ab, welche Sie bereisen wollen.

Achten Sie auch darauf, wo Ihr Boots­versicherungs­schutz gilt – wer weltweit unterwegs ist, braucht eine weltweit gültige Boots­versicherung. Die Versicherung sollte sich auch daran orientieren, welchen Risiken Ihr Boot realistischerweise ausgesetzt ist – falls Sie z.B. Segelregatten fahren, sollten dabei entstehende Schäden versichert sein.

Versicherungen ab 4,14 Euro

Während Besitzer großer Boote besser eine Boots­haftpflicht und eine Bootskasko­versicherung abschließen sollten – z.B. als kostengünstiges Versicherungs­paket -, genügt für die Besitzer kleinerer Boote eine Haftpflicht­versicherung. Eine kleine Segeljolle lässt sich z.B. für 49,70 Euro im Jahr versichern – umgerechnet wenig mehr als 4 Euro pro Monat.

Diese Boots­versicherer empfehlen unsere Experten

Wer sein Boot versichern möchte, kann zwischen mehreren Anbietern wählen. Unsere Experten empfehlen diese Boots­versicherer:

  • Mannheimer
  • Gothaer
  • Basler
  • Helvetia

Im weiteren Verlauf des Artikels erfahren sie, worauf Sie beim Abschließen einer Boots­versicherung achten müssen. Nutzen Sie auch unseren Boots­versicherungs­rechner, um die günstigste Versicherung für Ihr Boot zu finden.

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Wer braucht eine Boots­versicherung?

Wieso Sie eine Boots­haftpflicht brauchen

Wer ein eigenes Segel- oder Motorboot besitzt, sollte in jedem Fall eine Boots­haftpflicht­versicherung abschließen – auch wenn in Deutschland die Boots­versicherung keine Pflicht ist. Wer einer dritten Person einen Schaden zufügt, ist gesetzlich zur Zahlung von Schadensersatz­ verpflichtet und zwar in unbegrenzter Höhe. Dies gilt auch, wenn der Schaden durch ein Boot entsteht.

Die Boots­haftpflicht­versicherung schützt vor den finanziellen Folgen, falls Sie während einer Bootstour eine dritte Person schädigen. Das ist leider nicht so unwahrscheinlich, da Kollisionen eine der häufigsten Ursachen für Schäden an Booten sind (Quelle). Mehr zu Risiken für Bootsführer, typischen Schadensfällen und deren Kosten erfahren Sie auf unserer Seite zum Thema:

Typische Schadensfälle der Boots­versicherung

Wann genügt die private Haftpflicht­versicherung?

Entgegen der weit verbreiteten Annahme sind (wenn überhaupt) eigene Boote nur bis zu einer Motorstärke von 5 PS über die private Haftpflicht versichert. Auch Boote, die ausschließlich mit Muskelkraft betrieben werden, sind in der Regel bei der Haftpflicht­versicherung mitversichert. Dazu zählen:

  • Paddelboote (Kajak, Kanu)
  • Ruderboote
  • Tretboote

Je nach Tarif können auch Schlauchboote in der privaten Haftpflicht­versicherung mitversichert sein. Wenn der Versicherte nur gelegentlich ein Boot chartert, für das kein Bootsführerschein nötig ist, kann unter Umständen ebenfalls die private Haftpflicht­versicherung ausreichen. Gehen Sie hier jedoch auf Nummer sicher und lesen Sie dies in den Versicherungs­­bedingungen Ihrer Police nach oder fragen Sie direkt Ihre Versicherung.

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Die richtige Versicherung für Ihr Boot

Versicherungen für Motorbootbesitzer

Als Motorboot gelten alle Wasserfahrzeuge, die von einem Elektro- oder Verbrennungsmotor angetrieben werden – das können Schlauchboote, Yachten oder Segelboote mit zusätzlichen Motoren ein. Es gibt sie in vielen Formen, Größen und Preisklassen. Preis, Typ und Verwendungszweck des Boots haben einen Einfluss darauf, welche Versicherungen nötig sind und was sie kosten. Gerade die Leistungs­stärke des Motors spielt dabei eine große Rolle.

Motoryachten versichern

Einige Anbieter bieten explizite Yacht­versicherungen an oder haben sich sogar darauf spezialisiert. Die Leistungen, Versicherungs­bausteine und -­bedingungen sind denen anderer Motorboot­versicherungen sehr ähnlich. Wer zusätzlich zur Yacht auch noch einen Jetski besitzt, kann diesen ebenfalls gezielt absichern lassen.

Tipp: Passen Sie auf Ihren Außenbordmotor auf

Außenbordmotoren sind begehrtes Diebesgut. Sie können mit einer Vollkasko­versicherung versichert werden. Damit die Versicherung gar nicht erst aktiv werden muss, kann man sie mit einer Sicherheitsvorrichtung wie z.B. einer Stahlkette und einer Alarmanlage vor Diebstahl schützen.

Was Motorbootfahrer noch beachten sollten: Führerscheinpflicht

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Vielerorts gilt die Pflicht, einen Sportbootführerschein (SBF) oder einen Sportküstenschifferschein (SKS) vorzuweisen, wenn man ein Boot/ein Boot ab einer bestimmten Länge oder PS-Zahl fahren möchte – die Regelungen unterscheiden sich je nach dem Land, in dessen Gewässern sie unterwegs sind. Teilweise werden auch ein Funkbetriebs­zeugnis (SRC) oder ein Sachkundenachweis für Signalmittel (Pyroschein) gefordert. Informieren Sie sich, bevor Sie eine Reise antreten.

Versicherungen für Segelboote

Boots­versicherer bieten zum Teil Versicherungen und Versicherungs­pakete für bestimmte Bootstypen an – die Leistungen und die Gründe, wieso Bootsbesitzer sie in Anspruch nehmen sollten, sind sich dabei sehr ähnlich, nur bei den Preisen gibt es Unterschiede.

Besonderheiten von Segeljollen

Segeljollen zählen zu den kleineren Segelbooten, aber werden primär zu sportlichen Zwecken gefahren, was mit einem besonderen Risiko einhergeht, versehentlich das Eigentum anderer zu beschädigen, z.B. bei Regatten. Daher empfiehlt sich eine Segeljollen­haftpflicht­versicherung, bei der auch Regatten versichert sind. Eine Kasko­versicherung kommt für eventuelle Schäden am eigenen Boot auf. Eine reine Haftpflicht­versicherung ist für unter 50 Euro im Jahr möglich. Aufgrund des niedrigeren Anschaffungspreises sind Diebstahl oder Beschädigung hier leichter zu verschmerzen als bei größeren Booten, aber dennoch ärgerlich. Eine Kasko­versicherung ist nicht zwingend erforderlich, aber kann helfen, im Fall eines Totalschadens im vierstelligen Bereich zu sparen.

Versicherungen für verschiedene Bootstypen

Leistungen der Boots­versicherung: Boots­haftpflicht

Wann hilft die Versicherung? Ein Beispiel

Bootsbesitzer A rammt versehentlich mit seinem Motorboot das von Bootsbesitzer B. Er hinterlässt eine tiefe Delle in dessen Boot und zu allem Überfluss fällt B durch die Kollision auch noch unglücklich und bricht sich den Arm. Zum Glück steht A’s Versicherung bereit, um an seiner Stelle B’s Schadenersatzforderungen zu erfüllen, für die A sonst mit seinem Vermögen haften würde.

Bootsunfälle vermeiden

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Das ist nur eine von vielen möglichen Situationen, in denen sich eine Versicherung auszahlt. Weitere typische Bootsunfälle wären z.B.

  • Wassereinbruch
  • Überbordfallen
  • Grundberührung

Wer die häufigsten Ursachen solcher Unfälle kennt, hat bessere Chancen, sie zu vermeiden. Typische Vor­bedingungen von Segelunfällen sind z.B. die Folgenden:

  • schlechte Sicht
  • zu hohe Geschwindigkeit
  • scharfe Manöver
  • unerfahrene oder panische Schiffsführer
  • Alkoholkonsum
  • mangelhafte Ausbildung

Aber auch das Boot selbst bringt manchmal besondere Risiken: Gerade einige Regattaboote sind besonders schadenanfällig, da bei ihrem Bau gelegentlich Geschwindigkeit über Stabilität priorisiert wird. Passionierte Segler sollten auch darauf achten, wie sie die Belastung von Knien und Wirbelsäule durch den Sport reduzieren können, damit sie lange voll leistungsfähig bleiben und in einer schwierigen Situation auf ihre ganze Stärke und Beweglichkeit zurückgreifen können. (Quelle)

Leistungen der Boots­haftpflicht­versicherung

Die Boots­haftpflicht­versicherung kommt für Schäden auf, die der Versicherte im Zusammenhang mit dem eigenen oder einem gecharterten Boot verursacht. Versichert sind neben Personen- und Sachschäden auch Vermögensschäden.

Ähnlich wie bei der privaten Haftpflicht gilt auch bei der Boots­haftpflicht, dass gerade für Personenschäden hohe Deckungssummen zu empfehlen sind. Diese sollten im zweistelligen Millionenbereich liegen. Denn kommt eine Person zu Schaden, sind die Folgekosten nur schwer abzusehen.

Wichtige Leistungen der Boots­haftpflicht sind auch:

  • Skipper­haftpflicht­versicherung: Deckt Schäden, die der Versicherte mit einem gemieteten bzw. gecharterten Boot verursacht.
  • Forderungsausfalldeckung: Deckt Schäden, die Ihnen Dritte zufügen, wenn diese selbst den Schaden nicht oder nur teilweise ersetzen können. Dies kann der Fall sein, wenn der Schädiger keine eigene Privat- oder Boots­haftpflicht­versicherung abgeschlossen hat.

Sinnvolle Erweiterungen

Je nach Ihrer Situation und Ihren Plänen sollten Sie darauf achten, ob Ihr Tarif die folgenden Elemente enthält:

  • Deckungserweiterung für Schäden, die sich Crewmitglieder gegenseitig zufügen.
  • Mit­versicherung von Regatten
  • Mit­versicherung von Transportwegen
  • Mit­versicherung von Mietschäden
  • Versicherungs­schutz für Beiboote und nicht zulassungspflichtige Bootstrailer (Bootsanhänger)

Bootshaft­versicherung: Pflicht im Ausland

Im Gegensatz zu Deutschland müssen Sie in einigen anderen europäischen Ländern eine Boots­haftpflicht­versicherung nachweisen, wenn Sie die dortigen Gewässer befahren möchten. Dort müssen Sie die Auslandsbestätigung der Boots­versicherung immer bei sich haben.

Einige Länder mit gesetzlich vorgeschriebener Versicherungs­pflicht:

  • Italien
  • Niederlande
  • Kroatien
  • Schweiz

Mehr zum Thema: Ist die Boots­versicherung Pflicht?

Experten-Tipp:

„Sie möchten mit Ihrem Boot in Italien fahren? Dann achten Sie unbedingt darauf, dass die Versicherungs­summe der Boots-Haftpflicht­versicherung mindestens 7 Millionen Euro beträgt! Dies müssen Sie mit der Versicherungs­bestätigung jederzeit nachweisen können. Andernfalls dürfen Sie in Italien keinen Hafen anlaufen oder verlassen.“

Foto von Benjamin Mai
Signatur von Benjamin Mai
Benjamin Mai
Berater

Leistungen der Boots­versicherung: Bootskasko

Sinnvoll ist die Bootskasko­versicherung vor allem, wenn das Boot häufig genutzt wird und noch neu ist. Da das Boot mit zunehmenden Alter an Wert verliert, sollten Bootsbesitzer die Versicherungs­summe der Kasko­versicherung regelmäßig anpassen.

Voll- und Teilkasko

Ähnlich wie bei der Kfz-Kasko­versicherung unterscheidet man auch beim Boot in Teil- und Vollkaskoschutz.

In der Teilkasko-Versicherung versichert:

  • Elementar­schäden ( Schäden durch Sturm, Hagel, Blitzeinschlag, …)

In der Vollkasko­versicherung versichert:

  • Elementar­schäden
  • Unfälle
  • Diebstahl und Einbruchdiebstahl
  • Vandalismus

Achtung bei Diebstahl

Vollkasko­versicherungen übernehmen die Kosten bei Diebstahl nur, wenn es sich um Gegenstände handelt, die eindeutig dem Boot zugeordnet werden können. Dies gilt für sämtliche festinstallierte Elektronikgeräte und für Bootszubehör wie Anker und Schwimmwesten.

Gegenstände wie Smartphones oder Geldbörsen sind über die Hausrat­versicherung abgesichert. Wer zusätzlich zu einem Boot auch noch Jetskis besitzt, sollte vor allem auf einen 24-stündigen Rundumschutz Wert legen und sicher gehen, dass die Sicherungsanforderungen für geparkte Fahrzeuge realistisch sind.

Weitere mögliche Leistungen der Bootskasko

  • Bei einigen Tarifen können Bootstrailer und Beiboote mitversichert werden.
  • Außerdem verzichten einige Anbieter auf die Zahlung der Selbstbeteiligung, wenn der Schaden durch Blitzschlag, Brand oder Einbruch entstanden ist.
  • Bootsführer, die im Ausland unterwegs sind, können sich zudem die Kosten für Übernachtung und/oder Heimreise erstatten lassen. Dies gilt mitunter auch für die Crew.

Geltungsbereich beachten

Verlässt der Versicherungs­nehmer den vertraglich vereinbarten Geltungsbereich (die versicherte Gewässerzone) für eine längere Zeit, muss er dies der Versicherung melden, damit der Versicherungs­schutz bestehen bleibt.

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Was kostet eine Boots­versicherung?

Kosten der Boots­haftpflicht

Wie hoch die Beiträge einer Boots­haftpflicht­versicherung im Einzelnen ausfallen, hängt vor allem von

  • der Höhe der Versicherungs­summe,
  • der Motorstärke bzw. der Segelfläche und
  • dem Geltungsbereich ab.

Rechenbeispiel

Bei einem kleinen, schwach motorisierten Boot läuft das auf wenige Euro im Monat hinaus. Die Beiträge können umgerechnet (i.d.R. werden Boots­versicherungen jährlich bezahlt) z.B. so aussehen:

BootstypMonatlicher Preis (Euro)
Kleine Segeljolle4,14
Kleines Motorboot (50 PS)4,27
Versicherungs­steuer bereits inklusive.

Kosten der Bootskasko­versicherung

Bei der Kasko­versicherung für Boote ist der Geltungsbereich des Versicherungs­schutzes einer der entscheidenden Kostenfaktoren. Wer beispielsweise nur in einem bestimmten Gebiet oder sogar nur auf einem bestimmten See unterwegs ist, kann hier viel Geld sparen, wenn der Geltungsbereich entsprechend eingeschränkt wird. Auch der Verzicht auf eine Versicherung des Bootes außerhalb der Saison oder eine clevere Kombination von Versicherungen helfen, Geld zu sparen – mehr dazu weiter unten.

Rechenbeispiel

So viel könnte eine Bootskasko­versicherung kosten (auch hier wieder von der jährlichen Summe umgerechnet). Der Preis hängt davon ab, welche Risiken und welches Boot Sie versichern möchten – nutzen Sie unseren Rechner oder lassen Sie sich beraten, um herauszufinden, was Sie für Ihr Boot bezahlen würden.

BootstypBasis-Kasko pro Monat (Euro)
Kleine Segeljolle9,91
Kleines Motorboot9,91
Versicherungs­steuer bereits inklusive.

Die Preise für die Kasko­versicherung einer Yacht oder eines Hausboots wären deutlich höher. Dies gilt bei diesen Bootstypen jedoch auch für die Kostenersparnis im Schadensfall.

Versicherungs­pakete

Es kann sich lohnen, Haftpflicht- und Kasko­versicherung beim selben Anbieter abzuschließen, da diese oft Versicherungs­pakete anbieten, die gleich mehrere Risiken abdecken. Für ein Motorboot (50 PS) kann das z.B. so aussehen:

VersicherungEuro
Boots­haftpflicht (3 Mio.)34,65
Bootskasko (Basis)100,00
Versicherungs­steuer (19%)25,58
Gesamtpaket – Preis pro Jahr160,23
Preis pro Monat13,35

So können Sie bei Ihrer Boots­versicherung sparen

Schadensfreiheitsrabatt

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Versicherte, die innerhalb eines bzw. mehrerer Jahre keinen Schaden melden, erhalten häufig einen sogenannten Schadensfreiheitsrabatt, der zum Teil im zweistelligen Bereich liegt. Der Schadensfreiheitsrabatt wird ausschließlich in der Vollkasko­versicherung gewährt.

Saison­versicherung

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Die meisten Boots­versicherer bieten eine sogenannte Saison­versicherung an. Das heißt, der Versicherungs­schutz gilt nur für einen bestimmten Zeitraum im Jahr. Üblich ist eine Zeitspanne von Ende März bis Ende Oktober, also die Saison, in der das Boot aktiv genutzt wird.

Selbstbeteiligung

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Über die Höhe der Selbstbeteiligung sinken die jährlichen Beiträge zum Teil erheblich. Einige Versicherer versprechen zudem nach mehreren schadensfreien Jahren eine Halbierung der Selbstbeteiligung im Schadensfall.

Kombiverträge

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Eine Kombiabsicherung, die sowohl die Haftpflicht-Risiken deckt als auch den Kaskoschutz enthält, ist wie bereits erwähnt häufig günstiger als zwei Einzelverträge.

Experten-Tipp:

„Bei der Boots­versicherung lohnt es sich, vorab genau zu überlegen, auf welchen Gewässern man unterwegs sein wird. Fährt man ausschließlich auf den heimischen Binnengewässern, ist dies deutlich günstiger, als wenn man auch in den Nachbarländern unterwegs ist.“

Foto von Benjamin Mai
Signatur von Benjamin Mai
Benjamin Mai
Berater

So sichern Sie weitere Risiken und die gewerbliche Nutzung Ihres Bootes ab

Weitere Boots­versicherungen

Der Versicherungs­schutz der Boots­versicherung kann durch die Wahl von Zusatz­versicherungen erweitert werden, sodass beispielsweise auch mitreisende Gäste umfassend abgesichert sind.

Rechtsschutz/Wassersportrechtschutz

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Wasserfahrzeuge sind nicht über gängige Verkehrs­rechtsschutz­versicherungen versichert, sodass sich unter Umständen eine Rechtsschutz­versicherung für Ihr Boot anbietet. Diese bietet aktiven Rechtsschutz in allen Streitigkeiten, die mit dem Boot zusammenhängen. Eine solche Versicherung hilft z.B., eine ungerechtfertigte Entziehung des Bootsführerscheins anzufechten, sich in einem Strafverfahren zu verteidigen oder Schadensersatz­ansprüche gegenüber Dritten durchzusetzen.

Insassenunfall­versicherung

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Eine Insassenunfall­versicherung ist vor allem dann sinnvoll, wenn man regelmäßig Gäste auf dem Boot hat. Die Versicherung schützt ausschließlich die Mitreisenden. Der Versicherungs­schutz gilt auch beim Betreten und Verlassen des Bootes.

Bootstrailer-Versicherung

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Die Versicherung eines Bootstrailers fällt in der Regel in den Bereich der Kfz-Versicherung. Dies gilt allerdings nur dann, wenn es sich um einen zulassungspflichtigen Bootstrailer (Anhänger) handelt. Trailer ohne Zulassungspflicht können über eine Boots­versicherung mitversichert werden. Unter Umständen reicht sogar die private Haftpflicht­versicherung aus.

Zulassungspflichtig oder nicht?

Bootstrailer erhalten ein grünes oder ein schwarzes Kennzeichen, je nachdem, ob der Trailer von Zulassung und Steuer befreit ist oder nicht. Dies wird über die Einstufung des jeweiligen Trailers in eine Fahrzeugklasse geregelt.

Infrage kommen hier „SDAH Bootstransporter“ (zulassungspflichtig) oder „SDAH f. Sportgeräte“ (zulassungsbefreit). Im Zweifelsfall sorgt ein Sachverständiger für Klarheit.

Maschinen­-Elektronik-Versicherung

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Diese Zusatz­versicherung zur Kasko­versicherung sorgt dafür, dass auch die Kosten für Schäden übernommen werden, die nicht das Boot selbst, aber dafür Maschinen­ und Elektronik an Bord betreffen.

Boots­versicherung bei Vermietung

Wenn ein Boot vermietet werden soll, ist dies auf jeden Fall mit der Versicherung abzuklären. Ob eine zusätzliche Versicherung nötig ist, kann davon abhängen, ob der Versicherungs­nehmer weiterhin als Verantwortlicher an Bord ist. Manche Versicherer versichern nur privat genutzte Boote, bei anderen ändern sich die Konditionen, wenn ein Boot nicht länger ausschließlich privat genutzt wird. Für die Vermietung von Booten sind zusätzlich zur normalen Haftpflicht- und Kasko­versicherung auch

  • Rechtsschutz­versicherung
  • Unfall­versicherung für mitfahrende Personen
  • gegebenenfalls Haftpflichtdeckung für Besatzung und zahlende Gäste

wichtig. Einige Versicherer haben auch Angebote für ganze Charterflotten parat. Kosten und Konditionen der Versicherung von vermieteten Booten müssen allerdings meist individuell bei den Versicherern erfragt werden.

Boots­versicherung für Gewerbetreibende

Die Auswahl für die Versicherung eines gewerblich genutzten Bootes ist weniger groß als bei der privaten Nutzung. Zahlreiche Versicherer entscheiden auf Einzelfallbasis, ob sie eine gewerbliche Nutzung versichern wollen, oder aber schließen dies ganz aus.

Gewerblich genutzte Schiffe

Handelt es sich bei dem zu versichernden Boot nicht um eine Yacht oder ein Motor-, Segel- oder Paddelboot, sondern einen der folgenden Bootstypen

  • Fahrgastschiff
  • Frachtschiff
  • Schlepper
  • Fischerboot
  • Fischkutter
  • Küstenmotorschiff

können Sie sich auf unserer Seite zur Schiffs­versicherung über die entsprechenden Versicherungen informieren.

Boots­versicherung für Wassersportstationen, Händer, Schulen

Boots­versicherungen für Gewerbetreibende richten sich zum Beispiel an Bootsverleiher (Charterunternehmen), Bootshändler, Wassersportstationen, Wassersportvereine und -schulen.

Für die jeweiligen Bedürfnisse der Gewerbetreibenden haben die Versicherer eigene Versicherungs­konzepte entwickelt. Die individuell abgestimmten Lösungen ermöglichen einen optimalen Versicherungs­schutz zu einem fairen Preis.

Wassersportstationen

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Gerade wenn Personenschäden mitversichert werden müssen, ist ein optimaler Versicherungs­schutz unumgänglich. Einige Versicherer haben ihre Tarife explizit für bestimmte Events ausgelegt wie zum Beispiel:

  • Floßfahrten
  • Paddel-, Segel- und Rudertouren
  • Wasserskilaufen
  • Drachenfliegen mit Motorboot
  • Schleppen von aufblasbaren Wasserspielzeugen (z. B. “Bananen”, Schleppringe etc.)

Mitunter sind auch Vermögensschäden und Gepäckschäden gedeckt.

Bootshändler

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Der optimale Tarif für Bootshändler wird in der Regel mithilfe einer Risikobestimmung durch den Versicherer bestimmt. Neben dem regulären Kasko-Schutz können weitere Leistungen hinzugebucht werden:

  • Absicherung gegen Kran-Schäden und Schäden durch Slip-Anlagen
  • Transporte zu See, zu Fluss, zu Land und Luft
  • Überführungs- und Probefahrten

Möglich ist zudem eine Absicherung gegen Schäden an gelagerten Ersatzteilen sowie an eingelagerten Kundenbooten.

Wassersportschulen

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Wassersportschulen haben einen besonderen Absicherungsbedarf, denn auch unter Aufsicht eines Lehrers kann den Schülern das eine oder andere Missgeschick passieren. Eine Boots­versicherung schützt den Betrieb vor hohen Unfall- oder Personenschäden.

Neben dem allgemeinen Haftungsschutz bieten die Versicherer weitere optionale Leistungen an, die Gewerbetreibende ihrer Boots­versicherung hinzufügen können.

Dazu zählen beispielsweise:

  • Absicherung gegen Schadensansprüche durch Schüler nach falschen Instruktionen des Lehrers.
  • Versicherungs­schutz gegen Ansprüche, die Schüler untereinander aufgrund von unsachgemäßer bzw. fehlerhafter Bootsführung stellen.
  • Absicherungen gegen Schadensansprüche nach Prüfungsfahrten sowie nach Fahrten zum oder vom Prüfungsort.

Wer bietet die besten Boots­versicherungen an?

Leider liegen uns gegenwärtig keine aktuellen Testergebnisse zur Boots­versicherung vor. Der letzte Test durch Stiftung Warentest fand 2013 statt. Sobald uns aktuelle Testergebnisse vorliegen, werden wir diese für Sie zusammenstellen. In der Zwischenzeit greifen Sie gern auf die Empfehlungen unserer Experten für Sach­versicherungen zurück.

Zu den Empfehlungen

Versicherungen vergleichen: So finden Sie die richtige Boots­versicherung

Bevor Sie eine Boots­versicherung abschließen, lohnt es sich, die verschiedenen Tarife zu vergleichen. Boots­versicherungen werden von den Versicherern auf die Bedürfnisse und Situation der Bootsbesitzer angepasst – der Versicherungs­schutz einer kleinen Jolle ist mit dem einer Hochseeyacht nicht zu vergleichen.

Eine passende Versicherung wählen

Wenn es darum geht, welche Versicherung Sie wählen sollten, sind folgende Fragen entscheidend:

  • Um was für ein Boot handelt es sich? Je größer und stärker motorisiert es ist, desto gravierender sind potenzielle Schäden – dementsprechend hoch sollte auch die Deckungssumme der Haftpflicht­versicherung sein.
  • Planen Sie Reisen mit Ihrem Boot? Wählen Sie einen Tarif, mit dem Ihr Boot an allen ihren geplanten Reisezielen ausreichend versichert ist, und bei dem die Deckungssumme der Haftpflicht­versicherung den dortigen gesetzlichen Bestimmungen entspricht.
  • Welche Versicherungen brauchen Sie? Reicht es Ihnen, Haftpflichtrisiken abzusichern, oder wollen Sie auch Schäden an ihrem Boot, Unfallrisiken und eventuelle Rechtsstreitigkeiten versichert wissen?
  • Müssen Sie auch Mietschäden absichern oder nutzen Sie lediglich Ihre eigenen Steganlagen oder die eines Vereins, über den Sie bereits gegen dieses Risiko versichert sind?
  • Fahren Sie Segelregatten oder haben Sie häufig Gäste an Bord? Dann sollte der von Ihnen gewählte Tarif damit zusammenhängende Risiken versichern. Umgekehrt sollten Sie nicht für Versicherungs­schutz zahlen, den Sie gar nicht benötigen.

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In Kooperation mit Nammert Boots­versicherungen

Fazit

Wer ein Boot besitzt, sollte nicht auf eine ausreichende Boots­versicherung verzichten. Je nach Bootstyp und Nutzung des Bootes sind hier unterschiedliche Kombinationen von Versicherungen empfehlenswert. Eine Boots­haftpflicht­versicherung mit ausreichend hoher Deckungssumme sollte jedoch auf jeden Fall dabei sein. Von der Segeljolle bis zur großen Hochsee-Motoryacht, gibt es für jeden Bootstyp die passende Versicherung. Nutzen Sie gern unseren Rechner, um kostengünstige Angebote zu finden, oder lassen Sie sich von uns beraten.

Die häufigsten Fragen zur Boots­versicherung

Welche Versicherungen braucht man für Boote?

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Auf eine ausreichende Haftpflicht­versicherung sollte nicht verzichtet werden. Je nach Bootstyp und geplanter Nutzung bieten sich zusätzlich eine Bootskasko­versicherung und unter Umständen noch z.B. eine Rechtsschutz­versicherung, eine Wassersportunfall­versicherung oder ähnliches an.

Was kostet eine Boots­haftpflicht­versicherung?

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Das hängt u.a. von der Größe und Motorisierung des Bootes ab. Boots­haftpflicht­versicherungen sind jedoch vergleichsweise günstig – eine Segeljolle lässt sich z.B. für etwa 4 Euro im Monat versichern.

Ist eine Boots­versicherung Pflicht?

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In Deutschland besteht keine Pflicht, eine Boots­versicherung abzuschließen. Im europäischen Ausland sieht es anders aus: In mehreren Ländern ist eine Boots­haftpflicht­versicherung mit einer gesetzlich festgeschriebenen Deckungssumme Pflicht.

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Katharina Tennius
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