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Bootsversicherung

Unsere Empfehlungen für Ihren Schutz - inkl. Testbericht & Tarif-Vergleich (2021)

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Das Wichtigste in Kürze
  • Wer ein Motor- oder Segelboot besitzt, sollte eine Bootsversicherung abschließen.
  • Je nach Umfang des gewünschten Schutzes sind die Bootshaftpflichtversicherung, eine Kaskoversicherung und eine Insassenunfallversicherung zu empfehlen.
  • Die Kosten einer Bootsversicherung sind abhängig von Bootstyp, Geltungsbereich und gewünschter Versicherungssumme. Grundlegender Versicherungsschutz für ein kleines Boot ist jedoch bereits ab 42 Euro pro Jahr möglich.
  • Aktuelle Testergebnisse zur Bootsversicherung liegen derzeit nicht vor. Finden Sie mit unserem Tarifvergleich das passende Angebot. 

So sieht die ideale Bootsversicherung aus

Eine gute Bootsversicherung

  • schützt Sie vor Schadensersatzforderungen
  • übernimmt Reparaturen und schlimmstenfalls Ersatz, falls es zu Schäden oder Diebstahl kommt
  • ist genau auf Ihr Boot und Ihre Ansprüche und Risiken zugeschnitten

Haftpflicht und Kasko als günstiges Paket

Deshalb hat sie zwei wichtige Komponenten: Die Bootshaftpflicht und die Bootskaskoversicherung. Erstere sollte auch Schadensersatzforderungen in Millionenhöhe abdecken – wie hoch die Deckungssumme mindestens sein muss, hängt auch von den Regeln der Länder ab, welche Sie bereisen sollen. Achten Sie auch darauf, wo Ihr Bootsversicherungsschutz gilt – wer weltweit unterwegs ist, braucht eine weltweit gültige Bootsversicherung. Die Versicherung sollte sich auch daran orientieren, welchen Risiken Ihr Boot realistischerweise ausgesetzt ist – falls Sie z.B. Segelregatten fahren, sollten dabei entstehende Schäden versichert sein.

Während Besitzer großer Boote besser ein Paket aus Bootshaftpflicht und Bootskaskoversicherung abschließen sollten, genügt für die Besitzer kleinerer Boote eine Haftpflichtversicherung. Ein kleines Segel- oder Motorboot lässt sich bereits ab 42 Euro versichern – mit einer Deckungssumme von 10.000.000 Euro.

Diese Bootsversicherer empfehlen unsere Experten

Wer sein Boot versichern möchte, kann zwischen mehreren Anbietern wählen. Unsere Experten empfehlen diese Bootsversicherer:

  • Mannheimer
  • Gothaer
  • Basler
  • Helvetia

Im weiteren Verlauf des Artikels erfahren sie, worauf Sie beim Abschließen einer Bootsversicherung achten müssen. Nutzen Sie unseren Bootsversicherungsrechner, um die günstigste Versicherung für Ihr Boot zu finden.

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Wer braucht eine Bootsversicherung?

Wer ein eigenes Segel- oder Motorboot besitzt, sollte in jedem Fall eine Bootshaftpflichtversicherung abschließen – auch wenn in Deutschland die Bootsversicherung keine Pflicht ist. Die Versicherung schützt vor den finanziellen Folgen, falls Sie während einer Bootstour eine dritte Person schädigen. Das ist leider nicht so unwahrscheinlich, da Kollisionen die häufigste Ursache für Schäden an Booten sind (Quelle).

Entgegen der weit verbreiteten Annahme sind (wenn überhaupt) eigene Boote nur bis zu einer Motorstärke von fünf PS über die private Haftpflicht versichert.

Abgesehen von der Bootshaftpflicht, gibt es weitere Bootsversicherungen, die unter Umständen sinnvoll sein können. Welche Versicherung Sie im Einzelnen tatsächlich benötigen, hängt jedoch von den individuellen Umständen ab.

Wenn Sie Hilfe bei der Einschätzung benötigen, welche Absicherung für Sie sinnvoll ist, kontaktieren Sie uns gern. Unsere Versicherungsfachleute helfen Ihnen gerne weiter, damit Sie optimal abgesichert sind, und dabei nicht zu viel bezahlen.

Bootsversicherungen im Überblick
  • Bootshaftpflichtversicherung
  • Bootskasko
  • Insassenunfallversicherung
Wann genügt die private Haftpflichtversicherung?

Wer einer dritten Person einen Schaden zufügt, ist gesetzlich zur Zahlung von Schadensersatz verpflichtet und zwar in unbegrenzter Höhe. Dies gilt auch, wenn der Schaden durch ein Boot entsteht.

Boote, die ausschließlich mit Muskelkraft betrieben werden, sind in der Regel bei der Haftpflichtversicherung mitversichert. Dazu zählen:

  • Paddelboote (Kajak, Kanu)
  • Ruderboote
  • Tretboote

Je nach Tarif können auch Schlauchboote in der privaten Haftpflichtversicherung mitversichert sein. Wenn der Versicherte nur gelegentlich ein Boot chartert, für das kein Bootsführerschein nötig ist, kann unter Umständen ebenfalls die private Haftpflichtversicherung ausreichen.

Gehen Sie hier jedoch auf Nummer sicher und lesen Sie dies in den Versicherungsbedingungen Ihrer Police nach oder fragen Sie direkt Ihre Versicherung.

Bootsversicherung für ein Motorboot

Motorboot: Definition
Als Motorboot gelten alle Wasserfahrzeuge, die von einem Elektro- oder Verbrennungsmotor angetrieben werden – das können Schlachboote, Yachten oder Segelboote mit zusätzlichen Motoren ein. Es gibt sie in vielen Formen, Größen und Preisklassen. Preis, Typ und Verwendungszweck des Boots haben einen Einfluss darauf, welche Versicherungen nötig sind und was sie kosten. Gerade die Leistungsstärke des Motors spielt dabei eine große Rolle.

Motoryachten versichern

Einige Anbieter bieten explizite Yachtversicherungen an oder haben sich sogar darauf spezialisiert. Die Leistungen, Versicherungsbausteine und -bedingungen sind denen anderer Motorbootversicherungen sehr ähnlich. Wer zusätzlich zur Yacht auch noch einen Jetski besitzt, kann diesen ebenfalls gezielt absichern lassen.

Tipp: Passen Sie auf Ihren Außenbordmotor auf
Außenbordmotoren sind begehrtes Diebesgut. Sie können mit einer Vollkaskoversicherung versichert werden. Damit die Versicherung gar nicht erst aktiv werden muss, kann man sie mit einer Sicherheitsvorrichtung wie z.B. einer Stahlkette und einer Alarmanlage vor Diebstahl schützen.

Was Motorbootfahrer noch beachten sollten: Führerscheinpflicht

Vielerorts gilt die Pflicht, einen Sportbootführerschein (SBF) oder einen Sportküstenschifferschein (SKS) vorzuweisen, wenn man ein Boot/ein Boot ab einer bestimmten Länge oder PS-Zahl fahren möchte – die Regelungen unterscheiden sich je nach dem Land, in dessen Gewässern sie unterwegs sind. Teilweise werden auch ein Funkbetriebszeugnis (SRC) oder ein Sachkundenachweis für Signalmittel (Pyroschein) gefordert. Informieren Sie sich, bevor Sie eine Reise antreten.

Segelboot, Segeljolle, Segelyacht

Bootsversicherer bieten zum Teil Versicherungen und Versicherungspakete für bestimmte Bootstypen an – die Leistungen und die Gründe, wieso Bootsbesitzer sie in Anspruch nehmen sollten, sind sich dabei sehr ähnlich, nur bei den Preisen gibt es Unterschiede.

Segeljollen versichern
Segeljollen zählen zu den kleineren Segelbooten, aber werden primär zu sportlichen Zwecken gefahren, was mit einem besonderen Risiko einhergeht, versehentlich das Eigentum anderer zu beschädigen, z.B. bei Regatten. Daher empfiehlt sich eine Segeljollenhaftpflichtversicherung, bei der auch Regatten versichert sind. Eine Kaskoversicherung kommt für eventuelle Schäden am eigenen Boot auf. Eine reine Haftpflichtversicherung ist für unter 50 Euro im Jahr möglich. Aufgrund des niedrigeren Anschaffungspreises sind Diebstahl oder Beschädigung hier leichter zu verschmerzen als bei größeren Booten, aber dennoch ärgerlich. Eine Versicherung kann helfen, im Fall eines Totalschadens im vierstelligen Bereich zu sparen.

Schadensbeispiele

Bootsbesitzer A rammt versehentlich mit seinem Motorboot das von Bootsbesitzer B. Er hinterlässt eine tiefe Delle in dessen Boot und zu allem Überfluss fällt B durch die Kollision auch noch unglücklich und bricht sich den Arm. Zum Glück steht A’s Versicherung bereit, um an seiner Stelle B’s Schadenersatzforderungen zu erfüllen, für die A sonst mit seinem Vermögen haften würde.

Bootsunglücke und ihre Ursachen

Diese typischen Segelunfälle verdeutlichen, wieso Sie eine Versicherung benötigen:

Typische Bootsunfälle
  • Wassereinbruch (ein häufiges Problem bei Sportbooten)
  • Segeljollen kippen leicht, lassen sich in der Regel aber wieder aufrichten
  • Überbordfallen (ist eine der häufigsten und gefährlichsten Unfallsituationen für Segler)
  • auf Grund stoßen
Wer die häufigsten Ursachen solcher Bootsunglücke kennt, hat bessere Chancen, sie zu vermeiden.
Typische Vorbedingungen von Unfällen
  • schlechte Sicht
  • zu hohe Geschwindigkeit
  • scharfe Manöver
  • unerfahrene oder panische Schiffsführer
  • Alkoholkonsum
  • mangelhafte Ausbildung
Aber auch das Boot selbst bringt manchmal besondere Risiken: Gerade einige Regattaboote sind besonders schadenanfällig, da bei ihrem Bau gelegentlich Geschwindigkeit über Stabilität priorisiert wird. Passionierte Segler sollten auch darauf achten, wie sie die Belastung von Knien und Wirbelsäule durch den Sport reduzieren können, damit sie lange voll leistungsfähig bleiben und in einer schwierigen Situation auf ihre ganze Stärke und Beweglichkeit zurückgreifen können. (Quelle)
 
Weitere Schadensbeispiele für die Bootsversicherung finden Sie hier: Typische Schadensfälle in der Bootsversicherung.

Die Bootshaftpflichtversicherung

Die Bootshaftpflichtversicherung kommt für Schäden auf, die der Versicherte im Zusammenhang mit dem eigenen oder einem gecharterten Boot verursacht. Versichert sind neben Personen- und Sachschäden auch Vermögensschäden.

Ähnlich wie bei der privaten Haftpflicht gilt auch bei der Bootshaftpflicht, dass gerade für Personenschäden hohe Deckungssummen zu empfehlen sind. Diese sollten im zweistelligen Millionenbereich liegen. Denn kommt eine Person zu Schaden, sind die Folgekosten nur schwer abzusehen.

Wichtige Leistungen der Bootshaftpflichtversicherung

Deckt Schäden, die der Versicherte mit einem gemieteten bzw. gecharterten Boot verursacht.

Deckt Schäden, die Ihnen Dritte zufügen, wenn diese selbst den Schaden nicht oder nur teilweise ersetzen können. Dies kann der Fall sein, wenn der Schädiger keine eigene Privat- oder Bootshaftpflichtversicherung abgeschlossen hat.

Sinnvolle Extras der Bootshaftpflicht
  • Deckungserweiterung für Schäden, die sich Crewmitglieder gegenseitig zufügen.
  • Teilname an Regatten
  • Mitversicherung von Transportwegen
  • Mitversicherung von Mietschäden
  • Versicherungsschutz für Beiboote und nicht zulassungspflichtige Bootstrailer (Bootsanhänger)
Bootshaftpflichtversicherung: In einigen Ländern ist sie Pflicht

Im Gegensatz zu Deutschland müssen Sie in einigen anderen europäischen Ländern eine Bootshaftpflichtversicherung nachweisen, wenn Sie die dortigen Gewässer befahren möchten. Dort müssen Sie die Auslandsbestätigung der Bootsversicherung immer bei sich haben.

Einige Länder mit gesetzlich vorgeschriebener Versicherungspflicht

  • Italien
  • Niederlande
  • Kroatien
  • Schweiz

Kosten einer Bootshaftpflichtversicherung

Was kostet eine Bootshaftpflichtversicherung? Wie hoch die jährlichen Preise einer Bootshaftpflichtversicherung im Einzelnen ausfallen, hängt vor allem von

  • der Höhe der Versicherungssumme,
  • der Motorstärke bzw. der Segelfläche und
  • dem Geltungsbereich ab.

Rechenbeispiel

Bootstyp Versicherung ab …
Kleine Segeljolle 41,76 € / Jahr
Kleines Motorboot 43,85 € / Jahr

Unser Versicherungsfachmann hilft Ihnen durch den Tarif-Dschungel und berechnet für Sie die Beiträge Ihrer Bootsversicherung.

BERATER-TIPP

»Sie möchten mit Ihrem Boot in Italien fahren? Dann achten Sie unbedingt darauf, dass die Versicherungssumme der Boots-Haftpflichtversicherung mindestens 7 Millionen Euro beträgt! Dies müssen Sie mit der Versicherungsbestätigung jederzeit nachweisen können. Andernfalls dürfen Sie in Italien keinen Hafen anlaufen oder verlassen.«

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Bootskaskoversicherung

Ähnlich wie bei der Kfz-Kaskoversicherung unterscheidet man auch beim Boot in Teil- und Vollkaskoschutz.

Während die Boots-Teilkaskoversicherung für sogenannte Elementarschäden aufkommt (durch zum Beispiel Sturm, Hagel oder Blitzeinschlag) zahlt die Vollkaskoversicherung auch bei Unfällen, Diebstahl, Einbruchdiebstahl und Vandalismus.

Achtung bei Diebstahl: Vollkaskoversicherungen übernehmen die Kosten bei Diebstahl nur, wenn es sich um Gegenstände handelt, die eindeutig dem Boot zugeordnet werden können. Dies gilt für sämtliche festinstallierte Elektronikgeräte und für Bootszubehör wie Anker und Schwimmwesten. Gegenstände wie Smartphones oder Geldbörsen sind über die Hausratversicherung abgesichert. Wer zusätzlich zu einem Boot auch noch Jetskis besitzt, sollte vor allem auf einen 24-stündigen Rundumschutz Wert legen und sicher gehen, dass die Sicherungsanforderungen für geparkte Fahrzeuge realistisch sind.

Sinnvoll ist die Bootskaskoversicherung vor allem, wenn das Boot häufig genutzt wird und noch neu ist. Da das Boot mit zunehmenden Alter an Wert verliert, sollten Bootsbesitzer die Versicherungssumme der Kaskoversicherung regelmäßig anpassen.

Wichtige Leistungen der Bootskaskoversicherung
  • Mitversicherung von grober Fahrlässigkeit
  • Absicherung für Boot, Segel, Takelage und Persenning
  • Übernahme von Bergungskosten bzw. Schleppkosten
  • Kostenübernahme bei Wrackbeseitigung und Entsorgung von Einzelteilen
  • Wegfall der Selbstbeteiligung (als Bootsversicherungs-Option)
  • Entschädigung in Höhe des Neuwerts bei Teilschäden

Weitere mögliche Leistungen der Bootskasko

  • Bei einigen Tarifen können Bootstrailer und Beiboote mitversichert werden.
  • Außerdem verzichten einige Anbieter auf die Zahlung der Selbstbeteiligung, wenn der Schaden durch Blitzschlag, Brand oder Einbruch entstanden ist.
  • Bootsführer, die im Ausland unterwegs sind, können sich zudem die Kosten für Übernachtung und/oder Heimreise erstatten lassen. Dies gilt mitunter auch für die Crew.

Kosten der Kaskoversicherung für Boote

Bei der Kaskoversicherung für Boote ist der Geltungsbereich des Versicherungsschutzes einer der entscheidenden Kostenfaktoren. Wer beispielsweise nur in einem bestimmten Gebiet oder sogar nur auf einem bestimmten See unterwegs ist, kann hier viel Geld sparen, wenn der Geltungsbereich entsprechend eingeschränkt wird. Auch der Verzicht auf eine Versicherung des Bootes außerhalb der Saison oder eine clevere Kombination von Versicherungen helfen, Geld zu sparen – mehr dazu weiter unten.

Wird der Geltungsbereich verlassen, kann der Versicherungsschutz entfallen

Verlässt der Versicherungsnehmer den vertraglich vereinbarten Geltungsbereich (die versicherte Gewässerzone) für eine längere Zeit, muss er dies der Versicherung melden, damit der Versicherungsschutz bestehen bleibt.

Rechenbeispiel

So viel könnte eine Bootskaskoversicherung kosten. Der Preis hängt davon ab, welche Risiken und welches Boot Sie versichern möchten – nutzen Sie unseren Rechner oder lassen Sie sich beraten, um herauszufinden, was Sie für Ihr Boot bezahlen würden.

Bootstyp Basis-Kasko ab …
Kleine Segeljolle 100 € / Jahr
Kleines Motorboot 100 € / Jahr

Bootsversicherung: Versicherungspakete aus Haftpflicht und Kasko

Es kann sich lohnen, Haftpflicht- und Kaskoversicherung beim selben Anbieter abzuschließen, da diese oft Versicherungspakete anbieten, die gleich mehrere Risiken abdecken.

Rechenbeispiel: Motorboot

Wir haben für Sie errechnet, wie teuer die Versicherung eines Motorboots im Wert von 12.000 € wäre.

Fahrzeugtyp Motorboot
Fahrgebiet EU Binnengewässer
Baujahr 2016
Motorleistung 30 PS
Beitrag ab 160,23 €/Jahr

Rechenbeispiel: Segelschiff

Folgende Angaben können Ihnen bei einem Segelboot mit einer Segelfläche von 22 qm als Orientierung dienen:

Haftpflichtversicherung ab 47 €/Jahr
Kaskoversicherung ab 100 €/Jahr
Wassersportunfallversicherung ab 40 €/Jahr
Gesamtes Versicherungspaket ab 187 €/Jahr

Möglichkeiten bei Bootsversicherungen zu sparen

Versicherte, die innerhalb eines bzw. mehrerer Jahre keinen Schaden melden, erhalten häufig einen sogenannten Schadensfreiheitsrabatt, der zum Teil im zweistelligen Bereich liegt. Der Schadensfreiheitsrabatt wird ausschließlich in der Vollkaskoversicherung gewährt.

Die meisten Bootsversicherer bieten eine sogenannte Saisonversicherung an. Das heißt, der Versicherungsschutz gilt nur für einen bestimmten Zeitraum im Jahr. Üblich ist eine Zeitspanne von Ende März bis Ende Oktober, also die Saison, in der das Boot aktiv genutzt wird.

Über die Höhe der Selbstbeteiligung sinken die jährlichen Beiträge zum Teil erheblich. Einige Versicherer versprechen zudem nach mehreren schadensfreien Jahren eine Halbierung der Selbstbeteiligung im Schadensfall.

Eine Kombiabsicherung, die sowohl die Haftpflicht-Risiken deckt als auch den Kaskoschutz enthält, sind häufig günstiger als zwei Einzelverträge.

BERATER-TIPP

»Bei der Bootsversicherung lohnt es sich, vorab genau zu überlegen, auf welchen Gewässern man unterwegs sein wird. Fährt man ausschließlich auf den heimischen Binnengewässern, ist dies deutlich günstiger, als wenn man auch in den Nachbarländern unterwegs ist.«

Erklärvideo – 3 wichtige Dinge bei der Bootsversicherung

Möglicher Zusatzschutz

Der Versicherungsschutz der Bootsversicherung kann durch die Wahl von Zusatzversicherungen erweitert werden, sodass beispielsweise auch mitreisende Gäste umfassend abgesichert sind.

Wasserfahrzeuge sind nicht über gängige Verkehrsrechtsschutzversicherungen versichert, sodass sich unter Umständen eine Rechtsschutzversicherung für Ihr Boot anbietet. Diese bietet aktiven Rechtsschutz in allen Streitigkeiten, die mit dem Boot zusammenhängen. Eine solche Versicherung hilft z.B., eine ungerechtfertigte Entziehung des Bootsführerscheins anzufechten, sich in einem Strafverfahren zu verteidigen oder Schadensersatzansprüche gegenüber Dritten durchzusetzen.

Eine Insassenunfallversicherung macht vor allem dann Sinn, wenn man regelmäßig Gäste auf dem Boot hat. Die Versicherung schützt ausschließlich die Mitreisenden. Der Versicherungsschutz gilt auch beim Betreten und Verlassen des Bootes.

Die Versicherung eines Bootstrailers fällt in der Regel in den Bereich der Kfz-Versicherung. Dies gilt allerdings nur dann, wenn es sich um einen zulassungspflichtigen Bootstrailer (Anhänger) handelt. Trailer ohne Zulassungspflicht können über eine Bootsversicherung mitversichert werden. Unter Umständen reicht sogar die private Haftpflichtversicherung aus.

Zulassungspflichtig oder nicht?

Bootstrailer erhalten ein grünes oder ein schwarzes Kennzeichen, je nachdem, ob der Trailer von Zulassung und Steuer befreit ist oder nicht. Dies wird über die Einstufung des jeweiligen Trailers in eine Fahrzeugklasse geregelt.

Infrage kommen hier „SDAH Bootstransporter“ (zulassungspflichtig) oder „SDAH f. Sportgeräte“ (zulassungsbefreit). Im Zweifelsfall sorgt ein Sachverständiger für Klarheit.

Diese Zusatzversicherung zur Kaskoversicherung sorgt dafür, dass auch die Kosten für Schäden übernommen werden, die nicht das Boot selbst, aber dafür Maschinen und Elektronik an Bord betreffen.

Bootsversicherungen im Test

Bootversicherungen wurden in den letzten Jahren nicht getestet. Stiftung Warentest hat zuletzt 2013 Bootshaftpflicht- und Bootskaskoversicherungen bewertet und in der Fachzeitschrift „Finanztest“ veröffentlicht.

Trotz des Alters der Testergebnisse, sind diese durchaus noch relevant – zumindest um einen Überblick über die Anbieter von Bootsversicherungen zu erhalten. Bei den meisten handelt es sich um Spezialversicherer, die sich auf die Absicherung von Booten spezialisiert haben. Daher liegen zu diesen Versicherern auch keine Testergebnisse zur Servicequalität oder Finanzstärke vor.

Stiftung Warentest: Bootsversicherung – Testergebnis 2013 noch relevant

Die Experten von Finanztest kamen zu dem Ergebnis, dass es sich finanziell gesehen lohnt, Haftpflicht- und Kaskoversicherung zusammen bei einem Anbieter abzuschließen. Es gibt eine Reihe günstiger Angebote für die Modellboote. Vor allem die Bavaria, HLP, Neubacher und Yachting24 überzeugen mit ihren Preisen.

Den größten Leistungsumfang boten jedoch die folgenden Versicherer:

Bootshaftpflichtversicherungen mit den umfangreichsten Leistungen

Anbieter Jahresbeitrag Motorboot Jahresbeitrag Segelboot
Ascair 87 bis 131 Euro 42 bis 89 Euro
Bavaria 91 bis 119 Euro 48 bis 92 Euro
Firmenich 86 bis 118 Euro 61 bis 87 Euro
Wehring und Wolfes 68 Euro 39 bis 89 Euro

Boots-Kaskoversicherung mit den umfangreichsten Leistungen

Anbieter Jahresbeitrag Motorboot Jahresbeitrag Segelboot
Neubacher 152 bis 860 Euro 122 bis 553 Euro
Pantaenius 261 bis 788 Euro 437 bis 749 Euro

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Hinweise zum Vergleich von Bootsversicherungen

Was kostet eine Bootsversicherung? Oder besser: was soll sie kosten? Die Basis-Angebote ähneln sich häufig, doch die Details sorgen für Unterschiede: Machen Sie deshalb den Bootsversicherung-Vergleich und ermitteln Sie, welche Police am besten zu Ihnen und Ihrem Boot passt. Auch unser Rechner hilft Ihnen, besonders gute Angebote zu entdecken.

Bootsversicherungen werden von den Versicherern auf die Bedürfnisse und Gegebenheiten der Bootsbesitzer angepasst – der Versicherungsschutz einer kleinen Jolle ist mit dem einer Hochseeyacht nicht zu vergleichen.

Auch die Wahl des Tarifs kann einen großen Unterschied ausmachen. Wie unterschiedlich die Kosten von Basis- und Premium-Tarif ausfallen können, sehen Sie auf unserer Seite Bootsversicherung für Hausboote.

Wer auf der Suche nach dem besten Angebot ist, sollte die Parameter benutzen, die auch für die Versicherer relevant sind, um echte Vergleichswerte zu haben:

Die Versicherer wollen so gut wie möglich abschätzen, wie groß potentielle Schäden am versicherten Boot und bei unfallbeteiligten Booten sein können. Die Nennung des Bootstyps bzw. der Bootsklasse gibt der Versicherung einen ersten Hinweis – schließlich kann eine große Motoryacht einen deutlich größeren Schaden verursachen als ein kleines Segelboot.

Bei Kaskoversicherungen spielt zudem die Versicherungssumme eine große Rolle, die sich allerdings weniger am Bootstyp, z. B. Segelboot, Motorboot oder Yacht, sondern mehr am Wert des zu versichernden Bootes orientiert.

Eine Haftpflichtversicherung hat einen ganz anderen Versicherungsumfang als eine Kaskoversicherung. Wer Bootsversicherungen vergleichen möchte, muss also vorab festlegen, ob das eigene Boot gegen Schäden abgesichert werden soll (Kasko) oder ob man sich gegen Schäden absichern möchte, die man selbst mit seinem Boot verursacht.

Eine Basis-Versicherung sichert nur gegen die allergrößten Schäden ab; kleinere Schäden bleiben ohne Deckung. Oft wird bei einem Basisvertrag eine vergleichsweise hohe Selbstbeteiligung des Versicherungsnehmers vereinbart – die Versicherungsraten bleiben dabei niedrig, so dass sich die laufenden Kosten im Rahmen halten.

Wem die Basis-Absicherung hingegen zu gering ist, hat zahlreiche Möglichkeiten, den Versicherungsumfang auszuweiten. Die Kosten für die Bootsversicherung werden dann entsprechend angepasst.

Eine mögliche Erweiterung des Versicherungsumfangs kann zum Beispiel eine höhere Deckungssumme, der Wegfall der Selbstbeteiligung oder die Ausdehnung der Police auf zum Beispiel weitere Gewässer, auf Mietschäden und auf Personenschäden sein.

Gewässer

Während die Gefahr, auf Binnengewässern mit einem anderen Boot oder einem Schiff zu kollidieren, größer ist als abseits davon, steigt auf Hochseegewässern wiederum das Havarierisiko. Deswegen wollen die Versicherer gerade bei größeren Booten wissen, auf welchen Gewässern der Versicherungsnehmer unterwegs ist.

Mietschäden

Die Absicherung gegen Mietschäden betrifft zum Beispiel Schäden am gemieteten Stellplatz oder an der Steganlage des Yachtclubs. Je nach Tarif kann der Versicherungsschutz auch angemietetes Boots-Equipment einschließen, wie zum Beispiel Außenbordmotoren oder Zusatz-Segel.

Mietschädenschutz ist nicht immer notwendig. Wassersportler, die beispielsweise ausschließlich Steganlagen ansteuern, die sich in ihrem Besitz befinden, benötigen keine Absicherung vn Mietschäden.

Wer Mitglied in einem Wassersportverein ist, sollte sich zudem erkundigen, ob der Verein die eigene Steganlage bereits für seine Mitglieder versichert hat. Eine zweite Versicherung wäre in diesem Fall nicht notwendig.

Personen- und Sachschutz

Wer sich nicht nur gegen Sachschäden absichert, sondern auch gegen Personenschäden, hat einen deutlich größeren Versicherungsumfang. Bei Personenschäden können die Forderungen im schlimmsten Fall auch in den Millionenbereich gehen – eine Forderung, der kaum ein Bootsführer aus eigener Tasche nachkommen kann.

Finden Sie die beste Bootsversicherung
Ermitteln Sie, welche Versicherungsoptionen Sie benötigen und machen den Bootsversicherung-Vergleich! Bei Bedarf unterstützt Sie dabei Ihr Versicherungsfachmann von transparent-beraten.de. Kosten entstehen Ihnen dabei nur durch die Versicherung selbst, nicht aber durch die Beratung oder die Vermittlung.

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Bootsversicherung bei Vermietung

Wenn ein Boot vermietet werden soll, ist dies auf jeden Fall mit der Versicherung abzuklären. Ob eine zusätzliche Versicherung nötig ist, kann davon abhängen, ob der Versicherungsnehmer weiterhin als Verantwortlicher an Bord ist. Manche Versicherer versichern nur privat genutzte Boote, bei anderen ändern sich die Konditionen, wenn ein Boot nicht länger ausschließlich privat genutzt wird. Für die Vermietung von Booten sind zusätzlich zur normalen Haftpflicht- und Kaskoversicherung auch

  • Rechtsschutzversicherung
  • Unfallversicherung für mitfahrende Personen
  • gegebenenfalls Haftpflichtdeckung für Besatzung und zahlende Gäste

wichtig. Einige Versicherer haben auch Angebote für ganze Charterflotten parat. Kosten und Konditionen der Versicherung von vermieteten Booten müssen allerdings meist individuell bei den Versicherern erfragt werden.

Bootsversicherung für Gewerbetreibende

Ob ein Boot nur privat oder gewerblich genutzt wird, kann bei der Versicherung einen großen Unterschied machen und sollte dem Versicherer mitgeteilt werden. Die gewerbliche Nutzung kann in mehreren Formen erfolgen, z.B. in einer Segelschule oder als kleingewerblicher Personentransport.

Der Versicherungsbedarf ist je nach Situation verschieden. In einer Segelschule können z.B. Schüler wegen Schäden durch falsche Instruktionen einen Anspruch auf Schadensersatz erhalten oder durch falsche Handhabung ihrer Boote Sach- und Personenschäden untereinander verursachen. In solchen Situationen hilft es, die passende Versicherung zu haben. Bootshändler dagegen können spezielle Kasko-Versicherungen abschließen und müssen besonders darauf achten, wie ihre Boote während der Überführung zu den Kunden versichert sind.

Bei Versicherungen für gewerblich genutzte Boote ist es in der Regel nötig, die Versicherungsbedingungen und -kosten individuell zu erfragen. Die Auswahl für die Versicherung eines gewerblich genutzten Bootes ist weniger groß als bei der privaten Nutzung. Zahlreiche Versicherer entscheiden auf Einzelfallbasis, ob sie eine gewerbliche Nutzung versichern wollen, oder aber schließen dies ganz aus.

Gewerblich genutzte Schiffe

Handelt es sich bei dem zu versichernden Boot nicht um eine Yacht oder ein Motor-, Segel- oder Paddelboot, sondern einen der folgenden Bootstypen

  • Fahrgastschiff
  • Frachtschiff
  • Schlepper
  • Fischerboot
  • Fischkutter
  • Küstenmotorschiff

können Sie sich auf unserer Seite zur Schiffsversicherung über die entsprechenden Versicherungen informieren.

Bootsversicherungen für Wassersportstationen, Händler, Schulen

Bootsversicherungen für Gewerbetreibende richten sich zum Beispiel an Bootsverleiher (Charterunternehmen), Bootshändler, Wassersportstationen, Wassersportvereine und -schulen.

Für die jeweiligen Bedürfnisse der Gewerbetreibenden haben die Versicherer eigene Versicherungskonzepte entwickelt. Die individuell abgestimmten Lösungen ermöglichen einen optimalen Versicherungsschutz zu einem fairen Preis.

Gerade wenn Personenschäden mitversichert werden müssen, ist ein optimaler Versicherungsschutz unumgänglich. Einige Versicherer haben ihre Tarife explizit für bestimmte Events ausgelegt wie zum Beispiel:

  • Floßfahrten
  • Paddel-, Segel- und Rudertouren
  • Wasserskilaufen
  • Drachenfliegen mit Motorboot
  • Schleppen von aufblasbaren Wasserspielzeugen (z. B. “Bananen”, Schleppringe etc.)

Mitunter sind auch Vermögensschäden und Gepäckschäden gedeckt.

Der optimale Tarif für Bootshändler wird in der Regel mithilfe einer Risikobestimmung durch den Versicherer bestimmt. Neben dem regulären Kasko-Schutz können weitere Leistungen hinzugebucht werden:

  • Absicherung gegen Kran-Schäden und Schäden durch Slip-Anlagen
  • Transporte zu See, zu Fluss, zu Land und Luft
  • Überführungs- und Probefahrten

Möglich ist zudem eine Absicherung gegen Schäden an gelagerten Ersatzteilen sowie an eingelagerten Kundenbooten.

Wassersportschulen haben einen besonderen Absicherungsbedarf, denn auch unter Aufsicht eines Lehrers kann den Schülern das eine oder andere Missgeschick passieren. Eine Bootsversicherung schützt den Betrieb vor hohen Unfall- oder Personenschäden.

Neben dem allgemeinen Haftungsschutz bieten die Versicherer weitere optionale Leistungen an, die Gewerbetreibende ihrer Bootsversicherung hinzufügen können.

Dazu zählen beispielsweise:

  • Absicherung gegen Schadensansprüche durch Schüler nach falschen Instruktionen des Lehrers.
  • Versicherungsschutz gegen Ansprüche, die Schüler untereinander aufgrund von unsachgemäßer bzw. fehlerhafter Bootsführung stellen.
  • Absicherungen gegen Schadensansprüche nach Prüfungsfahrten sowie nach Fahrten zum oder vom Prüfungsort.
Dieser Artikel wurde zuletzt am 01.03.2021 aktualisiert.
Über den Autor
Claudia Täubner
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