Ertragsausfall­versicherung

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Das erwartet Sie hier

Wieviel kostet die ideale Ertragsausfall­versicherung, was sollte sie unbedingt leisten und wie schließen Sie die beste Absicherung für Ihren Betrieb ab.

Inhalt dieser Seite
  1. Wie sieht die ideale Ertragsausfall­­versicherung aus?
  2. Kosten und Preise
  3. Wichtige Leistungen
  4. Aktuelle Testergebnisse
  5. Ertragsausfall­­versicherungen vergleichen
  6. Fazit

Das Wichtige in Kürze

  • Die Ertragsausfall­versicherung ersetzt entgangene Betriebs­gewinne und fortlaufende Fixkosten, wenn es zu einem erzwungenen Betriebs­stillstand kommt.
  • Versicherte Ursachen für einen solchen Stillstand sind beispielsweise Brand, Leitungswasser, Einbruchdiebstahl aber auch Bedien- oder Materialfehler.
  • Eine Ertragsausfall­versicherung gibt es bereits ab 19,77 € im Monat.
  • Sie haben die Wahl zwischen 3 Formen der Ertragsausfall­versicherung: der kleinen, mittleren und großen. Die kleine Absicherung ist Teil der Geschäftsinhalts­versicherung.
  • Achten Sie beim Abschluss einer Ertragsausfall­versicherung besonders auf eine ausreichend hohe Versicherungs­summe und eine möglichst lange Haftzeit.

Wie sieht die ideale Ertragsausfall­versicherung aus?

Die richtige Ertragsausfall­versicherung ist auf den Betrieb genauestens zugeschnitten. Halten Sie also bereits für den Tarifvergleich bzw. Angebotserstellung Angaben wie Betriebs­größe und Jahresumsatzhöhe bereit. Nur wenn der Betrieb und seine Produktion komplett erfasst wird, kann genau das versichert werden, was Sie wirklich brauchen. Eine gute Ertragsausfall­versicherung bietet außerdem eine ausreichend hohe Versicherungs­summe. Im Leistungs­fall ist es genau diese Summe, die Ihren Ertragsausfall abdecken soll. Auch hier ist es essentiell, dass diese auf Ihren Betrieb abgestimmt ist. Der Versicherer leistet im Übrigen nur während der sog. Haftzeit: Die ideale Ertragsausfall­versicherung sollte also eine möglichst lange Haftzeit vorsehen, beispielsweise 36 Monate.

Die richtige Form der Ertragsausfall­versicherung

Eine Ertragsausfall­versicherung können Sie entweder separat oder als Zusatzbaustein zu Ihrer Geschäftsinhalts­versicherung abschließen – analog zur übergeordneten Betriebs­unterbrechungs­­versicherung. Je nachdem, welche Option Sie wählen, beginnen die Kosten bei 19,77 Euro im Monat. Mehr zu den verschiedenen Arten und wie Sie diese abschließen können, erfahren Sie hier:

Formen der Betriebs­unterbrechungs­­versicherung

Warum eine Ertragsausfall­versicherung sinnvoll und wichtig ist

Ihr Unternehmen unterliegt einem konsequent hohen Kapitalbedarf, den Sie und Ihre Mitarbeiter einsetzen, um wiederum Umsätze und schließlich Gewinne zu erzielen. Eine Schieflage droht, wenn die Produktion stillsteht und Ihre Kosten weiterhin fällig werden, die Umsätze und Gewinne aber ausbleiben.

Die Ertragsausfall­versicherung, die zum Bereich Betriebs­unterbrechungs­­versicherung zählt, schützt Sie vor den finanziellen Folgen eines erzwungenen Betriebs­stillstandes. Zu diesem kann es kommen, weil eine für die Produktionskette unverzichtbare Maschine ausgefallen ist oder extreme Witterung die Produktion stilllegt. In dieser Zeit laufen Ihre Fixkosten weiter, Umsätze entfallen aufgrund der ausbleibenden Produktion völlig – die Ertragsausfall­versicherung wird aktiv und sichert Ihren Betrieb ab.

Die Top-Vorteile einer Ertragsausfall­versicherung

  • Umsatzausfälle und finanzielle Schieflagen effizient vermeiden
  • Übernahme der laufenden Fixkosten, darunter Gehälter/Löhne und Mieten
  • Auszahlung des in der Ausfallzeit eigentlich realisierbaren Gewinns
  • Erhalt der Liquidität und keine Notwendigkeit einer Kreditaufnahme

Schadenbeispiele: Wann eine Ertragsausfall­versicherung notwendig wird

Überlegen Sie sich, welche externen Umstände dazu führen könnten, dass Sie innerhalb Ihres Betriebes der eigenen Arbeit nicht mehr nachkommen, nicht mehr produzieren oder generell Kunden nicht länger bedienen können. In dieser Situation muss eine Ertragsausfall­versicherung greifen, um die Stabilität und Liquidität Ihres Unternehmens zu wahren.

Zur besseren Verdeutlichung, möchten wir Ihnen 3 fiktive Beispiele aufzeigen, in denen eine Ertragsausfall­versicherung hilft:

  • In einer Schreinerei gab es einen Kurzschluss durch Überspannung, der die Elektronik mehrerer Geräte beschädigte, die zur Weiterverarbeitung der Rohstoffe notwendig sind. Bis diese wieder funktionstüchtig sind, ersetzt die Ertragsausfall­versicherung laufende Fixkosten und entgangene Gewinne.
  • In einem Hotel kam es zu einem Rohrbruch, der zwei Stockwerke vollständig überschwemmt hat. An die Unterbringung von Gästen in diesen insgesamt 20 Zimmern ist nicht zu denken, die Ertragsausfall­versicherung sichert Sie aber ab.
  • In einer Zuliefererfabrik kam es zu einem Großbrand. Nun fehlen in Ihrem Betrieb unbedingt notwendige Bauteile, Sie können selber also nicht mehr produzieren und nichts verkaufen. Erneut schützt die Police Ihr Unternehmen in dieser fordernden Zeit.

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Kosten einer Ertragsausfall­versicherung

Die Kosten für eine Ertragsausfall­versicherung orientieren sich vor allem an Umsätzen, Fixkosten und dem individuellen Betriebs­risiko. Eine pauschale Antwort über die Höhe der Kosten ist daher nicht möglich, wir möchten Ihnen dennoch anhand eines Rechenbeispiels einen ersten Ausblick geben. Beachten Sie auch unsere Hinweise zur Kostengestaltung weiter unten.

Rechenbeispiel: Ertragsausfall­versicherung für einen kleinen Supermarkt

BrancheNahrungsmittelhandel
Anzahl der Vollzeitmitarbeiter7
Betriebs­größe70 qm
Art der Ertragsausfall­versicherungZusatzbaustein innerhalb der Geschäftsinhalts­versicherung
Versicherungs­summe500.000 €
Selbstbehalt0 €
Haftzeit12 Monate
Versicherungs­prämie (nur Ertragsausfall­versicherung)237,29 € im Jahr
19,77 € im Monat*
*Jahresprämie umgerechnet. Bitte beachten Sie, dass bei einer monatlichen Zahlweise ggf. ein Zuschlag von einigen Prozent hinzukommt.

Unser Beispiel-Unternehmen kann sich also für 19,77 Euro im Monat gegen das finanzielle Risiko eines Ertragsausfalles versichern – zusätzlich zur Prämie für die Geschäftsinhalts­versicherung. Es ist darauf zu achten, eine Unter- oder Über­versicherung zu vermeiden, da sie entweder zu unnötig höheren Prämien oder im Versicherungs­fall zu einem unzureichenden Schutz führt. Gern beraten wir Sie bei Fragen näher anhand Ihrer individuellen Situation!

Welche Faktoren beeinflussen die Kosten?

  • Versicherungs­summe
  • Selbstbeteiligung
  • Risikoprofil des Unternehmens
  • Versicherte Gefahren, insbesondere in Hinblick auf Witterungsschäden
  • Haftzeit

Warum ist die Versicherungs­summe so wichtig?

Die Versicherungs­- bzw. Deckungssumme ist der Schlüsselfaktor bei der Prämienbildung. Die Versicherungs­summe deckt letztlich alle anfallenden Kosten und Ausfälle – sie muss also hoch genug bemessen sein, um entgangene Gewinne auszugleichen, simultan aber alle laufenden Fixkosten decken. Deshalb korreliert die Versicherungs­summe stark mit Größe, Aufbau und Betriebs­ergebnis Ihres Unternehmens.

Als Orientierung können Sie folgende Formel anwenden:

Jahresnettoumsatz – Netto-Wareneinsatz = Versicherungs­summe
Beispiel:900.000 Euro – 500.000 Euro = 400.000 Euro

Welche Rolle spielt die Haftzeit?

Die Haftzeit ist der Zeitraum, in dem der Versicherer seine Leistungen erbringt – also der Zeitraum, in denen Sie Zahlungen erhalten. Das Gegenteil davon ist die Karenzzeit. Das ist der Zeitraum zwischen Produktionsstillstand und dem Eingreifen des Versicherers.

Experten-Tipp:

„Sie können sich an folgender Faustregel orientieren: Je länger die Haftzeit bemessen, desto höher die Prämien. Mit steigender Karenzzeit hingegen verringern sich die zu zahlenden Prämien. Außerdem können Sie Ihre Prämien mit jährlicher Zahlungsweise, einem höheren Selbstbehalt und einer längeren Vertragslaufzeit der Police reduzieren.“

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Benjamin Mai
Berater

Was kostet eine Ertragsausfall­versicherung für Ihre Firma?

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Leistungen der Ertragsausfall­versicherung

Im Prinzip deckt die Ertragsausfall­versicherung die verlorenen Gewinne bei Betriebs­unterbrechung und übernimmt laufende Kosten wie beispielsweise Miete und Gehälter.

Bei welchen Gefahren und Risiken leistet die Versicherung?

Die Ertragsausfall­versicherung springt ein, wenn der Betrieb durch beispielsweise folgende Ursachen zum Stillstand kommt:

  • Leitungswasser
  • Feuer und Brand
  • Hagel und Sturm
  • Blitz
  • Elementar­schäden
  • Einbruchdiebstahl
  • Vandalismus
  • Maschinen­- oder Geräteausfall
  • Material- und Konstruktionsfehler
  • Bedienungsfehler und Ungeschicklichkeit
  • Unterbrochene oder gestörte Versorgung mit Wasser, Strom oder Gas

Leistungs­bausteine individuell wählbar

Es ist möglich, einzelne Versicherungs­bausteine in den Vertrag aufzunehmen oder zu entfernen. Maschinen­bedingte Ausfälle wären für einen Dienstleister, der kaum Maschinen­ einsetzt oder sie schnell ersetzen kann, weniger wichtig und könnten daher prämienmindernd aus dem Vertrag genommen werden. Im Gegenzug ist dieser mitunter einem erhöhten Witterungsrisiko ausgesetzt. Achten Sie bei Vertragsabschluss darauf, dass auch genau die Gefahren versichert sind, die für Ihren Betrieb wichtig sind.

Experten-Tipp:

„Die Ertragsausfall­versicherung leistet, je nach gewähltem Tarif, sogar auch ohne Betriebs­unterbrechung bei ausgebliebenen Erträgen, beispielsweise bei landwirtschaft­lichen Betrieben, die wegen eines Hagels oder anderer Gefahren keine Ernte einfahren konnten.“

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Benjamin Mai
Berater

Was zahlt die Versicherung genau?

Im Falle einer Betriebs­unterbrechung durch die o.g. Gefahren bzw. jene Gefahren, die im Versicherungs­vertrag festgehalten sind, zahlt die Versicherung konkret folgende Kostenpunkte bis zur Höhe der vereinbarten Versicherungs­summe während der vereinbarten Haftzeit:

  • Übernahme der fortlaufenden Betriebs­kosten, beispielsweise Miete, Gehälter, Steuern usw.
  • Zahlung des Ersatzes für entgangenen Betriebs­gewinn
  • Steuern und Versicherungs­beiträge
  • Übernahme von Schadensminderungskosten
  • Kostenübernahme für Sachverständigenverfahren
  • Kostenübernahme für Werbe­maßnahmen zum Kundenerhalt
  • Ggf. Übernahme von neu hinzukommenden Betriebs­grundstücken

Wann die Ertragsausfall­versicherung nicht leistet

Beachten Sie, dass die Ertragsausfall­versicherung alle entgangenen Erträge (Gewinne) und laufenden Fixkosten während der Haftzeit erstattet. Die Police deckt aber nicht möglicherweise anfallende Reparaturen. Resultierte der Produktionsstillstand aus einer ausgefallenen oder beschädigten Betriebs­einrichtung, müssen Sie die Reparatur selbst zahlen. Eine Absicherung gegen einen solchen Fall bietet die Geschäftsinhalts­versicherung.

Die besten Ertragsausfall­versicherungen: Testsieger (2021)

Ertragsausfall­versicherer in keinen aktuellen Tests

Da die Ertragsausfall­versicherung so individuell an den jeweiligen Betrieb angepasst wird, gibt es derzeit keine allgemeinen Testberichte. Auf unserer separaten Seite zur Betriebs­unterbrechungs­­versicherung haben wir Ihnen dennoch einige Ratings sowie unsere Anbieterempfehlungen zusammengetragen, an denen Sie sich orientieren können.

Betriebs­unterbrechungs­­versicherung im Test

Was sollten Sie beim Vergleich von Ertragsausfall­versicherungen beachten?

Achten Sie bereits beim Tarifvergleich für eine Ertragsausfall­versicherung auf folgende Punkte:

  • Welche Risiken sollen versichert werden?
  • Sollen auch Personenschäden zum Leistungs­umfang zählen oder ist dies aufgrund der Risikoanalyse nicht notwendig?
  • Welche Form der Ertragsausfall­versicherung ist die richtige: klein, mittel oder groß?
  • Wie lang ist die Karenzzeit bei den infrage kommenden Angeboten?
  • Wie lang ist jeweils die Haftungszeit? Meist beträgt die Haftzeit ein Jahr, doch auch längere Haftungszeiten sind je nach Anbieter möglich.
  • Wie lange soll der Vertrag laufen? (Längere Vertragslaufzeiten versprechen meist Rabatte)
  • Gibt es bei den vorliegenden Angeboten eine Nachhaftungsklausel? Der Versicherer wird in diesem Fall auch über die vereinbarte Versicherungs­summe hinaus haften. Wie weit dies der Fall ist, ist im Vertrag geregelt. Für Versicherungs­summen, die zu niedrig angesetzt sind, werden im folgenden Versicherungs­jahr Prämiennachzahlungen fällig.
  • Gibt es bei einem der vorliegenden Angebote spezielle Ausschlüsse?

Anbieter und Tarife vergleichen ist wichtig

Ein Tarifvergleich ist ratsam, da die Ertragsausfall­versicherung je nach Anbieter völlig unterschiedliche Preise und Leistungen haben kann. Deutliche Unterschiede kann es auch bei speziellen Vereinbarungen wie Karenz- und Haftungszeit oder Nachhaftungsklausel geben. Sowohl die Vertragskonditionen als auch der Leistungs­umfang sollten an Ihren Betrieb angepasst sein. Nur so sind Sie richtig versichert.

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Fazit

Eine Betriebs­unterbrechung kann den gewohnten Ablauf in einem Betrieb nicht nur einschränken, sondern sogar für einen längeren Zeitraum gänzlich stoppen. Neben dem teilweise enormen Sachschaden kann der Betrieb natürlich keinen Umsatz machen und erzielt keine Gewinne – die Fixkosten laufen dennoch weiter. Eine Ertragsausfall­versicherung fängt diese Kosten auf, erstattet die Gewinne und sorgt dafür, dass Ihr Betrieb schnell wieder auf die Beine kommt.

Damit Ihr Betrieb richtig versichert ist, sollte die Versicherungs­police auf Ihre individuelle Situation angepasst sein. Eine Lösung von der Stange gibt es dabei nicht. Umso wichtiger ist der unabhängige Vergleich von Angeboten. Nutzen Sie dazu gern unseren kostenfreien Tarifrechner auf dieser Seite, oder kontaktieren Sie unsere Experten.

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Katharina Tennius
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