Der Hauptzweck einer Lebensversicherung liegt darin, Ihre Hinterbliebenen im Todesfall finanziell abzusichern. Es gibt viele verschiedene Arten von Lebensversicherungen, die zwei häufigsten sind die Risikolebensversicherung und die Kapitallebensversicherung. Eine Risikolebensversicherung versichert den Todesfall. Stirbt der Versicherungsnehmer, zahlt der Versicherer die vertraglich vereinbarte Summe. Eine Kapitallebensversicherung versichert hingegen eher ein langes Leben – hat der Versicherte ein vereinbartes Alter erreicht, wird ihm eine bestimmte Summe ausgezahlt. Häufig können beide Typen auch miteinander kombiniert werden.

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Die Risikolebensversicherung

Die Risikolebensversicherung eignet sich besonders gut zur Absicherung von Familien. Denn kommt es zum Todesfall des Hauptverdieners, kann dies zu einer erheblichen Belastung der Familienangehörigen führen. Die Risikolebensversicherung leistet hier finanzielle Hilfe, denn sie leistet bei Tod des Versicherten.

Aber nicht nur in der Familie kann so für den Tod vorgesorgt werden. Eine Risikolebensversicherung kann auch zur Absicherung von Geschäftspartnern oder zur Absicherung eines Darlehens oder eines laufenden Kredits eingesetzt werden.

Die Kapitallebensversicherung

Auch die Kapitallebensversicherung zahlt im Todesfall des Versicherten eine festgelegte Summe an die Angehörigen. Im Gegensatz zur Risikolebensversicherung wird bei der Kapitallebensversicherung ein Teil der Beiträge dazu genutzt, eine private Altersvorsorge aufzubauen. Deshalb sind die Beiträge bei dieser Variante auch höher, als bei einer Risikolebensversicherung.

Info: Gut zu Wissen
Der Sparanteil bietet eine gesetzlich festgelegte Mindestverzinsung von aktuell 0,9 Prozent (Stand 2017). Zusätzlich muss das Versicherungsunternehmen einen Teil der erzielten Gewinne an den Versicherungsnehmer ausschütten.

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Für wen ist was geeignet?

Sie planen eine Familie oder haben schon Kinder? Oder Sie sind selbstständig und wollen für das Alter vorsorgen?

Lebensversicherungen als Familienvorsorge

Prinzipiell ist eine Lebensversicherung sinnvoll, wenn Sie Angehörige haben, die im Fall Ihres Todes unversorgt wären. Eine Risikolebensversicherung eignet sich besonders für junge Familien, denn sie haben im Normalfall kein oder nur wenig Vermögen angespart. Um den wirtschaftlichen Schaden auszugleichen, der im Fall des Versterbens des Hauptverdieners eintritt, kann die Risikolebensversicherung eine gute Wahl sein, denn sie zahlt beim Tod des Versicherungsnehmers sofort eine hohe Summe, und das bei relativ geringen Beiträgen.

Kapitallebensversicherung als Altersvorsorge

Soll im Alter mehr Geld zur Verfügung stehen, als die staatliche Rente, oder sind Sie selbstständig und zahlen somit normalerweise nicht in die gesetzliche Rentenversicherung ein, kann eine Kapitallebensversicherung weiterhelfen. Denn so können Sie für das Alter mit einer stabilen Geldanlage vorsorgen.

Marktanteile in der Lebensversicherung nach verdienten Brutto-Beiträgen im Jahr 2013:

Rang Versicherer Anteil in %
1 Allianz 18,83
2 R+V 5,63
3 AachenMünchener 5,25
4 Generali 5,03
5 Debeka 4,20
6 Zurich Deutscher Herold 4,04
7 Cosmos 3,56
8 Ergo 3,54
9 AXA 3,22
10 Bayern-Versicherung 2,87
11 Nürnberger 2,66
12 HDI 2,56
13 Württembergische 2,37
14 Alte Leipziger 2,17
15 SV Sparkassen 2,16
Quelle: BaFin

Was kostet eine Lebensversicherung?

Diese Frage lässt sich nicht so einfach beantworten, denn das hängt von verschiedenen Faktoren ab, nicht zuletzt von der Höhe der Versicherungssumme.

Risikolebensversicherung

Die Risikolebensversicherung ist die günstige Variante der Lebensversicherung. Die Höhe der Beiträge wird dabei nach dem individuellen Risiko berechnet und hängt unter anderem vom Alter, von Vorerkrankungen oder riskanten Hobbys ab. Raucher z. B. müssen höhere Beiträge hinnehmen. Mehr zu den Kosten einer Risikolebensversicherung.

Kapitallebensversicherung

Auch bei der Kapitallebensversicherung hängt die Höhe der Beiträge maßgeblich von der Versicherungssumme ab. Dazu kommt die Höhe des Sparanteils, der individuell festgelegt werden kann. Und natürlich spielt auch hier das eigene Risiko eine große Rolle.

Unabhängig davon, welchen Typ von Lebensversicherung Sie wählen, ein Kostenfaktor ist allen gleich, nämlich die Verwaltungs- und Vertriebskosten der Versicherungsgesellschaften. Hier bestehen große Unterschiede, jedoch schweigen die meisten Versicherer dazu, wie hoch diese Kosten sind – Kapitallebensversicherungen im Test.

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Lebensversicherung auszahlen lassen: Das sollten Sie beachten

Haben Sie eine Risikolebensversicherung abgeschlossen, sollten Sie beachten, dass eine Auszahlung der Versicherungssumme grundsätzlich nicht möglich ist. Lediglich im Todesfall des Versicherungsnehmers ist eine Auszahlung der Police an dessen Hinterbliebenen möglich. Haben Sie eine Kapitallebensversicherung abgeschlossen, können Sie sich die Versicherungssumme nach der Vertragslaufzeit entweder als Rente oder als Einmahlzahlung auszahlen lassen.

Das Lebensversicherungsreformgesetz

Zum 1. Januar 2017 sank der Höchstrechnungszins von vorher 1,25 auf derzeit 0,9 Prozent. Die Absenkung betrifft nur Neuverträge, die ab diesem Jahr abgeschlossen werden. Bei allen bestehenden Verträgen bleibt es bei dem angegebenen Garantiezinsen. Aufgrund des aktuellen Niedrigzins-Problems hat die Bundesregierung ein Maßnahmenpaket auf den Weg gebracht. Seit dem Sommer 2014 wird hierdurch versucht, die Auswirkungen der niedrigen Zinsen zu minimieren. Folgende Aspekte beinhaltet das Lebensversicherungsreformgesetz:

Höhere Überschussbeteiligung

Anfang diesen Jahres stieg die Mindestbeteiligung der Kunden an den sogenannten Risikoüberschüssen von vorher 75 auf mittlerweile 90 Prozent. Die Risikoüberschüsse zählen neben den Kostenüberschüssen und den Kapitalerträgen zu den drei Quellen der Überschussbeteiligung. Diese Überschüsse entstehen, wenn weniger Risiken eingetreten sind als kalkuliert. Dies ist beispielsweise der Fall,  wenn in der Risikolebensversicherung die Versicherungsnehmer länger leben als angenommen.

Ausschüttungssperre für Unternehmen

Um sicherzustellen, dass die Lebensversicherer ihren Garantieverpflichtungen auch bei dauerhaft niedrigen Zinsen nachkommen können, wurde eine Ausschüttungssperre für Dividenden beschlossen. So sollen kurzfristig keine Mittel aus Unternehmen an die Aktionäre abfließen können, falls diese mittel- und langfristig zur Sicherung der Garantien benötigt werden.

Einführung der Rendite-Kennziffer

Lebensversicherungsverträge müssen ab dem 1. Januar 2015 eine Kennzahl zur effektiven Kostenbelastung enthalten, wie sie bei den staatlich geförderten Riester-Verträgen voraussichtlich ab 2016 ebenfalls eingeführt werden soll. Die Effektivkostenquote  gibt an, wie sich die Kosten auf die Rendite einer Police auswirken. Die Kennziffer bezieht alle einkalkulierten Kosten ein, also neben den laufenden auch die Abschluss- und Vertriebskosten und bei fondsgebundenen Produkten die Fondskosten. Das Verfahren berücksichtigt auch den Zeitpunkt, zu dem die Kosten anfallen: Je früher Kosten entstehen, umso stärker wirken sie sich auf die Gesamtkostenquote aus. Durch die Umrechnung sämtlicher Kostenarten in die Effektivkosten werden die Kosten unterschiedlicher Verträge direkt vergleichbar. Dadurch entsteht eine umfassende Transparenz im Sinne der Verbraucher.

Absenkung des Höchstzillmersatzes

Zum 1. Januar 2015 ist der Höchstzillmersatz bei Lebensversicherungen von 40 auf 25 Promille gesunken. Dies bedeutet, dass die Unternehmen in den ersten fünf Jahren der Vertragslaufzeit die Abschlusskosten nur in Höhe von bis zu 25 Promille der Beitragssumme eines Lebensversicherungsvertrages bilanziell anrechnen können. Die Bundesregierung verspricht sich davon höhere Rückkaufwerte bei vorzeitiger Beendigung des Vertrages und einen stärkeren Druck auf die Abschlusskosten.

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Kündigung der Lebensversicherung

Eine Lebensversicherung lässt sich wie jede andere Versicherung auch kündigen. Jedoch erlöschen damit alle Ansprüche im Erlebens- oder Todesfall. Bei vorzeitiger Kündigung einer Kapitallebensversicherung erhält der Versicherungsnehmer den sogenannten Rückkaufswert. Dieser wird vorher vertraglich vereinbart und unterscheidet sich von Versicherungsunternehmen zu Versicherungsunternehmen. In den ersten Jahren ist der Rückkaufswert meist wesentlich niedriger, als die eingezahlten Beiträge. Dies hängt sehr stark mit den Verwaltungs- und Vertriebskosten der Versicherungsgesellschaft zusammen. Eine positive Rendite des eingezahlten Kapitals ergibt sich oft erst nach mehreren Jahren Laufzeit.

Tipp: Beitragsfreistellung statt Kündigung
Eine Alternative zur Kündigung kann die Beitragsfreistellung sein. Dabei wird für einen gewissen Zeitraum vereinbart, dass der Versicherungsnehmer keine Beiträge zahlt. Allerdings genießt man während dieser Zeit auch keinen Versicherungsschutz.

Verkauf der Lebensversicherung

Da die Kündigung einer Lebensversicherung finanzielle Nachteile für Sie birgt, sollten Sie stattdessen erst über einen Verkauf der Versicherung nachdenken. In der Regel erhalten Sie dafür bis zu fünf Prozent mehr für Ihren Vertrag, als wenn Sie ihn kündigen. Ein Verkauf ihrer Police lohnt sich, wenn Sie das Kapital langfristig benötigen. Wenn Sie das Geld kurzfristig benötigen, empfiehlt es sich, den Vertrag zu beleihen.

Unbedingt die Wahrheit sagen

Die Gesundheitsfragen des Lebensversicherers müssen auf jeden Fall wahrheitsgemäß beantwortet werden. Geschieht dies nicht, kann die Versicherung den Vertrag rückgängig machen, oder noch schlimmer – im Todesfall nicht zahlen. Es gibt kein Geld und die eingezahlten Beiträge sind auch weg. Ein Hinweis auf die Seriosität eines Versicherungsunternehmens lässt sich auch daran erkennen, wie deutlich darauf hingewiesen wird, was bei Falschaussagen passiert.

Ein Vergleich lohnt sich

In Preis und Leistung unterscheiden sich die einzelnen Versicherungsangebote zum Teil erheblich. (S. a. Die Leistungen der Lebensversicherung) Bei fast allen Anbietern erhält man die üblichen Standardleistungen, aber ein Blick auf die Vertragsbedingungen ist immer lohnend.

Ein Vergleich der Angebote hilft, einen günstigen und zu gleich leistungsstarken Tarif zu finden. Hierbei unterstützt Sie unser unabhängiger Tarifrechner, der kostenlos alle am Markt befindlichen Angebote vergleicht und Ihnen eine optimale Lebensversicherung vorschlägt.

Lesen Sie auch: Die Lebensversicherungen im Test sowie Die Auszahlung einer Lebensversicherung