Hunde­haftpflicht­versicherung

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Das erwartet Sie hier

Was eine Hunde­haftpflicht­versicherung kostet, wo sie Pflicht ist und wie Sie einen Tarif mit dem optimalen Preis-Leistungs-Verhältnis finden.

Inhalt dieser Seite
  1. So sieht eine gute Versicherung aus
  2. Wichtige Leistungen
  3. Kosten (inkl. Kostenbeispiel)
  4. Aktuelle Testergebnisse
  5. Hunde­­haftpflicht im Vergleich
  6. Fazit
Foto von Munkhjin Enkhsaikhan
zuletzt aktualisiert am

Das Wichtigste in Kürze

  • Eine Hunde­­haftpflicht­­versicherung übernimmt sämtliche Schäden, die das eigene Tier bei Dritten verursacht hat. Dazu gehören Personen-, Sach- und Vermögensschäden.
  • Die Versicherung des Hundes ist in vielen Bundesländern Pflicht. Dazu gehören zum Beispiel Berlin, Hamburg und Thüringen.
  • Achten Sie bei der Auswahl einer Versicherung unter anderem auf eine ausreichend hohe Deckungssumme. Gerade  Personenschäden können kaum absehbare Kosten verursachen.
  • Die Kosten der Hunde­haftpflicht­versicherung hängen von zahlreichen Faktoren ab. Versicherungs­schutz ist jedoch bereits ab 2,79 € pro Monat möglich

Das macht eine gute Hunde­haftpflicht­versicherung aus

Haftungsrisiken für Hundehalter

Hundebesitzer haften mit ihrem Privatvermögen für die Schäden, die ihr Haustier anderen Personen oder deren Eigentum zufügt (siehe BGB §388). Gerade bei Personenschäden, also Situationen, in denen eine Person verletzt wird, sind berechtigte Schadenersatzforderungen in Millionenhöhe möglich. Ein guter Versicherungs­schutz kann sich also als existenzsichernd erweisen.

Dafür ist eine separate Hunde­haftpflicht­versicherung nötig, da Schäden durch Hunde nicht von der privaten Haftpflicht­versicherung ihrer Besitzer gedeckt werden. Eine leistungsstarke Versicherung schützt Hundehalter zuverlässig vor hohen Kosten. In einigen Bundesländern ist es sogar Pflicht, eine solche Versicherung abzuschließen.

Die Top-Vorteile einer guten Hunde­haftpflicht­versicherung

  • Mindestens zehn Millionen Euro Deckungssumme
  • Versicherungs­schutz gilt auch, wenn Freunde oder Familienmitglieder auf den Hund aufpassen
  • Versicherungs­schutz auch auf Reisen
  • Umfassende Versicherung von Mietsachschäden
  • Schnelle, unkomplizierte Schadensregulierung

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Wo ist die Hunde­haftpflicht­versicherung Pflicht?

VersicherungspflichtBundesländer
Generelle VersicherungspflichtBerlin, Hamburg, Niedersachsen, Sachsen-Anhalt, Schleswig-Holstein, Thüringen
Versicherungspflicht nur für bestimmte HundeBaden-Württemberg, Bayern, Brandenburg, Bremen, Hessen, NRW, Rheinland-Pfalz, Saarland, Sachsen
Versicherung freiwilligMecklenburg-Vorpommern

Für welche Hunde die Versicherungspflicht gilt und welche Besonderheiten Sie in den einzelnen Bundesländern beachten müssen, erfahren Sie hier:

Mehr zum Thema Hunde­haftpflicht-Pflicht


Eine freiwillige Versicherung ist sinnvoll

Aus den bereits genannten Gründen empfiehlt es sich, auch dann eine Hunde­haftpflicht­versicherung abzuschließen, wenn in Ihrem Bundesland oder für Ihren Hund keine Pflicht dazu besteht. Je nach Bundesland gibt es Mindestanforderungen an Versicherungssummen, aber es kann sich durchaus lohnen, eine Versicherung mit einer höheren Deckungssumme zu wählen.

Gerade, wenn es sich bei Ihrem Hund nicht um einen Listenhund handelt, sind sehr kostengünstige Verträge möglich. Achten Sie bei der Auswahl Ihrer Versicherung nicht ausschließlich auf die Versicherungsprämie: Noch wichtiger ist, dass Sie in möglichst vielen Situationen auf Ihre Versicherung zählen können.

Das leistet die Haftpflicht­versicherung für Hundehalter

Diese Schäden sind versichert

In der Hunde­haftpflicht­versicherung sind drei Arten von Schäden versichert:

  • Sachschäden: Ihr Hund beschädigt das Eigentum einer anderen Person (Beispiel: Ihr Hund beißt einen anderen Hund oder reißt jemandes Laptop vom Tisch.)
  • Personenschäden: Ihr Hund verletzt eine andere Person (Beispiel: Der Hund beißt jemanden oder verursacht einen Verkehrsunfall.)
  • Vermögensschäden: Aufgrund Ihres Hundes verliert jemand Geld (Beispiel: Weil Ihr Hund einen Unfall verursacht hat, ist nicht nur das Auto einer anderen Person beschädigt, sie verpasst auch einen wichtigen Termin. Dadurch entgehen ihr Einkünfte.)

Icon Waage

Passiver Rechts­schutz

Wie die private Haftpflicht­versicherung beinhaltet auch die Hunde­haftpflicht­versicherung passiven Rechts­schutz: Sie wehrt unberechtigte Schadenersatzforderungen für Sie ab.

Tierhalter in der Rechts­schutz­versicherung

lesen

Wie bereits erwähnt, sind Sie bei Rechtsstreitigkeiten teilweise durch die Haftpflicht­versicherung für Hundehalter versichert. Allerdings gibt es zahlreiche Konflikte, die nicht von diesem Schutz abgedeckt werden, darunter alle rechtlichen Auseinandersetzungen, bei denen es darum geht, dass Sie Ihre Ansprüche durchsetzen. Das kann beispielsweise ein Rechtsstreit im Zusammenhang mit dem Kauf Ihres Hundes sein (Vertragsrecht) oder die Anfechtung von ordnungsbehördlichen Maßnahmen wie der Auflage, dass Ihr Hund nach einem Vorfall einen Maulkorb tragen muss (Verwaltungsrecht).

Für solche Situationen benötigen Sie eine Rechts­schutz­versicherung. Wir empfehlen Ihnen, Ihre rechtlichen Risiken als Tierhalter zu analysieren und die Unterlagen Ihrer Rechts­schutz­versicherung unter diesem Gesichtspunkt darauf zu überprüfen, ob Sie gut abgesichert sind.

Kosten mit und ohne Hunde­haftpflicht­versicherung

Hier sind einige Beispiele für mögliche Schadensfälle und deren Kosten, falls Sie nicht versichert sind. Haben Sie hingegen eine Versicherung, übernimmt diese – unter Umständen abzüglich einer vereinbarten Selbstbeteiligung – die Kosten.

  • Behandlungskosten für eine Biss­verletzung: ca. 3.000 Euro
  • Behandlung einer Bisswunde an einem fremden Hund: ca. 800 Euro
  • Sturz mit dem Fahrrad mit Knochenbrüchen: ca. 8.000 Euro
  • Ersatz für eine kaputte Brille: ca. 500 Euro
  • Ersatz für ein kaputtes Smartphone: ca. 200 Euro
  • Schäden an Möbelstücken: für ein Sofa ca. 1.000 Euro
  • Kfz-Schaden wegen Verkehrsunfall: ca. 2.000 Euro
  • Lackschäden am Auto: ca. 1.000 Euro
  • Schäden am Ferienhaus (sogenannte Mietsachschäden): ca. 1.200 Euro

Wie hoch ein Schaden tatsächlich ausfällt und wie hoch die Kosten im Endeffekt sind, hängt natürlich vom Einzelfall ab. Besonders Personenschäden, also wenn sich Menschen verletzen und anschließend beim Arzt oder im Krankenhaus behandelt werden müssen, können immense Kosten verursachen. Diese lassen sich im Vorfeld schwer voraussagen. Allein dafür ist es wichtig, als Hundehalter eine Hunde­haftpflicht­versicherung zu haben. Wie Sie im Schadensfall vorgehen sollten, erfahren Sie hier:

Schadensfälle der Hunde­haftpflicht­versicherung

Icon Gruppe Personen

Wer ist versichert?

Grundsätzlich gilt: Familienmitglieder, die mit dem Versicherungsnehmer in einem Haushalt leben, sind vom Versicherungs­­schutz eingeschlossen. Wenn auch Freunde und Bekannte mitversichert werden sollen, muss dieses bei der Tarifauswahl berücksichtigt werden. Hier ist der Leistungsbaustein „Hüten durch Dritte“ notwendig, der bei vielen Versicherern gegen einen geringen Aufpreis mit aufgenommen werden kann – wenn der Baustein nicht ohnehin schon zu den Leistungen des Tarifs gehört. Nicht vom Fremdhüterrisiko abgedeckt, aber ebenfalls versicherbar ist das Risiko, dass Ihr Hund einen nicht gewerbsmäßigen Fremdhüter beißt. In der Regel nicht versichert ist gewerbliche Fremdhütung.


Weitere wichtige Leistungen

Wenn Sie Tarife der Hunde­haftpflicht­versicherung vergleichen, achten Sie darauf, wie die folgenden Situationen versichert sind:

Mietsachschäden

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Bei Mietsachschäden handelt es sich um Schäden an gemieteten Sachen, zum Beispiel eine Ferienwohnung oder in gemieteten Wohnungen. Hier sollte man jedoch genau hinschauen: Einige Versicherer decken zwar Mietsachschäden ab, schließen dabei privat genutzte Mieträume aus.

Eine Absicherung für Mietsachschäden ist nicht in jeder Police enthalten, kann aber wichtig sein. Wenn Ihr Hund im Hotelzimmer das Bett beschädigt oder bei Freunden das Laminat zerkratzt, kann eine gut gewählte Versicherung helfen.

Teilnahme an Veranstaltungen

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Nimmt man mit seinem Hund an einer Veranstaltung teil, etwa einem Hunderennen oder einer Hundeschau, sollten auch Schäden versichert sein, die dort passieren könnten. Dafür muss im Versicherungsvertrag die Teilnahme an bestimmten Veranstaltungen mit eingeschlossen sein. Viele Versicherer bieten auch ganz spezielle Tarife an, wie zum Beispiel den Schutz für Schlittenrennen.

Ungewollter Deckakt

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Dieser Leistungspunkt ist besonders wichtig für Besitzer von männlichen Hunden. Kommt es zu einem Deckakt und einer anschließenden Trächtigkeit der Hündin, muss der Halter des Rüden für die resultierenden Kosten aufkommen. Mit einer Hunde­haftpflicht­versicherung, die auch ungewollte Deckakte versichert, hat der Hundebesitzer keine finanziellen Konsequenzen.

Mit­versicherung von Welpen

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Wer einen weiblichen Hund besitzt, sollte auf diese Leistung besonders achten. Falls der Hund Nachwuchs bekommen sollte, sind somit auch die Welpen versichert beziehungsweise die Schäden, die die Welpen verursachen könnten. Dies gilt meist bis zu einem bestimmten Alter. Danach müssen die Hunde mit einer eigenen Hunde­haftpflicht versichert werden.

Flurschäden

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Schäden, die Ihr Hund zum Beispiel an dem Feld oder Garten einer anderen Person verursacht, sind in der Regel versichert.

Forderungsausfalldeckung

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Beinhaltet Ihre Hunde­haftpflicht­versicherung eine Forderungsausfalldeckung, springt Ihre Versicherung ein, falls Sie durch den Hund einer anderen Person geschädigt werden und dessen Halter nicht in der Lage ist, den Schaden zu bezahlen.

Expertinnen-Tipp:

„Wenn Sie mit Ihrem Hund häufig im Ausland Urlaub machen, sollten Sie darauf achten, dass der Versicherungs­schutz beim Grenzübertritt nicht erlischt. Ansonsten haben Sie an Ihrem Urlaubsort keine gültige Versicherung!“

Foto von Katharina Krech
Signatur von Katharina Krech
Katharina Krech
Beraterin
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Ist der Verstoß gegen Halter­pflichten versichert?

Nicht jeder Versicherer schließt den Schutz gegen Verstöße von Halter­­pflichten wie dem Leinen- oder Maulkorbzwang in bestimmten Bereichen in die Hunde­­haftpflicht­­versicherung mit ein. Dieser Baustein ist jedoch wichtig, wenn ein Hund zum Beispiel ohne Leine einen Schaden verursacht hat, obwohl er eine hätte tragen müssen. Bußgelder, die aufgrund eines Verstoßes gegen Halter­pflichten verhängt werden, trägt die Versicherung allerdings nicht.


Was versichert die Hund­haftpflicht­versicherung nicht?

In den folgenden Situationen zahlt die Hunde­haftpflicht­versicherung nicht:

  • Vorsätzlich herbeigeführte Schäden
  • Schäden, die den Versicherungsnehmer selbst oder Menschen aus demselben Haushalt betreffen
  • Hunde, die eine spezielle Versicherung brauchen (zum Beispiel Hunde, die für gewerbliche Zwecke gehalten werden)

Versicherungen für besondere Hundegruppen

Kampfhunde bzw. Listenhunde

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Die Versicherungsgesellschaften führen hauseigene Listen, auf denen Hunderassen geführt werden, die statistisch gesehen entweder besonders häufig Schäden oder besonders teure beziehungsweise heftige Schäden verursachen. Steht die Hunderasse des eigenen Hundes auf so einer Liste, fällt die Versicherungsprämie besonders hoch aus oder es wird überhaupt kein Versicherungs­schutz gewährt. Sogenannte Kampfhunde tauchen auf diesen Listen zum Beispiel häufig auf. Besitzer eines „Listenhundes“ sollten also unbedingt mehrere Angebote miteinander vergleichen, um nicht mehr zu zahlen als notwendig.

Zuchthunde

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Auch Züchter können sich angemessen absichern: Wenn Sie Hunde zur Zucht nutzen, wird das von einigen Versicherungsunternehmen berücksichtigt. Diese bieten einen erweiterten Versicherungs­schutz, der die Welpen kostenlos mitversichert. Mehr dazu erfahren Sie auf unserer Seite zu Versicherungen für Hundezüchter. Auch gibt es eine sogenannte Zwinger­haftpflicht­versicherung für Hundezüchter.

Assistenzhunde

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Für Assistenzhunde wie zum Beispiel Blindenhunde gibt es ebenfalls Zusatz­versicherungen. Wer diese Tiere absichern möchte, sollte dies bei der Tarifsuche im Hinterkopf behalten. Fragen Sie einfach direkt beim Versicherer nach oder wenden Sie sich an unsere Versicherungsexperten.

Gewerblich genutzte Hunde

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Hundebesitzer, die ihre Hunde für gewerbliche Tätigkeiten nutzen oder gewerblich mit Hunden zu tun hat, müssen sich gesondert absichern. Es gibt nur wenige Anbieter, die eine solche Tätigkeit in der privaten Hunde­haftpflicht mit absichern, und wenn, dann nur bis zu einem bestimmten Jahresumsatz und nur als nebenberufliche Tätigkeit.

Wer jedoch zum Beispiel eine Hundeschule, einen Hundesalon oder ein Tierheim führt, benötigt eine betriebliche Hunde­versicherung. Auch wer beruflich fremde Hunde ausführt oder betreut, muss sich entsprechend ­haftpflichtversichern.

Ausreichende Deckungssumme wählen

Die Deckungssumme sollte möglichst hoch gewählt werden, denn im Fall der Fälle können rasch hohe Schadenersatzansprüche zusammenkommen. Werden Menschen verletzt, summieren sich Behandlungskosten, Verdienstausfall und Schmerzensgeld zu sehr hohen Kosten. Werden durch die Folgen eines Unfalls bleibende Gesundheitsschäden verursacht, ist die Höhe des Schadens kaum abzusehen.

In der Regel gilt eine Deckungssumme von mindestens zehn bis 15 Millionen Euro als ratsam. Gerade ältere Versicherungsverträge bieten hier oftmals nur viel niedrigere Deckungssummen. Ist das der Fall, sollte über einen Wechsel oder eine Anpassung nachgedacht werden. Denn gerade im Bereich der Haftpflicht­­versicherung sind hohe Versicherungssummen sinnvoll, da man nach dem Gesetz bei Schäden an Dritten unbegrenzt haftbar ist.

Hunde­haftpflicht­versicherung kündigen

Wenn Ihr Hund verstirbt oder Sie ihn an einen neuen Besitzer übergeben, können Sie Ihre Versicherung mit sofortiger Wirkung kündigen. Liegt keiner dieser Kündigungsgründe vor – zum Beispiel, wenn Sie lediglich zu einem Vertrag mit besseren Bedingungen wechseln möchten -, gilt eine Kündigungsfrist von drei Monaten.

Kündigung: Vorgehen und Muster

Was kostet eine Hunde­haftpflicht­versicherung?

Rechenbeispiel

Wie Sie an diesem Beispiel sehen, gibt es sehr kostengünstige Hunde­versicherungen. Die Versicherungssumme beträgt in allen in diesem Beispiel aufgeführten Tarifen mindestens zehn Millionen.

HundMonatliche Kosten der Versicherung (Euro)*
Welsh Corgi Cardiganab 2,87
Deutscher Schäferhundab 3,07
American Stafford Terrierab 4,96
*Umgerechneter Monatsbeitrag aus dem Jahresbeitrag. Wählen Sie am besten stets die jährliche Zahlweise, da sonst ein Aufschlag für unterjährige Zahlweise anfallen kann.

Icon Geldscheine

So beeinflusst die Selbstbeteiligung den Preis

Die Höhe der Prämie wird auch dadurch beeinflusst, ob und in welcher Höhe Sie eine Selbstbeteiligung vereinbaren. Bei der Selbstbeteiligung handelt es sich um den Betrag, den der Versicherungsnehmer im Schadensfall selbst zahlt. Die Differenz zur Schadenshöhe gleicht dann der Versicherer aus. Schon durch eine geringe Selbstbeteiligung verringert sich der Beitrag. Typisch sind Selbstbeteiligungen von 150 oder 300 Euro.


Weitere Kostenfaktoren

Die Hunderasse

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Wenn es um die Bemessung der Beitragshöhe geht, schauen die Versicherer zunächst in die eigene Statistik. Und diese sieht von Versicherer zu Versicherer verschieden aus. Manche Versicherer haben Listen mit Hunderassen, die sie entweder nicht versichern oder die individuell angefragt werden müssen. Haftpflicht­versicherungen für Hunde, die statistisch gesehen häufiger oder größere Schäden verursachen, sind in der Regel teurer.

Allerdings gibt es hier große Unterschiede zwischen den Versicherern. Wenn zum Beispiel bei der Versicherung A der eigene Hund zu den sogenannten Listenhunden zählt, kann es durchaus sein, dass dieses bei Versicherung B nicht der Fall ist. Denn bei der Versicherung B wird der eigene Hund als “unauffällig” eingestuft – der Beitragssatz ist deutlich niedriger als bei Versicherung A.

Der Leistungsumfang

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Wie auch bei allen anderen Versicherungsformen kommt es auch bei der Hunde­haftpflicht darauf an, gegen welche Schäden man sich absichern möchte. Hier sollten die Hundehalter bei den verschiedenen Angeboten genau hinschauen, in welchen Fällen der eigene Hund überhaupt geschützt ist. Denn hier kann es durchaus passieren, dass man den eigenen Hund “überversichert” – und damit monatlich deutlich mehr zahlt als eigentlich notwendig.

Ein Beispiel: Ein Hundehalter, der mit seinem Hund hauptsächlich abseits von stark befahrenen Straßen unterwegs ist (zum Beispiel in Parks und Wäldern), sollte sich überlegen, ob die Versicherung Verkehrsschäden überhaupt absichern sollte.

Der selbe Hundehalter sollte wiederum genau hinschauen, welche Versicherung für den vollen Schaden aufkommt, wenn der Vierbeiner nicht an der Leine geführt wird. Denn es gibt durchaus Versicherer, die einen Schaden nur dann übernehmen, wenn der Hund an der Leine geführt wird. Ein Hund, der häufig ohne Leine unterwegs ist, ist bei dieser Hunde­haftpflicht­versicherung “mit Leinenzwang” vermutlich nicht so gut aufgehoben.

Genau hinschauen sollte man auch, wenn mehrere Personen den Hund ausführen. Denn wenn sich nicht nur Familienmitglieder um das Tier kümmern, sollte man bei der Wahl der Hunde­haftpflicht darauf achten, dass die Police auch bei Freunden und Bekannten greift.

Das Arbeitsverhältnis und Alter des Hundehalters

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Entscheidend für die Beitragshöhe kann zudem das Arbeitsverhältnis des Versicherungsnehmers sein. Besonders günstig werden hier in der Regel Beamte versichert – allerdings nicht in jedem Fall. Sind Sie im öffentlichen Dienst tätig, fragen Sie einfach direkt nach oder achten Sie auf das entsprechende Feld im Online-Rechner. Oft können sich auch ältere Menschen etwas günstiger versichern.

Anzahl der Hunde

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Wenn Sie gleich mehrere Hunde beim gleichen Versicherer versichern, bezahlen Sie bei einigen Anbietern pro Tier etwas weniger.

Ist die Versicherung steuerlich absetzbar?

Beiträge zur Hunde­haftpflicht­versicherung können Sie steuerlich absetzen, denn Haftpflicht­versicherungen haben den Zweck, den Versicherten finanziellen Schutz zu bieten. Deshalb können Versicherte sie als Sonderausgaben oder sonstige Vorsorgeaufwendungen gegenüber dem Finanzamt in der Steuererklärung angeben. Allerdings gibt es für das steuerliche Absetzen Höchstbeträge, die man in der Regel schon durch die Beiträge zur Kranken- und Pflege­versicherung ausschöpft.

Hunde­haftpflicht von der Steuer absetzen: So geht’s

Was kostet Sie eine Hunde­haftpflicht­versicherung?

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Hunde­haftpflicht­versicherung im Test (2022)

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Die unterschiedlichen Hunde­­haftpflicht­­versicherungen und ihre Tarife werden regelmäßig von unabhängigen Instituten getestet. Bei diesen Test geht es unter anderem um den Leistungsumfang, das Preis-Leistungs-Verhältnis oder aber um die Kunden­­zufriedenheit und Erfahrungen mit dem Versicherer. Unsere Auswertung aktueller Testergebnisse sowie die Empfehlungen unserer Experten finden Sie hier:

Hunde­haftpflicht­versicherung: Die Testsieger von 2022

Hunde­haftpflicht­versicherung: Tipps für den Tarifvergleich

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Ein Tarifvergleich lohnt sich

Es gibt viele Anbieter und Tarife der Hunde­haftpflicht­versicherung. Darum sollten Sie vor dem Abschluss der Versicherung einen Tarifvergleich durchführen und gelegentlich prüfen, ob Ihr aktueller Tarif noch immer das beste Preis-Leistungs-Verhältnis bietet. Einen Vergleich können Sie zum Beispiel mit unserem Online-Rechner bequem durchführen.

Darauf sollten Sie achten

  • Ist die Versicherungssumme ausreichend hoch? Wie sieht es mit Obergrenzen für individuelle Schadensarten aus?
  • Entspricht die Versicherung den Ansprüchen der Versicherungspflicht in Ihrem Bundesland?
  • Ist Ihr Hund auch im Ausland versichert?
  • Sind Mietsachschäden versichert?
  • Wie hoch sind die Prämien und die Selbstbeteiligung?
  • Sind Sie auch bei einem Verstoß gegen Halter­pflichten (zum Beispiel Leinen- und Maulkorbzwang) versichert?

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Weitere Versicherungen für Hundehalter

Neben der äußerst wichtigen Hunde­haftpflicht­versicherung gibt es weitere zusätzliche Versicherungen, die den Vierbeiner schützen. Genauso wie ein Mensch kann auch ein Tier krankenversichert werden. Dafür stehen die Hundekranken­versicherung sowie die kostengünstigere Hunde-OP-Versicherung zur Verfügung. Bei einigen Anbietern können Versicherungen im Paket abgeschlossen werden. Dies spart nicht nur Aufwand, sondern oftmals auch Kosten.

Fazit

Hundehalter haften für sämtliche Schäden, die ihr Haustier verursacht. Da hier sehr hohe Schadenersatzforderungen möglich sind, ist es sinnvoll, eine Hunde­haftpflicht­versicherung abzuschließen. Das ist in den meisten Bundesländern entweder für einige oder für sämtliche Hundebesitzer sogar Pflicht. Wer einen sogenannten Listenhund hat, kann diesen nicht bei allen Anbietern versichern und muss in der Regel etwas mehr zahlen.

Wie bei allen Versicherungen empfehlen wir Ihnen auch bei der Hunde­haftpflicht­versicherung, verschiedene Tarife zu vergleichen, um das Angebot mit dem besten Preis-Leistungs-Verhältnis für Ihren Hund zu finden. Es kommt unter anderem dann zu Unterschieden bei den Kosten, wenn die Schadensrisiken bei einer bestimmten Hunderasse von verschiedenen Versicherern unterschiedlich hoch eingeschätzt werden. Achten Sie unter anderem auf den Versicherungs­schutz im Ausland und die Versicherung von Mietsachschäden.


Die häufigsten Fragen zur Hunde­haftpflicht­versicherung

Welche ist die beste Hunde­haftpflicht­versicherung

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Eine gute Hunde­haftpflicht­versicherung erkennen Sie unter anderem an einer angemessen hohen Versicherungssumme und Versicherungs­schutz in vielen Situationen. Welche Anbieter und Tarife der Hunde­haftpflicht­versicherung unabhängige Institute, Kunden und unsere Experten überzeugen konnten, erfahren Sie auf unserer Seite zu den Testsiegern der Hunde­haftpflicht­versicherung.

Was deckt die Hunde­haftpflicht ab?

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Die Hunde­haftpflicht­versicherung versichert Sach-, Personen- und Vermögensschäden, die Ihr Hund bei Dritten verursacht. Mehr zu den Leistungen der Hunde­haftpflicht­versicherung.

Wie hoch sollte die Versicherungssumme der Hunde­haftpflicht sein?

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Die angebotenen Versicherungssummen der Hunde­haftpflicht­versicherung bewegen sich meist zwischen fünf und 50 Millionen Euro. Wir empfehlen eine Versicherungssumme von mindestens zehn bis 15 Millionen Euro.

Welche Versicherungen sollte man für einen Hund haben?

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Hundebesitzer sollten nicht auf eine Hunde­haftpflicht­versicherung verzichten, unabhängig davon, ob sie in ihrem Bundesland freiwillig ist. Sie können auch eine Hundekranken­versicherung oder als kostengünstigere Alternative dazu eine Hunde-OP-Versicherung abschließen. Lesen Sie auch gern unseren Überblick über sinnvolle Hunde­versicherungen.

Was kostet eine Hunde­haftpflicht im Monat?

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Die Kosten der Hunde­haftpflicht­versicherung hängen von mehreren Faktoren wie der Rasse des zu versichernden Hundes, der Versicherungssumme und den versicherten Risiken ab. Es ist jedoch bereits ab umgerechnet 2,79 Euro pro Monat möglich, sich zu versichern.

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Katharina Tennius
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