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Hunde­haftpflicht­versicherung

Unsere Empfehlungen für Ihren Schutz - inkl. Test 2019 und Tarif-Vergleich
Das Wichtigste in Kürze
  • Eine Hundehaftpflichtversicherung übernimmt sämtliche Schäden, die das eigene Tier bei Dritten verursacht hat. Dazu gehören Personen-, Sach- und Vermögensschäden.
  • Im Versicherungsschutz inbegriffen ist immer ein passiver Rechtsschutz. Die Versicherung wehrt also auch unberechtigte Forderungen ab, notfalls vor Gericht.
  • Die Versicherung des Hundes ist in vielen Bundesländern Pflicht. Dazu gehören z. B. Berlin, Hamburg und Thüringen.
  • In unserem Leistungs-Test 2019 überzeugen u. a. die Anbieter Adam Riese, BavariaDirekt und Adcuri mit Top-Ergebnissen (Quelle: transparent-beraten.de, Juni 2019)
  • Beim Test von Focus-Money schneidet die Agila-Tierversicherung in der Kategorie „Kundenzufriedenheit“ als Testsieger ab. Der Anbieter erhielt in sämtlichen Teilbereichen beste Bewertungen.
  • Die Kosten einer Hundehaftpflichtversicherung sind unter anderem von der Hunderasse abhängig. Ein durchschnittlich großes Tier kann bereits für rund 4 Euro im Monat abgesichert werden.
  • Eine private Haftpflichtversicherung kommt nicht für Schäden auf, die ein Hund verursacht. Der Abschluss einer eigenständigen Hundehaftpflicht ist deswegen für Hundebesitzer notwendig.
So gehen Sie beim Abschluss vor
  • Eine Hundehaftpflichtversicherung ist bereits für wenige Euro im Monat zu haben. Sparen Sie also nicht beim Leistungsumfang!
  • Entscheiden Sie sich für eine ausreichend hohe Versicherungssumme. Wir empfehlen mindestens 5 Millionen Euro, da besonders Personenschäden teuer werden können. 10-15 Millionen Euro sind noch besser.
  • Nutzen Sie unseren Tarif-Rechner auf dieser Seite, um kostenlos Tarife zu vergleichen.

Darum ist eine Hundehaftpflichtversicherung sinnvoll

Auch gut erzogene und liebe Hunde können einen erheblichen Schaden verursachen. Da reicht es auch schon, wenn der Hund übermütig vor Freude auf den Nachbarn zurennt und dieser stolpert und sich verletzt. Oder wenn Ihr Hund beim Besuch bei Freunden den teuren Sessel zerkratzt. Ganz plötzlich kann sich der Hund beim Gassi gehen von der Leine lösen und auf die Straße zuschnellen – ein Auto muss bremsen und verursacht einen Kaskoschaden beim hinteren Auto. Für all diese Schäden und die Kosten müssen Sie als Hundehalter aufkommen, und zwar mit Ihrem privaten Vermögen. Es sei denn, Sie haben eine Hundehaftpflichtversicherung abgeschlossen.

Eine solche Hundehaftpflichtversicherung übernimmt die Kosten für Schäden an Personen und an Sachen und für Schäden, die daraus resultieren. Genau genommen ist diese Versicherung also weniger eine Absicherung des Hundes als die Absicherung des Hundebesitzers.

Normale Haftpflicht deckt Schäden durch Hunde nicht ab
Eine reguläre Haftpflicht deckt Schäden durch Hunde nicht ab. Im Bereich der privaten Haftpflichtversicherungen werden grundsätzlich die Schäden an Dritten abgesichert, für die Sie verantwortlich sind. Kleinere Tiere wie Meerschwein, Hase oder Wellensittich sind oftmals in der Haftpflicht mitversichert. Schäden, die Hunde verursachen, sind allerdings nicht abgedeckt. Hierfür wird die Hundehaftpflicht- oder allgemeiner, die Tierhalter-Haftpflichtversicherung benötigt.

So teuer wird es ohne Hundehaftpflichtversicherung

  • Behandlungskosten für eine Bissverletzung: ca. 3.000 Euro
  • Behandlung einer Bisswunde an einem fremden Hund: ca. 800 Euro
  • Sturz mit dem Fahrrad mit Knochenbrüchen: ca. 8.000 Euro
  • Ersatz für eine kaputte Brille: ca. 500 Euro
  • Ersatz für ein kaputtes Smartphone: ca. 200 Euro
  • Schäden an Möbelstücken: z. B. für ein Sofa ca. 1.000 Euro
  • Kfz-Schaden wegen Verkehrsunfall: ca. 2.000 Euro
  • Lackschäden am Auto: ca. 1.000 Euro
  • Schäden am Ferienhaus (sog. Mietsachschäden): ca. 1.200 Euro

Wie hoch ein Schaden tatsächlich ausfällt und wie hoch die Kosten im Endeffekt sind, hängt natürlich vom Einzelfall ab. Besonders Personenschäden, also wenn sich Menschen verletzen und anschließend beim Arzt oder im Krankenhaus behandelt werden müssen, können immense Kosten verursachen. Diese lassen sich im Vorfeld schwer voraussagen. Allein dafür ist es wichtig, als Hundehalter eine Hundehaftpflichtversicherung zu haben.

Versicherungspflicht ist je nach Bundesland geregelt

Die Regelungen zur Hundehaftpflicht sind in Deutschland von Bundesland zu Bundesland unterschiedlich. Eine gesetzliche Pflicht für die Hundehaftpflicht besteht in den folgenden Bundesländern:

  • Berlin
  • Hamburg
  • Niedersachsen
  • Sachsen-Anhalt
  • Schleswig-Holstein
  • Thüringen

Aber auch wenn es keine gesetzliche Vorschrift ist, empfiehlt es sich, kein finanzielles Risiko einzugehen und eine Tierhalter-Haftpflichtversicherung abzuschließen. Denn für Schäden, die ein Hund verursacht, haftet der Hundehalter in unbegrenzter Höhe mit seinem Privatvermögen.

Übersicht zur Versicherungspflicht von Hunden (nach Bundesländern)

Versicherungspflicht Bundesländer
Generelle Versicherungspflicht Berlin, Hamburg, Niedersachsen, Sachsen-Anhalt, Schleswig-Holstein, Thüringen
Versicherungspflicht nur für gefährliche Rassen Baden-Württemberg, Bayern, Brandenburg, Bremen, Hessen, NRW, Rheinland-Pfalz, Saarland, Sachsen
Versicherung freiwillig Mecklenburg-Vorpommern
… mehr zum Thema Hundehaftpflicht-Pflicht

Weitere Unterschiede je nach Bundesland

Jedes Bundesland regelt zudem die Höhe der zu zahlende Hundesteuer unterschiedlich. Auch die Regelungen zu Halterpflichten unterscheiden sich je nachdem, wo man wohnt. Eine ausführliche Übersicht über Hundesteuer- und Halterpflicht-Regelungen finden Sie hier auf unserem Fachportal hundehaftpflichtversicherungen-vergleich.de

Leistungen: Was zahlt die Hundehaftpflicht­?

Zu den Leistungen einer Hundehaftpflichtversicherung zählen in erster Linie die Kostenübernahme bei Schadensfällen, die der Hund verursacht hat, und die Abwehr von unberechtigten Forderungen (der sog. passive Rechtsschutz). Muss also eine unberechtigte Forderung abgewehrt werden, übernimmt die Versicherung die Kosten – natürlich auch, wenn der Fall vor Gericht landen sollte.

Übersicht der wichtigsten Leistungen

  • Absicherung von Personen- und Sachschäden
  • Absicherung von Schadensersatzforderungen
  • Zahlung bei Bissverletzungen
  • Schutz bei Verkehrsunfällen
  • Absicherung von Vermögensschäden
  • Versicherungsschutz nach Art einer Rechtsschutzversicherung
  • Schutz bei Deckschäden
  • Abdeckung Fremdhüterrisiko
  • Forderungsausfalldeckung

Hundehaftpflicht

Weitere wichtige Leistungen

BERATER-TIPP

»Auch bei der Hundehaftpflicht gilt: Der Versicherer unterscheidet zwischen beweglichen und unbeweglichen Mietsachschäden. Oft sind auch Selbstbeteiligungen versteckt. Oder die Leistungen sind stark gekürzt. Es kann sogar sein, dass überhaupt kein Versicherungsschutz besteht.«

Bei Mietsachschäden handelt es sich um Schäden an gemieteten Sachen, z. B. eine Ferienwohnung oder in gemieteten Wohnungen. Hier sollte man jedoch genau hinschauen: Einige Versicherer decken zwar Mietsachschäden ab, schließen dabei privat genutzte Mieträume aus.

Eine Absicherung für Mietsachschäden ist nicht in jeder Police enthalten, kann aber wichtig sein. Wenn Ihr Hund im Hotelzimmer das Bett beschädigt oder bei Freunden das Laminat zerkratzt, kann eine gut gewählte Versicherung helfen.

Nimmt man mit seinem Hund an einer Veranstaltung teil, etwa einem Hunderennen oder einer Hundeschau, sollten auch Schäden versichert sein, die dort passieren könnten. Dafür muss im Versicherungsvertrag die Teilnahme an bestimmten Veranstaltungen mit eingeschlossen sein. Viele Versicherer bieten auch ganz spezielle Tarife an, wie zum Beispiel den Schutz für Schlittenrennen.
Dieser Leistungspunkt ist besonders wichtig für Besitzer von männlichen Hunden. Kommt es zu einem Deckakt und einer anschließenden Trächtigkeit der Hündin, muss der Halter des Rüden für die resultierenden Kosten aufkommen. Mit einer Hundehaftpflichtversicherung, die auch ungewollte Deckakte versichert, hat der Hundebesitzer keine finanziellen Konsequenzen.
Wer einen weiblichen Hund besitzt, sollte auf diese Leistung besonders achten. Falls der Hund Nachwuchs bekommen sollte, sind somit auch die Welpen versichert bzw. die Schäden, die die Welpen verursachen könnten. Dies gilt meist bis zu einem bestimmten Alter. Danach müssen die Hunde mit einer eigenen Hundehaftpflicht versichert werden.
BERATER-TIPP

»Wenn Sie mit Ihrem Hund häufig im Ausland Urlaub machen, sollten Sie darauf achten, dass der Versicherungsschutz beim Grenzübertritt nicht erlischt. Ansonsten haben Sie an Ihrem Urlaubsort keine gültige Versicherung!«

Auch wichtig: Schutz gegen Verstöße von Halterpflichten

Je nach Bundesland gelten verschiedene Regelungen und Pflichten zur Hundehaltung. So müssen in bestimmten Bereichen Hunde an der Leine geführt werden oder einen Maulkorb tragen.

Nicht jeder Versicherer schließt den Schutz gegen Verstöße von Halterpflichten in die Hundehaftpflichtversicherung mit ein. Dieser Baustein ist wichtig, wenn ein Hund ohne Leine einen Schaden verursacht hat, obwohl der Hund eine Leine hätte tragen müssen. Das gleiche gilt für den Maulkorbzwang.

Wer ist versichert?
Grundsätzlich gilt: Familienmitglieder, die mit dem Versicherungsnehmer in einem Haushalt leben, sind vom Versicherungsschutz eingeschlossen. Wenn auch Freunde und Bekannte mitversichert werden sollen, muss dieses bei der Tarif-Auswahl berücksichtigt werden. Hier ist der Leistungsbaustein „Hüten durch Dritte“ notwendig, der bei vielen Versicherern gegen einen geringen Aufpreis mit aufgenommen werden kann – wenn der Baustein nicht ohnehin schon zu den Leistungen des Tarifs gehört.

Wie hoch sind die Kosten einer Hundehaftpflicht?

Die Höhe der Kosten für eine Hundehaftpflichtversicherung sind von mehreren Faktoren abhängig:

  • Höhe der Deckungssumme
  • Hunderasse
  • Ggf. Alter und Gewicht des Hundes
  • Anzahl der Tiere (Rabatt bei mehreren Hunden)
  • Gewünschte Zusatzleistungen

Übrigens: Die Höhe der Prämie wird auch dadurch beeinflusst, ob und in welcher Höhe Sie eine Selbstbeteiligung vereinbaren und in welcher Höhe. Bei der Selbstbeteiligung handelt es sich um den Betrag, den der Versicherungsnehmer im Schadensfall selbst zahlt. Die Differenz zur Schadenshöhe gleicht dann der Versicherer aus. Schon durch eine geringe Selbstbeteiligung verringert sich der Beitrag.

Ausreichende Deckungssumme wählen

Die Deckungssumme sollte möglichst hoch gewählt werden, denn im Fall der Fälle können rasch hohe Kosten zusammenkommen. Werden Menschen verletzt, summieren sich Behandlungskosten, Verdienstausfall und Schmerzensgeld. Werden durch die Folgen eines Unfalls bleibende Gesundheitsschäden verursacht, ist die Höhe des Schadens kaum abzusehen.

In der Regel gilt eine Deckungssumme von mindestens 10 bis 15 Millionen Euro als ratsam. Gerade ältere Versicherungsverträge bieten hier oftmals nur viel niedrigere Deckungssummen. Ist das der Fall, sollte über ein Wechsel oder eine Anpassung nachgedacht werden. Denn gerade im Bereich der Haftpflichtversicherung sind hohe Versicherungssummen sinnvoll, da man nach dem Gesetz bei Schäden an Dritten unbegrenzt haftbar ist.

Rechenbeispiel: Anbieter im Vergleich

Modell-Hund: 1 Schäferhund, gechipt, reinrassig, keine Vorschäden.

Versicherer Jährlicher Beitrag
Barmenia 58 Euro
Allianz 99 Euro
Hanse Merkur 78 Euro
Adam Riese 96 Euro
Jahresbeiträge besonders günstig
Wer die Kosten für die Hundehaftpflicht in einem überschaubaren Rahmen halten will, wählt eine jährliche Zahlweise. Aufgrund der meist geringen Versicherungskosten sollte das in der Regel möglich sein. Wer nämlich eine vierteljährliche, halbjährliche oder sogar monatliche Rechnungsstellung vereinbart, muss mit Teilzahlungszuschlägen rechnen, die der Versicherer geltend macht. Die Bezahlung in einer einmaligen Summe pro Jahr ist die günstigste Variante, hier macht der Versicherer keine Zuschläge geltend.

Kostenfreier Tarif-Rechner zur Hundehaftpflichtversicherung

Aktuelle Tarife aus 2019 für Sie persönlich angepasst und optimiert.

Ist die Versicherung steuerlich absetzbar?

Beiträge zur Hundehaftpflicht können steuerlich geltend gemacht werden, denn Haftpflichtversicherungen haben den Zweck, den Versicherten finanziellen Schutz zu bieten. Deshalb können Versicherte sie als Sonderausgaben oder sonstige Vorsorgeaufwendungen gegenüber dem Finanzamt in der Steuererklärung angeben. Allerdings gibt es für das steuerliche Absetzen Höchstbeträge, die man in der Regel schon durch die Beiträge zur Kranken- und Pflegeversicherung ausschöpft.

Erklärvideo – 3 wichtige Dinge bei der Hundehaftpflicht

Hundehaftpflicht im Test von transparent-beraten.de 2019

Unsere Versicherungsexperten haben Mitte 2019 Hundehaftpflicht-Tarife von 24 Anbietern unter die Lupe genommen. Der Fokus lag dabei auf den versicherten Leistungen. Service und Höhe der Beiträge spielten im Test keine Rolle.

Alle im Test vertretenen Tarife erfüllen eine Reihe von Mindestvoraussetzungen. Dazu zählen eine Mindestversicherungssumme von 10 Mio. Euro für Personen- und Sachschäden und der Verzicht auf eine Selbstbeteiligung.

Weiterhin verglichen und bepunkteten unsere Versicherungsfachleute folgende Leistungen:

  • Versicherungssummen für Personen-, Sach, Vermögens- und Mietsachschäden
  • Auslandsaufenthalte: europa- und weltweit
  • Ausfalldeckung
  • Versicherungsschutz für den Besuch einer Hundeschule
  • Verstoß gegen Halterpflichten
  • Mitversicherung von Welpen, Tierhütern und nebenberuflichen Tätigkeiten

Im Test überzeugten vor allem die kleinen Versicherer und wurden mit der Bestwertung „sehr gut“ bewertet. Die größeren Unternehmen schnitten im Durchschnitt mit guten Noten ab.

Top-10 unseres Hundehaftpflicht-Tests 2019

Versicherer Tarif Gesamtpunktzahl Note
Adam Riese Riese XXL 92 0,7
BavariaDirekt Komfort L 92 0,7
Adcuri Premium 88 0,8
Alte Leipziger Comfort 84 0,9
Degenia Optimum 84 0,9
BavariaDirekt Komfort M 82 1,0
Konzept & Marketing Allsafe Amigo 82 1,0
Gothaer Hundehalter-Haftpflicht 80 1,1
Degenia Premium 78 1,2
Interrisk Tierhalterhaftpflicht 74 1,5
… mehr Infos zu unserem Hundehaftpflicht-Test

Test & Testsieger 2018: Hundebesitzer überwiegend zufrieden

Wie schätzen versicherte Hundehalter ihren Anbieter ein? Wie zufrieden sind sie mit dem Service und mit den Leistungen? ServiceValue hat in Kooperation mit FocusMoney bei den Kunden von Hundehaftpflichtversicherungen nachgefragt.

Mehr als 1.500 Versicherte nahmen an der online durchgeführten Umfrage teil und bewerteten ihren Versicherer hinsichtlich Preis-Leistungs-Verhältnis, Tarifleistung, Service, Beratung, Kommunikation und Schadensregulierung.

Nach Beendigung der Umfrage lagen Ergebnisse zu 26 Anbietern von Hundehaftpflichtversicherungen vor. Acht von ihnen werden mit „sehr gut“ und sieben weitere mit „gut“ bewertet (Quelle).

Testsieger: Faires Preis-Leistungs-Verhältnis

Versicherungsunternehmen Bewertung
Agila Tierversicherung sehr gut
CosmosDirekt
Generali
GVO
HanseMerkur
NV-Versicherungen
Rhion

Testsieger: Faire Schadensregulierung

Versicherungsunternehmen Bewertung
AachenMünchener sehr gut
Agila Tierversicherung
Allianz
DEVK
GVO
R+V
Uelzener
Testsieger 2018: Agila Hundhaftpflichtversicherung
Testsieger der Umfrage ist die Agila Tierversicherung. Sie ist der einzige Anbieter, der durchweg beste Bewertungen erhält und in allen Teilbereichen sehr gut abschneidet.

So wurde getestet

Die Fachleute von ServiceValue führten eine Online-Umfrage mit mehr als 1.500 Versicherungskunden durch. Die Befragten konnten bis zu zwei Anbieter bewerten. Einzige Voraussetzung für die Teilnahme war, dass man bei der Versicherung in den letzten zwölf Monaten Kunde war.

Inhalt der Umfrage

Im Gesamtergebnis sollte ermittelt werden, wie die Versicherer aufgestellt sind und als wie fair sie von ihren Kunden eingeschätzt werden. Dafür sollten die Befragten die Versicherungen in Bezug auf verschiedene Aspekte bewerten.

Bewertungsbereiche der Kundenumfrage
  • Gesamtzufriedenheit (z. B. Kundenorientierung und Weiterempfehlungsbereitschaft)
  • Faire Tarifleistung (z. B. Transparenz der Produkte und Leistungen, Tarifauswahl, Deckungs-/Leistungserweiterungen)
  • Faire Kundenberatung/-service (z. B. Eingehen auf Kundenbedürfnisse, Fachkompetenz, Erreichbarkeit)
  • Faire Kundenkommunikation (z. B. Verständlichkeit der Angebots- und Vertragsunterlagen, Orientierung auf der Website)
  • Faires Preis-LeistungsVerhältnis (z. B. Preisstabilität, Belohnung von Kundentreue)
  • Faire Schadenregulierung (z. B. Reaktionszeit im Schadenfall, Unkomplizierte Schadenabwicklung, Regulierungsumfang, Kulanz bei Schadenersatzansprüchen)

Test-Fazit: Zahlreiche gute Versicherungen

Mehr als die Hälfte der Hundehaftpflichtversicherungen erhalten überdurchschnittliche Bewertungen. Sie handeln demnach aus Kundensicht fair und auch das Preis-Leistungs-Verhältnis wird vielfach als angemessen und fair bewertet. Die Ergebnisse sind über alle Teilbereiche hinweg sehr ausgewogen. Das heißt, es gibt kein Thema bei dem die Versicherer im Vergleich zu anderen Bereichen schlechter abgeschnitten hätten.

Kostenfreier Tarif-Rechner zur Hundehaftpflichtversicherung

Aktuelle Tarife aus 2019 für Sie persönlich angepasst und optimiert.

Bei diesen Anbietern sind unsere Kunden versichert

  • BavariaDirekt
  • NV-Versicherungen
  • Degenia
  • Haftpflichtkasse
  • Neo Digital
  • VHV
  • Uelzener
  • Adam Riese
… mehr zu allen Anbietern im Überblick

Darum lohnt sich ein Vergleich von Hundehaftpflicht-Tarifen

Die Versicherungen berücksichtigen verschiedene Parameter, wenn es um die Festlegung der Beitragshöhe geht. Am wichtigsten sind 3 Faktoren:

  • die Hunderasse,
  • der Leistungsumfang und
  • das Arbeitsverhältnis des Hundehalters.

Wenn es um die Bemessung der Beitragshöhe geht, schauen die Versicherer zunächst in die eigene Statistik. Und diese sieht von Versicherer zu Versicherer verschieden aus.

Wenn zum Beispiel bei der Versicherung A der eigene Hund zu einem sogenannten Listenhund zählt, also zu einer Rasse gehört, die laut Statistik häufiger einen Schaden verursacht, kann es durchaus sein, dass dieses bei Versicherung B nicht der Fall ist.

Denn bei der Versicherung B wird der eigene Hund als “unauffällig” eingestuft – der Beitragssatz ist deutlich niedriger als bei Versicherung A.

Wie auch bei allen anderen Versicherungsformen kommt es auch bei der Hundehaftpflicht darauf an, gegen welche Schäden man sich absichern möchte. Hier sollten die Hundehalter bei den verschiedenen Angeboten genau hinschauen, in welchen Fällen der eigene Hund überhaupt geschützt ist. Denn hier kann es durchaus passieren, dass man den eigenen Hund “überversichert” – und damit monatlich deutlich mehr zahlt als eigentlich notwendig.

Ein Beispiel: Ein Hundehalter, der mit seinem Hund hauptsächlich abseits von stark befahrenen Straßen unterwegs ist (zum Beispiel in Parks und Wäldern), sollte sich überlegen, ob die Versicherung Verkehrsschäden überhaupt absichern sollte.

Der selbe Hundehalter sollte wiederum genau hinschauen, welche Versicherung für den vollen Schaden aufkommt, wenn der Vierbeiner nicht an der Leine geführt wird. Denn es gibt durchaus Versicherer, die einen Schaden nur dann übernehmen, wenn der Hund an der Leine geführt wird. Ein Hund, der häufig ohne Leine unterwegs ist, ist bei dieser Hundehaftpflichtversicherung “mit Leinenzwang” vermutlich nicht so gut aufgehoben.

Genau hinschauen sollte man auch, wenn mehrere Personen den Hund ausführen. Denn wenn sich nicht nur Familienmitglieder um das Tier kümmern, sollte man bei der Wahl der Hundehaftpflicht darauf achten, dass die Police auch bei Freunden und Bekannten greift.

Entscheidend für die Beitragshöhe kann zudem das Arbeitsverhältnis des Versicherungsnehmers sein. Besonders günstig werden hier in der Regel Beamte versichert – allerdings nicht in jedem Fall. Sind Sie im öffentlichen Dienst tätig, fragen Sie einfach direkt nach oder achten Sie auf das entsprechende Feld im Online-Rechner.

Besonderheiten für bestimmte Hundegruppen

Die Versicherungsgesellschaften führen hauseigene Listen, auf denen Hunderassen geführt werden, die statistisch gesehen entweder besonders häufig Schäden oder besonders teure bzw. heftige Schäden verursachen. Steht die Hunderasse des eigenen Hundes auf so einer Liste, fällt die Versicherungsprämie besonders hoch aus – oder es wird überhaupt kein Versicherungsschutz gewährt. Sog. Kampfhunde tauchen auf diesen Listen z. B. häufig auf. Besitzer eines „Listenhundes“ sollten also unbedingt mehrere Angebote miteinander vergleichen, um nicht mehr zu zahlen als notwendig.
Auch Züchter können sich angemessen absichern: Wenn Sie Hunde zur Zucht nutzen, wird das von einigen Versicherungsunternehmen berücksichtigt. Diese bieten einen erweiterten Versicherungsschutz, der die Welpen kostenlos mitversichert. Auch gibt es eine sog. Zwingerhaftpflichtversicherung für Hundezüchter.
Für Assistenzhunde wie zum Beispiel Blindenhunde gibt es ebenfalls Zusatzversicherungen. Wer diese Tiere absichern möchte, sollte dies bei der Tarifsuche im Hinterkopf behalten. Fragen Sie einfach direkt beim Versicherer nach oder wenden Sie sich an unsere Versicherungsexperten.

Hundebesitzer, die ihre Hunde für gewerbliche Tätigkeiten nutzen oder gewerblich mit Hunden zu tun hat, müssen sich gesondert absichern. Es gibt nur wenige Anbieter, die eine solche Tätigkeit in der privaten Hundehaftpflicht mit absichern, und wenn, dann nur bis zu einem bestimmten Jahresumsatz und nur als nebenberufliche Tätigkeit.

Wer jedoch z. B. eine Hundeschule, einen Hundesalon oder ein Tierheim führt, benötigt eine betriebliche Hundeversicherung. Auch wer beruflich fremde Hunde ausführt oder betreut, muss sich entsprechend haftpflichtversichern.

Weitere Versicherungen für Hundehalter

Neben der äußerst wichtigen Hundehaftpflichtversicherung gibt es weitere zusätzliche Versicherungen, die den Vierbeiner schützen. Genauso wie beim Menschen kann auch ein Tier krankenversichert werden. Dafür stehen die Hundekrankenversicherung sowie die kostengünstigere Hunde-OP-Versicherung zur Verfügung. Je nach Anbieter können Versicherungen im Paket abgeschlossen werden. Dies spart nicht nur Aufwand, sondern oftmals auch Kosten.

… mehr zur Hundekrankenversicherung
Unser Fachportal zum Thema Hundehaftpflichtversicherung: hundehaftpflichtversicherungen-vergleich.de

Dieser Artikel wurde zuletzt am 02.09.2019 aktualisiert.
Über den Autor
Claudia Täubner
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