Betriebs­unterbrechungs­­versicherung

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Das erwartet Sie hier

Was kostet die ideale Betriebs­unterbrechungs­­versicherung und welche Leistungen sind besonders wichtig. Mit aktuellen Corona-Informationen zu Ihrem Versicherungs­schutz.

Inhalt dieser Seite
  1. Die optimale Betriebs­­unterbrechungs­­­­versicherung
  2. 3 Arten der Absicherung
  3. Kosten und Preise
  4. Leistungen im Überblick
  5. Aktuelle Corona Informationen
  6. Aktuelle Testergebnisse
  7. Betriebs­­unterbrechungs­­­­versicherungen vergleichen
  8. Fazit

Das Wichtige in Kürze

  • Versicherbar sind u.a. Betriebs­unterbrechungen aufgrund Sturm, Leitungswasser, Feuer und Vandalismus sowie bei Ausfall des Inhabers.
  • Der Versicherer übernimmt die Kosten für Löhne, Mieten, entgangene Gewinne sowie Maßnahmen, um den Betrieb wieder Instand zu setzen.
  • Sie können die Betriebs­unterbrechungs­­versicherung einzeln abschließen oder in Ihre Geschäftsinhalts­versicherung integrieren.
  • Eine kleine Betriebs­unterbrechungs­­versicherung gibt es bereits ab 9,12 € im Monat.
  • Aufgrund der aktuellen Corona-Pandemie müssen Sie mit Einschränkungen oder Ablehnung der Leistungen rechnen.

Wie sieht die optimale Betriebs­unterbrechungs­­versicherung aus?

Eine Betriebs­unterbrechungs­­versicherung soll leisten, wenn Ihr Betrieb wegen bestimmten Gründen unterbrochen wird. Damit dies reibungslos und ohne Komplikationen stattfindet und Sie die entsprechende Entschädigung bekommen, ist es enorm wichtig, dass diese auf Ihren individuellen Betrieb zugeschnitten ist. Für den Versicherer ist es daher wichtig zu wissen, was für einen Betrieb Sie führen, welche Risiken bestehen und wie viel Umsatz Ihnen konkret verloren geht, wenn Ihr Betrieb stillsteht. Neben der Versicherungs­summe sollte auch die sog. Haftzeit ausreichend bemessen sein: Je länger die Haftzeit, desto länger zahlt Ihnen der Versicherer entgangene Gewinne. Achten Sie also von Anfang an auf eine korrekte und saubere Vertragsgestaltung. Nur so bekommen Sie im Falle einer Betriebs­unterbrechung ausreichend Ersatz, um Ihre Firma wieder auf die Beine zu stellen.

Darum ist eine Betriebs­unterbrechungs­­versicherung wichtig

Wenn ein Sturm einen Teil des Dachs abreißt, muss der Schaden schnellstens behoben werden:

Doch neben diesem Sachschaden muss sich das Unternehmen auch Gedanken um die Folgekosten machen. Schließlich kann der Betrieb in dieser Zeit nicht arbeiten:

  • Es entstehen Fixkosten für Löhne und Mieten, es fallen Kosten für Strom und andere festen Betriebs­ausgaben an.
  • Vielleicht macht ein Kunde sogar Schadenersatzforderungen geltend, wenn eine Lieferung nicht erbracht werden kann.
  • Auch Gewinnausfälle sind zu verbuchen und müssen finanziell verkraftet werden.

Damit eine Firma in dieser Situation nicht am Rande des Ruins steht, ist eine Betriebs­unterbrechungs­­versicherung unerlässlich.

Die Top-Vorteile einer Betriebs­unterbrechungs­­versicherung

  • Finanziell abgesichert bei unerwartetem Stillstand des Betriebes
  • Entgangene Gewinne sowie laufende Fixkosten werden vom Versicherer übernommen
  • Versichert sind Betriebs­unterbrechungen aufgrund von z.B. Feuer, Leitungswasser, Sturm, Einbruch und Krankheit des Inhabers
  • Grundleistungen können gegen einen kleinen Aufpreis bereits in die Geschäftsinhalts­versicherung integriert werden.

Sie bestimmen Art und Umfang der Betriebs­unterbrechungs­­versicherung

Sie können zwischen 3 Formen der Betriebs­unterbrechungs­­versicherung sowie einer speziellen Versicherungs­lösung für bestimmte Berufs­gruppen wählen. Wählen Sie die Form, die am besten zu Ihrer Betriebs­größe passt. Je nach Form der Absicherung können Sie sich bereits ab 9,12 € im Monat gegen einen unerwarteten Betriebs­stillstand versichern. Weiter unten erfahren Sie mehr zu den verschiedenen Formen der Betriebs­unterbrechungs­­versicherung.

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Arten der Betriebs­unterbrechungs­­versicherung

Die Betriebs­unterbrechungs­­versicherung ist nach einer kleinen, mittleren und großen Variante unterteilt, die sich in ihrem Leistungs­umfang unterscheiden. Zusätzlich gibt es eine Sonder­form für bestimmte Berufs­gruppen. Vorab sollte das Unternehmen genau seinen Bedarf prüfen, um die passende Variante zu finden.

Kleine Betriebs­unterbrechungs­­versicherung

Hier entspricht die Versicherungs­summe der Summe der Inhalts­versicherung, da diese ein Teil davon ist. Beide Versicherungen sind also aneinander gekoppelt. Da es sich um einen Zusatzbaustein der Geschäftsinhalts­versicherung handelt, sind mit der kleinen Betriebs­unterbrechungs­­versicherung nur die Gefahren abgedeckt, die auch die Inhalts­versicherung absichert, beispielsweise Feuer, Leitungswasser, Sturm, Hagel und Einbruchdiebstahl.

Haben Sie bereits eine Geschäftsinhalts­versicherung, dann prüfen Sie, ob Sie diese um eine Betriebs­unterbrechungs­­versicherung erweitern können. Andernfalls können Sie sich hier weiter über das Thema informieren und kostenfrei passende Tarife vergleichen.

Mittlere Betriebs­unterbrechungs­­versicherung

Diese Versicherung kann ohne Inhalts­versicherung abgeschlossen werden, sodass es möglich ist, eine eigenständige Versicherungs­summe festzulegen. Sie beträgt in der Regel 500.000 bis 10 Millionen Euro. Sie unterscheidet sich zur kleinen Versicherung hinsichtlich der Versicherungs­summe und des Versicherungs­umfangs. Eine Unter-, aber auch Über­versicherung sollte vermieden werden, denn Letztere führt zu überhöhten Versicherungs­beiträgen. Die mittlere Betriebs­unterbrechungs­­versicherung können Sie ganz einfach und kostenfrei über unseren Tarifrechner abschließen.

Große Betriebs­unterbrechungs­­versicherung

Die große Betriebs­unterbrechungs­­versicherung eignet sich insbesondere für industrielle Firmen. Mit der mittleren und großen Versicherung können umfangreichere Risiken abgedeckt werden. Sie versichern nicht nur die versicherten Schäden der Inhalts­versicherung, sondern weitere Folgeschäden wie Mehrkosten durch Schichtarbeit oder Überstunden. Auch diese Form der Absicherung können Sie über unseren kostenfreien Tarifrechner abschließen.

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Betriebs­ausfall­versicherung für bestimmte Berufs­gruppen

Einige Berufs­gruppen in der Betriebs­unterbrechungs­­versicherung benötigen einen speziellen Versicherungs­schutz – die Praxisausfall­versicherung. Dazu gehören etwa:

  • Ärzte
  • Anwälte
  • Architekten
  • Freiberufler
  • Gastronomie
  • Pflegeheime

Wenn der leitende Arzt oder Anwalt erkrankt und daraufhin die Praxis oder Kanzlei geschlossen werden muss, liegen andere Risiken vor. Auch für die Bereiche Gastronomie, Pflegeheime und Dolmetschen gelten andere Bedingungen, als für große und mittlere Unternehmen. Informieren Sie sich dazu auf unserer separaten Seite. Dort finden Sie auch die Möglichkeit, unverbindlich und kostenfrei Tarife zu vergleichen und online abzuschließen.

Praxisausfall­versicherung: Infos und Tarifvergleich

Ertragsausfall­versicherung für produzierende Unternehmen und Landwirte

Produzierende oder auch landwirtschaft­liche Unternehmen kennen die Betriebs­unterbrechungs­­versicherung eventuell besser unter dem Namen Ertragsausfall­versicherung. Entgangene Erträge bedingt durch einen Betriebs­- oder Produktionsstillstand ist quasi das Äquivalent zu den entgangenen Gewinnen eines kleinen oder mittelständischen Unternehmens. Auch funktionieren beide Versicherungen nach dem gleichen Prinzip.

Ertragsausfall­versicherung: Infos und Tarifvergleich


Ausfall von Maschinen­ richtig versichern

Betriebe, die verstärkt mit technischen Maschinen­ arbeiten, sind auf dessen Funktions­tüchtigkeit angewiesen. Der Betriebs­ausfall kann verheerend sein. Die Maschinen­ selbst sind bei Brand, Leitungswasser oder Vandalismus in der Regel in der Geschäftsinhalts­versicherung abgesichert. Doch gegen den technischen Ausfall der Maschine benötigen Betriebe eine gesonderte Maschinen­unterbrechungs­­versicherung. Weitere Details finden Sie hier:

Betriebs­unterbrechungs­­versicherung für Maschinen­

Was kostet eine Betriebs­unterbrechungs­­versicherung?

Da eine Betriebs­unterbrechungs­­versicherung auf das Unternehmen zugeschnitten wird, unterscheiden sich auch die Kosten einer Absicherung. Eine kleine Betriebs­unterbrechungs­­versicherung gibt es bereits ab 9,12 Euro im Monat. Beachten Sie dazu folgendes Rechenbeispiel sowie unsere Hinweise zur Berechnung der Versicherungs­prämie.

Rechenbeispiel

BrancheRestaurant
Betriebs­größe30 qm
Art der Betriebs­unterbrechungs­­versicherungZusatzbaustein innerhalb der Geschäftsinhalts­versicherung
Versicherungs­summe100.000 €
Selbstbehalt250 €
Haftzeit12 Monate
Versicherungs­prämie (nur Betriebs­unterbrechungs­­versicherung)109,40 € im Jahr
9,12 € im Monat*
*Jahresprämie umgerechnet. Bitte beachten Sie, dass bei einer monatlichen Zahlweise ggf. ein Zuschlag von einigen Prozent hinzukommt.

Wodurch werden die Kosten beeinflusst?

Es gibt verschiedene Faktoren, die die Kosten beeinflussen. Den größten Einfluss haben die vergangenen Bilanzen, die erwarteten Gewinne für das kommende Geschäftsjahr und die Fixkosten. Daran orientiert sich die Versicherungs­summe. Weitere Faktoren sind beispielsweise:

  • Art der Betriebs­unterbrechungs­­versicherung
  • Deckungssumme
  • Versicherte Gefahren
  • Zusatzleistungen und Extras
  • Sind nur einzelne oder komplette Gefahrengruppen eingeschlossen?
  • Selbstbeteiligung
  • Dauer der Haftungszeit und Karenzzeit
  • Laufzeit
  • Mitarbeiterzahl, Umsatzhöhe und Unternehmensstandort
  • Individuelle Risikobewertung des Betriebs­

Welchen Einfluss haben diese Faktoren genau?

Versicherungs­summe

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Die Versicherungs­summe bzw. die Deckungssumme ist hinsichtlich der Höhe der Beiträge ein entscheidendes Kriterium und sollte korrekt gewählt werden. Natürlich sollte sie nicht zu hoch bemessen sein, damit die Beiträge für die Versicherung überschaubar bleiben. Außerdem wird im Schadenfall lediglich der nachgewiesene Schaden gezahlt, eine zu hoch bemessene Versicherungs­summe hat dann keinen weiteren Sinn. Ist die Versicherungs­summe aber zu niedrig angesetzt, wird der Schaden bis zur Höhe der Versicherungs­summe gezahlt. Einen darüber hinausgehenden Anteil müssten Sie aus eigener Tasche zu zahlen. Deshalb sollte man die anfallenden Fixkosten im Fall einer Betriebs­unterbrechung genau kalkulieren und den Versicherungs­schutz entsprechend wählen.

Haftzeit

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Während die kleine Betriebs­unterbrechungs­­versicherung meist eine Haftungszeit von 12 Monaten vorsieht, sind es bei der großen Versicherung mindestens 12 bis 36 Monate. Die genaue Frist wird vertraglich vereinbart. Hier gilt: Je länger die Haftzeit, desto höher ist die Versicherungs­prämie.

Zusatzleistungen

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Sollen Extraleistungen vertraglich abgesichert werden, wirkt sich dies ebenso auf die Kosten der Versicherung aus – der Versicherungs­schutz wird entsprechend teurer. Dazu gehören beispielsweise Rückwirkungsschäden, die sich in einem Zuliefererbetrieb ergeben, oder auch Schadensminderungskosten.

Selbstbeteiligung

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Der Selbstbehalt entscheidet ebenfalls über die Beiträge. Dies ist der Teil, den Sie im Schadensfall selbst zahlen – alles, was darüber liegt, zahlt der Versicherer. Je höher Sie die Selbstbeteiligung wählen, desto niedriger wird Ihre Versicherungs­prämie.

Die Selbstbeteiligung sollte realistisch ausgewählt werden, damit der Betrag im Falle eines Schadens tatsächlich tragbar ist. Bei einem zeitlichen Selbstbehalt kommt der Versicherer erst nach der vertraglich vereinbarten Anzahl der Tage nach dem Eintritt der Betriebs­unterbrechung für den Schaden auf.

Laufzeit

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Die Laufzeit beträgt bei vielen Versicherern 1 bis drei 3, doch es sind auch abweichende Vereinbarungen möglich. Grundsätzlich gilt: Je länger die Laufzeit ist, desto geringer sind in der Regel die Beiträge. Doch für den Versicherungs­nehmer bedeutet dies auch weniger Flexibilität.

Experten-Tipp: Genaue Bedarfsanalyse wichtig

„Die Höhe der Deckungssumme ist keine konstante Größe, da sie sich individuell aus den jeweiligen Gegebenheiten des Unternehmens sowie der Summe aller enthaltenden Leistungen berechnet. Je geringer die Deckungssumme ist, desto niedriger ist auch die Prämie. Daher ist eine genaue Bedarfsanalyse sehr wichtig, um die korrekte Versicherungs­summe zu wählen.

Auch sollte die Versicherungs­summe der Betriebs­unterbrechungs­­versicherung in regelmäßigen Abständen geprüft werden. So stellen Sie sicher, dass im Schadensfall tatsächlich eine ausreichende Leistung erbracht wird. Sinnvoll ist es, wenn der Vertrag eine Klausel für die Nachhaftung beinhaltet. Dann ersetzt der Versicherer nämlich auch Schäden, die über die Versicherungs­summe hinaus gehen. Meist werden bis zu 30 Prozent höhere Schäden ohne Anpassung der Versicherungs­summe ersetzt. Diese kann dann im Folgejahr angepasst werden.“

Foto von Martin Hacker
Signatur von Martin Hacker
Martin Hacker
Berater

Was kostet eine Betriebs­unterbrechungs­­versicherungen für Ihre Firma?

Die Testsieger 2021 aus Stiftung Warentest, Ökotest und Focus Money im Vergleich.

Leistungen der Betriebs­unterbrechungs­­versicherung

Je nach Form der Betriebs­unterbrechungs­­versicherung unterscheidet sich der Leistungs­umfang bzw. die versicherbaren Schäden. Tritt einer der im Vertrag aufgeführten, versicherten Schäden auf, kommt das Versicherungs­unternehmen für Gewinneinbußen und laufende Fixkosten auf, die während der Phase der Betriebs­unterbrechung anfallen.

Übersicht: Wann leistet der Versicherer?

In der folgenden Übersicht sehen Sie, wie sich die kleine, mittlere und große Betriebs­unterbrechung (BU) im Leistungs­umfang unterscheiden.

LeistungenKleine BUMittlere BUGroße BU
Feuer (Brand, Blitzschlag, Explosion)
Sturm und Hagel
Leitungswasser
Einbruchdiebstahl
Vandalismus
Elementar­schäden (z. B. Erdbeben, Schneedruck, Überschwemmung)
Böswillige Beschädigung
Erstattung laufender Fixkosten und Gehälter
Erstattung entgangener Gewinne
Übernahme von Schadensminderungskosten
All-Risk-Deckung
Versicherungs­summeentspricht der VS-Summe der Inhalts­versicherunghöher als die der kleinen BUhöher als die der mittleren BU
Die konkreten Leistungen hängen vom jeweiligen Tarif ab und sind in den Versicherungs­­bedingungen festgehalten.

Was zahlt der Versicherer im Schadensfall?

  • Löhne und Gehälter von Angestellten
  • Laufende Kosten wie Miete, Strom, Versicherungs­beiträge
  • Entgangene Gewinne auf Basis der Bilanzen der Vergangenheit

Optional: Schadensminderungskosten

Der Leistungs­umfang kann durch die Übernahme von sog. Schadensminderungskosten ergänzt werden. Dabei handelt es sich um Aufwendungen, die zur Verkürzung der Betriebs­unterbrechung beitragen sollen. Einige Versicherer sorgen mit diesem Baustein dafür, dass das Unternehmen keine Marktanteile verliert und seine Wettbewerbsfähigkeit nicht sinkt. Falls Angestellte Überstunden oder Sonder­schichten einlegen müssen, übernimmt das Versicherungs­unternehmen die Vergütungen. Zur schnellen Inbetriebnahme zählt auch die Anmietung von provisorischen Betriebs­räumen oder die Nutzung von fremden Fabriken und Produktionshallen.

Wie lang ist die Haftzeit?

Die Haftzeit ist die Zeitspanne, in der das Versicherungs­unternehmen die Kosten zahlt. Bei Vertragsabschluss kann in der Regel eine Haftzeit von 12 oder 18 Monaten vereinbart werden. Die Haftzeit gilt ab Eintritt des Sachschadens. Falls die Aufnahme des Betriebs­ in dieser Zeit nicht erreicht werden kann, kann die Haftzeit teilweise auch verlängert werden.

Zusatzbaustein: Betriebs­schließungs­versicherung

Bei der mittleren und großen Betriebs­unterbrechungs­­versicherung kann der Zusatzbaustein Betriebs­schließungs­versicherung mit abgeschlossen werden. Diese leistet dann nicht nur im Falle einer Schließung aufgrund von Sachschäden, sondern beispielsweise auch bei Schließung aufgrund von Infektionsgefahr mit bestimmten Krankheits­erregern. Wie die aktuelle Corona-Pandemie zeigt, kann eine davor abgeschlossene Betriebs­schließungs­versicherung die wirtschaftliche Existenz retten.

Jedoch muss hier stark auf die konkreten Formulierungen in den Versicherungs­­bedingungen geachtet werden. Weiter unten finden Sie aktuelle Informationen zur Corona-Pandemie.

Schadensbeispiele: So hilft die Betriebs­unterbrechungs­­versicherung

Einbruch und Vandalismus

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In der Nacht brechen Unbekannte in ein Einzelhandelsgeschäft ein. Als sie kein Geld in der Kasse finden, randalieren sie und beschädigen sie die Verkaufsfläche, Waren und anderes Inventar. Das Geschäft muss für einige Zeit geschlossen werden. In dieser Zeit können die Waren nicht verkauft und der Sachschaden muss behoben werden.

Brandschaden

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Bei einem Werkzeugbau in einer Werkstatt tritt ein Brandschaden auf, sodass die Angestellten nicht mehr an den Maschinen­ arbeiten können. Da dies die Haupteinnahmequelle des Betriebes ist, kommt es zu einem Ertragsausfall durch nicht erwirtschaftete Gewinne und weiterlaufende Kosten.

Sturmschaden

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Über Nacht zieht ein starkes Unwetter auf und reißt das Dach eines Restaurants auf. Die Betreiber entdecken am nächsten Morgen, dass nur die Hälfte des Ladens betroffen ist. Dennoch müssen sie mit erheblichen Umsatzeinbußen rechnen, da nur die Hälfte der Tische mit Gästen besetzt werden kann.

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Welche aktuellen Einschränkungen gibt es aufgrund der Corona-Pandemie?

Aufgrund der Maßnahmen zur Senkung des Infektionsrisikos mit dem Coronavirus, mussten zahlreiche Betriebe schließen. Vor allem Gastronomie- und Hotelbetriebe bangen seitdem um ihre Existenz. Die Alternativen wie Außer-Haus-Verkauf oder die Unterbringung von Geschäftsreisenden reichen finanziell kaum aus, um den wirtschaftlichen Schaden infolge der behördlich angeordneten Betriebs­schließung auszugleichen.

Wann kann ich überhaupt mit Versicherungs­schutz bei Corona rechnen?

  • Wer eine reine Betriebs­unterbrechungs­­versicherung bzw. eine Geschäftsinhalts­versicherung mit Einschluss der Betriebs­unterbrechung abgeschlossen hat, kann keinerlei Leistung vom Versicherer aufgrund von Corona erwarten. Bei der Betriebs­unterbrechungs­­versicherung muss explizit ein Sachschaden vorangegangen sein, der zu einer vorübergehenden Betriebs­schließung geführt hat.
  • Mit einer zusätzlichen Betriebs­schließungs­versicherung ist auch die behördlich verordnete Schließung auf Grundlage des Infektionsschutzgesetzes versichert. (Beachten Sie unsere wichtigen Hinweise hierzu weiter unten!)
  • Mit einer speziellen Praxisausfall­versicherung ist der Betrieb versichert, wenn der Inhaber aufgrund von Krankheit, Unfall oder verordneter Quarantäne ausfällt. (Beachten Sie unsere wichtigen Hinweise hierzu weiter unten!)

Betriebs­schließungs- und Praxisausfall­versicherung: Es zählen die konkreten Versicherungs­­bedingungen

Theoretisch würden eine rechtzeitig abgeschlossene Betriebs­schließungs­versicherung oder eine Praxisausfall­versicherung im Falle von Corona leisten. Entscheidend sind hier jedoch die konkreten Formulierungen in den Versicherungs­­bedingungen:

  • Ist die Rede allgemeingültig von Betriebs­schließungen infolge von Infektionskrankheiten nach § 6 Abs. 1 Infektionsschutzgesetz (IfSG), besteht eine Chance auf Erstattung.
  • Ist die Rede von konkret den aufgezählten Krankheits­erregern und Krankheiten laut § 6 und 7 des IFSG von 2000, so besteht kein Versicherungs­schutz. Das Coronavirus wurde erst Anfang 2020 in die Liste mit aufgenommen. Manche Versicherungs­­bedingungen beinhalten sogar die explizite Aufzählung an Krankheiten.

Option 2 widerspricht jedoch der Auslegung des Infektionsschutzgesetzes, da neue Risiken schnell erkannt und entsprechende Maßnahmen zum Schutz der Bevölkerung getroffen werden müssen und eine solche Aufzählung an Krankheiten und Erregern eben nicht als abschließend gelesen werden sollte.

Gründe, warum die Versicherung Leistungen ablehnt

Die meisten Versicherer lehnen die Leistung bei aktuellen Betriebs­schließungsschäden aus folgenden Gründen ab:

  • Eine Pandemie ist nicht Gegenstand der Kalkulation des Betriebs­risikos bei Vertragsabschluss gewesen
  • Das Coronavirus ist nicht in der abschließenden Aufzählung der versicherten Krankheits­erreger laut IFSG enthalten
  • Der Betrieb muss durch eine direkte Schließungsanordnung betroffen sein, nicht durch eine Allgemeinverfügung wie im Falle der Corona-Pandemie

Diese Gründe können jedoch noch nicht als rechtlich haltbar angesehen werden. Da es sich bei der Corona-Pandemie um ein neues, zuvor nicht kalkulierbares Risiko handelt, entscheiden Versicherer bei ihren Kunden oft auf Einzelfallbasis.

So reagieren Versicherer

Zu Beginn der weitreichenden Betriebs­schließungen haben einige Gesellschaft einer uneingeschränkten Leistung zugesagt. Jedoch gehen immer mehr Versicherer darauf über, ihren betroffenen Kunden ein Vergleichsangebot zu unterbreiten. Dieses orientiert sich an den Verhandlungen und Lösungsvorschlägen der DEHOGA Bayern e.V.

Demnach wurde ein ein Durchschnittswert von 70 Prozent ermittelt, den betroffene Unternehmen durch staatliche Hilfe (Soforthilfe vom Bund, Kurzarbeitergeld) ausgleichen können. Der Vorschlag der DEHOGA sieht vor, dass Versicherer sich an den übrigen 30 Prozent mit 15 Prozent der bei Betriebs­schließung jeweils vereinbarten Tages­sätze beteiligen. Diesem Angebot gehen mittlerweile uns bekannte 15 Versicherungs­gesellschaften nach.

Was Sie jetzt tun können

  • Senden Sie Ihrer Versicherung eine formlose Schadensmeldung in Bezug auf die behördliche Verordnung der Betriebs­schließung zu, damit die vertraglichen Obliegenheiten erfüllt sind. Teilschließungen sind unter Umständen ebenfalls versichert – tun Sie dies daher auch, wenn Sie von Einschränkung der Öffnungszeiten oder nur noch von Außer-Haus-Verkauf/Lieferung betroffen sind.
  • Beantragen Sie bei den zuständigen Kommunalbehörden eine Einzelverfügung zur Schließung gegen Ihren Betrieb. Legen Sie diese zusammen mit der Allgemeinverfügung der Schadensmeldung bei bzw. reichen Sie diese nach.
  • Beachten Sie weitere Obliegenheiten, zu denen Sie vertraglich verpflichtet sind, wie etwa Leerstand als Gefahrerhöhung in Ihrer Sach­versicherung oder etwaige Verkehrssicherungspflichten.
  • Haben Sie eine Firmen­rechtsschutz­versicherung mit Versicherungs­vertrags­rechtsschutz, dann lassen Sie sich eine Deckungszusage für den Fall geben, dass Ihr Versicherer die Leistung bei Betriebs­schließung ablehnt und Sie rechtlich vorgehen wollen.

Gerichte urteilen unterschiedlich

Betroffene Unternehmen und Betriebe warten seit jeher auf Klarheit und Rechtssicherheit, ob Versicherer die Leistung bei coronabedingten Betriebs­schließungen wirklich verweigern dürfen. Vergangene Gerichtsurteile bieten wenig Orientierung, da immer wieder verschieden geurteilt wird. Viele Gastwirte und Hotelbesitzer scheitern vor Gericht, da dieses den Versicherer in der Hinsicht unterstützt, dass das Coronavirus nicht in der Aufzählung versicherter Krankheiten enthalten war. Andere wiederum können Erfolge verbuchen und erhalten vom Versicherer Schadensersatz­. Dies geschah beispielsweise mit der Begründung, dass die betroffene Klausel im Versicherungs­vertrag zu intransparent und unklar formuliert war und einer Inhaltskontrolle gemäß § 307 BGB nicht Stand halten würde. Wiederum andere Gerichte beurteilen genau dies als sehr wohl klar formuliert. Es bleibt undurchsichtig. Wir halten Sie auf unserem Corona-Blog auf dem Laufenden:

Aktuelle Corona-Urteile für Unternehmen

Was Sie bei Neuabschluss beachten sollten

Haben Sie noch keine Betriebs­schließungs­versicherung oder Praxisausfall­versicherung abgeschlossen, können Sie dies natürlich machen – Sie müssen jedoch damit rechnen, dass das Risiko „Corona“ explizit ausgeschlossen wird. Derzeit sind uns folgende Einschränkungen bzw. Ausschlüsse bei Neuverträgen bekannt:

  • Kein Versicherungs­schutz für den Leistungs­bereich Quarantäne oder Erkrankungen aufgrund COVID-19.
  • Nur Versicherungs­schutz bei von einer zuständigen deutschen Behörde als Einzelanordnung verordnete Quarantäne gegen den einzelnen Betrieb oder gegen die den Betrieb verantwortlich leitende Person. Allgemeinverfügungen von Behörden sind hingegen nicht versichert.
  • Kein Versicherungs­schutz für Betriebs­unterbrechung/-schließung aufgrund von Quarantäne­maßnahmen wegen Epidemien oder Pandemien bzw. für Schäden im Zusammenhang mit einer Epidemie oder Pandemie.

Wie sich Unternehmen bei Epidemien und Pandemien versichern können

Betriebs­unterbrechungs­­versicherung im Test (2021)

Die ServiceValue-Wettbewerbsanalyse

Auch wenn zur Betriebs­unterbrechungs­­versicherung keine spezifischen Testergebnisse vorliegen, kann ein Vergleich von Firmen­versicherern eine erste Orientierung bieten. Das Institut ServiceValue hat im Jahr 2020 eine Online-Befragung zur Fairness von Firmen­versicherern durchgeführt. Untersucht werden insgesamt 29 Firmen­versicherer. In das Ergebnis fließen die Bewertungen von 1.475 Kunden zu den Teilbereichen Kundenberatung, Kundenkommunikation, Kundenservice, Schutz und Vorsorge­ sowie Preis-Leistungs­-Verhältnis ein (Quelle). Die folgenden acht Anbieter werden mit der Gesamtwertung „sehr gut“ ausgezeichnet und gelten somit als überdurchschnittlich fair.


Testsieger 2020

AnbieterKunden­beratungKunden­kommunikationKunden­serviceSchutz und Vorsorge­Preis-Leistungs­-VerhältnisGesamtwertung
WürttembergischeSehr gutSehr gutSehr gutSehr gutSehr gutSehr gut
AllianzSehr gutSehr gutSehr gutSehr gutSehr gutSehr gut
ProvinzialSehr gutSehr gutSehr gutSehr gutSehr gutSehr gut
SV SparkassenVersicherungSehr gutSehr gutSehr gutSehr gutGutSehr gut
LVMSehr gutSehr gutSehr gutSehr gutGutSehr gut
DebekaSehr gutGutSehr gutSehr gutSehr gutSehr gut
InterSehr gutSehr gutSehr gutSehr gutSehr gutSehr gut
Signal IdunaSehr gutGutGutSehr gutSehr gutSehr gut

So wird getestet

Das Analysehaus ServiceValue führt jedes Jahr eine Wettbewerbsanalyse zur Fairness von Firmen­versicherern durch. Für das Kundenurteil zur Fairness von Firmen­versicherern 2020 wurden 1.475 Versicherungs­nehmer befragt. Die Fragen beziehen sich dabei auf 19 Leistungs­- und Servicemerkmale aus den Teilbereichen Kundenberatung, Kundenkommunikation, Kundenservice, Schutz und Vorsorge­ sowie Preis-Leistungs­-Verhältnis.

Bewertet werden können nur Versicherungs­gesellschaften, bei denen der Befragte innerhalb der letzten zwölf Monate Kunde war. Das Ergebnis „gut“ erhalten die Versicherer, deren Bewertung über dem Durchschnitt aller Anbieter liegt. Das Ergebnis „sehr gut“ erhält, wer wiederum besser als der Durchschnitt der mit „gut“ ausgezeichneten Anbieter bewertet wurde.

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Betriebs­unterbrechungs­­versicherungen vergleichen: Das ist wichtig

Eine Betriebs­unterbrechungs­­versicherung kann entsprechend des Unternehmens individuell gestaltet und angepasst werden, um bestmöglich versichert und geschützt zu sein. Wichtig ist es, vorab genau den Bedarf des eigenen Unternehmens zu prüfen. Eventuell benötigt Ihr Unternehmen eine zusätzliche Betriebs­ausfall­versicherung oder eine spezielle Betriebs­unterbrechungs­­versicherung für Maschinen­. Oder die Erweiterung Ihrer Geschäftsinhalts­versicherung reicht bereits aus.

Auf diese Dinge sollte Sie außerdem achten

Versicherungs­summe gut kalkulieren und anpassen

lesen

Wird ein zu hoher Betrag vereinbart, werden höhere Beiträge gezahlt, der Versicherte erhält im Schadensfall jedoch nur die nachgewiesenen Kosten. Bei einer zu geringen Summe werden nur die Kosten der Versicherungs­summe erstattet, auch wenn die tatsächlichen Kosten höher ausfallen. Falls die Deckungssumme nicht mehr passt, sollte eine Herab- oder Heraufsetzung erfolgen.

Nachhaftungsklausel

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Die Klausel „Nachhaftung“ ist sinnvoll, denn damit ersetzt der Versicherer auch den Schaden, welcher über der Versicherungs­summe liegt. Hierfür fällt zunächst keine Prämie an.

Verschiedene Tarife, verschiedene Kosten

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Letzten Endes hat die Wahl des Versicherers ebenso einen Einfluss auf die Beiträge der Betriebs­unterbrechungs­­versicherung, denn die Anbieter können sich selbst bei einer gleichen Leistung preislich unterscheiden. Es gibt zudem sehr vielfältige Tarife. Die Angebote weisen bezüglich Leistung und spezieller Vereinbarungen wie Karenz- und Haftungszeit oder Nachhaftungsklausel wichtige Unterschiede auf. Ein Vergleich lohnt sich deshalb auf jeden Fall.

Diese Anbieter empfehlen wir

Wir haben bei der Absicherung von Betrieben mit einer Betriebs­unterbrechungs­­versicherung vor allem mit den folgenden Anbietern sehr gute Erfahrungen gemacht – sowohl in der Zusammenarbeit mit dem Versicherer als auch auf Grundlage von Rückmeldungen unserer Kunden:

  • Allianz
  • Nürnberger
  • Alte Leipziger
  • Gothaer
  • Mannheimer
  • Axa
  • AIG
Foto von Benjamin Mai
Signatur von Benjamin Mai
Benjamin Mai
Berater

Fazit

Es gibt zahlreiche Schadensrisiken, die zum Betriebs­ausfall führen können. Die teilweise gravierenden Auswirkungen, die schlimmstenfalls bis zur Insolvenz des Unternehmens führen können, werden durch die Betriebs­unterbrechungs­­versicherung abgefangen. Damit sichern sich Unternehmen den finanziellen Ausgleich, denn gerade bei kleinen und mittelständischen Firmen kann der Ertragsausfall die Wettbewerbsfähigkeit erheblich einschränken, sodass die Existenz bedroht ist. Eine leistungsstarke Betriebs­unterbrechungs­­versicherung gehört damit für viele Unternehmen zu den wichtigsten Absicherungen.

Wichtig ist es, den Versicherungs­schutz genau auf das Unternehmen anzupassen. Holen Sie sich hier Unterstützung von uns: Nutzen Sie unseren kostenfreien Tarifrechner oder kontaktieren Sie unsere Experten. Kostenfrei und unverbindlich.


Die häufigsten Fragen zur Betriebs­unterbrechungs­­versicherung

Was zahlt die Betriebs­unterbrechungs­­versicherung?

lesen

Eine Betriebs­unterbrechungs­­versicherung schützt Unternehmen vor den finanziellen Folgen einer ungeplanten Unterbrechung des laufenden Betriebes. Die Versicherung übernimmt die Kosten für Löhne, Mieten, entgangene Gewinne sowie Maßnahmen, um den Betrieb wieder Instand zu setzen.

Was deckt eine Betriebs­unterbrechungs­­versicherung ab?

lesen

Die Betriebs­unterbrechungs­­versicherung leistet, wenn der Betrieb infolge eines Schadens durch Feuer, Brand, Blitzschlag, Explosion, Leitungswasser, Sturm, Hagel, Vandalismus, Einbruchdiebstahl, Schneedruck, Erdbeben oder Überschwemmung unterbrochen wird. Welche Gefahren genau versichert sind, hängt von der Art der Betriebs­unterbrechungs­­versicherung und der konkreten Versicherungs­­bedingungen ab.

Was bedeutet Haftzeit?

lesen

Die Haftzeit bezeichnet jenen Zeitraum, in dem der Versicherer die Zahlung von entgangenen Gewinnen und Fixkosten sowie Maßnahmen zur Wiederaufnahme des Betriebes zahlt. Innerhalb der Haftzeit sollte der Betrieb also wieder auf die Beine gestellt werden. Die Haftzeit wird bei Vertragsabschluss vereinbart und kann ggf. verlängert werden.

Was versteht man unter Rückwirkungsschäden?

lesen

Rückwirkungsschäden bezeichnen Schäden, die in Fremdbetrieben passieren, wie etwa Zulieferer oder Abnehmer. Diese Schäden müssen jedoch ebenfalls aus Gefahren resultieren, die in Ihrer Betriebs­unterbrechungs­­versicherung versichert sind.

Wo gilt der Versicherungs­schutz der Betriebs­unterbrechungs­­versicherung?

lesen

Der Versicherungs­schutz besteht in den vertraglich genannten Risikoorten. Dies ist meist der Hauptsitz sowie unter Umständen Zweigstellen und weitere Niederlassungen. Als Betriebs­stelle gelten auch die Arbeits­plätze, die sich in unmittelbarer Nähe des Grundstücks befinden. Gleiches gilt für Anschlussgleise und Wasseranschlüsse sowie Parkplätze, die dem Betrieb zur Verfügung stehen und entsprechend gekennzeichnet sind.

Was ist in der Betriebs­unterbrechungs­­versicherung nicht versichert?

lesen

Nicht versicherbar sind Betriebs­unterbrechungen, die etwa aus Vorsatz, Krieg oder Kernenergie resultieren. Auch die Schließung aufgrund behördlicher Verordnungen oder auf Grundlage des Infektionsschutzgesetzes ist nicht versichert, sofern keine Betriebs­ausfall­versicherung dazu abgeschlossen wurde. Der Ausfall durch Krankheit, Unfall oder Quarantäne des Inhabers muss ebenfalls gesondert abgesichert werden.

Können die Kosten für die Versicherung von der Steuer abgesetzt werden?

lesen

Die Beiträge der Versicherung gelten als Betriebs­kosten, sodass sie in der Steuererklärung als Aufwendungen anzugeben sind. Dadurch wird die Steuerlast des Unternehmens verringert. Im Steuerrecht bestehen allerdings einige Sonder­regeln, sodass eine Verallgemeinerung nicht möglich ist.

Wie erfolgt die Risikobewertung des Unternehmens?

lesen

In Bezug auf die Kosten einer Betriebs­unterbrechungs­­versicherung gehört auch die individuelle Risikobewertung durch den Versicherer zu den entscheidenden Faktoren. Einige Unternehmen haben ein größeres Risiko, dass eine Betriebs­unterbrechung auftreten könnte, beispielsweise wenn mit besonders empfindlichen und störanfälligen Maschinen­ gearbeitet wird. Dies verursacht natürlich etwas höhere Kosten.

Was ist eine Ertragsausfall­versicherung?

lesen

Eine Ertragsausfall­versicherung ist im Prinzip das gleiche wie eine Betriebs­unterbrechungs­­versicherung. Auch sie ersetzt entgangene Gewinne und laufende Fixkosten bei Betriebs­unterbrechung durch einen Sachschaden. Manche Versicherer verwenden die Begriffe synonym für die gleiche Versicherungs­lösung. Andere Versicherer meinen damit die Absicherung einzig bei Sachschäden.

Was ist eine Betriebs­ausfall­versicherung?

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Wenn im Betrieb eine wichtige Person, wie etwa der Geschäftsführer, der Oberarzt oder geschäftsführender Anwalt ausfällt, dann leistet die Betriebs­ausfall­versicherung. Diese leistet jedoch nicht, wenn aufgrund eines Sachschadens die Abläufe gestört werden. Daher sollten Selbständige, Arztpraxen und Anwaltskanzleien auf eine Kombination beider Policen setzen.

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Katharina Tennius
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