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Wohn-Riester

Unsere Empfehlungen für Ihre Vorsorge - inkl. Test 2019 und Tarif-Vergleich
Das Wichtigste in Kürze
  • Der Wohn-Riester, auch Eigenheimrente genannt, ist eine Form der staatlich geförderten Altersvorsorge.
  • Sparer, die jährlich mindestens vier Prozent ihres Brutto-Jahreseinkommens einzahlen, erhalten Zulagen und Steuervorteile vom Staat.
  • Die Kosten des Wohn-Riesters sind abhängig vom Einkommen des Vertragsinhabers. Es müssen jedoch mindestens 60 Euro pro Jahr eingezahlt werden.
  • Mit dem angesparten Kapital kann eine selbstgenutzte Immobilie finanziert oder entschuldet werden, aber auch altersgerechte Umbauten sind möglich.
  • Generell gibt es einige Vorgaben zu beachten, damit die Sparer die Förderung am Ende nicht zurückzahlen müssen.
  • Wohn-Riester-Verträge können nicht nur über Bausparkassen, sondern auch über Banken und andere Kreditvermittler abgeschlossen werden.

So funktioniert der Wohn-Riester

2008 wurde die Riester-Rente um die Eigenheimrente, den sogenannten Wohn-Riester erweitert. Damit wurde die Finanzierung von mietfreiem Wohnen in die Altersvorsorge integriert. Inzwischen können auch altersgerechte Umbauten über den Wohn-Riester finanziert werden.

Beim Wohn-Riester erhalten Sparer während der Ansparphase, aber auch in der Darlehensphase Zuschüsse vom Staat.

Wer eine Riester-Rente abgeschlossen hat, kann dem Riester-Vertrag Kapital entnehmen und damit:

  • den Kauf einer selbstgenutzten Immobilie finanzieren,
  • ein bereits bestehendes Darlehen tilgen oder
  • altersgerechte Umbauten an einer selbstgenutzten Immobilie vornehmen.
Mehr zur Riester-Rente

Wohn-Riester – Wer kann ihn nutzen?

Der Gesetzgeber hat klar geregelt, welche Personen Anrecht auf die staatliche Förderung haben. Es werden unmittelbar und mittelbar berechtigte Personen unterschieden.

Unmittelbar förderberechtigte Personen
  • Rentenversicherungspflichtige Arbeitnehmer
  • Beamte, Richter, Soldaten und sonstige Amtsträger
  • Bezieher von Arbeitslosen- oder Krankengeld
  • Selbständige, wenn sie in der gesetzlichen Rentenversicherung pflichtversichert sind

Mittelbar förderberechtigte Personen können einen Wohn-Riester-Vertrag nur unter der Bedingung abschließen, dass ihr Ehepartner förderberechtigt ist und einen eigenen Riester-Vertrag abgeschlossen hat.

Wenn geringfügig Beschäftigte freiwillig Beiträge zur Sozialversicherung zahlen, können auch sie einen Wohn-Riester-Vertrag abschließen.

Für diese Personengruppen eignet sich der Wohn-Riester besonders:

Der Wohn-Riester eignet sich besonders für Familien. Für jedes Kind erhalten Vertragsinhaber jährlich eine Kinderzulage von 185 Euro pro Kind, beziehungsweise 300 Euro, wenn das Kind nach 2008 geboren wurde. Bei verheirateten Paaren können beide Partner sparen, auch wenn nur einer von beiden unmittelbar förderberechtigt ist.
Gerade für junge Menschen ist der Wohn-Riester eine gute Möglichkeit frühzeitig auf eine eigene Immobilie zu sparen. Da lediglich vier Prozent des Bruttoeinkommen bzw. mindestens 5 Euro pro Monat eingezahlt werden muss, kann man mit geringem finanziellen Aufwand von der staatlichen Förderung profitieren. Riester-Fondspolicen eignen sich beispielsweise ideal für Menschen, die noch lange Zeit zum Sparen haben.
Wer keine Förderung erhält
Keine Förderung erhalten Selbständige, freiwillig Rentenversicherte, Rentner und Pensionäre, Schüler und Studenten sowie nicht rentenversicherungspflichtige Mini-Jobber (450-Euro-Basis).

Nutzungsmöglichkeiten und Bedingungen

Mit Hilfe des Wohn-Riesters kann der Kauf oder Bau einer Immobilie finanziert werden. Allerdings stellt der Gesetzgeber einige Bedingungen an die Immobilie. Denn der Wohn-Riester kann nur für sogenannte „begünstigte Immobilien“ verwendet werden.

Folgende Bedingungen sind an Sie und die Immobilie geknüpft
  • Die Immobilie muss dem Vertragsinhaber komplett oder in Form einer Miteigentümerschaft gehören.
  • Die Immobilie muss von Ihnen selbst bewohnt werden.
  • Die Wohnung bzw. das Haus muss Ihr Lebensmittelpunkt sein. Es sollte sich um Ihre Hauptwohnung handeln (melderechtlich).
  • Die Immobilie muss sich in einem Land der EU (Europäische Union) bzw. des EWR (Europäischer Wirtschaftsraum) befinden.

Das leistet der Wohn-Riester

Neben der jährlichen Grundzulage von 175 Euro für förderberechtigte Personen und der Kinderzulage von 300 Euro pro Kind (185 Euro bei Geburt vor 2008), besteht eine weitere Leistung der Eigenheimrente darin, dass sie besondere Steuerersparnisse bietet. Förderberechtigte Personen können ihre Beitragszahlungen bis zu einer Höhe von 2.100 Euro als Sonderausgaben von der Einkommenssteuer absetzen. Die staatliche Zulagen werden hiervon jedoch wieder abgezogen.

Mehr zur Riester-Förderung

Wohnriester

Der Wohn-Riester-Sparer erhält mit der Grundzulage eine jährliche Förderung in Höhe von 175 Euro. Hat der Vertragsinhaber kindergeldberechtigte Kinder erhält er pro Jahr und Kind zusätzlich eine Kinderzulage in Höhe von 185 Euro, bzw. von 300 Euro, wenn das Kind nach 2008 geboren wurde. Die Kinderzulage erhält derjenige, auf dessen Konto das Kindergeld eingeht

Wer vor dem 25. Lebensjahr einen Wohn-Riester-Vertrag abschließt, erhält außerdem einmalig den sogenannten Berufseinsteigerbonus von 200 Euro.

Wenn bereits Kapital angespart wurde, kann dies zum Erwerb oder zur Herstellung einer Wohnimmobilie entnommen werden. Auch die Tilgung eines zu diesem Zweck aufgenommenen Darlehens ist möglich.

Voraussetzung: Es muss mindestens 3.000 Euro entnommen werden und mindestens 3.000 Euro müssen auf dem Konto verbleiben.

Wird eine Immobilie, die über den Wohn-Riester finanziert wurde, verkauft, muss innerhalb von fünf Jahren eine neue selbstgenutzte Immobilie erworben werden. Anderenfalls müssen Zulagen und Steuerersparnis zurückgezahlt werden.

Die Frist wurde erst 2014 von ursprünglich zwei Jahren auf fünf verlängert. Der längere Zeitraum nimmt den Zeitdruck und erleichtert das Finden einer neuen und passenden Immobilie. Damit trägt die Regierung dem Umstand Rechnung, dass gerade arbeitsbedingte Umzüge in den letzten Jahren deutlich zugenommen haben.

Förderberechtigte Personen können ihre Beitragszahlungen bis 2.100 Euro als Sonderausgaben bei der Steuererklärung geltend machen.

Achtung: Ähnlich wie bei der Riester-Rente erfolgt auch beim Wohn-Riester eine nachgelagerte Besteuerung in der Auszahlphase.

Einmalbesteuerung oder nicht: Diese Entscheidung kann jederzeit getroffen oder geändert werden. Es gilt hierbei jederzeit ein Nachlass von 30 Prozent gegenüber der gestaffelten Rückzahlung, wenn man sich für die Einmalbesteuerung entscheidet.

Steuererstattungen können als Sondertilgung in das Darlehen einfließen.

Anbieter von Wohn-Riester-Verträgen müssen garantieren, dass in der Auszahlungsphase mindestens das angesparte Guthaben inklusive Steuervorteilen und Zulagen ausgezahlt wird. Das heißt, abgesehen von der Inflationsrate und den Verwaltungskosten sind keine Verluste zu befürchten.

Rechenbeispiel zum Wohn-Riester

Welche Zulagen und Steuervorteile erhält eine verheiratete Frau, die unmittelbar förderberechtigt ist und ein Einkommen von 60.000 Euro brutto erzielt?

Eckdaten zur Riester-Sparerin

  • Familienstand: verheiratet
  • Ehepartner ist mittelbar zulagenberechtigt
  • beide Ehepartner haben einen Riester-Vertrag
  • Vorjahres-Bruttoeinkommen Ehefrau: 60.000 Euro
  • Vorjahres-Bruttoeinkommen Ehepartner: 50.000 Euro
  • 2 Kinder, geboren 2010 und 2015
  • jährliche Sparleistung: 2.100 Euro

Bei einer jährlichen Sparleistung von 2.100 Euro erhält die Riester-Sparerin die vollen Zulagen in Höhe von 775 Euro pro Jahr (Grundzulage plus Kinderzulagen).

Neben den Zulagen beträgt ihr geschätzter Steuervorteil etwa 18 Euro.

Bleiben alle Eckdaten gleich, liegt die gesetzliche Förderung innerhalb einer 10-jährigen Laufzeit bei rund 7.930 Euro.

Was wird gefördert?

  • Wohnung im eigenen Haus (Die Wohnung kann sich auch in einem Mehrfamilienhaus befinden.)
  • Eigentumswohnung
  • Genossenschaftswohnung einer in das Genossenschaftsregister eingetragenen Genossenschaft
  • Eigentumsähnliches oder lebenslanges Dauerwohnrecht
  • Maßnahmen zur Barrierefreiheit

Voraussetzung ist immer, dass es sich bei der Wohnung um die Hauptwohnung des Zulageberechtigten handelt und von diesem selbst genutzt wird. Die Wohnung muss außerdem in einem Mitgliedsstaat der Europäischen Union beziehungsweise in einem Staat liegen, auf den das Abkommen über den Europäischen Wirtschaftsraum anwendbar ist.

Ferien-und Wochenendwohnungen sind nicht zulageberechtigt.

Kosten des Wohn-Riesters

Die Kosten eines Wohn-Riester-Vertrags hängen maßgeblich mit dem Einkommen des Vertragsinhabers zusammen.

Um die volle Förderung zu erhalten, müssen Sparer mindestens vier Prozent ihres Vorjahres-Brutto-Einkommens einzahlen. Damit gilt: Je höher das Einkommen, desto höher die zu zahlenden Beiträge.

Berechnung der Wohn-Riester-Kosten

Beispielrechnung 1: Hohes Einkommen

Die Vertraginhaberin hatte im Vorjahr ein Brutto-Einkommen von 60.000 Euro. Sie hat zwei kindergeldberechtigte Kinder, die 2010 und 2015 geboren wurden.

  • Brutto-Jahreseinkommen: 60.000 Euro
  • davon vier Prozent: 2.400 Euro
  • abzüglich Grundzulage: 175 Euro
  • abzüglich: Kinderzulagen: 600 Euro

Zu zahlender Monatsbeitrag: 135,42 Euro

Vom Staat gibt es 775 Euro jedes Jahr dazu + Steuerersparnisse

Beispielrechnung 2: Geringes Einkommen

Die Vertraginhaberin hatte im Vorjahr ein Brutto-Einkommen von 20.000 Euro. Sie hat zwei kindergeldberechtigte Kinder, die 2010 und 2015 geboren wurden.

  • Brutto-Jahreseinkommen: 20.000 Euro
  • davon vier Prozent: 800 Euro
  • abzüglich Grundzulage: 175 Euro
  • abzüglich: Kinderzulagen: 600 Euro

zu zahlender Monatsbeitrag: 5 Euro

Vom Staat gibt es 775 Euro jedes Jahr dazu.

In der zweiten Beispielrechnung kommt rein rechnerisch zwar ein Zahlbetrag von etwa 2,08 Euro heraus. Da der Gesetzgeber jedoch einen Sockelbeitrag von 5 Euro pro Monat festgelegt hat, muss die Sparerin aus Beispiel 2 mindestens 5 Euro einzahlen, um die Förderung zu erhalten.

Filialbanken als Anbieter von Wohn-Riester-Verträgen im Test 2018

Das Deutsche Institut für Service-Qualität (DISQ) testete Mitte 2018 Filialbanken und deren Konditionen in Bezug auf den Wohn-Riester und andere Baufinanzierungsmöglichkeiten. Neben sechs überregionalen Banken standen auch neun regionale Geldinstitute im Test. Insgesamt überzeugten die überregionalen Banken mit den besseren Konditionen. Sie belegen daher auch die ersten vier Plätze.

Im Test verglichen die Analysten die Effektivzinssätze und Leistungen in Bezug auf die Produktkategorien Sofortfinanzierung, Forwardfinanzierung und Vortilgerdarlehen.

Forwardfinanzierung: Mit einem Forward-Darlehen sichern sich Kunden aktuell günstige Zinsen für eine spätere Anschlussfinanzierung. Sinken die Zinsen entgegen der Annahme, ist der Kunde trotzdem an das vereinbarte Zinsniveau gebunden.

Vortilgerdarlehen: Kredit, bei dem am Ende der Laufzeit, die Restschuld komplett getilgt ist.

Banken mit den besten Konditionen bei der Baufinanzierung, wie Wohn-Riester

Platzierung Geldinstitut Punkte Wertung
1 Hypovereinsbank 84,6 sehr gut
2 Targobank 84,5 sehr gut
3 Santander 75,1 gut
4 Commerzbank 75,0 gut
8 Postbank 59,4 ausreichend
9 Deutsche Bank 58,8 ausreichend

Stiftung Warentest prüft Wohn-Reister-Angebote der Bausparkassen

Stiftung Warentest hat Ende 2017 einen umfangreichen Wohn-Riester-Test erstellt und in der November-Ausgabe der Zeitschrift Finanztest (Finanztest 11/2017) veröffentlicht.

Die Tester fragten bei verschiedenen Bausparkassen nach dem jeweils günstigsten Angebot mit der optimalen Bausparsumme für drei verschiedene Modellfälle.

  • Fall 1: Kauf/Bau nach sieben Jahren, jährliche Sparleistung: 2.100 Euro
  • Fall 2: Kauf/Bau nach zehn Jahren, jährliche Sparleistung: 2.100 Euro
  • Fall 3: Kauf/Bau nach sieben Jahren, jährliche Sparleistung: 800 Euro
Bausparkassen, die Angebote zum Wohn-Riester einreichten
  • BHW
  • LBS Bayern
  • LBS Hessen-Thüringen
  • Deutsche Bank
  • LBS Ost
  • LBS Saar
  • Schwäbisch Hall Fuchs
  • LBS Schleswig-Holstein-Hamburg
  • LBS West
  • Wüstenrot

Die Tester kamen 2017 zu folgendem Ergebnis:

  • Wer mittel- oder langfristig in die eigenen vier Wände ziehen möchte, für den ist der geförderte Riester-Bausparvertrag noch immer die erste Wahl.
  • Größter Pluspunkt des Wohn-Riesters ist die Zinssicherheit. Ganz egal wie sich die Zinsen entwickeln, wer derzeit einen Riester-Vertrag abschließt, dem sind Zinsen für ein Bauspardarlehen zwischen 2,0 und 2,5 Prozent sicher.
  • Der Nachteil ist allerdings, dass die Anbieter selbst auch nur geringe Zinsen auf das Guthaben zahlen. Die Verzinsung in der Sparphase liegt deutlich unter einem Prozent. Das führt dazu, dass abzüglich Gebühren häufig weniger übrig bleibt, als eingezahlt wurde.
Kombikredite bei Bausparkassen
Die Kombikredite der Bausparkassen schneiden im Vergleich besser ab als die Angebote anderer Anbieter und Finanzdienstleister. Bausparverträge mit tilgungsfreiem Darlehen sollten daher unbedingt in einen Wohn-Riester-Vergleich mit einbezogen werden.

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Tipps zum Vergleich von Wohn-Riester-Angeboten

Für die Höhe der staatlichen Zulagen ist es unerheblich, bei welchem Unternehmen der Wohn-Riester-Vertrag abgeschlossen wird. Die Förderung gilt für alle Sparer gleichermaßen – ganz gleich, bei welchem Baufinanzierer der Vertrag unterzeichnet wurde.

Gerade bei fondsgebundenen Verträgen kann es jedoch spürbare Unterschiede geben. Grund ist der garantierte Rentenfaktor, der von Versicherer zu Versicherer unterschiedlich hoch ausfallen kann. Hier bietet sich ein unabhängiger Versicherungsvergleich an.

Mehr zum Thema Riester-Fondssparpläne

Einfluss des Rentenfaktors auf die Auszahlungssumme

Der garantierte Rentenfaktor ist entscheidend für die garantierte Auszahlungssumme. Diese Summe bekommen Versicherungsnehmer in jedem Fall ausgezahlt – unabhängig von eventuellen Kursentwicklungen auf dem Finanzmarkt.

Es kann also sein, dass Versicherer A zwar eine deutlich höhere maximal mögliche Auszahlungssumme anbietet als Versicherer B. Zugleich kann aber die garantierte Auszahlungssumme bei Versicherer B höher sein. Wer also diese beiden Wohn-Riester-Angebote miteinander vergleicht, entscheidet sich zwischen einer eher risikoreichen und einer eher konservativen Anlageform. Beides hat Vor- und Nachteile.

Anschlussfinanzierung mit Riester-Verträgen

Wer eine Immobilie finanziert, hat in der Regel eine Sollzinsbindung mit seiner Bank vereinbart. Nach Ablauf dieser Sollzinsbindung lohnt es sich häufig, mit einem günstigeren Angebot umzuschulden. Hierfür bietet sich beispielsweise ein Wohn-Riester-Vertrag an.

Vergleichen Sie die Wohn-Riester-Angebote mit den aktuellen Finanzierungsangeboten der Banken: Aufgrund der staatlichen Zulagen ist es wahrscheinlich, dass die Riester-Variante günstiger ist als ein Bank-Darlehen. Nutzen Sie dazu gern unseren Service.

Wohn-Riester muss versteuert werden

Auf den Wohn-Riester muss man – wie bei anderen Riester-Produkten auch – Steuern zahlen. Es handelt sich dabei jedoch um eine sogenannte nachgelagerte Besteuerung.

Das heißt, in der Ansparphase profitieren Riesternde von Steuerersparnissen. In der Auszahlphase müssen im Gegenzug jedoch sowohl die Zulagen als auch die Steuervorteile voll versteuert werden.

Da es in diesem Fall keine monatliche Rente gibt, wird der geldwerte Nutzen durch mietfreies Wohnen im Alter besteuert. Dafür bildet das Finanzamt ein sogenanntes Wohnförderkonto. Auf diesem werden Eigenbeitrag, Zulagen und Tilgungsraten verzeichnet und mit zwei Prozent pro Jahr verzinst. Auf den Betrag dieses „Kontos“ zahlt der Ruheständler Steuern.

Bei der Steuerzahlung können die Riester-Sparer aus zwei Möglichkeiten wählen:

  • Die Steuerlast wird durch eine Einmalzahlung beglichen. Bei dieser Variante gewährt der Gesetzgeber einen Nachlass von 30 Prozent.
  • Die Steuerschuld wird gleichmäßig über mehrere Jahre bis zum 85. Lebensjahr abbezahlt.

Rechenbeispiele zu den Möglichkeiten der Versteuerung

Eckdaten

  • Guthaben auf dem Wohnförderkonto: 60.000 Euro
  • Rentenbeginn mit 65
  • Steuersatz: 20 Prozent

Beispiel:Gleichmäßige Versteuerung bis zum 85. Lebensjahr

Bei der gleichmäßigen Versteuerung muss der Sparer jährlich 3.000 Euro versteuern (60.000 Euro geteilt durch 20 Jahre).

Von der Steuerlast kann noch der Sparerpauschbetrag abgezogen werden. Je nach Steuersatz wird dann der fällige Betrag berechnet.

  • Bei einem Steuersatz von 20 Prozent muss der Sparer jährlich etwa 600 Euro bezahlen.
  • Die gesamte Steuerlast beträgt in 20 Jahren dementsprechend 12.000 Euro.

Verstirbt der Sparer bevor er die Steuerlast getilgt, müssen seine Erben die restlichen Steuern bezahlen.

Beispiel: Einmalzahlung

Entscheidet sich der Sparer für die Einmalzahlung, erlässt ihm der Staat 30 Prozent der Steuerlast. Das heißt, es müssen nur 70 Prozent der 60.000 Euro versteuert werden.

  • 70 Prozent von 60.000 Euro sind 42.000 Euro. Davon 20 Prozent sind 8.400 Euro.

Bei der Einmalzahlung muss der Sparer 8.400 Euro als Steuern zahlen. Die Ersparnis gegenüber der gleichmäßigen Besteuerung liegt in diesem Fall bei 3.600 Euro. Dafür muss die Summe auf einmal gezahlt werden und die Wohnung bzw. das Haus darf die nächsten 20 Jahre nicht verkauft werden.

Steuerlast ist abhängig von finanzieller Situation

Bevor man sich vorschnell für eine der zwei Möglichkeiten entscheidet, sollten Sparer bedenken, dass die Steuerlast auch von der persönlichen Situation abhängt, in der der Betroffene dann lebt. Dabei spielen u. a. der Familienstand und die monatlichen Einkünfte eine wichtige Rollen. Je höher das Einkommen im Alter ist, desto höher fällt die Steuerlast aus. Wer nur ein sehr geringes Einkommen hat, der muss u. U. gar keine Steuern zahlen.

Baukredit mit Wohn-Riester tilgen – So geht’s!

Wer kurzfristig ein Darlehen benötigt, kann einen vorhandenen Riester-Bausparvertrag mit einem Vorfinanzierungsdarlehen kombinieren. Dieses Vorgehen wird auch Riester-Bauspar-Sofort-Finanzierung genannt und ist sowohl mit einem Riester-Vertrag als auch mit einem Wohn-Riester möglich. Beim Wohn-Riester wird allerdings verbindlich vereinbart, dass das Vorausdarlehen durch den Bausparvertrag abgelöst wird.

Dieses Vorgehen ist allerdings an eine Reihe von Bedingungen geknüpft:

  • Es muss sich um ein zertifiziertes Darlehen handeln.
  • Der Kredit muss für die eigene Immobilie genutzt werden.
  • Das Darlehen muss bis spätestens bis zum 68. Lebensjahr getilgt werden.
  • Die Immobilie darf nicht vor dem 1. Januar 2008 gebaut oder gekauft worden sein.
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Dieser Artikel wurde zuletzt am 27.06.2019 aktualisiert.
Über den Autor
Claudia Täubner
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