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Was ein Familienrechtsschutz bei Scheidung, Unterhalt und Erbstreit wirklich zahlt, welche Spezialbausteine es gibt und wann sich der Familientarif lohnt.
Inhalt dieser SeiteDas Wichtigste in Kürze
- Zwei Bedeutungen: Familienrechtsschutz meint entweder Schutz im Familienrecht (Scheidung, Unterhalt, Erbe) oder einen Rechtsschutz im Familientarif für Partner und Kinder.
- Normaler Rechtsschutz zahlt nur die Beratung: Den Streit um Scheidung, Unterhalt oder Erbe vor Gericht decken nur Spezialbausteine.
- Lange Wartezeiten: Unterhalt ein Jahr, Erbe zwölf Monate, Scheidung drei Jahre, deshalb nur vorsorglich abschließen.
- Ab 20,38 € im Monat: Unser Rechner zeigt für Angestellte 21,89 € für Unterhalt, 22,65 € für Erbe und 28,18 € für Ehe, im öffentlichen Dienst ab 20,38 € (Stand Oktober 2026).

Roland Bernheiden
Unser Partner für Rechtsschutzversicherungen
Viele Tarife werben mit Familienrecht und meinen damit nur ein Gespräch beim Anwalt…
… oder eine kleine Summe wie 1.250 Euro je Fall. Vor dem Familiengericht müssen Sie sich in Ehe- und Unterhaltssachen von einem Anwalt vertreten lassen, und ohne passenden Baustein tragen Sie die Kosten selbst. Den Streit um Scheidung, Unterhalt, Sorgerecht oder Erbe decken nur Spezialbausteine zum Privat-Rechtsschutz, und alle haben lange Wartezeiten: ein Jahr beim Unterhalt, zwölf Monate beim Erbe, drei Jahre beim Ehe-Rechtsschutz. Für einen Streit, der schon läuft, helfen sie deshalb nicht. Dazu kommt die zweite Bedeutung des Wortes, der Familientarif, der Partner und Kinder mitversichert, Familienrecht aber ebenfalls nur als Beratung enthält. Welcher Baustein zu welcher Lage passt und was er im Monat kostet, entscheidet über den Nutzen.
Was ist eine Familienrechtsschutzversicherung?
Eine Familienrechtsschutzversicherung übernimmt Anwalts- und Gerichtskosten bei Streit im Familienrecht, also um Scheidung, Unterhalt, Sorgerecht oder ein Erbe. Ein normaler Privat-Rechtsschutz zahlt in diesen Fällen nur eine anwaltliche Beratung. Für den Streit selbst gibt es Spezialbausteine: Ehe-Rechtsschutz, Unterhalts-Rechtsschutz und Erb-Rechtsschutz.
Familienrechtsschutzversicherung: Zwei Bedeutungen
Der Begriff meint zwei verschiedene Dinge. Zum einen eine Rechtsschutzversicherung, die Streit im Familienrecht abdeckt, also Scheidung, Unterhalt oder Sorgerecht. Zum anderen einen Rechtsschutz im Familientarif, in dem Partner und Kinder mitversichert sind. Der Familientarif allein deckt keinen Streit im Familienrecht, er erweitert nur den Kreis der Versicherten.
| Streitfall | Privat-Rechtsschutz nach Musterbedingungen | Spezialbaustein der ARAG |
|---|---|---|
| Scheidung, Getrenntleben, Scheidungsfolgen | Nur Beratung | Ehe-Rechtsschutz bis 30.000 €, 3 Jahre Wartezeit |
| Unterhalt, Sorgerecht, Vaterschaft | Nur Beratung | Unterhalts-Rechtsschutz bis 30.000 € je Fall, 1 Jahr Wartezeit |
| Pflichtteil, Erbengemeinschaft, Testament | Nur Beratung | Erb-Rechtsschutz 10.000 € je Vertragsdauer, 12 Monate Wartezeit |
| Beratung nach Trennung oder Erbfall | Versichert, ohne Wartezeit | Versichert |
Was ist eine Familienrechtsschutzversicherung?
Nach den Musterbedingungen des GDV sind Streitigkeiten aus dem Familien-, Lebenspartnerschafts- und Erbrecht vom Rechtsschutz ausgeschlossen. Versichert ist nur der Beratungs-Rechtsschutz: Rat oder Auskunft eines Anwalts. Wird der Anwalt darüber hinaus tätig, zahlt der Versicherer nichts (Quelle: GDV-Musterbedingungen ARB 2021).
Eine Versicherung, die alle Themen des Familienrechts abdeckt, gibt es nicht. Sie wählen einen Spezialbaustein zu Ihrem Privat-Rechtsschutz. Bei der ARAG sind Ehe- und Unterhalts-Rechtsschutz ein gemeinsamer Zusatzbaustein, der Erb-Rechtsschutz ist Teil des Premium-Tarifs. Mehr zu den Grundlagen lesen Sie bei der Rechtsschutzversicherung.
Wie funktioniert eine Familienrechtsschutzversicherung?
Zuerst entscheiden Sie, welchen Streit Sie absichern wollen: Scheidung, Unterhalt oder Erbe. Für den Baustein gilt eine lange Wartezeit. Versichert sind nur Streitfälle, die danach entstehen. Beim Beratungs-Rechtsschutz ist es umgekehrt: Er greift ohne Wartezeit, sobald ein Ereignis Ihre Rechtslage geändert hat, etwa eine Trennung oder ein Erbfall.
Kommt es zum Streit, melden Sie den Fall vor dem Anwaltsauftrag und holen eine Deckungszusage ein. Kosten aus der Zeit vor der Zusage trägt der Versicherer nur so weit, wie er sie auch nach einer Zusage getragen hätte. Den Anwalt wählen Sie selbst, die freie Anwaltswahl gilt in jedem Vertrag.
Wer braucht eine Familienrechtsschutzversicherung?
Eine Familienrechtsschutzversicherung braucht, wer einen Streit im Familienrecht kommen sieht, bevor er da ist: Ehepaare, die sich gegen die Kosten einer Scheidung absichern wollen, Eltern und Unterhaltspflichtige sowie Erben, die mit Streit um den Nachlass rechnen. Für einen schon laufenden Streit helfen die Bausteine wegen der Wartezeit nicht.
Welcher Baustein passt zu wem?
Eherechtsschutz
Für Verheiratete und eingetragene Partner, die sich vorsorglich gegen die Kosten von Scheidung und Scheidungsfolgen absichern. Mehr beim Eherechtsschutz.
Unterhaltsrechtsschutz
Für alleinerziehende Eltern, Unterhaltspflichtige und Kinder pflegebedürftiger Eltern, die Elternunterhalt zahlen sollen. Mehr beim Unterhaltsrechtsschutz.
Erbrechtsschutz
Für alle, die Streit um ein hohes oder kompliziertes Erbe erwarten, solange der Erblasser noch lebt. Mehr beim Erbrechtsschutz.
Familiensachen werden schnell teuer, weil sich die Beteiligten vor dem Familiengericht in Ehesachen und Folgesachen sowie in Unterhaltssachen durch einen Anwalt vertreten lassen müssen (Quelle: § 114 FamFG). Wer wenig Einkommen hat, kann Verfahrenskostenhilfe beantragen. Sie richtet sich nach den Regeln der Prozesskostenhilfe und setzt Erfolgsaussicht voraus.
Wann und was genau zahlt ein Familienrechtsschutz?
Ein Familienrechtsschutz zahlt Anwalts- und Gerichtskosten, wenn nach Ablauf der Wartezeit ein Streit entsteht, der im gewählten Baustein versichert ist. Den Unterhalt, den Zugewinn oder das Erbe selbst zahlt er nicht. Er trägt das Kostenrisiko des Streits bis zur Versicherungssumme des Bausteins.
Wann leistet eine Familienrechtsschutzversicherung?
Beim Ehe-Rechtsschutz der ARAG sind Scheidung, Getrenntleben und Scheidungsfolgesachen versichert, bis 30.000 Euro und für beide Ehepartner. Die Wartezeit beträgt drei Jahre. Der Unterhalts-Rechtsschutz zahlt bei Kindes-, Eltern- und Ausbildungsunterhalt, Vaterschaft und Sorgerecht bis 30.000 Euro je Fall, nach einem Jahr Wartezeit. Der Ehe-Rechtsschutz ist darin eingeschlossen.
Der Erb-Rechtsschutz der ARAG deckt zum Beispiel Streit um den Pflichtteil, in der Erbengemeinschaft oder um die Anfechtung eines Testaments. Die Versicherungssumme beträgt 10.000 Euro für die ganze Vertragsdauer, nicht je Fall, und gilt nur vor deutschen Gerichten. Die Wartezeit beträgt zwölf Monate.
Was leistet eine Familienrechtsschutzversicherung?
Was genau versichert ist, hängt vom Baustein und vom Tarif ab. Diese Leistungen sind bei den Spezialbausteinen der ARAG üblich:
- Anwalts- und Gerichtskosten im versicherten Streit
- Kosten der Gegenseite, wenn Sie den Streit verlieren
- Hilfe bei gerichtlichen und außergerichtlichen Auseinandersetzungen
- Beim Erb-Rechtsschutz Mediation bis 3.000 Euro je Fall
- Telefonische Erstberatung beim Erb-Rechtsschutz schon in der Wartezeit
Zahlt die Rechtsschutzversicherung bei Streit um Sorgerecht und Umgangsrecht?
Ein normaler Privat-Rechtsschutz zahlt auch hier nur die Beratung. Der Unterhalts-Rechtsschutz der ARAG versichert das Sorgerecht einschließlich des Aufenthaltsbestimmungsrechts. Das Umgangsrecht nennt die ARAG dort nicht ausdrücklich. Wird es im Scheidungsverfahren als Folgesache mitverhandelt, kann der Ehe-Rechtsschutz greifen (Quelle: § 137 FamFG). Klären Sie das vor dem Abschluss.
Wann zahlt ein Familienrechtsschutz nicht?
Die wichtigste Grenze ist die Wartezeit. Nach den Musterbedingungen gelten für die meisten Leistungsarten drei Monate, die Spezialbausteine haben deutlich längere Fristen. Diese Fälle zahlt ein Familienrechtsschutz nicht:
- Streit, der vor Vertragsbeginn oder in der Wartezeit entstanden ist
- Kosten über der Versicherungssumme des Bausteins
- Den Unterhalt, den Zugewinn oder das Erbe selbst
- Streit zwischen Personen, die im selben Vertrag versichert sind
- Erbstreit vor ausländischen Gerichten
Einen Familienrechtsschutz ohne Wartezeit gibt es nur für die Beratung. Auch einen rückwirkenden Schutz für einen schon bestehenden Streit um Scheidung, Unterhalt oder Erbe bieten die Spezialbausteine nicht. Was im Rechtsschutz sofort gilt, lesen Sie unter Rechtsschutz ohne Wartezeit.
Was kostet ein Familienrechtsschutz?
Unser Rechner zeigt für die Spezialbausteine 21,89 Euro im Monat für den Unterhaltsrechtsschutz, 22,65 Euro für den Erbrechtsschutz und 28,18 Euro für den Eherechtsschutz, jeweils für Angestellte (Stand 13. Oktober 2026). Im öffentlichen Dienst sind die Beiträge sechs bis zehn Prozent niedriger.
Rechenbeispiel: Das kosten die Zusatzbausteine zum Familienrecht
| Baustein | Profil | Beitrag im Monat |
|---|---|---|
| Unterhaltsrechtsschutz | Single, angestellt | 21,89 € |
| Unterhaltsrechtsschutz | Familie, angestellt | 25,75 € |
| Erbrechtsschutz | Single, angestellt, 10.000 € Summe | 22,65 € |
| Eherechtsschutz | Familie, angestellt | 28,18 € |
| Eherechtsschutz | Familie, öffentlicher Dienst | 26,42 € |
Die Werte zeigen unsere Formulare für die drei Bausteine, abgerufen am 13. Oktober 2026. Den Eherechtsschutz gibt es nur als Familientarif, weil er beide Ehepartner absichert. Die Angebote kommen von unseren Partnern bei der ARAG. Beiträge ändern sich oft zum Jahreswechsel, verbindlich ist das Angebot.
Unterhaltsrechtsschutz im Familientarif
Den Unterhaltsrechtsschutz gibt es als Single- und als Familientarif. Im Familientarif gilt der Schutz nur für Streit nach außen, also mit Ex-Partnern, Eltern oder Großeltern. Streit unter Personen, die im selben Vertrag versichert sind, ist ausgeschlossen. Das sehen auch die Musterbedingungen des GDV so vor.
Experten-Tipp:
Was der Familientarif abdeckt
„Obwohl der Unterhaltsrechtsschutz für Single vorgesehen ist, können Sie ihn auch im Familientarif abschließen. Beachten Sie hierbei folgende Besonderheiten: Wenn Sie beispielsweise ein eigenes Kind mit in die neue Beziehung beziehungsweise Ehe mitbringen und als Ehepaar den Unterhaltsrechtsschutz abschließen, dann greift dieser nur bei Unterhaltsansprüchen nach außen. Dies bedeutet, dass Sie zwar beide den Rechtsschutz für Streitigkeiten mit Ihren Ex-Partnern, Eltern oder Großeltern nutzen können, jedoch nicht für Rechtsstreits untereinander.“
Ihren Unterhaltsrechtsschutz jetzt berechnen
Unser Partner Roland Bernheiden von der ARAG berechnet Ihren Beitrag und schickt Ihnen ein kostenfreies Angebot für den Unterhalts-Rechtsschutz mit eingeschlossenem Ehe-Rechtsschutz.
- Anwalts- und Gerichtskosten bis 30.000 Euro je Fall
- Kindesunterhalt, Elternunterhalt, Sorgerecht und Vaterschaft
- Ehe-Rechtsschutz für Trennung und Scheidung eingeschlossen
Wie wählen Sie den richtigen Familienrechtsschutz aus?
Prüfen Sie zuerst Ihren bestehenden Vertrag: Meist steht dort im Familienrecht nur eine Beratung. Wählen Sie dann den Baustein nach dem Streit, mit dem Sie rechnen, und schließen Sie früh ab. Achten Sie auf Versicherungssumme, Wartezeit und darauf, ob die Summe je Fall oder für die ganze Vertragsdauer gilt.
Darauf sollten Sie beim Vergleich achten
Viele Tarife werben mit Familienrecht, meinen aber nur die Beratung oder eine kleine Summe. Die ROLAND nennt im Privat-Rechtsschutz Leistungen im Familienrecht bis 1.250 Euro je Fall, im Premium-Tarif bis 5.000 Euro. Die ARAG zahlt in der erweiterten Beratung im Familien- und Erbrecht je nach Tarif bis 250, 500 oder 1.000 Euro. Diese Schwachstellen sollten Sie vor dem Abschluss prüfen:
- Familienrecht nur als Beratung, nicht für den Streit vor Gericht
- Kleine Versicherungssumme statt einer Summe je Fall
- Wartezeit, die bei einem späteren Wechsel neu beginnt
- Familientarif, obwohl der Streit innerhalb der Familie droht
Familienrechtsschutzversicherung im Test
Einen eigenen Test für den Familienrechtsschutz gibt es nicht. Die Ratings bewerten Pakete aus Privat, Beruf, Verkehr und Wohnen, Franke und Bornberg 2026 zum Beispiel 265 Tarife von 40 Gesellschaften, getrennt für Singles und Familien. Welche Versicherer im Familientarif vorn liegen, zeigt unsere Gesamtauswertung im Rechtsschutz-Test.
Beratung zu Ehe, Unterhalt und Erbe
Die Spezialbausteine der ARAG vermitteln unsere Partner: Cihan Deniz für Ehe- und Erbrechtsschutz, Roland Bernheiden für den Unterhaltsrechtsschutz. Wie die Beratung abläuft, lesen Sie bei der Beratung zum Eherechtsschutz, zum Unterhaltsrechtsschutz und zum Erbrechtsschutz.
Was ist der Familientarif in der Familienrechtsschutzversicherung?
Im Familientarif schließen Sie eine Rechtsschutzversicherung für sich ab und versichern Partner und Kinder in demselben Vertrag mit. Das gilt für Paare mit und ohne Kinder. Versichert sind dieselben Bausteine wie im Singletarif, also Privat, Beruf, Verkehr und Wohnen. Streit im Familienrecht deckt auch der Familientarif nur als Beratung.
Rechtsschutzversicherung für die ganze Familie
Der Vorteil: Ein Vertrag für alle ist günstiger als mehrere Einzelverträge. Im Rechner der ARAG kostet der Familientarif im Kompakt-Tarif rund 18 Prozent mehr als der Singletarif. Soll also auch Ihr Partner oder Ihr Kind vor Anwalts- und Gerichtskosten geschützt sein, lohnt sich der Familientarif fast immer.
Wer kann im Familientarif mitversichert werden?
Nach den Musterbedingungen des GDV sind diese Personen mitversichert. Die Versicherer dürfen davon abweichen, die ARAG zum Beispiel verzichtet auf eine feste Altersgrenze für Kinder:
| Person | Musterbedingungen des GDV | ARAG |
|---|---|---|
| Ehe- oder eingetragener Lebenspartner | Mitversichert | Mitversichert |
| Sonstiger Lebenspartner | Wenn im Versicherungsschein genannt | Mitversichert |
| Minderjährige Kinder | Mitversichert | Mitversichert |
| Volljährige Kinder | Unverheiratet, bis 25, bis zur ersten dauerhaften bezahlten Arbeit | Unverheiratet, ohne feste Altersgrenze |
| Eltern, Schwiegereltern, Geschwister | Nicht vorgesehen | Eltern immer, Schwiegereltern und Geschwister im Haushalt ab Komfort |
Als Halter oder Fahrer eines eigenen Autos sind volljährige Kinder nach den Musterbedingungen nicht mitversichert. Nach einer Scheidung bleiben bei der ARAG nur der Versicherungsnehmer und die Kinder versichert, der frühere Partner braucht einen eigenen Vertrag. Mehr zu Kindern lesen Sie unter Rechtsschutz für Kinder.
Rechenbeispiel: Was kostet ein Familientarif?
| Bausteine | Single | Familie |
|---|---|---|
| Privat | 17,33 € | 20,38 € |
| Privat, Wohnen | 21,37 € | 25,14 € |
| Privat, Wohnen, Verkehr | 22,08 € | 25,96 € |
| Privat, Beruf, Wohnen, Verkehr | 28,40 € | 33,41 € |
Die Beiträge stammen aus dem Rechner der ARAG, Tarif Kompakt, für einen 35-jährigen Arbeitnehmer aus Kiel mit 250 Euro Selbstbeteiligung, monatliche Zahlung, abgerufen am 13. Oktober 2026. Ohne Selbstbeteiligung kostet allein der Privat-Baustein im Familientarif 35,96 Euro. Andere Versicherer und Tarife liegen anders, ein Vergleich lohnt sich.
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Die häufigsten Fragen zum Familienrechtsschutz
Was ist im Familienrechtsschutz versichert?
Im Familientarif sind wie im Singletarif die Bereiche Privat, Beruf, Verkehr und Wohnen versicherbar, Partner und Kinder sind mitversichert. Im Familienrecht selbst zahlt ein normaler Vertrag nur die Beratung. Den Streit um Scheidung, Unterhalt oder Erbe deckt nur der Spezialbaustein, den Sie dazu abschließen.
Wie lange sind Kinder im Familienrechtsschutz mitversichert?
Nach den Musterbedingungen des GDV sind minderjährige Kinder immer mitversichert, volljährige Kinder bis zum 25. Geburtstag, solange sie unverheiratet sind und noch keine dauerhafte bezahlte Arbeit haben. Eine Erstausbildung ist dort keine Bedingung. Manche Versicherer wie die ARAG haben keine feste Altersgrenze.
Was kostet der Familienrechtsschutz?
Ein Familientarif mit Privat-Rechtsschutz kostet im Rechner der ARAG 20,38 Euro im Monat (Kompakt, 250 Euro Selbstbeteiligung, Stand 13. Oktober 2026). Die Spezialbausteine kosten laut unserem Rechner 21,89 Euro für Unterhalt, 22,65 Euro für Erbe und 28,18 Euro für Ehe.
Zahlt eine normale Rechtsschutzversicherung im Familienrecht?
Nur eine Beratung. Nach den Musterbedingungen des GDV sind Streitigkeiten im Familien- und Erbrecht ausgeschlossen, versichert ist Rat oder Auskunft eines Anwalts nach einem Ereignis wie Trennung oder Erbfall, ohne Wartezeit. Wird der Anwalt darüber hinaus tätig, zahlt der Versicherer nichts.
Welche Wartezeit gilt im Familienrechtsschutz?
Bei der ARAG gilt für den Unterhalts-Rechtsschutz ein Jahr, für den Erb-Rechtsschutz zwölf Monate und für den Ehe-Rechtsschutz drei Jahre. Ohne Wartezeit gibt es nach den Musterbedingungen nur die anwaltliche Beratung im Familien- und Erbrecht.
Zahlt die Rechtsschutzversicherung bei einem Sorgerechtsstreit?
Ein normaler Privat-Rechtsschutz zahlt nur die Beratung. Der Unterhalts-Rechtsschutz der ARAG versichert den Streit um das Sorgerecht einschließlich des Aufenthaltsbestimmungsrechts, wenn er nach Ablauf der Wartezeit von einem Jahr entsteht. Mehr beim Unterhaltsrechtsschutz.
Kann ich vom Single- in den Familientarif wechseln?
Ja, Partner oder Kinder können Sie in der Regel in einen bestehenden Vertrag aufnehmen lassen, indem Sie beim Versicherer den Wechsel in den Familientarif beantragen. Umgekehrt geht das ebenfalls. Fragen Sie nach, ob für neu Versicherte eine Wartezeit läuft.
Gilt der Familienrechtsschutz auch bei Streit innerhalb der Familie?
Nein. Streit zwischen Personen, die im selben Vertrag versichert sind, ist nach den Musterbedingungen des GDV ausgeschlossen, ebenso Streit nichtehelicher Partner aus der Partnerschaft. Beim Ehe-Rechtsschutz der ARAG ist das anders: Er gilt ausdrücklich für die Scheidung beider Ehepartner.
Was kann ich tun, wenn der Familienstreit schon läuft?
Ein Spezialbaustein hilft dann nicht mehr. Nutzen Sie einen bestehenden Privat-Rechtsschutz für die anwaltliche Beratung und prüfen Sie Beratungshilfe, bei der Sie dem Anwalt 15 Euro zahlen, sowie Verfahrenskostenhilfe für das Verfahren beim Familiengericht.
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