Versicherungen für Einwanderer

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von Munkhjin Enkhsaikhan
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Versicherung für Einwanderer: Die Versicherungs­fachleute von transparent-beraten.de erklären, welche Versicherungen wichtig sind, welche Tarif am besten passen und worauf es vor einem Vertragsabschluss ankommt.

Inhalt dieser Seite
  1. Das Gesundheits­­system in Deutschland
  2. Versicherungs­­pflicht
  3. Private oder Gesetzliche Kranken­­­­versicherung?
  4. Verantwortung wird in Deutschland groß geschrieben
  5. Fazit

Das Wichtige in Kürze

  • Seit Januar 2009 ist jede in Deutschland lebende Person dazu verpflichtet, im Besitz einer Kranken­­versicherung zu sein.
  • Andere nicht verpflichtende Versicherungen wie die Haftpflicht-, Hausrat- oder Berufs­unfähigkeits­versicherung sollten in Erwägung gezogen werden.
  • Ein Wechsel in die Gesetzliche Kranken­­versicherung ist nur unter bestimmten Voraussetzungen möglich.

Das Gesundheits­system in Deutschland

Mit dem Gedanken seiner Heimat Lebewohl zu sagen, um sich in Deutschland etwas Neues aufzubauen, erwarten den Aussiedler neben der Beantragung einer Aufenthaltserlaubnis auch weitere Angelegenheiten wie zum Beispiel die Mitgliedschaft in einer Kranken­­versicherung. Hierzulande sind Arzneimittel, Ärzte wie auch Kranken­häuser vergleichsweise teuer, sodass der Abschluss einer Kranken­­versicherung unumgänglich ist. Darüber hinaus erhält man keine Aufenthaltserlaubnis, wenn man nicht im Besitz einer Kranken­­versicherung ist.

Deutschland genießt den Ruf, mit einem der weltbesten Gesundheits­systeme ausgestattet zu sein. Dabei verfügt das Gesundheits­system über ein umfangreiches Netz von Kranken­häusern und Ärzten und das selbst in den entferntesten Regionen Deutschlands.


Medizinische Geräte sind mit der neuesten Technologie ausgestattet

Dass man sich im Falle von Behandlungen auf Wartezeiten einstellen muss, ist kaum der Fall, da Wartelisten eher selten verbreitet sind. Im Gegensatz zu anderen Staaten sind die medizinischen Gesundheits­leistungen mit der neuesten Technologie sowie Einrichtungen versehen. Ferner macht das deutsche Gesundheits­system keine Unterschiede bei der Bereitstellung von Versorgungsleistungen, sodass jeder Zugang zur Gesundheits­versorgung hat unabhängig davon, welcher Einkommens­klasse oder sozialen Schicht er angehört.


Deutsche Kranken­­versicherung gehört weltweit zu den teuersten

Auch wenn das deutsche Gesundheits­system zahlreiche Vorzüge hat, birgt sie dennoch einige Nachteile. Der wohl bedeutendste Nachteil ist der Kostenpunkt der gesetzlichen Kranken­­versicherung. Sie zählt zu den teuersten der Welt. Aufgrund der Tatsache, dass die kostenlose Gesundheits­versorgung nicht existiert, wird jede in Anspruch genommene medizinische Hilfe von der Versicherung oder dem Versicherungs­nehmer selbst beglichen.

Versicherungs­pflicht

Seit Januar 2009 ist jede in Deutschland lebende Person dazu verpflichtet, im Besitz einer Kranken­­versicherung zu sein. Eine gesetzliche Kranken­­versicherungs­pflicht besteht vor allem für folgende Personengruppen:

  • Arbeitnehmer deren Brutto­einkommen höher als 400 Euro ist, sich jedoch unter der Jahreseinkommensgrenze von 64.350 Euro brutto befindet (Stand: 2021).
  • Studierende öffentlich oder staatlich anerkannter Universitäten
  • Auszubildende oder Schüler der Sekundarstufe I
  • Ältere Rentner, die die meiste Zeit ihres Berufs­lebens als Familienmitglied in der gesetzlichen Kranken­­versicherung versichert waren
  • Arbeits­lose, die finanzielle Unterstützung von öffentlichen Stellen, wie der Bundes­agentur für Arbeit erhalten

EHIC ermöglicht zum innerdeutschen Kranken­­versicherungs­schutz

Finden Studenten aus anderen Ländern den Weg nach Deutschland mit denen die Bundes­republik Sozial­versicherungs­abkommen hält, können sie auch weiterhin bei der Kranken­­versicherung ihrer Heimat versichert bleiben. Hierbei hilft die sogenannte EHIC (European Health Insurance Card). Dabei erhalten Besitzer der EHIC, die medizinische Versorgung zu denselben Bedingungen, wie ein deutscher Staatsbürger. Mit der Absicht sich für längere Zeit in Deutschland niederlassen zu wollen, muss die sogenannte EHIC (European Health Insurance Card) durch eine entsprechende Kranken­­versicherung bei einer Kranken­kasse ersetzt werden. Hingegen ist Selbständigen und Freiberuflern die private Kranken­­versicherung ans Herz zu legen.


Kurzfristige Aufenthalte bedürfen der Freistellung

Halten sich aus dem Ausland kommende Personen nur kurzzeitig in Deutschland auf und möchten keinen Wechsel ihrer Kranken­­versicherung vornehmen, müssen sie eine Bestätigung ihrer Kranken­­versicherung vorlegen. Diese sollte bekräftigen, dass eventuelle medizinische Kosten abgedeckt werden und in englischer als auch deutscher Sprache vorliegen. Im nächsten Schritt ist das Dokument an eine deutsche gesetzliche Kranken­­versicherung weiterzuleiten, damit die Freistellung von der gesetzlichen Kranken­­versicherung erfolgen kann.

Private oder Gesetzliche Kranken­­versicherung?

In Deutschland existieren zwei Systeme der gesundheitlichen Versorgung:

KriteriumGesetzliche Kranken­­versicherungPrivate Kranken­­versicherung
Arbeits­weiseSolidaritätsprinzip
Bemessungsgrundlage des Versicherungs­beitragEinkommenindividuelles Risikopersönlicher Gesundheits­zustandEintrittsalter
Anspruch auf Versicherungs­leistungenabhängig von medizinischer Notwendigkeitbei mehreren Behandlungen wird jene mit dem niedrigsten Kostenfaktor übernommenganzheitlich Kostenübernahme
AbrechnungKranken­kassePatient geht in Vorleistung
Erstattung von Medikamenten und Behandlungengesetzlich vorgeschriebene Zuzahlungkeine Zuzahlung
LeistungenKontrolluntersuchungen zur Früherkennung von KrankheitenImpfungenfreie Arztwahlstationärer Aufenthalt gegen ein Tagegeld von 10 Euro pro TagMedikamente und HilfsmittelKuraufenthaltepsychotherapeutische BehandlungenKontrolluntersuchungen  zur Früherkennung von KrankheitenBehandlungen durch Heilpraktiker­Chefarztbehandlungfreie Arzt- und Kranken­haus­wahlteure ZahnbehandlungenMedikamente und Hilfsmittel
Zahlung der Versicherungs­beiträgevom Arbeitgeber und Arbeitnehmer je zur HälfteSelbständiger zahlt den kompletten Versicherungs­beitrag
 Versicherungs­kreisFamilienmitglieder sind mitversichertder einzelne Versicherte
mehr zur gesetzlichen Kranken­­versicherungmehr zur privaten Kranken­­versicherung

Wer kann in die private Kranken­­versicherung eintreten?

Im Allgemeinen kann jeder, der sich nicht in einer der oben genannten Personengruppen wiederfindet, den Abschluss einer privaten Kranken­­versicherung in Erwägung ziehen.


Privatversicherte müssen bei der Abrechnung in Vorleistung treten

Während sich die Kranken­kasse innerhalb der gesetzlichen Kranken­­versicherung um die Abrechnung von Versicherungs­leistungen kümmert, sieht es in der privaten Kranken­­versicherung ganz anders aus. Hierbei tritt der Patient als Vertragspartner des Arztes auf. Dahingehend werden dem Patienten die in Anspruch genommenen Versicherungs­leistungen vom zuständigen Arzt in Rechnung gestellt. Nach Prüfung der Arztrechnung auf Richtigkeit, schickt der Patient die Arztrechnung zur Erstattung an seine Private Kranken­­versicherung.


Private Kranken­­versicherungen dürfen niemanden aufgrund ehöhtem Gesundheits­risiko ablehnen

Wer Interesse an der Mitgliedschaft in der privaten Kranken­­versicherung hat, muss derzeit ein Jahreseinkommen von mindestens 60.750 Euro nachweisen. Spielt die Einkommens­höhe bei Arbeitnehmern eine wichtige Rolle, kann sie bei Beamten und Selbständigen außer Acht gelassen werden. Wird bei einem Antragssteller ein erhöhtes Gesundheits­risiko erkannt, darf ihn die Kranken­­versicherung nicht abweisen, sondern muss ihm zumindest einen wenig leistungsstarken Basistarif anbieten


Unisex Tarife ermöglichen gleiche Versicherungs­leistungen unabhängig vom Geschlecht

Bei dem Unisex-Tarif handelt es sich um einen Versicherungs­tarif, der nicht das Geschlecht des Versicherungs­nehmer für die Berechnung zugrunde legt. Haben Frauen bei der Inanspruchnahme von Behandlungen deutlich höhere Kosten in Kauf genommen, soll mit dem Unisextarif eine Angleichung an die Versicherungs­leistungen des männlichen Geschlechts erfolgen. Dadurch erhalten Frauen dieselben Versicherungs­leistungen wie Männer, ohne dafür höhere Beiträge zahlen zu müssen. Durch die Angleichung der beiden Geschlechte erhalten Männer den Kranken­schutz zu 30 Prozent teureren Versicherungs­tarifen, während Frauen derselbe Versicherungs­schutz zu geringeren Beiträgen angeboten wird. Die Höhe der jeweiligen Prämie ist abhängig vom Alter des Versicherungs­nehmers. Blickt man auf die Leistungen der Unisextarife, ähneln sie dem Leistungs­spektrum der gesetzlichen Kranken­­versicherung sehr stark. Für einen Unisextarif wird derzeit ein Versicherungs­beitrag von maximal 639,38 Euro erhoben.


Altersrückstellungen schützen vor zukünftig hohen Behandlungs­kosten

Mit zunehmendem Alter müssen sich Versicherungs­nehmer damit abfinden, dass sie wesentlich höhere Kosten für Behandlungen und Medikamente erwarten. Damit die Versicherungs­nehmer im Krankheits­fall keine allzu hohen Behandlungs­kosten befürchten müssen, werden sogenannte Altersrückstellungen aufgebaut. Hierbei wird ein Teil der zu zahlenden Versicherungs­beiträge auf dem Kapitalmarkt angelegt Wird ein Wechsel der privaten Kranken­­versicherung angestrebt haben Versicherungs­nehmer unter bestimmten Voraussetzungen die Möglichkeit ihre bis dahin angesparten Altersrückstellungen mitzunehmen.


Wechsel in die Gesetzliche Kranken­­versicherung – nur unter bestimmten Voraussetzungen

Ein Wechsel in die gesetzliche Kranken­­versicherung kann nur erfolgen, wenn folgende Voraussetzungen erfüllt sind:

  • Ein Versicherungs­nehmer hat seine Arbeit verloren.
  • Das Jahreseinkommen liegt unter 60.750 Euro.
  • Der Betreffende war vorher als Selbständiger tätig und erhält im Angestelltenverhältnis dasselbe Einkommen.

Verantwortung wird in Deutschland groß geschrieben

Nicht nur die Kranken­­versicherung ist von entscheidender Bedeutung, sondern auch andere Versicherungs­formen. (Nutzen Sie ggf. auch unseren kostenfreien Versicherungs­vergleich.) Ereignet sich beispielsweise ein Unfall bei den Gegenständen wie auch Personen zu Schaden kommen, bis du als Unfallverursacher zu 100 Prozent haftbar. Hierbei können sich noch so kleine Unfälle in finanzielle Schwierigkeiten bringen, sodass es sinnvoll ist, den Abschluss einiger Versicherungen in Erwägung zu ziehen:


Haftpflicht­versicherung

Die Mehrheit der Deutschen erachtet die private Haftpflicht­versicherung als die wichtigste private Absicherung unter allen Versicherungs­policen. Im Schadensfall übernimmt die Haftpflicht­versicherung sämtliche Kosten. Dabei richtet sich die Grenze der zu übernehmenden Kosten an der Versicherungs­summe die im Versicherungs­vertrag ausgehandelt wurde. Daneben sind Ehepartner wie auch die Kinder in der Haftpflicht­versicherung mitversichert. Sie ist bereits ab einem jährlichen Versicherungs­beitrag von 100 Euro abzuschließen.


KFZ-Haftpflicht­versicherung

Ist man im Besitz eines Autos oder Motorrads ist der Abschluss dieser Versicherung verpflichtend. Auch die Anmeldung eines Autos kann ohne diese Police nicht in Angriff genommen werden. Im Schadensfall übernimmt die Versicherung sämtliche Kosten. Dabei kann sich der Versicherungs­beitrag von Versicherung zur Versicherung stark unterscheiden. Die Höhe des zu zahlenden Versicherungs­beitrags richtet sich dabei an die Fahrzeugklasse, das Alter des Fahrzeugs und den unfallfreien Jahren. Die KFZ-Haftpflicht­versicherung wird in zwei unterschiedliche Bereiche unterteilt:

Vollkasko­versicherung

Absicherung von Schäden:

  • Fahrzeugschäden durch Einwirken Fremder
  • Eigens verursachte Unfallschäden

Teilkasko­versicherung

Absicherung von Schäden durch:

  • Glasbruch
  • Diebstahl
  • Brand
  • Explosion
  • Sturm
  • Hagel
  • Überschwemmung
  • Blitzschlag

vorteilhaft für Fahrzeuge zwischen 8 und 15 Jahren


Hausrat­versicherung

Mit der Hausrat­versicherung werden alle sich im Haus bzw. in der Wohnung befindlichen Gegenständen versichert. Für den Fall, dass sich ein Diebstahl oder ein Schaden aufgrund von Hagel, Blitz oder Gewitter ereignet, übernimmt die Hausrat­versicherung sämtliche Kosten. Dabei bemisst sich die Höhe des zu zahlenden Versicherungs­beitrags an der Größe der Wohnung. Es lohnt sich in jedem Fall eine abzuschließen, sobald sich wertvolle Gegenstände in den eigenen vier Wänden befinden.


Berufs­unfähigkeits­versicherung

Neben der Unfall­versicherung offenbart der Abschluss einer Berufs­unfähigkeits­versicherung eine weitere Möglichkeit zur Invaliditätsabsicherung. Dabei ist die individuelle berufliche Leistungs­fähigkeit des Arbeitnehmers Versicherungs­gegenstand der Berufs­unfähigkeits­versicherung. Somit schützt die Berufs­unfähigkeits­versicherung (mehr dazu auch hier) vor dem beruflichen Abstieg des Versicherten am Erwerbs­leben.


Die meisten Unfälle ereignen sich in der Freizeit

Über den Arbeitgeber ist man Mitglied der gesetzlichen Unfall­versicherung. Für den Fall, dass sich während der Arbeits­zeit oder auf dem Arbeits­weg und zurück ein Unfall ereignet, ist der Arbeitnehmer versichert. Nichtsdestotrotz ereignen sich die meisten Unfälle in der Freizeit. Mit dem Abschluss einer privaten Unfall­versicherung wird das Unfallereignis abgesichert, welches gegebenenfalls zu einer Berufs­unfähigkeit führt. In diesem Fall zahlt die Versicherung je nach Schwere eine Invalidenrente an den Versicherungs­nehmer. Wer sich im schlimmsten Fall rundum abgesichert wissen will, kann auch zusätzliche Versicherungs­leistungen wie Kranken­haus­tagegeld, Kurkostenbeihilfe, kosmetische Operationen sowie Bergungskosten in die Versicherungs­police integrieren.


Altersvorsorge

In Deutschland gilt das Prinzip der sozialen Sicherung. Somit wird jedem Bürger ein gewisser Lebensstandard gewährt. Ähnlich wie in der Kranken­­versicherung steht jeder Versicherungs­nehmer füreinander ein. Im Allgemeinen wird die gesetzliche Altersvorsorge aus den Pflichtbeiträgen der Arbeitnehmer bestritten. Diese werden von den monatlichen Brutto­löhnen der Arbeitnehmer eingezogen. Jedoch werden diese Beiträge nicht angespart, sondern unmittelbar an die derzeitigen Rentner weitergereicht. Dieses Phänomen des Weiterreichens nennt man vielerorts auch Generationenvertrag. Dieser besagt, dass die jüngere Generation für die ältere Bevölkerung aufkommt. Aufgrund der Tatsache, dass immer weniger Arbeitnehmer die Renten zahlreicher Rentner finanzieren wurde in 2012 die Erhöhung des Renteneintrittsalters auf das 67. Lebensjahr erhöht.


Die deutsche Renten­versicherung

Während sich die gesetzliche Kranken­­versicherung vorwiegend dem gesundheitlichen Wohl ihrer Versicherten widmet, legt die deutsche Renten­versicherung ihr Augenmerk auf die Alterssicherung von Beschäftigten. Neben der Auszahlung einer Altersrente wird die deutsche Renten­versicherung zu Rate gezogen, wenn es um den Erhalt einer Erwerbs­minderung – oder Hinterbliebenen­rente geht. Als Träger der gesetzlichen Renten­versicherung gewährt sie sämtliche Behandlungen, die mit der medizinischen wie auch beruflichen Rehabilitation in Verbindung stehen. Somit liegt der Zweck der Deutschen Renten­versicherung in der Wiederherstellung und Verbesserung der Erwerbs­fähigkeit der arbeitenden Bevölkerung begründet.


Erziehungsintervalle werden als Beitrags­zeiten in der gesetzlichen Renten­versicherung anerkannt

Mit wie viel Rente im Rentenalter gerechnet werden kann, hängt in erster Linie von der Höhe und Anzahl der gezahlten Versicherungs­beiträge ab. Dabei schaffen nicht nur Arbeitnehmer einen Rentenaufbau, sondern auch Elternteile die sich mit der Kindererziehung beschäftigen. Denn die Erziehungsintervalle werden als Pflichtbeitragszeiten eines durchschnittlichen Arbeitnehmers anerkannt. Somit erhält jeder kindererziehende Arbeitnehmer für jedes vor dem 1. Januar 1992 geborene Kind die ersten 24 Lebensmonate als verrechnete Renteneinzahlungen anerkannt. Im Gegensatz dazu erhalten Eltern für jedes nach dem 31. Dezember 1991 geborene Kind Rentenbezüge für 36 Monate bestätigt.


Private Renten­versicherung

Eine Option privat etwas für die Altersvorsorge zu tun, bietet die private Renten­versicherung. Entscheidet sich ein Versicherungs­nehmer für diese Art der Absicherung eröffnet er einen Sparplan, den er bis zu einem bestimmten Zeitpunkt mit monatlichen Beiträgen anspart. Ist der Zeitpunkt eingetreten, hat der Versicherungs­nehmer zwei Optionen. Entweder er lässt sich das angesparte Kapital als Einmalzahlung auszahlen, oder er besteht auf Ausschüttung einer monatlichen Rente. Bei der Wahl der monatlichen Rente erhält der Versicherungs­nehmer bis ans Lebensende eine Rente.


Fondsgebundene Renten­versicherung

Im Gegensatz zur privaten Renten­versicherung wird der Sparanteil unmittelbar in einen oder mehrere Investmentfonds angelegt. Diese Investmentfonds investieren in verschiedene Wertpapier­e und Anlage­n wie zum Beispiel Aktien, Immobilien oder Rentenpapiere. Wie hoch die zu erwartende Rente ausfällt hängt im hohen Maße von der Wertentwicklung des Investmentfonds ab. Vor diesem Hintergrund ist es ratsam, erst nach eingehender Recherche die Investmentfonds auszuwählen. Denn längst nicht jede Renten­versicherung hält auch die gewinnbringenden Fonds bereit. Weist er ausgewählte Fonds eine positive Wertentwicklung auf, sind gute Renditen möglich. Nichtsdestotrotz muss man auch mit Gewinneinbußen rechnen.


Riester-Rente ist vorteilhaft für Geringverdiener und Familien

Genauso wie bei allen anderen Formen der privaten Altersvorsorge auch, werden mit der Riester-Rente Ansparungen für den Aufbau einer privaten Vorsorge­ getätigt. Dabei werden monatliche Beiträge in einen Versicherungs­vertrag eingezahlt. Eben diese monatlichen Einzahlungen erhöhen sich im Laufe der Zeit um die jährlich staatliche Zulage in Höhe von 175 Euro. Diese Art der Vorsorge­ eignet sich vor allem für Geringverdiener und Familien. Je früher der Abschluss einer Riester-Rente in Erwägung gezogen wird, desto eher können attraktive Renditen realisiert werden. Schließt man im Alter von unter 25 Jahren einen Riester Vertrag ab, wird ein Startbonus von 200 Euro ausgezahlt. Familien mit Kindern, die vor dem Jahr 2008 geboren wurden, erhalten Zulagen von 185 Euro pro Kind. Hingegen erhalten Familien, mit nach 2008 geborenen, Kindern eine Kinderzulage von 300 Euro pro Kind.


Betriebliche Altersvorsorge

Eine Absicherung durch die betriebliche Altersvorsorge liegt vor, wenn dem Arbeitnehmer Versorgungsleistungen im Falle des Renteneintritts, Invalidität oder Tod vom Arbeitgeber angeboten werden.


Lebens­versicherung

Wie der Name bereits verrät, sichert die Lebens­versicherung den Eintritt eines bestimmten Lebensereignisses ab. Dies kann beispielsweise der Tod sein, aber auch andere zeichnende Ereignisse. Tritt ein derartiger Fall ein, wird dem Versicherungs­nehmer die vertraglich vereinbarte Leistung ausgezahlt. Dabei werden grundsätzlich drei Arten von Lebens­versicherungen unterschieden:

Art der Lebens­versicherungHintergrund
Kapitallebens­versicherungKapital ansparen zur Altersvorsorge
Risikolebens­versicherungEintritt eines bestimmten Ereignisses (Tod), Hinterbliebenen­schutz
Fondsgebundene Lebens­versicherungAltersvorsorge und Hinterbliebenen­schutz

Fazit

Mit der Absicht in Deutschland einen Neuanfang zu wagen müssen sich Aussiedler einer ganzen Reihe von Angelegenheiten stellen. Neben dem Abschluss einer Kranken­­versicherung ist auch der Abschluss einiger vorsorglichen Versicherungen zu empfehlen. Hierbei ist es ratsam, sich eingehend mit der Thematik auseinanderzusetzen und gegebenenfalls Vergleiche anzustellen bzw. Beratungen in Anspruch zu nehmen, damit der Versicherungs­tarif entsprechend dem eigenen Profil gefunden werden können.

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Katharina Tennius
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