Hannoversche Berufs­unfähigkeits­versicherung

Tarife, Testergebnisse und Erfahrungen.

Das erwartet Sie hier

Die Hannoversche verkauft ihre Berufs­unfähigkeits­versicherung als Direkt­versicherer, online und telefonisch, in drei Stufen desselben Bedingungswerks. Stark ist sie bei Büro-, Studien- und Heilberufen, eine Dienstunfähigkeits­klausel für Beamte fehlt.

Inhalt dieser Seite
  1. Auf einen Blick
  2. Aktuelle Testergebnisse
  3. Im Vergleich
  4. Tarife und Leistungen
  5. Für Ihre Gruppe
  6. Preise
  7. Laufende Aktionen
  8. Stärken und Schwächen
  9. Erfahrungen und Beschwerden
  10. Unsere Einschätzung
  11. Häufige Fragen
Foto von Mario Müller
Zuletzt aktualisiert am

Das Wichtigste in Kürze

  • Die Berufs­unfähigkeits­versicherung der Hannoverschen erreicht in unserer Gesamtauswertung 87 von 100 Punkten und steht damit auf Rang acht der zehn gezeigten Anbieter für Arbeitnehmer.
  • Die Hannoversche bietet ihre Berufs­unfähigkeits­versicherung in den drei Stufen Premium, Premium-Plus und Premium-Exklusiv an, jede Stufe auch als Starter-Tarif für alle bis 35 Jahre.
  • Alle drei Stufen zahlen ab 50 % Berufs­unfähigkeit die volle Rente und verzichten auf die abstrakte Verweisung, Premium-Plus und Premium-Exklusiv zahlen schon nach sechs Monaten Krankschreibung.
  • Für Studenten, IT- und MINT-Berufe, Heilberufe und Selbständige passt der Tarif, für Beamte nicht: Eine Dienstunfähigkeits­klausel enthalten die Bedingungen nicht.
  • Die Solvenzquote der Hannoversche Lebens­versicherung AG lag Ende 2025 bei 589,3 %, das Haus gehört zur VHV Gruppe.
  • Die Beschwerdequote bei der BaFin liegt mit 1,93 je 100.000 Verträge leicht über dem Branchendurchschnitt von 1,81.

Hannoversche auf einen Blick

Wie gut ist die Hannoversche?

87 von 100 Punkten
in unserer Gesamtauswertung

  • Franke und Bornberg 2026: „Hervorragend“ (FFF+)
  • DFSI 2026: „Hervorragend“
  • Finanztest 2026: „Sehr gut“

Franke und Bornberg vergibt 2026 in beiden geprüften Kategorien „Hervorragend“, das DFSI kommt 2026 im Durchschnitt auf dieselbe Note, und Finanztest bewertet 2026 alle drei Tarife mit „Sehr gut“. Das IVFP sieht die Tarife 2025 im Mittel bei „Sehr gut“.

In unserer Gesamtauswertung steht die Hannoversche mit 87 von 100 Punkten auf Rang acht der zehn gezeigten Anbieter. Punkte kosten das IVFP-Urteil ohne Bestnote und die Beschwerdequote über dem Branchendurchschnitt.


Was kostet sie?

Der Beitrag hängt an Beruf, Eintrittsalter, Gesundheit, Rentenhöhe und Laufzeit. Gezahlt wird ein Zahlbeitrag, in dem die laufenden Überschüsse schon abgezogen sind. Das erste Beispiel nennt die Hannoversche selbst, die beiden anderen sind Nettobeiträge aus den Modellrechnungen des DFSI 2026 für den Tarif SBU Premium Plus.

ProfilMonatsrenteBeitrag im Monat
Diplom-Kauffrau, 25 Jahre, Laufzeit bis 671.000 €Ab 37,40 €
Programmierer (Raucher), 32 Jahre, Laufzeit bis 672.200 €93,70 €
Student, 24 Jahre, Laufzeit bis 67500 €20,85 €

Das DFSI bewertet die Beitragsgestaltung 2026 in sechs von 14 Modellfällen mit „Hervorragend“ oder „Sehr gut“, beim Programmierer mit „Sehr gut“ und beim Studenten mit „Gut“. In drei Modellfällen reicht es nur für „Befriedigend“, etwa beim 40-jährigen Elektroingenieur, der für 1.600 Euro Rente 89,77 Euro netto zahlt.


Für wen passt sie?

  • Studenten: DFSI-Gesamtbewertung „Hervorragend“ bei 20,85 Euro Nettobeitrag und neue Berufseinstufung nach dem Studium ohne Gesundheitsprüfung
  • IT und MINT: Programmierer mit DFSI-Gesamtbewertung „Hervorragend“ und Beitragsbewertung „Sehr gut“
  • Ärzte und Heilberufe: IVFP-Note „Exzellent“ für medizinische Berufe und Infektionsklausel bei behördlichem Tätigkeitsverbot
  • Selbständige: Umorganisation nur bei höchstens 20 Prozent Einkommenseinbuße, DFSI „Hervorragend“ für Fahrlehrer und Rechtsanwalt
  • Beamte (DU-Klausel): Die Bedingungen beurteilen Berufs­unfähigkeit ausdrücklich ohne Rücksicht auf eine Dienstunfähigkeit
  • Handwerker: IVFP-Gesamtnote nur „Gut“ und im Teilbereich Rendite nur „Befriedigend“

Was hinter jeder Einordnung steckt, steht mit Konditionen und Stolperfallen im Kapitel Die Berufs­unfähigkeits­versicherung der Hannoverschen für Ihre Gruppe.


Wer steckt hinter der Hannoverschen?

Risikoträger ist die Hannoversche Lebens­versicherung AG mit Sitz am VHV-Platz 1 in Hannover, eine 100-prozentige Tochter der VHV Holding SE und damit Teil der VHV Gruppe. Zum 31. Dezember 2025 bedeckte sie ihre Solvenzkapitalanforderung zu 589,3 Prozent, nach 692,0 Prozent im Vorjahr, ohne Übergangs­maßnahmen und ohne Volatilitätsanpassung (laut Bericht über Solvabilität und Finanzlage 2025 des Hauses). Die Ratingagentur Assekurata vergibt im Unternehmensrating vom 29. Mai 2026 die Note A++ „exzellent“ (Quelle: Assekurata).

Bei der BaFin gingen 2025 im Bereich Lebens­versicherung 22 Beschwerden zur Hannoverschen ein. Bezogen auf 1.139.744 Verträge sind das 1,93 Beschwerden je 100.000 Verträge, der Branchendurchschnitt liegt bei 1,81 (Quelle: BaFin). Auf Trustpilot kommt das Haus auf 4,5 von 5 bei 1.658 Bewertungen, abgerufen am 24.09.2026.

  • Risikoträger
    Hannoversche Lebens­versicherung AG, Hannover, 100-prozentige Tochter der VHV Holding SE (VHV Gruppe)
  • Tarife
    Premium, Premium-Plus und Premium-Exklusiv nach den Bedingungen BEDE26 (Stand 08.2026), jede Stufe auch als Starter-Tarif; über die Karrieregarantie bis zu 72.000 Euro Jahresrente
  • Finanzstärke
    Assekurata A++ „exzellent“ (29.05.2026), Solvenzquote 589,3 Prozent (31.12.2025)
  • Neugeschäft
    Offen, Abschluss online oder telefonisch bis zum 55. Lebensjahr

Berufs­unfähigkeits­versicherung der Hannoverschen im Test (2026)

Vier Testhäuser haben die Tarife der Hannoverschen 2025 und 2026 bewertet: Franke und Bornberg, das DFSI, das IVFP und Finanztest.

Gesamtwertung aus allen Testergebnissen

In die Gesamtwertung fließen die Ratings von Franke und Bornberg, DFSI, IVFP und Finanztest ein, dazu das Kundenurteil von ServiceValue aus dem Jahr 2023 und die BaFin-Beschwerdequote des Jahrgangs 2025.

Die Hannoversche Berufs­unfähigkeits­versicherung erhält von möglichen 100 Punkten:

87

„Um Ihnen die Auswahl Ihrer Berufs­unfähigkeits­versicherung so einfach wie möglich zu machen, haben wir für Sie alle Ergebnisse unabhängiger Tests der Berufs­unfähigkeits­versicherung zusammengetragen und ausgewertet. Wurde in einem Test ein Anbieter mit mehreren Tarifen bewertet, wird der Durchschnitt aller Bewertungen für die Gesamtwertung herangezogen. Wurde ein Anbieter in einem Test nicht bewertet, fließt dieser Test nicht in die Gesamtwertung des Anbieters ein. Die Summe aller jeweils erreichten Punkte in Prozent umgerechnet ergibt so unser Anbieter-Ranking der Berufs­unfähigkeits­versicherung.“

Zur Gesamtauswertung der Berufs­unfähigkeits­versicherung


Der Franke und Bornberg Test

Franke und Bornberg bewertet Versicherungs­bedingungen, Leistungspraxis im Schadenfall und wirtschaftliche Stabilität und ordnet das Ergebnis in eine von sieben Klassen von FFF+ bis F- ein. Der Beitrag spielt dabei keine Rolle. Für die Berufs­unfähigkeits­versicherung trennt das Institut die selbständige Berufs­unfähigkeits­versicherung von der Einsteiger-Variante.

Kategorie (2026)TarifeRatingnote
Selbständige Berufs­unfähigkeits­versicherungPremium, Premium-Plus, Premium-ExklusivHervorragend
Einsteiger Berufs­unfähigkeits­versicherungStarter-Tarif Premium, Premium-Plus, Premium-ExklusivHervorragend

Alle sechs Tarife stehen damit in der obersten Klasse FFF+ (Quelle: Franke und Bornberg).


Das DFSI-Rating

Das Deutsche Finanz-Service Institut (DFSI) hat 2026 die Tarife von 24 Gesellschaften mit 31 Tarifvarianten für 15 Berufsbilder durchgerechnet. Die Gesamtnote besteht zu 40 Prozent aus den Tarifbedingungen, zu 35 Prozent aus der Beitragsgestaltung und zu 25 Prozent aus der Bonität, dazu kommen bis zu fünf Zusatzpunkte für die BU-Kompetenz. Geprüft wurde bei der Hannoverschen jeweils der Tarif SBU Premium Plus.

ModellkundeTarifbedingungenBeitragsbewertungBU-KompetenzGesamtbewertung
BankkauffrauSehr gutGutSehr gutSehr gut
ElektroingenieurSehr gutBefriedigendSehr gutSehr gut
ProgrammiererSehr gutSehr gutSehr gutHervorragend
FahrlehrerSehr gutHervorragendSehr gutHervorragend
FinanzberaterSehr gutBefriedigendSehr gutSehr gut
RechtsanwaltSehr gutHervorragendSehr gutHervorragend
FinanzbeamterSehr gutBefriedigendSehr gutSehr gut
GymnasiallehrerSehr gutHervorragendSehr gutHervorragend
AllgemeinmedizinerHervorragendHervorragendSehr gutHervorragend
AltenpflegerHervorragendGutSehr gutSehr gut
PsychotherapeutHervorragendHervorragendSehr gutHervorragend
StudentSehr gutGutSehr gutHervorragend
AzubiSehr gutGutSehr gutSehr gut
SchülerSehr gutGutSehr gutSehr gut

Sieben der 14 Modellkunden erreichen die Bestnote, den Ausschlag gibt fast immer die Beitragsbewertung (Quelle: DFSI).


Das IVFP-Rating

Das Institut für Vorsorge und Finanzplanung (IVFP) hat 2025 insgesamt 68 Tarife von 43 Anbietern anhand von über 100 Kriterien geprüft, aus Verbrauchersicht und getrennt nach sechs Berufsgruppen. In die Gesamtnote fließen die Teilbereiche Unternehmen, Rendite, Flexibilität und Transparenz ein. Für die Hannoversche lauten Unternehmen und Flexibilität durchgängig „Exzellent“, die Transparenz durchgängig „Sehr gut“, die Unterschiede entstehen bei der Rendite, die das Preis-Leistungs-Verhältnis misst.

BerufsgruppePremiumPremium-PlusPremium-Exklusiv
Kaufmännische BerufeSehr gutSehr gutSehr gut
SelbständigeSehr gutSehr gutSehr gut
StudentenSehr gutSehr gutSehr gut
AuszubildendeGutGutGut
Medizinische BerufeExzellentExzellentSehr gut
Handwerkliche BerufeGutGutGut

Die Tabelle zeigt die Gesamtnote. Die Spanne reicht von „Exzellent“ für medizinische Berufe bis „Gut“ für Auszubildende und Handwerker (Quelle: IVFP).


Der Finanztest Vergleich

Finanztest, das Verbrauchermagazin der Stiftung Warentest, hat 2026 insgesamt 55 Berufs­unfähigkeits­versicherungen verglichen. Das Qualitätsurteil besteht zu 75 Prozent aus den Versicherungs­bedingungen und zu 25 Prozent aus dem Antrag.

TarifBedingungenAnträgeQualitätsurteil
SBU 24 BEDE 25 Premium (03.26)Sehr gut (0,9)Sehr gut (0,8)Sehr gut (0,9)
SBU 24 BEDE 25 Premium-Exclusiv (03.26)Sehr gut (0,8)Sehr gut (0,8)Sehr gut (0,8)
SBU 24 BEDE 25 Premium-Plus (03.26)Sehr gut (0,9)Sehr gut (0,8)Sehr gut (0,9)

Alle drei Tarife erreichen „Sehr gut“, Premium-Exklusiv ist mit 0,8 der beste der drei. Geprüft wurde der Bedingungsstand 03.2026, seit August 2026 verkauft die Hannoversche nach dem Nachfolgewerk BEDE26.

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Berater

Im Vergleich zu anderen Berufs­unfähigkeits­versicherungen

Hannoversche im Marktvergleich

AnbieterFranke und Bornberg ØDFSI ØIVFP ØFinanztest ØServiceValue EuroAtlasBeschwerde­quoteGesamt­wertung von 100
Logo Sparkassen-Versicherung SachsenSparkassen-Versicherung Sachsen–––Sehr gut––100
Logo Dialog Versicherung AGDialogFFF+HervorragendExzellentSehr gut––98
Logo Allianz Deutschland AGAllianzFFF+HervorragendSehr gutSehr gutSehr gut1,0293
Logo Canada Life Assurance Europe plcCanada LifeFFF–ExzellentSehr gut––92
Logo Lebensversicherung von 1871 a. G. MünchenLV 1871FFFHervorragendExzellentSehr gutSehr gut1,5092
Logo EUROPA VersicherungenEuropaFFFHervorragendExzellentSehr gutGut0,8689
Logo HDIHDIFFF+HervorragendExzellentSehr gutGut3,4788
Logo Hannoversche Lebens­versicherung AGHannoverscheFFF+HervorragendSehr gutSehr gutSehr gut1,9387
Logo ERGO Direkt AGErgoFFF+–Sehr gutSehr gutSehr gut1,3586
Logo Alte LeipzigerAlte LeipzigerFFF+HervorragendExzellentSehr gutUnter Durchschnitt1,1686
Quelle: Franke und Bornberg, DFSI, IVFP, Finanztest, ServiceValue EuroAtlas, www.transparent-beraten.de; für die Vollständigkeit, Richtigkeit und Aktualität der Angaben wird keine Gewähr und keine Haftung übernommen

Ein Strich heißt: In dieser Erhebung wurde der Anbieter nicht untersucht. Die Auswertung zeigt die zehn besten Anbieter für Arbeitnehmer.

Mit 87 von 100 Punkten steht die Hannoversche auf Rang acht und damit unter den zehn besten, aber am Ende dieser Gruppe. Bei Franke und Bornberg, beim DFSI und bei Finanztest liegt sie auf dem Niveau der Spitzengruppe, den Abstand nach vorn machen das IVFP-Urteil und die Beschwerdequote.

Stärker beim IVFP sind die LV 1871 und die Europa, beide mit „Exzellent“ statt „Sehr gut“. Wer auf möglichst wenige Beschwerden achtet, findet bei der Europa mit einer Quote von 0,86 und bei der Allianz mit 1,02 die besseren Werte.

Alle Berufs­unfähigkeits­versicherer und Tarife im Test

Tarife und Leistungen der Berufs­unfähigkeits­versicherung der Hannoverschen

Alle drei Stufen beruhen auf den Bedingungen BEDE26 und zahlen ab 50 Prozent Berufs­unfähigkeit die volle Rente, ohne abstrakte Verweisung und weltweit. Sie unterscheiden sich in den Zusatzleistungen.

TarifRente bei KrankschreibungRente bei schwerer KrankheitNeue BerufseinstufungPasst für
PremiumNicht enthaltenNicht enthaltenNur für Schüler und StudentenKernschutz zum niedrigsten Beitrag
Premium-PlusBis 24 MonateNicht enthaltenNur für Schüler und StudentenSchutz schon bei langer Krankschreibung
Premium-ExklusivBis 36 Monate18 MonateAuch bei Berufswechsel bis 40 JahreBerufswechsler und Familiengründer

Premium

Der Premium-Tarif ist die Basis: Er zahlt die volle vereinbarte Rente, sobald ein Arzt eine Berufs­unfähigkeit von mindestens 50 Prozent für voraussichtlich sechs Monate prognostiziert. Gezahlt wird weltweit und rückwirkend ab Eintritt der Berufs­unfähigkeit, auch wenn die ärztliche Prognose in den ersten sechs Monaten noch nicht möglich war.

Enthalten sind außerdem die Rente bei voraussichtlich sechsmonatiger Pflegebedürftigkeit, eine Rente über 18 Monate bei Verlust der Seh-, Sprech- oder Hörfähigkeit, die Teilzeitklausel und die Rückkehrhilfen. Dazu gehören eine Wiedereingliederungshilfe von zwölf Monatsrenten bis 15.000 Euro, eine Schulungshilfe bis 3.000 Euro, eine einmalige Umschulungshilfe von 1.500 Euro und eine Rehabilitationshilfe von sechs Monatsrenten bis 6.000 Euro. Muss ein Betrieb umorganisiert werden, beteiligt sich die Hannoversche mit bis zu 20 Monatsrenten, höchstens 30.000 Euro.

Schüler und Studenten dürfen ihre Berufsgruppe schon im Premium-Tarif neu einstufen lassen, wenn Ausbildung, Studium oder Beruf beginnen. Führt eine Vorerkrankung zu einer Ausschlussklausel, lässt sich eine Prüfoption vereinbaren, mit der die Klausel bei besserer Gesundheit wieder entfällt.


Premium-Plus

Premium-Plus erweitert den Schutz um die Leistung bei Arbeitsunfähigkeit: Wer sechs Monate am Stück krankgeschrieben ist, erhält die Rente in voller Höhe für insgesamt höchstens 24 Monate, ohne dass eine Berufs­unfähigkeit festgestellt sein muss. Die Zahlung kann schon nach drei Monaten Krankschreibung fällig werden, wenn die Krankschreibung für weitere drei Monate ausgestellt ist.

Sonst entspricht Premium-Plus dem Premium-Tarif. Wer mit Premium beginnt, kann innerhalb der ersten zwölf Monate ab Vertragsbeginn zum entsprechend höheren Beitrag in eine der beiden oberen Stufen wechseln.


Premium-Exklusiv

Die oberste Stufe verlängert die Leistung bei Arbeitsunfähigkeit auf höchstens 36 Monate und zahlt zusätzlich bei schwerer Krankheit: Bei der Diagnose Krebs oder bei eingeschränkter Herz- oder Lungenfunktion fließt die Rente 18 Monate lang, auch ohne festgestellte Berufs­unfähigkeit. Dasselbe gilt, wenn nach den Bedingungen Rollstuhlbedarf besteht.

Nur in dieser Stufe stecken vier weitere Bausteine. Nach einem Unfall mit Berufs­unfähigkeit kommt eine Soforthilfe von sechs Monatsrenten dazu, der Krisen-Airbag zahlt bis zu 2.000 Euro, wenn der Tod einer nahestehenden Person eine Lebenskrise auslöst.

Bei einem Berufswechsel lässt sich die Berufsgruppe ohne Gesundheitsprüfung neu einstufen, solange der Vertrag höchstens zehn Jahre besteht und die versicherte Person unter 40 ist. Und bei Geburt, Adoption oder einer finanzierten eigenen Immobilie kann eine Risikolebens­versicherung bis 500.000 Euro ohne neue Gesundheitsprüfung abgeschlossen werden, höchstens bis zum Zehnfachen der versicherten Jahresrente.


Starter-Tarif

Der Starter-Tarif ist keine eigene Leistungsstufe, sondern eine andere Verteilung des Beitrags, die sich mit jeder der drei Stufen kombinieren lässt. Wer bis 35 Jahre alt ist, zahlt in den ersten fünf Versicherungsjahren bis zu 50 Prozent weniger bei voller Leistung. Danach steigt der Beitrag zum Ausgleich an, die Höhe von Start- und Zielphase steht im Versicherungsschein.

Wer am Ende der Startphase noch studiert oder in Ausbildung ist und das 35. Lebensjahr noch nicht vollendet hat, kann einmalig weitere fünf Jahre Startphase beantragen.


Gesundheitsfragen und Annahmepraxis

Vor dem Antrag lässt sich online anonym prüfen, ob und zu welchen Konditionen die Hannoversche versichert. Beim Online-Abschluss bis 35 Jahre fragt sie nur einen verkürzten Satz an Gesundheitsfragen ab, solange die Monatsrente 2.000 Euro nicht übersteigt. Abschließen lässt sich die Berufs­unfähigkeits­versicherung bis zum 55. Lebensjahr, die Laufzeit reicht höchstens bis 67.

Die gesamte versicherte Jahresrente, auch aus Verträgen bei anderen Versicherern, darf 60 Prozent des Bruttogehalts nicht übersteigen, gemessen am Durchschnitt der letzten drei Jahre. Ab Antragseingang gilt ein vorläufiger Schutz: Wird die versicherte Person vor Versicherungsbeginn durch einen Unfall berufsunfähig, zahlt die Hannoversche bis zu 1.500 Euro Rente im Monat.

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Die Berufs­unfähigkeits­versicherung der Hannoverschen für Ihre Gruppe

Schüler

Für Schüler ist die Hannoversche eine solide Wahl. Im DFSI-Modellfall zahlt eine 16-jährige Schülerin für 500 Euro Monatsrente bis 67 einen Nettobeitrag von 29,32 Euro, die Gesamtbewertung lautet „Sehr gut“. Beginnen Ausbildung, Beruf oder Studium, lässt sich die Berufsgruppe einmalig ohne Gesundheitsprüfung neu einstufen, sofern das 25. Lebensjahr noch nicht vollendet ist.

Die Stolperfalle ist die Höhe. Für Schüler sieht die Hannoversche eine Rente zwischen 500 und 1.000 Euro vor, und die Nach­versicherung nach dem Ausbildungsabschluss endet bei einer Gesamtjahresrente von 21.000 Euro. Wer später deutlich mehr absichern muss, braucht dafür eine neue Gesundheitsprüfung.


Studenten

Studenten fahren hier günstig: Im DFSI-Modellfall zahlt ein 24-jähriger BWL-Student für 500 Euro Monatsrente bis 67 einen Nettobeitrag von 20,85 Euro, die Gesamtbewertung lautet „Hervorragend“. Beim IVFP steht 2025 für alle drei Tarife ein „Sehr gut“. Ab der zweiten Hälfte der Regelstudienzeit rechnet die Hannoversche im Leistungsfall mit der Lebensstellung nach dem Abschluss, solange die Studienzeit um nicht mehr als fünf Semester überschritten ist.

Nach dem Abschluss lässt sich die Berufsgruppe innerhalb von zwölf Monaten nach dem ersten Job ohne Gesundheitsprüfung neu einstufen. Die Grenze liegt bei der Nach­versicherung: Nach dem Studienabschluss endet sie bei einer Gesamtjahresrente von 30.000 Euro.


Azubis

Auszubildende bekommen die volle Leistung zum reduzierten Startbeitrag. Der DFSI-Modellfall, eine 20-jährige Bankkauffrau in Ausbildung mit 650 Euro Rente, kostet 42,62 Euro netto und wird mit „Sehr gut“ bewertet. Ab der zweiten Hälfte der Ausbildungszeit gilt die Lebensstellung nach dem Abschluss als Maßstab, sofern die Ausbildung um nicht mehr als ein Jahr überschritten ist.

Schwächer fällt das IVFP-Urteil aus: Für Auszubildende steht in allen drei Tarifen nur ein „Gut“, der Teilbereich Rendite bremst. Wer nach der Ausbildung deutlich mehr verdient, stößt zudem an die Grenze von 21.000 Euro Gesamtjahresrente bei der Nach­versicherung nach dem Abschluss.


Beamte (DU-Klausel)

Hier ist die Hannoversche keine Wahl. Die Bedingungen sagen ausdrücklich, dass sich die Berufs­unfähigkeit eines Beamten allein nach den allgemeinen Regeln beurteilt, ohne Rücksicht auf eine Dienstunfähigkeit im beamtenrechtlichen Sinne. Eine Dienstunfähigkeits­klausel, die der Entscheidung des Dienstherrn folgt, gibt es damit nicht.

Im DFSI-Modell ist der Tarif trotzdem günstig: Ein 32-jähriger Gymnasiallehrer erreicht 2026 die Gesamtbewertung „Hervorragend“ bei einer Beitragsbewertung „Hervorragend“. Wer als Beamter aber für die Versetzung in den Ruhestand durch den Dienstherrn abgesichert sein will, braucht einen Anbieter mit echter Klausel.


Ärzte und Heilberufe

Für Heilberufe ist der Tarif stark. Das IVFP bewertet die medizinischen Berufe 2025 mit „Exzellent“ für Premium und Premium-Plus, die DFSI-Modellkunden Allgemeinmediziner und Psychotherapeut erreichen 2026 jeweils „Hervorragend“ mit der Bestnote in den Tarifbedingungen. Dazu passt die Infektionsklausel: Untersagt eine Behörde nach § 31 Infektionsschutzgesetz die Berufsausübung für mehr als sechs Monate, gilt das als Berufs­unfähigkeit (Quelle: IfSG § 31).

Pflegeberufe zahlen dagegen deutlich mehr: Für den 23-jährigen DFSI-Modellkunden Altenpfleger liegt der Nettobeitrag bei 800 Euro Rente bis 65 bei 142,76 Euro, die Beitragsbewertung sinkt auf „Gut“. Eine eigene Klausel für den Verlust der Approbation enthalten die Bedingungen nicht.


Handwerker

Handwerker sind die schwächste Gruppe im Angebot. Das IVFP vergibt 2025 für handwerkliche Berufe in allen drei Tarifen nur die Gesamtnote „Gut“, im Teilbereich Rendite, der das Preis-Leistungs-Verhältnis misst, steht „Befriedigend“. Für körperlich arbeitende Berufe ist die Hannoversche damit vergleichsweise teuer.

Wer einen eigenen Betrieb führt, bekommt immerhin die Umorganisationshilfe von bis zu 20 Monatsrenten, höchstens 30.000 Euro, wenn nur so die Rückkehr in den Beruf gelingt.


IT und MINT

Bürotätigkeit stuft die Hannoversche günstig ein. Der DFSI-Modellkunde Programmierer, 32 Jahre und Raucher, erreicht 2026 mit dem Tarif SBU Premium Plus die Gesamtbewertung „Hervorragend“ bei einer Beitragsbewertung „Sehr gut“, für 2.200 Euro Monatsrente liegt der Nettobeitrag bei 93,70 Euro. Für Ingenieure und Architekten führt das Haus eine eigene Produktvariante.

Die Grenze zeigt der Modellkunde Elektroingenieur: 89,77 Euro netto reichen dort nur für die Beitragsbewertung „Befriedigend“. Wer schnell aufsteigt, sollte die Karrieregarantie kennen: Sie greift erst, wenn die Nach­versicherungsgrenze erreicht ist, setzt ein unbefristetes Angestelltenverhältnis und einen Gehaltssprung von mindestens fünf Prozent voraus und reicht bis 72.000 Euro Jahresrente.


Selbständige

Die Bedingungen begrenzen die zumutbare Umorganisation: Das Einkommen darf dabei um höchstens 20 Prozent sinken, gemessen am durchschnittlichen Gewinn vor Steuern der letzten drei Jahre, und die Weisungsbefugnis muss erhalten bleiben. Im DFSI-Modellfall erreichen Fahrlehrer und Rechtsanwalt 2026 jeweils „Hervorragend“, beim IVFP steht für Selbständige durchgängig „Sehr gut“.

Zwei Stolperfallen bleiben. Der Beitrag hängt stark vom Beruf ab, der 35-jährige Modellkunde Finanzberater zahlt für 2.200 Euro Rente 210,12 Euro netto bei einer Beitragsbewertung „Befriedigend“. Und die Karrieregarantie verlangt von Selbständigen in zwei Jahren hintereinander einen um jeweils mindestens zehn Prozent höheren Gewinn als in den zwei Jahren davor, die Erhöhung ist dann auf 20 Prozent gedeckelt.


Berufs­unfähigkeits­versicherung für Ihre Berufsgruppe

Preise der Berufs­unfähigkeits­versicherung der Hannoverschen

Was Sie zahlen, hängt an Beruf, Eintrittsalter, Gesundheit, gewünschter Rente und Laufzeit. Die Hannoversche nennt als eigenes Beispiel eine 25-jährige Diplom-Kauffrau, die für 1.000 Euro Monatsrente bis zum 67. Lebensjahr ab 37,40 Euro im Monat zahlt. Welcher Tarif diesem Beispiel zugrunde liegt, sagt das Haus nicht.

Wie weit die Spanne je nach Beruf auseinandergeht, zeigen die Modellrechnungen des DFSI aus dem Jahr 2026, alle für den Tarif SBU Premium Plus. Ein 32-jähriger Gymnasiallehrer zahlt für 1.000 Euro Rente bis zum Alter von 55 Jahren 19,75 Euro netto, ein 32-jähriger Programmierer für 2.200 Euro Rente bis 67 kommt auf 93,70 Euro.

Deutlich teurer wird es in körperlichen und beratenden Berufen: Der 23-jährige Altenpfleger zahlt für 800 Euro Rente bis 65 schon 142,76 Euro, der selbständige Finanzberater für 2.200 Euro Rente bis 67 sogar 210,12 Euro. Die Beträge gelten nur im jeweiligen Modellfall und lassen sich nicht auf andere Berufe übertragen.

Die genannten Werte sind Nettobeiträge, also der Betrag nach Abzug der laufenden Überschüsse. Fallen die Überschüsse geringer aus, kann der Beitrag steigen, höchstens bis zum Bruttobeitrag: beim Programmierer 124,94 Euro, beim Altenpfleger 190,35 Euro. Das DFSI bewertet die Beitragsgestaltung der Hannoverschen in sechs von 14 Modellfällen mit „Hervorragend“ oder „Sehr gut“, in drei Fällen nur mit „Befriedigend“.

Wer den Beitrag drücken will, hat drei Hebel: den Starter-Tarif bis 35 Jahre, eine niedrigere Rente und eine kürzere Laufzeit. Was eine Berufs­unfähigkeits­versicherung allgemein kostet und wovon der Beitrag abhängt, steht auf unserer Seite zu den Kosten der Berufs­unfähigkeits­versicherung.

Mit uns die ideale Berufs­unfähigkeits­versicherung finden

Unsere Beratung zur Berufs­unfähigkeits­versicherung ist von Finanztip empfohlen. Wir können Ihnen kostengünstige und leistungsstarke Berufs­unfähigkeits­versicherungen anbieten:

  • Anonyme Risikovoranfrage vorab
  • Vereinfachte Gesundheitsfragen
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Laufende Aktionen

Junge-Leute-SBU

Hannoversche · unbefristet

Schüler, Studierende und Berufstätige · bis 35 Jahre · Renten bis 2.000 € · 5 Gesundheitsfragen · Risikovoranfrage nicht möglich

Details zur Aktion

Alle aktuellen Aktionen zur Berufsunfähigkeitsversicherung im Überblick

Stärken und Schwächen

Wichtige Leistungen einer Berufs­unfähigkeits­versicherung

Eine Berufs­unfähigkeits­versicherung zahlt Ihnen eine monatliche Rente, wenn Sie Ihren zuletzt ausgeübten Beruf aus gesundheitlichen Gründen dauerhaft nicht mehr ausüben können. Sie sichert damit Ihre Arbeitskraft ab, also den größten materiellen Wert eines Erwerbslebens. Entscheidend sind nicht die Werbe­versprechen, sondern die Bedingungen: der Verzicht auf die abstrakte Verweisung, eine Nach­versicherungsgarantie für Heirat, Geburt oder Immobilien­finanzierung, die rückwirkende Zahlung ab Eintritt der Berufs­unfähigkeit und ein weltweiter Schutz ohne Meldepflicht. Wichtig ist außerdem, wie ein Versicherer Ihren Beruf und Ihre Vor­erkrankungen einstuft, denn davon hängen Beitrag und Annahme ab. Optional lassen sich eine Arbeitsunfähigkeitsklausel, eine Dienstunfähigkeits­klausel für Beamte und eine Pflegeleistung einschließen.

Stärken der Hannoverschen

Die Kernbedingungen sind in allen drei Stufen gleich: Leistung ab 50 Prozent Berufs­unfähigkeit, Verzicht auf die abstrakte Verweisung, rückwirkende Zahlung und weltweiter Schutz stehen auch im günstigsten Tarif. Wer Premium-Plus oder Premium-Exklusiv wählt, bekommt die Rente schon bei langer Krankschreibung, ohne dass eine Berufs­unfähigkeit festgestellt sein muss.

Stark geregelt ist auch die Rückkehr ins Berufsleben. Wiedereingliederungs-, Schulungs-, Umschulungs- und Rehabilitationshilfe greifen nacheinander, der eigene Betrieb bekommt bis zu 20 Monatsrenten für die Umorganisation. Die Nach­versicherungsgrenze von 48.000 Euro Gesamtjahresrente steigt jedes Jahr um 1.000 Euro. Und will die Hannoversche einen Leistungsantrag ablehnen, kann eine Verbraucherzentrale oder ein Versicherungsberater die Entscheidung vorher prüfen, das Haus übernimmt 75 Prozent der Kosten, höchstens 500 Euro.


Schwächen der Hannoverschen

Die größte Lücke betrifft Beamte: Eine Dienstunfähigkeits­klausel fehlt, die Bedingungen stellen ausdrücklich klar, dass die beamtenrechtliche Dienstunfähigkeit keine Rolle spielt. Für diese Gruppe ist der Tarif damit keine Option, so gut die Beitragsbewertung auch ausfällt.

Auch die Nach­versicherung hat enge Grenzen. Ohne Anlass lässt sich die Rente nur zu jedem fünften Versicherungsjahrestag erhöhen, in der Summe um höchstens 6.000 Euro Jahresrente und 25 Prozent der ursprünglichen Rente. Jede einzelne Erhöhung ist auf 50 Prozent der anfangs versicherten Jahresrente begrenzt, mit dem 50. Lebensjahr endet das Recht ganz. Die neue Berufseinstufung bei einem Berufswechsel gibt es nur im Premium-Exklusiv und nur bis 40, und der Premium-Tarif zahlt bei Arbeitsunfähigkeit gar nicht.

Erfahrungen und Beschwerden

Bewertungen auf Bewertungsplattformen

Auf Trustpilot kommt die Hannoversche Lebens­versicherung AG auf 4,5 von 5 Sternen bei 1.658 Bewertungen, abgerufen am 24.09.2026. Bewertet wird dort das Gesamtunternehmen über alle Sparten, nicht die Berufs­unfähigkeits­versicherung im Besonderen, und das Haus lädt seine Kunden aktiv zur Bewertung ein (Quelle: Trustpilot).

Die meisten jüngeren Bewertungen entstehen nach einem Online-Abschluss. Über die Leistungspraxis im Ernstfall sagt der Wert deshalb wenig aus, er misst vor allem, wie einfach der Abschluss gelingt.


Was Kunden berichten

Das Muster ist über die Bewertungen hinweg stabil: Gelobt wird der schnelle Online-Abschluss, kritisiert wird die Erreichbarkeit nach Vertragsschluss. „Schnell und einfach, gut aufgebaut“, heißt es in einer Bewertung vom 22. September 2026 zum Abschluss einer Berufs­unfähigkeits­versicherung. Auf der anderen Seite steht die häufigste Beschwerde, in einer Bewertung vom 7. September 2026 so formuliert: „Diese Versicherung ist offensichtlich nur bei der Aquise von Neukunden erreichbar.“

Ernster wiegt, wenn der Kontakt im Versicherungsfall hakt. „Kontaktaufnahme im eingetreten Versicherungsfall bislang nicht möglich.“, schreibt eine Bewertung vom 11. Juni 2026; die Hannoversche antwortet darauf mit der Bitte um die Versicherungsnummer. Eine weitere Bewertung vom 6. März 2026 kritisiert einen hohen Beitragszuschlag wegen Diabetes, obwohl die eigenen Werte gut seien.


Umfrage zum Thema Kundenorientierung

ServiceValue hat 2023 für den EuroAtlas Berufs­unfähigkeits­versicherer 3.285 Kundenurteile zu 38 Gesellschaften ausgewertet, bewerten durfte nur, wer dort selbst einen Vertrag hat. Die Hannoversche erreicht die Gesamtbewertung „Sehr gut“. In den Teilbereichen zeigt sich dasselbe Muster wie auf Trustpilot: Produktangebot, Versicherungs­bedingungen und Preis-Leistungs-Verhältnis stehen bei „Sehr gut“, Kundenservice und Kundenberatung nur bei „Gut“ (Quelle: ServiceValue).


Beschwerden bei der BaFin

2025 gingen bei der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) im Bereich Lebens­versicherung 22 Beschwerden zur Hannoverschen ein. Bezogen auf 1.139.744 Verträge ergibt das eine Quote von 1,93 Beschwerden je 100.000 Verträge. Gerechnet haben wir sie selbst, die BaFin weist nur die absoluten Zahlen aus (Quelle: BaFin).

Damit liegt die Hannoversche leicht über dem Branchendurchschnitt von 1,81. Ob die Beschwerden berechtigt waren, sagt die Statistik nicht. Eine zweite Kennzahl zur Leistungspraxis finden Sie auf unserer Seite zur Klagequote in der Berufs­unfähigkeits­versicherung.

Unsere Einschätzung als Experten

Einordnung

Die Hannoversche ist ein Direkt­versicherer mit Bedingungen, die Franke und Bornberg, das DFSI und Finanztest 2026 durchgängig mit Bestnoten oder „Sehr gut“ bewerten. Ihre Stärke ist das Preis-Leistungs-Verhältnis bei Büro-, Studien- und Heilberufen, ihre Schwäche liegt bei körperlich arbeitenden Berufen und bei Beamten.

Unsere Experten empfehlen die Hannoversche 2026 als einen von drei Anbietern. Diese Empfehlung stammt aus der täglichen Beratungspraxis, gewogen nach Leistungsumfang, Beitrag, Leistungspraxis im Ernstfall und Kunden­zufriedenheit, und nicht aus den Testergebnissen. In der reinen Punkteauswertung reicht es dagegen nur für Rang acht, weil das IVFP-Urteil und die Beschwerdequote bremsen.


Für wen ja, für wen nein

Ja für Schüler, Studenten, Azubis und alle, die bis 35 einsteigen: Der Starter-Tarif senkt den Beitrag in den ersten fünf Jahren um bis zu die Hälfte, und die spätere Neueinstufung nach Ausbildung oder Studium kostet keine neue Gesundheitsprüfung. Ja auch für IT-, MINT- und Heilberufe sowie Selbständige in Büroberufen, wo Beitrag und Bewertung zusammenpassen.

Nein für Beamte, denen die Dienstunfähigkeits­klausel fehlt. Zurückhaltung ist bei Handwerkern und bei allen angebracht, die ihre Rente später stark erhöhen wollen: Die Nach­versicherung endet 2026 bei einer Gesamtjahresrente von 48.000 Euro und mit dem 50. Lebensjahr. Wer unsicher ist, klärt das vor dem Antrag in einer kostenfreien Beratung.


Regulierungspraxis

Das DFSI bewertet die BU-Kompetenz der Hannoverschen 2026 in allen 14 Modellfällen mit „Sehr gut“. In diese Teilnote fließen neun gleichgewichtete Kennzahlen ein, darunter Annahme-, Leistungs- und Ablehnungsquoten, also genau das, was im Ernstfall zählt.

Dazu passen zwei Regelungen aus den Bedingungen. Während der Prüfung informiert die Hannoversche monatlich über den Stand, und innerhalb von fünf Arbeitstagen nach Eingang der nötigen Unterlagen teilt sie mit, ob sie leistet oder welche Prüfschritte noch fehlen. Will sie ablehnen, kann eine Verbraucherzentrale oder ein Versicherungsberater die Entscheidung vorher prüfen, 75 Prozent der Kosten bis 500 Euro trägt der Versicherer.

Mit uns die ideale Berufs­unfähigkeits­versicherung finden

Unsere Beratung zur Berufs­unfähigkeits­versicherung ist von Finanztip empfohlen. Wir können Ihnen kostengünstige und leistungsstarke Berufs­unfähigkeits­versicherungen anbieten:

  • Anonyme Risikovoranfrage vorab
  • Vereinfachte Gesundheitsfragen
  • Besonders günstige Einstiegsbeiträge für junge Leute
Foto von Patrick Knittel
Berater

Häufige Fragen zur Berufs­unfähigkeits­versicherung der Hannoverschen

Wie schnell entscheidet die Hannoversche im Leistungsfall?

Innerhalb von fünf Arbeitstagen nach Eingang der nötigen Unterlagen teilt die Hannoversche mit, ob sie leistet oder welche Prüfschritte und Unterlagen noch fehlen. Solange die Prüfung läuft, informiert sie monatlich über den Stand. Bis alle Arztberichte vorliegen, vergeht meist die meiste Zeit. Will der Versicherer ablehnen, kann eine Verbraucherzentrale oder ein Versicherungsberater die Entscheidung vorher prüfen, die Hannoversche trägt 75 Prozent der Kosten bis 500 Euro.

Wie kündige ich meinen Vertrag bei der Hannoverschen?

Sie können jederzeit zum Schluss der laufenden Versicherungsperiode in Textform kündigen, also per Brief oder E‑Mail. Der Vertrag wandelt sich dann in eine beitragsfreie Versicherung mit entsprechend niedrigerer Rente um. Während Sie eine Rente wegen Berufs­unfähigkeit beziehen, ist keine Kündigung möglich. Bei Geldsorgen gibt es Alternativen: Der Vertrag lässt sich ganz oder teilweise beitragsfrei stellen, oder Sie beantragen eine zinslose Stundung für insgesamt bis zu 36 Monate.

Nimmt die Hannoversche auch Kunden mit Vor­erkrankungen an?

Das lässt sich vorab klären, ohne ein Risiko einzugehen: Über die anonyme Risikovoranfrage auf der Website sehen Sie, ob und zu welchen Konditionen ein Vertrag möglich ist. Führt eine Vorerkrankung zu einer Ausschlussklausel, können Sie eine Prüfoption vereinbaren. Bessert sich Ihr Gesundheitszustand später, nimmt der Versicherer die Klausel wieder aus dem Vertrag. Rechnen Sie bei manchen Diagnosen auch mit einem Beitragszuschlag statt einer Ablehnung.

Was passiert nach den fünf Jahren im Starter-Tarif?

Nach der Startphase steigt Ihr Beitrag zum Ausgleich an, die Leistung bleibt unverändert. Studieren Sie dann noch oder sind in Ausbildung und haben das 35. Lebensjahr noch nicht vollendet, können Sie einmalig weitere fünf Jahre Startphase beantragen, spätestens zwei Monate vor deren Ende. Wie hoch der Beitrag in der Zielphase ausfällt, steht im Versicherungsschein, und genau diese Zahl sollten Sie vor dem Abschluss mit dem Normaltarif vergleichen.

Zahlt die Hannoversche auch, wenn ich nur krankgeschrieben bin?

In den Tarifen Premium-Plus und Premium-Exklusiv ja. Nach sechs Monaten durchgehender Krankschreibung fließt die volle Rente, im Premium-Plus für höchstens 24 Monate, im Premium-Exklusiv für höchstens 36 Monate. Die Zahlung kann schon nach drei Monaten Krankschreibung beginnen, wenn die Krankschreibung für weitere drei Monate ausgestellt ist. Der Tarif Premium enthält diese Leistung nicht.

Wie stark kann ich meine Rente später erhöhen?

Ohne Anlass einmal in den ersten fünf Jahren und danach zu jedem fünften Versicherungsjahrestag, in der Summe aber nur um 6.000 Euro Jahresrente und höchstens 25 Prozent der Anfangsrente. Zu Ereignissen wie Heirat, Geburt, Immobilienkauf oder einem Gehaltsplus von mindestens zehn Prozent geht mehr, jede einzelne Erhöhung ist dabei auf 50 Prozent der anfangs versicherten Jahresrente begrenzt. Schluss ist mit dem 50. Lebensjahr und bei 48.000 Euro Gesamtjahresrente, ein Wert für 2026, der jährlich um 1.000 Euro steigt.

Kann mein Beitrag bei der Hannoverschen steigen?

Ja, aber nur bis zu einer festen Obergrenze. Der Tarifbeitrag steht fest, gezahlt wird der niedrigere Zahlbeitrag, in dem die laufenden Überschüsse bereits abgezogen sind. Fallen diese Überschüsse geringer aus, kann der Zahlbeitrag steigen, höchstens bis zum Tarifbeitrag. Wie groß dieser Puffer ist, zeigen die Modellrechnungen des DFSI: Beim Modellkunden Programmierer stehen 93,70 Euro netto einem Bruttobeitrag von 124,94 Euro gegenüber.

Bin ich schon vor dem Versicherungsbeginn versichert?

Ja, ab Antragseingang gilt ein vorläufiger Versicherungsschutz. Werden Sie in dieser Zeit durch einen Unfall berufsunfähig, zahlt die Hannoversche eine Rente in Höhe der beantragten Rente, höchstens 1.500 Euro im Monat. Für eine Berufs­unfähigkeit durch Krankheit gilt der vorläufige Schutz nicht, dafür muss der Vertrag angenommen sein.

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Lena Mierbach
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