Diese Versicherungen benötigen Selbstständige und Unternehmer

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von Nina Bruckmann
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Welche Versicherungen für Selbständige und Unternehmer wirklich wichtig sind und welche Versicherungen Sie für Ihr Gewerbe tatsächlich brauchen.

Inhalt dieser Seite
  1. Überblick: Diese Versicherungen benötigen Selbstständige
  2. Personen­­versicherungen für Unternehmer
  3. Haftpflicht und Rechtsschutz­­versicherungen für Selbstständige
  4. Sach­­versicherungen für Unternehmen
  5. Personen­­versicherung für Mitarbeiter

Das Wichtige in Kürze

  • Wer den Schritt in die Selbstständigkeit wagt, darf die richtige Absicherung für sein Unternehmen nicht vernachlässigen.
  • Welche Versicherungen Selbstständige tatsächlich brauchen, hängt vor allem von der Art ihres Gewerbes ab.
  • Freiberufler im Dienstleistungssektor benötigen ein anderes Paket als Unternehmer, die Güter produzieren und transportieren.

Überblick: Diese Versicherungen benötigen Selbstständige

  • Personen­versicherungen für Unternehmer und Freiberufler
  • Haftpflicht- und Rechtsschutz­versicherungen
  • Sach­versicherungen
  • Personen­versicherungen für Mitarbeiter
  • spezielle Versicherungen, zum Beispiel Cyber­versicherungen

Personen­versicherungen für Unternehmer

Auch für Selbstständige und Freiberufler ist der Abschluss einer Kranken­­versicherung gesetzlich vorgeschrieben. Wer vor Aufnahme der selbständigen Tätigkeit angestellt beschäftigt war, hat die Wahl, ob er freiwillig einer gesetzlichen Kranken­­versicherung beitreten oder ob er sich privat über eine private Kranken­­versicherung versichern möchte.

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Die Pflege­versicherung ist ebenfalls verpflichtend. Als Mitglied einer Gesetzlichen Kranken­kasse sind Sie automatisch pflegeversichert. Haben Sie eine private Kranken­­versicherung abgeschlossen, benötigen Sie auch eine private Pflege­versicherung.

Die gesetzliche Renten­versicherung ist für selbstständig tätige Lehrer, Handwerker und Hebammen verpflichtend. Gleiches gilt für freiberufliche Künstler und Publizisten, die sich über die Künstler­sozialkasse versichern lassen können. Allen weiteren Selbständigen ist freigestellt, wie sie ihre Altersvorsorge gestalten.

Sinnvoll ist zudem der Abschluss einer Berufs­unfähigkeits­versicherung. Können Sie aufgrund einer Krankheit oder nach einem Unfall Ihren Beruf nicht mehr ausüben, deckt die gesetzliche Erwerbs­minderungsrente nur einen geringen Teil des bisherigen Einkommens­ ab. Die Berufs­unfähigkeits­versicherung hilft Ihnen, Ihren Lebensstandard aufrechtzuerhalten. Da jüngere Versicherungs­nehmer geringere Prämien zahlen als ältere, empfiehlt es sich, eine Berufs­­unfähigkeits­­versicherung bereits früh abzuschließen.

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„Gerade Gründern fällt es schwer, den eigenen Versicherungs­bedarf zu ermitteln. Eine unabhängige Beratung hilft, sowohl Unter- als auch Über­versicherung zu vermeiden. Auch erfahrene Unternehmer profitieren vom individuellen Versicherungs­check. Wir beraten Sie gerne und zeigen Ihnen, welche Versicherungen Selbstständige wählen sollten.“

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Signatur von Katharina Krech
Katharina Krech
Beraterin

Haftpflicht- und Rechtsschutz­versicherungen für Selbstständige

Als Freiberufler und Unternehmer stehen Sie in der Haftpflicht, wenn Dritte durch Ihre berufliche Tätigkeit zu Schaden kommen. Darüber hinaus sollten Sie sich gegen Rechtsstreitigkeiten absichern, die schnell teuer werden können. Im Bereich der Haftpflicht­versicherungen und Rechtsschutz­versicherungen empfehlen sich folgende Versicherungen für das Gewerbe:

Betriebs­­haftpflicht­versicherung

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Die Betriebs­­haftpflicht übernimmt die Haftung, wenn Kunden, Mitarbeiter, Besucher oder Lieferanten durch Ihren Arbeits­einsatz zu Schaden kommen. Abgesichert sind Sach- und Personenschäden.

Vermögens­schaden­haftpflicht­versicherung

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Die Vermögens­schaden­haftpflicht springt ein, falls Mandanten durch Ihre Beratungstätigkeit einen finanziellen Schaden erleiden. Obligatorisch ist diese Form der Berufs­­haftpflicht­versicherung für beratende Berufe wie Rechtsanwälte, Notare, Steuerberater, Architekten, Prüfer und Gutachter. Sind Sie als Dienstleister in einem anderen Bereich tätig, schließen Sie die Vermögens­schaden­haftpflicht zusätzlich zur Betriebs­­haftpflicht ab.

Directors & Officers-Versicherung

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Die D&O-Versicherung ist für Angestellte in Führungspositionen sinnvoll. Diese spezielle Vermögens­­haftpflicht­versicherung springt ein, wenn Dritte Ansprüche aufgrund von Pflichtverletzungen des Führungspersonals erheben.

Kfz-Versicherungen für Unternehmen

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Für Firmenwagen ist eine Kfz-Haftpflicht­versicherung verpflichtend. Diese kommt für Schäden auf, die Sie oder Ihre Mitarbeiter anderen Verkehrsteilnehmern zufügen. Schäden am eigenen Auto, zum Beispiel durch Wildunfall, Hagelschlag oder Glasbruch, deckt die Teilkasko­versicherung ab. Die Vollkasko­versicherung leistet zusätzlich bei Unfallschäden am eigenen Auto sowie bei Schäden durch Vandalismus.

Produkt­haftpflicht

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Als Produzent und Lieferant sind Sie dafür verantwortlich, technisch fehlerfreie und sichere Produkte anzubieten. Verursacht ein mangelhaftes Produkt einen Sach- oder Personenschaden, springt die Produkt­haftpflicht ein.

Transport­versicherung

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Die Transport­versicherung leistet Ersatz, wenn Waren, Güter oder Maschinen­ während des Transports beschädigt werden oder verloren gehen. Eine Transport­versicherung lohnt sich nicht nur für selbstständige Spediteure, sondern für alle Unternehmer, die Waren mit eigenen oder fremden Fahrzeugen ausliefern.

Firmen­rechtsschutz­versicherung

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Eine gute Firmen­rechtsschutz­versicherung gehört zu den wichtigsten Versicherungen für das Gewerbe. Sie übernimmt Anwalts-, Prozess- und Gerichtskosten sowie Zahlungen für Gutachter und Zeugenaussagen. Auch die Kosten für eine außergerichtliche Einigung sind meist mit abgedeckt. Je nach Art und Größe des Unternehmens sollte die Police das Vertrags- und Sachenrecht, den Arbeits­­rechtsschutz und Steuer­rechtsschutz beinhalten. Eventuell ist auch ein zusätzlicher Straf­rechtsschutz sinnvoll.

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Sach­versicherungen für Unternehmen

Schäden an der Betriebs­stätte oder dem Büroinventar können dazu führen, dass Sie Ihre Tätigkeit für eine gewisse Zeit unterbrechen müssen. Das bedeutet einen Einkommens­verlust, der sich oft nur schwer wieder aufholen lässt. Sach­versicherungen sind daher für viele Unternehmer empfehlenswert, insbesondere für Selbstständige, die Mitarbeiter beschäftigen. Die drei wichtigsten Sach­versicherungen:

Die Betriebs­unterbrechungs­­versicherung

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Wenn Ihre Betriebs­räume durch Sturm, Leitungswasser, Feuer, Einbruchdiebstahl oder Raub verwüstet oder beschädigt wurden, springt die die Betriebs­unterbrechungs­­versicherung ein. Sie ersetzt den entgangenen Gewinn und übernimmt kurzfristig Löhne und Gehälter, Sozialabgaben und Mietzahlungen.

Die Geschäftsinhalts­versicherung

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Die Geschäftsinhalts­versicherung ist gewissermaßen eine Hausrat­versicherung für Unternehmen. Sie versichert das bewegliche Inventar der Betriebs­räume gegen Schäden durch Brand, Explosion, Leitungswasser, Sturm und Einbruchdiebstahl.

Die Elektronik­versicherung

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Die Elektronik­versicherung zahlt Austausch- und Reparaturkosten für Computer, Server und andere elektrische Arbeits­geräte, wenn diese beispielsweise durch Bedienfehler, Wasser, Überspannung oder Vandalismus geschädigt werden.

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Personen­versicherung für Mitarbeiter

Beschäftigt Ihr Unternehmen Mitarbeiter, sind Sie dazu verpflichtet, für diese Sozialabgaben zu leisten. Bei mehr als zwei Beschäftigten ist es zudem sinnvoll, zusätzlich die folgenden Personen­versicherungen für Ihre Mitarbeiter anzubieten:


Welche Versicherungen Freiberufler und Selbständige wirklich brauchen

Selbstständigkeit ist nicht gleich Selbstständigkeit: Ein Freiberufler im Dienstleistungssektor sieht sich ganz anderen Aufgaben gegenüber als ein Softwarehersteller oder der Betreiber eines Online-Vergleichsportals. So unterschiedlich die Branchen sind, in denen sich junge Unternehmer selbständig machen, so vielfältig sind auch die Risiken.

Damit Sie besser einschätzen können, welche Versicherungen Sie wirklich brauchen, stellen wir Ihnen hier drei Beispielkunden vor.

Beispiel 1: Versicherungen für Freiberufler im Dienstleistungsgewerbe

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Nehmen wir an, Sie haben sich als freiberuflicher Kommunikationsberater selbständig gemacht. Sie beraten andere Unternehmen, schreiben Texte für Webseiten und bieten Ihre Dienste im Internet an. Weitere Mitarbeiter beschäftigen Sie nicht.

Sinnvoll sind in diesem Fall neben der Kranken­- und Altersvorsorge eine Betriebs­­haftpflicht- und Vermögens­schaden­haftpflicht­versicherung. Darüber hinaus lohnt sich für Sie der Abschluss einer Media- Haftpflicht­versicherung.
Die Media-Haftpflicht ist eine branchenspezifische Berufs­­haftpflicht­versicherung, die vor allem für Selbstständige in der Medienbranche gedacht ist. Sie leistet zum Beispiel Schadenersatz, wenn Sie Ihre Klienten falsch beraten, Urheberrechte verletzen oder einen Ausfall der Kunden-Webseite verursachen. In der Regel übernimmt die Media-Haftpflicht sowohl Personen- und Sachschäden als auch Vermögens­schäden. Wie andere Haftpflicht­versicherungen auch beinhaltet sie zudem einen passiven Rechtsschutz.

Etwa zwei Jahre nach Unternehmensgründung sollten Sie erwägen, auch eine Rechtsschutz­versicherung sowie betriebliche Sach­versicherungen abzuschließen.

Beispiel 2: Versicherungen für Unternehmen im produzierenden Gewerbe

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Sie sind als Softwarehersteller tätig. Ihr Absicherungspaket sollte zu Beginn folgende betriebliche Versicherungen enthalten:

  • Betriebs­- und Vermögens­schaden­haftpflicht
  • Produkt­haftpflicht
  • Media-Haftpflicht

In den Folgejahren können eine Rechtsschutz­versicherung, D&O-Versicherung sowie betriebliche Sach­versicherungen hinzukommen. Zusätzlich ist der Abschluss einer Cyber-Versicherung sinnvoll. Diese leistet Schadenersatz bei Schäden durch Hacker-Angriffe und sonstige Cyberkriminalität.

Beispiel 3: Versicherungen für den Betreiber eines Online-Vergleichsportals

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Sie betreiben ein Online-Vergleichsportal. In diesem Fall empfiehlt sich im ersten Jahr nach der Gründung der Abschluss einer Betriebs­- und Vermögens­schaden­haftpflicht sowie einer Media-Haftpflicht – zusätzlich zu den gesetzlichen oder privaten Personen­versicherungen. In den Folgejahren sollten Sie den Abschluss folgender Versicherungen erwägen:

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