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Altersvorsorge

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Altersvorsorge

Durch die stetig sinkende staatliche Rente wird die private Altersvorsorge immer wichtiger. Wer frühzeitig anfängt für den Ruhestand vorzusorgen, hat gute Aussichten, den gewohnten Lebensstandard auch im Alter zu behalten.

Verschiedene Arten der Altersvorsorge

1. Die gesetzliche Altersvorsorge, die durch die Pflichtbeiträge zur gesetzlichen Rentenversicherung finanziert wird. Hierzu zählen die Sozialversicherungsrente der Arbeitnehmer, die Künstlersozialversicherung , die Beamtenversorgung und die Berufsständische Versorgung.

2. Die ergänzende Alterssicherung durch Erwerbstätigkeit, dazu zählt z. B. die betriebliche Altersvorsorge und die Zusatzversorgung des öffentlichen Dienstes (ZÖD)

3. Die private Altersvorsorge, wie z. B. Fondssparpläne, Riester Rente, Rürup-Rente, Lebensversicherung, Immobilien.

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Gesetzliche Altersvorsorge

Die gesetzliche Vorsorge basiert auf dem Umlageverfahren. Vom Arbeitnehmer wird Kapital per Rücklagenbildung für die derzeitige Generation von Rentnern angespart. Die junge Generation spart also für die Rente der älteren Generation. Dies bezeichnet man als den sogenannten Generationenvertrag.

Betriebliche Altersvorsorge

Jeder Arbeitnehmer, der in der gesetzlichen Rentenversicherung pflichtversichert ist, hat einen Anspruch darauf, einen Teil seines Lohns oder Gehalts für die betriebliche Altersversorgung zu verwenden. Der Arbeitnehmer ist nicht dazu verpflichtet, sich an der Alterssicherung der Arbeitnehmer zu beteiligen.
Mehr Informationen zur betrieblichen Altersvorsorge.

Private Altersvorsorge

Die private Altersvorsorge basiert auf dem Prinzip des Kapitaldeckungsverfahrens. Dabei wird Kapital erspart, das samt der Zinsen dem Sparer zusteht. Dabei kann er sich zwischen einer lebenslangen Rente und einer Kapitalauszahlung entscheiden.

Staatlich geförderte Vorsorge

Riester- und Rürup-Rente gehören zu der staatlich geförderten Altersvorsorge. Beide Altersvorsorgeformen zeichnen sich dadurch aus, dass sie nicht beliehen, veräußert oder vererbt werden können. Zudem sind sie sicher vor Hartz-IV.

Riester-Rente

Diese Form der privaten Altersvorsorge bietet sich vor allem für kinderreiche Sparer an.

Mehr Informationen zur Riester-Rente.

Rürup-Rente

Die Rürup-Rente bietet sich vor allem für Selbständige und Freiberufler an. Generell lohnt sich die Rürup-Rente für alle Sparer, die nicht sozialversicherungspflichtig sind.

Mehr Informationen zur Rürup-Rente.

Staatlich nicht geförderte Altersvorsorge

Kapitallebensversicherung

Die Kapitallebensversicherung verbindet den Kapitalaufbau mit dem Hinterbliebenenschutz. Durch gesetzlich garantierte Zinsen und einer Überschussbeteiligung bietet eine Kapitallebensversicherung eine attraktive Rendite für sicherheitsorientierte Anleger. Und sollte dem Versicherungsnehmer doch einmal etwas passieren, sind die Angehörigen finanziell abgesichert. Mehr Informationen zur Kapitallebensversicherung.

Fondsgebundene Altersvorsorge

Bei einer fondsgebundenen Altersvorsorge handelt es sich um eine Lebens- oder Rentenversicherung, deren Beitragszahlungen in Fonds angelegt werden. Damit soll der Versicherte eine höhere Rendite erwirtschaften und beim Aufbau seiner Altersvorsorge von den Bewegungen am Kapitalmarkt profitieren. Das Konzept hat viele Vorteile, denn die Versicherer bieten eine Reihe von Fonds an, deren Auswahl auf die Risikoeinstellung des Versicherten abgestimmt werden kann. Trotzdem sollte man die Vor- und Nachteile einer fondsgebundenen Altersvorsorge kennen, bevor man sich dafür entscheidet.

Höhere Renditen als klassische Versicherungen

Bei einer Lebens- oder Rentenversicherung werden die eingezahlten Beiträge abzüglich der Kosten vom Versicherer am Kapitalmarkt investiert. Abhängig von der individuellen Anlagepolitik des Versicherers wird man meist konservativ anlegen, denn der Versicherer ist gezwungen, eine garantierte Rendite zu erwirtschaften und nach Möglichkeit Gewinn- und Überschussbeteiligungen an den Versicherten zu zahlen. Gleichzeitig dürfen die Beiträge nicht riskant angelegt werden, damit die eingezahlte Summe am Ende sicher an den Versicherten ausgezahlt werden kann. Aus diesen Rahmenbedingungen ergibt sich die Vorgabe für die Versicherer, in konservative Wertpapiere zu investieren, die wenig Rendite bringen. Anders verhält es sich bei fondsgebundenen Produkten (fondsgebundene Lebensversicherung). Hier werden die Beiträge abzüglich des Kostenanteils ganz oder teilweise in Fonds eingelegt. Diese erzielen bei einer längeren Vertragslaufzeit eine höhere Rendite, die dem Versicherten zufließt. Deshalb gilt ein fondsgebundenes Produkt unter Renditegesichtspunkten als attraktiver. Die breite Auswahl an Fonds sorgt dafür, dass für jeden Anleger passende Produkte vorhanden sind.

Eine große Fondsauswahl für jeden Investor

Aktienfonds, Rentenfonds, Immobilienfonds, Geldmarktfonds oder Mischfonds sind nur einige Fondsarten, die der Versicherte zur Auswahl hat. Aktienfonds gelten langfristig als renditestark, Rentenfonds und Geldmarktfonds sind sehr sicher, auch Mischfonds sind für risikoaverse Anleger geeignet. Bei vielen Versicherungsprodukten kann man nicht nur in einzelne Fonds investieren, sondern mehrere Produkte auswählen, die eingezahlten Beiträge werden dann auf die Fonds aufgeteilt. Viele Versicherer bieten vollständige Anlagestrategien an, die aus mehreren Fondsprodukten bestehen. Der Anleger kann sich nach seiner individuellen Einstellung entscheiden, ob er sicherheits-, wachstumsorientiert oder ausgewogen investieren will. Letztlich ist es diese breite Auswahl an Investitionsmöglichkeiten, die eine fondsgebundene Renten- oder Lebensversicherung für nahezu jeden Versicherten zum Aufbau einer Altersvorsorge interessant macht.

Die Fondsversicherung als teures Produkt

Als Versicherter muss man wissen, dass die fondsgebundene Altersvorsorge als teure Absicherung gilt. Deshalb ist es ratsam, vor dem Vertragsabschluss einen Blick auf die Kosten zu werfen. Im Vordergrund stehen Abschluss- und Verwaltungskosten. Bei den Abschlusskosten handelt es sich meist um Provisionen, die ein Versicherer an einen Vermittler zahlt. Zu den Verwaltungskosten zählen die Ausgabeaufschläge, die für den Kauf von Fondsanteilen erhoben werden. Manche Versicherer verzichten auf solche Ausgabeaufschläge und senken dadurch die Kosten für den Versicherten. Einen Anhaltspunkt zu den anfallenden Kosten kann die garantierte Ablaufleistung der Fondsversicherung geben. Natürlich ist die Entwicklung der Fondsanteile nicht garantiert, doch viele Versicherungsprodukte sehen eine Erhaltung der eingezahlten Beiträge als Sicherheit für den Versicherten vor, damit dieser durch die schwankende Entwicklung der Fondsanteile nicht seine eingezahlten Beiträge verliert. Je höher die garantierte Auszahlung des Versicherers ist, desto günstiger sind die Kosten. Einem Tarif mit einem attraktiven Preis-Leistungs-Verhältnis ist der Vorzug zu geben.

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Altersvorsorgeart Immobilien

Immobilien werden als Altersvorsorge immer wieder empfohlen. Sie eignen sich zur Eigennutzung und zur Vermietung als Kapitalanlage. Trotzdem hört man im Alltag gerade von älteren Menschen, dass sie ihre Immobilie aus finanziellen Gründen nicht mehr halten können und dass eine Überschuldung droht. Was also ist zu beachten, wenn man eine Immobilie als Altersvorsorge erwerben will?

Ein Sachwert als Beimischung im Portfolio

Der wohl größte Vorteil von Immobilien liegt darin, dass es sich um einen Sachwert handelt. Sachwerte verlieren durch das kontinuierlich steigende Preisniveau weniger an Wert, sie gelten deshalb als inflationssicher. Bei regelmäßiger Renovierung sollten Immobilien im Lauf der Jahre noch an Wert gewinnen und deshalb geschützt sein vor Wertverlusten durch steigende Preise. Für den Immobilienbesitzer heißt das allerdings, dass er seine Immobilie zur Eigennutzung und als Kapitalanlage regelmäßig modernisieren und sanieren muss. Dann ist sie als inflationssicherer Sachwert eine interessante Beimischung im Portfolio für den persönlichen Vermögensaufbau.

Mietfrei leben im Alter

Damit eine Immobilie ihren Zweck als Altersvorsorge erfüllt, sollten Eigennutzer versuchen, die Finanzierung einschließlich der Kosten für alle Modernisierungen spätestens zum Eintritt in den Ruhestand vollständig zurückzuzahlen. Immobilien zur Eigennutzung bieten den Charme, im Alter mietfrei zu leben. Das heißt, mit dem Eintritt in den Ruhestand sollten alle Darlehen bezahlt sein, damit die Darlehensrate entfällt. Nur dann hat der Immobilienbesitzer den zusätzlichen finanziellen Freiraum, um seinen Lebensstandard im Alter mit einer überschaubaren Rente aufrecht erhalten zu können. Genau hier liegt aber der Grund, warum Rentner heute ihre Immobilie nicht mehr halten können: Wenn das Darlehen nicht vollständig abgezahlt ist, wenn das Objekt zu groß ist und die Kosten für Strom, Wasser und Gas aufgrund veralteter Anlagen zu hoch sind, stehen alte Menschen vor der schwierigen Situation, ihr geliebtes Objekt nicht mehr unterhalten zu können.

Kapitalanlagen für flexible Eigentümer

Wer beruflich flexibel sein muss und den Standort häufig wechseln muss, kann eine Immobilie als Kapitalanlage zur Vermietung erwerben und schafft sich damit ebenfalls eine solide Basis für die Altersvorsorge. Während der Phase der Berufstätigkeit erzielt man bei einer finanzierten Kapitalanlage einen interessanten Steuervorteil, wenn die Einnahmen aus Vermietung und Verpachtung geringer sind als die Zinsen für das Darlehen und die Abschreibung. Mit dem Eintritt in die Rente sollte das Darlehen vollständig bezahlt sein. Der Eigentümer hat dann die Wahl, das Objekt mietfrei selbst zu bewohnen oder zu verkaufen und erhält dadurch zusätzliche Liquidität. Alternativ wird die Mieteinnahme seinen finanziellen Spielraum jeden Monat erhöhen.

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