Gesetzliche Krankenversicherung

In Deutschland ist die gesetzliche Krankenversicherung (GKV) ein Bestandteil des Sozialversicherungs- und Gesundheitssystems. Erfahren Sie, wo sich die verschiedenen Anbieter unterscheiden und welche Leistungen gesetzlich geregelt sind und welche nicht.

Wie versichere ich mich gesetzlich?

Wer sich gesetzlich versichern möchte, kann sich zwischen verschiedenen Anbietern entscheiden. Die Leistungen der gesetzlichen Krankenversicherung sind zu einem großen Teil gesetzlich geregelt, bei den Zusatzleistungen haben die Versicherer allerdings Spielraum – und hier lohnt sich ein Vergleich.

Hat man sich für ein Angebot entschieden, muss ein Antrag bei der entsprechenden Krankenkasse gestellt werden. Der Wechsel von einer gesetzlichen Krankenversicherung zu einer anderen verläuft grundsätzlich unkompliziert und ist nach meistens einer Kündigungsfrist von zwei Monaten möglich. Ab dem ersten Tag des darauf folgenden Monats ist man anschließend Mitglied bei der neuen Krankenkasse und kommt in den Genuss der gesetzlich vereinbarten Pflichtleistungen der GKV.

Der Wechsel von einer privaten zu einer gesetzlichen Krankenversicherung gestaltet sich hingegen deutlich komplexer und ist nicht immer möglich. Daher ist die Unterstützung durch unsere Versicherungsexperten empfehlenswert.

gkv

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Wer ist über die gesetzliche Krankenversicherung abgesichert?

Aufgrund der Versicherungspflicht, muss sich jeder Arbeitnehmer, der jährlich weniger als 57.600 Euro brutto verdient und damit unter der Einkommenspflichtgrenze liegt, gesetzlich krankenversichern. Studenten, Freiberufler, Beamte und Selbstständige haben auch die Möglichkeit eine private Krankenversicherung (PKV) zu wählen. Ein großer Vorteil der GKV ist jedoch, dass Mitglieder Lebensgefährten mit geringem Einkommen sowie Kinder zumeist kostenlos mitversichern können. Die PKV bietet eine solche Familienversicherung nicht an.

Welche Leistungen umfasst die GKV?

Welche Leistungen eine gesetzliche Krankenversicherung erbringen muss, ist überwiegend gesetzlich geregelt. Allgemein gehören zum Leistungskatalog Maßnahmen zur Erhaltung, Verbesserung oder Wiederherstellung des Gesundheitszustandes. Dazu gehören zum Beispiel die Grundversorgung beim Zahnarzt, Krankenhausleistungen und Behandlungen, die beim Haus- oder Facharzt durchgeführt werden. Immer mehr gesetzliche Krankenkassen bieten inzwischen auch Mehrleistungen wie beispielsweise Osteopathiebehandlungen und professionelle Zahnreinigungen an.

Tipp: Die wichtigsten Leistungskategorien auf einen Blick
  • Leistungen zur Verhütung von Krankheiten und deren Verschlimmerung
  • Leistungen zur Früherkennung von Krankheiten
  • Leistungen bei Krankheit
  • Leistungen zur medizinischen Rehabilitation, soweit diese dazu dienen, eine Behinderung oder Pflegebedürftigkeit zu verhindern
  • Leistungen bei Schwangerschaft und Mutterschaft
  • Fahrkosten/Krankentransport

Solidaritäts- und Sachleistungsprinzip

Bei der GKV gelten zwei tragende Strukturprinzipien. Zum einen das Solidaritätsprinzip, das gewährleistet, dass jeder Versicherte einen medizinischen Leistungsanspruch hat. Das Einkommen darf dabei ebenso wenig eine Rolle spielen, wie die Beitragshöhe und die Krankheitsrisiken. Zum anderen gilt das Sachleistungsprinzip, das sicherstellt, dass der Versicherte die Leistungen ohne Vorleistungen erhält. Zu den Pflichten des Versicherungsnehmers gehört umgekehrt eine gesundheitsbewusste Lebensführung, die Beteiligung an Vorsorgemaßnahmen sowie das aktive Mitwirken an der Behandlung.

Info: Die Aufgabe des GKV-Spitzenverbands

Der GKV-Spitzenverband ist die zentrale Interessenvertretung der gesetzlichen Kranken- und Pflegekassen Deutschlands und vertritt diese auf nationaler, europäischer und internationaler Ebene. Der Verband ist zuständig für die Gestaltung der Rahmenbedingungen, die den Wettbewerb, die Wirtschaftlichkeit sowie die Qualität betreffen und sichern. Die vom GKV-Spitzenverband abgeschlossenen Verträge sowie sonstige getroffene Entscheidungen gelten für alle gesetzlichen Krankenkassen und damit auch für die entsprechenden gesetzlich Versicherten. Die Gesundheit der Versicherungsnehmer steht dabei grundsätzlich im Vordergrund.

Wie hoch sind die Beiträge?

Wie hoch die Krankenkassenbeiträge einer GKV sind, ist unterschiedlich. Für Arbeitnehmer liegt der allgemeine Beitragssatz für eine gesetzliche Krankenversicherung bei 14,6 Prozent. Hiervon zahlt der Arbeitnehmer jedoch nur 7,3 Prozent selbst, der Rest muss vom Arbeitgeber übernommen werden. Seit 2015 ist zudem bei den meisten Krankenkassen ein einkommensabhängiger Zusatzbeitrag fällig. Liegen die Einkünfte allerdings über der Beitragsbemessungsgrenze von 52.200 Euro brutto im Jahr, so wirken sich diese nicht auf die Höhe der Beiträge aus.

…für freiwillig versicherte Selbstständige?

Bei freiwillig versicherten Selbstständigen wird der Beitragssatz anhand der Beitragsbemessungsgrenze ermittelt. Liegt das tatsächliche Einkommen jedoch darunter, wird der Beitrag anhand des tatsächlichen Einkommens und der Kapitalanlagen berechnet.

…für Rentner?

Bei Rentnern unterscheidet man zwischen zwei Gruppen: einerseits die pflichtversicherten Rentner und andererseits die freiwillig versicherten Renter. Pflichtversicherte Renter zahlen nur die Hälfte ihrer Beiträge selbst, die andere Hälfte wird von der gesetzlichen Rentenversicherung getragen. Freiwillig versicherte Renter zahlen hingegen den vollen Beitragssatz, der anhand aller Einkünfte ermittelt wird. Dazu zählen auch Zinsen und Mieteinnahmen aus Immobilienbesitz.

Wie erfolgt die Kostenerstattung?

Anders als bei der privaten Krankenversicherung müssen gesetzlich Versicherte bei einer Behandlung keinerlei Kosten vorstrecken. Die Abrechnung erfolgt direkt mit der Krankenkasse. Bei der PKV müssen die Kosten meistens zuerst vom Versicherten übernommen werden und werden erst im Nachhinein erstattet.

Info: Vorteile einer GKV
  • Familienangehörige sind kostenlos mitversichert
  • keine Wartezeiten beim Wechsel in eine andere Krankenkasse
  • direkte Kostenabrechnung mit dem Arzt/Krankenhaus
  • Mutterschaftsgeld

Zuzahlungen für Arzneimittel

Für jedes zu Lasten der GKV verordnete Arzneimittel, muss der Versicherungsnehmer eine Zuzahlung leisten, die zehn Prozent des Verkaufspreises beträgt. Höchstens liegt die Beteiligung bei zehn Euro, mindestens bei fünf Euro. Die Zuzahlung übersteigt dabei keinesfalls die eigentlichen Kosten des Mittels. Für Kinder und Jugendliche unter 18 Jahren gilt diese Regelung nicht, sie müssen keinerlei zusätzliche Zahlungen leisten. Nicht verschreibungspflichtige Arzneimittel werden nur in Ausnahmefällen von den gesetzlichen Krankenkassen übernommen. Jedem steht frei, diese ohne Rezept und auf eigene Kosten zu erwerben.

Können Arzt und Krankenhaus frei gewählt werden?

Allgemein gilt, dass jeder Bürger selbst wählen darf, welchem Arzt er sich anvertrauen möchte. Voraussetzung bei der gesetzlichen Krankenversicherung ist nur, dass der zuständige Arzt über eine Krankenkassenzulassung verfügt. Möchte der Versicherte einen Facharzt aufsuchen, so benötigt er allerdings die Überweisung vom Hausarzt, damit keine Gebühren anfallen. Im Falle eines Krankenhausaufenthaltes müssen Kassenpatienten beachten, dass die Behandlung im nächstgelegenen geeigneten Krankenhaus stattfinden muss. Entscheidet sich der Versicherte dennoch für ein anderes Krankenhaus, das für die Versicherung höhere Kosten verursacht, so ist es möglich, dass dieser die Differenz selbst begleichen muss.

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Alternative private Krankenversicherung

Arbeitnehmer, deren Einkommen über der Versicherungspflichtgrenze liegt, haben, ebenso wie Studenten, Freiberufler, Beamte und Selbstständige, die Möglichkeit sich bei einer privaten Krankenversicherung versichern zu lassen. Die Prämien richten sich hierbei nach dem Eintrittsalter sowie dem individuellen Risiko und können zu Beginn gegebenenfalls geringer sein als bei einer GKV. Mehr zu den Kosten einer privaten Krankenversicherung erfahren Sie hier. Die private Krankenversicherung deckt zudem meist ein größeres Leistungsspektrum ab (mehr zu den Leistungen der PKV). Beide Versicherungsformen bieten in Abhängigkeit zur Zielgruppe Vor- und Nachteile, weshalb es sinnvoll ist, einen Experten zu Rate zu ziehen.

Alexander Vorgerd
Das sagt Experte Alexander Vorgerd:

„In Deutschland gilt, dass JEDER krankenversichert sein muss. Für die meisten kommt nur die gesetzliche Krankenversicherung in Frage. Nur wer bestimmte Voraussetzung erfüllt, der darf sich auch privat versichern.“

Wie kann man wechseln?

Wer gesetzlich krankenversichert ist, kann schnell und ohne großen bürokratischen Aufwand zu einer anderen Krankenkasse wechseln und hat dabei die Wahl zwischen rund 113 Kassen. Die Kündigungfrist beträgt zwei Monate. Keine gesetzliche Krankenkasse darf einem Versicherten die Mitgliedschaft verwehren, soweit keine regionalen oder beruflichen Einschränkungen vorliegen. Nach einem Wechsel muss der Versicherungsnehmer mindestens 18 Monate bei der neuen Versicherung bleiben, bevor ein erneuter Wechsel möglich ist. Der Versicherte erhält jedoch ein Sonderkündigungsrecht, vom dem er im Fall der ersten Erhebung eines Zusatzbeitrags bzw. der Erhöhung dessen Gebrauch machen kann.

Achtung: Beim Wechsel von der PKV zur GKV wird es komplizierter
Der Wechsel von der PKV zur GKV ist hingegen nicht ohne Weiteres möglich und oftmals auch nicht empfehlenswert. Ab einem Alter von 55 Jahren ist der Wechsel in die gesetzliche Krankenversicherung sogar grundsätzlich ausgeschlossen. Für einen Angestellten unter der Altersgrenze ist der Übertritt beispielsweise dann möglich, wenn das Einkommen mindestens ein Jahr lang unter der Versicherungspflichtgrenze liegt. Dieser Fall tritt zum Beispiel ein, wenn der Arbeitnehmer statt einer Vollzeitbeschäftigung nur noch einer Teilzeittätigkeit nachgeht.

Vergleichen lohnt sich

Auch wenn die Grundleistungen, die eine GKV erbringen muss, gesetzlich geregelt sind, lohnt es sich verschiedene Angebote zu vergleichen (s. a. Die gesetzlichen Krankenversicherungen im Vergleich). Oftmals werden beispielsweise attraktive Mehrleistungen, zusätzlicher Service oder Bonusprogramme angeboten. Wir bieten Ihnen einen kostenlosen, unabhängigen Vergleich und beraten Sie gerne.