Swiss Life Berufs­unfähigkeits­versicherung

Tarife, Testergebnisse und Erfahrungen.

Das erwartet Sie hier

Die Swiss Life versichert die Arbeitskraft auf zwei Wegen: mit ihrer eigenen selbständigen Berufs­unfähigkeits­versicherung und über drei Branchenlösungen von Versorgungswerken. Bedingungen, Modellbeiträge, Testurteile und Beschwerdezahlen im Überblick.

Inhalt dieser Seite
  1. Auf einen Blick
  2. Aktuelle Testergebnisse
  3. Im Vergleich
  4. Tarife und Leistungen
  5. Für Ihre Gruppe
  6. Preise
  7. Laufende Aktionen
  8. Stärken und Schwächen
  9. Erfahrungen und Beschwerden
  10. Unsere Einschätzung
  11. Häufige Fragen
Foto von Mario Müller
Zuletzt aktualisiert am

Das Wichtigste in Kürze

  • Die Berufs­unfähigkeits­versicherung der Swiss Life ist in unserer Gesamtauswertung nicht vertreten, dort stehen die zehn besten Anbieter für Arbeitnehmer.
  • Das DFSI bewertet die Tarife 2026 in sechs von zwölf Modellfällen mit Hervorragend, vom Schüler bis zum Allgemeinmediziner.
  • Mit der Karrieregarantie steigt die Rente nach einem Gehaltssprung einmal im Jahr ohne neue Gesundheitsprüfung, auf bis zu 4.000 € im Monat.
  • Die Branchentarife MetallRente.BU, KlinikRente.BU und BU Flex stehen nur Beschäftigten der angeschlossenen Branchen und ihren Angehörigen offen.
  • Für Schüler, Studenten, Selbständige und Ärzte passt der Tarif, für Beamte nicht: Eine Dienstunfähigkeits­klausel fehlt in den Bedingungen.
  • Bei der BaFin liegt die Beschwerdequote 2025 bei 0,37 je 100.000 Verträge, der Branchendurchschnitt bei 1,81.

Swiss Life auf einen Blick

Wie gut ist die Swiss Life?

Nicht in unserer Gesamtauswertung

  • DFSI 2026: „Hervorragend“ (sechs von zwölf Modellfällen)
  • IVFP 2025: „Exzellent“ (Selbständige, Studenten, Handwerker)
  • ServiceValue 2023: „Gut“ (Kundenurteil)

Das DFSI bewertet die Tarife in seiner Studie 2026 in sechs von zwölf Modellfällen mit der Gesamtbewertung „Hervorragend“, in den übrigen mit „Sehr gut“ oder „Gut“ (Quelle: DFSI).

Das IVFP gibt der Swiss Life SBU 2025 für Selbständige und Studenten ein „Exzellent“ (Quelle: IVFP). Unter den zehn besten Anbietern für Arbeitnehmer in unserer Gesamtauswertung steht die Swiss Life nicht, Ergebnisse von Franke und Bornberg und von Finanztest fließen für sie nicht ein.


Was kostet sie?

Der Beitrag hängt bei der Swiss Life an Beruf, Eintrittsalter, Rentenhöhe, Laufzeit und Raucherstatus. Belastbare Beispiele liefert die DFSI-Studie 2026, die für jedes Berufsbild einen Modellkunden mit Versicherungsbeginn 01.05.2026 und Beitragsdynamik durchrechnet (Quelle: DFSI).

ProfilMonatsrenteNettobeitrag im Monat
Student BWL, 24 Jahre, Nichtraucher, bis Endalter 67500 €14,34 €
Elektroingenieur, 40 Jahre, Nichtraucher, bis Endalter 671.600 €44,77 €
Altenpfleger, 23 Jahre, Raucher, bis Endalter 65800 €106,94 €

Das sind Nettobeiträge nach Überschussverrechnung aus der Modellrechnung des DFSI, Studie vom 02.04.2026, keine Preisangabe der Swiss Life. Der tarifliche Bruttobeitrag liegt darüber, beim Elektroingenieur bei 69,95 Euro. Die Beitragsgestaltung bewertet das DFSI in sechs der zwölf Modellfälle mit „Hervorragend“, bei Finanzberater und Psychotherapeut nur mit „Befriedigend“.


Für wen passt sie?

  • Studenten: Einmalige Erhöhung um 100 Prozent nach dem Abschluss, IVFP-Note „Exzellent“
  • Schüler: Einstieg ab zehn Jahren, im DFSI-Modellfall mit „Hervorragend“ bewertet
  • Selbständige: Verzicht auf die Umorganisationsprüfung bei weniger als fünf Mitarbeitern
  • Ärzte und Heilberufe: Infektionsklausel und eigene Nach­versicherungsgarantie bis 5.000 Euro Rente
  • Beamte: Die Bedingungen kennen keine Dienstunfähigkeits­klausel
  • Azubis: Anfangsrente auf 1.500 Euro begrenzt, Beitragsgestaltung im DFSI-Modellfall nur „Gut“

Was hinter jeder Einordnung steckt, steht mit Konditionen und Stolperfallen im Kapitel Für Ihre Gruppe.


Wer steckt hinter der Swiss Life?

Risikoträger ist die Swiss Life Lebens­versicherung SE, die Branchentarife trägt sie gemeinsam mit weiteren Versicherern im Konsortium. Swiss Life Deutschland weist nach eigenen Angaben zum Jahresende 2025 eine Solvenzquote von 270 Prozent aus, mit Volatilitätsanpassung und ohne Übergangs­maßnahmen, nach 294 Prozent ein Jahr zuvor. Standard und Poor’s bestätigte im April 2026 für die Swiss Life AG in Zürich das Finanzstärke-Rating A+ mit stabilem Ausblick.

Bei der BaFin gingen 2025 vier Beschwerden bei 1.070.447 Verträgen ein. Das ergibt nach unserer Berechnung eine Quote von 0,37 je 100.000 Verträge, der Branchendurchschnitt der Lebens­versicherer liegt bei 1,81 (Quelle: BaFin).

  • Risikoträger
    Swiss Life Lebens­versicherung SE, Swiss Life-Gruppe; Branchentarife im Konsortium mit weiteren Versicherern
  • Tarife
    Swiss Life SBU und SBU plus, SBU 4U und SBU 4U plus, dazu MetallRente.BU, KlinikRente.BU und BU Flex; Anfangsrente bis 5.500 Euro im Monat (4U: 2.500 Euro)
  • Finanzstärke
    A+ mit stabilem Ausblick (Standard und Poor’s, April 2026, Swiss Life AG), Solvenzquote 270 Prozent (Swiss Life Deutschland, Ende 2025)
  • Neugeschäft
    Offen, aktuelle Bedingungen mit Stand 01.2025

Berufs­unfähigkeits­versicherung der Swiss Life im Test (2026)

Zwei Institute haben die Tarife der Swiss Life zuletzt bewertet: das DFSI in seiner Studie 2026 zu einzelnen Berufsbildern und das IVFP im SBU-Rating 2025.

Gesamtwertung aus allen Testergebnissen

Die Swiss Life ist in der aktuellen Auswertung unserer Testseite nicht vertreten. Die Auswertung zeigt die zehn besten Anbieter für Arbeitnehmer und fasst Franke und Bornberg, DFSI, IVFP, Finanztest, ServiceValue und die BaFin-Beschwerdequote zusammen. Von Franke und Bornberg und von Finanztest fließt für die Swiss Life kein Ergebnis ein.

Für die Wertung gilt: „Die Summe aller jeweils erreichten Punkte in Prozent umgerechnet ergibt so unser Anbieter-Ranking der Berufs­unfähigkeits­versicherung.“

Zur Gesamtauswertung der Berufs­unfähigkeits­versicherung


Das DFSI-Rating

Das Deutsche Finanz-Service Institut hat 2026 die Tarife von 24 Gesellschaften mit 31 Tarifvarianten an konkreten Berufsbildern geprüft (Quelle: DFSI). Die Gesamtnote besteht zu 40 Prozent aus den Tarifbedingungen mit rund 90 Leistungsmerkmalen, zu 35 Prozent aus der Beitragsgestaltung und zu 25 Prozent aus der Bonität, dazu kommen bis zu fünf Zusatzpunkte für die BU-Kompetenz. Die Swiss Life steht dort mit einer gemeinsamen Zeile für Swiss Life SBU und die Konsortialtarife MetallBerufs­unfähigkeitsschutz, KlinikRente.BU und BU Flex.

BerufsbildTarifbedingungenBeitragsgestaltungGesamtbewertung
BankkauffrauSehr gutGutSehr gut
ElektroingenieurSehr gutHervorragendHervorragend
ProgrammiererSehr gutGutSehr gut
FahrlehrerHervorragendHervorragendHervorragend
FinanzberaterHervorragendBefriedigendGut
RechtsanwaltHervorragendHervorragendHervorragend
AllgemeinmedizinerHervorragendHervorragendHervorragend
AltenpflegerHervorragendSehr gutSehr gut
PsychotherapeutHervorragendBefriedigendSehr gut
StudentSehr gutHervorragendHervorragend
AzubiSehr gutGutSehr gut
SchülerSehr gutHervorragendHervorragend

Die Finanzstärke-Note des Instituts liegt in allen Modellfällen bei 1,75, die BU-Kompetenz bewertet das DFSI durchgängig mit „Hervorragend“. Schwächer fällt die Gesamtbewertung dort aus, wo die Beitragsgestaltung nur „Gut“ oder „Befriedigend“ erreicht.


Das IVFP-Rating

Das Institut für Vorsorge und Finanzplanung hat im SBU-Rating 2025 insgesamt 68 Tarife von 43 Anbietern anhand von über 100 Kriterien untersucht, getrennt nach sechs Berufsgruppen (Quelle: IVFP). In die Gesamtnote fließen die Teilbereiche Unternehmen, Rendite, Flexibilität und Transparenz ein. Innerhalb einer Notenstufe sortiert das Institut alphabetisch, eine Rangfolge gibt es dort nicht.

BerufsgruppeTarifRenditeFlexibilitätGesamtnote
Kaufmännische BerufeSwiss Life SBUGutExzellentSehr gut
SelbständigeSwiss Life SBUExzellentExzellentExzellent
StudentenSwiss Life SBUExzellentExzellentExzellent
AuszubildendeSwiss Life SBUGutExzellentSehr gut
Medizinische BerufeKlinikRente.BU (Konsortium)Sehr gutSehr gutSehr gut
Handwerkliche BerufeAKS IG BCE BU Flex (Konsortium)ExzellentExzellentExzellent
Handwerkliche BerufeMetallRente.BU (Konsortium)ExzellentSehr gutExzellent

Im Teilbereich Unternehmen erreicht die Swiss Life in allen sieben Zeilen „Exzellent“, ebenso im Teilbereich Transparenz. Der Preis-Leistungs-Teilbereich Rendite fällt bei kaufmännischen Berufen und Auszubildenden auf „Gut“ ab.

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Foto von Patrick Knittel
Berater

Im Vergleich zu anderen Berufs­unfähigkeits­versicherungen

Swiss Life im Marktvergleich

AnbieterFranke und Bornberg ØDFSI ØIVFP ØFinanztest ØServiceValue EuroAtlasBeschwerde­quoteGesamt­wertung von 100
Logo Sparkassen-Versicherung SachsenSparkassen-Versicherung Sachsen–––Sehr gut––100
Logo Dialog Versicherung AGDialogFFF+HervorragendExzellentSehr gut––98
Logo Allianz Deutschland AGAllianzFFF+HervorragendSehr gutSehr gutSehr gut1,0293
Logo Canada Life Assurance Europe plcCanada LifeFFF–ExzellentSehr gut––92
Logo Lebensversicherung von 1871 a. G. MünchenLV 1871FFFHervorragendExzellentSehr gutSehr gut1,5092
Logo EUROPA VersicherungenEuropaFFFHervorragendExzellentSehr gutGut0,8689
Logo HDIHDIFFF+HervorragendExzellentSehr gutGut3,4788
Logo Hannoversche Lebens­versicherung AGHannoverscheFFF+HervorragendSehr gutSehr gutSehr gut1,9387
Logo ERGO Direkt AGErgoFFF+–Sehr gutSehr gutSehr gut1,3586
Logo Alte LeipzigerAlte LeipzigerFFF+HervorragendExzellentSehr gutUnter Durchschnitt1,1686
Quelle: Franke und Bornberg, DFSI, IVFP, Finanztest, ServiceValue EuroAtlas, www.transparent-beraten.de; für die Vollständigkeit, Richtigkeit und Aktualität der Angaben wird keine Gewähr und keine Haftung übernommen

Die Auswertung zeigt die zehn besten Anbieter für Arbeitnehmer. Ein Strich heißt: In dieser Erhebung wurde der Anbieter nicht untersucht.

In dieser Auswertung ist die Swiss Life nicht vertreten, einen Rang hat sie dort also nicht. Für die Auswahl zählen bei ihr die Einzelergebnisse: sechs Modellfälle mit „Hervorragend“ beim DFSI und vier Zeilen mit „Exzellent“ beim IVFP.

Alle Berufs­unfähigkeits­versicherungen im Vergleich

Tarife und Leistungen der Berufs­unfähigkeits­versicherung der Swiss Life

Die Swiss Life verkauft ihre Berufs­unfähigkeits­versicherung auf zwei Wegen: als eigenen Tarif und als Branchenlösung von Versorgungswerken, deren Versicherungskonsortium sie anführt.

TarifFür wenZugangGetragen von
Swiss Life SBU und SBU plusBerufstätige aller Berufe, plus mit Rente bei ArbeitsunfähigkeitFrei zugänglichSwiss Life Lebens­versicherung SE
Swiss Life SBU 4U und SBU 4U plusJunge Leute in Schule, Ausbildung und Studium, plus mit Rente bei ArbeitsunfähigkeitFrei zugänglichSwiss Life Lebens­versicherung SE
MetallRente.BU, KlinikRente.BU und BU FlexBeschäftigte der angeschlossenen Branchen und AngehörigeNur über das Versorgungswerk der BrancheKonsortium mehrerer Versicherer unter Führung der Swiss Life

Swiss Life SBU und SBU plus

Die selbständige Berufs­unfähigkeits­versicherung zahlt ab einem Berufs­unfähigkeitsgrad von 50 Prozent, wenn Sie Ihren zuletzt ausgeübten Beruf sechs Monate ununterbrochen nicht ausüben konnten oder voraussichtlich nicht ausüben können. Die Leistung gilt dann rückwirkend ab Beginn dieses Zeitraums. Auf die abstrakte Verweisung verzichtet die Swiss Life, geprüft wird nur eine tatsächlich ausgeübte vergleichbare Tätigkeit. Der Schutz gilt weltweit.

Die zumutbare Einkommensminderung bei einer solchen konkreten Verweisung ist auf höchstens 20 Prozent begrenzt. Zu Beginn lassen sich bis zu 5.500 Euro Monatsrente versichern. Die Nach­versicherungsgarantie erlaubt Erhöhungen ohne neue Gesundheitsprüfung bis 3.000 Euro, im Rahmen der Karrieregarantie bis 4.000 Euro. Diese greift einmal im Kalenderjahr, wenn Ihr Bruttogehalt um mindestens fünf Prozent steigt, und hebt die Rente um denselben Prozentsatz an.

Vor dem eigentlichen Leistungsfall greift die Akuthilfe: Bei einer der bedingungsgemäß schweren Krankheiten zahlt die Swiss Life 18 Monate lang die vereinbarte Rente, auch wenn sich der Zustand in dieser Zeit bessert. Die Variante plus zahlt zusätzlich bei Arbeitsunfähigkeit, sobald diese sechs Monate andauert, insgesamt für bis zu 24 oder 36 Monate über die Laufzeit.

Nach einer erfolgreichen Umschulung zahlt das Haus eine Umschulungshilfe von 1.500 Euro, auch mehrmals. Bezieht die versicherte Person eine unbefristete volle Erwerbsminderungs­rente aus rein medizinischen Gründen, erkennt die Swiss Life Berufs­unfähigkeit an, sofern sie mindestens 50 Jahre alt ist und der Vertrag seit mindestens zehn Jahren läuft. Steigt die Regelaltersgrenze, lässt sich der Vertrag um bis zu fünf Jahre verlängern.


Swiss Life SBU 4U und SBU 4U plus

Die Tarife 4U richten sich an junge Leute in Schule, Ausbildung und Studium. Schüler können ab zehn Jahren einsteigen, im Stufentarif gilt ein Eintrittsalter von 14 bis 30 Jahren. Bei Schülern prüft die Swiss Life, ob der Unterricht an der bisherigen Schule noch möglich ist, eine Verweisung auf eine andere Schulform erfolgt nicht.

Im Stufentarif steigt der Anfangsbeitrag der ersten Stufe nach einigen Versicherungsjahren auf den vollen Beitrag, die Leistung bleibt unverändert. Der Beginn der zweiten Stufe lässt sich einmalig um ein Jahr verschieben. Tritt die Berufs­unfähigkeit noch in der ersten Stufe ein, ist auch der höhere Beitrag der zweiten Stufe mitversichert.

Zu Beginn sind bis zu 2.500 Euro Monatsrente möglich, für Schüler und Auszubildende 1.500 Euro, für Studierende je nach Studiengang 1.500 oder 2.000 Euro. Nach dem Schulabschluss mit anschließender Ausbildung oder Studium und nach einem Ausbildungs- oder Studienabschluss lässt sich die Rente einmalig um 100 Prozent erhöhen, ohne neue Gesundheitsprüfung.


MetallRente.BU, KlinikRente.BU und BU Flex

Für drei Versorgungswerke führt die Swiss Life das Versicherungskonsortium an. Die MetallRente richtet sich an Beschäftigte der Metall-, Elektro-, Stahl-, Holz-, Textil- und Kunststoffbranchen. Nach Angaben des Versorgungswerks lassen sich dort ab der zehnten Klasse bis zu 1.500 Euro Monatsrente ohne Einkommensnachweis absichern, dazu eine jährliche Dynamik von bis zu fünf Prozent.

Die KlinikRente deckt die Gesundheits- und Pflegeberufe ab, von der Pflegekraft über die Hebamme bis zum Arzt. Ihr Vertriebsleitfaden mit Stand Januar 2025 nennt feste Absicherungshöhen von 1.500 Euro für Schüler und Auszubildende und 1.500 oder 2.000 Euro für Studierende, dazu Erhöhungen ohne Gesundheitsprüfung bis 3.000 Euro Monatsrente und den Verzicht auf eine Meldung beim Berufswechsel.

BU Flex ist der Berufs­unfähigkeitsschutz der ChemieRente der IG BCE, offen für Beschäftigte der Chemie-, Energie- und Bergbaubranchen und deren Angehörige. Getragen werden alle drei Lösungen von mehreren Versicherern gemeinsam, das verteilt das Risiko und macht die Gruppenkonditionen möglich.


Gesundheitsfragen und Annahmepraxis

Bis zu einer Rente von 3.000 Euro im Monat genügen die Antragsfragen, bei der Karrieregarantie gilt das bis 4.000 Euro. Wer später außerhalb der Karrieregarantie auf bis zu 4.000 Euro erhöhen will, muss schon beim Abschluss eine ärztliche Untersuchung durchlaufen haben. Eine wirtschaftliche Risikoprüfung entfällt bis 1.000 Euro Monatsrente sowie bei Schülern, Auszubildenden und Studierenden.

Jede Erhöhung über die Nach­versicherung setzt dagegen eine wirtschaftliche Risikoprüfung voraus, die sich am zuletzt versicherten Beruf orientiert. Beim maßgeblichen Ereignis darf die versicherte Person das 50. Lebensjahr noch nicht vollendet haben, und es darf weder Berufs­unfähigkeit noch Arbeitsunfähigkeit vorliegen oder vorgelegen haben. Für Existenzgründer gilt bei der erstmaligen Selbständigkeit eine Höchstgrenze von 1.500 Euro.

Der Beitrag wird nach Raucher- und Nichtraucherstatus kalkuliert. Einen Berufswechsel müssen Sie nicht anzeigen, auch nicht in einen gefährlicheren Beruf, der Beitrag bleibt dadurch unverändert. Nach einer Ausbildung, einem Studium oder einem Wechsel der Schulform können Sie über die Besserstufungsoption prüfen lassen, ob die neue Berufseinstufung günstiger ist.

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Die Berufs­unfähigkeits­versicherung der Swiss Life für Ihre Gruppe

Schüler

Der Einstieg ist ab zehn Jahren möglich. Berufs­unfähigkeit liegt vor, wenn der Unterricht an der bisherigen allgemeinbildenden Schule sechs Monate lang nicht mehr möglich ist, und auch dann, wenn er nur noch mit sonderpädagogischer Förderung oder an einer Förderschule gelingt. Eine Verweisung auf eine andere Schulform gibt es nicht.

Im DFSI-Modellfall Schüler der gymnasialen Oberstufe, 16 Jahre und 500 Euro Rente bis 67, erreicht die Swiss Life die Gesamtbewertung „Hervorragend“ bei einem Nettobeitrag von 19,35 Euro. Die Stolperfalle ist die Höhe: Für Schüler sind zu Beginn höchstens 1.500 Euro Monatsrente möglich. Der Ausbau läuft später über die Einmal-Erhöhung um 100 Prozent und die Nach­versicherungsgarantie.


Studenten

Studenten profitieren von der Einmal-Erhöhung um 100 Prozent nach dem Studienabschluss, ohne neue Gesundheitsfragen. Das IVFP bewertet die Swiss Life SBU für Studenten 2025 mit „Exzellent“, auch im Teilbereich Rendite. Im DFSI-Modellfall Student BWL, 24 Jahre und 500 Euro Rente, kostet der Schutz 14,34 Euro netto im Monat.

Sichern lassen sich zu Beginn je nach Studiengang 1.500 oder 2.000 Euro. Wichtig ist die Definition: Als Studium zählt nur ein Vollzeitstudium an einer staatlichen oder staatlich anerkannten Hochschule mit einem in Deutschland anerkannten Abschluss.


Azubis

Für Auszubildende steht der Stufentarif offen, die Berufs­unfähigkeit wird an der zuletzt betriebenen Ausbildung gemessen. Nach dem Ausbildungsabschluss und dem Beginn der Tätigkeit ist die Erhöhung um 100 Prozent möglich, ohne neue Gesundheitsfragen. Das IVFP vergibt für Auszubildende 2025 die Gesamtnote „Sehr gut“, im Teilbereich Rendite nur ein „Gut“.

Zu Beginn liegt der Deckel bei 1.500 Euro Monatsrente, im eigenen Tarif wie in den Branchenlösungen. Das DFSI rechnet für eine rauchende Auszubildende zur Bankkauffrau, 20 Jahre und 650 Euro Rente, einen Nettobeitrag von 35,37 Euro und bewertet die Beitragsgestaltung mit „Gut“.


Beamte (DU-Klausel)

Für Beamte ist die Swiss Life die falsche Adresse. Die Bedingungen mit Stand 01.2025 enthalten keine Dienstunfähigkeits­klausel, die der Entscheidung des Dienstherrn folgt. Geleistet wird nach der allgemeinen Definition, also erst bei mindestens 50 Prozent Berufs­unfähigkeit über sechs Monate.

Praktisch heißt das: Versetzt der Dienstherr Sie wegen einer gesundheitlichen Einschränkung in den Ruhestand, prüft die Swiss Life den Fall trotzdem eigenständig. Wer als Beamter auf Lebenszeit, auf Probe oder als Referendar sucht, ist bei Anbietern mit echter Dienstunfähigkeits­klausel besser aufgehoben.


Ärzte und Heilberufe

Für Ärzte ist der Tarif auffällig gut gebaut. Eine Infektionsklausel greift, wenn eine Behörde nach § 31 Infektionsschutzgesetz ein Tätigkeitsverbot für sechs Monate verhängt oder ein Hygieneplan die Tätigkeit wegen einer Infektion einschränkt (Quelle: § 31 IfSG). Humanmediziner, Zahnärzte, Apotheker und Psychotherapeuten bleiben berufsunfähig, solange die neue Tätigkeit keine Kenntnisse ihres Berufs erfordert.

Die spezielle Nach­versicherungsgarantie für Human- und Zahnmediziner erlaubt in den ersten fünf Versicherungsjahren einmalig eine Erhöhung um bis zu 50 Prozent, auf bis zu 5.000 Euro Gesamtrente, etwa nach der Facharztprüfung oder einer Praxisübernahme. Über 4.000 Euro setzt das eine ärztliche Untersuchung beim Abschluss voraus. Eine wirtschaftliche Risikoprüfung entfällt bei Medizinern bis 2.000 Euro Rente.

Bei niedergelassenen Ärzten mit weniger als fünf approbierten Mitarbeitern verzichtet die Swiss Life auf die Umorganisationsprüfung. Im DFSI-Modellfall Allgemeinmediziner, 34 Jahre, Raucher, 1.650 Euro Rente bis 65, lautet die Gesamtbewertung „Hervorragend“. Für Pflegeberufe steht zusätzlich die KlinikRente.BU offen, beim Altenpfleger bewertet das DFSI die Beitragsgestaltung mit „Sehr gut“.


Handwerker

Für Handwerker liegen die besten Ergebnisse bei den Branchenlösungen: Das IVFP bewertet 2025 sowohl AKS IG BCE BU Flex als auch MetallRente.BU für handwerkliche Berufe mit „Exzellent“. Beide setzen voraus, dass Sie in einer angeschlossenen Branche arbeiten.

Wer nicht dazugehört, bekommt die reguläre Swiss Life SBU, für die das IVFP keine eigene Handwerker-Zeile ausweist. Ausgeschlossene Gewerke nennen die Bedingungen nicht, die Einstufung regeln die Annahmerichtlinien. Ein Berufswechsel ist meldefrei, das hilft in einem Gewerbe mit häufigen Tätigkeitswechseln.


IT und MINT

Bürotätigkeit wird günstig eingestuft, das zeigt der DFSI-Modellfall Elektroingenieur: 44,77 Euro netto für 1.600 Euro Rente bei einem Eintrittsalter von 40 Jahren, Beitragsgestaltung „Hervorragend“. Für einen rauchenden Programmierer, 32 Jahre und 2.200 Euro Rente, sind es 105,16 Euro, hier bewertet das Institut die Beitragsgestaltung nur mit „Gut“.

Die Karrieregarantie passt zu Gehaltssprüngen in der Branche, weil sie die Rente jährlich im gleichen Verhältnis mitwachsen lässt, bis 4.000 Euro ohne ärztliche Untersuchung. Der Haken sitzt bei Erhöhungen außerhalb der Karrieregarantie: Dort ist ohne Untersuchung beim Abschluss bei 3.000 Euro Schluss. Der Schutz gilt weltweit, auch bei längeren Auslandseinsätzen.


Selbständige

Das IVFP vergibt für Selbständige 2025 die Note „Exzellent“ in allen vier Teilbereichen, das DFSI bewertet Fahrlehrer und Rechtsanwalt 2026 mit „Hervorragend“. Auf die Umorganisationsprüfung verzichtet die Swiss Life, wenn der Betrieb weniger als fünf Mitarbeiter hat oder die versicherte Person mit akademischem Abschluss zu mindestens 90 Prozent kaufmännisch oder organisatorisch arbeitet.

Ist eine Umorganisation zu prüfen, gilt sie nur als zumutbar, wenn kein erheblicher Kapitaleinsatz nötig ist und die Einkommensminderung höchstens 20 Prozent des Durchschnitts der letzten drei Jahre beträgt. Zwei Stolperfallen bleiben: Existenzgründer kommen über die Nach­versicherungsgarantie nur auf 1.500 Euro, und jede Erhöhung hängt an einer wirtschaftlichen Risikoprüfung mit Unterlagen wie Bilanz oder betriebswirtschaftlicher Auswertung.


Berufs­unfähigkeits­versicherung für Ihre Berufsgruppe

Preise der Berufs­unfähigkeits­versicherung der Swiss Life

Was Sie zahlen, hängt bei der Swiss Life an fünf Größen: Beruf, Eintrittsalter, Höhe der Rente, Laufzeit und Raucherstatus. Dazu kommt die Wahl des Tarifs, denn der Stufentarif senkt den Beitrag in den ersten Jahren und hebt ihn danach an. Einen Listenpreis gibt es nicht, der Beitrag steht erst im persönlichen Angebot fest.

Belegte Vergleichswerte liefert die DFSI-Studie 2026, die für jedes Berufsbild einen Modellkunden mit Versicherungsbeginn 01.05.2026 durchrechnet (Quelle: DFSI). Ein Elektroingenieur mit 40 Jahren zahlt dort für 1.600 Euro Rente bis zum Endalter 67 einen Nettobeitrag von 44,77 Euro im Monat, brutto sind es 69,95 Euro. Ein Rechtsanwalt mit 33 Jahren kommt für 1.800 Euro Rente auf 55,42 Euro netto.

Teurer wird es in körperlich fordernden und in beratenden Berufen. Für einen rauchenden Altenpfleger mit 23 Jahren und 800 Euro Rente rechnet das DFSI 106,94 Euro netto, für einen rauchenden selbständigen Finanzberater mit 35 Jahren und 2.200 Euro Rente 205,67 Euro. Die Beitragsgestaltung bewertet das Institut hier mit „Sehr gut“ und „Befriedigend“, während sie in sechs der zwölf Modellfälle „Hervorragend“ erreicht.

Wer früh einsteigt, zahlt deutlich weniger: Für einen Studenten mit 24 Jahren und 500 Euro Rente nennt das Institut 14,34 Euro netto im Monat. Die Beträge sind Modellrechnungen des DFSI und gelten nur im jeweiligen Modellfall, sie sind keine Preisangabe der Swiss Life. Nach unten begrenzt der Tarif die Rente auf mindestens 200 Euro und den Beitrag auf mindestens 10 Euro im Monat.

Wie sich der Beitrag einer Berufs­unfähigkeits­versicherung allgemein zusammensetzt, zeigt unsere Übersicht zu den Kosten der Berufs­unfähigkeits­versicherung.

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  • Vereinfachte Gesundheitsfragen
  • Besonders günstige Einstiegsbeiträge für junge Leute
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Laufende Aktionen

Derzeit keine laufende BU-Aktion

Für diesen Anbieter liegt aktuell keine Aktion mit vereinfachtem Zugang vor.

Alle aktuellen Aktionen zur Berufsunfähigkeitsversicherung im Überblick

Stärken und Schwächen

Wichtige Leistungen einer Berufs­unfähigkeits­versicherung

Eine Berufs­unfähigkeits­versicherung zahlt Ihnen eine monatliche Rente, wenn Sie Ihren zuletzt ausgeübten Beruf aus gesundheitlichen Gründen dauerhaft nicht mehr ausüben können. Sie sichert damit Ihre Arbeitskraft ab, also den größten materiellen Wert eines Erwerbslebens. Entscheidend sind nicht die Werbe­versprechen, sondern die Bedingungen: der Verzicht auf die abstrakte Verweisung, eine Nach­versicherungsgarantie für Heirat, Geburt oder Immobilien­finanzierung, die rückwirkende Zahlung ab Eintritt der Berufs­unfähigkeit und ein weltweiter Schutz ohne Meldepflicht. Wichtig ist außerdem, wie ein Versicherer Ihren Beruf und Ihre Vor­erkrankungen einstuft, denn davon hängen Beitrag und Annahme ab. Optional lassen sich eine Arbeitsunfähigkeitsklausel, eine Dienstunfähigkeits­klausel für Beamte und eine Pflegeleistung einschließen.

Stärken der Swiss Life

Die Swiss Life verzichtet auf die abstrakte Verweisung, begrenzt die zumutbare Einkommensminderung auf 20 Prozent und zahlt weltweit. Die Karrieregarantie hebt die Rente einmal im Jahr ohne neue Gesundheitsprüfung auf bis zu 4.000 Euro an. Vor dem eigentlichen Leistungsfall greifen die Akuthilfe über 18 Monate bei schwerer Krankheit und in der Variante plus die Rente bei Arbeitsunfähigkeit über bis zu 36 Monate. In Geldnot hilft BUprotect: Beitrag auf fünf Euro im Monat, garantiert sechs Monate lang, bei genügend Deckungskapital bis zu 36 Monate, mit 70 Prozent der Rente im Leistungsfall. Dazu kommen eine befristete Beitragsfreistellung über bis zu 18 Monate, die Umschulungshilfe von 1.500 Euro und die Verlängerung um bis zu fünf Jahre, wenn die Regelaltersgrenze steigt.


Schwächen der Swiss Life

Eine Dienstunfähigkeits­klausel fehlt, Beamte bleiben damit außen vor. Erhöhungen über 3.000 Euro außerhalb der Karrieregarantie setzen eine ärztliche Untersuchung schon beim Abschluss voraus. Die Nach­versicherung endet mit dem vollendeten 50. Lebensjahr, Existenzgründer kommen nur auf 1.500 Euro, und jede Erhöhung hängt zusätzlich an einer wirtschaftlichen Risikoprüfung. Einen Rechtsanspruch auf BUprotect gibt es nur bei Eintritt bis 35 Jahre, einer Laufzeit mindestens bis 62 und noch 15 Jahren Restlaufzeit, im Stufentarif erst drei Jahre nach Beginn der zweiten Beitragsstufe. Drei der Tarifvarianten sind Branchenlösungen und stehen nur Beschäftigten der jeweiligen Branchen und ihren Angehörigen offen.

Erfahrungen und Beschwerden

Umfrage zum Thema Kundenorientierung

ServiceValue hat für den EuroAtlas Berufs­unfähigkeits­versicherer 2023 insgesamt 3.285 Kundenurteile zu 38 Versicherern erhoben, zu Produktangebot, Bedingungen, Kundenservice, Beratung und Preis-Leistungs-Verhältnis (Quelle: ServiceValue). Bewerten konnte nur, wer selbst eine Berufs­unfähigkeits- oder Berufs­unfähigkeitszusatz­versicherung beim jeweiligen Haus hat.

Die Swiss Life erreicht dort das Ergebnis „Gut“, liegt also über dem Durchschnitt aller Anbieter, aber unter den Häusern mit „Sehr gut“. Die Erhebung misst die Kundenwahrnehmung, nicht die Tarifqualität, und sie ist die jüngste Ausgabe dieser Studie.


Beschwerden bei der BaFin

In der Beschwerdestatistik 2025 der Sparte Lebens­versicherung stehen für die Swiss Life vier Beschwerden bei 1.070.447 Verträgen (Quelle: BaFin). Daraus errechnet sich eine Quote von 0,37 je 100.000 Verträge, gegenüber einem Branchendurchschnitt von 1,81. Diese Quote stammt aus unserer Berechnung, nicht von der BaFin selbst.

Das ist einer der niedrigsten Werte der Sparte. Die Statistik sagt allerdings nichts darüber, ob die Beschwerden berechtigt waren, und sie deckt alle Lebens­versicherungsprodukte ab, nicht nur die Berufs­unfähigkeits­versicherung. Wie oft ein Versicherer vor Gericht landet, zeigt die Klagequote.

Unsere Einschätzung als Experten

Einordnung

Die Swiss Life ist in der Berufs­unfähigkeits­versicherung vor allem ein Haus der Versorgungswerke. Drei Branchenlösungen bringen Beschäftigten der Metall-, Gesundheits- und Chemiebranche Gruppenkonditionen, die sie einzeln kaum bekämen. Der eigene Tarif steht daneben und ist mit Karrieregarantie, Akuthilfe und BUprotect bedingungsseitig breit aufgestellt.

Auffällig ist die Spannweite bei den Beiträgen: In den DFSI-Modellrechnungen erreicht die Beitragsgestaltung beim Elektroingenieur, Rechtsanwalt und Studenten „Hervorragend“, beim Finanzberater und Psychotherapeuten nur „Befriedigend“. Der Blick auf den eigenen Beruf entscheidet hier mehr als jedes Gesamturteil.


Für wen ja, für wen nein

Ja für alle, die über ein Versorgungswerk Zugang zu MetallRente.BU, KlinikRente.BU oder BU Flex haben, und für junge Leute, die früh einsteigen und die Einmal-Erhöhung nach dem Abschluss nutzen wollen. Ja auch für Human- und Zahnmediziner, denen die eigene Nach­versicherungsgarantie und die Infektionsklausel echten Mehrwert bringen.

Nein für Beamte, denen die Dienstunfähigkeits­klausel fehlt. Zurückhaltung ist außerdem geboten, wenn Sie schon jetzt absehen, dass Sie später mehr als 4.000 Euro Rente brauchen und die ärztliche Untersuchung beim Abschluss scheuen. Dann sollten Sie die Untersuchung gleich machen lassen oder einen Anbieter mit höheren Antragsgrenzen prüfen.


Regulierungspraxis

Das DFSI vergibt 2026 für die BU-Kompetenz der Swiss Life in allen zwölf Modellfällen die Bewertung „Hervorragend“. In diesen Teilbereich fließen neun gleichgewichtete Kennzahlen ein, darunter die Annahme-, Leistungs- und Ablehnungsquoten des Versicherers. Er kann bis zu fünf Zusatzpunkte in der Gesamtnote bringen.

Die niedrige Beschwerdequote von 0,37 bei der BaFin im Jahr 2025 passt zu diesem Urteil, auch wenn sie alle Lebens­versicherungsprodukte des Hauses umfasst.

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Berater

Häufige Fragen zur Berufs­unfähigkeits­versicherung der Swiss Life

Was unterscheidet die Swiss Life SBU von MetallRente.BU, KlinikRente.BU und BU Flex?

Die Swiss Life SBU ist der eigene Tarif und für jeden zugänglich. Die drei anderen sind Branchenlösungen von Versorgungswerken, bei denen die Swiss Life das Konsortium anführt und mehrere Versicherer die Leistung gemeinsam tragen. Sie stehen nur Beschäftigten der jeweiligen Branchen und teilweise deren Angehörigen offen, dafür gelten dort Gruppenkonditionen und feste Absicherungshöhen für Schüler, Auszubildende und Studierende.

Wie hoch kann ich meine Rente bei der Swiss Life ohne neue Gesundheitsprüfung erhöhen?

Bis zu einer Gesamtrente von 3.000 Euro im Monat genügen die Antragsfragen aus dem Abschluss, über die Karrieregarantie sind bis zu 4.000 Euro möglich. Außerhalb der Karrieregarantie setzt eine Erhöhung auf bis zu 4.000 Euro eine ärztliche Untersuchung beim Abschluss voraus. Jede Erhöhung muss mindestens 100 Euro monatlich betragen und innerhalb von zwölf Monaten nach dem auslösenden Ereignis beantragt werden. Voraussetzung ist, dass die versicherte Person das 50. Lebensjahr noch nicht vollendet hat und weder berufs- noch arbeitsunfähig ist oder war.

Bekomme ich bei der Swiss Life als Beamter eine Dienstunfähigkeits­klausel?

Nein. Die Bedingungen der selbständigen Berufs­unfähigkeits­versicherung mit Stand 01.2025 sehen keine Dienstunfähigkeits­klausel vor, die der Entscheidung des Dienstherrn folgt. Die Swiss Life prüft immer selbst, ob eine Berufs­unfähigkeit von mindestens 50 Prozent vorliegt. Für Beamte, Referendare und Anwärter ist ein Anbieter mit echter Dienstunfähigkeits­klausel die bessere Wahl.

Verweist die Swiss Life mich auf einen anderen Beruf?

Auf eine abstrakte Verweisung verzichtet die Swiss Life. Geprüft wird nur, ob Sie tatsächlich eine vergleichbare Tätigkeit ausüben, die Ihrer Ausbildung, Erfahrung und Lebensstellung entspricht. Die zumutbare Einkommensminderung ist dabei auf höchstens 20 Prozent begrenzt. Für Humanmediziner, Zahnärzte, Apotheker und Psychotherapeuten gilt eine zusätzliche Schutzregel: Erfordert die neue Tätigkeit keine Kenntnisse ihres Berufs, bleiben sie berufsunfähig.

Zahlt die Swiss Life schon bei Arbeitsunfähigkeit?

Nur in den Varianten Swiss Life SBU plus und SBU 4U plus, die die Rente bei Arbeitsunfähigkeit einschließen. Dann zahlt die Swiss Life die vereinbarte Rente, sobald Sie sechs Monate ununterbrochen arbeitsunfähig sind, ohne dass Sie Berufs­unfähigkeit nachweisen müssen. Insgesamt sind je nach Vereinbarung 24 oder 36 Monate Leistung über die Vertragslaufzeit möglich. Erkennt die Swiss Life später rückwirkend Berufs­unfähigkeit an, werden die Zahlungen verrechnet.

Was passiert, wenn ich den Beitrag vorübergehend nicht zahlen kann?

Die Swiss Life bietet dafür zwei Wege. Bei Arbeitslosigkeit, Kurzarbeit, Vollzeit-Weiterbildung, Mutterschutz, Elternzeit oder einem Sabbatical senkt BUprotect den Beitrag auf fünf Euro im Monat, garantiert für sechs Monate und bei ausreichendem Deckungskapital für bis zu 36 Monate. Im Leistungsfall gibt es dann 70 Prozent der zuvor versicherten Rente. Alternativ können Sie die Beitragszahlung für bis zu 18 Monate ganz oder teilweise aussetzen, sofern die verbleibende Rente mindestens 600 Euro im Jahr beträgt.

Muss ich der Swiss Life einen Berufswechsel melden?

Nein, einen Berufswechsel müssen Sie grundsätzlich nicht anzeigen, und auch der Wechsel in einen gefährlicheren Beruf ändert Ihren Beitrag nicht. Versichert ist automatisch die konkret ausgeübte Tätigkeit. Umgekehrt lohnt eine Meldung nach Ausbildung, Studium oder einem Wechsel der Schulform: Über die Besserstufungsoption prüft die Swiss Life, ob die neue Einstufung für Sie günstiger ist.

Was leistet die Swiss Life, wenn ich schwer erkranke, aber weiterarbeiten kann?

Bei einer der in den Bedingungen genannten schweren Krankheiten zahlt die Swiss Life 18 Monate lang die vereinbarte Rente als Akuthilfe, je Krankheit einmalig während der Vertragslaufzeit. Die Zahlung endet nicht vorzeitig, auch wenn sich Ihr Zustand in dieser Zeit bessert. Der Antrag löst automatisch eine Prüfung auf Berufs­unfähigkeit mit aus, beide Leistungen werden aber getrennt entschieden. In einem Vertrag der betrieblichen Altersversorgung gibt es die Akuthilfe nicht.

Hat die Swiss Life die Beiträge ihrer Berufs­unfähigkeits­versicherung schon einmal erhöht?

Nach eigenen Angaben der Swiss Life hat sich der zu zahlende Nettobeitrag für ihre Kunden in der Vergangenheit noch nie erhöht (Produktsteckbrief, Stand 12/2024). Der Nettobeitrag ergibt sich aus dem Tarifbeitrag abzüglich der Überschussbeteiligung, die mit dem Beitrag verrechnet wird. Sinken die Überschüsse, kann der Nettobeitrag bis zum Tarifbeitrag steigen. Im DFSI-Modellfall Elektroingenieur liegen 44,77 Euro netto und 69,95 Euro brutto auseinander.

Wie kündige ich meinen Vertrag bei der Swiss Life?

Sie können jederzeit zum Schluss einer Versicherungsperiode in Textform kündigen, ganz oder teilweise. Bei vierteljährlicher, halbjährlicher oder jährlicher Zahlweise geht es auch früher, mit einer Frist von einem Monat zum Ende des Folgemonats. Eine Teilkündigung ist nur möglich, solange die verbleibende Rente nicht unter 600 Euro im Jahr sinkt. Vor einer Kündigung lohnt der Blick auf die Alternativen: Beitragsfreistellung, BUprotect oder eine Reduzierung der Rente erhalten den Schutz, und eine Umschulung ist ohnehin kein Kündigungsgrund.

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Lena Mierbach
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