Direkt­versicherung

Ratgeber und Vergleich (2021)

Das erwartet Sie hier

Das Wichtige in Kürze

  • Die Direkt­versicherung ist die häufigste und flexibelste Form der betrieblichen Altersvorsorge (bAV).
  • Dank der Entgeltumwandlung sparen Arbeitnehmer und Arbeitgeber Steuern und Sozialabgaben.
  • Angestellte profitieren von Direkt­versicherungen, wenn ihr Unternehmen Beiträge hinzusteuert und sie ihrer Stelle lange treu bleiben.
  • Unternehmen können so ihren langfristigen Bedarf an Fachkräften sicherstellen.
  • In unabhängigen Testberichten erhalten 12 Versicherer für ihre Tarife sehr gute Noten.

Wie funktioniert eine Direkt­versicherung?

Eine der 6 Durchführungswege der betrieblichen Altersvorsorge (bAV) ist die Direkt­versicherung. Hier läuft die bAV nicht intern, sondern über eine dritte Partei. Der Arbeitgeber schließt für seine Mitarbeiter eine der folgenden Absicherungen ab:

Im Gegensatz zu anderen Formen der bAV hält sich der Aufwand bei der Direkt­versicherung in Grenzen. Deshalb wählen diese viele kleine und mittelgroße Unternehmen. Sie sind meist für den Abschluss von Einzel- oder Gruppenverträgen ihrer Mitarbeiter verantwortlich. Wenn man von einer Entgeltumwandlung und etwaigen Arbeitgeberwechseln absieht, ist die Direkt­versicherung das beste Modell für den Arbeitnehmer.

Das Wichtigste zur betrieblichen Altersvorsorge im Überblick

Die Direkt­versicherung in Kürze

Art der BeiträgeArbeitgeber über Zuwendungen, Arbeitnehmerbeiträge über Entgeltumwandlung.
Leistungen im AlterLebenslange Rente, Kapitalauszahlung (teilweise oder Einmalzahlung).
BesonderheitLäuft über eine dritte Partei; besonders flexibel und sicher.
Geeignet fürAlle Unternehmen; für Arbeitnehmer besonders, wenn Arbeitgeber bezuschusst.
Staatliche FörderungDie Beiträge sind bis zu einer gewissen Grenze steuer- und sozial­versicherungsfrei.
Versteuerung im AlterZahlungen müssen während Rente nachträglich versteuert werden.
Optimale BeitragshöheDie Beiträge sollten die Grenze der steuerlichen Förderungen nicht überschreiten.
Nachträgliche Änderung der BeitragshöheBeträge können gesenkt oder erhöht werden.
Private WeiterführungIst möglich.
KündigungKündigung ist in der Regel nicht möglich, Beiträge können aber auf ruhend gesetzt werden.
Absicherung von Invalidität oder TodesfallGegen einen Aufpreis können diese Risiken abgesichert werden.

Profitieren Sie von einem günstigen Gruppenvertrag

Unternehmen profitieren besonders von einer Direkt­versicherung, wenn sie für mehrere Mitarbeiter einen Gruppenvertrag schließen können. Bei Gruppen erhält der Arbeitgeber oft von Rabatten, da der Versicherer mehrere Verträge gleichzeitig verkaufen kann.

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Wie gestalten sich die Beiträge und Kosten einer Direkt­versicherung?

Die Beiträge können auf unterschiedliche Weisen finanziert werden:

  • Nur der Arbeitnehmer finanziert die Beträge aus dem Bruttogehalt.
  • Nur der Arbeitgeber zahlt die Beiträge – beispielsweise über eine Gehaltserhöhung.
  • Beide zahlen Beiträge für die Direkt­versicherung (Entgeltumwandlung und Arbeitgeberzuschuss).

Der Arbeitgeber ist bei der Direkt­versicherung Versicherungs­nehmer und Beitragszahler – er überweist also für seinen Mitarbeiter (versicherte Person) Beiträge, wenn es sich um eine Misch- oder arbeitgeberfinanzierte Variante handelt. Bei der Versicherungs­wahl sollte der Arbeitgeber auch die Abschluss- und Verwaltungskosten im Auge behalten und sich diese transparent aufschlüsseln lassen.

Experten-Tipp:

„Man tut niemandem einen Gefallen, wenn man in seiner Firma alles zulässt. Das raubt gute Chancen auf Kollektivrabatte, verstärkt die Verwaltung und jagt die Haftung in die Höhe.“

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Signatur von Stephan Seidenfad
Stephan Seidenfad
Experte für betriebliche Altersvorsorge

Wie hoch sind die Beiträge zur Direkt­versicherung?

Die Beitragshöhe ist bei der betrieblichen Altersvorsorge nicht festgelegt – der Arbeitnehmer entscheidet dabei selbst, wie viel er monatlich in seine bAV einzahlen möchte. Die Beitragshöhe kann auch nachträglich gesenkt oder erhöht werden. Finanziert ein Arbeitnehmer die Direkt­versicherung, passiert dies über die Entgeltumwandlung. Damit profitieren Arbeitgeber- und Arbeitnehmer von Ersparnissen bei den Steuern und Sozialabgaben. Arbeitnehmer haben dabei die Möglichkeit, bis zu 568 Euro im Monat steuerfrei und bis zu 284 Euro im Monat sozialabgabenfrei einzuzahlen (Stand: 2021). Am Arbeitnehmerbeitrag orientiert sich auch die Höhe des Zuschusses, den der Arbeitgeber einzahlen muss.

Entgeltumwandlung einfach erklärt

Direkt­versicherungen: Mehr Rendite mit Fonds

Beim Abschluss einer Direkt­versicherung sollte sich ein Arbeitgeber Gedanken machen, ob für ihn eine Kapitallebens­versicherung, Renten­versicherung oder fondsgebundene Lebens­versicherung infrage kommt.

Während Niedrigzinsphasen ist die Rendite bei Versicherungen ohne Fonds gering. So lag der Garantiezins 2020 nach Abzug der Kosten bei 0,9 Prozent pro Jahr. Für den Arbeitgeber lohnt sich dies nur, wenn sein Arbeitnehmer mitzahlt. Mehr Rendite sind da bei Fonds drin, vor allem bei langer Laufzeit. Allerdings ist das Risiko vor Zinsverlusten auch höher.

Welche Möglichkeiten der Geldanlage es gibt

Welche Vorteile und Nachteile hat die Direkt­versicherung?

Vorteile der Direkt­versicherung

Für den Arbeitgeber

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  • Weniger Sozialabgaben: Für Beiträge, die die Mitarbeiter per Entgeltumwandlung in die Direkt­versicherung einzahlen, sparen Arbeitgeber rund 20 Prozent Sozialabgaben. Gewährt ein Unternehmen statt einer Lohnerhöhung einen Zuschuss zur betrieblichen Altersvorsorge, reduzieren sich seine Sozialabgaben noch mehr.
  • Motivation: Arbeitgeber können ihre Mitarbeiter mit einer Direkt­versicherung motivieren und sie langfristig an das Unternehmen binden. Gerade in Zeiten des Fachkräftemangels ein geschickter Schachzug.
  • Wenig Aufwand: Im Gegensatz zu anderen Formen der bAV hält sich der administrative Aufwand in Grenzen, da die Verwaltung eine Versicherung übernimmt.

Für den Arbeitnehmer

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  • Steuern sparen: Die Arbeitnehmer-Beiträge der Direkt­versicherung sind bis zu einer gewissen Grenze steuer- und sozialabgaben­versicherungsfrei. Erst im Alter müssen die Auszahlungen der bAV versteuert werden, in der Regel aber zu einem niedrigeren Satz.
  • Zuschuss vom Arbeitgeber: Die Direkt­versicherung lohnt sich bei einer Niedrigzinsphase für den Arbeitnehmer vor allem dann, wenn der Arbeitgeber Beiträge zuschießt. Mindestens 20 Prozent zu den Arbeitnehmer-Beiträgen oder mehr sollten es sein. Ab 2022 sind Arbeitgeber sowieso verpflichtet, Mitarbeitern 15 Prozent ihres Beitrages hinzuzusteuern. Für neu abgeschlossene Verträge gilt diese Pflicht schon ab dem 1. Januar 2019.
  • Sichere Rente: Die Einzahlungen des Arbeitnehmers sind sicher – im Fachjargon auch unverfallbar genannt. Das gilt auch bei einem Wechsel der Arbeits­stelle. Arbeitgeberbeiträge sind gesichert, wenn der Mitarbeiter mindestens drei Jahre im Unternehmen bleibt und beim Austritt mindestens 21 Jahre alt ist. Gewisse Arbeitgeber sichern ihrem Arbeitnehmer schon von Anfang an eine Unverfallbarkeit zu. Die Vertragsdetails sind entscheidend.
  • Seltene Jobwechsel: Die Direkt­versicherung lohnt sich vor allem bei seltenem Jobwechsel. Dann kann sie auf den neuen Arbeitgeber übertragen werden, sofern dieser zustimmt. Alternativ können Versicherte ihr Guthaben auch auf einen neuen Vertrag übertragen oder den alten Vertrag ruhen lassen.
  • Arbeits­losigkeit: Bei Arbeits­losigkeit hat ein Mitarbeiter weiterhin Anspruch auf die Betriebs­rente. Zudem werden Ansprüche aus der bAV, die per Gesetz nicht verfallen können, grundsätzlich nicht auf das Arbeits­losengeld II (Hartz IV) angerechnet.

Welche Nachteile hat die Direkt­versicherung?

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  • Volle Beiträge zur Kranken­versicherung: Ist ein Rentner gesetzlich krankenversichert, muss er die vollen Beiträge zur Kranken­versicherung zahlen. Das heißt, er muss für den Arbeitnehmer- und Arbeitgeberanteil aufkommen. Seit 2020 profitieren Betriebs­rentner jedoch von einem Freibetrag in Höhe von 160 Euro.
  • Geringere Sozialleistungen: Die Entgeltumwandlung reduziert den Bruttolohn des Arbeitnehmers. Auf dieser Grundlage werden die Beiträge zur gesetzlichen Sozial­versicherung wie Renten- oder Arbeits­losen­versicherung berechnet. Es ist also möglich, dass ein Angestellter so weniger Arbeits­losengeld oder gesetzliche Rente erhält.
  • Häufige Jobwechsel: Die Direkt­versicherung lohnt sich nicht unbedingt für Arbeitnehmer, die häufig ihren Job wechseln. So erhalten sie oft die Arbeitgeberbeiträge erst nach drei Jahren nach der Rentenzusage. Auch müssen sie mit schlechteren Konditionen oder gar zusätzlichen Kosten rechnen, wenn sie Guthaben aus der Direkt­versicherung auf den neuen Vertrag übertragen. Da sind andere Formen der Altersvorsorge wie die Riester-Rente empfehlenswerter.
  • Geringe Zinsen: Wird die Direkt­versicherung in Form einer klassischen Kapitallebens­versicherung oder Renten­versicherung abgeschlossen, ist gerade während Niedrigzinsphasen der Garantiezins sehr gering. Bei der fondsgebundene Lebens- oder Renten­versicherung ist mehr Rendite drin. Allerdings ist diese nicht garantiert.
  • Gebühren: Die Versicherungs­unternehmen verlangen Gebühren und Verwaltungskosten. Diese sind unterschiedlich noch. Es ist durchaus möglich, dass die Beitragszahlungen aus den ersten Jahren nicht in die Altersvorsorge fließen. Arbeitgeber können jedoch für ihre Angestellten einen Gruppentarif aushandeln, was die Kosten reduziert.
  • Wenig Überblick: Die Verträge schließen die Arbeitgeber mit der Versicherung ab. Oft ist es für Angestellte deshalb schwer zu erkennen, wie die Konditionen bei der Direkt­versicherung genau aussehen. Die Versicherung hat keine Pflicht, ihnen die genauen Kosten bei Abschluss nachzuweisen. Angestellte müssen gezielt danach fragen.

Warum eine bAV dennoch sinnvoll ist

Welche Arbeitgeber und Arbeitnehmer sollten auf eine Direkt­versicherung setzen?

Für welche Arbeitnehmer lohnt sich die Direkt­versicherung?

Direkt­versicherungen sind vor allem dann empfehlenswert, wenn der Arbeitgeber mindestens 20 Prozent zum Arbeitnehmerbeitrag hinzugibt. Zahlt der Angestellte bei geringem Zins seine Beiträge allein, ist die Gefahr groß, dass er im Alter nicht sein ganzes eingezahltes Geld wiederbekommt. Denn auf die spätere Rente müssen viele Sparer hohe Abgaben zu den gesetzlichen Kranken­versicherungen leisten. Auch müssen sie aufgrund der Entgeltumwandlung mit einer geringeren gesetzlichen Rente rechnen. Der teilweise verpflichtende Zuschuss vom Arbeitgeber wiegt dies jedoch in vielen Fällen wieder auf.

Wie hoch ist der Arbeitgeberzuschuss?

Für welche Arbeitgeber lohnt sich die Direkt­versicherung?

Die Direkt­versicherung ist die häufigste und auch modernste Art der betrieblichen Altersvorsorge und eignet sich aufgrund des geringen Aufwandes vor allem für kleine und mittelgroße Unternehmen. Arbeitgeber können mit Direkt­versicherungen ihren Mitarbeitern die Möglichkeit bieten, Lücken in der gesetzlichen Renten­versicherung zu schließen. Dabei hält sich der Aufwand des Unternehmens in Grenzen, da der größte Teil der Administration ausgelagert wird.

Diese Vorteile haben Unternehmen von einer bAV

Welche Leistungen bietet die Direkt­versicherung?

Rentenauszahlung mit Zusatzleistungen

Bei Eintritt des Rentenalters werden die Leistungen als lebenslange Rente oder als einmalige Kapitalauszahlung fällig. Arbeitnehmer können sie ab dem 62. Geburtstag in Anspruch nehmen oder bei vor dem 1. Januar 2012 abgeschlossenen Verträgen ab dem 60. Geburtstag. Die Höhe der Zahlungen hängen von den eingezahlten Beiträgen sowie von der Beitragsdauer ab.

Möglich sind bei vielen Versicherungen gegen Mehrkosten auch weitere Zusatzleistungen, wie eine Berufs­unfähigkeitsvorsorge.

Das müssen Sie über die Auszahlung der bAV wissen

Nachgelagerte Versteuerung auf Auszahlungen

Die Einkünfte werden im Versorgungsfall versteuert. In den meisten Fällen sind die Steuern im Alter allerdings niedriger als im Erwerbs­leben. Auf die Leistungen aus der Direkt­versicherung müssen gesetzlich Versicherte oder freiwillig gesetzlich Versicherte zudem Beiträge zur gesetzlichen Kranken- und Pflege­versicherung zahlen.

Wie Betriebs­rentner durch ein neues Gesetz deutlich entlastet werden

Rente ist bei der Direkt­versicherung geschützt

Direkt­versicherungen unterliegen der Aufsicht der Bundesanstalt für Finanzdienst­leistungsaufsicht (BaFin). Geht der Arbeitgeber Pleite, ist die Altersvorsorge bei der Direkt­versicherung geschützt. Der Lebens­versicherer übernimmt dann die bAV. Er steht also weiterhin für die Zusage ein. Theoretisch müsste der Arbeitgeber die vereinbarten Leistungen erbringen, wenn die Versicherung Insolvenz anmeldet. Tatsächlich führt die Auffanggesellschaft Protektor die bestehenden Verträge fort.

Was passiert im Todesfall?

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Im Todesfall des Versicherten werden Leistungen in der Regel an die Hinterbliebenen ausgezahlt.

Direkt­versicherungen: Aktuelle Testberichte (2021)

Viele betriebliche Altersvorsorge­versicherer bieten Direkt­versicherungen an. Das Institut für Vorsorge und Finanzplanung hat 2020 die Tarife von 40 Versicherungs­unternehmen geprüft. Meistens haben diese nur einige der sechs geprüften Produktkategorien im Angebot (Quelle). In jeder Kategorie werden Anbieter mit der Note „exzellent“ oder „sehr gut“ bewertet. Unter anderem folgende Anbieter dürfen sich mit dieser Bewertung schmücken:

Testsieger der Direkt­versicherung 2020

  • Alte Leipziger
  • Continentale
  • Europa
  • Hannoversche
  • Stuttgarter
  • Condor
  • LV 1871
  • Nürnberger

Die Testergebnisse im Detail haben wir Ihnen auf unserer ausführlichen Seite zur betrieblichen Altersvorsorge im Test zusammengefasst:

Das sind die besten bAV-Anbieter

Direkt­versicherung: Angebote vergleichen und fachliche Beratung nutzen

Bevor sich ein Arbeitgeber für eine Direkt­versicherung entscheidet, lohnt sich ein Vergleich mit den anderen fünf Durchführungswegen der betrieblichen Altersvorsorge (bAV) – eine Übersicht finden Sie hier. Neben den Direkt­versicherungen sind folgende Wege möglich:

Ist klar, dass eine Direkt­versicherung für Ihr Unternehmen infrage kommt, dann informieren Sie sich über die verschiedenen Möglichkeiten. Wichtig ist es auch, bei den Anbietern auf die Abschlusskosten und Gebühren zu achten.

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Die häufigsten Fragen zur Direkt­versicherung

Ist eine Direkt­­versicherung eine Betriebs­rente?

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Die Direkt­­versicherung ist eine der häufigsten Formen der betrieblichen Altersvorsorge. Arbeitgeber schließen dabei eine Lebens- oder Renten­­versicherung ab. Der Arbeitnehmer zahlt seine Beiträge via Entgeltumwandlung von seinem Bruttolohn ein – der Arbeitgeber gibt häufig noch einen Zuschuss dazu. Im Alter wird das angesparte Kapital als lebenslange Betriebs­rente ausgezahlt. Möglich ist auch eine Einmalauszahlung.

Für wen lohnt sich eine Direkt­­versicherung?

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Eine Direkt­­versicherung lohnt sich vor allem für diejenigen Arbeitnehmer, die einen Zuschuss vom Arbeitgeber von mind. 20 Prozent erhalten. Für Arbeitgeber lohnt sich die Direkt­­versicherung vor allem, da der Verwaltungsaufwand vergleichsweise gering und die Etablierung im Unternehmen relativ unkompliziert ist. Möglich sind beispielsweise günstige Gruppenverträge, mit denen die Abschluss- und Verwaltungskosten gesenkt werden können.

Wie wird eine Direkt­­versicherung bei Auszahlung versteuert?

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Die Auszahlungen einer Direkt­­versicherung sind im Alter mit dem individuellen Steuersatz zu versteuern. Dieser ist in der Regel jedoch geringer als im Erwerbs­leben. Steuerfrei sind Auszahlungen aus einer Direkt­­versicherung nur, wenn der Vertrag vor 2005 abgeschlossen wurde, der Vertrag mind. 12 Jahre lang lief und für mind. 5 Jahre darin eingezahlt wurde. Außerdem muss als Auszahlungsmöglichkeit die Einmalzahlung bzw. Kapitalauszahlung gewählt werden.

Wie hoch sind die Sozialabgaben bei Auszahlung einer Direkt­­versicherung?

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In der Auszahlungsphase der Direkt­­versicherung müssen Rentner die vollen Beiträge zur gesetzlichen Kranken- und Pflege­­versicherung zahlen. Diese belaufen sich in der Regel auf 15,7 Prozent auf die Auszahlung der Betriebs­rente (monatliche Rente oder Einmalzahlung).

Werden Leistungen aus der Direkt­­versicherung auf die Grundsicherung angerechnet?

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Teilweise. Leistungen aus der Direkt­­versicherung wurden bisher komplett auf die Grundsicherung angerechnet. Seit 2018 gibt es jedoch einen Freibetrag in Höhe von rund 223 Euro. Diese bleiben von der Grundsicherung unberührt, sodass sich die betriebliche Altersvorsorge auch für Geringverdiener lohnen kann.

Was passiert bei Elternzeit?

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Geht ein Mitarbeiter in Elternzeit, zahlt dieser keine Beiträge mehr in seine Direkt­­versicherung ein, da dieser kein Gehalt mehr bezieht. Gleichzeitig entfallen auch die Zuschüsse, die der Arbeitgeber leisten muss. Der Arbeitnehmer hat jedoch die Möglichkeit, die Beiträge nachzuzahlen, sobald er wieder erwerbstätig ist, oder den Vertrag während der Elternzeit privat weiterzuführen.

Kann die Direkt­­versicherung gekündigt werden?

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Prinzipiell kann die Direkt­­versicherung nicht gekündigt werden. Ausnahme hier ist, wenn es sich um eine sehr geringe Rente handeln würde. Dann könnte die Direkt­­versicherung aufgelöst und vorzeitig ausgezahlt werden – es müssen jedoch alle Parteien dazu zustimmen. Ansonsten kann die Direkt­­versicherung auf beitragsfrei gestellt werden.

Alle Durchführungswege der bAV

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Katharina Tennius
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