Erwerbsunfähigkeitsversicherung

Wenn die angeschlagene Gesundheit einen geregelten Arbeitsalltag nicht mehr zulässt: Eine Erwerbsunfähigkeitsversicherung sichert gegen die finanziellen Folgen von Krankheit und Unfall ab.

Eine Erwerbsunfähigkeitsversicherung zahlt eine Rente an den Versicherungsnehmer, wenn der Versicherungsfall eingetreten ist. Allerdings zahlt die Erwerbsunfähigkeitsversicherung, anders als die meisten Berufsunfähigkeitsversicherungen, erst, wenn der Versicherte seine komplette Arbeitskraft verloren hat und nicht erst, wenn er seinen individuellen Beruf nicht mehr ausüben kann. Bei dem Abschluss einer Erwerbsunfähigkeitsversicherung sollte daher beachtet werden, dass die Rente seltener ausgezahlt wird, als bei dem Abschluss einer BU.

Erwerbsunfähigkeitsversicherung sichert Lebensstandard

Die gesetzliche Erwerbsminderungsrente ist sehr niedrig angesetzt. Wer auf sie angewiesen ist, muss mit starken Einbußen in Bezug auf sein vorheriges Einkommen rechnen. Um diesen Einkommensverlust zu kompensieren, sollte eine Berufsunfähigkeitsversicherung abschließen, den sie kann am besten für finanziellen Ausgleich sorgen, wenn man einmal nicht mehr arbeiten kann. Allerdings kann nicht jeder eine Berufsunfähigkeitsversicherung abschließen, denn die Voraussetzungen sind sehr streng und die Beiträge mitunter kaum finanzierbar. Wer keine BU bekommt oder sie sich nicht leisten kann, der kann den Verlust seiner Arbeitskraft durch den Abschluss einer Erwerbsunfähigkeitsversicherung absichern.

 

Rente bei voller Erwerbsminderung
Versicherungsjahre bei einem unterdurchschnittl. Verdienst bei einem durchschnittlichen Verdienst bei einem überdurchschnittl. Verdienst
alte Bundesländer

25

532,88 Euro  761,25 Euro  989,63 Euro

35

746,03 Euro 1 065,75 Euro 1 385,48 Euro
neue Bundesländer

25

501,55 Euro  716,50 Euro  931,45 Euro

35

702,17 Euro 1 003,10 Euro 1 304,03 Euro

Quelle: www.deutsche-rentenversicherung.de, Stand Juli 2016

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Welche Leistungen bietet die Erwerbsunfähigkeitsversicherung?

Wenn es dem versicherten Arbeitnehmer nicht mehr möglich ist, eine versicherte Tätigkeit am Arbeitsmarkt auszuführen, so zahlt die Erwerbsunfähigkeitsversicherung monatliche Rentenbeiträge aus. Hierfür muss der Versicherte seine Erwerbsunfähigkeit durch ein ärztliches Attest nachweisen. Generell zahlt die Erwerbsunfähigkeitsversicherung nur, wenn der Versicherte nicht mehr am Arbeitsmarkt teilnehmen kann. Eine entsprechende Arbeitsunfähigkeit wird dadurch definiert, dass der Versicherte nur noch höchstens 3 Stunden am Tag beträgt. Ausschlaggebend ist nicht, ob der Arbeitnehmer nicht mehr in seinem Beruf arbeiten kann (wie es in der Berufsunfähigkeitsversicherung der Fall ist), sondern ob er überhaupt noch am Arbeitsmarkt vermittelbar ist.

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Vollständige und teilweise Erwerbsunfähigkeit

Vollständige Erwerbsunfähigkeit

Wenn der Arbeitnehmer vollständig erwerbsunfähig ist, zahlt die Erwerbsunfähigkeitsversicherung eine monatliche Rente aus. Die Rente wird so lange ausgezahlt, wie vertraglich festgelegt wurde, bzw. bis der Arbeitnehmer seine Tätigkeit wiederaufnehmen kann. Die Leistungen der EWU werden ohne erbracht, ohne Berücksichtigung der Lebensstellung oder der Ausbildung.

Teilweise Erwerbsunfähigkeit

Wenn lediglich eine teilweise Erwerbsunfähigkeit vorliegt, leistet die Erwerbsunfähigkeitsversicherung Zahlungen, die aus bestimmten, festgelegten Beiträgen bestehen. Dies muss allerdings im Vertrag festgelegt werden. Einige Erwerbsminderungsversicherungen zahlen nur bei vollständiger Erwerbsunfähigkeit. Allerdings lohnt sich für den Verbraucher der Einschluss der teilweisen Erwerbsunfähigkeit, denn statistisch gesehen treten fast alle Erwerbsunfähigkeiten nur teilweise auf.

Wann lohnt sich eine Erwerbsunfähigkeitsversicherung?

Eine Erwerbsunfähigkeitsversicherung lohnt sich für Menschen, die keinen Zugang zu einer Berufsunfähigkeitsversicherung haben. Dazu zählen vor allem Menschen, die einer Berufsgruppe angehören, die zu den sogenannten Risikoklassen zählt. Auch für Studenten und Auszubildende lohnt sich der Abschluss einer Erwerbsunfähigkeitsversicherung, da sie noch nicht ausreichend in die gesetzliche Rentenkassen eingezahlt haben.

Gesundheitsprüfung in der Erwerbsunfähigkeitsversicherung

Die gesundheitlichen Prüfungen sind in der Erwerbsunfähigkeitsversicherung nicht so streng wie in der Berufsunfähigkeitsversicherung. Daher ist die Erwerbsunfähigkeitsversicherung für mehr Menschen geöffnet als die Berufsunfähigkeitsversicherung. Einen Gesundheits-Check gibt es jedoch auch vor dem Abschluss der Erwerbsunfähigkeitsversicherung. Wie dieser im Detail ausgestaltet ist, hängt von dem versichernden Unternehmen ab.

In welchen Fällen zahlt die Erwerbsunfähigkeitsversicherung?

  • dauerhafte Erkrankungen
  • vorübergehende Erkrankungen
  • Unfall

Höhe der Deckungssumme

Wer eine Erwerbsunfähigkeitsversicherung abschließt, wird mit der Frage konfrontiert, in welcher Höhe die Versicherungssumme gewählt werden sollte. Die Versicherungssumme hängt davon ab, wie hoch die monatliche Prämie ist. Je höher die Versicherungssumme, desto höher also auch der monatliche Beitrag für den Versicherungsnehmer. Der Antragsteller sollte sich darüber im Klaren sein, wie hoch die Summe mindestens sein muss, die er monatlich als Rentenzahlung erhält. Für diese Überlegung ist relevant, ob noch anderweitig für eine Erwerbsunfähigkeit vorgesorgt wird, beispielsweise wie hoch die gesetzliche Erwerbsunfähigkeitsrente ausfällt oder wie hoch das Einkommen des Versicherten ist.

Welche Faktoren haben Einfluss auf die Höhe der Prämie?

  • Länge der vereinbarten Laufzeit
  • Höhe der Deckungssumme
  • Eintrittsalter des Versicherungsnehmers
  • Gesundheitszustand

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