Erwerbs­unfähigkeits­versicherung

Ratgeber und Vergleich (2021)
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Das Wichtige in Kürze

  • Die Erwerbs­unfähigkeits­versicherung ist besonders für Menschen geeignet, die einen risikoreichen Beruf ausüben oder nur ein geringes Einkommen haben.
  • Sie ist eine gute Alternative für all diejenigen, die keine Berufsunfähigkeits­versicherung bekommen.
  • Im Gegensatz zur gesetzlichen Erwerbs­minderungsrente leistet die private Erwerbs­unfähigkeits­versicherung mehr.
  • Die Versicherung leistet, wenn der Versicherte nur noch max. 3 Stunden am Tag in irgendeinem Beruf arbeiten kann.
  • Eine Erwerbs­unfähigkeits­versicherung gibt es bereits ab 20 € im Monat.

Wie sieht die ideale Erwerbs­unfähigkeits­versicherung aus?

Die Erwerbs­unfähigkeits­versicherung zählt wie die Berufsunfähigkeits­versicherung zu den Risikoabsicherungen der eigenen Arbeitskraft. Sie sollte daher so gut es geht auf die persönliche Situation zugeschnitten sein. Wie jede solcher Absicherungen ist die Erwerbs­unfähigkeits­versicherung ein sehr beratungsintensives Versicherungs­produkt – lassen Sie sich daher in jedem Fall von einem unserer Experten unterstützen. Denn wichtig ist es, hier clever vorzugehen: Sind Sie noch besonders jung, können Sie von günstigen Einsteigertarife mancher Versicherer profitieren. Leiden Sie an Vorerkrankungen, ist eine anonyme Risikovoranfrage der wichtige erste Schritt, bevor Sie blindlings beim Versicherer anfragen.

Top-Vorteile der Erwerbs­unfähigkeits­versicherung

  • Preisgünstiger als die private Berufsunfähigkeits­versicherung
  • Arbeitskraftabsicherung auch für risikoreiche Berufsgruppen
  • Mehr Leistung als die staatliche Erwerbs­minderungsrente
  • Auszahlung einer festgelegten Rente, wenn Sie weniger als 3 Stunden am Tag arbeiten können

Günstiger Versicherungs­schutz für die eigene Arbeitskraft

Obwohl die Arbeitskraftabsicherung so enorm wichtig ist, kümmern sich die wenigsten rechtzeitig darum. Viele Leute sind von den der komplexen Gesundheits­prüfung und der hohen Kosten einer Berufsunfähigkeits­versicherung abgeschreckt. Andere sind wiederum gerade erst in den Beruf eingestiegen, sodass das Thema Erwerbs­unfähigkeit noch in weiter Ferne liegt. Dabei empfehlen Experten, sich mit dem Erhalt des ersten festen Gehalts Gedanken um eine entsprechende Risikoabsicherung zu machen. Eine Erwerbs­unfähigkeits­versicherung gibt es bereits ab 20 Euro im Monat. Junge Leute können zudem die Option auf eine Umwandlung in eine Berufsunfähigkeits­versicherung ohne erneute Gesundheits­prüfung sichern.

Kostenfreier Tarifvergleich zur Erwerbs­unfähigkeits­versicherung

Passgenau und individuell von unseren mehrfach ausgezeichneten Experten erstellt.

Warum ist eine private Erwerbs­unfähigkeits­versicherung sinnvoll?

Für welche Personen ist eine Erwerbs­unfähigkeits­versicherung besonders sinnvoll?

  • Personen, die einem risikoreichen Beruf (z.B. Gerüstbauer, Dachdecker, Gleisbauer) oder einem gefährlichen Hobby nachgehen, weswegen die Versicherungs­prämien viel zu teuer wären
  • Personen, die an Vorerkrankungen leiden, die den Abschluss einer Berufsunfähigkeits­versicherung nicht möglich, teuer oder nur mit deutlichen Leistungs­ausschlüssen möglich machen
  • Selbständige und Freiberufler, die keinen Anspruch auf die gesetzliche Erwerbs­minderungsrente haben oder bei einer Berufsunfähigkeits­versicherung der Umorganisationsklausel unterliegen
  • Studenten und Auszubildende, die noch nicht ausreichend in die gesetzliche Rentenkasse eingezahlt und somit noch keinen Anspruch auf die gesetzliche Erwerbs­minderungsrente haben

Alternative zur Berufsunfähigkeits­versicherung

Die Berufsunfähigkeits­versicherung ist eigentlich die beste Arbeitskraftabsicherung, die man bekommen kann. Sollte der Abschluss aber nicht möglich sein, so ist die private Erwerbs­unfähigkeits­versicherung eine gute Alternative zur Berufsunfähigkeits­versicherung. Die Versicherungs­prämien sind teilweise deutlich günstiger. Zwar ist auch der Leistungs­umfang auch geringer, jedoch kann man sich so zumindest grundlegend absichern.

Gesetzliche Erwerbs­minderungsrente ist zu gering

Die gesetzliche Erwerbs­minderungsrente ist sehr niedrig angesetzt. Wer auf sie angewiesen ist, muss mit starken Einbußen in Bezug auf sein vorheriges Einkommen rechnen. Hinzu kommt, dass bestimmte Voraussetzungen erfüllt werden müssen, damit man überhaupt Anspruch auf die gesetzliche Erwerbs­unfähigkeitsrente hat.

Voraussetzungen für den Erhalt der staatlichen Erwerbs­minderungsrente

  • Anspruch besteht erst nach 5 Beitrags­jahren.
  • In den letzten 5 Jahren vor der Erwerbs­minderung muss der Versicherte mindestens 3 Jahre in die Rentenkasse eingezahlt haben.
  • Der Betroffene kann wegen Krankheit oder Behinderung weniger als 6 bzw. weniger als 3 Stunden täglich arbeiten.

Rente bei voller Erwerbs­minderung – alte Bundes­länder

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Ab 01.07.2020

Versicherungs­jahrebei Verdienst unter dem Durchschnittdurchschnittlicher Verdienstbei Verdienst über dem Durchschnitt
25598,33 €854,75 €1.111,18 €
30717,99 €1.025,70 €1.333,41 €
35837,66 €1.196,65 €1.555,65 €
40957,37 €1.367,60 €1.777,88 €
451.076,99 €1.538,55 €2.000,12 €
Quelle: Deutsche Renten­versicherung, Stand 05/2021

Rente bei voller Erwerbs­minderung – neue Bundes­länder

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Ab 01.07.2020

Versicherungs­jahrebei Verdienst unter dem Durchschnittdurchschnittlicher Verdienstbei Verdienst über dem Durchschnitt
25581,53 €830,75 €1.079,98 €
30697,83 €996,90 €1.295,97 €
35814,14 €1.163,05 €1.511,97 €
40930,44 €1.329,20 €1.727,96 €
451.046,75 €1.495,35 €1.943,96 €
Quelle: Deutsche Renten­versicherung, Stand 05/2021

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Wie funktioniert eine Erwerbs­unfähigkeits­versicherung?

Die Erwerbs­unfähigkeits­versicherung zahlt, wenn der Versicherte nur noch maximal 3 Stunden am Tag arbeiten kann. Diese Erwerbs­unfähigkeit muss durch ein ärztliches Attest nachgewiesen werden. Warum Sie erwerbsunfähig geworden sind und welchen Beruf Sie zu diesem Zeitpunkt ausüben, spielt keine Rolle. Den Versicherer interessiert es lediglich, ob und in welchem Ausmaß Sie noch irgendeiner Erwerbs­tätigkeit nachgehen können. Im Vergleich zur Berufsunfähigkeits­versicherung wird hier alles also sehr viel allgemeingültiger betrachtet – entsprechend preiswerter ist die Erwerbs­unfähigkeits­versicherung.

Wie definiert der Versicherer „Erwerbs­unfähigkeit“?

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„Als Erwerbs­tätigkeit gelten alle Tätigkeiten, die auf dem allgemeinen Arbeitsmarkt üblich sind, und alle selbstständigen Tätigkeiten. Bei der Entscheidung über das Vorliegen von Erwerbs­unfähigkeit kommt es ausschließlich auf die gesundheitlichen Verhältnisse der versicherten Person an. Nicht berücksichtigt werden der zuletzt ausgeübte Beruf, die erworbenen Kenntnisse und Fähigkeiten, die bisherige Lebensstellung, insbesondere das bislang erzielte berufliche Einkommen, und die jeweilige Arbeitsmarktlage.“

Formen der Erwerbs­unfähigkeits­versicherung

  • Selbständige Erwerbs­unfähigkeits­versicherung: Die selbständige Erwerbs­unfähigkeits­versicherung sichert ausschließlich das Risiko der Erwerbs­unfähigkeit ab.
  • Einsteiger Erwerbs­unfähigkeits­versicherung: Einsteigertarife richten sich vor allem an junge Menschen. Die Versicherer bieten hier besonders günstige Beiträge, die sich über die Vertragslaufzeit erhöhen. In der Regel sind hier sowohl das Eintrittsalter als auch die Höhe Erwerbs­unfähigkeitsrente begrenzt.
  • Risikolebens­versicherung mit Erwerbs­unfähigkeitszusatz­versicherung: Bei dieser Form sind zwei Risiken versichert – die Erwerbs­unfähigkeit und der Todesfall. Mit der Risikolebens­versicherung sind Angehörige im Todesfall der versicherten Person finanziell abgesichert.
  • Renten­versicherung mit Erwerbs­unfähigkeitszusatz­versicherung: Bei der Kombination mit einer privaten Renten­versicherung oder Lebens­versicherung wird einerseits die Arbeitskraft abgesichert und andererseits fürs Alter vorgesorgt.

Experten-Tipp:

„Prinzipiell ist auch der Abschluss einer Kapitallebens­versicherung und einer Erwerbs­unfähigkeitszusatz­versicherung möglich. Jedoch sollten Sie den Kapitalaufbau und die Risikoabsicherung voneinander trennen. Wer hingegen ohnehin eine private Renten­versicherung oder eine Risikolebens­versicherung für seine Angehörigen abschließen will, kann mit der Kombination zweier Verträge einiges an Beiträgen sparen. In jedem Fall sollten Sie etwaige Kombinationsverträge überdenken und sich ausführlich dazu von uns beraten lassen.“

Foto von Achim Wehrmann
Achim Wehrmann
Berater

Was leistet die Erwerbs­unfähigkeits­versicherung?

Monatliche Rentenzahlung

Die Leistung der Erwerbs­unfähigkeits­versicherung erfolgt hauptsächlich in Form einer monatlichen Rente. Die Höhe dieser Rentenzahlung wird bei Vertragsabschluss vereinbart. Üblich sind 1.000 Euro bis 2.000 Euro pro Monat, wobei Versicherer bei bestimmten Berufsgruppen die Rentenhöhe deckeln. Für Hausfrauen und Hausmänner beispielsweise kann die Rente auf maximal 1.000 Euro begrenzt sein, für Schüler auf 1.500 Euro.

In welchen Fällen zahlt die Erwerbs­unfähigkeits­versicherung?

Der Versicherer leistet, wenn die versicherte Person für voraussichtlich mindestens 6 Monate weniger als 3 Stunden am Tag irgendeiner Arbeit nachgehen kann. Dies kann verschiedene Gründe haben:

  • Dauerhafte und chronische Erkrankungen
  • Vorübergehende Erkrankungen
  • Unfall
  • Psychische Erkrankungen
  • Pflegebedürftigkeit

Wann zahlt der Versicherer nicht?

Die Versicherung zahlt nicht, wenn der Betroffene lediglich seinen individuellen Beruf nicht mehr ausüben kann. Kann ein Dachdecker noch als Bäckereiverkäufer, Pförtner oder Sachbearbeiter arbeiten, dann zahlt die Versicherung keine Rente aus. Sie erhalten also nur eine Leistung, wenn Sie in gar keinem Beruf mehr als 3 Stunden täglich arbeiten können. Dies wäre bei der Berufsunfähigkeits­versicherung hingegen nicht möglich.


Weitere Leistungen der Erwerbs­unfähigkeits­versicherung

Absicherung von Schülern und Studenten

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Die Erwerbs­unfähigkeits­versicherung kommt auch für Menschen in Frage, die noch keinen Beruf ausüben, wie z. B. Studenten oder Schüler.

Umwandlungsoption für Berufsanfänger

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Viele Versicherer bieten Studenten und Azubis die Möglichkeit, ihre Erwerbs­unfähigkeits­versicherung in eine Berufsunfähigkeits­versicherung umzuwandeln, wenn sie nach der Ausbildung ins Berufsleben starten. Dies ist zum Teil auch ohne erneute Gesundheits­prüfung möglich.

Todesfallschutz möglich

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In der Regel kann in Tarifen der Erwerbs­unfähigkeits­versicherung ein Todesfallschutz integriert werden, der die Hinterbliebenen­ im Todesfall des Versicherten durch eine Einmalzahlung absichert.

Nach­versicherungs­garantie

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Bei den meisten Tarifen ist es möglich, die Versicherungs­summe später anzupassen.

Nach­versicherungs­garantie

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Bei den meisten Tarifen ist es möglich, die Versicherungs­summe später anzupassen. Dies sollte im besten Fall ohne erneute Gesundheits­prüfung erfolgen. Eine Erhöhung der Versicherungs­summe kann notwendig werden, wenn Sie beispielsweise Heiraten oder Nachwuchs bekommen. Doch auch ohne Angabe von einem Grund ist die Anpassung der Versicherungs­summe in der Regel innerhalb der ersten 5 Versicherungs­jahre möglich.

Laufzeit bis zum Rentenalter

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Die Erwerbs­unfähigekits­versicherung gilt in der Regel bis zum Rentenalter, maximal bis 67 Jahren. Sie sind somit über die gesamte Arbeitszeit abgesichert.

Einschluss einer Dynamik

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In den meisten Tarifen kann eine Dynamik vereinbart werden, damit sich die Rentenzahlungen automatisch an den steigenden Lebensstandard anpassen bzw. um den Inflationsverlust auszugleichen.

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Was kostet eine Erwerbs­unfähigkeits­versicherung?

Eine Erwerbs­unfähigkeits­versicherung wird den individuellen Bedingungen der Person angepasst – so ergibt sich für jeden Versicherten auch eine individuelle Versicherungs­prämie. Grob gesagt kostet eine Erwerbs­unfähigkeits­versicherung ab 20 Euro im Monat. Beachten Sie das nachfolgende Rechenbeispiel sowie unsere Hinweise zur Kostenberechnung.


Rechenbeispiel

  • Alter bei Versicherungs­beginn: 31 Jahre
  • Beruf: Verwaltungsangestellter
  • Keine Vorerkrankungen
  • Ablaufalter: 67 Jahre
  • 1.500 Euro monatliche Erwerbs­unfähigkeitsrente

Tarifmonatlicher Beitrag
Einsteigertarif32,10 €
Basistarif47,27 €
Premiumtarif59,00 €

Experten-Tipp:

„Wer einen risikoreichen Beruf ausübt, muss in der Regel mit hohen Beiträgen rechnen, wenn er sich über eine Berufsunfähigkeits­versicherung absichern möchte. In einem solchen Fall stellt die Erwerbs­unfähigkeits­versicherung ein günstige Alternative dar. Bei gleichen Voraussetzungen und gleicher versicherter Rentenhöhe sind die Beiträge der Erwerbs­unfähigkeits­versicherung zum Teil bis zu 50 Prozent günstiger. Gern berechnen wir mit Ihnen gemeinsam Ihre persönliche Versicherungs­prämie.“

Foto von Achim Wehrmann
Achim Wehrmann
Berater

Welche Faktoren beeinflussen die Kosten?

Alter bei Versicherungs­beginn

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Laut Statistiken steigt das Risiko erwerbsunfähig zu werden mit zunehmenden Alter. Aus diesem Grund veranschlagen die Versicherer bei älteren Personen entsprechend höhere Beiträge. Daher gilt: Je jünger Sie sind, desto günstiger ist der Versicherungs­beitrag.

Gesundheits­zustand

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Mit Hilfe der Gesundheits­prüfung kalkulieren Versicherer das Risiko, dass der Leistungs­fall eintritt. Allerdings sind die Gesundheits­fragen bei der Erwerbs­unfähigkeits­versicherung häufig weniger umfang- und detailreich als die Gesundheits­fragen der Berufsunfähigkeits­versicherung.

Versicherungs­dauer

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Je länger der Versicherungs­schutz gilt, desto höher die Beiträge. Allerdings sollten Versicherungs­nehmer keine verkürzte Versicherungs­dauer wählen, um Beiträge zu sparen. Denn das Risiko einer Erwerbs­unfähigkeit ist gerade in den letzten Berufsjahren besonders hoch.

Höhe der Erwerbs­unfähigkeitsrente

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Die gewünschte Rentenhöhe hat den größten Einfluss auf die zu zahlenden Beiträge. Allerdings gilt auch hier, dass man nicht an der falschen Stelle sparen sollte. Ist die versicherte Rente zu niedrig angesetzt, kann sie ihre Funktion – die Sicherung des Lebensstandards – nicht erfüllen. Ist der Versicherte auf Sozialleistungen angewiesen, wird die Erwerbs­unfähigkeitsrente mit den staatlichen Leistungen verrechnet.

Gesundheits­prüfung in der Erwerbs­unfähigkeits­versicherung

Die Gesundheits­prüfung ist in der Erwerbs­unfähigkeits­versicherung in der Regel weniger streng als bei der Berufsunfähigkeits­versicherung. Wie die Gesundheits­prüfung im Detail ausgestaltet ist, hängt vom Versicherer ab. Einige bieten eine vereinfachte Gesundheits­prüfung an, sodass zum Teil nur einige wenige Fragen beantwortet werden müssen.

Trotzdem gilt: Gesundheits­fragen müssen stets vollständig und wahrheitsgemäß beantwortet werden, da der Versicherer sonst die Leistung verweigern kann.

Was kostet Sie eine Erwerbs­unfähigkeits­versicherung?

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Die besten Erwerbs­unfähigkeits­versicherungen: Testsieger (2021)

Erwerbs­unfähigkeits­versicherer im Test 2021

Das Ratingunternehmen Franke und Bornberg hat einen umfangreichen Test zur Erwerbs­unfähigkeits­versicherung erstellt. Die Analysten untersuchten alle Formen der Erwerbs­unfähigkeits­versicherung. Die Ergebnisse bei den Tarifen, die die Risikoabsicherung mit einer weiteren Versicherung kombiniert, beziehen sich ausschließlich auf die Erwerbs­unfähigkeitszusatz­versicherung (EUZ) (Quelle).


Die besten 3 Tarife der selbständigen Erwerbs­unfähigkeits­versicherung

AnbieterTarifBewertung
ContinentalePremiumEU PEUHervorragend (FFF+)
EuropaErwerbs­unfähigkeits­­versicherung E-EUHervorragend (FFF+)
Volkswohl BundSEUHervorragend (FFF+)

Die besten 2 Einsteigertarife

AnbieterTarifBewertung
ContinentalePremiumEU Start PEUSHervorragend (FFF+)
EuropastarterVorsorge Erwerbs­unfähigkeits­­versicherung E-EUHervorragend (FFF+)

Die besten 3 Tarife der EUZ mit Risikolebens­versicherung

AnbieterTarifBewertung
Volkswohl BundRLV Tarif NLT, EUZHervorragend (FFF+)
DialogRLV RISK-vario (Vitality), EUZ, Baustein UZVSehr gut (FFF)
AxaRLV, EUZSehr gut (FFF)

Die besten 3 Tarife der EUZ mit Renten­versicherung

AnbieterTarifBewertung
Volkswohl BundFondsBasisRente, EUZSehr gut (FFF)
ContinentaleBasisRente Classic, PremiumEUZSehr gut (FFF)
Volkswohl BundKlassik modern Tarif, EUZHervorragend (FFF+ )

Erwerbs­unfähigkeits­versicherungen vergleichen

Bei einem Vergleich der Erwerbs­unfähigkeits­versicherung spielen die Versicherungs­­bedingungen eine entscheidende Rolle. Das Kleingedruckte entscheidet letztendlich darüber, ob eine Versicherung kundenfreundlich und leistungsstark ist.


Darauf sollten Sie im Tarifvergleich besonders achten

  • Möglichst geringe Spanne zwischen Brutto- und Nettoprämie
  • Finanzkraft des Versicherungs­unternehmens
  • Länge von Versicherungs­- und Leistungs­zeit bis zur regulären Rente
  • Prognosezeitraum: maximal 6 Monate
  • Möglichkeit, die Rente durch Dynamik und Nach­versicherungs­garantie zu erhöhen
  • Rentensteigerung auch nach Eintreten der Erwerbs­unfähigkeit
  • rückwirkende Leistung
  • unbefristete Anerkenntnis der Erwerbs­unfähigkeit
  • keine Anzeigepflicht eines Berufswechsels nach Vertragsabschluss

Kostenfreier Tarifvergleich zur Erwerbs­unfähigkeits­versicherung

Passgenau und individuell von unseren mehrfach ausgezeichneten Experten erstellt.

Fazit

Arbeitnehmer und auch Selbständige sollten sich rechtzeitig mit dem Gedanken befassen, was passiert, wenn sie nicht mehr arbeiten können. Würde man finanziell nur schwer über die Runden kommen, so sollte man auf eine leistungsstarke private Absicherung setzen, denn die gesetzlichen Leistungen reichen in den meisten Fällen nicht aus. Kommt keine Berufsunfähigkeits­versicherung in Frage, so ist die Erwerbs­unfähigkeits­versicherung eine ideale Alternative, um sich zumindest überhaupt abzusichern. Der Leistungs­rahmen ist zwar geringer, so jedoch auch die Kosten.

Dennoch sollten Sie im Vorfeld die Angebote verschiedener Versicherer vergleichen. Denn diese unterscheiden sich nicht nur im Preis, sondern auch in den konkreten Versicherungs­­bedingungen. Lassen Sie sich von unseren Experten unterstützen. Fordern Sie über unser kostenfreies Formular jetzt einen persönlichen Tarifvergleich an.


Die häufigsten Fragen zur Erwerbs­unfähigkeits­versicherung

Wann greift eine Erwerbs­unfähigkeits­versicherung?

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Der Versicherungs­nehmer gilt als erwerbsunfähig, wenn er weniger als 3 Stunden am Tag irgendeiner Arbeit nachgehen kann. Dabei spielt der aktuelle Job und auch die Ursache der Erwerbs­unfähigkeit keine Rolle. Die Erwerbs­unfähigkeit muss ärztlich bescheinigt werden und voraussichtlich für mind. 6 Monate anhalten.

Was kostet eine Erwerbs­unfähigkeits­versicherung?

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Ein Vorteil der Erwerbs­unfähigkeits­versicherung ist der vergleichsweise niedrige Preis. So kann sich ein gesunder 31-jähriger Angestellter bereits ab 31 Euro im Monat absichern. Leute, die in ihrem Beruf überwiegend körperlich tätig sind, können mit Kosten von rund 50 Euro pro Monat rechnen. Einsteigertarife oder eine Absicherung für Schüler gibt es bereits ab 20 Euro im Monat.

Was ist der Unterschied zwischen Berufsunfähigkeits­versicherung und Erwerbs­unfähigkeits­versicherung?

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Die Berufsunfähigkeits­versicherung (BU) und die Erwerbs­unfähigkeits­versicherung (EU) sind beides Risikoabsicherung der eigenen Arbeitskraft. Die BU ist dabei in der Regel immer die bessere Option. Diese zahlt bereits, wenn man seinen aktuellen Beruf zu 50 Prozent für voraussichtlich mind. 6 Monate nicht mehr ausüben kann. Die EU zahlt hingegen erst, wenn man in gar keinem Beruf nicht mehr als 3 Stunden am Tag arbeiten kann.

Wie sinnvoll ist eine Erwerbs­unfähigkeits­versicherung?

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Da die gesetzlichen Leistungen im Falle einer Erwerbs­unfähigkeit sehr gering sind und in den meisten Fällen nicht ausreichen, um den Lebensstandard zu halten, ist eine private Absicherung sinnvoll. Die beste Option ist dabei die Berufsunfähigkeits­versicherung. Sollte der Abschluss jedoch nicht möglich oder zu teuer sein, ist eine Erwerbs­unfähigkeits­versicherung sinnvoll.

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Katharina Tennius
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