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Betriebliches Gesundheitsmanagement

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Das erwartet Sie hier

Was betriebliches Gesundheitsmanagement ist, wie Ihr Unternehmen davon profitieren kann und worauf Sie bei seiner Einführung achten müssen, damit Ihre Maßnahmen tatsächlich effektiv sind.

Inhalt dieser Seite
  1. Gründe für Gesundheitsmanagement
  2. Was gehört alles dazu?
  3. Betriebliches Gesundheitsmanagement einführen
  4. Konkrete Maßnahmen
  5. Mögliche Kosten
  6. Fazit

Das Wichtige in Kürze

  • Betriebliches Gesundheitsmanagement verfolgt einen ganzheitlichen und präventiven Ansatz, um die Gesundheit der Mitarbeiter zu fördern und zu verbessern.
  • Dazu gehören Gesundheitsförderung und Arbeitsschutz, aber auch Eingliederungs- und Fehlzeitenmanagement.
  • Auf lange Sicht profitieren Unternehmen in Form von reduzierten Fehlzeiten, gesteigerter Attraktivität für Fachkräfte und verbesserter Motivation.

Was bringt betriebliches Gesundheitsmanagement?

Was ist betriebliches Gesundheitsmanagement und warum lohnt es sich?

„Betriebliches Gesundheitsmanagement (BGM) ist die systematische und zielorientierte Steuerung aller betrieblichen Prozesse, mit dem Ziel die Gesundheit und Leistung aller Mitarbeiter zu erhalten und zu fördern, um langfristig im Unternehmen erfolgreich zu sein“ (Quelle: Bundesverband Betriebliches Gesundheitsmanagement).

Unternehmen nehmen den Aufwand, der mit betrieblichem Gesundheitsmanagement einhergeht, aus gutem Grund in Kauf. Denn damit ein Unternehmen erfolgreich sein kann, braucht es motivierte und gesunde Mitarbeiter. Doch oft dominiert Stress den Berufsalltag, was zu vielerlei Krankheiten führen kann. Die Folgen sind Fehltage und damit hohe Kosten für das Unternehmen. Betriebliches Gesundheitsmanagement hilft, diese Kosten zu minimieren und die Produktivität und Attraktivität des Unternehmens zu steigern.

7 Vorteile betrieblichen Gesundheitsmanagements

  • Weniger Krankheitskosten durch Krankschreibungen oder aber anwesende, aber nicht gesunde Mitarbeiter
  • Image und Wettbewerbsfähigkeit verbessern sich
  • Höhere Motivation und stärkere Identifikation mit dem Unternehmen
  • Gesteigerte Attraktivität des Unternehmens für Fachkräfte
  • Besseres Betriebsklima
  • Gesundheit, Leistungsfähigkeit und Zufriedenheit der Mitarbeiter werden erhalten oder gestärkt
  • Steuerliche Förderung

Gutes betriebliches Gesundheitsmanagement muss nicht teuer sein

Bei der Bestandsaufnahme vor der Einführung betrieblichen Gesundheitsmanagements stellt sich oft heraus, dass es bereits gesundheitsfördernde Maßnahmen gibt, auf denen man aufbauen kann. Darüber hinaus können pro Mitarbeiter und Jahr bis zu 600 Euro steuerfrei in Gesundheitsförderungsmaßnahmen investiert werden.


Lassen Sie sich beraten

Auch wir sind der Meinung, dass der Erfolg eines Unternehmens von seinen Mitarbeitern abhängt. Doch dazu müssen sie körperlich und geistig fit sein, um ihr volles Potential auszuschöpfen. Mit dem betrieblichen Gesundheitsmanagement können Sie Ihre Mitarbeiter dabei unterstützen. Damit Sie sich in diesem komplexen Themenbereich zurechtfinden, helfen wir Ihnen gerne. Nutzen Sie einfach unser kostenfreies Formular, um sich ein individuelles Angebot erstellen zu lassen.

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Betriebliches Gesundheitsmanagement – was gehört alles dazu?

Die 5 Komponenten des betrieblichen Gesundheitsmanagements

  1. Arbeits- und Gesundheitsschutz: Vermeidung von Berufskrankheiten und Arbeitsunfällen
  2. Berufliches Eingliederungsmanagement: Arbeitsunfähigkeit überwinden und Wiedereingliederung von chronisch kranken Mitarbeitern.
  3. Betriebliche Gesundheitsförderung: Maßnahmen, um ein gesundes Verhalten der Mitarbeiter zu fördern.
  4. Personalmanagement: Personalentwicklung, Organisationsentwicklung, Personalstrategie.
  5. Fehlzeitmanagement: Fehlzeiten von Mitarbeitern vermeiden.

Lesen Sie zum Eingliederungsmanagement und den gesetzlichen Regelungen, die es dabei zu beachten gilt, unseren Ratgeber zu diesem Thema:

Ratgeber: Berufliche Wiedereingliederung

Ziele des betrieblichen Gesundheits­managements

Ein betriebliches Gesundheitsmanagement ist viel mehr, als ein Früchtekorb oder ein Wasserspender im Unternehmen aufzustellen. Ziel ist es, solche gesundheitsfördernden Einzelmaßnahmen in in einer sinnvollen Struktur zu vernetzen. Es werden mittels Managementinstrumenten nachhaltige Prozesse und Strukturen zur Gesundheitsförderung im Unternehmen entwickelt. Wie sich dies auf die Gesundheit der Arbeitnehmer auswirkt, sollte messbar gemacht werden.

Dabei geht es nicht in erster Linie darum, körperliche oder psychische Krankheiten zu beseitigen. Vielmehr sollen auf die Gesundheit bezogenen Potentiale und Aktivitäten entfaltet werden. Allerdings müssen die Mitarbeiter von Anfang an in diesen Prozess eingebunden werden. Denn nur Mitarbeiter, die das nötige Wissen haben, sind bereit, ihrer Gesundheit einen größeren Stellenwert einzuräumen. Das langfristige Ziel des BGM ist, dass Mitarbeiter nachhaltig und eigenständig die Verantwortung für ihre Gesundheit übernehmen.

Dabei werden zwei Strategien verfolgt:

  • Verhältnisprävention: gesundheitsförderliche Gestaltung von Arbeit und Organisation
  • Verhaltensprävention: Qualifizierung und Motivation der Beschäftigten zu gesundheitsförderlichem Verhalten

Mehr als Gesundheitsförderung

Betriebliches Gesundheitsmanagement und betriebliche Gesundheitsförderung sind nicht das Gleiche, denn das betriebliche Gesundheitsmanagement geht aber noch viel weiter. Betriebliche Gesundheitsförderung umfasst Maßnahmen wie

  • gesunde Ernährung
  • Suchtprävention
  • Rückenschule
  • Führungskräfteschulungen

und ist ein wesentlicher Bestandteil des betrieblichen Gesundheitsmanagements.


Ganzheitlichkeit und Integration

Betriebliches Gesundheitsmanagement hat es nicht nur das Verhalten von Personen im Blick, sondern auch die Arbeitsbedingungen. In allen wichtigen Bereichen und Entscheidungen des Unternehmens wird die Gesundheitsförderung einbezogen. Die entsprechenden Fachstellen und Abteilungen arbeiten dabei zusammen.

Beispiel: Möglicher Aufbau eines betrieblichen Gesundheitsmanagements bei uns

  • Arbeitssicherheit und Gesundheitsschutz
  • Betriebliche Gesundheitsförderung
  • Lösungen zur Reduktion von Fehltagen und Absentismus
  • Betriebliche Kranken­versicherung
  • Externe Mitarbeiterberatung
  • Absenz-, Eingliederungs- und Fallmanagement

Betriebliches Gesundheitsmanagement einführen – so gehen Sie vor

In 5 Schritten zum erfolgreichen betrieblichen Gesundheitsmanagement

Bestandsaufnahme

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Es gibt verschiedene Instrumente, um die Problembereiche und vorhandenen Ressourcen zu finden. Dazu zählen etwa Mitarbeiterbefragungen, Gefährdungsbeurteilungen von psychischer Belastung, Fehlzeitstrukturanalyse und Gesundheitsberichte der gesetzlichen Krankenkasse.

Viele Unternehmen haben zudem ungenutzte Daten, die man fachkundig auswerten und interpretieren kann. Wichtig ist auch, dass man prüft, welche Maßnahmen zur Gesundheitsförderung im Unternehmen bereits vorhanden sind. Dazu zählen:

  • Bereitstellung von Getränken und Obst
  • Gesundes Essen in der Kantine
  • Lauftreffs, Gymnastikkurse
  • Kurse zur Rauchentwöhnung, Suchtprävention
  • Gutes Betriebsklima, Beschäftigungssicherheit
  • Möglichkeiten zum Home-Office oder Betriebskitas, um die Work-Life-Balance zu verbessern
  • Flexible Arbeitszeiten
  • Gesundheit als Thema im Unternehmensleitbild
  • Personalberatung, Betriebsarzt
  • Maßnahmen zur Prävention von Unfällen und Krankheiten

Auf bereits umgesetzten Maßnahmen können Sie aufbauen. Identifizieren Sie auch die Mitarbeiter und Stellen, denen eine Schlüsselrolle bei der Implementierung des betrieblichen Gesundheitsmanagements zukommt.

Strategische und operative Ziele setzen

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Betriebliches Gesundheitsmanagement braucht konkrete Ziele. Das können Ziele mit einem direkten Einfluss auf messbare Größen wie Kosten und Produktivität sein, z.B. die Reduktion von Fehlzeiten oder Kündigungen. Aber auch „weichere“ Ziele wie die Herstellung einer besseren Arbeitsatmosphäre sind möglich. Im nächsten Schritt werden die großen, strategischen Ziele in kleinere, konkretere Ziele übersetzt, deren Erreichung messbar ist.

Um die Zielsetzungen zu formulieren, sollten folgende Fragen beantwortet werden:

  • Betrieblicher Handlungsbereich: In welchen Bereichen müssen die Verantwortlichen etwas tun?
  • Gesundheitliche Handlungsbereiche: Müssen bei der Gesundheit auf körperlicher, psychischer, kognitiver und organisatorischer Ebene Maßnahmen getroffen werden? Dabei geht es etwa darum, die Fehlzeiten und Kündigungen zu minimieren, Berufskrankheiten vorzubeugen, die Produktivität und die Mitarbeiterzufriedenheit zu erhöhen.
  • Kennzahlen: Gibt es konkrete Kennzahlen aus der Bestandesaufnahme, die optimiert werden können? Anschließend müssen die Wunschkennzahlen definiert werden.
  • Zielerreichung: Bis zu welchem Daten werden die Maßnahmen und Kennzahlen erfüllt? Wann werden die BGM-Maßnahmen evaluiert?

Maßnahmen auswählen

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Nun gilt es, passende Maßnahmen zu wählen, die

  • ein gutes Verhältnis von potenziellem Erfolg und Kosten (finanziell, aber auch zeitlich) versprechen
  • bei den Mitarbeitern auf Akzeptanz stoßen.

Wichtig ist, dass die Maßnahmen zur Zielsetzung passen – so wird z.B. gesundes Essen in der Kantine wenig daran ändern, den Stress zu lindern, der durch eine zu hohe Arbeitslast in einer unterbesetzten Abteilung entsteht. Es gibt präventive und korrektive Maßnahmen, wobei erstere darauf abzielen, Motivation und Gesundheit zu erhalten, und letztere darauf, sie wiederherzustellen.

Maßnahmen umsetzen

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Die beste Strategie nützt nichts, wenn sie nicht umgesetzt wird. Das betriebliche Gesundheitsmanagement kann mit Hilfe eines Projektmanagements in die betriebliche Organisation und Managementsysteme eingeführt werden. So können im Zuge des Einführungsprozesses etwa spezielle Aktionen oder Events für die Mitarbeitergesundheit durchgeführt werden. Möglich sind auch medizinische und psychosoziale Beratungen sowie Personalentwicklungs-Maßnahmen.

Einfach über die Köpfe der Mitarbeiter gesundheitsfördernde Maßnahmen aufzusetzen, bringt meistens wenig. Vielmehr sollten sie von Anfang in den Prozess der Gesundheitsförderung einbezogen werden. Vor allem sollten sie wissen, was ihr Unternehmen alles anbietet.

Auswertung

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Im Zuge der Umsetzung muss ständig ausgewertet werden, was sich durch die durchgeführten Maßnahmen verbessert hat. Gibt es etwa weniger Fehltage? Sind die Mitarbeiter zufriedener und das Betriebsklima besser? Bewegen sich die Mitarbeiter mehr? Selbstverständlich braucht es weitere Maßnahmen, wenn die Ziele noch nicht erreicht wurden oder neue Handlungsfelder entstehen.

Tipp: Kommunizieren Sie das betriebliche Gesundheitsmanagement

Im Rahmen des betrieblichen Gesundheitsmanagements sollte auch ein Kommunikationskonzept entwickelt werden. Denn nicht selten sind zwar Angebote zur Gesundheitsförderung im Betrieb vorhanden. Allerdings wissen die Mitarbeiter oft nichts davon und nutzen diese zu wenig. Deshalb ist es unerlässlich, die Mitarbeiter zu informieren. Möglich ist dies über E‑Mails, das Intranet, Poster oder Flyer-Aktionen. Eine gute Kommunikation fördert die Teilnahme, steigert die Transparenz und baut Hemmnisse ab.

Konkrete Maßnahmen – das können Sie als Arbeitgeber tun

7 Maßnahmen und Ideen

  • Entspannung: Viele Mitarbeiter sind gestresst. Hier helfen z.B. Yoga, Meditationskurse, ein Ruheraum oder gemeinsame Spaziergänge in der Mittagspause.
  • Lockere Muskeln: Gegen Verspannungen helfen professionelle Massagen oder ergonomische Büromöbel. Auch regelmäßige Bewegung hilft. Wie wäre es mit einem internen Lauftreff oder Fitnesskursen?
  • Gesundes Essen: Warum kochen Sie über Mittag nicht mal mit Ihrem Team, bieten in Ihrer Kantine gesunde Kost oder stellen kostenloses Obst zur Verfügung?
  • Wiedereinstieg unterstützen: Wer wegen einer Krankheit lange fehlte, braucht beim Wiedereinstieg Unterstützung. Ermöglichen Sie Ihrem Mitarbeiter, dass er vorerst Teilzeit arbeiten kann, sorgen Sie dafür, dass die Übergabe reibungslos stattfindet und ihn bei kleineren Arbeiten Kollegen unterstützen.
  • Gespräche: Wichtig für die Gesundheit der Mitarbeiter ist es auch, dass Sie eine regelmäßige Feedbackkultur haben. Im persönlichen Gespräch erfahren Sie am besten, wo der Schuh drückt und können schnell entsprechende Maßnahmen treffen.
  • Work-Life-Balance fördern: Für viele Menschen ist es schwierig, das Privat- und Berufsleben zu vereinbaren. Mit Home-Office, Betriebskitas oder Notfallmüttern, die im Krankheitsfall der Kinder einspringen, können Sie es als Chef Ihren Mitarbeitern leichter machen.
  • Digitale Gesundheitsplattformen: Auch die Digitalisierung kann die Gesundheit Ihrer Mitarbeiter fördern. Wie wäre es, wenn Sie per App einen Schrittzähl-Wettbewerb starten, online-basierte Fitnesskurse oder individuell auf die Firma angepasste Gesundheitsportale bieten? Insbesondere wenn die Mittel zur betrieblichen Gesundheitsförderung begrenzt sind, sind digitale Lösungen sinnvoll.

Tipp: Auf der Seite der Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin (BAuA) können Sie sich über wissenschaftliche Erkenntnisse und neue Entwicklungen zum Thema betriebliches Gesundheitsmanagement auf dem Laufenden halten.

Gesundheitsförderliches Arbeiten im Home Office

Durch die Corona-Pandemie hat Arbeit im Home-Office an Bedeutung gewonnen. In unserem Ratgeber zum Thema finden Sie unter anderem Ratschläge, wie sich Arbeitsplatz und Arbeitsroutinen gesundheitsförderlich gestalten lassen und wie Arbeitgeber dabei helfen können bzw. welche Verpflichtungen sie haben.

Homeoffice: gesetzliche Regeln und die perfekte Einrichtung

Mitarbeiter zusätzlich absichern mit der betrieblichen Kranken­versicherung

Die betriebliche Kranken­versicherung kann als wesentlicher Baustein des betrieblichen Gesundheitsmanagements fungieren. Sie bietet Ihren Mitarbeitern zusätzlichen Schutz zur bereits bestehenden gesetzlichen oder privaten Kranken­versicherung. Außerdem werden sie dadurch finanziell entlastet und können sogar ihre Familienmitglieder mitversichern. Wir beraten Sie auch gerne zu diesem Thema.

Mehr zur betrieblichen Kranken­versicherung

Mögliche Bausteine der betrieblichen Kranken­versicherung

  • Pflegezusatz
  • erweiterte Vorsorgeuntersuchungen
  • Zahnzusatz
  • Krankenhauszusatz (z.B. Behandlungen beim Chefarzt)
  • Alternative Heilmethoden
  • Krankentagesgeld­versicherung

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Kosten und Herausforderungen beim betrieblichen Gesundheitsmanagement

Das könnten einzelne Maßnahmen kosten

Betriebliches Gesundheitsmanagement ist an die individuellen Anforderungen des Unternehmens angepasst, daher lässt es sich schwer sagen, mit welchen Kosten es einhergeht. Mögliche Kosten für einzelne Maßnahmen wären z.B.:

  • Betriebliche Kranken­versicherung für Vorsorge und Auslandskanken­versicherung: ab 9,41 € pro Person pro Monat
  • Körbe mit frischem Obst: ab 15 € pro Woche
  • Yoga-Workshop: z.B. 220 €

Höhere Kosten entstehen, wenn z.B. eigens ein hierzu ausgebildeter Beauftragter für Gesundheitsmanagement eingestellt wird (die Qualifikationen können durch eine Aus- oder Weiterbildung oder einen BWL-Studiengang mit entsprechendem Schwerpunkt erworben werden) oder kostenintensivere Maßnahmen ergriffen werden. Die Planung, Durchführung und Evaluation von Strategien des Gesundheitsmanagements gehen natürlich auch mit zeitlichem Aufwand einher. Dennoch stehen die Chancen gut, dass es sich langfristig auszahlt.

Auch zu bedenken: Krankheitskosten

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Dass abwesende Mitarbeiter Kosten verursachen, ist offensichtlich. Es gibt aber auch viele Mitarbeiter, die trotz Krankheit zur Arbeit erscheinen. Etwa weil sie Angst um ihren Job haben oder sich unentbehrlich fühlen. Diese Mitarbeiter können oder dürfen nicht ihre volle Leistungsfähigkeit erbringen. Außerdem ist das Risiko erhöht, dass sie Fehler machen. Für das Unternehmen führt dies zu versteckten Kosten.

Gemäß Experten belaufen sich die Krankheitskosten durchschnittlich auf 2 bis 20 Prozent der Personalkosten. Bei Absentismus rechnet man pro Mitarbeiter jährlich mit 1.199 Euro und bei Päsentismus mit 2.399 Euro (Quelle: Booz& Company im Auftrag Felix Burda Stiftung).

Experten-Tipp:

„Das betriebliche Gesundheitsmanagement ist zuerst mit Kosten verbunden, rechnet sich jedoch langfristig für jedes Unternehmen. Dabei geht es nicht nur um die Krankheitskosten, die eingespart werden. Durch Maßnahmen wie eine optimierte Arbeitsplatzergonomie sowie gezielte Burn-Out-Prävention verbessert sich das Betriebsklima, der Teamgeist und die Motivation in kurzer Zeit. Dies macht die Mitarbeiter leistungsfähiger, was wesentlich zum Unternehmenserfolg beiträgt.“

Foto von Robert Böhrk
Signatur von Robert Böhrk
Robert Böhrk
Berater

Betriebliches Gesundheitsmanagement in der Steuer

Gesundheitsförderung durch den Arbeitgeber wird steuerlich unterstützt: Unternehmen können bis zu 600 Euro pro Mitarbeiter und Jahr steuerfrei aufwenden, wenn sie über den Lohn hinaus Leistungen erbringen, die auf Prävention von Krankheiten bzw. die Förderung der Gesundheit abzielen.

Damit dieser Steuervorteil in Anspruch genommen werden kann, müssen die Maßnahmen den Anforderungen der Paragraphen 20 und 20 b im SGB V genügen. Dazu gehören z.B. Programme zur Suchtprävention oder Stressbewältigung oder Ernährungsangebote wie z.B. die Bereitstellung von frischem Obst. Mehr dazu können Sie auf der Seite des Bundesministeriums für Gesundheit nachlesen.


Betriebliches Gesundheitsmanagement für kleine und mittlere Unternehmen

Betriebliches Gesundheitsmanagement wird oft nur von größeren Unternehmen praktiziert. In kleineren und mittleren Betrieben ist es noch immer eine Seltenheit. Häufig fehlt dort das Wissen und die vielen Möglichkeiten und die Umsetzung überfordern. Dabei sind gerade kleinere und mittlere Unternehmen im Vorteil. Sie können Entscheidungen schneller treffen und umsetzen.

Was kostet betriebliches Gesundheitsmanagement für Ihre Firma?

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Fazit

Betriebliches Gesundheitsmanagement bedeutet, betriebliche Prozesse so zu gestalten, dass die Gesundheit und Leistungsfähigkeit der Mitarbeiter erhalten und gefördert wird. Trotz der finanziellen und zeitlichen Kosten zahlt es sich langfristig für Unternehmen aus. Wichtig für erfolgreiches betriebliches Gesundheitsmanagement sind präzise Zielsetzungen und regelmäßige Evaluationen sowie Kommunikationsstrategien, die Interesse der Mitarbeiter wecken.

Die häufigsten Fragen zum betrieblichen Gesundheitsmanagement

Was macht man im betrieblichen Gesundheitsmanagement?

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Betriebliches Gesundheitsmanagement bedeutet, betriebliche Prozesse so zu gestalten, dass Gesundheit und Leistungsfähigkeit der Mitarbeiter gewahrt und gefördert bleiben. Es handelt sich also um die strukturierte Umsetzung verschiedener gesundheitsförderlicher Maßnahmen in einem Unternehmen.

Wie funktioniert BGM?

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BGM – betriebliches Gesundheitsmanagement – besteht aus der Etablierung der Strukturen zur Gesundheitsförderung und deren Integration ins Unternehmen, der Analyse von Ressourcen und Handlungsbedarf, der Formulierung klarer Ziele und Maßnahmen und schließlich deren Umsetzung und Evaluation. Es handelt sich um eine fortwährenden Prozess.

Was gehört alles zum betriebliche Gesundheitsmanagement?

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Zum betrieblichen Gesundheitsmanagement gehören Arbeits- und Gesundheitsschutz, berufliches Eingliederungsmanagement, betriebliche Gesundheitsförderung, Personalmanagement und Fehlzeitmanagement.

Ist BGM Pflicht?

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Arbeitgeber sind über die Gesetze zum Arbeitsschutz und zur Eingliederung hinaus nicht verpflichtet, ein betriebliches Gesundheitsmanagement einzuführen. Auf lange Sicht kann es sich jedoch finanziell für sie lohnen.

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