Sterbegeld­versicherung Tarifvergleich und Ratgeber (2024)

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Das Wichtigste in Kürze

  • Mit einer Sterbegeld­versicherung versichern Sie die Bestattungskosten für Ihre eigene Beerdigung, um Ihre Angehörigen zu entlasten.
  • Dies ist jedoch in vielen Fällen nicht sinnvoll, da die Hinterbliebenen je nach Einstiegsalter unter Umständen weniger rausbekommen, als Sie einzahlen.
  • Empfehlenswerte Alternativen sind, das Geld selbst anzulegen, einen Vorsorgevertrag oder eine Risikolebens­versicherung abzuschließen.
  • Wenn Sie dennoch eine Sterbegeld­versicherung abschließen möchten, haben wir zwei Anbieterempfehlungen für Sie.

Das erwartet Sie hier

Was eine Sterbegeld­versicherung ist, wann sie sich lohnt und warum wir meistens davon abraten.

Inhalt dieser Seite
  1. Was ist eine Sterbegeld­­versicherung?
  2. Wer braucht eine Sterbegeld­­versicherung?
  3. Wann und was genau zahlt sie?
  4. Wann zahlt sie nicht?
  5. Kosten (inkl. Beispiel)
  6. Aktuelle Testergebnisse
  7. Die richtige Sterbegeld­­versicherung finden
  8. Tipps unserer Experten
Fachlich geprüft durch Gesa Aschmotat
Zuletzt aktualisiert am

Was ist eine Sterbegeld­versicherung?

Eine Sterbegeld­versicherung ist eine Art der Lebens­versicherung, die speziell dazu dient, die Kosten der eigenen Bestattung und die damit verbundenen Ausgaben abzudecken. Im Gegensatz zu einer regulären Lebens­versicherung fokussiert sich eine Sterbegeld­versicherung jedoch ausschließlich auf den Todesfall, mit dem Hauptziel, die Hinterbliebenen finanziell zu unterstützen.

Icon Grabstein

Wie funktioniert eine Sterbegeld­versicherung?

Sie als Versicherungsnehmer zahlen bei Abschluss einer Sterbegeld­versicherung regelmäßig oder einmalig einen bestimmten Betrag bis zu einem vertraglichen festgelegten Zeitpunkt ein. In Ihrem Todesfall wird die vereinbarte Versicherungssumme (in der Regel zwischen 3.000 Euro und 10.000 Euro) an die Angehörigen oder an eine namentlich benannte Person ausgezahlt, um die Bestattungskosten zu decken. Die Versicherung zahlt auch, wenn Sie bereits während der Beitragsdauer versterben. Denn trotz der begrenzten Beitragsdauer gilt der Versicherungsschutz ein Leben lang.

Wer braucht sie?

Für wen ist eine Sterbegeld­versicherung sinnvoll?

Icon Familie

Familien

Gerade in Familien ist es wichtig, Vorkehrungen für den Todesfall eines Elternteils zu treffen, wie die Organisation und Finanzierung der Bestattung und Trauerfeier sowie die Regelung von Vertragsangelegenheiten und die Auflösung des Haushalts.

Icon Partner Paar

Paare und Eheleute im fortgeschrittenen Alter

Für Paare, insbesondere wenn sie älter sind, ist die gegenseitige Absicherung durch eine Sterbevorsorge sinnvoll, um individuelle Bestattungswünsche im Voraus festzulegen und den einen Partner emotional und finanziell zu entlasten.

Icon Person Frau

Alleinstehende

Personen ohne Familie oder Angehörige werden höchstwahrscheinlich keine Unterstützung bei der Sterbevorsorge oder im Todesfall haben. Eine Sterbegeld­versicherung mit speziellen Zusatzleistungen kann diesen Personen Sicherheit bieten.

Die Vorteile einer Sterbegeld­versicherung

  • Finanzielle Entlastung der Angehörigen
    Die Versicherungssumme kann überwiegend oder komplett zur Deckung der Bestattungskosten genutzt werden, Angehörige müssen keine oder wenige eigene Mittel aufwenden.
  • Auszahlung der Versicherungssumme
    Im Todesfall der versicherten Person steht die volle Versicherungssumme zur Verfügung, unabhängig von der Höhe der bis dahin eingezahlten Beiträge.
  • Garantie der Bestattungswünsche
    Der Versicherer ermöglicht es, individuelle Bestattungswünsche festzulegen und sicherzustellen, dass diese umgesetzt werden.
  • Keine Gesundheitsprüfung
    In der Regel findet keine umfassende Gesundheitsprüfung bei Abschluss einer Sterbegeld­versicherung statt, was sie besonders für ältere Menschen oder Personen mit Vor­erkrankungen zugänglich macht.
  • Flexible Beitragszahlung
    Möglich sind monatliche oder jährliche Beitragszahlungen. Auch eine Einmalzahlung ist möglich.
  • Pfändungssicher
    Ansprüche aus Sterbegeld­versicherungen sind nicht pfändbar, da sie als sog. zweckgebundene Bestattungsvorsorge gelten – damit hat das Sozialamt keinen Zugriff auf das Kapital (Voraussetzung: Auszahlung erfolgt nur im Todesfall und ist in ihrer Höhe angemessen)
  • Optionale Zusatzleistungen
    Einige Versicherer bieten die Möglichkeit, Zusatzleistungen wie eine Unfalltod-Zusatz­versicherung einzuschließen, was den Versicherungsschutz erweitert.
  • Überschussbeteiligung
    Bei einigen Tarifen besteht die Möglichkeit, dass die Versicherungssumme durch Überschussbeteiligungen erhöht wird, was zu einer höheren Auszahlung im Todesfall führen kann.
  • Laufzeit und Geltungsbereich
    Der Versicherungsschutz gilt ein Leben lang, in der Regel auch im Ausland
  • Frühzeitiger Abschluss
    Wer frühzeitig eine Sterbegeld­versicherung abschließt, zahlt geringe Beiträge und die Hinterbliebenen haben am Ende tatsächlich mehr Kapital raus, als eingezahlt wurde (Achtung: nicht alle Versicherer bieten Sterbegeldpolicen für beispielsweise 40-Jährige an)

Die Nachteile einer Sterbegeld­versicherung

  • Geringe Kosteneffizienz
    Eine Sterbegeld­versicherung rechnet sich meist nicht. In vielen Fällen zahlen Versicherungsnehmer mehr in die Sterbegeld­versicherung ein, als das, was die Hinterbliebenen im Todesfall ausgezahlt bekommt.
  • Höhere Beiträge für Ältere
    Wer den Vertrag zur Sterbegeld­versicherung im fortgeschrittenen Alter (älter als 60) abschließt, der bezahlt in der Regel höhere Beiträge, denn der Versicherer muss einen hohen Anteil in die Risikoabsicherung investieren.
  • Wartezeiten
    Viele Sterbegeld­versicherungen haben eine Wartezeit, oft zwischen einem und drei Jahren, in der im Todesfall keine oder nur eine reduzierte Leistung erbracht wird. Stirbt der Versicherte während dieser Wartezeit, erhalten die Angehörigen möglicherweise nur die bis dahin gezahlten Beiträge zurück.
  • Inflation
    Die Versicherungssumme bleibt in der Regel über die gesamte Laufzeit gleich, was bedeutet, dass der reale Wert der Auszahlung durch Inflation im Laufe der Zeit sinken kann.
  • Keine Kapitalbildung
    Im Gegensatz zu anderen Spar- oder Anlageformen erwirtschaftet eine Sterbegeld­versicherung in der Regel keine Zinsen und nur wenige Überschüsse, die dem Versicherten oder den Hinterbliebenen zugutekommen könnten.
  • Unflexibilität
    Einmal festgelegt, lässt sich die Versicherungssumme oft nicht mehr anpassen, was insbesondere bei langfristigen Verträgen problematisch sein kann.
  • Risiko des Verlustes bei Zahlungsausfall
    Wenn der Versicherte die Beiträge nicht weiterzahlen kann oder will, kann der Versicherungsschutz verloren gehen, ohne dass die bis dahin eingezahlten Beiträge zurückerstattet werden.

Warum wir von einer Sterbegeld­versicherung abraten

Im Todesfall kommen mitunter hohe Summen für die Bestattung zusammen, die dann auf die Angehörigen zurückfallen, da die gesetzlichen Krankenkassen seit 2004 kein Sterbegeld mehr zahlen. Viele Menschen entscheiden sich daher für eine Absicherung, um ihre Angehörigen im Todesfall zumindest finanziell zu entlasten. Jedoch ist dafür eine Sterbegeld­versicherung in den meisten Fällen weniger sinnvoll. Selbst wer bereits mit 50 Jahren eine Sterbegeld­versicherung abschließt, hat am Ende mehr eingezahlt, als die Versicherung im Todesfall an die Hinterbliebenen auszahlt. Dies gilt besonders für Personen, die kurz vor der Rente oder später eine Sterbegeld­versicherung abschließen. Dazu kommen Hürden wie eine Gesundheitsprüfung, soll diese entfallen, dann setzen Versicherer eine Wartezeit und ähnlich wie bei Kapitallebens­versicherung kommen hohe Abschluss- und Verwaltungskosten auf Sie zu.

Vier Alternativen zur Sterbegeld­versicherung

Wann und was genau zahlt eine Sterbegeld­versicherung?

Diese Kosten werden vom Versicherer übernommen

  • Sarg
  • Grabstein und Grabnutzung/Friedhofsgebühr
  • Trauerfeier
  • Trauerkränze
  • Traueranzeige
  • Sterbeurkunde
  • Ggf. Kosten wie laufende Ausgaben für eine Immobilie oder Miete oder Haushaltsauflösung

Was kostet eine Beerdigung?

Wie teuer eine Beerdigung wird, hängt von vielen persönlichen Faktoren wie Bestattungsart, Region und persönlichen Wünschen für die Trauerfeier ab. Die Gesamtkosten können sich zwischen einigen tausend Euro und einigen zehntausend Euro bewegen. Beachten Sie folgende Tabelle zur Orientierung.

MindestkostenMaximalkosten
Friedhofs- und Bestattungsgebühren500 €3.500 €
Kränze und Blumen150 €800 €
Grabstein600 €3.000 €
Sarg300 €3.000 €
Grabbepflanzung110 €260 €
Trauerfeier0 € 500 €
Trauerredner300 €300 €
Karten100 €300 €
Gesamt2.060 – 5.060 €8.660 – 11.660 €

Kosten je nach Bestattungsart

Icon Grabstein

Erdbestattung

Sarg, Grabstelle, Grabpflege, Transport, Trauerfeier, Bestattergebühren

3.000 € – 10.000 €

Icon Feuer

Feuerbestattung

Kremation, Urne, Transport, Trauerfeier, Bestattergebühren

2.000 € – 7.000 €

Icon Wassertropfen

Seebestattung

Kremation, Urne, Bootscharter, Zeremonie auf See, Bestattergebühren

3.000 € – 5.000 €

Icon Baum

Waldbestattung

Kremation, Urne, Bestattungsplatz, Bestattergebühren

2.500 € – 6.000 €

Icon Flugzeug

Luftbestattung

Kremation, Genehmigung, Charterkosten Flugzeug/Heißluftballon, Bestattergebühren

4.000 € – 8.000 €

Icon Fragezeichen

Anonyme Bestattung

Kremation, Urne, Bestattergebühren, Friedhofsgebühren

1.000 € – 3.000 €

Wann zahlt sie nicht?

In diesen Fällen zahlt die Sterbegeld­versicherung nicht

  • Während der Wartezeit
    Viele Sterbegeld­versicherungen haben eine Wartezeit, die oft zwischen einem und drei Jahren nach Vertragsbeginn liegt. Stirbt der Versicherte innerhalb dieser Wartezeit, wird meist keine oder nur eine reduzierte Leistung erbracht. In einigen Fällen werden die bis dahin gezahlten Beiträge zurückerstattet.
  • Selbstmord
    Im Falle eines Suizids leisten viele Sterbegeld­versicherungen in der Regel erst nach Ablauf einer bestimmten Frist ab Vertragsbeginn, oft zwei oder drei Jahre. Suizid innerhalb dieser Frist führt meist zu einer Verweigerung der Leistung.
  • Nichtzahlung von Beiträgen
    Wenn die Beiträge zur Versicherung nicht regelmäßig gezahlt werden, kann der Versicherungsschutz erlöschen. In diesem Fall wird im Todesfall keine Leistung erbracht.
  • Bestimmte Todesursachen oder Umstände
    Manche Sterbegeld­versicherer enthalten spezifische Ausschlussklauseln, die bestimmte Todesursachen oder Umstände von der Leistung ausschließen. Schauen Sie genau in die Vertragsbedingungen.

Was kostet eine Sterbegeld­versicherung?

Die Kosten einer Sterbegeld­versicherung hängen von verschiedenen Faktoren ab, wie Alter, Laufzeit und der gewünschten Versicherungssumme.

Rechenbeispiel

  • Alter bei Vertragsabschluss: 44
  • Keine Vor­erkrankungen
  • Verheiratet, zwei Kinder
  • Endalter für Beitragszahlung: 85 Jahre
Icon Beleg
VersicherungssummeMonatlicher Beitrag
3.000 €ab 6,57 €
5.000 €ab 10,95 €
10.000 €ab 21,50 €

Zum Vergleich: Was kostet sie bei einem späteren Abschluss?

Die Kosten einer Sterbegeld­versicherung steigen mit späterem Abschlussalter: Wer eine Sterbegeld­versicherung mit 50 Jahren abschließt, zahlt für eine Versicherungssumme von 5.000 Euro einen monatlichen Beitrag ab rund 18 Euro. Die Kosten steigen bei einem Abschluss mit 70 Jahren auf ca. 36 Euro.

Was kostet Sie eine Sterbegeld­versicherung?

Die Testsieger 2024 aus Stiftung Warentest, Ökotest und Focus Money im Vergleich:

Sterbegeld­versicherung im Test

Ausschnitt der aktuellen Testsieger (2024) – mit Gesundheitsprüfung

VersichererTarifQualitätsfaktor
Logo die BayerischeDie BayerischeT 2284182
Logo IDEAL Versicherung AGIdealSterbeGeld80
Logo Nürnberger VersicherungNürnbergerBestattungsvorsorge78

Die ganze Tabelle und die aktuellen Testsieger der Sterbegeld­versicherung sowie unsere Empfehlungen finden Sie hier:

Alle Sterbegeld­versicherer im Test (2024)

Wie wählt man die richtige Sterbegeld­versicherung aus?

Darauf sollten Sie beim Vergleich achten

Sollen Sie sich für eine Sterbegeld­versicherung entscheiden, dann achten Sie beim Anbieter- und Tarifvergleich auf die folgenden Punkte:

  • Versicherungssumme: Diese sollte die Kosten Ihrer Wunschbestattung decken.
  • Wartezeiten: Informieren Sie sich über eventuelle Wartezeiten und wählen Sie einen Tarif mit einer für Sie akzeptablen Wartezeit.
  • Beitragszahlung: Achten Sie auf die Höhe und Dauer der Beitragszahlungen und darauf, dass die Beiträge dauerhaft für Sie tragbar sind.
  • Überschussbeteiligung: Erkundigen Sie sich, ob die Versicherung eine Überschussbeteiligung bietet, die die Versicherungssumme im Laufe der Zeit erhöhen kann.
  • Laufzeit: Achten Sie darauf, ob die Versicherung eine feste Laufzeit hat oder ob der Schutz bis zum Lebensende besteht.
  • Ausschlusskriterien: Prüfen Sie, ob es Ausschlusskriterien gibt, wie bestimmte Todesursachen oder Aktivitäten, die nicht abgedeckt sind.
  • Flexibilität: Informieren Sie sich, ob und wie Anpassungen am Vertrag vorgenommen werden können, zum Beispiel bei einer Änderung Ihrer Bestattungswünsche.

So gehen Sie beim Abschluss vor

  1. Bedarfsermittlung
    Legen Sie Ihren individuellen Bedarf fest. Überlegen Sie, welche Art von Bestattung Sie wünschen und schätzen Sie die damit verbundenen Kosten. Berücksichtigen Sie dabei alle Aspekte wie Bestattungsart, Trauerfeier und zusätzliche Dienstleistungen.
  2. Alternativen
    Wägen Sie ab, ob eine Sterbegeld­versicherung für Ihren Zweck das Richtige ist oder ob Alternativen besser für Sie geeignet sind.
  3. Angebotsvergleich
    Haben Sie sich für eine Sterbegeld­versicherung entschieden, vergleichen Sie die Angebote verschiedener Versicherungs­unternehmen – nutzen Sie dafür gern unseren kostenfreien Tarifrechner. Berücksichtigen Sie dabei die Versicherungssumme, die Höhe der Beiträge, Laufzeiten, Leistungsausschlüsse und ob eine Überschussbeteiligung angeboten wird.
  4. Tarifauswahl und Abschluss
    Nachdem Sie alle Informationen gesammelt und verglichen haben, treffen Sie eine Entscheidung für die Versicherung, die am besten zu Ihren Bedürfnissen und finanziellen Möglichkeiten passt. Wenden Sie sich an den ausgewählten Versicherer, um den Vertrag abzuschließen. Stellen Sie sicher, dass alle Ihre Fragen geklärt sind, bevor Sie den Vertrag unterzeichnen.

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Die Testsieger 2024 aus Stiftung Warentest, Ökotest und Focus Money im Vergleich.

Welche Fehler Sie auf keinen Fall bei Abschluss einer Sterbegeld­versicherung begehen sollten

lesen
  • Unzureichender Vergleich
    Entscheiden Sie sich nicht vorschnell für das erste Angebot, sondern vergleichen Sie verschiedene Versicherer und Tarife.
  • Fehleinschätzung der Versicherungssumme
    Wählen Sie keine zu niedrige oder unnötig hohe Versicherungssumme. Sie sollte realistisch die erwarteten Bestattungskosten abdecken.
  • Ignorieren der Wartezeiten
    Übersehen Sie nicht die Bedeutung von Wartezeiten im Versicherungsvertrag. Verstehen Sie, wann der Versicherungsschutz beginnt.
  • Übersehen von Ausschlusskriterien
    Informieren Sie sich genau über eventuelle Leistungsausschlüsse, zum Beispiel bei bestimmten Todesursachen.
  • Vernachlässigung der Beitragszahlungsdauer
    Achten Sie darauf, wie lange Beiträge gezahlt werden müssen und ob dies für Ihre finanzielle Planung tragbar ist.
  • Fehlende Kommunikation mit Angehörigen
    Informieren Sie Ihre Familie oder Erben nicht über den Abschluss und die Details der Sterbegeld­versicherung.

Wichtige Tipps unserer Experten für Sie

Experten-Tipp 1:
Wie Gesundheitsprüfung und Wartezeit zusammenhängen

„Im Gegensatz zu einer Risikolebens­versicherung gibt es bei der Sterbegeld­versicherung viele Anbieter, die auf eine Gesundheitsprüfung verzichten. Das heißt, die Versicherung kann beispielsweise auch von bereits erkrankten Menschen abgeschlossen werden. Allerdings veranschlagen Versicherer, die auf Gesundheitsfragen verzichten, im Gegenzug meist eine Wartezeit von bis zu drei Jahren. Bei Tarifen mit Gesundheitsprüfung entfällt wiederum in der Regel eine Wartezeit. Diese beiden Faktoren bedingen sich also gegenseitig.

Wichtig: Bei Unfalltod entfällt meistens die Wartezeit oder wird deutlich gekürzt. Außerdem zahlen einige Versicherer bei Versterben innerhalb der Wartezeit nur die eingezahlten Beiträge aus – abzüglich einiger Kosten.“

Foto von Gesa Aschmotat
Beraterin

Experten-Tipp 2:
Dela übernimmt Monuta

„Die Dela hat zum 01. November 2022 das deutsche Versichertenportfolio des Sterbegeld­versicherers Monuta übernommen. Die vollständige Integration in das Deutschlandgeschäft der Dela sollte bis Ende 2023 abgeschlossen sein. Der Verkauf des Portfolios hat jedoch keine Auswirkungen auf bereits bestehende Sterbegeld­versicherungen mit der Monuta. Diese werden ohne Anpassungen sowie mit unveränderten Beiträgen und Laufzeiten von der Dela übernommen.“

Foto von Gesa Aschmotat
Beraterin

Experten-Tipp 3:
Mit welchen Bestattungskosten ist zu rechnen?

Insgesamt belaufen sich die Kosten einer Bestattung im üblichen Rahmen auf eine Größenordnung zwischen 5.000 Euro und 10.000 Euro, die sich aus unterschiedlichen Leistungen zusammensetzen. Je nach gewünschter Ausführung sind nach oben kaum Grenzen gesetzt. Wählen Sie daher eine ausreichend hohe Versicherungssumme und berücksichtigen Sie auch die Inflation bei Ihrer Absicherung.

Foto von Gesa Aschmotat
Beraterin

Experten-Tipp 4:
Auszahlung muss theoretisch für Beerdigung aufgewendet werden

„Angehörige von Verstorbenen sind grundsätzlich gesetzlich dazu verpflichtet, für die Bestattungskosten aufzukommen. Die Sterbegeld­versicherung dient dem Zweck, diese Kosten zu decken, die Auszahlungssumme gilt dadurch als zweckgebunden. Jedoch ist dies nicht bei allen Versicherungstarifen in den Vertragsbedingungen festgehalten. Im Zweifelsfall sollte mit dem Versicherer besprochen werden, ob die Versicherungssumme für einen bestimmten Zweck genutzt werden muss oder prinzipiell zur freien Verfügung steht.“

Foto von Gesa Aschmotat
Beraterin

Experten-Tipp 5:
Zusatzleistungen im Todesfall

„Einige Versicherer bieten über externe Dienstleister auch aktive Unterstützung im Trauerfall an. Sie bestimmen zu Lebzeiten die Details Ihrer Bestattung selbst und das Dienstleistungsunternehmen übernimmt später die Organisation. Dadurch werden Ihre Angehörigen zusätzlich entlastet. Die vereinbarte Versicherungssumme wird in diesem Fall direkt an den Dienstleister überwiesen.“

Foto von Gesa Aschmotat
Beraterin

Experten-Tipp 6:
Mit Sterbegeld­versicherung Erbschaftssteuern sparen

„Die Leistung einer Sterbegeld­versicherung wird erbschafts- und einkommensteuerfrei an die Hinterbliebenen ausgezahlt. Selbst wenn Ihre Rücklagen für Ihre Wunschbestattung ausreichen, bietet eine Sterbegeld­versicherung wegen des Steuervorteils eine interessante Möglichkeit, Geld zu vererben. Sie können auf diese Weise z. B. einen Betrag an Ihre Kinder weitergeben, mit dem die eventuell anfallende Erbschaftssteuer auf Immobilien beglichen werden kann.“

Foto von Gesa Aschmotat
Beraterin

Die häufigsten Fragen zur Sterbegeld­versicherung

Wie sinnvoll ist eine Sterbegeld­versicherung?

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Wenn man mit 50 Jahren oder später eine Sterbegeld­versicherung abschließt, ist diese meist nicht sinnvoll. Je älter man bei Versicherungsabschluss ist, desto höher ist das Sterberisiko für den Versicherer und umso höher sind die Beiträge. Damit läuft man Gefahr, über die Jahre mehr einzuzahlen, als die Angehörigen im Todesfall an Kapital ausgezahlt bekommen. Sinnvoll ist eine Sterbegeld­versicherung, wenn überhaupt, dann nur, wenn sie in jungen Jahren abgeschlossen wird. Doch auch dann lohnen sich andere Formen der Altersvorsorge oder Geldanlage meist mehr, um seinen Angehörigen genug Geld für die eigene Bestattung zu hinterlassen.

Wie viel kostet eine Sterbegeld­versicherung?

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Die Kosten einer Sterbegeld­versicherung liegen bei einem Eintrittsalter von 45 Jahren zwischen etwa 6 und 30 Euro monatlich. Es gilt: Je älter man bei Abschluss und je höher die gewünschte Versicherungssumme ist, desto höher sind die Versicherungsbeiträge.

Wann sollte man eine Sterbegeld­versicherung abschließen?

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Wenn man unbedingt eine Sterbegeld­versicherung abschließen möchte, dann in möglichst jungen Jahren. Einige Versicherer setzen Altersgrenzen. So ist nicht bei allen ein Abschluss vor 40 Jahren möglich. Andere wiederum bieten eine Sterbegeld­versicherung bereits ab 18 Jahren an.

Wie lange zahlt man eine Sterbegeld­versicherung?

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Die Beitragsdauer läuft bei den meisten Versicherern entweder bis zum 65. oder 85. Lebensjahr. Dies wird vertraglich festgehalten. Der Versicherungsschutz erstreckt sich jedoch auf das ganze Leben. Auch gibt es die Option der Beitragsfreistellung: Wenn man die Beiträge nicht mehr zahlen kann, kann man diese aussetzen. Dadurch verringert sich die Versicherungssumme, da man ja nicht mehr einzahlt. Neben der Sterbegeld­versicherung, in die man monatlich oder jährlich einzahlt, gibt es auch die Option, eine Sterbegeld­versicherung mit einer größeren Einmalzahlung abzuschließen.

Wie erfolgt die Auszahlung der Sterbegeld­versicherung?

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Die Auszahlung der Sterbegeld­versicherung erfolgt in der Regel an die im Vertrag festgelegte begünstigte Person. Um die Auszahlung zu beantragen, müssen die Begünstigten dem Versicherer den Todesfall melden und die notwendigen Unterlagen einreichen, darunter die Sterbeurkunde, der Versicherungsvertrag und möglicherweise weitere Nachweise wie ein Totenschein. Nach Prüfung der Unterlagen wird die Versicherungssumme dann direkt an die Begünstigten ausgezahlt. Dieser Prozess kann je nach Anbieter und Vollständigkeit der eingereichten Dokumente einige Wochen in Anspruch nehmen. Eine vorzeitige Auszahlung der Sterbegeld­versicherung ist in der Regel ausgeschlossen.

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