Berufs­unfähigkeits­versicherung für Pflegekräfte

Pflegen ist Ihr Beruf. Absichern ist unsere Aufgabe – der passende BU-Schutz für Pflegekräfte.

Bekannt aus:

Das Wichtigste in Kürze

  • Krankenschwestern, Altenpfleger und Pflegehelfer haben ein erhöhtes Risiko, berufsunfähig zu werden – sie beziehen bis zu doppelt so häufig eine Erwerbsminderungs­rente wie Angehörige anderer Berufe.
  • Die durchschnittliche gesetzliche Erwerbsminderungs­rente liegt bei rund 1.100 € im Monat und damit meist unter einem Drittel des letzten Bruttolohns.
  • Belegbare Einstiegsbeiträge für Pflegekräfte beginnen bei rund 59 € im Monat (Azubi) und liegen für examinierte Fachkräfte je nach Alter und Rentenhöhe meist zwischen 80 und 320 €.
  • Lassen Sie sich kostenfrei zur passenden Berufs­unfähigkeits­versicherung beraten. Unsere BU-Beratung ist von Finanztip empfohlen.
Patrick Knittel

Kein Beruf schont den Rücken so wenig wie die Pflege …

Sie heben, betten um, stehen im Schichtdienst und geben jeden Tag mehr, als auf dem Dienstplan steht. Dass ausgerechnet Ihr eigener Körper irgendwann nicht mehr mitmacht, liegt beim Arbeiten am Bett näher, als vielen bewusst ist. Genau dann entscheidet sich, ob Sie finanziell abgesichert sind oder auf die knappe gesetzliche Rente angewiesen bleiben. Pflegekräfte werden doppelt so häufig erwerbsgemindert wie andere Berufsgruppen – und trotzdem haben viele keine private Absicherung. Eine Berufs­unfähigkeits­versicherung fängt genau diese Lücke auf und zahlt eine Rente, wenn Sie Ihren Pflegeberuf nicht mehr ausüben können. Hier erfahren Sie, worauf es dabei für Pflegekräfte wirklich ankommt.

Das müssen Pflegekräfte über die Berufs­unfähigkeits­versicherung wissen

Eine Berufs­unfähigkeits­versicherung zahlt Ihnen als Pflegekraft eine monatliche Rente, wenn Sie Ihren Beruf aus gesundheitlichen Gründen dauerhaft nicht mehr ausüben können. Sie ist damit die umfassendste private Absicherung Ihrer Arbeitskraft. Für Krankenschwestern, Altenpfleger und Pflegehelfer ist sie besonders bedeutsam, weil ihr Beruf körperlich und psychisch stark belastet.

Warum können Sie uns vertrauen?

Unsere Berater haften persönlich für ihre Empfehlung. Wenn unsere Beratung falsch ist und Sie dadurch im Leistungsfall Nachteile haben, stehen wir dafür ein. Das unterscheidet unsere Beratung von jeder AI-generierten Auskunft, für die niemand haftet.

Die Inhalte dieser Seite wurden von unserer Fachredaktion in enger Zusammenarbeit mit unseren zertifizierten Experten zu diesem Themenbereich erstellt, um Ihnen aktuelle und fachlich korrekte Informationen zu bieten. Qualitätskontrollen stellen sicher, dass die Inhalte dieser Seite regelmäßig aktualisiert und ergänzt werden.

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Wie funktioniert die BU für Pflegekräfte?

Bei der Berufs­unfähigkeits­versicherung handelt es sich um eine Risiko­versicherung für den Fall, dass Sie langfristig nicht mehr als Pflegekraft arbeiten können. Sie zahlt dann eine zuvor vereinbarte monatliche Berufs­unfähigkeitsrente, mit der Sie trotz wegfallenden Einkommens Ihren Lebensstandard halten. Das Besondere: Versichert ist konkret Ihr zuletzt ausgeübter Beruf, nicht die allgemeine Fähigkeit zu arbeiten. Genau dieser Unterschied ist für Pflegekräfte entscheidend. Wer nach einem Bandscheibenvorfall nicht mehr am Bett arbeiten kann, gilt in der BU als berufsunfähig – auch wenn theoretisch noch eine Bürotätigkeit möglich wäre.


Besonderheiten für Pflegekräfte

Pflegekräfte werden von Versicherern in eine hohe Risikogruppe eingestuft und zahlen deshalb mehr als Büroberufe. Trotzdem lohnt sich der Abschluss, da die gesetzliche Erwerbsminderungs­rente große Lücken lässt. Die Berufs­unfähigkeits­versicherung ist im Vergleich zu alternativen Versicherungen teurer, aber auch die leistungsstärkste Absicherung der Arbeitskraft.

Einige Versicherer bieten besondere Tarife für Gesundheitsberufe an. Zudem gibt es Klauseln, auf die Pflegekräfte besonders achten sollten – etwa die Infektionsklausel und eine Leistung bereits bei längerer Arbeitsunfähigkeit.

Experten-Tipp:
Der Bürojob als Notlösung ist eine gefährliche Illusion

„Der Rat ‚Wenn der Rücken nicht mehr mitmacht, arbeitest du eben im Büro‘ klingt vernünftig – hält aber im Ernstfall nicht. Genau darauf baut die gesetzliche Rente: Sie prüft den allgemeinen Arbeitsmarkt, nicht Ihren Pflegeberuf. Wer nach dem Bandscheibenvorfall raus ist, steht ohne freie Bürostelle da. Sichern Sie deshalb Ihren konkreten Beruf ab – nur die private BU tut das.“

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Berufs­unfähigkeit in Pflegeberufen

Pflegekräfte tragen ein deutlich höheres Risiko der Berufs­unfähigkeit als der Durchschnitt. Laut Barmer Pflegereport beziehen ein Viertel bis doppelt so viele Pflegekräfte eine Erwerbsminderungs­rente wie Angehörige anderer Berufe (Quelle: Barmer Pflegereport 2020). Grundsätzlich wird rund jeder Vierte im Lauf des Arbeitslebens berufsunfähig (Quelle: GDV).

Diesen Risiken sind Pflegekräfte ausgesetzt

Wer in der Pflege arbeitet, ist besonderen Belastungen ausgesetzt. Krankenschwestern und Altenpfleger leiden überdurchschnittlich häufig unter Rücken- und Gelenkbeschwerden, die durch Heben und Umbetten entstehen. Zu den häufigsten Ursachen der Berufs­unfähigkeit in der Pflege gehören:

  • Infektionen aufgrund des erhöhten Ansteckungsrisikos in Pflegeheimen und Kliniken
  • Emotionale Belastung durch die Konfrontation mit Tod, Leid und Einsamkeit
  • Burnout aufgrund von Zeitdruck, Stress, Überstunden und Überforderung
  • Gelenk- und Rückenbeschwerden durch das häufige Heben der Patienten
  • Haut­erkrankungen durch ständigen Kontakt mit Desinfektions- und Reinigungsmitteln
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Diese Belastungen schlagen sich in den Zahlen nieder. Der Gesundheits- und Pflegebereich hat mit 6,2 Prozent den höchsten Krankenstand aller Branchen (Quelle: DAK-Gesundheitsreport). Rückenleiden führen bei Altenpflegekräften zu rund 96 Prozent mehr Fehltagen als in anderen Berufsgruppen (Quelle: Barmer Pflegereport 2020).


Häufigste Ursachen der Berufs­unfähigkeit

Die häufigsten Ursachen für Berufs­unfähigkeit sind bundesweit psychische Leiden und Erkrankungen des Nervensystems mit 38 Prozent, gefolgt von Krebs mit 19 Prozent und Erkrankungen des Bewegungsapparats mit 16 Prozent; schwere Unfälle machen nur acht Prozent aus (Quelle: GDV). Für Pflegekräfte ist das besonders relevant, weil genau diese beiden Spitzenreiter – Psyche und Rücken – ihren Berufsalltag prägen.


Versorgungslücke durch die Erwerbsminderungs­rente

Die gesetzliche Erwerbsminderungs­rente schließt die finanzielle Lücke nicht. Sie prüft die allgemeine Erwerbsfähigkeit auf dem gesamten Arbeitsmarkt, nicht den erlernten Pflegeberuf. Wer als Pflegekraft nicht mehr am Bett arbeiten kann, aber theoretisch noch eine andere Tätigkeit ausüben könnte, erhält oft nur eine teilweise oder gar keine Rente.

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Die durchschnittliche Erwerbsminderungs­rente betrug 2024 durchschnittlich rund 1.100 € im Monat und liegt damit in der Regel unter einem Drittel des letzten Bruttolohns (Quelle: Deutsche Renten­­versicherung, Renten­­versicherung in Zahlen 2025). Diese Versorgungslücke lässt sich mit einer privaten Berufs­unfähigkeits­versicherung schließen.

Ihre Versorgungslücke als Pflegekraft schließen – mit der passenden Berufs­unfähigkeits­versicherung

Wir vergleichen für Sie die BU-Tarife mehrerer Anbieter und finden auf Basis Ihrer Daten eine leistungsstarke Absicherung. Unsere Beratung ist kostenfrei und unverbindlich.

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BU für Krankenschwester, Altenpfleger und weitere Pflegeberufe

Eine Berufs­unfähigkeits­versicherung ist für alle Pflegeberufe sinnvoll – vom Azubi bis zur Leitung, vom Pflegehelfer bis zur examinierten Intensivpflegekraft. Die Risikoeinstufung und der Beitrag unterscheiden sich jedoch je nach Tätigkeit, weil die körperliche und psychische Belastung variiert.

Diese Pflegeberufe profitieren besonders von einer Berufs­unfähigkeits­versicherung

Examinierte Pflegefachkräfte

  • Pflegefachfrau und Pflegefachmann (seit 2020 generalistische Ausbildung)
  • Gesundheits- und Krankenpfleger beziehungsweise Krankenschwestern
  • Altenpfleger
  • Gesundheits- und Kinderkrankenpfleger

Spezialisierte Pflege

  • Intensiv-, Anästhesie- und OP-Pflegekräfte

Assistenz- und Helferberufe

  • Pflegehelfer und Pflegeassistenten
  • Altenpflegehelfer

BU für Krankenschwestern und Gesundheitspfleger

Für examinierte Gesundheits- und Krankenpflegerinnen ist die BU eine der wichtigsten Versicherungen. Sie arbeiten körperlich (Heben, Umlagern, Schichtdienst) und tragen zugleich ein hohes psychisches Belastungsrisiko. Versicherer stufen diesen Beruf entsprechend hoch ein, honorieren aber einen dokumentierten Büro- oder Organisationsanteil mit günstigeren Konditionen.


BU für Altenpfleger

Altenpfleger gehören zu den am stärksten belasteten Pflegeberufen. Der Krankenstand von Altenpflegekräften liegt mit 7,2 Prozent über dem der Krankenpflege und deutlich über den 5,0 Prozent in sonstigen Berufen (Quelle: Barmer Pflegereport 2020). Entsprechend fällt die Risikoeinstufung aus – und macht eine gute Absicherung besonders wichtig.


BU für Pflegehelfer und Teilzeitkräfte

Auch für Pflegehelfer, Pflegeassistenten und Teilzeitkräfte ist eine Berufs­unfähigkeits­versicherung sinnvoll – nicht nur für examinierte Vollzeitkräfte. Wer weniger verdient oder in Teilzeit arbeitet, wählt einfach eine niedrigere Berufs­unfähigkeitsrente, die zum Einkommen passt. So bleibt der Beitrag bezahlbar, und die Absicherung greift trotzdem. Gerade Hilfskräfte trifft die körperliche Belastung besonders hart: Rückenleiden führen bei Altenpflege-Hilfskräften zu rund 180 Prozent mehr Fehltagen als in anderen Berufen (Quelle: Barmer Pflegereport 2020).

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BU für Azubis in der Pflege – früh sichern, dauerhaft sparen

Wer sich bereits als Azubi versichert, sichert sich den günstigsten Beitrag – und behält ihn über die gesamte Laufzeit. In jungem Alter liegen meist noch keine Vor­erkrankungen vor, was Versicherer mit niedrigen Beiträgen belohnen. Ein Azubi kann sich bereits ab rund 59 € im Monat absichern.

Ein weiterer Vorteil: Bei einer guten BU muss ein späterer Berufswechsel nicht angezeigt werden. So lässt sich die ungünstige Einstufung des Pflegebereichs dauerhaft umgehen, selbst wenn Sie den Beruf wechseln.

Experten-Tipp:
Warten bis zur Übernahme ist der teuerste Fehler im Pflege-Einstieg

„Viele wollen erst den festen Vertrag abwarten, bevor sie an die BU denken. Das kostet doppelt: Als Azubi zahlen Sie ab rund 59 € und sind noch gesund – jeder Rücken- oder Psyche-Eintrag in der Akte verteuert später den Beitrag oder führt zum Ausschluss. Schließen Sie früh ab und sichern Sie sich per Nach­versicherung das Recht, die Rente ohne neue Gesundheitsprüfung zu erhöhen.“

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Was leistet die BU für Pflegekräfte?

Die Berufs­unfähigkeits­versicherung zahlt eine vertraglich festgelegte Berufs­unfähigkeitsrente, wenn Sie für voraussichtlich mindestens sechs Monate Ihren Beruf zu 50 Prozent oder weniger ausüben können. Damit die Versicherung zahlt, stellen Sie einen Leistungsantrag. Rund 80 Prozent aller Anträge auf eine BU-Rente werden bewilligt (Quelle: GDV).

Wann ist man berufsunfähig?

Wichtige Klauseln für Pflegekräfte

  • Verzicht auf abstrakte Verweisung
    Als Pflegekraft sollten Sie darauf achten, dass in Ihrer Berufs­unfähigkeits­versicherung ein Verzicht auf abstrakte Verweisung enthalten ist. Sonst kann der Versicherer Sie auch auf eine andere berufliche Tätigkeit verweisen, wenn Sie berufsunfähig werden.
  • Infektionsklausel
    Auch die Infektionsklausel ist für Berufe im Heilwesen sehr wichtig. Diese besagt, dass Sie Ihre Berufs­unfähigkeitsrente auch dann bekommen, wenn Ihnen Behörden aufgrund einer Infektionsgefahr das Arbeiten untersagen. In den Bedingungen sollte stehen, dass Sie auch in einem solchen Falls als berufsunfähig gelten, obwohl Sie nicht krank oder verletzt im eigentlichen Sinne sind.
  • Arbeitsunfähigkeitsklausel
    Wer in einem Pflegeberuf arbeitet, trägt ein hohes Risiko, aufgrund des Umgangs mit Krankheiten sowie Infektionen auch selbst zu erkranken. Sie können als Pflegekraft in Ihrer Berufs­unfähigkeits­versicherung vereinbaren, dass Sie auch bei einer längeren Erkrankung versichert sind – auch dann, wenn es nach der Krankheit nicht zu einer Berufs­unfähigkeit kommt beziehungsweise diese auch nicht zu erwarten ist. Bezahlt wird die vereinbarte Rente dann rückwirkend zum Eintritt der Erkrankung.

Alle wichtigen Klauseln und Regelungen

Fallbeispiele: Das bringt die Berufs­unfähigkeits­versicherung

Beispiel 1: Berufs­unfähigkeit bei einer Krankenpflegerin

Eine knapp 50 Jahre alte Krankenschwester leidet wegen der täglichen körperlichen Anstrengung beim Waschen, Umbetten und Heben unter anhaltenden Rückenschmerzen. Es kommt zu einem Bandscheibenvorfall, sodass sie ihren Beruf im Krankenhaus nicht mehr ausüben kann.

  • Ohne eine Berufs­unfähigkeits­versicherung könnte sie auf den Beruf der Sachbearbeiterin in der Krankenhaus­verwaltung verwiesen werden, obwohl dort kein freier Arbeitsplatz zur Verfügung steht.
  • Ihre Berufs­unfähigkeits­versicherung dagegen erkennt die Berufs­unfähigkeit an und zahlt eine Berufs­unfähigkeitsrente.

Beispiel 2: Berufs­unfähigkeit bei einem Altenpfleger

Ein 40 Jahre alter Altenpfleger leidet wegen Schlafmangel und hoher Stressbelastung an einer mittelgradigen depressiven Episode. Da seine Konzentration gestört ist, kann er weder seinen Beruf noch andere Tätigkeiten ausüben.

  • Ohne eine Berufs­unfähigkeits­versicherung erhielte er nur eine geringe Erwerbsminderungs­rente, die seinen Lebensstandard nicht deckt.
  • Weil er eine Berufs­unfähigkeits­versicherung abgeschlossen hat, erhält er zusätzlich 1.000 € pro Monat.

Experten-Tipp:
Die reine BU-Rente allein deckt Ihr größtes Berufsrisiko nicht ab

„In der Pflege endet die Arbeitsfähigkeit selten von heute auf morgen – meist gehen lange Krankschreibungen voraus. Eine BU ohne Arbeitsunfähigkeitsklausel zahlt erst, wenn die Berufs­unfähigkeit feststeht, und lässt Sie monatelang ohne Geld. Achten Sie darauf, dass die Rente schon bei nachgewiesener Arbeitsunfähigkeit rückwirkend fließt. Ergänzend sichert eine Pflegeoption den späteren Wechsel in eine Pflegerente ohne neue Prüfung.“

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Was passiert, wenn der Versicherer nicht zahlen will?

Leistungsablehnungen bei der BU kommen vor – Versicherer prüfen jeden Antrag genau. Als Ihre Berater stehen wir in diesem Fall auf Ihrer Seite: Wir prüfen die Ablehnung, fordern die Begründung an und setzen Ihren Anspruch gegenüber dem Versicherer durch. Das ist unser Job – Sie müssen sich nicht allein durch das Verfahren kämpfen. Diesen Beistand bietet weder eine AI-Auskunft noch ein Vergleichsportal.

Was kostet die BU für Krankenschwester und Pflegekräfte?

Eine Berufs­unfähigkeits­versicherung kostet für Pflegekräfte je nach Alter, Laufzeit und Rentenhöhe etwa 50 bis 140 Euro im Monat, bei höherer Absicherung oder Premiumtarifen auch mehr. Der Beitrag hängt vor allem von der Risikoeinstufung des Berufs, dem Eintrittsalter und der gewünschten Rentenhöhe ab.

Kostenbeispiele nach Profil

Die folgenden Beispiele zeigen: mehr Rente bedeutet mehr Beitrag, und ein höheres Eintrittsalter kostet ebenfalls mehr.

ProfilAlterBU-RenteLaufzeit bisBeitrag pro Monat
Pflegefachfrau/-mann in Ausbildung201.000 €67ab 59 €
Gesundheits- und Krankenpfleger:in261.500 €63ab 72 €
Kinderkrankenschwester/-pfleger:in251.500 €65ab 76 €
Operationstechnische:r Assistent:in292.000 €65ab 88 €
Beiträge nicht direkt untereinander vergleichbar, da Rente und Laufzeit variieren.

Kostenfaktoren

  • Beruf und Risikoeinstufung
  • Vor­erkrankungen
  • Alter bei Vertragsschluss
  • Höhe der Berufs­unfähigkeitsrente
  • Vertragslaufzeit und Endalter
  • Zusatzleistungen wie die Arbeitsunfähigkeitsklausel

Sind die Beiträge steuerlich absetzbar?

Beiträge zur selbständigen Berufs­unfähigkeits­versicherung sind Sonderausgaben nach § 10 Absatz 1 Nummer 3a EStG. In der Praxis ist der Höchstbetrag bei Angestellten meist schon durch die Kranken- und Pflege­versicherungsbeiträge ausgeschöpft – für viele Pflegekräfte wirkt sich die BU steuerlich daher kaum aus. Die spätere Rente aus einer selbständigen BU wird nur mit dem geringen Ertragsanteil versteuert.

Was Ihre BU als Pflegekraft wirklich kostet – im neutralen Vergleich

Zwischen dem günstigsten und dem teuersten Tarif liegt bei gleicher Leistung oft der Faktor zwei. Unsere BU-Beratung ist von Finanztip empfohlen und unsere Experten rechnen Ihren individuellen Beitrag über mehrere Anbieter aus.

  • Beitragsvergleich über mehrere Versicherer
  • Angebot passend zu Alter, Rente und Laufzeit
  • Kostenfrei und unverbindlich
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BU trotz Vorerkrankung für Pflegekräfte

Auch mit Vor­erkrankungen ist der Abschluss einer Berufs­unfähigkeits­versicherung oft möglich. Statt einer Ablehnung kommen häufig ein Beitragszuschlag oder ein Leistungsausschluss für die betroffene Diagnose infrage. Gerade bei Pflegekräften sind Rücken- und Skelettbeschwerden sowie psychische Diagnosen verbreitet – beides sind Punkte, die Versicherer genau prüfen.

Experten-Tipp:
Eine psychische Vorgeschichte bedeutet fast nie das Aus

„Viele Pflegekräfte trauen sich wegen einer früheren Therapie oder einer Burn-out-Diagnose gar nicht erst an die BU – aus Angst vor Ablehnung. In unserer Praxis führt eine psychische Vorerkrankung aber meist nur zu einer Ausschlussklausel, nicht zur Ablehnung. Das heißt: Sie bekommen Schutz für alle anderen Ursachen, oft zu normalen Beiträgen. Auch detailliert beschriebene, harmlose Rückenbeschwerden führen häufig zur Normalannahme statt zu einem Ausschluss. Mein Rat: Klären Sie das vorab über eine anonyme Risikovoranfrage – dann wissen Sie, wo Sie stehen, ohne sich eine Ablehnung einzufangen.“

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Warum Sie Ihren BU-Antrag nicht selbst stellen sollten

Wenn Sie direkt bei einem Versicherer einen Antrag stellen und abgelehnt werden, wird das in den Datenbanken der Versicherer erfasst. Bei jedem weiteren Antrag müssen Sie diese Ablehnung angeben – das verschlechtert Ihre Chancen erheblich. Über uns läuft die anonyme Risikovoranfrage: Ihr Name taucht nicht auf, es wird nichts gespeichert, und Sie erfahren vorab, welcher Versicherer Sie zu welchen Konditionen annehmen würde. Diesen Weg bieten weder AI-Tools noch Vergleichsportale.

Trotz Rückenleiden zur Berufs­unfähigkeits­versicherung – sicher über die anonyme Voranfrage

Wir fragen bei mehreren Versicherern an, ohne Ihren Namen zu nennen – so entsteht kein Ablehnungseintrag, und Sie erfahren vorab, wer Sie zu welchen Konditionen annimmt. Unsere Beratung ist kostenfrei.

  • Anonyme Risikovoranfrage – nichts wird gespeichert
  • Konditionen mehrerer Anbieter im Vergleich
  • Finanztip empfiehlt uns für die BU-Beratung
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Berufs­unfähigkeits­versicherung für Pflegekräfte im Test

Wir haben für Sie aktuelle Testergebnisse zur Berufs­unfähigkeits­versicherung zusammengetragen. Neben allgemeinen Vergleichen und Rankings finden Sie dort auch einen Versicherungsvergleich für Modellkunden aus Gesundheitsberufen.

Alle aktuellen Testsieger für Altenpfleger (2026)

Das das Deutsche Finanz-Service Institut (DFSI) hat Berufs­unfähigkeits­versicherungen umfassend getestet. Laut DFSI eignen sich vor allem die Europa für Altenpfleger und erreichen die höchste Prozentzahl in der Gesamtbewertung.

Logo EUROPA Versicherungen

Das DFSI-Rating 2025

Das Deutsche Finanz-Service Institut (DFSI) hat im Jahr 2025 Berufs­unfähigkeits­versicherungen unter anderem mit Blick darauf untersucht, ob sich ihr Versicherungsschutz für das Berufsbild des Altenpflegers eignet. Bewertet werden rund 60 Leistungsmerkmale wie beispielsweise die für alle Berufsgruppen gültigen Allgemeinen Versicherungs­bedingungen, aber auch Spezialklauseln für die jeweilige Berufsgruppe. Da Altenpfleger aufgrund der körperlich und emotional anspruchsvollen Arbeit ein erhöhtes Risiko für Berufs­unfähigkeit haben, ist die Leistungsstärke des Versicherers besonders wichtig. Denn so ist sichergestellt, dass im Fall einer Berufs­unfähigkeit eine umfassende und schnelle Leistung erfolgt, um den Lebensunterhalt und die finanzielle Sicherheit zu gewährleisten.

Finden Sie hier alle Anbieter und ihre Tarife, die für den Modellkunden als Altenpfleger die Gesamtbewertung „hervorragend“ erreichen.

Testsieger Modellkunde Altenpfleger

TarifTarifbedingungenPrämien­bewertungBU KompetenzGesamt­bewertung
Logo EUROPA VersicherungenEuropaEUROPA Berufs­unfähigkeits­versicherung (E-BU)HervorragendHervorragendSehr gutHervorragend

Ausschnitt der Testsieger für alle Berufe (2026)

AnbieterFranke und Bornberg ØDFSI ØIVFP ØFinanztest ØServiceValue EuroAtlasGesamt­wertung von 100
Logo Dialog Versicherung AGDialogFFF+Sehr gutExzellentSehr gut96
Logo VPV VersicherungenVPVFFFSehr gut95
Logo Lebensversicherung von 1871 a. G. MünchenLV 1871FFFHervorragendExzellentSehr gutSehr gut94

Die ganze Tabelle und die aktuellen Testsieger der Berufs­unfähigkeits­versicherung sowie die Empfehlungen unserer Experten finden Sie hier:

Alle Berufs­unfähigkeits­versicherer im Test (2026)

Testsieger-Tarife sind ein guter Startpunkt, aber nicht automatisch der beste Tarif für Ihre Situation. Welcher Anbieter Ihren Pflegeberuf günstig einstuft, hängt von Ihren Tätigkeitsanteilen ab. Das klären wir in einem neutralen Vergleich für Sie.

So finden Pflegekräfte die beste Berufs­unfähigkeits­versicherung

Die beste BU für Pflegekräfte hat eine ausreichend hohe Rente, eine lange Laufzeit bis 67 und die für den Pflegeberuf wichtigen Klauseln. Achten Sie auf diese Punkte:

  • Ist die Berufs­unfähigkeitsrente hoch genug, um Ihre Versorgungslücke zu schließen?
  • Enthält der Vertrag die Infektionsklausel und einen Verzicht auf die abstrakte Verweisung?
  • Wie lang ist die Vertragslaufzeit – idealerweise bis 67?
  • Wie wird Ihr Berufsbild in der Risikoeinstufung beurteilt?
  • Gibt es Sondertarife für Gesundheitsberufe?

Exklusiver Zugang zur KlinikRente

Als Pflegefachkraft haben Sie exklusiven Zugang zur KlinikRente, das Versorgungswerk des Bundesverbandes Deutscher Privatkliniken e. V., welches gezielt für die Bedürfnisse von Fachkräften im Gesundheitswesen entwickelt wurde. Die Risikobewertung ist exakt auf die beruflichen Tätigkeiten zugeschnitten und kennt die Unterschiede zwischen den Fachrichtungen. Zudem ist die Absicherung oft günstiger als über klassische BU-Tarife.

Mehr zur KlinikRente

BU abschließen: So gehen Sie vor

  1. Bedarf ermitteln:
    Klären Sie Ihren Absicherungsbedarf anhand von Einkommen und Lebensumständen.
  2. Gesundheitsstatus einholen:
    Zur BU gehört eine Gesundheitsprüfung. Holen Sie Informationen über Ihre Krankheits­geschichte der letzten zehn Jahre ein, um versehentliche Falschangaben zu vermeiden.
  3. Beratung und Risikovoranfrage:
    Wir stellen für Sie eine anonyme Risikovoranfrage. So erfahren Sie, ob und zu welchen Konditionen Versicherer Ihren Antrag annehmen würden.
  4. Angebote vergleichen:
    Lesen Sie die Bedingungen genau und prüfen Sie die für Sie wichtigen Klauseln. Wir unterstützen Sie dabei.
  5. Antrag stellen:
    Machen Sie zutreffende und vollständige Angaben zu Ihrem Gesundheitszustand.
  6. Versicherungsschein prüfen:
    Überprüfen Sie den Versicherungsschein noch einmal.
  7. Unterschrift und Beitragszahlung:
    Bestätigen Sie den Vertragsschluss, zahlen Sie die Beiträge und bewahren Sie die Unterlagen sorgfältig auf.

So läuft eine Beratung bei uns ab


Diese Fehler sollten Pflegekräfte vermeiden

  • Zu niedrige Berufs­unfähigkeitsrente:
    Die Rente sollte die Versorgungslücke spürbar schließen; unter 1.000 Euro ergibt sie meist wenig Sinn.
  • Falsche Angaben:
    Falsche Angaben zu Vor­erkrankungen können dazu führen, dass die Versicherung im Leistungsfall nicht zahlt.
  • Wichtige Klauseln ignorieren:
    Für Pflegekräfte sind Klauseln wie die Infektionsklausel entscheidend.
  • Keine Beratung:
    Gerade bei einem risikoreichen Beruf oder Vor­erkrankungen helfen Experten, sich trotzdem optimal zu versichern – einschließlich anonymer Risikovoranfrage.
  • Zu lange warten:
    Jüngere Versicherte zahlen weniger, und mit dem Alter steigt das Risiko von Vor­erkrankungen, die den Abschluss verteuern.

Diese Anbieter empfehlen unsere Experten für Pflegekräfte

Unsere Experten der Berufs­unfähigkeits­­versicherung empfehlen für die Berufs­gruppe der Pflegekräfte unter anderem folgende Anbieter:

Je nach Ihrer individuellen Situation und Ihren persönlichen Anforderungen können wir Ihnen noch weitere Berufs­unfähigkeits­­versicherer empfehlen. Gerade bei einer Berufs­unfähigkeits­­versicherung kommt es bei der Wahl des Anbieters immer auf den Einzelfall an. Lassen Sie sich daher von uns individuell beraten – gemeinsam finden wir den besten Tarif für Sie.

Experten-Tipp:
Eine kleine Rente zum kleinen Beitrag ist keine Absicherung

„Aus Angst vor dem Beitrag wählen viele eine 500-Euro-Rente – und stehen im Ernstfall kaum besser da als mit der gesetzlichen Rente. Sichern Sie mindestens 1.000 Euro ab, sonst lohnt der Vertrag kaum. Und schönen Sie nie Ihre Gesundheitsangaben: Ein Rückeneintrag ist kein K.-o. Über die anonyme Risikovoranfrage klären wir vorab, wer Sie zu welchen Konditionen nimmt – ohne Ablehnungseintrag.“

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Häufige Fragen zur BU für Pflegekräfte

Welche Versicherung brauchen Sie als Krankenschwester?

Die wichtigste Versicherung zur Absicherung der Arbeitskraft ist für Krankenschwestern die Berufs­unfähigkeits­versicherung, weil sie den zuletzt ausgeübten Pflegeberuf absichert und die große Lücke der gesetzlichen Erwerbsminderungs­rente schließt. Sinnvoll sind daneben eine private Haftpflicht- und Krankenzusatz­versicherung. Reicht die BU wegen Vor­erkrankungen oder Beitragshöhe nicht aus, kommt als Alternative eine Grundfähigkeits- oder Erwerbsunfähigkeits­versicherung infrage.

Was kostet eine BU für eine Krankenschwester?

Eine 30-jährige, gesunde Krankenschwester zahlt für 1.000 Euro monatliche Berufs­unfähigkeitsrente je nach Anbieter und Laufzeit zwischen rund 49 und 140 Euro im Monat: Absicherung bis Alter 60 ab etwa 49 Euro, bis Alter 67 meist 80 bis 140 Euro. Wer jünger einsteigt oder eine niedrigere Rente wählt, zahlt weniger; höhere Renten und Premiumtarife kosten mehr.

Wann gilt eine Pflegekraft als berufsunfähig?

Berufsunfähig ist eine Pflegekraft, wenn sie ihren zuletzt ausgeübten Beruf voraussichtlich für mindestens sechs Monate zu 50 Prozent oder weniger ausüben kann. Entscheidend ist der konkrete Pflegeberuf, nicht die allgemeine Arbeitsfähigkeit. Rund 80 Prozent aller BU-Leistungsanträge werden bewilligt.

Für wen lohnt sich eine Berufs­unfähigkeits­versicherung nicht?

Verzichtbar ist die BU vor allem für Personen, die nicht auf ihr Arbeitseinkommen angewiesen sind – etwa bei ausreichendem Vermögen oder kurz vor der Rente. Für Pflegekräfte lohnt sie sich fast immer, weil ihr Berufs­unfähigkeitsrisiko erhöht ist und die gesetzliche Erwerbsminderungs­rente mit durchschnittlich rund 1.100 € im Monat meist unter einem Drittel des letzten Bruttolohns liegt. Ist die BU wegen Vor­erkrankungen nicht erhältlich, sind Grundfähigkeits- oder Erwerbsunfähigkeits­versicherung sinnvolle Alternativen.

Warum braucht ein Azubi in der Pflege schon eine Berufs­unfähigkeits­versicherung?

Ja – für Auszubildende in der Pflege ist der frühe Abschluss besonders vorteilhaft. In jungem Alter liegen meist noch keine Vor­erkrankungen vor, deshalb ist der Beitrag niedrig und bleibt über die gesamte Laufzeit erhalten. Eine Pflegefachfrau/-mann in Ausbildung kann sich bereits ab rund 59 Euro im Monat absichern (1.000 Euro Rente, Laufzeit bis 67).

Was ist die Nach­versicherungsgarantie und warum ist sie für Pflegekräfte wichtig?

Die Nach­versicherungsgarantie erlaubt es, die vereinbarte Berufs­unfähigkeitsrente zu bestimmten Anlässen – etwa Gehaltssteigerung, Heirat oder Geburt eines Kindes – ohne erneute Gesundheitsprüfung zu erhöhen. Für Pflegekräfte ist das wertvoll: Sie können früh mit einer günstigen, niedrigeren Rente einsteigen und den Schutz später aufstocken, ohne dass zwischenzeitliche Vor­erkrankungen den Abschluss verteuern.

Was ist die KlinikRente und lohnt sie sich für Pflegekräfte?

Die KlinikRente ist das Versorgungswerk des Gesundheitswesens, das gezielt für Fachkräfte im Gesundheitswesen entwickelt wurde. Die Risikobewertung ist auf die beruflichen Tätigkeiten zugeschnitten, die Absicherung ist oft günstiger als über klassische BU-Tarife und teils auch über den Arbeitgeber abschließbar. Für Pflegekräfte lohnt sich deshalb ein Vergleich mit den regulären Tarifen.

Wann zahlt die BU, wenn ich als Pflegekraft nur längere Zeit krankgeschrieben bin?

Mit einer Arbeitsunfähigkeitsklausel (AU-Klausel) ja: Sind Sie länger – je nach Tarif ab sechs Monaten, bei guten Tarifen bereits ab drei bis vier Monaten – ununterbrochen arbeitsunfähig, zahlt die Versicherung die vereinbarte Rente, auch wenn noch keine Berufs­unfähigkeit festgestellt ist. Das ist im Pflegeberuf besonders wertvoll, weil lange Krankschreibungen hier häufig sind.

Wie bekomme ich mit Vor­erkrankungen wie Rückenleiden noch eine BU als Pflegekraft?

Häufig ja. Statt einer Ablehnung kommen bei Vor­erkrankungen meist ein Beitragszuschlag oder ein Leistungsausschluss für die betroffene Diagnose infrage. Gerade Rücken- und Skelettbeschwerden sowie psychische Diagnosen sind bei Pflegekräften verbreitet und werden genau geprüft. Wichtig: Stellen Sie den Antrag nicht direkt beim Versicherer, sondern über eine anonyme Risikovoranfrage – so entsteht kein Ablehnungseintrag, der spätere Anträge erschwert.

Weitere Berufs- und Personengruppen in der Berufs­unfähigkeits­versicherung

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Lena Mierbach
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