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Das Versicherungsrecht lässt Spielräume für Interpretationen: Ab wann gilt ein Reisender als “unerwartet erkrankt”? Wann liegt eine “leichte” oder “grobe Fahrlässigkeit” vor? Und ab wann gilt ein Arbeitnehmer als “vollständig arbeitsunfähig”?

Inhalt dieser Seite
  1. Ansprechpartner im Versicherungsrecht
  2. Grundlagen des Versicherungsrechts
  3. Schwerpunkte in der Praxi
  4. Der Versicherungsombudsmann

Das Wichtigste in Kürze

  • Fachanwalt Dr. Knut Pilz ist unser Experte für Versicherungsrecht.
  • Das Versicherungsrecht deckt unterschiedliche Rechtsbereiche ab wie beispielsweise Sach-, Personen-, Haftpflicht- oder Rechts­schutz­versicherungen.
  • Bei einem Streit mit Ihrer Versicherung können Sie sich unter anderem kostenfrei an einen Versicherungs­- oder PKV-Ombudsmann wenden.

Fragen rund um das Versicherungsrecht? Herzlich willkommen!

Wer sich in einen Rechtsstreit mit einem Versicherungsunternehmen wagt, braucht mitunter ein gutes Nervenkostüm. Zwischen Einreichung der Klage und rechtsgültigem Richterspruch können schon mal mehrere Monate oder gar Jahre vergehen. Die Chancen auf Erfolg stehen im Versicherungsrecht allerdings nicht immer schlecht, denn die Rechtsprechung hat für Verbraucher durc­haus ein offenes Ohr. Es ist nicht immer gesagt, dass sich die großen Versicherer gegen die kleinen Verbraucher durchsetzen!

Die Versicherungsexperten von transparent-beraten.de beleuchten das Versicherungsrecht aus allen Blickwinkeln: vom allgemeinen Versicherungsvertragsrecht über den Fachbereich der Sach­versicherung bis hin zum Transport- und Speditions­versicherungsrecht – Wir bieten praktische Ratgeber und liefern gut verständliche Informationen, die dem Verbraucher wirklich weiterhelfen, und zwar ohne unverständliches Fachchinesisch.


Ansprechpartner im Versicherungsrecht

Handfeste Hilfe gibt es von unserem Experten für Versicherungsrecht, Fachanwalt Dr. Knut Pilz, der schon zahlreiche juristische Auseinandersetzungen gewonnen hat – übrigens nicht nur für Versicherungsnehmer, sondern auch für die großen und namhaften Versicherungen. Dr. Pilz kennt das Versicherungsrecht aus dem Effeff und ist aufgrund seiner Dozententätigkeit hervorragend vernetzt. Seine regelmäßige Präsenz in den Medien kommt nicht von ungefähr – Dr. Pilz gilt unter Fachleuten als Top-Jurist und absoluter Spezialist im Versicherungsrecht.

Bei Rechtsfragen wenden Sie sich an Rechts- und Fachanwalt für Versicherungsrecht:

Dr. Knut Pilz

E‑Mail: pilz@pwp.berlin
Telefon: +49 (0) 30 89730890

Oder nutzen Sie unser Kontaktformular





    Grundlagen des Versicherungsrechts

    Grundlage des privatrechtlichen Versicherungsrechts sind die Allgemeinen Zivilrechtsnormen (BGB, HGB etc.), das Sozial­gesetzbuch sowie in weiten Teilen das Versicherungsvertrags­gesetz (VVG) und das Versicherungsaufsichts­gesetz (VAG).

    Schwerpunkte in der Praxis

    “Das Recht rund um die Versicherung” – So wird das Versicherungsrecht häufig skizziert. In der Praxis sieht dieses häufig wie folgt aus: Der Versicherungsnehmer macht gegenüber seiner Versicherung Ansprüche geltend, die das Unternehmen zuvor verweigert hat. In den meisten Fällen fordern Versicherte bestimmte Leistungen ein, auf die sie – aus ihrer Sicht – Anspruch haben. Die Versicherungen halten dagegen, dass es keinen Leistungsanspruch gibt, da dieses entweder die Vertragsunterlagen nicht hergeben oder da der Versicherungsnehmer durch eigenes Verschulden seinen Anspruch verwirkt hat (entweder zum Teil oder vollständig).

    Im privaten Versicherungsrecht unterscheiden Juristen und Versicherungsfachleute zwischen folgenden Versicherungen:

    • Die Personen­versicherung deckt Schäden ab, die an Personen entstanden sind (z. B. Kranken­versicherung oder Unfall­versicherung).
    • Eine Schadens­versicherung deckt Schäden ab, die nicht vorhersehbar sind (z. B. eine Hausrat­versicherung).
    • Bei einer Summen­versicherung erhält der Versicherungsnehmer im Schadensfall eine vertraglich festgelegte Summe (z. B. bei einer Lebens­versicherung).
    • Die Güter­versicherung versichert Sachschäden (z. B. die Hausrat­versicherung).

    Rechtsbereiche im Versicherungsrecht

    • Allgemeines Versicherungsvertragsrecht
    • Sach­versicherung
    • Personen­versicherung: Private Kranken­versicherung, Berufsunfähigkeits­versicherung, Lebens­versicherung
    • Haftpflicht­versicherung
    • Rechts­schutz­versicherung
    • Vertrauensschaden- und Kredit­versicherung
    • Transport- und Speditions­versicherung

    Allgemeines Versicherungsvertragsrecht

    In Deutschland wird das Allgemeine Versicherungsrecht durch das Versicherungsvertrags­gesetz (VVG) und die jeweiligen Allgemeinen Versicherungsbedingungen (AVB) sowie durch gegebenenfalls zusätzliche Klauseln bestimmt (s. a. Grafik oben).

    Sach­versicherung

    Zu den Sach­versicherungen – auch Komposit­versicherungen genannt – zählen sämtliche Versicherungsarten der Schaden- und Unfall­versicherung. Davon ausgenommen sind Kranken­versicherungen. Die Policen decken Sachwerte ab und sind zugleich für die Gefahrenabwehr von Haftungsrisiken zuständig.

    Personen­versicherung

    Zum Bereich der Personen­versicherung zählen Private Kranken­versicherungen, Berufsunfähigkeits­versicherungen und Lebens­versicherungen.

    Haftpflicht­versicherung

    Eine Haftpflicht­versicherung bewahrt den Versicherten vor Ansprüchen Dritter (wenn diese berechtigt sind) oder wehrt auf seine Kosten unbegründete Ansprüche ab. In der Praxis bedeutet dieses: Die Privat­haftpflicht übernimmt Schäden, die der Versicherungsnehmer unbeabsichtigt oder leichtsinnig verursacht hat.

    Rechts­schutz­versicherung

    Eine Rechts­schutz­versicherung übernimmt in einem juristischen Streitfall z. B. die Anwaltsgebühren und eventuelle Gerichtskosten sowie u. U. notwendige Gebühren von Sachverständigen.

    Vertrauensschaden­versicherung

    Eine Vertrauensschaden­versicherung bewahrt Unternehmen vor Vermögensschäden aus unerlaubten Handlungen, die von Betriebsangehörigen oder sonstigen Vertrauenspersonen begangen worden sind. Dazu zählen z. B. Schäden durch Unterschlagung, Diebstahl, Betrug und Sabotage.

    Transport- und Speditions­versicherung

    Mit einer Transport­versicherung werden Transportgüter und Transportmittel abgesichert. Der Versicherungs­schutz gilt in der Regel sowohl für den Transport selbst als auch eventuelle Zwischenlagerungen. Eine Speditions­versicherung richtet sich an Spediteure und Frachtführer, die sich gegen Schäden absichern möchten bzw. müssen.

    Bei Problemen mit dem Versicherer lohnt sich die Kontaktaufnahme zu einem Fachanwalt für Versicherungsrecht oder zum Versicherungsombudsmann (s. a. folgendes Kapitel). 

    Der Versicherungsombudsmann

    Sind Versicherungsnehmer mit einer Entscheidung ihres Versicherers nicht einverstanden, können sie sich an einen Versicherungsombudsmann wenden. Der Ombudsmann ist unabhängig und vermittelt zwischen beiden Parteien. Liegt der Streitwert unter 10.000 Euro, kann er sogar eine verbindliche Entscheidung treffen! Die Versicherung muss sich also an die Entscheidung halten. Liegt der Streitwert zwischen 10.000 Euro und 100.000 Euro, spricht der Versicherungsombudsmann einen Empfehlung aus.

    Für Verbraucher ist die Hinzunahme eines Ombudsmanns kostenlos. Der Schlichter arbeitet unabhängig von den Versicherern und ist für das private Versicherungsrecht zuständig (außer Kranken­versicherung). Die Kontaktaufnahme ist zum Beispiel über das Internet möglich.

    Für diese Bereich ist der Versicherungsombudsmann zuständig:

    • Hausrat­versicherung und Gebäude­versicherung
    • Haftpflicht­versicherung
    • Rechts­schutz­versicherungen
    • Kfz-Versicherung
    • Private Unfall­versicherung
    • Lebens­versicherung
    • Private Renten­versicherung
    • Berufsunfähigkeits­versicherung

    ”Sonderfall” Kranken- und Pflege­versicherung

    Bei Problemen mit der privaten Kranken­versicherung (PKV) oder der privaten Pflege­versicherung ist der PKV-Ombudsmann zuständig. Der PKV-Ombudsmann ist nicht mit dem Versicherungsombudsmann zu verwechseln, denn er kann lediglich Empfehlungen aussprechen und keine bindende Entscheidungen treffen.

    Eine Schlichtungsstelle für Uneinigkeiten mit der ­gesetzlichen Kranken- und Pflege­versicherung gibt es derzeit nicht. Versicherte können sich allerdings an das Bundes­versicherungsamt wenden. Eine verbindliche Entscheidung kann das Amt allerdings nicht treffen. Die Sachbearbeiter prüfen lediglich, ob die Kasse gegen geltendes Recht verstoßen hat.


    Weitere Schlichtungsstellen

    Neben dem o. g. PKV-Ombudsmann können Verbraucher sich an die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (Bafin) wenden. Die Bafin ist die Aufsichtsbehörde der Versicherungsgesellschaft. Die Behörde beschäftigt sich weniger mit Einzelfällen, sondern vielmehr mit grundlegenden Entscheidungen. Verbraucher wenden sich deswegen zunächst besser an den Versicherungsombudsmann, der (im Gegensatz zur Bafin) verbindliche Entscheidungen treffen kann. Die Bafin kann hingegen bei Problemen, die vermutlich viele Versicherungsnehmer betreffen, Druck auf die Versicherungsunternehmen aufbauen und eine Grundsatzentscheidung anstreben.


    Schlichtungsstellen in Deutschland

    Seit April 2016 gibt es eine Allgemeine Verbraucherschlichtungsstelle in Deutschland, die nicht nur für Versicherungen zuständig ist, sondern auch für Banken, den öffentlichen Nahverkehr, Ärzte, Rechtsanwälte, die Bundesnetzagentur (also Tele­kommunikation und Post) sowie für Strom- und Gasunternehmen.

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