Berufs­unfähigkeits­versicherung trotz Vorerkrankungen abschließen

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von Nina Bruckmann
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Wie Sie eine Berufs­unfähigkeits­versicherung trotz Vorerkrankung abschließen können und wie die Experten von transparent-beraten.de Sie dabei unterstützen.

Inhalt dieser Seite
  1. Vorerkrankung bedeutet nicht Ablehnung
  2. Das sind die Möglichkeiten
  3. Häufige Vorerkrankungen im Überblick
  4. Gesundheits­­prüfungen bei Vorerkrankungen
  5. Vorerkrankungen verschweigen?
  6. Anonyme Risikovoranfrage

Das Wichtige in Kürze

  • Bestehende Vorerkrankungen oder gesundheitliche Probleme können dazu führen, dass der Antrag auf Berufs­unfähigkeits­versicherung abgelehnt wird.
  • Eine Ablehnung ist stets eine Einzelfallentscheidung des Versicherers.
  • Je nach Art und Schwere der Vorerkrankung kann die Versicherung bestimmte Krankheiten vom Versicherungs­schutz ausschließen oder einen Risikozuschlag veranschlagen.
  • Unsere BU-Experten unterstützen Sie gern mit einer anonymen Risikovoranfrage beim passenden Versicherungs­schutz.

Eine Vorerkrankung führt nicht zwingend zu einer Ablehnung

Bei der Gesundheits­prüfung zur Berufs­unfähigkeits­versicherung müssen Versicherungs­nehmer alle Krankheiten angeben, die in den vergangenen 5 Jahren behandelt wurden. Gerade bei chronischen Krankheiten prüfen die Versicherer genauer nach und holen Auskünfte bei den behandelnden Ärzten ein. Eine Vorerkrankung oder andere gesundheitliche Probleme führen allerdings nicht zwangsläufig zur Ablehnung. Wie Statistiken zeigen, nehmen die Berufs­unfähigkeits­versicherer rund drei Viertel aller Anträge trotz bestehender Vorerkrankung ohne Einschränkungen an.


Abschluss einer Berufs­unfähigkeits­versicherung ist häufig trotz Vorerkrankung möglich

Mögliche Reaktion der Versicherer auf VorerkrankungenHäufigkeit in Prozent
Ablehnung4,44
Versicherung kommt zustande
… ohne Erschwernis75,41
… mit Zuschlägen2,58
… mit Ausschlüssen12,07
… mit Ausschlüssen und Zuschlägen1,12

Wir unterstützen Sie gern

Möchten Sie eine Berufs­unfähigkeits­versicherung trotz Vorerkrankung abschließen, lassen Sie sich von einem unserer unabhängigen Experten beraten. Unsere Versicherungs­experten können für Sie anonyme Risikovoranfragen stellen und so ermitteln, welche Anbieter von Berufs­unfähigkeits­versicherungen die besten Bedingungen bieten. Kontaktieren Sie uns dazu gern direkt oder nutzen Sie unseren kostenfreien Tarifrechner.

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Berufs­unfähigkeits­versicherung trotzt Vorerkrankung: 2 Möglichkeiten

Sollte der Versicherer dem Antrag nicht ohne Weiteres stattgeben, bestehen 2 Möglichkeiten, die Berufs­unfähigkeits­versicherung trotz Vorerkrankung abzuschließen:

Leistungs­ausschluss

Der Versicherer vereinbart vor Vertragsabschluss einen Leistungs­ausschluss. Tritt die Berufs­unfähigkeit aufgrund der ausgeschlossenen Vorerkrankung ein, erhält der Versicherte keine Berufs­unfähigkeitsrente. In allen anderen Fällen zahlt der Versicherer.

Risikozuschlag

Der Versicherer erhebt einen Risikozuschlag. Die Beitrags­zahlungen zur Berufs­unfähigkeits­versicherungen erhöhen sich damit um einen gewissen Prozentsatz. Abhängig von der Art der Vorerkrankung kann der Risikozuschlag bis zu 100 Prozent betragen. Das macht den Versicherungs­schutz deutlich teurer, allerdings ist so auch die jeweilige Vorerkrankung vollumfänglich abgesichert.


Vorgehen des Versicherers hängt von der Art der Krankheit ab

Ob ein Versicherer eine Vorerkrankung als Ausschlusskriterium wertet, lässt sich nicht pauschal sagen. Bei der Bewertung handelt es sich stets um eine Einzelfallentscheidung, die vor allem davon abhängt, ob die Erkrankung als Risiko für den eigenen Beruf angesehen wird. Einige Krankheiten führen jedoch eher zum Ausschluss als andere.

Häufige Vorerkrankungen im Überblick

Berufs­unfähigkeits­versicherung trotz Asthma

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Rund 6,2 Prozent der Erwachsenen sind laut Robert-Koch-Institut von Asthma bronchiale betroffen. Wer dazu gehört, muss beim Abschluss einer Berufs­unfähigkeits­versicherung Kompromisse machen. Entweder wird vereinbart, dass eine durch Asthma herbeigeführte Berufs­unfähigkeit vom Versicherungs­schutz ausgeschlossen wird, oder der Versicherer veranschlagt einen höheren Beitrag.

Berufs­unfähigkeits­versicherung trotz Bandscheibenvorfall

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Erkrankungen des Skelett- und Bewegungsapparats sind nach Nervenerkrankungen die zweithäufigste Ursache für eine Berufs­unfähigkeit. Um ihr Risiko zu reduzieren, lehnen viele Versicherer Antragsteller ab, die bereits eine entsprechende Vorerkrankung wie einen Bandscheibenvorfall aufweisen. Wer eine Berufs­unfähigkeits­versicherung trotz Bandscheibenvorfall abschließen möchte, muss Leistungs­ausschlüsse oder Risikozuschläge in Kauf nehmen.

Berufs­unfähigkeits­versicherung trotz Depression

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Neben körperlichen Erkrankungen müssen bei der Gesundheits­prüfung der Berufs­unfähigkeits­versicherung auch psychische Vorerkrankungen angegeben werden. Bei Depressionen besteht eine hohe Wahrscheinlichkeit, dass Versicherer den Antrag ablehnen. Den Versicherern ist das Risiko schlicht zu hoch, dass eine Depression irgendwann dazu führt, dass der Versicherte seiner Arbeit nicht mehr nachgehen kann. Eventuell ist der Abschluss möglich, wenn man Leistungs­ausschlüsse oder Risikozuschläge in Kauf nimmt.

Berufs­unfähigkeits­versicherung trotz Diabetes

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Eine Berufs­unfähigkeits­versicherung trotz Diabetes abzuschließen ist schwer, aber nicht unmöglich. Versicherer verlangen in der Regel hohe Risikozuschläge. Um die Schwere der Erkrankung zu ermitteln, führen sie zudem zusätzliche Risikochecks durch. Die Höhe der Zuschläge richtet sich nach dem Ergebnis dieser Checks.

Berufs­unfähigkeits­versicherung trotz Hautkrankheiten

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Hautkrankheiten wie Neurodermitis, chronische Dermatitis oder Schuppenflechte können zum Ausschlusskriterium für die Berufs­unfähigkeits­versicherung werden, wenn sie als besonders hohes Risiko für den Eintritt eines Versicherungs­falles bewertet werden. Die meisten Versicherer verlangen für die Absicherung der Hauterkrankung einen Risikozuschlag. Einen Leistungs­ausschluss für Hautkrankheiten zu vereinbaren, halten Experten für wenig sinnvoll, da so häufig auch Folgeerkrankungen ausgeschlossen werden.

Berufs­unfähigkeits­versicherung trotz HIV

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Mit einem positiven HIV-Ergebnis ist der Abschluss einer Berufs­unfähigkeits­versicherung nicht mehr möglich. Betroffene können sich eventuell über eine betriebliche Berufs­unfähigkeits­versicherung absichern lassen. Für die Kollektivverträge sind nur vereinfachte Gesundheits­fragen zu beantworten. Wird HIV nach Abschluss des Versicherungs­vertrages diagnostiziert, müssen Betroffene das ihrem Versicherer nicht mitteilen. Der Versicherungs­schutz bleibt bestehen.

Berufs­unfähigkeits­versicherung trotz Krebs

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Krebs und weitere bösartige Geschwulste sind die dritthäufigste Ursache für eine Berufs­unfähigkeit. Entsprechend vermindert eine Krebserkrankung die Chance, eine Berufs­unfähigkeits­versicherung abzuschließen. Unmöglich ist es jedoch nicht. Tumore treten in vielen unterschiedlichen Erscheinungsformen auf. Ob die Versicherer dem Antrag stattgeben, hängt von der Schwere und dem Grad der Krebserkrankung ab. Bei guter Prognose oder länger zurückliegender Krankheit müssen Sie eventuell nur geringe Risikozuschläge zahlen.

Berufs­unfähigkeits­versicherung trotz Morbus Crohn

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Morbus Crohn gehört zu den chronischen Darmerkrankungen. Der Abschluss einer Berufs­unfähigkeits­versicherung ist bei bestehendem Morbus Crohn grundsätzlich möglich. Versicherer verlangen in der Regel Risikozuschläge. Die Höhe richtet sich nach dem Schweregrad der Vorerkrankung.

Berufs­unfähigkeits­versicherung trotz MS

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Die Multiple Sklerose oder kurz MS ist eine chronische und entzündliche Erkrankung des zentralen Nervensystems. Patienten mit diagnostizierter MS haben es sehr schwer, eine passende Berufs­unfähigkeits­versicherung zu finden. Selbst Tarife mit Leistungs­ausschlüssen bieten nur die wenigsten Versicherer für MS-Patienten an. Eine Möglichkeit zum Abschluss einer Berufs­unfähigkeits­versicherung besteht, wenn im Rahmen von Sonder­aktionen bestimmte Vorerkrankungen nicht bei der Gesundheits­prüfung angegeben werden müssen.

Berufs­unfähigkeits­versicherung trotz Psychotherapie

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Die Gesundheits­prüfung zur Berufs­unfähigkeits­versicherung fragt in der Regel auch, ob die Antragsteller in den vergangenen 5 bis 10 Jahren eine Psychotherapie in Anspruch genommen haben. Auch kurzzeitige Therapien mit nur wenigen Sitzungen müssen angegeben werden. Nach dem Grund für die Therapie wird dabei nicht gefragt. Ob sie dem Antrag stattgeben, bewerten die Versicherer anhand des prognostizierten Krankheits­verlaufs und der aktuellen gesundheitlichen Verfassung des Antragstellers. Bei manchen Verträgen lässt sich ein Leistungs­ausschluss für psychische Krankheiten vereinbaren. Das birgt allerdings ein Risiko: Tritt die Berufs­unfähigkeit aufgrund körperlicher Leiden ein, prüft der Versicherer, ob diesen eine psychische Ursache zugrunde liegt. Gegebenenfalls lehnt er die Leistungs­übernahme ab. Alternativ zum Leistungs­ausschluss lässt sich ein Risikozuschlag vereinbaren.

Berufs­unfähigkeits­versicherung trotz Rheuma

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Rheumatismus ist ein häufiges Ausschlusskriterium für die Berufs­unfähigkeits­versicherung. Wer sich trotz diagnostiziertem Rheuma versichern lassen möchte, muss meist lange nach einer passenden Police suchen und Leistungs­ausschlüsse oder Risikozuschläge vereinbaren.

Experten-Tipp:

„Bei psychischen Vorerkrankungen kann es in seltenen Ausnahmefällen trotzdem möglich sein, eine Berufs­unfähigkeits­versicherung abzuschließen. Diese Fälle sind jedoch sehr individuell und kommen immer auf den entsprechenden Einzelfall an.“

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Alexander Velden
Berater

Gesundheits­prüfung bei Vorerkrankungen

Trotz bestehender Vorerkrankungen sollten Gesundheits­fragen zur Berufs­unfähigkeits­versicherung stets ehrlich und mit größter Sorgfalt beantwortet werden.


Bei Vorerkrankungen zählt der Zeitraum

Selbst wer in der Vergangenheit an einer schweren Erkrankung litt, hat trotzdem die Möglichkeit, eine Berufs­unfähigkeits­versicherung abzuschließen, wenn die Krankheit nicht in dem vom Versicherer abgefragten Zeitraum liegt. Meistens beträgt dieser Zeitraum 3 bis 5, in manchen Fällen auch 10 Jahre. Wer vorher krank war, muss die Diagnose nicht mehr angeben.

Experten-Tipp:

„Läuft der angefragte Zeitraum einer Vorerkrankung in nächster Zeit ab, lohnt es sich, mit der Antragstellung für eine Berufs­unfähigkeits­versicherung bis dahin zu warten. Die Vorerkrankung muss dann nicht mehr angegeben werden und eine Annahme ist wahrscheinlicher. Beachten Sie dabei jedoch, dass in dieser Zeit keine weitere Erkrankung hinzukommt.“

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Alexander Velden
Berater

Welche Krankheiten sind problematisch und welche nicht?

Unproblematische Vorerkrankungen

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Vorerkrankungen mit Risikozuschlag oder Leistungs­ausschluss

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Nicht versicherbare Vorerkrankungen

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  • HIV/AIDS
  • Multiple Sklerose
  • Krebs
  • Epilepsie
  • Diabetes (v.a. schwere Fälle)

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Vorerkrankungen bei der Antragstellung verschweigen?

Manche Antragsteller verschweigen beim Abschluss der Berufs­unfähigkeits­versicherung ihre Vorerkrankung. Bei einigen geschieht dies versehentlich, da sie nicht mehr an die Krankheit denken oder sie als harmlos erachten, andere verschwiegen ihre Krankheiten bewusst, da sie unbedingt die Berufs­unfähigkeits­versicherung abschließen möchten. Diese Vorgehensweise ist auf keinen Fall zu empfehlen.

Wer falsche Angaben zu seiner Kranken­geschichte macht, riskiert seinen Versicherungs­schutz. Denn der Versicherer kann bei falschen Angaben die Auszahlung der Berufs­unfähigkeitsrente verweigern. Die Beiträge hätte man dann jahrelang umsonst gezahlt.

Möglichkeit der anonymen Risikovoranfrage nutzen

Versicherer bewerten Vorerkrankungen höchst unterschiedlich. Bevor man einen Versicherungs­antrag stellt, sollte man daher über anonyme Risikovoranfragen Angebote verschiedener Versicherer einholen. Wird ein Antrag direkt gestellt und dann abgelehnt, werden die Daten im Hinweis- und Informationssystem der Versicherer aufgenommen. Dort können sich andere Anbieter erkundigen, warum ein Antrag abgelehnt worden ist. Das macht es schwieriger, eine Berufs­unfähigkeits­versicherung zu erhalten. Mit einer anonymen Anfrage umgeht man dieses Risiko.


Wir unterstützen Sie gern

Möchten Sie eine Berufs­unfähigkeits­versicherung trotz Vorerkrankung abschließen, lassen Sie sich von einem unserer unabhängigen Experten beraten. Unsere Versicherungs­experten können für Sie anonyme Risikovoranfragen stellen und so ermitteln, welche Anbieter von Berufs­unfähigkeits­versicherungen die besten Bedingungen bieten. Kontaktieren Sie uns dazu gern direkt oder nutzen Sie unseren kostenfreien Tarifrechner.

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Die häufigsten Fragen zur Berufs­unfähigkeits­versicherung trotz Vorerkrankungen

Kann ich eine Berufs­unfähigkeits­versicherung abschließen wenn ich schon krank bin?

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Prinzipiell ja. Denn es kommt zum einen auf die Art sowie auf die Schwere und den Umfang der Erkrankung an, und zum anderen auf den Betrachtungszeitraum der Versicherer. Berufs­unfähigkeits­versicherer erfragen Krankheiten und Operationen der letzten 3-10 Jahre ab (je nach Versicherer). Liegt Ihre Erkrankung vor diesem Zeitraum, so spielt sie keine Rolle mehr. Auch leichte Vorerkrankungen wie Migräne oder Allergien hindern nicht am Abschluss einer Berufs­unfähigkeits­versicherung.

Bei welchen Krankheiten gibt es keine Berufs­unfähigkeits­versicherung?

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Dies lässt sich nicht komplett pauschal beantworten, da Versicherer nach eigenen Richtlinien und häufig auf Einzelbasis entscheiden. In der Regel wird eine Berufs­unfähigkeits­versicherung bei schweren Vorerkrankungen abgelehnt – dazu gehören etwa HIV, Multiple Sklerose, Morbus Crohn, einige Krebserkrankungen sowie Rheuma.

Wann bekommt man keine Berufs­unfähigkeits­versicherung?

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Zu den häufigsten Ursachen einer Berufs­unfähigkeit gehören Störungen des Bewegungsapparates, Herz-Rhythmus-Störungen sowie psychische Erkrankungen. Dies wissen auch die Versicherer. Daher haben es Interessierte mit etwa Rheuma oder einem vergangenen Bandscheibenvorfall, schweren Herzleiden oder starken Depressionen sehr schwierig, eine Berufs­unfähigkeits­versicherung zu bekommen.

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Katharina Tennius
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