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Firmenrechts­schutz­versicherung
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Firmenrechts­schutz­versicherung

Unsere Empfehlungen für Ihren Schutz - inkl. Test 2019 und Tarif-Vergleich
Das Wichtigste in Kürze
  • Eine Firmenrechtsschutzversicherung bietet Unternehmen und Selbständigen eine finanzielle Sicherheit bei juristischen Auseinandersetzungen
  • Die Leistungen können individuell zusammengestellt werden, je nach betrieblicher Situation und Tätigkeit. So erhält jedes Unternehmen einen maßgeschneiderten Versicherungsschutz
  • Je nach gewünschtem Leistungsumfang, der Betriebsgröße, der Höhe der Deckungssumme und der Selbstbeteiligung werden die Kosten einer Firmenrechtsschutzversicherung individuell berechnet.
  • Da jedes Unternehmen andere Bedürfnisse an eine Firmenrechtsschutzversicherung hat, wird der Firmenrechtsschutz selten in unabhängigen Tests betrachtet. Zu den fairsten Firmenversicherern 2018 zählen jedoch u. a. die Allianz, die Axa, die Continentale und die Arag.
  • Ein Vergleich von Firmenversicherungen lohnt sich, denn Versicherungen im gewerblichen Bereich unterscheiden sich nicht nur vom Leistungsumfang, sondern auch vom Preis.

Wie funktioniert eine Firmenrechtsschutzversicherung?

Streitigkeiten mit Mitarbeitern, Kunden, Lieferanten oder mit Behörden können bis zum Gerichtsprozess führen. Dank einer Firmenrechtsschutzversicherung müssen Unternehmen die Gerichtskosten nicht aus dem eigenen Budget finanzieren. In diesen Fällen bietet ein Firmenrechtsschutz finanzielle Sicherheit bei juristischen Auseinandersetzungen.

Eine Firmenrechtsschutzversicherung – häufig auch als gewerbliche oder betriebliche Rechtsschutzversicherung bezeichnet – stellt im gewerblichen Bereich das Pendant zur privaten Rechtsschutzversicherung dar. Sie richtet sich an Personen, die selbständig, freiberuflich oder unternehmerisch tätig sind und sichert gegen Kosten von Rechtsstreitigkeiten im Zusammenhang mit ihrer Tätigkeit ab.

Darum ist eine Firmenrechts­schutz­versicherung sinnvoll
Geschäftstätige tragen für sich, das Unternehmen sowie ihre Angestellten eine große Verantwortung. Ein umfassender Firmenrechtsschutz sichert sämtliche Geschäftsbereiche sowie alle Beteiligten gegen mögliche Kosten rechtlicher Streitigkeiten ab. Dazu gehören auch Klagen wegen Verdienstausfall oder Schadenersatz, sowie Prozesse vor dem Sozial- oder Arbeitsgericht.

Welche Bausteine gibt es beim Firmenrechtsschutz?

Bei den Tarifen der Firmenrechtsschutzversicherung herrscht eine große Vielfalt. Einige Versicherer bieten eine Leistungs-Differenzierung mit Basis-, Komfort- und Premium-Tarif, andere sehen spezielle Tarife und Versicherungsleistungen für bestimmte Zielgruppen (Architekten, Ingenieure, Heilberufe, Handwerker usw.) vor. Hinzu kommen Angebote für zum Beispiel Genossenschaften.

Meistens ist die Firmenrechtsschutzversicherung nach dem „Baukastenprinzip“ aufgebaut. Sie besteht dann aus mehreren Bausteinen, die sich der Versicherungsnehmer je nach Bedarf selbst zusammenstellen kann. Auch dieses Prinzip ist ähnlich dem des privaten Rechtsschutzes – mit dem Unterschied, dass es beim gewerblichen Rechtsschutz wesentlich mehr Bausteine gibt.

Jede Versicherung enthält dabei den sogenannten allgemeinen Firmenrechtsschutz. Er deckt üblicherweise Kosten für Rechtsstreitigkeiten im Steuer- und Sozialversicherungsrecht sowie bei rechtlichen Auseinandersetzungen mit Behörden (Verwaltungsrecht) ab. Rechtsschutz beim Vertragsrecht erstreckt sich meist nur auf Nebengeschäfte, nicht auf Hauptgeschäfte. Ausgeschlossen sind dagegen Insolvenzstreitigkeiten und Auseinandersetzungen unter Gesellschaftern.

Typische Versicherungsbausteine im Überblick

  • Der Baustein Arbeitsrechtsschutz greift bei Rechtsstreitigkeiten im Zusammenhang mit Arbeitsverhältnissen, zum Beispiel wegen Kündigungen, Abfindungen, Mobbing-Vorwürfen usw.
  • Der Immobilien-Rechtsschutz bietet Rechtsschutz sowohl für gewerbliche Mieter als auch für Vermieter.
  • Der Verkehrsrechtsschutz-Baustein ist bei Firmenfahrzeugen und „Flotten“ zu empfehlen. Er greift bei Rechtsstreitigkeiten im Zusammenhang mit Unfällen, Bußgeld- und ggf. Strafverfahren.
  • Erweiterter Strafrechtsschutz: Bereits im allgemeinen Firmenrechtsschutz ist ein Strafrechtsschutz eingeschlossen. Der schließt allerdings bestimmte – nur vorsätzlich mögliche – Straftaten wie Betrug oder Beleidigung aus. Mit einem erweiterten Strafrechtsschutz sind auch Verfahrenskosten wegen solcher Straf-Vorwürfe abgedeckt.
  • Forderungsmanagement: Oft wird optional die Übernahme des Forderungsmanagements bei säumigen Kunden angeboten. Die Versicherung kümmert sich dann auch um Inkasso. Häufig gehört die Bonitätsprüfung bei Kunden ebenfalls zu den Firmenrechtsschutzversicherung-Leistungen.

Je nach Anbieter sind noch weitere Bausteine möglich, zum Beispiel Internet-Rechtsschutz (DSGVO-Versicherung), Datenrechtschutz, Antidiskriminierungs-Rechtsschutz und andere.

Das sollten Genossenschaften wissen
Im deutschen Unternehmensrecht stellen Genossenschaften eine besondere Rechtsform dar. Für Versicherungsunternehmen ist dieser Umstand zwar nicht relevant, doch gibt es im Vergleich zu anderen Unternehmensformen häufig deutlich andere Risikofaktoren sowie andere Streitwerte.

Diese Bereiche sollte ein Firmenrechtsschutz absichern

Die Risikofaktoren sehen bei jedem Unternehmen anders aus. Bei den meisten Anbietern kann daher ein maßgeschneiderter Versicherungsschutz zusammengestellt werden. Je nach unternehmerischer Tätigkeit unterscheidet sich der benötigte Versicherungsschutz.

Grundsätzlich kann eine Firmenrechtsschutzversicherung folgende Bereiche absichern, die sich individuell und je nach Bedarf miteinander kombinieren lassen:

Basis-Schutz: Häufige Schadensfälle
  • Verstoß gegen die Gewerbeordnung
  • Beschädigung von Firmeneigentum durch Dritte
  • Regressansprüche Dritter
  • Rechtsstreitigkeiten mit dem Finanzamt
  • Missachtung oder fahrlässige Auslegung von Sicherheitsvorschriften nach einem Arbeitsunfall
Rechtsschutz für Arbeitgeber: Häufige Schadensfälle
  • Rechtliche Anfechtung betriebsbedingter Kündigungen
  • Fehlerhafte oder unrechtmäßig ausgesprochene Abmahnungen
  • Einforderung von Boni-Zahlungen o. Ä. durch Angestellte.
Fuhrpark-Rechtsschutz: Häufige Schadensfälle
  • Schäden nach unsachgemäßer oder unzureichender Reparatur durch eine Kfz-Werkstatt
  • Überhöhte Forderungen nach der Rückgabe von Leasing-Fahrzeugen
  • Unrechtmäßiger Führerscheinentzug bei Mitarbeitern
Immobilien-Rechtsschutz: Häufige Schadensfälle
  • Rechtsstreitigkeiten mit Mietern
  • Ungerechtfertigte Forderungen von zum Beispiel Energieversorgern
  • Rechtsstreitigkeiten wegen Grundsteuer, Abwasser- oder sonstigen Gebühren.
  • Streitigkeiten wegen Nebenkostenabrechnung, Mieterhöhung, Kündigung oder Räumungsklage
BERATER-TIPP

»Beachten Sie, dass der Firmen-Vertrags-Rechtsschutz bei vielen Versicherungsgesellschaften im Basis-Tarif nicht enthalten ist. Wer auf diesen Tarifbaustein Wert legt, sollte unbedingt die verschiedenen Angebote vergleichen – kontaktieren Sie hierfür gerne unsere Versicherungsexperten! Dadurch entgeht man dem Risiko, eine gefährliche Lücke im Versicherungsschutz zu hinterlassen.«

Leistungen der Firmenrechtsschutzversicherung

firmenrechtsschutzversicherung

Wie jede Rechtsschutzversicherung bietet auch die Firmenrechtsschutzversicherung Kostenschutz bei Rechtsstreitigkeiten.

Die Leistungen einer Firmenrechtsschutzversicherung im Überblick:
  • Anwaltskosten (ggf. auch der Gegenpartei),
  • Gerichtskosten (inkl. Kosten für Zeugen, Bestellung von Sachverständigen und Gutachten),
  • Kosten für eine Mediation (außergerichtliches Streitschlichtungsverfahren).
Die Kostenübernahme erfolgt dabei immer in Höhe der tatsächlichen Kosten, höchstens jedoch bis zur vereinbarten Deckungssumme und unter Berücksichtigung eines vereinbarten Selbstbehaltes.
Diese Leistungen sollten Top-Tarife bieten:
  • Übernahme außergerichtlicher Kosten in der Eigenschaft als Bauherr
  • Mitversicherung des kollektiven Arbeitsrechts
  • Beratungen rund um Regelungen der Arbeitszeit, Jugendschutz und Betriebsvereinbarungen
  • Einholung einer Bonitätsprüfung über die eigenen Kunden
  • Forderungsmanagement
  • Übernahme von Kosten für strittige Zahlungsforderungen
  • Rechtsschutz für einmalige Erschließungs- und Anliegerabgaben
  • Versicherungsschutz bei Abmahnung wegen angeblicher Wettbewerbsverstöße
  • Kosten einer anwaltlichen Beratung bei Planung einer Unternehmensnachfolge
  • Mitversicherung von Diskriminierungsvorwürfen
  • Verzicht auf Abzug der Selbstbeteiligung bei fallabschließender Erstberatung

Kostenlose telefonische Erstberatung

Bei den meisten Versicherungen ist eine kostenlose telefonische Rechtsberatung vorgesehen. Bei einem drohenden Konflikt oder einem rechtlichen Problem kann Kontakt mit einem Anwalt aufgenommen werden, um am Telefon eine juristische Einschätzung oder Empfehlung zu erhalten. Manche Versicherer bieten dafür sogar eine 24 Stunden-Hotline an, die 365 Tage im Jahr erreichbar ist.

BERATER-TIPP

»Die Leistungen kann der Selbständige individuell wählen. Wie auch beim Privatrechtsschutz gibt es einen Grundbaustein, dieser ist ganz klar der Rechtsschutz im Firmenbereich. Zusätzlich kann der Kunde entscheiden, welche Bereiche noch für ihn sinnvoll sind.

Wichtig: Man hat die Möglichkeit seine privaten Bausteine mit einzuschließen. Man benötigt also keine zwei verschiedenen Verträge. Hierbei gewähren einige Anbieter sogar Rabatte.«

Firmenrechtsschutz mit privatem Rechtsschutz kombinieren

Sehr oft besteht die Möglichkeit, die Firmenrechtsschutzversicherung mit einer privaten Rechtsschutzversicherung zu verbinden. Für Selbständige und Unternehmer ist dadurch nicht nur ein Rundum-Rechtsschutz realisierbar, die Kosten des privaten Zusatzschutzes sind in der Regel besonders günstig. Der Privatrechtsschutz ist dann einfach ein weiterer Baustein der Firmenrechtsschutzversicherung.

Kosten einer Firmenrechtsschutzversicherung

Die Beiträge zur Firmenrechtsschutzversicherung werden von einer Vielzahl an Faktoren beeinflusst. Die beiden wichtigsten sind die Deckungssumme und der Umfang des gewählten Versicherungsschutzes bzw. die vereinbarten Bausteine. Dabei gilt: Je höher die Deckungssumme ist und je mehr Bausteine in den Versicherungsschutz eingeschlossen werden, umso höher sind die Prämien.

Grundsätzlich sollte auf eine ausreichend hohe Deckungssumme geachtet werden. Die Deckungssumme ist die Summe, die der Versicherer im Schadenfall maximal auszahlt, um die Kosten eines Rechtsstreits auszugleichen. Kosten, die über die Deckungssumme hinaus entstehen, muss der Versicherungsnehmer selbst tragen. Beim Firmenrechtsschutz gehören Deckungssummen von einer Million Euro zum Standard, 500.000 Euro sollten das Minimum sein. Manche Versicherer bieten eine unbegrenzte Versicherungssumme an. Dann leistet die Versicherung theoretisch unbegrenzt.
Bei Firmenrechtsschutzversicherungen sind Selbstbehalte üblich. Die meisten Versicherer bieten je nach Tarif eine Selbstbeteiligung in Höhe von 100 Euro, 250 Euro oder 500 Euro an. Je höher die Selbstbeteiligung, umso günstiger ist der Versicherungsbeitrag und umgekehrt. Dabei gibt es unterschiedliche Selbstbehalts-Modelle: Zum Teil ist der Selbstbehalt bei Versicherungsfällen nur einmal im Jahr zu zahlen, zum Teil pro Versicherungsfall. Letzteres kann bei häufigen Rechtsstreitigkeiten teuer werden.
Daneben beeinflussen weitere Größen die Beitragshöhe: die Art der Selbständigkeit, die Branche oder die Größe des Betriebs zum Beispiel. Die Betriebsgröße wird wiederum anhand unterschiedlicher Kriterien (Umsatz, Zahl der Mitarbeiter usw.) bestimmt. Jeder Versicherer kalkuliert hier anders. Das erklärt, warum bei der Firmenrechtsschutzversicherung die Kosten trotz ähnlicher Leistungen erheblich voneinander abweichen können.
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»Die Wahl des Selbstbehalts ist immer ein „zweischneidiges Schwert“. Zwar lässt sich mit einem hohen Selbstbehalt bei den Beiträgen sparen, dafür verursacht ein tatsächlicher Rechtsstreit dann für den Versicherungsnehmer trotz Firmenrechtsschutzversicherung mehr Kosten. Sieht der Vertrag vor, dass der Selbstbehalt nur einmal im Jahr geleistet wird, ist das akzeptabel. Teuer wird es, wenn für jeden Schadensfall eine erneute Selbstbeteiligung anfällt. Dann kann der Versicherungsschutz bei mehreren Gerichtsverfahren pro Jahr kostspielig werden.«

Firmenrechtsschutzversicherung im Test

Wie bei nahezu allen Gewerbeversicherungen fällt auch bei der Firmenrechtsschutz auf, wie schwer ein aktueller Test mit neutralen Ergebnissen zu finden ist. Denn sowohl namhafte Prüfinstitute wie Stiftung Warentest als auch unabhängige Ratingagenturen wie Franke und Bornberg richten sich bei ihrer Auswahl eher an Privatpersonen und untersuchen daher kaum Versicherungstarife für Unternehmen. Aufgrund der unterschiedlichen Anforderungen der Kunden und der ebenso unterschiedlichen Leistungen ist es für Analyseinstitute kaum möglich, einen unabhängigen Test für Verbraucher durchzuführen.

Nichtsdestotrotz bieten nahezu alle großen Versicherer einen Tarif für die Firmenrechtsschutzversicherung in ihrem Portfolio an.

Anbieter einer Firmenrechtsschutzversicherung (Auswahl):

Die Tarife dieser Versicherer decken zum Teil einen substanziellen Versicherungsschutz ab, andere Tarife gehen in ihren Leistungen erheblich weiter. Gerade Versicherungsnehmer, die international agieren und Wert auf einen im Ausland bekannten Namen legen, dürften einen guten Versicherungsschutz bei einer anerkannten Gesellschaft finden.

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Fairness von Firmenversicherern im Test 2019

Da Versicherungsgesellschaften gesonderte Produkte für Gewerbekunden anbieten, ist es durchaus sinnvoll, einen Blick auf allgemeine Testergebnisse zu Firmenversicherern zu werfen. Das Testinstitut Service Value hat 2018 insgesamt 25 Firmenversicherer hinsichtlich Kundenbetreuung, Preis-Leistungs-Verhältnis und Vorsorge überprüft (Quelle).

Die fairsten Firmenversicherer 2018 (Auswahl)

Versicherungsgesellschaft Testurteil Firmenrechtsschutz im Angebot
Allianz sehr gut ja
Axa sehr gut ja
Die Continentale sehr gut ja
SV Sparkassen-Versicherung sehr gut ja
Arag gut ja
Concordia gut ja
Signal Iduna gut ja

Erklärvideo: Diese 3 Dinge sollten Sie wissen

Was beim Vergleich von Firmenrechtsschutzversicherungen wichtig ist

Günstig ist in den seltensten Fällen auch gut: Die jährlich veröffentlichten Beschwerdestatistiken der BaFin zeigen, dass die besonders günstigen Anbieter nicht immer im Sinne des Versicherten agieren. Der Preis sollte entsprechend nicht das einzige Kriterium bei dem Abschluss einer Versicherung sein. Da jedes Unternehmen ganz spezifische Anforderungen hat, sollte vor dem Abschluss einer Firmenrechtsschutzversicherungs ein entsprechender Vergleich durchgeführt werden.

Den individuellen Bedarf prüfen

Welcher Firmenrechtsschutz benötigt wird und sinnvoll ist, hängt von den Gegebenheiten im Einzelfall ab. Einige Entscheidungen zum Versicherungsschutz ergeben sich quasi automatisch aus der jeweiligen Sachlage: Wer als Selbständiger keine Angestellten beschäftigt, benötigt keinen Arbeitsrechtsschutz. Unternehmen ohne Fuhrpark können auf einen Verkehrsrechtsschutz verzichten. In anderen Konstellationen mag die Entscheidung nicht so eindeutig sein. Viele Versicherungsvermittler und -makler bieten in diesem Fall Risikoanalysen an, bei denen die unternehmensspezifischen Rechtsrisiken näher erfasst werden, um einen maßgeschneiderten Versicherungsschutz zu ermöglichen.

Auf diese Punkte sollten Sie achten

Drei Faktoren sind für einen fundierten Vergleich der Firmenrechtsschutzversicherung besonders wichtig: der angebotene Leistungsumfang, die Deckungssumme und der Preis.

Wie bei vielen anderen Versicherungsformen gibt es auch im Bereich Firmenrechtsschutz einen Grundbaustein, der vom Versicherungsnehmer angepasst und ausgebaut werden kann. Firmeninhaber haben zudem die Möglichkeit, private Versicherungsbausteine in die Police zu integrieren. Bei einigen Anbietern sind hierbei sogar deutliche Rabatte möglich.

Die Deckungssumme gibt an, bis zu welchem Betrag eine Versicherung im Schadensfall leistet. Damit ist die Deckungssumme zum einen ein wichtiger Faktor bei der Bedarfsermittlung (Wird im Schadensfall eine eher niedrige oder eher hohe Summe benötigt?) und zum anderen bei der Preisgestaltung. Denn: Je höher die Deckungssumme angesetzt ist, desto höher fällt auch die Versicherungsprämie aus, die der Versicherungsnehmer zahlen muss.

Bei der Bedarfsermittlung ist es wichtig, die Höhe der Deckungssumme richtig zu wählen. Eine zu hohe Deckungssumme sorgt für unnötig hohe Kosten (“Überversicherung”) während eine zu niedrige Deckungssumme mögliche Schäden nicht vollständig absichert (“Unterversicherung”).

Der Preis ist selbstverständlich immer im Verhältnis zur angebotenen Leistung zu betrachten. Bei einem vergleichbaren Leistungsumfang zweier Anbieter lohnt sich allerdings ein genauer Vergleich: Gerade im gewerblichen Bereich können die Preisunterschiede deutlich ausfallen.
Wartezeit beim Firmenrechtsschutz beachten
Beim Abschluss einer Firmenrechtsschutzversicherung gelten meist Wartezeiten von mindestens drei Monaten. Dies bedeutet, dass der Versicherer erst nach Ablauf der Wartezeit leistet. Teilweise unterscheiden sich die Wartezeiten je nach Leistungsbaustein. Versicherungsnehmer sollten also darauf achten, eine entsprechende Rechtsschutzversicherung nicht zu spät abzuschließen.

Deswegen ist ein Vergleich nicht immer ganz einfach

Die Anforderungen an eine Firmenrechtsschutzversicherung sind vielschichtig und werden entsprechend deutlich individuell angepasst. Die Versicherer haben sich auf diesen Umstand eingestellt und bieten häufig nur noch den Basis-Tarif in einer Standard-Form an, da alle weiteren Bausteine ohnehin den Bedürfnissen entsprechend angepasst werden können. Wer Hilfe bei der Bedarfsermittlung oder dem Vergleich benötigt, kann sich gerne an unsere unabhängigen Versicherungsberater wenden. Der Versicherungsfachmann kennt den Markt und weiß zudem aus Erfahrung, worauf man beim Abschluss einer Firmenrechtsschutzversicherung wirklich achten sollte.

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Fallbeispiele für die Firmenrechtsschutzversicherung
  • Ein Kunde eines Online-Versenders wirft dem Unternehmen unzulässige Datenspeicherung und -verwendung vor und verlangt dafür vor Gericht Schadensersatz.
  • Nach einer Betriebsprüfung fordert das Finanzamt hohe Steuernachzahlungen vom Unternehmer. Dieser will sich vor dem zuständigen Finanzgericht dagegen wehren.
  • Einem Mitarbeiter wird wegen angeblich schlechter Arbeitsleistung und mangelnder Erfüllung des Arbeitsvertrags gekündigt. Dieser geht vor dem Arbeitsgericht dagegen vor.
  • Eine vom Unternehmer gekaufte Maschine funktioniert nicht richtig. Der Hersteller sieht sich trotzdem nicht in der Verantwortung und verweist auf unsachgemäße Installation. Das Recht auf Nachbesserung und Schadensersatz für den Nutzungsausfall muss vor Gericht geltend gemacht werden.
  • Der 18-jährige Auszubildende ist mit dem Firmenfahrzeug auf dem Weg zum Kunden und verursacht einen Verkehrsunfall.

Wann die Firmenrechtsschutzversicherung nicht zahlt

Firmenrechtsschutzversicherung bietet nicht immer vollen Kostenschutz in allen Bereichen. Regelmäßig ausgeschlossen ist beispielsweise das kollektive Arbeitsrecht (gemeint sind Streitigkeiten wegen Tarifverträgen oder Streik). Ferner wird oftmals kein Schutz im Zusammenhang mit Domain-, Marken- oder Patentrechten geboten. Gleiches gilt für den Kauf von Aktien. Hinzu kommt, dass laut Firmenrechtsschutz Test auch das Unternehmerrisiko häufig ausgeschlossen ist. Hierunter fällt insbesondere der Streit mit Kunden aus einem zivilrechtlichen Vertrag.

Die gleiche Gesellschaft wie der Gegner

Häufig sind juristische Verfahren von der Übernahme der Kosten ausgenommen, wenn der Gegner bei der gleichen Gesellschaft unter Vertrag ist. Somit bleibt der Versicherte bei Prozessen, bei denen die Gesellschaft die Kosten beider Gegner zu zahlen hätte, u. U. auf den Auslagen sitzen.

Gerichtsverfahren im Ausland

Auch werden Verfahren vor ausländischen Gerichten nicht immer im Versicherungsschutz abgedeckt. Wer also häufig im Ausland beschäftigt ist, Geschäftsbeziehungen mit anderen Ländern unterhält oder Lieferanten und Kunden im Ausland hat, sollte erfragen, ob der Versicherungsschutz auf das europäische bzw. außereuropäische Ausland ausgeweitet werden kann. Gegebenenfalls muss dies als Zusatzleistung hinzugebucht werden.

Bauvorhaben

Wer ein größeres Bauvorhaben plant, sollte sich auch rechtlich absichern. Anders als bei der privaten Haftpflichtversicherung, die teilweise Leistungen einer Bauherrenhaftpflichtversicherung abdeckt, sind baurechtliche Streitigkeiten in der Rechtsschutzversicherung nicht abgedeckt. Eine solche Bauehrrenrechtsschutzversicherung muss gesondert abgeschlossen werden.

Unternehmen unterschätzen Rechtsrisiken deutlich

Allzu häufig werden in deutschen Unternehmen die finanziellen Risiken von Rechtsstreitigkeiten unterschätzt. Eine Studie der psychonomics AG kam zu dem Ergebnis, dass sich lediglich fünf Prozent der befragten Unternehmen durch Rechtsrisiken besonders gefährdet fühlt. Das ist jedoch ein falsches Sicherheitsempfinden. Denn Rechtsstreitigkeiten sind für Firmen keine Ausnahmeerscheinung: In den fünf Jahren, die der Studie vorausgingen, waren mehr als 62 Prozent der interviewten Unternehmen in mindestens einen Rechtsstreit verwickelt, sieben Prozent sogar in mehr als einen. Fast zehn Prozent der Rechtsfälle verursachten Anwalts- und Gerichtskosten von mehr als 50.000 Euro. Diese dürften inzwischen noch deutlich höher liegen. Laut Zahlen des Gesamtverbandes der Deutschen Versicherungswirtschaft (GDV) stiegen die Ausgaben für Gerichte und Anwälte allein von 2012 bis 2016 um durchschnittlich 19 Prozent.

Dieser Artikel wurde zuletzt am 22.05.2019 aktualisiert.
Über den Autor
Müni Enkhsaikhan
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