Sozialpartnermodell

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Welche Vorteile das Sozialpartnermodell für Arbeitgeber und Arbeitnehmer hat und wie Sie es erfolgreich in Ihrem Unternehmen einführen.


Das Wichtigste in Kürze

  • Das Sozialpartnermodell ist der jüngste Durchführungsweg der betrieblichen Altersvorsorge (bAV).
  • Die Beiträge zum Sozialpartnermodell können vom Arbeitgeber, Arbeitnehmer oder beiden gemeinsam finanziert werden.
  • Der Vorteil für Arbeitgeber ist, dass er nicht für die Höhe der späteren Betriebsrente haftet.
  • Der Vorteil für Arbeitnehmer ist die Chance auf eine höhere Rendite, da die Anlage der Beiträge flexibler gestaltet werden kann.
  • Allerdings wird für Arbeitnehmer nur eine sogenannte Zielrente vereinbart, deren Höhe nicht garantiert ist.

Direkt zum Inhalt

  1. Das Sozialpartnermodell im Überblick
  2. Sozialpartnermodell für Arbeitnehmer
  3. Vorteile für Unternehmen
  4. Kosten für Arbeitgeber
  5. Aktuelle Testergebnisse
  6. bAV Vergleich für Unternehmen
  7. Fazit
Foto von Munkhjin Enkhsaikhan
zuletzt aktualisiert am

Das erwartet Sie hier

Welche Vorteile das Sozialpartnermodell für Arbeitgeber und Arbeitnehmer hat und wie Sie es erfolgreich in Ihrem Unternehmen einführen.

Inhalt dieser Seite
  1. Das Sozialpartnermodell im Überblick
  2. Sozialpartnermodell für Arbeitnehmer
  3. Vorteile für Unternehmen
  4. Kosten für Arbeitgeber
  5. Aktuelle Testergebnisse
  6. bAV Vergleich für Unternehmen
  7. Fazit
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Das Wichtigste in Kürze

  • Das Sozialpartnermodell ist der jüngste Durchführungsweg der betrieblichen Altersvorsorge (bAV).
  • Die Beiträge zum Sozialpartnermodell können vom Arbeitgeber, Arbeitnehmer oder beiden gemeinsam finanziert werden.
  • Der Vorteil für Arbeitgeber ist, dass er nicht für die Höhe der späteren Betriebsrente haftet.
  • Der Vorteil für Arbeitnehmer ist die Chance auf eine höhere Rendite, da die Anlage der Beiträge flexibler gestaltet werden kann.
  • Allerdings wird für Arbeitnehmer nur eine sogenannte Zielrente vereinbart, deren Höhe nicht garantiert ist.

Das Sozialpartnermodell im Überblick

Wie funktioniert das Sozialpartnermodell?

Das Sozialpartnermodell ist der jüngste der sechs Durchführungswege der betrieblichen Altersvorsorge (bAV). Bei den sogenannten Sozialpartnern handelt es sich um die Tarifparteien Arbeitgeber und Gewerkschaften. Der Arbeitgeber zahlt für seine Angestellten einen vertraglich vereinbarten Beitrag an eine Vorsorgeeinrichtung oder eine Versicherung. Die Vorsorgeeinrichtung kann dabei von den Tarifparteien getragen und organisiert werden. Alternativ kann die Durchführung auch über eine Pensionskasse, einen Pensionsfonds oder eine Direkt­versicherung erfolgen. Entscheidend ist, dass sich die Sozialpartner auf eine bestimmte Vorsorgeeinrichtung verständigt haben. Zudem müssen die Mitwirkungsrechte der Tarifpartner sichergestellt sein.

Wer kann das Sozialpartnermodell nutzen?

Alle Unternehmen, die einen Tarifvertrag verabschieden, können vom Sozialpartnermodell Gebrauch machen – aber auch nicht tarifgebundene Arbeitgeber können diese Form der betrieblichen Altersvorsorge vereinbaren. Voraussetzung dafür ist eine entsprechende Öffnungsklausel im Tarifvertrag. Eine gesetzliche Verpflichtung besteht jedoch nicht.

Woher kommt das Sozialpartnermodell?

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Das Sozialpartnermodell wird auch Nahles-Rente genannt, nach der einstigen Arbeitsministerin Andrea Nahles (SPD). Es ist das Herzstück des Betriebsrenten­stärkungsgesetz (BRSG), das seit Anfang 2018 in Kraft ist. Beim Betriebsrenten­stärkungsgesetz hatte Nahles die Federführung.

Sozialpartnermodell: Der wichtigste Unterschied zu anderen Durchführungswegen

Beim Sozialpartnermodell wurde eine reine Beitragszusage eingeführt. Damit zahlt der Arbeitgeber für seinen Arbeitnehmer lediglich die vertraglich vereinbarten Beiträge an die Versorgungseinrichtung. Diese Beiträge werden zu einer sogenannten Zielrente bestimmt – also einer bestimmte Summe, die der Arbeitnehmer später erhalten soll. Für die Erfüllung einer bestimmten Leistung haften, anders als bei den anderen Formen der betrieblichen Altersvorsorge, weder der Arbeitgeber noch die Versorgungseinrichtung. Auch können die späteren Leistungen nur als lebenslange Rente und nicht als Kapitalleistung ausgezahlt werden.

Alle Durchführungswege der bAV im Überblick

Das Sozialpartnermodell in Kürze

Art der BeiträgeGezahlt von ArbeitgeberArbeitnehmer oder vom Arbeitgeber und Arbeitnehmer gemeinsam.
Leistungen im AlterLebenslange Rente.
BesonderheitWeder der Arbeitgeber noch die Vorsorgeeinrichtung haften für eine bestimmte Rentenhöhe.
Geeignet fürArbeitgeber, die sich von ihrer Haftung befreien wollen. Arbeitnehmer, die sich eine höhere Rendite bei der Altersvorsorge erhoffen.
Staatliche FörderungBeiträge sind bis zu gewissen Grenze steuer- und sozial­­versicherungsfrei.
Versteuerung im AlterNachgelagerte Besteuerung. Die später ausgezahlte Rente muss versteuert werden.
Optimale BeitragshöheDie Beiträge sollten die Grenze der steuerlichen Förderungen nicht überschreiten.
Nachträgliche Änderung der BeitragshöheBeträge können gesenkt oder erhöht werden.
Private WeiterführungIn der Regel nicht möglich.
KündigungIn der Regel nicht möglich, Beiträge können ruhend gestellt werden.
Absicherung von Invalidität oder TodesfallGegen Aufpreis absicherbar.

Icon Angestellte Mann und Frau

Was Arbeitnehmer wissen müssen

Beim Sozialpartnermodell sind für Arbeitnehmer andere Punkte relevant als für das Unternehmen. Aus diesem Grund haben wir Ihnen alles, was Sie zum Sozialpartnermodell wissen müssen, im Kapitel „Das Sozialpartnermodell für Arbeitnehmer“ zusammengetragen.

Alle Infos für Arbeitgeber

Für Arbeitgeber ist es wichtig, dass Sie alle Details des Sozialpartnermodells kennen, die für ihr Unternehmen relevant sind. Alle Informationen dazu lesen Sie in den Kapiteln ab „Vorteile des Sozialpartnermodells für Unternehmen“ .

Icon Person am Schreibtisch

Das Sozialpartnermodell für Arbeitnehmer

Darum lohnt sich das Sozialpartnermodell für Arbeitnehmer

Beim Sozialpartnermodell gestaltet sich die Kapitalanlage flexibler als bei anderen Durchführungswegen der betrieblichen Altersversorgung, weil die Haftung des Arbeitgebers entfällt. Will ein Arbeitnehmer die Renditechancen bei seiner Altersvorsorge erhöhen, kann das Sozialpartnermodell daher interessant sein. Besonders jüngere Personen können davon profitieren.


Vier gute Gründe für das Sozialpartnermodell

  • Höhere Renditechancen: Weil die Haftung des Arbeitgebers wegfällt, besteht bei der Kapitalanlage mehr Flexibilität als bei anderen Formen der betrieblichen Altersversorgung. Dies erhöht die Renditechancen.
  • Stellenwechsel: Wechselt ein Arbeitnehmer die Stelle, so kann er sämtliche eingezahlten Arbeitnehmer- und Arbeitgeberbeiträge mitnehmen – egal wie lange er im Unternehmen war. Bei anderen Formen der betrieblichen Altersversorgung gibt es bei den arbeitgeberfinanzierten Beiträgen Fristen.
  • Steuern sparen: Die Arbeitnehmerbeiträge sind bis zu einer gewissen Grenze steuer- und sozialabgabenfrei. Erst im Alter müssen die Auszahlungen der betrieblichen Altersversorgung versteuert werden – in der Regel aber zu einem niedrigeren Steuersatz.
  • Zuschüsse vom Arbeitgeber: Der Arbeitgeber muss die Altersvorsorge im Rahmen der Entgeltumwandlung in vielen Fällen mitfinanzieren.

Gründe gegen das Sozialpartnermodell

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  • Unsichere Rentenhöhe: Für den Arbeitnehmer verringert sich die Planungssicherheit, da er nicht weiß, mit welcher Rentenhöhe er kalkulieren darf. Im schlimmsten Fall verliert er sogar sein gesamtes eingezahltes Geld. Damit sich sein Risiko minimiert, können die Arbeitgeber Sicherungsbeiträge leisten.
  • Keine Kapitalauszahlung: Im Pensionsalter dürfen die Beiträge nur als laufende Rente geleistet werden. Eine einmalige Kapitalauszahlung ist in der Regel nicht möglich.
  • Geringere Sozialbeiträge: Die Entgeltumwandlung reduziert den Bruttolohn des Arbeitnehmers. Auf dieser Grundlage werden die Beiträge zur gesetzlichen Sozial­versicherung wie Renten- oder Arbeitslosen­versicherung berechnet. Es ist also möglich, dass ein Angestellter so weniger Arbeitslosengeld oder gesetzliche Rente erhält.
  • Kranken­versicherung: Ist ein Rentner gesetzlich krankenversichert, muss er auf die Rentenauszahlungen die vollen Beiträge zur Kranken- und Pflege­versicherung zahlen. Das heißt, er muss für den Arbeitnehmer- und Arbeitgeber­anteil aufkommen. Dies gilt jedoch für jeden Durchführungsweg der betrieblichen Altersvorsorge.

Experten-Tipp:

„Im schlimmsten Fall erhält der Arbeitnehmer bei diesem Modell gar nichts, auch wenn das Risiko dafür sehr gering ist. Daher ist dieses Modell der betrieblichen Altersvorsorge vor allem zu empfehlen, wenn der Arbeitgeber die Beiträge einzahlt.“

Foto von Stephan Seidenfad
Signatur von Stephan Seidenfad
Stephan Seidenfad
Experte für betriebliche Altersvorsorge

Wer zahlt die Beiträge?

Die Beiträge zum Sozialpartnermodell können auf drei unterschiedliche Weisen finanziert werden:

  • Nur der Arbeitgeber finanziert die Beiträge – beispielsweise über eine Gehaltserhöhung
  • Der Arbeitnehmer finanziert die Beiträge zum Sozialpartnermodell über die Entgeltumwandlung. Zusätzlich erhält er einen Arbeitgeberzuschuss von mindestens 15 Prozent.
  • In bestimmten Fällen erhält der Arbeitnehmer keinen Arbeitgeberzuschuss. Dann kann er die Beiträge zum Sozialpartnermodell auch alleine finanzieren.

Für die Überweisung der Beiträge in die Versorgungseinrichtung ist in allen Fällen der Arbeitgeber verantwortlich. Dies kann entsprechend auf der Lohnabrechnung eingesehen werden. Arbeitnehmer müssen dabei nichts weiter tun. Wie die Entgeltumwandlung genau funktioniert, haben wie Ihnen mit anschaulichen Rechenbeispielen hier zusammengetragen:

So funktioniert die Entgeltumwandlung


Leistungen: Was bekommen Arbeitnehmer mit einem Sozialpartnermodell?

Die betriebliche Altersrente wird in der Regel frühestens ab dem 62. Geburtstag ausgezahlt. Für die Höhe gibt es beim Sozialpartnermodell im Gegensatz zu anderen Formen der betrieblichen Altersvorsorge keine Garantie. Bei einer reinen Beitragszusage trägt der Arbeitnehmer die Risiken. In der Rentenphase wird das angesparte Kapital nicht einmalig, sondern als laufende Rente ausgezahlt.

Wie hoch ist die Rente aus dem Sozialpartnermodell?

Arbeitnehmer müssen sich darüber bewusst sein, dass es keine Garantie für die Höhe der späteren monatlichen Rente gibt. Während des Bezuges kann die Rente auch sinken. So geht Planungssicherheit für den Arbeitnehmer verloren. Allerdings besteht beim Anlegen der Beiträge auch mehr Flexibilität als bei anderen Formen der betrieblichen Altersvorsorge. Dadurch erhöhen sich die Renditechancen. Damit dennoch ein bestimmtes Versorgungsniveau erreicht wird, darf im Tarifvertrag ein zusätzlicher Sicherungsbetrag vereinbart werden. Allerdings reduzieren sich dadurch die Renditechancen.

Icon Graph

Zusatzleistungen sind möglich

Beim Sozialpartnermodell gibt es, wie bei anderen Formen der betrieblichen Altersvorsorge auch, zusätzliche Leistungen gegen Mehrkosten. So können die Angehörigen im Todesfall mit einer Hinterbliebenenrente abgesichert werden. Möglich ist auch, die Absicherung der Berufsunfähigkeit. Kann ein Versicherungsnehmer während der Ansparphase seinen Beruf nicht mehr ausüben, werden dann die Beiträge weitergezahlt.

Diese Abgaben werden bei Auszahlung fällig

Die Einkünfte aus der Betriebsrente müssen im Versorgungsfall versteuert werden. In den meisten Fällen sind die Steuern im Alter allerdings niedriger als im Erwerbsleben. Auf die Leistungen aus dem Sozialpartnermodell müssen gesetzlich Versicherte oder freiwillig gesetzlich Versicherte zudem Beiträge zur gesetzlichen Kranken- und Pflege­versicherung zahlen.

Diese Abgaben werden bei Auszahlung fällig

So ist das Sozialpartnermodell abgesichert

Die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht überwacht das Sozialpartnermodell auf der Grundlage spezifischer neuer Aufsichtsvorschriften. Zudem müssen die Sozialpartner mit den Vorsorgeeinrichtungen möglichst effiziente und sichere Betriebssysteme einführen und steuern. Eine Pflicht zur Insolvenzabsicherung besteht nicht. So springt auch der Pensions-Sicherungs-Verein (PSVaG) nicht bei möglichen Zahlungsausfällen ein. Geht ein Unternehmen Pleite, so hat der betroffene Arbeitnehmer ein Eintrittsrecht in eine neue Versorgung.

Vorteile des Sozialpartnermodells für Unternehmen

Sechs gute Gründe für das Sozialpartnermodell

  • Keine Haftung: Beim Sozialpartnermodell werden die Beiträge nach dem Motto „pay and forget“ (zahle und vergesse) eingezahlt. Der Arbeitgeber haftet also nicht mehr für die vereinbarten Leistungen, was die reine Beitragszusage sehr interessant macht.
  • Geringverdiener: Leistet ein Arbeitgeber einen Zuschuss in die betriebliche Altersvorsorge von Geringverdienern (maximal 2.200 Euro Monatsgehalt) profitiert er von einer staatlichen Förderung der betrieblichen Altersvorsorge.
  • Motivation: Arbeitgeber können ihre Mitarbeiter mit dem Sozial­versicherungsmodell motivieren und sie langfristig an das Unternehmen binden.
  • Weniger Sozialabgaben: Für Beiträge, die die Mitarbeiter in die Pensionskasse einzahlen, sparen Arbeitgeber Sozialabgaben. Die Lohnnebenkosten werden dadurch gesenkt.
  • Bilanzneutral: Durch die Auslagerung des Sozialpartnermodells müssen in der Bilanz keine Rückstellungen gebildet werden. Das verbessert die Kennzahlen.
  • Wenig Aufwand: Der administrative Aufwand hält sich in Grenzen, da die Verwaltung eine externe Vorsorgeeinrichtung oder Versicherung übernimmt.

Gründe gegen das Sozialpartnermodell

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  • Wenig Angebote: Dieser neue Durchführungsweg der betrieblichen Altersvorsorge ist noch wenig bekannt. Dementsprechend gibt es derzeit erst relativ wenige Angebote auf dem Markt. Ob und inwieweit eines dieser Angebote auf Ihr Unternehmen passt, finden Sie am besten mit einem Experten heraus – kontaktieren Sie uns hierzu oder nutzen Sie unser kostenfreies Formular auf dieser Seite.

Wann lohnt sich das Sozialpartnermodell für Ihr Unternehmen?

Das Sozialpartnermodell ist nur für Unternehmen möglich, die Tarifverträge mit Gewerkschaften geschlossen haben. Beim Sozialpartnermodell müssen keine Leistungszusagen gegeben werden wie bei den anderen Formen der betrieblichen Altersvorsorge. Will sich ein Unternehmen von dieser Haftung befreien, ist das Sozialpartnermodell attraktiv.

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Was müssen Arbeitgeber über die Kosten des Sozialpartnermodells wissen?

Die Beiträge zum Sozialpartnermodell müssen laut Gesetz in einem separaten Anlagestock oder Sicherungsvermögen angelegt werden. Zudem dürfen für die Leistungen aus diesen Beiträgen keine Garantien zugesagt werden. Der Arbeitgeber kann die Beiträge zum Sozialpartnermodell entweder komplett für seine Mitarbeiter zahlen oder aber die Arbeitnehmer zahlen die Beiträge über die Entgeltumwandlung über ihr Gehalt und der Arbeitgeber zahlt den sogenannten Arbeitgeberzuschuss. Anspruch darauf haben alle Arbeitnehmer, Arbeiter, Angestellte, Auszubildende, Mitglieder des Vorstandes einer AG sowie Gesellschafter-Geschäftsführer einer GmbH. In einigen Fällen müssen Arbeitgeber jedoch keinen Zuschuss zahlen. Dann können Arbeitnehmer die Beiträge zum Sozialpartnermodell auch alleine finanzieren.


Icon Sparschwein

Wie hoch ist der Arbeitgeberzuschuss?

Arbeitgeber sind seit dem 01. Januar 2022 verpflichtet, einen Zuschuss zur betrieblichen Altersvorsorge ihrer Mitarbeiter zu zahlen, wenn diese über eine Entgeltumwandlung erfolgt. Dies ist unter anderem auch beim Sozialpartnermodell möglich. Der Zuschuss muss dabei mindestens 15 Prozent betragen, kann vom Arbeitgeber aber auch höher gewählt werden. Die genaue Höhe des Arbeitgeberzuschusses richtet sich also nach der Höhe des Arbeitnehmerbeitrages. Was für Sie beim Arbeitgeberzuschuss noch wichtig ist, lesen Sie hier:

Das muss beim Arbeitgeberzuschuss beachtet werden

Experten-Tipp:

„Das Sozialpartnermodell sieht die Möglichkeit vor, dass Unternehmen freiwillig zusätzliche Sicherungsbeiträge zahlen. Damit kann das Risiko der Kapitalanlage abgefedert werden und mögliche Kursschwankungen wirken sich im Idealfall nicht zu stark auf das Ergebnis aus. Hier besteht jedoch die Sorge, dass am Ende zu wenig rauskommt, wenn es doch einmal crasht. Wenn das Sozialpartnermodell tatsächlich einmal umgesetzt wird, werden sich Sicherungsbeiträge aus meiner Sicht nur ergeben, wenn diese das Verhandlungsergebnis zwischen Gewerkschaften und Arbeitgeberverband sind. Denn für Firmen ist es eher unattraktiv, einen Durchführungsweg zu wählen, der sie von Garantien entlasten soll, um dann neue Sicherungsverpflichtungen einzugehen.“

Foto von Stephan Seidenfad
Signatur von Stephan Seidenfad
Stephan Seidenfad
Experte für betriebliche Altersvorsorge

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Aktuelle Testberichte zum Sozialpartnermodell

Testberichte zum Sozialpartnermodell gibt es noch keine, da das Modell noch sehr jung und in der Praxis noch kaum zum Einsatz kommt. 2022 bewertete das Institut für Vorsorge und Finanzplanung (IVFP) jedoch 25 Anbieter der betrieblichen Altersvorsorge allgemein. So erhalten etwa die Allianz, die Alte Leipziger und die Generali die Höchstbewertung (Quelle).

Alle aktuellen Testsieger der betrieblichen Altersvorsorge sowie weitere Testberichte sehen Sie hier:

Alle Testergebnisse und Testsieger der bAV (2022)

Sozialpartnermodell: Angebote vergleichen und fachliche Beratung nutzen

Möchten Sie Ihren Mitarbeitern das Sozialpartnermodell anbieten? Bevor es soweit ist, ist ein Vergleich mit den fünf anderen Durchführungswegen der betrieblichen Altersvorsorge sinnvoll. Neben dem Sozialpartnermodell gibt es folgende Möglichkeiten:


Icon Kreis abgehakt

Mit uns die beste betriebliche Altersvorsorge für Ihr Unternehmen finden

Beim Sozialpartnermodell lässt eine praktische Umsetzung aktuell noch auf sich warten. Allerdings ist es auch ohne das Sozialpartnermodell seit langer Zeit möglich, eine für Arbeitnehmer und Arbeitgeber gleichermaßen sinnvolle betriebliche Altersvorsorge anzubieten. Die unterschiedlichen Durchführungswege bieten diverse Möglichkeiten, die in der Regel für jedes Unternehmen eine passende Lösung bieten. Gerne unterstützen unsere Experten der betrieblichen Altersvorsorge Sie dabei, den für Ihr Unternehmen idealen Durchführungsweg zu finden. Kontaktieren Sie uns dazu einfach direkt oder nutzen Sie schnell und unkompliziert unser untenstehendes Formular.

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Fazit

Sollten Unternehmen 2022 auf das Sozialpartnermodell setzen?

Das Sozialpartnermodell wurde erst 2018 eingeführt. Einige Jahre danach kann es Stephan Seidenfad, Geschäftsführer der von Buddenbrock Unternehmensgruppe, noch nicht empfehlen: „Das Sozialpartnermodell ist ein Versuch, Gewerkschaften und Arbeitgeberverbände enger in die Pflicht zu nehmen, um risikofreier Rentenabsicherungen für Arbeitnehmer anzubieten.“

Besonders für Arbeitgeber ein spannendes Konzept, findet Seidenfad. Nur sei es bis dato am erzwungenen Zusammenspiel zwischen den Sozialpartnern gescheitert, sodass die Umsetzung vor allem an zwei Dingen scheitere: „Der Einigkeit der Parteien und der Unattraktivität für Berater, dieses Modell zu vermarkten.“


Alle Durchführungswege der bAV

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Foto von Katharina Burnus
Katharina Burnus
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