Berufsunfähigkeits­versicherung für Notfallsanitäter

Kosten, Leistungen, aktuelle Testergebnisse und Vergleich (2022)
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Das erwartet Sie hier

Was eine Berufsunfähigkeits­versicherung für Notfallsanitäter kostet, ob sie sinnvoll ist und auf welche Klauseln Sie besonders achten sollten.

Inhalt dieser Seite
  1. So sieht eine gute Versicherung aus
  2. Wichtige Leistungen
  3. Kosten (inkl. Kostenbeispiel)
  4. Aktuelle Testergebnisse
  5. Tipps für den Vergleich
  6. Fazit
Foto von Swantje Niemann
zuletzt aktualisiert am

Das Wichtigste in Kürze

  • Notfallsanitäter haben ein erhöhtes Risiko, berufsunfähig zu werden. Darum zahlen Sie in der Berufsunfähigkeits­versicherung mehr als zum Beispiel Bürokräfte.
  • Dennoch lohnt es sich, sich nach Möglichkeit privat für den Fall einer Berufsunfähigkeit abzusichern, da die staatliche Absicherung für diese Situation große Lücken aufweist.
  • Wichtig für Notfallsanitäter ist unter anderem die Infektions­schutzklausel und eine ausreichend hohe Berufsunfähigkeits­rente.
  • Wir empfehlen, sich möglichst früh um eine Versicherung zu kümmern.
  • Ein angehender Notfallsanitäter kann sich zum Beispiel ab 82,65 € pro Monat versichern.

Das macht eine gute Berufsunfähigkeits­versicherung für Notfallsanitäter aus

Die beste Versicherung gegen Berufsunfähigkeit

Menschen in allen Branchen sind mit dem Risiko konfrontiert, ihrer Arbeit nach einer Krankheit, wegen körperlicher Verfallserscheinungen oder wegen eines Unfalls nicht mehr nachgehen zu können. Etwa jeder Vierte wird im Verlauf seines Lebens berufsunfähig und das betrifft nicht nur ältere Menschen. Wie wahrscheinlich der Eintritt von Berufsunfähigkeit ist, hängt auch vom Berufsbild ab.

Der Beruf des Notfallsanitäters und verwandte Tätigkeiten wie zum Beispiel Rettungssanitäter odder Rettungsassistent gehen mit einem erhöhten Risiko für Berufsunfähigkeit einher. Dadurch ist es für diese Berufsgruppe schwieriger, sich kostengünstig gegen Berufsunfähigkeit zu versichern. Trotzdem lohnt sich eine solche Versicherung, da sie die umfassendste Absicherung gegen Berufsunfähigkeit darstellt. Je früher Sie sich versichern, desto besser sind die Konditionen, mit denen Sie rechnen können.

Die Berufsunfähigkeits­versicherung im Überblick

Diese Vorteile bietet eine gute Berufsunfähigkeits­versicherung

  • Monatliche Rente (mindestens 1.000 Euro) im Fall einer 50-prozentigen Berufsunfähigkeit
  • Möglichkeit, eine früh abgeschlossene Versicherung später mehrfach ohne erneute Risikoprüfung anzupassen (Nach­versicherungsgarantie)
  • Versichert Ihren konkreten, zuletzt ausgeübten Beruf

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Besondere Risiken für Notfallsanitäter

Notfallsanitäter und andere Rettungsfachkräfte sind in ihrem Beruf besonderen Belastungen ausgesetzt, die gesundheitliche Probleme wahrscheinlicher machen. Dazu gehören:

  • Körperliche Belastung durch schweres Heben und Tragen
  • Infektionsrisiko
  • Gestörter Schlafrhythmus und ungesunde Ernährung durch Stress und Schichtarbeit
  • Viele Einsätze
  • Psychisch belastende Einsätze
  • Aggressives Verhalten von Hilfsbedürftigen und deren Angehörigen

Zu diesen Risiken, von denen Menschen in anderen Berufen teilweise nicht oder in geringerem Maße betroffen sind, kommen noch universelle Gefahren für die eigene Arbeitskraft. Darunter sind:

  • Schwere Krankheiten
  • Psychische Probleme (mittlerweile die häufigste Ursache von Berufsunfähigkeit)
  • Unfälle

Mehr zu den Ursachen von Berufsunfähigkeit

Warum die gesetzliche Absicherung nicht ausreicht

Wer lange genug in die Renten­versicherung eingezahlt hat, hat einen Anspruch darauf, bei einer erheblichen Einschränkung der Erwerbsfähigkeit eine Rente zu erhalten. Allerdings haben gerade Berufsanfänger teilweise nicht genug Beitragsjahre, um einen Anspruch auf eine halbe oder ganze Erwerbsminderungs­rente zu haben und auch die Kriterien für ihren Erhalt sind strenger als bei der Berufsunfähigkeits­versicherung. Denn die Erwerbsunfähigkeitsrente gibt es nur für Menschen, die in jedem Beruf eingeschränkt sind, während in der Berufsunfähigkeits­versicherung der zuletzt ausgeübte Beruf versichert ist. Darüber hinaus ist die Erwerbsminderungs­rente für viele Menschen zu niedrig, während die Höhe der Berufsunfähigkeits­rente dem tatsächlichen Bedarf angepasst werden kann.

Am besten mit einer Berufsunfähigkeits­versicherung absichern

Die Berufsunfähigkeits­versicherung ist teurer als viele andere private Versicherungen für die eigene Arbeitskraft, aber deckt auch mehr Risiken ab. Ein wichtiger Pluspunkt ist, dass in der Berufsunfähigkeits­versicherung auch psychische Erkrankungen wie eine Depression oder ein Burnout versichert sind.

Darum ist die Berufsunfähigkeits­versicherung sinnvoll

Das leistet die Berufsunfähigkeits­versicherung für Notfallsanitäter

Wann zahlt die Versicherung?

Die Berufsunfähigkeits­versicherung leistet, wenn man berufsunfähig wird: In der Regel bedeutet das, dass man seiner zuletzt ausgeübten Tätigkeit nicht mehr oder nur noch sehr eingeschränkt nachgehen kann und dass dieser Zustand für eine gewisse Zeit anhält. Typisch ist ein Prognosezeitraum von sechs Monaten als Bedingung für eine Leistung der Versicherung. Stellt sich erst später heraus, dass eine Berufsunfähigkeit vorliegt, leisten einige Versicherer auch rückwirkend.


Icon Hand mit Euromünze

Leistung nicht nur bei klassischer Berufsunfähigkeit

Je nachdem, wie der Vertrag gestaltet ist, zahlen Berufsunfähigkeits­versicherungen auch in den folgenden Situationen:


Icon Geldscheine

Wie viel zahlt die Berufsunfähigkeits­versicherung?

Im Fall einer Berufsunfähigkeit zahlt die Versicherung die vereinbarte Berufsunfähigkeits­rente. Diese sollte an das Einkommen vor Eintreten der Berufsunfähigkeit angepasst sein und zwischen 60 und 80 Prozent davon ersetzen. Als Mindestsumme werden 1.000 Euro empfohlen. Haben Sie eine Beitragsdynamik vereinbart, steigen Versicherungsprämien und Rente jedes Jahr um einige Prozent, um die Inflation auszugleichen.

Diese Klauseln sollten Sie kennen

Wenn Sie Tarife der Berufsunfähigkeits­versicherung vergleichen, sollten Sie auf die folgenden Klauseln achten:

  • Nach­versicherungsgarantie: Diese ermöglicht es Ihnen, Ihre Versicherung später ohne eine erneute Risikoprüfung anzupassen
  • Laufzeit: Sie sollten bis zum Ende Ihres Arbeitslebens versichert sein
  • Verzicht auf abstrakte Verweisung: So können Sie nicht darauf verwiesen werden, dass Sie immer noch theoretisch in einem verwandten Beruf arbeiten können, unabhängig davon, ob es tatsächlich offene Stellen gibt
  • Infektionsklausel (auch: Infektions­schutzklausel): Sind Sie versichert, wenn Ihnen aufgrund einer Infektion das Ausüben Ihrer Arbeit verboten wird?

Wichtige Klauseln und Regelungen im Überblick

Icon Zeit ist Geld

Versichern Sie sich möglichst früh

Sie können Geld sparen und Ihre Chancen auf eine unkomplizierte Annahme Ihres Antrags erhöhen, wenn Sie sich frühzeitig um eine Berufsunfähigkeits­versicherung kümmern – zum Beispiel schon während Ihrer Ausbildung zum Notfallsanitäter.

Sind Vor­erkrankungen ein Problem?

Wenn Sie einen Antrag auf eine Berufsunfähigkeits­versicherung stellen, müssen Sie Gesundheitsfragen beantworten. Dabei geht es um die Behandlungen und gesundheitlichen Probleme der letzten Jahre. Falls Sie Vor­erkrankungen haben oder hatten, kommt es auf die Erkrankung, ihre Ausprägung, aber auch den individuellen Versicherer an, wie sich das auf Ihre Versicherung auswirkt. Mögliche Szenarien sind:

So beantworten Sie Gesundheitsfragen richtig

Es ist wichtig, dass Sie die Fragen nach Vor­erkrankungen ehrlich beantworten. Damit sich Ihre Antworten auch wirklich mit den bei Ihren Ärzten und Ihrer Kranken­versicherung vermerkten Diagnosen decken, sollten Sie diese vor dem Erstellen Ihres Antrags recherchieren. Neben Vor­erkrankungen fragen Versicherer auch nach risikoreichen Verhaltensweisen, zum Beispiel, ob Sie Raucher sind oder gefährliche Hobbys haben. Auch diese Faktoren können sich auf Ihre Versicherung auswirken. Falls Sie nicht sicher sind, ob eine Versicherung für Sie möglich ist, ist eine Risikovoranfrage empfehlenswert.


Icon gegensätzliche Pfeile

Berufsunfähigkeits­versicherung und Berufswechsel

Notfallsanitäter ist ein Job, der Menschen körperlich und psychisch stark fordert. Entsprechend wollen und können nicht alle bis zum Renteneintritt in diesem Beruf bleiben. Wenn Sie sich beruflich umorientieren, müssen Sie das der Versicherung in vielen Fällen nicht mitteilen. Falls Ihr neuer Job mit einem geringen Berufsunfähigkeitsrisiko einhergeht, können Sie aber unter Umständen prüfen lassen, ob nun eine Versicherung zu besseren Konditionen möglich ist.

Mehr zur Berufsunfähigkeits­versicherung und Berufswechseln

Alternativen zur Berufsunfähigkeits­versicherung

Ist eine Berufsunfähigkeits­versicherung nicht, nur mit sehr großen Einschränkungen oder zu einem für Sie nicht tragbaren Preis möglich, gibt es auch andere Versicherungen, mit denen Sie konkrete Risiken – zum Beispiel einen Unfall oder eine schwere Krankheit – oder aber bestimmte Grundfähigkeiten oder Ihre Arbeitsfähigkeit im Allgemeinen versichern können.

Alternativen zur Berufsunfähigkeits­versicherung

Was kostet eine Berufsunfähigkeits­versicherung für Notfallsanitäter?

Icon Mann mit Maske

Kostenbeispiel

Unser Beispielkunde ist 19 und macht gerade seine Ausbildung zum Notfallsanitäter. Er ist Nichtraucher und hat keine Vor­erkrankungen. Er möchte eine Versicherung mit einer Berufsunfähigkeits­rente von 1.000 Euro und einer Laufzeit bis zu seinem 67. Lebensjahr abschließen. Er kann sich ab einem Zahlbeitrag von 82,65 Euro versichern. Der Tarifbeitrag beträgt 137,75 Euro.

Zahlbeitrag und Tarifbeitrag in der Berufsunfähigkeits­versicherung

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Der Tarifbeitrag oder Bruttobeitrag ist der Beitrag, den die Versicherung braucht, um das Berufsrisiko dauerhaft zu versichern. Da der Versicherer aber erzielte Überschüsse mit dem Bruttobeitrag verrechnet, entsteht so ein günstigerer Nettobeitrag beziehungsweise Zahlbeitrag. Der Versicherer kann aber nicht garantieren, dass die Überschüsse jedes Jahr ausreichend hoch ausfallen. Fallen sie niedriger aus oder bleiben sogar ganz aus, kann der Versicherer die zu zahlenden Beiträge bis zum Erreichen des Brutto- oder Tarifbeitrags erhöhen.

Diese Faktoren entscheiden über die Kosten der Berufsunfähigkeits­versicherung

Wie viel Sie für Ihre Berufsunfähigkeits­versicherung zahlen, hängt von mehreren Faktoren ab:

  • Gestaltung der Versicherung: Laufzeit, Höhe der Berufsunfähigkeits­rente, zusätzliche Leistungen
  • Alter, Gesundheitszustand, Beruf und Freizeitrisiken des Versicherungsnehmers
Icon Taschenrechner

Höheres Risiko – höhere Kosten

Wie bereits erwähnt haben Notfallsanitäter und andere Rettungsfachkräfte ein deutlich höheres Berufsunfähigkeitsrisiko als zum Beispiel Akademiker mit reinen Bürojobs – darum ist die Berufsunfähigkeits­versicherung für sie auch teurer. Allerdings gehört ihr Beruf auch nicht zu so risikoreichen oder schwer einzuschätzenden Tätigkeiten wie der eines Sprengmeisters oder Models, sodass eine Versicherung bei vielen Anbietern möglich ist. Auf unserer Seite zu den Kosten der Berufsunfähigkeits­versicherung erklären wir die verschiedenen Risikoklassen.

Was kostet Sie als Notfallsanitäter eine Berufsunfähigkeits­versicherung?

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Anbieter der Berufsunfähigkeits­versicherung im Test (2022)

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Zurzeit liegt kein Test dazu vor, welcher Tarif der Berufsunfähigkeits­versicherung spezifisch für Notfallsanitäter besonders geeignet ist. Dennoch können Sie die regelmäßigen Tests, Analysen und Kundenbefragungen unabhängiger Institute zur Orientierung nutzen. Wir haben aktuelle Testergebnisse und Beschwerden über Versicherer für Sie ausgewertet. Welche Tarife am besten für verschiedene Kundengruppen geeignet sind und welche Anbieter unsere Experten überzeugen konnten, können Sie auf unserer Seite zum Thema nachlesen:

Testsieger der Berufsunfähigkeits­versicherung (2022)

Darauf sollten Notfallsanitäter beim Tarifvergleich achten

Icon Internetsuche

Darum lohnt sich der Tarifvergleich

Für Notfallsanitäter lohnt es sich, Versicherungsbedingungen genau zu lesen und Angebote zu vergleichen, denn:

  • Es gibt große Unterschiede bei den Prämien und Konditionen der verschiedenen Tarife.
  • Teilweise kommt es auf den Anbieter an, wie sehr sich bestimmte Risikofaktoren auf die Konditionen der Versicherung auswirken.

Nutzen Sie gern unser Angebot, Ihnen kostenfrei und unverbindlich einen Vergleich für Sie passender Tarife zuzusenden.


Darauf sollten Sie achten

  • Ist die Berufsunfähigkeits­rente ausreichend hoch?
  • Gibt es eine Nachversicherrungsgarantie?
  • Gibt es keine vermeidbaren Leistungsausschlüsse?
  • Ist die Laufzeit lang genug?
  • Gibt es eine Infektions­schutzklausel?

Kostenfreier Tarifvergleich zur Berufsunfähigkeits­versicherung für Notfallsanitäter

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Fazit

Notfallsanitäter sind in ihrem Arbeitsleben mit Anforderungen und gesundheitlichen Belastungen konfrontiert, die zu einem erhöhten Berufsunfähigkeitsrisiko führen. Aus diesem Grund ist eine Berufsunfähigkeits­versicherung für diese Berufsgruppe in der Regel teurer als für Personen, die primär im Büro arbeiten. Es handelt sich aber um eine sehr sinnvolle Versicherung, da sie Lücken in der staatlichen Absicherung schließt und umfassenderen Schutz bietet als andere private Versicherungen, mit denen Sie Ihre Arbeitskraft versichern können.

So sichern sich Notfallsanitäter gute Konditionen

Falls nicht andere Gründe dagegensprechen – zum Beispiel, dass Sie die Verjährung einer Vorerkrankung abwarten möchten – lohnt es sich in der Regel, die Versicherung schon früh abzuschließen. Das ist auch vor dem Hintergrund dessen sinnvoll, dass auch junge Menschen von Berufsunfähigkeit betroffen sein können. Nehmen Sie sich vor dem Abschließen einer Versicherung die Zeit, die Bedingungen genau zu lesen, und achten Sie darauf, dass Ihnen der Vertrag die Möglichkeit bietet, die Versicherung ohne eine erneute Risikoprüfung geänderten Lebensumständen anzupassen.

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Foto von Katharina Tennius
Katharina Tennius
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