Erfahrungen & Bewertungen zu transparent-beraten.de GmbH
Transparent-Beraten logo
Jetzt Vergleich anfordern    
ic_local_phone_black_24px Created with Sketch.
sandwich Created with Sketch.
Wir beraten Sie gern!

Unsere Berater freuen sich von Montag bis Freitag von 9 bis 18 Uhr (oder nach Vereinbarung) auf Ihre Fragen.

030 – 120 82 82 8 kontakt@transparent-beraten.de
Zweigstellen
Deutschlandweit in Bayern, NRW, Niedersachsen etc. Alle Zweigstellen ›
Kostenfreier Vergleich Berufsunfähigkeitsversicherung
Jetzt Vergleich anfordern
  • Persönlicher Ansprechpartner
  • Hohe Kundenzufriedenheit
  • Ihr unabhängiger Experte
  • Online-, Telefon- & Vorortberatung möglich

Berufs­un­fähig­keits­ver­siche­rung kündigen

Fristen, Muster, Alternativen und ist es sinnvoll?
Das Wichtigste in Kürze
  • Eine Berufs­un­fähig­keits­ver­siche­rung (BU) lässt sich ordentlich oder außer­ordentlich kündigen.
  • Die gesetzlich geregelte Kündigungs­frist beträgt 1 Monat vor Ablauf des Versicherungsjahres (§ 11 VVG).
  • Bei Kündigung der BU werden die gezahlten Beiträge i. d. R. nicht zurückgezahlt.
  • Sinnvoll kann die Kündigung sein, wenn der bestehende Vertrag proble­matische Klauseln enthält.
  • Bei verschlechtertem Ge­sund­heits­zu­stand ist von einer Kündigung der BU abzuraten.
  • Statt die BU zu kündigen, kann der Vertrag beitragsfrei gestellt oder um Stundung der Beiträge geben werden.

Kündigung der Berufs­un­fähig­keits­ver­siche­rung: Die Möglichkeiten

Wenn Sie Ihre Berufs­un­fähig­keits­ver­siche­rung kündigen möchten, haben Sie grund­sätzlich zwei Möglich­keiten:

  • Eine ordentliche Kündigung
  • oder eine außer­ordent­liche Kündigung.

Jede Versicherung bietet ihren Kunden die Möglichkeit einer außerordentlichen Kündigung. Hierbei ist eine Frist zu berücksichtigen. In der Regel liegt sie bei einem Monat vor Ablauf des laufenden Versicherungs­jahres. Hierbei ist das genaue Datum des Vertragsschlusses ausschlaggebend. Wenn Versicherte nicht jährlich zahlen, ist die Kündigung auch zum jeweils nächsten Zahlungstermin möglich, also beispielsweise halbjährlich oder quartalsweise.

Wann kann ich außerordentlich kündigen?

Das Recht der außer­ordent­lichen Kündigung tritt in bestimmten Fällen in Kraft. Ein häufiger Grund ist eine einseitige Änderung der Versicherungs­bedingungen durch den Versicherer. Ein typischer Fall ist ein Beitragsanstieg zum neuen Versicherungs­jahr. Unter diesen Voraussetzungen haben Versicherte das Recht, den bestehenden Versicherungs­vertrag zu kündigen. Auch hier gilt eine Frist von einem Monat.

Ausgenommen vom Recht auf außer­ordent­liche Kündigung sind Prämien­anpassungen, die im Zuge der Beitrags­dynamik vereinbart wurden. Diese sind Gegenstand des Versicherungs­vertrages. Versicherte haben sie selbst mit dem Versicherer vertraglich vereinbart und sie tragen zur Erhöhung der Versicherungs­leistungen bei.


Kün­di­gungs­fris­ten der Berufs­un­fähig­keits­ver­siche­rung

Kün­di­gungs­fris­ten im Überblick
  • Ordentliche Kündigung: spätestens einen Monat vor Ablauf des Versicherungs­jahres beziehungsweise zum nächsten Zahlungstermin
  • Außerordentliche Kündigung: ein Monat nach Bekanntgabe der Beitrags­erhöhung
Die gesetzlichen Kün­di­gungs­fris­ten finden ihre rechtliche Grundlage im Versicherungs­vertrags­gesetz (VVG). In § 11 VVG ist geregelt, dass die Kün­di­gungs­fris­ten für beide Vertrags­parteien gleich lang sind. Sie liegen dabei zwischen einem und drei Monaten. Die genaue Länge der jeweiligen Kün­di­gungs­frist ist dem Versicherungs­vertrag zu unternehmen.
Kündigung per Einschreiben versenden
Es ist wichtig, dass die Kündigung fristgerecht sowie nachweisbar bei der Versicherungs­gesellschaft eingeht. Wer sich für die Kündigung des BU-Vertrags entschließt, sollte dies mit einem postalischen Nachweis tun, am besten mit einem Einschreiben mit Rückschein. Achten Sie auch auf alle wichtigen Angaben im Kündigungsschreiben. Am wichtigsten ist die Versicherungs­nummer. Anhand dieser ist eine zügige Bearbeitung durch den Versicherer möglich.
… zum Muster „BU kündigen“

In welchen Fällen ist eine Kündigung der BU sinnvoll?

Es gibt mehrere Gründe, die für eine Kündigung der Berufs­un­fähig­keits­ver­siche­rung sprechen. In folgenden Fällen haben Versicherte einen Vorteil, wenn sie zu einem neuen Tarif wechseln:

  • Der bestehende Vertrag enthält die Klausel der abstrakten Verweisung
  • Der bestehende Tarif bietet keine dynamische Anpassung
  • Es gibt Tarife mit gleichen Leistungen zu günstigeren Prämien
  • Es gibt Tarife mit deutlich besseren Leistungen zu gleichen oder nur geringfügig höheren Prämien

Ein wesentlicher Grund, der für eine Kündigung der bestehenden Versicherung spricht, ist der Einschluss der abstrakten Verweisung. Diese Verweisungs­klausel ermöglicht es Versicherern, auf die Leistung der Berufs­unfähig­keits­rente zu verzichten, wenn sie die Versicherten auf ein anderes Berufsbild verweisen können. Hierbei spielt es keine Rolle, ob der neue Beruf den Kenntnissen und Fähigkeiten des Versicherten entspricht und ob der Beruf die Aufrechterhaltung des bisherigen Lebens­standards ermöglicht. Ebenso spielt es keine Rolle, ob der Versicherte den Beruf überhaupt annehmen kann oder ob freie Stellen in dieser Branche existieren. Die abstrakte Verweisung hat aufgrund dieser problematischen Regelung häufig für Streitigkeiten gesorgt, da Versicherte auf einen Beruf verwiesen wurden, den sie nicht ausüben konnten oder der nicht ihrem Lebensstandard entsprach.

Enthält die Police eine solche Verweisungsklausel, sollten Versicherte prüfen, ob sie einen Vertrag ohne diese abstrakte Verweisung erhalten können. Es empfiehlt sich in diesem Fall, die bisherige BU umzustellen oder im Zweifelsfalle zu kündigen.

Eine regelmäßige Erhöhung der Prämie im Zuge einer dynamischen Anpassung sorgt für ein regelmäßiges Wachstum der BU-Rente im Versicherungs­fall. Nur die Möglichkeit der dynamischen Anpassung kann die Inflation ausgleichen. Wer die dynamische Anpassung nicht vereinbart hat, muss eventuelle Erhöhungen bei Bedarf separat beantragen. Dabei kommt es regelmäßig zu einer erneuten Prüfung des Ge­sund­heits­zu­stands. Im Falle einer Verschlechterung des Ge­sund­heits­zu­stands oder einer Erhöhung des Risikos, kann der Versicherer die gewünschte Beitrags­erhöhung ablehnen. Enthält der Vertrag also keine solche Vereinbarung, kann die Kündigung und der Wechsel zu einem Tarif mit Beitrags­dynamik sinnvoll sein.
Kündigung nur bei Zusage des neuen Versicherers

Eine Berufs­un­fähig­keits­ver­siche­rung (BU) ist für viele Versicherte essentiell, weshalb hier keine Versorgungslücken entstehen sollten. Daher sollten Versicherte die bestehende BU erst dann kündigen, wenn sie bereits eine Alternative gefunden und eine Zusage des neuen Versicherers über den Versicherungs­schutz bekommen haben.

Möchten Sie Ihre aktuelle Berufs­un­fähig­keits­ver­siche­rung kündigen, sollten Sie sich also rechtzeitig um eine neue BU bemühen. Vergleichen Sie die Angebote genau miteinander, um auch wirklich einen leistungsstärkeren oder günstigeren Tarif zu bekommen. Unsere BU-Experten helfen Ihnen gern, die passende Absicherung zu finden. Kontaktieren Sie uns unter 030 120 82 82 8 oder unter kontakt@transparent-beraten.de. Nutzen Sie auch unser kostenfreies BU-Vergleichsformular.

Kostenfreier Tarif-Vergleich zur Berufsunfähigkeitsversicherung

Aktuelle Tarife aus 2020 für Sie persönlich angepasst und optimiert.
Wir sind stolz auf eine hohe Kundenzufriedenheit!


Was passiert mit meinen Beiträgen bei Kündigung?

Prinzipiell gilt: Wer seine Berufs­un­fähig­keits­ver­siche­rung kündigt, bekommt seine Beiträge nicht zurück. Grund: Eine selbständige Berufs­un­fähig­keits­ver­siche­rung ist nur für das Risiko der Berufs­unfähig­keit gedacht und deckt mit den Beiträgen auch nur dieses Risiko ab. Es wird nichts verzinslich angesammelt und die Überschüsse, die die Gesellschaft erwirtschaftet, gehen direkt in den Netto-Beitrag, den der Kunde zahlt. Ein sog. Rückkaufswert resultiert durch die Kündigung der BU also nicht, was in den meisten Fällen auch vertraglich festgehalten ist.

Ausnahme: Wenn zu Vertragsbeginn geregelt wurde, dass die Überschüsse nicht zur Beitragsverrechnung genutzt, sondern vom Versicherer am Kapitalmarkt angelegt werden sollen, hat der Versicherungsnehmer Anspruch auf einen Teil dieses Fondsvermögens. Dies sollte jedoch wohl überlegt sein, denn prinzipiell ist eine Versicherung keine Form der Geldanlage.

… mehr zum Thema Geld zurück in der BU

So steht es im Versicherungs­vertrag
„Sie können Ihren Vertrag zum Ende eines Monats in Textform kündigen. In diesem Fall zahlen wir keinen Rück­kaufswert aus und zahlen keine Beiträge an Sie zurück.“
… mehr zur Berufsunfähigkeitsversicherung

Wann ist eine Kündigung der BU nicht zu empfehlen?

Eine Kündigung des bestehenden Vertrags ist nicht anzuraten, wenn:

  • sich der Ge­sund­heits­zu­stand deutlich verschlechtert hat (Prämien­zuschlag oder Ablehnung beim neuen Versicherer)
  • der neue Tarif schlechtere Leistungen bietet (auf Klauseln & Regelungen achten)
  • der neue Versicherer höhere Prämien für vergleichbare Leistungen verlangt.
BERATER-TIPP

»In jedem Falle ist die Kündigung zu überdenken, wenn Versicherte seit Abschluss des Vertrags neue Risikofaktoren entwickelt haben. Insbesondere ein schlechterer Ge­sund­heits­zu­stand macht es unwahrscheinlich, dass der neue Versicherer die Leistung zu günstigeren Konditionen anbieten kann. Entweder haben Versicherte dann Leistungsausschlüsse zu befürchten oder es droht im schlimmsten Fall eine Ablehnung der BU. «


Alternativen zur Kündigung

Gründe, um die aktuelle Berufs­un­fähig­keits­ver­siche­rung kündigen zu wollen, gibt es einige. Meistens liegt es an einem finanziellen Engpass. Doch dafür gibt es Alternativen, die oftmals sinnvoller sind, als eine endgültige Kündigung des Versicherungs­schutzes.

Zu den gleichen Fristen können Versicherungs­nehmer auch einen sog. Beitrags-Stopp oder eine Beitrags­freistellung beantragen. Damit werden sie von der Beitragszahlung befreit.

Doch an dieser Stelle muss man genau in den Versicherungs­vertrag schauen: Oftmals wandeln die Versicherer die BU dann in eine „beitragsfreie BU-Rente“ um. Für die Berechnung dieser neuen Rente wird das bis dahin eingezahlte Kapital des Ver­sicherungs­nehmers herangezogen und nach eigenen Regelungen nochmals gemindert. Nach dieser Berechnung muss ein Mindest­betrag übrig bleiben. Wird dieser nicht erreicht, erlischt der Vertrag und der Restbetrag wird ggf. an den Versicherungs­nehmer ausgezahlt. In jedem Fall ist es möglich, den Berufs­unfähig­keits­schutz zu einem späteren Zeitpunkt wieder aufzunehmen. Ein guter BU-Versicherer erlaubt dies sogar ohne erneute Gesundheitsprüfung.

Im Gegensatz zur Beitrags­frei­stellung bleibt der Versicherungs­schutz bei der Beitrags­stundung erhalten. Stundung bedeutet, dass Sie Ihre Beiträge zur BU befristet aussetzen und später (zinsfrei) zurückzahlen. Je nach Versicherer lässt sich hier eine Frist von bis zu 24 Monaten vereinbaren. Nach Ablauf der Stundung können die Beiträge entweder auf einmal, in Raten oder über die erwirt­schafteten Überschüsse zurückgezahlt werden. Oftmals erheben Versicherer bestimmte Voraus­setzungen für die Bewilligung einer Beitrags­stundung, z. B. eine bereits getätigte Beitrags­zahlung von mind. 12 Monaten.
An Stelle der vollständigen Kündigung der BU können Versicherte auch nur einzelne Vertrags­bestand­teile kündigen. Wer sich die gegenwärtigen Beiträge nicht mehr leisten kann oder weniger bezahlen will, kann die vereinbarte Berufs­unfähig­keits­rente reduzieren. Ebenso ist es möglich, Aspekte wie die Beitrags­dynamik oder eine Unfall­tod­versicherung zu streichen. Allerdings gilt es im Einzelfall genau abzuwägen, ob der Verzicht auf diese wichtigen Bestandteile für den Versicherten Sinn ergibt.
Was, wenn ich eine Berufs­unfähig­keits­zusatz­ver­sicherung habe?
In machen Fällen ist die BU ein Zusatz, der an eine Rentenversicherung oder Kapital­lebens­versicherung gebunden ist. Hier können sich Versicherte erkundigen, ob sie die Hauptversicherung beitragsfrei stellen können. Dabei bleibt der Berufs­unfähig­keits­schutz in den meisten Fällen erhalten, während sich die Beiträge deutlich reduzieren. Doch auch dies hängt vom Versicherer und dem geschlossenen Vertrag ab.
Dieser Artikel wurde zuletzt am 10.11.2020 aktualisiert.
Über den Autor
Maja Sommerhalder
Maja Sommerhalder
mehr erfahren
ic_arrow_upward_black_24px Created with Sketch. zum Seitenanfang berufsunfähigkeitsversicherung kündigung