Heilpraktiker­versicherung

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Das erwartet Sie hier

Was kostet eine gute Heilpraktikerzusatz­versicherung, welche Leistungen werden übernommen und was Sie bei der Wartezeit beachten sollten.

Inhalt dieser Seite
  1. Was ist die Heilpraktiker­­versicherung?
  2. Leistungen
  3. Unterschied zur Zusatz­­versicherung für Naturheilverfahren
  4. Kosten
  5. Aktuelle Testergebnisse
  6. Tipps für den Vergleich

Das Wichtige in Kürze

  • Die gesetzliche Kranken­versicherung bietet bei weitem keine volle Kostendeckung für Heilpraktikerbehandlungen. Eine Heilpraktiker­versicherung bietet hier eine sinnvolle Ergänzung zu den ungenügenden Kassenleistungen.
  • Zu den Leistungen der Heilpraktiker­versicherung gehören Naturheilverfahren, die im Hufelandverzeichnis oder der Gebührenordnung für Heilpraktiker eingetragen sind.
  • Die Kosten der Heilpraktiker­versicherung hängen vom Alter und Gesundheits­zustand des Versicherten ab, sowie dem gewünschten Leistungsumfang.
  • Im aktuellen Test schneiden 34 von 111 untersuchten Heilpraktiker­versicherungen mit der Bestnote ab.

Was ist die Heilpraktiker­versicherung?

Die Heilpraktiker­versicherung ist eine Form der privaten Krankenzusatz­versicherungen. Alternative medizinische Behandlungs­möglichkeiten, wie beispielsweise Akupunktur oder Homöopathie, genießen eine steigende Beliebtheit und werden vor allem dann nachgefragt, wenn die klassische Medizin an ihre Grenzen stößt. Die Heilpraktiker­versicherung deckt diese Form der Behandlung durch einen Heilpraktiker oder einen Arzt mit entsprechender Zusatzqualifikation ab.


Ist eine Heilpraktiker­versicherung sinnvoll?

Im Vergleich zum regulären Hausarzt kann die Untersuchung beim Homöopathen durchaus teurer werden. In der Regel reicht der Versicherungs­schutz der gesetzlichen Kranken­versicherung für kostspielige Heilpraktikerbehandlungen nicht aus, da lediglich, wenn überhaupt, ein geringer Teil der anfallenden Behandlungskosten übernommen wird. Die Restkosten muss der Versicherte tragen. Eine Heilpraktiker­versicherung übernimmt die anfallenden Kosten bei Heilpraktikern und Ärzten für Naturheilverfahren und ist als sinnvolle Ergänzung zu den Kassenleistungen zu betrachten. Damit erweitert sie Ihren Handlungsspielraum, senkt den Eigenanteil an den Behandlungskosten und spart Ihnen effektiv Geld.


Heilpraktiker­versicherung im Trend

Es ist weit verbreitet, dass Patienten sich nicht mit der klassischen ambulanten Versorgung durch die evidenzbasierte Medizin zufrieden geben. Um auch im Bereich der Alternativmedizin wie ein Privatpatient behandelt zu werden, können Sie die Heilpraktiker­versicherung abschließen. Mithilfe dieser ambulanten Zusatz­versicherung müssen Sie nicht aus finanziellen Gründen auf die Behandlung bei einem Heilpraktiker verzichten.

Der Trend zu klassischen Naturheilverfahren, die als sanfter und ganzheitlicher empfunden werden, hat heutzutage viele Anhänger. Deshalb gibt es auch entsprechend viele Tarife für Heilpraktiker­versicherungen. Falls Sie sich von der Zahl an Angeboten überfordert fühlen oder Hilfe benötigen, bietet sich die persönliche Beratung durch unsere unabhängigen Versicherungs­­experten an. Schließlich ist die Suche nach der passenden privaten Krankenzusatz­versicherung immer eine Frage der individuellen Bedürfnisse und Anforderungen.


Ärzte als Heilpraktiker

Von den Landesärztekammern der Bundesländer werden Kurse zur ärztlichen Weiterbildung zertifiziert, über die sich herkömmlich ausgebildete Ärzte auch in den Bereichen der Alternativmedizin qualifizieren können. So finden Sie auch niedergelassene Ärzte, die eine naturheilkundliche Zusatzbezeichnung tragen.

Als Patient mit einer Heilpraktiker­versicherung können Sie sich somit auch die Behandlung nach alternativen Verfahren durch einen ausgebildeten Arzt abrechnen lassen.

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Leistungen der Heilpraktiker­versicherung

Heilpraktiker­versicherungen werden häufig in verschiedenen Tarifvarianten zu unterschiedlichen Konditionen angeboten. Oft wird die Heilpraktiker­versicherung entweder als Einzelpolice oder als Tarifbaustein in Verbindung mit anderen privaten Krankenzusatz­versicherungen angeboten.

Klassischerweise sind im Leistungspaket der Anbieter Naturheilverfahren enthalten, die im sogenannten Hufelandverzeichnis oder der Gebührenordnung für Heilpraktiker zu finden sind. Zusätzlich werden auch häufig folgende ambulante Vorsorgeleistungen übernommen:

  • Medikamente und Hilfsmittel
  • Sehhilfen
  • Vorsorgeuntersuchungen
  • Schutzimpfungen

Vertrags­bedingungen bestimmen Leistungsumfang

So mancher Anbieter legt in einem eigenen Verzeichnis selbst fest, welche Leistungen – meistens noch umfangreicher als die Leistungen der offiziellen Listen – in seiner Heilpraktiker­versicherung mitversichert sind. Hier sollten die Vertragsdetails genau studiert werden. Manche Tarife versichern auch Leistungen im Bereich der Psychotherapie, wenn auch die entsprechenden Methoden von einem Heilpraktiker angewendet werden. Massagen, Ergotherapie oder Krankengymnastik sind dagegen häufig von der Heilpraktiker­versicherung ausgeschlossen.


Mit oder ohne Wartezeit?

Es gibt durchaus einzelne Tarife, die Ihnen eine Heilpraktiker­versicherung ohne Wartezeiten bieten. Diese kosten Sie meist aber etwas mehr an Beiträgen als reguläre Tarife. Dennoch lohnt sich beim Vergleich von Heilpraktiker­versicherungen der Blick nach Angeboten ohne Wartezeit.

Ansonsten gilt bei für ambulante Zusatz­versicherungen für Heilpraktiker und Naturheilverfahren, dass Sie Leistungen erst drei Monate nach Versicherungs­beginn in Anspruch nehmen können. Diese auch in anderen Versicherungs­zweigen übliche Wartezeit soll verhindern, dass Sie unmittelbar nach Abschluss von den Leistungen Gebrauch machen und dann wieder den Vertrag rasch kündigen.


Gesundheits­fragen für Heilpraktiker­versicherungen

Es ist verständlich, falls Sie auf der Suche nach einer Heilpraktiker­versicherung ohne Gesundheits­fragen sind. Allerdings gibt es solche Angebote nicht. Grund dafür ist die Kostenkalkulation der Versicherer. Ohne eine Überprüfung auf mögliche Vorerkrankungen wäre für keinen Anbieter das Risiko akzeptabel.

Was Sie aber finden können, sind einzelne Tarife mit vereinfachter Gesundheits­prüfung. Im Vergleich zur privaten Kranken­versicherung müssen Sie hier weniger Fragen beantworten. Das reduziert auch Ihr Risiko, wegen einer bestehenden Erkrankung höhere Beiträge zahlen zu müssen oder gar abgelehnt zu werden. Denn jede nicht abgefragte Vorerkrankung ist mitversichert.


Unterschied zur Zusatz­versicherung für Naturheilverfahren

Anbieter privater Krankenzusatz­versicherungen unterscheiden zunächst zwischen Leistungen von Heilpraktikern und diversen naturheilkundlichen Methoden. Hauptsächlich wird dabei nach dem Einsatz der konkreten Mittel unterschieden. Werden Sie zum Beispiel auch mit technischen Hilfsmitteln behandelt, handelt es sich aus Sicht Ihrer Zusatz­versicherung um einen Heilpraktiker.

Dagegen gilt den Versicherern alles als Naturheilverfahren, was ausschließlich natürlich vorkommende Quellen der Heilung verwendet. Dazu zählen beispielsweise vom Alternativmediziner verordnete Kneippkuren. Wichtig ist für Ihren Versicherungs­schutz, welche konkreten Leistungen von Ihrer Heilpraktiker­versicherung erfasst werden.

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Kosten der Heilpraktiker­versicherung

Die Beitragshöhe der Heilpraktiker­versicherung hängt im Prinzip von folgenden Faktoren ab:

  • Alter des Versicherten
  • Gesundheits­zustand
  • Gewählter Leistungsumfang

Deshalb sollte man sich genauestens überlegen, welche Leistungen einem wichtig sind und auf jeden Fall im Tarif der Versicherung enthalten sein sollten.


Rechenbeispiel

Alter35
Chronische Erkrankungennein
LeistungspaketStandard
Monatlicher Beitrag5,56 €

Die Mehrheit der Anbieter übernimmt Heilpraktikerleistungen bis zu einem bestimmten Betrag im Jahr. Daneben gibt es auch Kosten-Modelle, die eine prozentuale Übernahme der Kosten vorsehen. Abhängig vom individuellen Tarif kann die Beteiligung an den Behandlungskosten zwischen 80 und 100 Prozent liegen. Die Berechnungsgrundlage für die Behandlungskosten sind die Gebührenordnung für Heilpraktiker und das Hufelandverzeichnis. Eine gute Heilpraktiker­versicherung kostet in etwa zwischen 6 und 15 Euro.

Experten-Tipp:

„Heilpraktiker rechnen eigentlich nach ihrer eigenen Gebührenordnung, der GebüH ab. Da diese jedoch schon lange nicht mehr aktualisiert wurde, werden die Leistungen meist nach eigenem Ermessen berechnet. Achten Sie daher auf den Leistungsrahmen Ihrer Zusatz­versicherung. Besprechen Sie mit Ihrem Heilpraktiker zuerst die Kosten der Behandlung und halten mit Ihrem Versicherer Rücksprache, damit die Behandlungskosten nicht den Rahmen der Heilpraktiker­versicherung übersteigen.“

Foto von Robert Böhrk
Signatur von Robert Böhrk
Robert Böhrk
Berater

Heilpraktiker­versicherungen im Test (2021)

Franke und Bornberg, ein renommiertes und unabhängiges Unternehmen für Versicherungs­fragen, beurteilte 2019 die Güte und Qualität angebotener Heilpraktiker­versicherungen (Quelle).

So wurde getestet

Insgesamt 111 Tarife wurden unter die Lupe genommen, die anhand folgender Kriterien begutachtet wurden:

  • Welche alternativen Behandlungsmethoden werden abgedeckt?
  • Wie hoch ist der jeweilige Erstattungsprozentsatz?
  • Wie hoch ist die allgemeine Wartezeit?

Das Test-Ergebnis 2019

34 der 111 getesteten Tarife erhielten die Bestbewertung und wurden in die Ratingklasse “FFF” mit dem Urteil “Hervorragend” eingestuft.

Übersicht der Testsieger (Auswahl)

AnbieterTarifTesturteil
AragTarif 483 und V100FFF (Hervorragend)
AxaTarif MED (Komfort U, Komfort Start U)FFF (Hervorragend)
Bayerische BeamtenkasseTarif NaturPRIVATFFF (Hervorragend)
ConcordiaTarif AZ TOP, Tarif AZN, Tarif AZP, Tarif AZSHFFF (Hervorragend)
DKVTarif BMG/0, Tarif KAMP/0FFF (Hervorragend)
GothaerTarif MediAmbulantFFF (Hervorragend)
InterTarif APPFFF (Hervorragend)
BarmeniaTarif An+, Tarif PRAEVIFFF (Hervorragend)

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Was beim Vergleich von Heilpraktiker­versicherungen zu beachten ist

Angesichts einer Vielzahl von unterschiedlichen Tarifen im Segment der Heilpraktiker­versicherung lohnt sich ein umfassender Vergleich in jedem Fall. Wichtige Kriterien, die beim Vergleich eine Rolle spielen sollten, sind:

  • Der Leistungsumfang
  • Die Kostenerstattung
  • Länge der Wartezeit
  • Die Beitragshöhe

Verschaffen Sie sich einen groben Gesamtüberblick über die angebotene Policen und ihre Konditionen und gleichen diese mit den eigenen Vorstellungen ab. Wenn Sie bei der Wahl der richtigen privaten Krankenzusatz­versicherung Hilfe benötigen, dann kontaktieren Sie uns gern direkt.

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Weitere ambulante Zusatz­versicherungen

Neben der Heilpraktiker­versicherung können sich noch weitere ambulante Zusatz­versicherungen abschließen. Am verbreitetsten sind hier die Zahnzusatz­versicherung und die Brillenzusatz­versicherung.

Der Wechsel Ihres Status zum Privatpatienten bedeutet aber auch, dass Sie mehr Leistungen beim Hausarzt oder Facharzt abrechnen lassen können. Mitunter kann es auch dank einer ambulanten Zusatz­versicherung zu einer bevorzugten Behandlung oder zumindest zu einer schnelleren Terminfindung kommen.

Alle ambulanten Krankenzusatz­versicherungen im Überblick

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Katharina Tennius
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